Rechtsprechung
| BFH, 14.10.1992 - I R 17/92 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
KStG 1977 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 8 Abs. 3 Satz 2, § 27 Abs. 1 und 3 Satz 2; AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2, § 40, § 45 Abs. 1 Satz 1; UmwG 1969 § 1 Abs. 1, § 15, § 24; GmbHG § 11 Abs. 1
- Wolters Kluwer
Verdeckte Gewinnausschüttung - Vermögensminderung - Vermögensmehrung - Rein tatsächliche Handlungen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)
Steuerrechtliche Behandlung der GmbH-Vorgesellschaft
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§§ 39, 45 AO
Umwandlungsrecht; verschmelzende Umwandlung einer GmbH auf einen ihrer Gesellschafter
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Kapitalgesellschaften
- Steuerrecht
- Kapitalgesellschaften i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG
- Verdeckte Gewinnausschüttung
- Verdeckte Gewinnausschüttung - Einkommensebene der Kapitalgesellschaft
- Die einzelnen »Tatbestandsvoraussetzungen« der verdeckten Gewinnausschüttung
Papierfundstellen
- BFHE 169, 343
- NJW 1993, 1222
- BB 1993, 207
- DB 1993, 356
- BStBl II 1993, 32
- BStBl II 1993, 352
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (51) Zitiert selbst (19)
- BFH, 18.07.1990 - I R 32/88
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Handlungen, die ein beherrschender …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Nach der bisherigen Rechtsprechung des erkennenden Senats kann eine verdeckte Gewinnausschüttung bei Kapitalgesellschaften nur angenommen werden, wenn die Vermögensminderung bzw. verhinderte Vermögensmehrung auf einer Rechtshandlung der Gesellschaft beruht, d. h. auf einer Rechtshandlung ihrer Organe (s. BFH-Urteile vom 13. August 1957 I 161/56, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1961, 230; vom 13. August 1989 I R 41/86, BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029; vom 18. Juli 1990 I R 32/88, BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484).Der GmbH zuzurechnende Rechtshandlungen sind nach dem Urteil in BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484 nicht nur Rechtshandlungen der Geschäftsführer und Beschlüsse der Gesellschafterversammlung, sondern auch Handlungen der beherrschenden Gesellschafter, die diese unter Überschreitung ihrer Kompetenz für die GmbH vornehmen.
- BFH, 11.04.1973 - I R 172/72
Zur Frage der Körperschaftsteuerpflicht der Gründergesellschaft
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Steuerrechtlich wird die GmbH-Vorgesellschaft als Kapitalgesellschaft behandelt, sofern sie später als GmbH ins Handelsregister eingetragen wird (s. BFH-Urteile vom 8. April 1960 III 129/57 U, BFHE 71, 190, BStBl III 1960, 319; vom 11. April 1973 I R 172/72, BFHE 109, 190, BStBl II 1973, 568, und vom 20. Oktober 1982 I R 118/78, BFHE 137, 265, BStBl II 1983, 247).Zwischen der GmbH-Vorgesellschaft und der ins Handelsregister eingetragenen GmbH besteht Identität (s. BFHE 109, 190, BStBl II 1973, 568).
- BGH, 09.03.1981 - II ZR 54/80
Verpflichtung einer Vor-GmbH; Umfang der Versicherung über Einlageleistungen bei …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Die GmbH-Vorgesellschaft ist als ein auf die künftige juristische Person GmbH hin angelegtes Rechtsgebilde bereits körperschaftlich strukturiert und geht mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister in dieser auf (s. Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 9. März 1981 II ZR 54/80, BGHZ 80, 129, 132, und vom 7. Mai 1984 II ZR 276/83, BGHZ 91, 148, 150 ff.;… ebenso z. B. Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, 13. Aufl., 1991, § 11 Rdnr. 2; Karsten Schmidt, GmbH-Rundschau 1987, 77, 79 f.).
- BGH, 07.05.1984 - II ZR 276/83
Haftung der GmbH-Gesellschafter im Vorgründungsstadium; Aufgabe der …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Die GmbH-Vorgesellschaft ist als ein auf die künftige juristische Person GmbH hin angelegtes Rechtsgebilde bereits körperschaftlich strukturiert und geht mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister in dieser auf (s. Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 9. März 1981 II ZR 54/80, BGHZ 80, 129, 132, und vom 7. Mai 1984 II ZR 276/83, BGHZ 91, 148, 150 ff.;… ebenso z. B. Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, 13. Aufl., 1991, § 11 Rdnr. 2; Karsten Schmidt, GmbH-Rundschau 1987, 77, 79 f.). - BFH, 28.06.1989 - I R 89/85
1. Angemessenheit des Gehaltes eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH - …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
a) Eine Vermögensminderung ist bei einer unbeschränkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft eine andere Ausschüttung i. S. des § 27 Abs. 3 Satz 2 KStG 1977, wenn sie durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht und die ihr entsprechenden Werte bei der Gesellschaft auch tatsächlich abfließen (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 1989 I R 89/85, BFHE 157, 408, BStBl II 1989, 854; vom 4. Dezember 1991 I R 63/90, BFHE 166, 279, BStBl II 1992, 362, m. w. N.). - BFH, 22.02.1989 - I R 9/85
1. Zu den Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnausschüttung - 2. Keine …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
a) Eine verdeckte Gewinnausschüttung i. S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1977 ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, sich - läßt man § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1977 außer Betracht - auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (vgl. BFH-Urteil vom 22. Februar 1989 I R 9/85, BFHE 156, 428, BStBl II 1989, 631). - BFH, 08.11.1989 - I R 174/86
"Vorgründungsgesellschaft" und "Vorgesellschaft" im Körperschaftsteuerrecht
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Die Vorgesellschaft ist die durch Abschluß des notariellen Gesellschaftsvertrags errichtete und noch nicht ins Handelsregister eingetragene Kapitalgesellschaft (s. BFH-Urteil vom 8. November 1989 I R 174/86, BFHE 158, 540, BStBl II 1990, 91). - BGH, 12.07.1956 - II ZR 218/54
Rechtsnatur der Vor-GmbH.
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Ein Wechsel der Gesellschafter der GmbH-Vorgesellschaft ist - durch entsprechende Änderung des Gesellschaftsvertrags - möglich (s. BGH-Urteile vom 12. Juli 1956 II ZR 218/54, BGHZ 21, 242, 245; vom 16. Februar 1959 II ZR 170/57, BGHZ 29, 300, 303). - BFH, 21.10.1985 - GrS 4/84
Wirksamkeit von Verwaltungsakten - GmbH als Adressat - Erlöschen durch Umwandlung …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
a) Wird eine GmbH gemäß § 24 i. V. m. § 1 Abs. 1 und § 15 UmwG in der Weise umgewandelt, daß ihr Vermögen unter Ausschluß der Abwicklung auf einen ihrer Gesellschafter übertragen wird (Fall einer sog. verschmelzenden Umwandlung;… s. Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, Kommentar, Einf UmwG Rz. 8 f.), dann vollzieht sich der Vermögensübergang durch Gesamtrechtsnachfolge (vgl. Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 21. Oktober 1985 GrS 4/84, BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230). - BFH, 04.12.1991 - I R 63/90
Frage der verdeckten Gewinnausschüttung, wenn zwischen GmbH und beherrschendem …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
a) Eine Vermögensminderung ist bei einer unbeschränkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft eine andere Ausschüttung i. S. des § 27 Abs. 3 Satz 2 KStG 1977, wenn sie durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht und die ihr entsprechenden Werte bei der Gesellschaft auch tatsächlich abfließen (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 1989 I R 89/85, BFHE 157, 408, BStBl II 1989, 854; vom 4. Dezember 1991 I R 63/90, BFHE 166, 279, BStBl II 1992, 362, m. w. N.). - BFH, 13.09.1989 - I R 41/86
Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnausschüttung; Rückforderungsanspruch gem. …
- BGH, 16.02.1959 - II ZR 170/57
Mitgliederwechsel vor Eintragung der GmbH
- BFH, 17.10.1984 - I R 22/79
Aktienrechtlich verbotene Einlagenrückgewähr als verdeckte Gewinnausschüttung
- BFH, 20.08.1986 - I R 87/83
Revision - Ausschüttungsbelastung - Teilbeträge des Eigenkapitals - Feststellung …
- BFH, 20.10.1982 - I R 118/78
Vereinbarungen zwischen sog. Gründungsgesellschaften und beherrschenden …
- BFH, 17.07.1967 - GrS 3/66
Großer Senat - Zulässigkeit der Anrufung - Rechtsfrage - Grundsätzliche Bedeutung …
- BFH, 25.10.1979 - VIII R 46/76
Rückzahlung von Gesellschaftskapital - Kapitalherabsetzung - Kapitalertrag - …
- BFH, 08.04.1960 - III 129/57 U
Beginn der Steuerpflicht einer GmbH, die noch nicht im Handelsregister …
- BGH, 17.01.1983 - II ZR 89/82
Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) - Haftung des …
- BFH, 03.09.2009 - IV R 38/07
Beginn des ersten Wirtschaftsjahrs einer GmbH - zivilrechtliche Wirksamkeit eines …
Die Vor-GmbH ist mit der in das Handelsregister eingetragenen GmbH identisch; auch steuerrechtlich wird die Vorgesellschaft als Kapitalgesellschaft behandelt, sofern sie --wie die Beigeladene-- später als GmbH in das Handelsregister eingetragen wird (BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, m.w.N.). - BFH, 12.12.2007 - X R 17/05
Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an Anteilen an einer durch Bargründung …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhof (BFH) und der ganz herrschenden Lehre ist die Vor-GmbH als "ein auf die künftige juristische Person GmbH hin angelegtes Rechtsgebilde bereits körperschaftlich strukturiert und geht mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister in dieser auf" (BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, unter II.2.a, m.w.N.).Zwischen der Vor-GmbH und der später ins Handelsregister eingetragenen GmbH besteht daher auch in ertragsteuerrechtlicher Sicht Identität mit der Folge, dass die Vor-GmbH bereits wie eine Kapitalgesellschaft behandelt wird, sofern die Gesellschaft später --wie im Streitfall geschehen-- in das Handelsregister eingetragen wird (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, unter II.2.a, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).
- BFH, 25.05.2004 - VIII R 4/01
Verdeckte Gewinnausschüttung durch überhöhte Preisnachlässe eines …
Die Handlungen des Geschäftsführers sind der Kapitalgesellschaft zuzurechnen; das gilt auch dann, wenn der Geschäftsführer durch diese Handlung die Gesellschaft in strafbarer Weise schädigt (BFH-Urteile in BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351, unter II.1. der Gründe, und vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352).
- BFH, 24.01.2017 - I R 81/15
Gewerbesteuerpflicht einer vermögensverwaltenden Kapitalgesellschaft vor ihrer …
Rn. 9 a) Obwohl eine GmbH "als solche" erst mit der Eintragung in das Handelsregister entsteht (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung --GmbHG--), unterliegt bereits die Vorgesellschaft, d.h. die Kapitalgesellschaft nach Abschluss des notariellen Gesellschaftsvertrages, aber vor Eintragung (z.B. Senatsurteile vom 18. Juli 1990 I R 98/87, BFHE 162, 107, BStBl II 1990, 1073; vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352; Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. März 2010 IV R 88/06, BFHE 228, 519, BStBl II 2010, 991), der Gewerbesteuer, vorausgesetzt, dass die Registereintragung nachfolgt und die Vorgesellschaft eine nach außen in Erscheinung tretende geschäftliche Tätigkeit aufgenommen hat (so BFH-Urteil vom 8. April 1960 III 129/57 U, BFHE 71, 190, BStBl III 1960, 319; dem folgend Senatsurteile vom 16. Februar 1977 I R 244/74, BFHE 122, 130, BStBl II 1977, 561; in BFHE 162, 107, BStBl II 1990, 1073; s.a. R 2.5 Abs. 2 Satz 3 der Gewerbesteuer-Richtlinien 2009 --GewStR--).Die nach außen tätig gewordene Vorgesellschaft bildet mit der später eingetragenen Kapitalgesellschaft einen einheitlichen Steuergegenstand (BFH-Urteil in BFHE 71, 190, BStBl III 1960, 319; Senatsurteil in BFHE 162, 107, BStBl II 1990, 1073; zustimmend z.B. Blümich/Drüen, § 2 GewStG Rz 241; Keß in Lenski/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, § 2 Rz 3084;… Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 8. Aufl., § 2 Rz 470; Behrens/Braun, Betriebs-Berater --BB-- 2013, 926, 929; s.a. zur Körperschaftsteuer das Senatsurteil in BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, und z.B. Martini, Der persönliche Körperschaftsteuertatbestand, 2016, S. 120 ff.).
- BFH, 20.04.2004 - VIII R 4/02
Fehlgeschlagener Erwerb bei einer wesentlichen Beteiligung
Er sieht sich daran jedoch durch den eindeutigen Wortlaut der Vorschrift gehindert, nach dem zwar ggf. noch eine --wie eine Kapitalgesellschaft zu behandelnde (vgl. dazu BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, m.w.N.)-- "Vorgesellschaft", nicht aber auch eine "Vorgründungsgesellschaft" (zu dieser vgl. u.a. BFH-Urteil vom 8. November 1989 I R 174/86, BFHE 158, 540, BStBl II 1990, 91) vom Anwendungsbereich des § 17 EStG erfasst wird. - BFH, 02.03.2011 - II R 5/09
Einkommensteuerrechtliche Qualifikation der Tätigkeit von Erfindern; keine …
Das ergibt sich aus der Rechtsnatur der GmbH-Vorgesellschaft, die als ein auf die künftige juristische Person GmbH hin angelegtes Rechtsgebilde bereits körperschaftlich strukturiert ist und mit der Eintragung der GmbH in das Handelsregister in dieser aufgeht (BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, m.w.N.). - BFH, 30.01.2018 - VIII R 75/13
Keine Kapitalertragsteuer auf Rücklagen bei Regiebetrieben
Die Beendigung des BgA durch Einbringung in die F-GmbH im Wege der Einzelrechtsnachfolge ändert daran nichts (vgl. BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352). - BFH, 18.03.2010 - IV R 88/06
Fehlgeschlagene GmbH-Vorgesellschaft nicht körperschaftsteuerpflichtig - …
Steuerrechtlich wird die GmbH-Vorgesellschaft als Kapitalgesellschaft behandelt, sofern sie später als GmbH in das Handelsregister eingetragen wird (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, unter II.2.a der Gründe, m.w.N.). - BFH, 22.09.2011 - IV R 8/09
Gesonderte und einheitliche Feststellung nach § 35 Abs. 3 Satz 1 EStG 2002 (jetzt …
So ist zwar eine Vor-GmbH mit der in das Handelsregister eingetragenen GmbH identisch; steuerrechtlich wird die Vorgesellschaft jedoch nur als Kapitalgesellschaft behandelt, sofern sie später als GmbH in das Handelsregister eingetragen wird (vgl. BFH-Urteile vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352, und vom 3. September 2009 IV R 38/07, BFHE 226, 283, BStBl II 2010, 60). - BFH, 13.07.1994 - I R 112/93
Feststellungen im Strafurteil - Substantiierte Einwendungen - Zueigenmachen von …
Im übrigen würde selbst die Erfüllung des Straftatbestandes einer Untreue oder Unterschlagung der Annahme von Gewinnausschüttungen nicht entgegenstehen (vgl. BFH-Urteile vom 14. Oktober 1992 I R 14/92, BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351; I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352). - FG Brandenburg, 08.06.2006 - 6 K 2841/03
Fehlende Einheit zwischen Vorgesellschaft und eingetragener GmbH
- FG Hamburg, 13.04.2007 - 5 V 152/06
Mangelnde Gemeinnützigkeit eines Vereins als Voraussetzung für eine Versagung von …
- FG Schleswig-Holstein, 28.11.2019 - 1 K 88/16
VGA i.S. des § 8 Abs. 3 Satz2 KStG bei irrtümlicher Zulassung der …
- BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Zurechnung von schädigenden Handlungen eines Bevollmächtigten
- FG Hessen, 16.08.2018 - 11 K 371/13
- FG Saarland, 21.05.2001 - 1 K 326/97
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Buchungsfehler und Geschäftsführergehalt?
- BFH, 25.01.2006 - I R 52/05
VA - Adressat
- FG Münster, 03.11.2006 - 9 K 1100/03
Rückstellungsbildung wegen Kapitalersatzansprüchen einer GmbH in der Krise keine …
- FG Hamburg, 09.01.2006 - V 13/01
Einkommensteuer: Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnausschüttung beim …
- BFH, 21.08.1996 - I R 85/95
Zeitliche Anwendung der Verordnung zur Umwandlung von volkseigenen Kombinaten, …
- BGH, 22.09.2022 - 1 StR 271/22
Steuerhinterziehung (Steuerverkürzung: Schätzung)
- FG Hessen, 20.11.2018 - 11 K 371/13
Einbringung nießbrauchsbelasteter Anteile an einer Kapitalgesellschaft als …
- FG Münster, 22.06.2016 - 7 K 691/12
Anwendbarkeit des Teileinkünfteverfahrens auf einen Veräußerungsverlust
- FG Baden-Württemberg, 28.09.2015 - 10 K 2178/12
Keine Vorverlagerung des Beginns der Gewerbesteuerpflicht bei einer rein …
- FG Sachsen-Anhalt, 17.10.2012 - 3 K 1574/07
Keine Umsatzsteuersatzermäßigung für einen Verein wegen verdeckte …
- FG Hessen, 16.08.2018 - 11 K 372/13
Liegt eine mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung Zusammenhang mit der …
- FG Niedersachsen, 16.06.2006 - 11 K 12806/03
Entnahmen eines nahen Angehörigen als verdeckte Gewinnausschüttung; …
- FG Hamburg, 19.06.2008 - 5 K 165/06
Wegfall der Gemeinnützigkeit
- FG Baden-Württemberg, 04.03.2004 - 6 K 103/99
Antrag auf Bilanzänderung nach § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG a.F.: Zulässigkeit eines …
- FG Saarland, 01.09.1999 - 1 V 208/99
- FG Münster, 15.03.2005 - 12 K 3837/02
Veräußerung von Geschäftsanteilen
- BFH, 14.06.2006 - VIII B 153/05
Beteiligungsverhältnis als Maßstab für die Zurechnung von im Schätzungswege …
- BFH, 18.09.2001 - V B 227/00
GmbH - Steuerrechtssubjekt - Vorgründungsgesellschaft - Beiladung - Umsatzsteuer …
- FG München, 19.05.2004 - 1 V 2704/03
- BFH, 08.09.1993 - I R 27/93
Vermeidung einer verdeckten Gewinnausschüttung bei einer Wohnungsbau-GmbH (§ 20 …
- FG Saarland, 30.06.2005 - 1 K 386/03
Gehaltszahlungen, Zinsen auf dem Verrechnungskonto und Sachentnahmen als …
- FG Brandenburg, 02.07.2003 - 2 K 1666/01
Körperschaftsteuerpfllicht einer Vorgesellschaft, deren Gründung scheitert; …
- FG Münster, 15.06.2005 - 12 K 3837/02
Bewertung der Erzielung eines Entnahmegewinns durch die Veräußerung von …
- FG Sachsen, 21.06.2005 - 3 K 628/03
Unechte Vorgesellschaft; Mitunternehmerstellung trotz fehlender Kenntnis über die …
- FG Sachsen, 15.04.2002 - 5 K 807/01
Gesellschaftliche Veranlassung von Barauszahlungen an den …
- FG München, 01.03.2001 - 10 K 1517/93
Zurechnung von verdeckten Gewinnausschüttungen als Einkünfte aus Kapitalvermögen; …
- FG Baden-Württemberg, 28.03.1996 - 3 K 135/91
Statthaftigkeit der Anfechtungsklage gegen unwirksame Bescheide ; …
- FG München, 09.11.2009 - 1 K 1926/04
Zahlungen von privaten Verbindlichkeiten vom GmbH-Konto als verdeckte …
- FG Berlin, 11.12.2001 - 5 K 5287/99
GmbH i. G. als unechte Vorgesellschaft
- FG Baden-Württemberg, 14.01.1999 - 6 K 312/96
Betriebliche Veranlassung von Aufwendungen; Spenden als freiwillige Ausgaben ohne …
- FG Thüringen, 07.07.2020 - 3 K 594/19
Kein Anspruch auf Erteilung einer Steuernummer für Umsatzsteuerzwecke mangels …
- FG München, 15.09.1999 - 1 K 3083/91
- FG München, 06.07.1998 - 7 K 4050/95
Rechtmäßigkeit der Inanspruchnahme für vor der Veräußerung der Anteile …
- FG München, 17.10.1997 - 7 K 884/93
Pflichtwidrig verschaffte Vermögensvorteile als verdeckte Gewinnausschüttungen …
- FG München, 28.05.1998 - 7 V 917/98
Glaubhaftmachungslast in Verfahren zur Aussetzung der Vollziehung; Vorliegen …
- FG München, 13.09.1996 - 7 K 3908/91
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Vermögensminderung aufgrund einer Handlung …
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Rechtsprechung
| BFH, 29.07.1992 - I R 28/92 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
KStG § 8 Abs. 3 Satz 2; UmwG § 46, § 49 Abs. 2 Satz 2; GewStG § 8 Nr. 2
- Wolters Kluwer
Versorgungsrente - Betriebsausgaben - Umwandlung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz und Auszüge)
Übergang einer privaten Versorgungsrente bei OHG-Umwandlung
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 8 KStG
Körperschaftsteuer; nicht ausgezahlte Gewinntantiemen
Papierfundstellen
- BFHE 169, 322
- BB 1993, 207
- BB 1993, 715
- DB 1993, 460
- BStBl II 1993, 247
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (24) Zitiert selbst (9)
- BFH, 11.12.1991 - I R 49/90
Zur Frage des Inhalts und des Zeitpunktes einer klaren und eindeutigen …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unter einer verdeckten Gewinnausschüttung i. S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Vermögensminderung (verhinderte Vermögensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (vgl. BFH-Urteil vom 11. Dezember 1991 I R 49/90, BFHE 166, 545, BStBl II 1992, 434). - BFH, 14.03.1990 - I R 6/89
Verdeckte Gewinnausschüttung bei Ausfall einer Darlehensforderung einer …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Sind allerdings - wie im Streitfall - die begünstigten Gesellschafter beherrschende, so kann eine verdeckte Gewinnausschüttung auch dann anzunehmen sein, wenn die Kapitalgesellschaft eine Leistung an sie erbringt, für die es an einer klaren und von vornherein abgeschlossenen Vereinbarung fehlt oder für die die abgeschlossene Vereinbarung entweder nicht durchgeführt wird oder zivilrechtlich unwirksam ist (vgl. BFH-Urteile vom 14. März 1990 I R 6/89, BFHE 160, 459, BStBl II 1990, 795; vom 13. März 1991 I R 1/90, BFHE 164, 255, BStBl II 1991, 597). - BFH, 16.03.1967 - I 261/63
Zustimmung zur Kapitalerhöhung einer Gesellschaft als verdeckte …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Für den größten Teil der entschiedenen Fälle hat der BFH eine Veranlassung der Vermögensminderung durch das Gesellschaftsverhältnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zuwendet, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gewährt hätte (vgl. BFH-Urteil vom 16. März 1967 I 261/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626).
- BFH, 13.03.1991 - I R 1/90
Wirksamkeit der Befreiung von Beschränkungen des § 181 BGB bei Wandel in …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Sind allerdings - wie im Streitfall - die begünstigten Gesellschafter beherrschende, so kann eine verdeckte Gewinnausschüttung auch dann anzunehmen sein, wenn die Kapitalgesellschaft eine Leistung an sie erbringt, für die es an einer klaren und von vornherein abgeschlossenen Vereinbarung fehlt oder für die die abgeschlossene Vereinbarung entweder nicht durchgeführt wird oder zivilrechtlich unwirksam ist (vgl. BFH-Urteile vom 14. März 1990 I R 6/89, BFHE 160, 459, BStBl II 1990, 795; vom 13. März 1991 I R 1/90, BFHE 164, 255, BStBl II 1991, 597). - BFH, 17.07.1984 - VIII R 69/84
Zur Anerkennung eines Ehegatten-Arbeitsverhältnisses bei Überlassung des Gehalts …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unklar ist insoweit lediglich, ob und wann eine Vereinbarung über Zinsen und Sicherheiten zu verlangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1984 VIII R 69/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48;… vom 5. Februar 1986 I R 60/84, BFH/NV 1986, 669; vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68;… vom 24. Januar 1990 X R 152/87, BFH/NV 1990, 695;… BFH-Beschluß vom 30. August 1989 I B 39/89, BFH/NV 1990, 161). - BFH, 18.10.1989 - I R 203/84
Zur tatsächlichen Durchführung eines Vertrages über eine stille Beteiligung …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unklar ist insoweit lediglich, ob und wann eine Vereinbarung über Zinsen und Sicherheiten zu verlangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1984 VIII R 69/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48;… vom 5. Februar 1986 I R 60/84, BFH/NV 1986, 669; vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68;… vom 24. Januar 1990 X R 152/87, BFH/NV 1990, 695;… BFH-Beschluß vom 30. August 1989 I B 39/89, BFH/NV 1990, 161). - BFH, 30.08.1989 - I B 39/89
Anforderungen an Rechtmäßigkeit eines angefochtenen Körperschaftsteuerbescheides
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unklar ist insoweit lediglich, ob und wann eine Vereinbarung über Zinsen und Sicherheiten zu verlangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1984 VIII R 69/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48;… vom 5. Februar 1986 I R 60/84, BFH/NV 1986, 669; vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68;… vom 24. Januar 1990 X R 152/87, BFH/NV 1990, 695; BFH-Beschluß vom 30. August 1989 I B 39/89, BFH/NV 1990, 161). - BFH, 24.01.1990 - X R 152/87
Anforderungen an die Würdigung eines Sachverhaltes durch das Finanzgericht - …
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unklar ist insoweit lediglich, ob und wann eine Vereinbarung über Zinsen und Sicherheiten zu verlangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1984 VIII R 69/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48;… vom 5. Februar 1986 I R 60/84, BFH/NV 1986, 669; vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68; vom 24. Januar 1990 X R 152/87, BFH/NV 1990, 695;… BFH-Beschluß vom 30. August 1989 I B 39/89, BFH/NV 1990, 161). - BFH, 05.02.1986 - I R 60/84
Steuerliche Anerkennung eines Arbeitsverhältnisses zwischen Ehegatten
Auszug aus BFH, 29.07.1992 - I R 28/92
Unklar ist insoweit lediglich, ob und wann eine Vereinbarung über Zinsen und Sicherheiten zu verlangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1984 VIII R 69/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48; vom 5. Februar 1986 I R 60/84, BFH/NV 1986, 669; vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68;… vom 24. Januar 1990 X R 152/87, BFH/NV 1990, 695;… BFH-Beschluß vom 30. August 1989 I B 39/89, BFH/NV 1990, 161).
- LSG Berlin-Brandenburg, 27.04.2016 - L 7 KA 30/14
Medizinisches Versorgungszentrum - Aufgabe der vertragsärztlichen Tätigkeit - …
Dazu gehören sowohl tatsächliche als auch rechtsgeschäftliche Handlungen, die der gewöhnliche Betrieb des Handelsgewerbes der Gesellschaft mit sich bringt (BFH, Urteil vom 29. Juli 1992 - I R 28/92 -, juris). - BFH, 21.03.2001 - I B 31/00
Geschäftsführer-Vertrag zwischen GmbH und beherrschendem Gesellschafter
Leistungen der Gesellschaft an ihren Gesellschafter aufgrund einer nicht ernstlich gemeinten Vereinbarung führen zu vGA (…s. Senatsentscheidungen vom 20. Juli 1988 I R 136/84, BFH/NV 1990, 64; vom 29. Juli 1992 I R 28/92, BFHE 169, 322, BStBl II 1993, 247;… vom 28. Juli 1993 I B 54/93, BFH/NV 1994, 345;… vom 13. November 1996 I R 53/95, BFH/NV 1997, 622, m.w.N.; s.a. Senatsurteil vom 28. Oktober 1987 I R 110/83, BFHE 152, 74, BStBl II 1988, 301). - FG München, 17.10.1996 - 7 K 3862/91
Anforderungen an eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA); Steuerliche Behandlung …
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- FG Sachsen, 05.04.2006 - 6 K 1217/00
Tantieme eines Gesellschafter-Geschäftsführers führt bei Behandlung als …
Doch fehlt es an einem entsprechenden Nachweis (vgl. BFH-Urteil vom 29. Juli 1992 I R 28/92, BFHE 169, 322, BStBl II 1993, 247). - FG Baden-Württemberg, 30.03.2009 - 6 K 432/06
Verdeckte Gewinnausschüttung wegen Überstundenvergütung an …
Der BFH hat deshalb eine vGA angenommen, wenn zwei mit je 50 % am Stammkapital einer GmbH beteiligte und nicht miteinander verwandte oder in einem sonstigen Angehörigkeitsverhältnis zueinander stehende Gesellschafter-Geschäftsführer nachträglich ein Entgelt für ihre Tätigkeit in der Gesellschaft vereinbaren (Urteile vom 29. November 1967 I 96/64, BStBl II 1968, 234; vom 6. März 1968 I 135/65, BStBl II 1968, 482; bestätigt durch das Urteil vom 8. Januar 1969 I R 91/66, BStBl II 1969, 347; vom 21. Juli 1976 I R 223/74, BStBl II 1976, 734; vom 29. Juli 1992 I R 28/92, BStBl II 1993, 247;… vom 20. Oktober 2004 I R 4/04, BFH/NV 2005, 723). - BFH, 07.11.2002 - I B 155/01
NZB: Darlegung von Revisionszulassungsgründen
Dazu hätte sich die Klägerin zumindest mit der hier streitrelevanten Rechtsprechung des Senats auseinander setzen müssen, wonach im Verhältnis zwischen Kapitalgesellschaft und beherrschendem Gesellschafter Leistungen der Kapitalgesellschaft an den Gesellschafter auch dann vGA sein können, wenn entweder nicht von vornherein eindeutig und klar bestimmt ist, ob und in welcher Höhe ein Entgelt bezahlt werden soll, oder entsprechende Vereinbarungen nicht tatsächlich durchgeführt werden (…vgl. nur BFH-Urteile vom 20. Juli 1988 I R 136/84, BFH/NV 1990, 64; vom 14. März 1990 I R 6/89, BFHE 160, 459, BStBl II 1990, 795; vom 29. Juli 1992 I R 28/92, BFHE 169, 322, BStBl II 1993, 247;… vom 13. November 1996 I R 53/95, BFH/NV 1997, 622). - FG Thüringen, 16.10.2003 - II 620/00
Novation eines Grundstückskaufpreises in ein steuerrechtlich nicht …
Diese Schuldumschaffung (Novation) ist zivilrechtlich möglich und steuerlich anerkannt, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt wurde (z. B. Urteil des BFH vom 29. Juli 1992 - I R 28/92, BStBl II 1993, 247). - FG Köln, 09.05.2000 - 8 K 5114/96
Gewerbeertrag: Hinzurechnung von Renten/dauernden Lasten
Der Erwerb führt aber auch nicht dazu, dass Renten, die beim erworbenen Betrieb hinzuzurechnen waren, nunmehr wegen des Erwerbs nicht mehr hinzuzurechnen sind (…vgl. Güroff in Glanegger/Güroff, Kommentar zum GewStG, 4. Aufl. 1999, § 8 Nr. 2 Rdn. 7;… Blümich/Hofmeister, Loseblattkommentar zum EStG, KStG und GewStG, Stand April 1998, § 8 GewStG Rdn. 106; Lenski/Steinberg, Loseblattkommentar zum GewStG, Stand April 1993;… § 8 Nr. 2 GewStG Rdn. 19;… Meyer-Scharenberg/Popp/Woring, Kom. zum GewStG, 2. Aufl. 1996, § 8 Nr. 2 Rdn. 15; Knobbe-Keuk, StuW 1974, 350 ff., 361; dahin gestellt in BFH-Urteil vom 25.3.1992 - I R 51/90 -, BStBl II 1992, 919; offen in Urteil des FG München vom 6.3.1990 - 7 K 2841/88 -, EFG 1990, 643; unklar in BFH-Urteil vom 29.7.1992 - I R 28/92, BStBl II 1993, 247). - FG München, 28.09.2009 - 7 K 2374/08
Verdeckte Gewinnausschüttung wegen Tantieme: Erfordernis der klaren und …
Ausreichend ist auch eine Aufrechnung mit einer Gegenforderung oder die Umwandlung der Tantiemeforderung in eine verzinsliche Darlehensforderung durch eine ausdrückliche Darlehensvereinbarung (BFH-Urteil vom 29. Juli 1992 I R 28/92, BStBl II 1993, 247). - FG Baden-Württemberg, 08.03.2001 - 6 K 44/98
Vergütungen aufgrund eines Beratervertrags an pensionierten …
Solche Tätigkeitsvergütungen an dem Unternehmen nahestehende Personen müssten jedoch zeitnah ausbezahlt werden (BFH-Urteil vom 29. Juli 1992 I R 28/92 BStBl II 1993, 247). - FG Nürnberg, 18.06.1996 - I 227/95
- FG Düsseldorf, 24.01.1996 - 5 K 5442/92
Vorsteuerabzug zwischen aneinander beteiligten Steuerberatungsgesellschaften; …
- FG Düsseldorf, 24.01.1996 - 5 K 1874/91
Umfang der Umsatzsteuerpflichtigkeit eines Steuerberaters; Rechtmäßigkeit des …
- FG Düsseldorf, 07.06.2023 - 7 K 311/21
Abzug von Aufwendungen für eine Personalüberlassung
- FG München, 22.07.1999 - 15 K 1673/95
Möglichkeit der Bildung von Rückstellungen für sogenannte …
- FG Hamburg, 13.09.2001 - II 702/99
"Nur-Tantieme-Vergütungen" als verdeckte Gewinnausschüttungen
- FG München, 25.05.1999 - 7 V 1360/99
Annahme verdeckter Gewinnausschüttungen wegen der Ablösung von Pensionsansprüchen …
- BFH, 09.04.1992 - I R 109/91
Revision ohne Zulassung und lediglich beabsichtigter Nichtzulassungsbeschwerde …
- FG Berlin, 20.12.1995 - VIII 261/95
- BFH, 26.08.1993 - I B 25/93
Annahme einer Vermögensminderung nach Zuwendung eines Vermögensvorteils an einen …
- LG Cottbus, 08.01.2026 - 2 O 290/24
- FG Baden-Württemberg, 16.02.1996 - 6 K 151/95
Aufhebung eines Steuerbescheides und der Einspruchsentscheidung durch das …
- FG München, 06.04.1995 - 7 K 2392/93
Behandlung der mit Gesellschafter-Geschäftsführern vereinbarten Vergütungen als …
- FG München, 15.06.1998 - 7 K 2471/95
Steuerliche Behandlung von Umsatztantiemen an Gesellschafter-Geschäftsführer; …
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Rechtsprechung
| BFH, 14.10.1992 - I R 14/92 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
KStG § 8 Abs. 3 Satz 2
- Wolters Kluwer
Minderheitsgesellschafter - Gewinnausschüttung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
KStG § 8 Abs. 3 S. 2
Zurechnung von schädigenden Handlungen eines Bevollmächtigten - datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 8 KStG 1977
Körperschaftsteuer; Handlungen eines vom Geschäftsführer Bevollmächtigten
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Verdeckte Gewinnausschüttung
- Verdeckte Gewinnausschüttung - Einkommensebene der Kapitalgesellschaft
- Die einzelnen »Tatbestandsvoraussetzungen« der verdeckten Gewinnausschüttung
Papierfundstellen
- BFHE 169, 340
- NJW 1993, 1160 (Ls.)
- BB 1993, 207
- DB 1993, 411
- BStBl II 1993, 351
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (5)
- BFH, 13.09.1989 - I R 41/86
Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnausschüttung; Rückforderungsanspruch gem. …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Eine verdeckte Gewinnausschüttung i. S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Vermögensminderung (verhinderte Vermögensmehrung), die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (vgl. u. a. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 13. September 1989 I R 41/86, BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029, und vom 28. Juni 1989 I R 89/85, BFHE 157, 408, BStBl II 1989, 854).Nach der bisherigen Rechtsprechung des erkennenden Senats kann eine verdeckte Gewinnausschüttung bei Kapitalgesellschaften nur angenommen werden, wenn die Vermögensminderung bzw. die verhinderte Vermögensmehrung auf einer Rechtshandlung der Gesellschaft beruht, d. h. auf einer Rechtshandlung ihrer Organe (s. BFH-Urteile vom 13. August 1957 I 161/56, Höchstrichterliche Rechtsprechung - HFR - 1961, 230; in BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029; vom 18. Juli 1990 I R 32/88, BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484).
- BFH, 18.07.1990 - I R 32/88
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Handlungen, die ein beherrschender …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Nach der bisherigen Rechtsprechung des erkennenden Senats kann eine verdeckte Gewinnausschüttung bei Kapitalgesellschaften nur angenommen werden, wenn die Vermögensminderung bzw. die verhinderte Vermögensmehrung auf einer Rechtshandlung der Gesellschaft beruht, d. h. auf einer Rechtshandlung ihrer Organe (s. BFH-Urteile vom 13. August 1957 I 161/56, Höchstrichterliche Rechtsprechung - HFR - 1961, 230; in BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029; vom 18. Juli 1990 I R 32/88, BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484).Der GmbH zuzurechnende Rechtshandlungen sind nach dem Urteil in BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484 nicht nur Rechtshandlungen der Geschäftsführer und Beschlüsse der Gesellschafterversammlung, sondern auch Handlungen der beherrschenden Gesellschafter, die diese unter Überschreitung ihrer Kompetenz für die GmbH vornehmen.
- BGH, 18.10.1976 - II ZR 9/75
Unübertragbare Befugnis des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Daran bestehen Zweifel, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) der Geschäftsführer einer GmbH seine Vertretungsmacht nicht im ganzen durch einen anderen ausüben lassen kann (BGH-Urteil vom 18. Oktober 1976 II ZR 9/75, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1977, 199, Wertpapier-Mitteilungen - WM - 1976, 1246;… ebenso, jedoch nur für eine den Geschäftsführer verdrängende Vollmacht: Baumbach/Hueck, GmbH-Gesetz, 15. Aufl., § 35 Rz. 36 a). - BFH, 28.06.1989 - I R 89/85
1. Angemessenheit des Gehaltes eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH - …
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Eine verdeckte Gewinnausschüttung i. S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Vermögensminderung (verhinderte Vermögensmehrung), die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (vgl. u. a. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 13. September 1989 I R 41/86, BFHE 158, 338, BStBl II 1989, 1029, und vom 28. Juni 1989 I R 89/85, BFHE 157, 408, BStBl II 1989, 854). - BFH, 14.10.1992 - I R 17/92
Steuerrechtliche Behandlung der GmbH-Vorgesellschaft
Auszug aus BFH, 14.10.1992 - I R 14/92
Der erkennende Senat hat diese Rechtsprechung durch Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352 dahin gehend modifiziert, daß es auf eine Handlung der Organe der Gesellschaft nicht ankommt, wenn diese - durch Tun oder Unterlassen - einem Gesellschafter oder einer ihm nahestehenden Person die Möglichkeit verschafft haben, über Gesellschaftsvermögen zu disponieren (…vgl. auch Döllerer, Verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen bei Kapitalgesellschaften, 2. Aufl., 1990, S. 64).
- BFH, 25.05.2004 - VIII R 4/01
Verdeckte Gewinnausschüttung durch überhöhte Preisnachlässe eines …
Die Handlung eines die Gesellschaft nicht beherrschenden Gesellschafters, der weder die Geschäftsführer noch der oder die übrigen Gesellschafter zugestimmt haben, begründet zwar regelmäßig keine vGA (BFH-Urteile vom 18. Juli 1990 I R 32/88, BFHE 163, 321, BStBl II 1991, 484, unter 2.; vom 14. Oktober 1992 I R 14/92, BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351, unter II.1.Die Handlungen des Geschäftsführers sind der Kapitalgesellschaft zuzurechnen; das gilt auch dann, wenn der Geschäftsführer durch diese Handlung die Gesellschaft in strafbarer Weise schädigt (BFH-Urteile in BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351, unter II.1. der Gründe, und vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352).
- BFH, 10.12.2019 - VIII R 2/17
Nachträgliche Beseitigung der Rechtswidrigkeit eines wegen einer vGA geänderten …
Rn. 28 Zwar muss sich die Kapitalgesellschaft Handlungen eines Bevollmächtigten, dem als Gesellschafter vom Geschäftsführer eine Generalvollmacht erteilt worden ist, zurechnen lassen, sodass auch die Verfügung eines solchen Gesellschafter-Bevollmächtigten über das Vermögen der Kapitalgesellschaft durch dieses Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist (vgl. BFH-Urteil vom 14.10.1992 - I R 14/92, BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351). - BFH, 13.07.1994 - I R 112/93
Feststellungen im Strafurteil - Substantiierte Einwendungen - Zueigenmachen von …
Im übrigen würde selbst die Erfüllung des Straftatbestandes einer Untreue oder Unterschlagung der Annahme von Gewinnausschüttungen nicht entgegenstehen (vgl. BFH-Urteile vom 14. Oktober 1992 I R 14/92, BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351; I R 17/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352).
- FG Hessen, 16.08.2018 - 11 K 371/13 Außerdem verlangt die Rechtsprechung des BFH für die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung, dass die Vermögensminderung auf einer Handlung der Gesellschaft beruht, d.h. auf einer Rechtshandlung oder tatsächlichen Handlung ihrer Organe oder des beherrschenden Gesellschafters (vgl. Urteil des BFH vom 14. Oktober 1992 I R 14/92 BStBl II 1993, 351; Urteil des BFH vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BStBl II 1993, 352;… Urteil des BFH vom 22. Oktober 2003 I R 23/03, BFH/NV 2004, 667).
- BFH, 11.02.2003 - VIII B 229/02
VGA; Veruntreuung durch Gesellschafter
Die Klägerin hält im Streitfall unter Hinweis auf die Rechtsauffassung von Groh (Der Betrieb --DB-- 1995, 844) und Flume (DB 1993, 1945) die Frage für entscheidungserheblich und klärungsbedürftig, ob entgegen der Rechtsauffassung, die der I. Senat des BFH in seinem die GmbH betreffenden Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 14/92 (BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351) vertreten hat, die Veruntreuungen durch den inzwischen verstorbenen Minderheitsgesellschafter und Ehemann der Klägerin deshalb nicht zu verdeckten Gewinnausschüttungen --vGA-- (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes --EStG--) führen können, weil es an einer Zuwendung durch die GmbH an den Minderheitsgesellschafter fehle.Denn das FG hat seine Auffassung, es liege eine vGA vor, nicht entscheidend auf das die GmbH betreffende BFH-Urteil in BFHE 169, 340, BStBl II 1993, 351 und den bloßen Tatbestand der Untreue durch den Minderheitsgesellschafter gestützt.
- FG Niedersachsen, 23.04.2002 - 6 K 10392/94
Ansatz von Einkünften aus Kapitalvermögen aus der Veruntreuung zu Lasten einer …
Rn. 3 Dem lag folgender Sachverhalt zugrunde, der Gegenstand des Rechtsstreits I R 14/92 beim BFH war:.Rn. 19 Der erste Senat des BFH hat im Rechtsstreit der GmbH in der Veruntreuung des Klägers zu Lasten der Kapitalgesellschaft durch Urteil vom 14.10.1992 - I R 14/92, BFHE 169, 340, BStBl. II 1993, 351 entschieden, dass die veruntreuten Beträge dem Einkommen der GmbH als vGA hinzuzurechnen sind.
- BGH, 22.09.2022 - 1 StR 271/22
Steuerhinterziehung (Steuerverkürzung: Schätzung)
der Urteilsgründe (Hinterziehung von Einkommensteuer für die Veranlagungszeiträume 2014 und 2015 durch die Nichtabgabe von Einkommensteuererklärungen trotz bezogener verdeckter Gewinnausschüttungen; vgl. dazu BFH, Urteile vom 13. Juli 1994 - I R 112/93, BFHE 175, 489, 495 f.; vom 14. Oktober 1992 - I R 14/92, BFHE 169, 340, 342 sowie I R 17/92, BFHE 169, 343, 350 und vom 13. September 1989 - I R 41/86, BFHE 158, 338, 340) keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben. - FG Hessen, 20.11.2018 - 11 K 371/13
Einbringung nießbrauchsbelasteter Anteile an einer Kapitalgesellschaft als …
Außerdem verlangt die Rechtsprechung des BFH für die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung, dass die Vermögensminderung auf einer Handlung der Gesellschaft beruht, d.h. auf einer Rechtshandlung oder tatsächlichen Handlung ihrer Organe oder des beherrschenden Gesellschafters (vgl. Urteil des BFH vom 14. Oktober 1992 I R 14/92 BStBl II 1993, 351; Urteil des BFH vom 14. Oktober 1992 I R 17/92, BStBl II 1993, 352;… Urteil des BFH vom 22. Oktober 2003 I R 23/03, BFH/NV 2004, 667). - FG Sachsen, 28.09.2004 - 5 K 1540/01
Schmiergelder als verdeckte Gewinnausschüttung; Körperschaftsteuer 1993
Eine verdeckte Gewinnausschüttung i.S.d. § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG ist eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung bei einer Kapitalgesellschaft (a.) die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist (b.), sich auf die Höhe des (steuerlichen) Einkommens auswirkt (c.) und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (st. Rspr., vgl. z.B. BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 14/92, BStBl II 1993, 351 m.w.N.).Das kann der Fall sein, wenn sie ihn als faktischen Geschäftsführer dulden (vgl. BStBl II 1993, 351 ).
- FG Sachsen, 15.04.2002 - 5 K 807/01
Gesellschaftliche Veranlassung von Barauszahlungen an den …
Eine verdeckte Gewinnausschüttung im Sinne des § 8 Abs. 3 Satz 2 Körperschaftsteuergesetz - KStG - ist eine bei einer Kapitalgesellschaft eintretende Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung, die sich auf das nach der Steuerbilanz zu ermittelnde Einkommen auswirkt (…vgl. BFH-Urteil vom 13. November 1996 I R 126/95, BFH/NV 1997, R 355), in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht und durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 14. Oktober 1992 I R 14/92, BStBl. II 1993, 351, m.w.N.).Weil der Geschäftsführer und nicht Herr F. selbst die Barauszahlungen vorgenommen hat, ist nicht erheblich, ob letzterer als Treugebergesellschafter eine beherrschende Stellung inne hatte; die Auszahlung durch den Geschäftsführer N. als Gesellschaftsorgan ist eine der Klägerin ohne Weiteres zuzurechnende Vermögensdisposition (vgl. zur Frage der faktischen Einflussnahme auf die Kapitalgesellschaft BFH-Urteile jeweils vom 14. Oktober 1992 I R 14/92 und I R 17/92, BStBl. II 1993, 351 und 352), Schließlich ist auch nicht entscheidungserheblich, ob die Rechtsprechung des für Personengesellschaften zuständigen 4. Senates des Bundesfinanzhofs, dass unberechtigte Entnahmen eines ungetreuen Gesellschafters zu Betriebsausgaben führen, die mangels gesellschaftlicher Veranlassung der Veruntreuung oder Unterschlagung nicht durch Sonderbetriebseinnahmen dieses Gesellschafters ausgeglichen werden (vgl. Urteil vom 14. Dezember 2000 IV R 16/2000, BStBl. 2001, 238, Ziffer 3 Buchst. c der Entscheidungsgründe), auf Kapitalgesellschaften dergestalt übertragen werden kann, dass die durch die Veruntreuung entstehende Betriebsausgabe das Einkommen mindert und eine verdeckte Gewinnausschüttung nicht vorliegt (dagegen BStBl. II 1993, 351 und 352; dafür Groh, DB 1995, 844).
- FG Hessen, 16.08.2018 - 11 K 372/13
Liegt eine mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung Zusammenhang mit der …
- BFH, 02.07.1999 - VIII B 43/99
VGA: Private Verbindlichkeiten des Gesellschafters
- LG Düsseldorf, 07.05.2003 - III-22/96
Verurteilung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von neun Monaten aufgrund einer …
- BGH, 13.06.1994 - 5 StR 56/94
Abschnittsbesteuerung - Steuerhinterziehung - Hinterziehungszinsen - …
- FG München, 01.03.2001 - 10 K 1517/93
Zurechnung von verdeckten Gewinnausschüttungen als Einkünfte aus Kapitalvermögen; …
- FG Hessen, 05.03.1996 - 4 K 5268/92
Verdeckte Gewinnausschüttung oder andere Ausschüttung; Angriff des Stammkapitals …
- FG München, 09.11.2009 - 1 K 1926/04
Zahlungen von privaten Verbindlichkeiten vom GmbH-Konto als verdeckte …
- FG Sachsen, 18.08.2003 - 5 V 1108/03
Antrag auf Aussetzung der Vollziehung(Körperschaftsteuer 1993 bis 1999, die …
- FG München, 17.10.1997 - 7 K 884/93
Pflichtwidrig verschaffte Vermögensvorteile als verdeckte Gewinnausschüttungen …
- FG München, 13.09.1996 - 7 K 3908/91
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Vermögensminderung aufgrund einer Handlung …
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Rechtsprechung
| BFH, 11.11.1992 - II R 117/89 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
GrEStG H § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 10 Abs. 1, § 11 Abs. 1 Nr. 1 (= GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1)
- Wolters Kluwer
Grunderwerbsteuer - Bauherrenmodell
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
Grundstücksveräußerung bei Bauherrenmodell
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 1 GrEStG
Grunderwerbsteuer; Erwerb eines Grundstücks mit noch zu errichtendem Gebäude
Papierfundstellen
- BFHE 169, 480
- BB 1993, 132
- BB 1993, 922
- DB 1993, 362
- BStBl II 1993, 163
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (7)
- BFH, 24.01.1990 - II R 94/87
Ob ein Zusammenhang zwischen mehreren Verträgen besteht und ein einheitlicher …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Der für den Umfang der Gegenleistung und für die Gewährung der Steuerbefreiung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (vgl. Senatsurteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, und vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357).Zur Begründung verweist der Senat insoweit auf seine Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590, und in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, sowie auf den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90 (BStBl II 1992, 212).
Nach dem vom FG festgestellten Sachverhalt besteht im Streitfall zwischen diesen Verträgen jedenfalls ein enger sachlicher Zusammenhang, der bei objektiver Betrachtungsweise dazu führt, daß die Kläger als einheitlichen Leistungsgegenstand jeweils das Grundstück mit errichtetem Gebäude erhalten (vgl. Senatsurteile in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183; BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181; BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
Sie waren dadurch zum Zeitpunkt des Abschlusses des tatbestandserfüllenden Grundstückskaufvertrags bereits nicht mehr in der Lage, selbst über die Bebauung zu entscheiden (vgl. Senatsurteil in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
- BFH, 18.10.1989 - II R 143/87
- Gegenstand des Erwerbsvorgangs bei Fertighäusern - Einschaltung eines Maklers …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Der für den Umfang der Gegenleistung und für die Gewährung der Steuerbefreiung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (vgl. Senatsurteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, und vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357).Nach dem vom FG festgestellten Sachverhalt besteht im Streitfall zwischen diesen Verträgen jedenfalls ein enger sachlicher Zusammenhang, der bei objektiver Betrachtungsweise dazu führt, daß die Kläger als einheitlichen Leistungsgegenstand jeweils das Grundstück mit errichtetem Gebäude erhalten (vgl. Senatsurteile in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183; BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181; BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
Allein durch diese Möglichkeit wird die Annahme eines engen sachlichen Zusammenhangs zwischen den Verträgen nicht ausgeschlossen (vgl. BFH in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183).
- BFH, 18.10.1989 - II R 85/87
- Gegenstand des Erwerbsvorgangs bei Fertighäusern - Einheitlichkeit der Verträge …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Der für den Umfang der Gegenleistung und für die Gewährung der Steuerbefreiung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (vgl. Senatsurteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, und vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357).Nach dem vom FG festgestellten Sachverhalt besteht im Streitfall zwischen diesen Verträgen jedenfalls ein enger sachlicher Zusammenhang, der bei objektiver Betrachtungsweise dazu führt, daß die Kläger als einheitlichen Leistungsgegenstand jeweils das Grundstück mit errichtetem Gebäude erhalten (vgl. Senatsurteile in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183; BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181; BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
- BFH, 05.02.1992 - II R 110/88
Bestimmung des Gegenstands eines Erwerbsvorgangs
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Der für den Umfang der Gegenleistung und für die Gewährung der Steuerbefreiung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (vgl. Senatsurteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, und vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357).Zur Begründung verweist der Senat insoweit auf seine Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590, und in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, sowie auf den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90 (BStBl II 1992, 212).
- BFH, 29.11.1989 - II R 254/85
Beim "Erwerb eines Grundstücks im Bauherrenmodell" ist in der Regel Gegenstand …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Besteht eine solche Bindung des Erwerbers im Bauherrenmodell durch den Zwang zum (vorherigen) Abschluß eines Treuhandvertrags, so ist nach der für die Beantwortung der Frage, was Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist, gebotenen objektiven Betrachtungsweise der einheitliche Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück (vgl. Senatsurteil vom 29. November 1989 II R 254/85, BFHE 159, 246, BStBl II 1990, 230). - BVerfG, 27.12.1991 - 2 BvR 72/90
Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Besteuerung von Bauherrenmodellen und …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Zur Begründung verweist der Senat insoweit auf seine Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590, und in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, sowie auf den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90 (BStBl II 1992, 212). - BFH, 06.03.1991 - II R 133/87
Bebautes Grundstück als Gegenstand des Erwerbsvorgangs, wenn der …
Auszug aus BFH, 11.11.1992 - II R 117/89
Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen mehreren Verträgen, der dazu führt, daß Gegenstand des Erwerbsvorgangs das Grundstück in bebautem Zustand ist, setzt nach der Rechtsprechung des Senats im Grundsatz zwar voraus, daß der Erwerber im Zeitpunkt des Abschlusses des Grundstückskaufvertrags gegenüber dem Veräußerer oder einer Veräußererseite hinsichtlich der Errichtung des Gebäudes bereits gebunden ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532, m. w. N.).
- BFH, 27.10.1999 - II R 17/99
Grunderwerbsteuer bei einheitlichem Vertragswerk
Zur grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung (Bemessungsgrundlage) gehören in diesen Fällen alle Leistungen des Erwerbers, die dieser an den Grundstücksveräußerer und an Dritte gewährt, um das Eigentum an dem Grundstück in seinem zukünftigen (bebauten Zustand zu erwerben (Urteile vom 23. November 1994 II R 53/94, BFHE 176, 450, BStBl II 1995, 331; vom 25. November 1992 II R 67/89, BFHE 169, 533, BStBl II 1993, 308, und vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163). - BFH, 23.11.1994 - II R 53/94
1. Grunderwerbsteuerlicher Gegenstand des Erwerbvorgangs bei objektiv engem …
Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist nach den dargelegten Grundsätzen im Einzelfall unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu bestimmen (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 91, 532 m. w. N.; s. auch BFH-Urteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 93, 163). - BFH, 12.03.1997 - II R 86/94 Ein objektiver enger sachlicher Zusammenhang zwischen dem Grundstückskaufvertrag und dem zur Errichtung des Gebäudes abgeschlossenen Vertrag besteht dann, wenn dem Bewerber aufgrund einer konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur annehmen kann (vgl. Senatsurteil vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.; s. auch Senatsurteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163 [BFH 11.11.1992 - II R 117/89]).
Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist nach den dargelegten Grundsätzen im Einzelfall unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu bestimmen (Senatsurteile in BFHE 164, 117, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] BStBl II 1991, 532, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.; s. auch in BFHE 169, 480, [BFH 11.11.1992 - II R 117/89] BStBl II 1993, 163 [BFH 11.11.1992 - II R 117/89]).
- FG Hessen, 12.10.1995 - 5 K 1215/93
Zulässigkeit der Nacherhebung der Grunderwerbsteuer, wenn der Erwerbsvorgang von …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 23.08.1995 - II R 93/92 Dies ist unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu ermitteln (vgl. Senatsurteile vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, [BFH 11.11.1992 - II R 117/89] und vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532 [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.).
- FG Münster, 24.01.2008 - 8 K 4378/05
Schuldrechtliche Verpflichtung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) …
Wenn eine Personengesellschaft sich gegenüber ihrem Gesellschafter kaufvertraglich zur Übereignung eines Grundstücks mit noch zu errichtendem Gebäude verpflichtet, ist die Gegenleistung für die Errichtung des Gebäudes in die Bemessungsgrundlage mit einzubeziehen (vgl. BFH-Urteil vom 11.11.1992 II R 117/89, BStBl. II 1993, 163 unter II. 2. der Gründe). - BFH, 11.05.1994 - II R 62/91
Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Grundstücks mit noch zu errichtendem Gebäude
Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern - ggf. - auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück mit noch zu errichtendem Gebäude erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, und in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357; sowie vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163 m.w.N.). - BFH, 07.10.1998 - II B 43/98
Urteil; Zustellung
Soweit die Klägerin die Beschwerde auf die grundsätzliche Bedeutung der Rechtsfrage stützt, ob die Rechtsprechung des Senats zum einheitlichen Leistungsgegenstand bei unterschiedlichen Vertragspartnern des Grundstückserwerbers gesetzes- und verfassungsgemäß ist, hat die Beschwerde ebenfalls keinen Erfolg, weil diese Fragen höchstrichterlich geklärt sind (vgl. BFH-Urteile vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590; vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532, sowie vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, und BVerfG-Beschluß vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90, BStBl II 1992, 212); das gilt auch für die Einbeziehung der auf die Baukosten entfallenden Umsatzsteuer in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer (BFH-Urteil vom 7. Februar 1991 V R 53/85, BFHE 164, 482, BStBl II 1991, 737; BVerfG-Beschluß in BStBl II 1992, 212). - BFH, 28.04.1998 - II B 121/97
Revisionszulassung wegen Abweichung des Urteils des Finanzgerichts von der …
Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den auf Erwerb des Grundstücks und den auf Errichtung des Gebäudes gerichteten Verträgen, der dazu führt, daß der Erwerber bei objektiver Betrachtungsweise als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück erhält, besteht nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats dann, wenn dem Erwerber aufgrund einer konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur annehmen kann (vgl. z. B. Senatsurteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, m. w. N.). - BFH, 10.08.1994 - II R 29/91
Umfang der Bemessungsgrundlage bei der Grunderwerbsteuerveranlagung
Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern -- ggf. -- auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück mit noch zu errichtendem Gebäude erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183 und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, und in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, sowie vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163 m. w. N.). - BFH, 30.07.1997 - II R 35/95
- FG Baden-Württemberg, 28.10.1998 - 13 K 155/92
- FG Hamburg, 21.01.2002 - III 62/01
Vorliegen eines einheitlichen Vertragswerks hinsichtlich der Einbeziehung des für …
- BFH, 02.07.1997 - II B 61/96
Anforderungen an die schlüssige Darlegung einer Rüge der Verletzung des Anspruchs …
- BFH, 31.08.1994 - II R 28/91
Voraussetzungen des sachlichen Zusammenhangs für die Gewährung der …
- FG Baden-Württemberg, 24.01.1996 - 13 K 103/91
- BFH, 23.11.1994 - II R 47/94
- BFH, 03.11.1993 - II R 99/90
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Rechtsprechung
| BFH, 16.09.1992 - II R 75/89 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Simons & Moll-Simons
GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1, § 16 Abs. 3; AO 1977 § 42
- Wolters Kluwer
Bauherrenmodell
- rechtsportal.de
Bauherrenmodell-Grundsätze gelten auch für Fälle nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG i.V.m. § 42 AO (1977)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 1 GrEStG
Grunderwerbsteuer; Erwerb im Rahmen eines Bauherrenmodells
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Grunderwerbssteuer bei Modernisierungsobjekten (IBR 1993, 131)
Papierfundstellen
- BFHE 169, 471
- NJW 1993, 2832 L
- BB 1993, 132
- BB 1993, 994
- DB 1993, 668
- BStBl II 1993, 197
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (18)
- BFH, 29.06.1988 - II R 258/85
Einheitlicher Vertrag über den Erwerb eines bebauten Grundstücks, wenn nach dem …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Dies sei aber auch nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) erforderlich, um ein einheitliches Vertragswerk annehmen zu können (Beschluß vom 18. September 1985 II B 24-29/85, BFHE 144, 280, BStBl II 1985, 627, und Urteil vom 29. Juni 1988 II R 258/85, BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898).Für den Umfang der Bemessungsgrundlage ist entscheidend, in welchem tatsächlichen Zustand das Grundstück Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357; in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898; vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, sowie - zu § 11 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG 1940 - BFH-Urteil vom 11. März 1981 II R 77/78, BFHE 133, 230, 231, BStBl II 1981, 537, m. w. N.); denn Gegenstand der auf die Grundstücksübereignung abzielenden Vereinbarungen kann das Grundstück in dem Zustand sein, den es im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hat, oder in einem (künftigen) Zustand, in den es erst zu versetzen ist.
Der Senat hat hierzu in den Urteilen in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, vom 6. März 1991 II R 133/87 (BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532) und in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, sowie im Beschluß in BFHE 144, 280, 288, BStBl II 1985, 627 Entscheidungskriterien entwickelt.
Da Gegenstand des Erwerbsvorgangs das Grundstück mit dem renovierten und ausgebauten Gebäude ist, gehören alle Aufwendungen der Klägerin, die sie gewährt, um das Grundstück in diesem Zustand zu erhalten, grunderwerbsteuerrechtlich zur Gegenleistung (vgl. z. B. Senatsurteil in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, m. w. N.).
- BFH, 24.01.1990 - II R 94/87
Ob ein Zusammenhang zwischen mehreren Verträgen besteht und ein einheitlicher …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Für den Umfang der Bemessungsgrundlage ist entscheidend, in welchem tatsächlichen Zustand das Grundstück Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357; in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898; vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, sowie - zu § 11 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG 1940 - BFH-Urteil vom 11. März 1981 II R 77/78, BFHE 133, 230, 231, BStBl II 1981, 537, m. w. N.); denn Gegenstand der auf die Grundstücksübereignung abzielenden Vereinbarungen kann das Grundstück in dem Zustand sein, den es im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hat, oder in einem (künftigen) Zustand, in den es erst zu versetzen ist.Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern - ggf. - auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, und in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
Danach erhält ein Erwerber bei objektiver Betrachtung als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück (bezugsfertige Eigentumswohnung), wenn ihm aufgrund einer in bautechnischer und finanzieller Hinsicht ganz konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung (vgl. BFH-Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590; BFHE 144, 280, BStBl II 1985, 627, und BFH-Urteil vom 4. Mai 1983 II R 6/82, BFHE 138, 480, BStBl II 1983, 609) ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur insgesamt annehmen kann.
- BFH, 18.10.1989 - II R 85/87
- Gegenstand des Erwerbsvorgangs bei Fertighäusern - Einheitlichkeit der Verträge …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern - ggf. - auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, und in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).Der Senat hat hierzu in den Urteilen in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, vom 6. März 1991 II R 133/87 (BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532) und in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, sowie im Beschluß in BFHE 144, 280, 288, BStBl II 1985, 627 Entscheidungskriterien entwickelt.
Aufgrund des tatsächlich verwirklichten Geschehensablaufs ist es deshalb unerheblich, daß die Klägerin - wie das FG annimmt - das Grundstück auch bei Lösung von den Verträgen über die Baumaßnahmen möglicherweise hätte behalten können (vgl. Senatsurteile vom 18. Oktober 1989 II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, …und vom 14. März 1990 II R 169/87, BFH/NV 1991, 263).
- BFH, 18.10.1989 - II R 143/87
- Gegenstand des Erwerbsvorgangs bei Fertighäusern - Einschaltung eines Maklers …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern - ggf. - auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, und in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).Der Senat hat hierzu in den Urteilen in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, vom 6. März 1991 II R 133/87 (BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532) und in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, sowie im Beschluß in BFHE 144, 280, 288, BStBl II 1985, 627 Entscheidungskriterien entwickelt.
Entscheidend ist vielmehr, daß (auch) der den Grundstücksübereignungsanspruch begründende Vertrag in ein Vertragsgeflecht miteinbezogen ist, das unter Berücksichtigung aller Umstände darauf gerichtet ist, dem Erwerber als einheitlichen Leistungsgegenstand das Grundstück in dem zukünftigen Zustand zu verschaffen (BFH-Urteil vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183).
- BFH, 18.09.1985 - II B 24/85
Beim "Erwerb im Bauherrenmodell" ist ein bebautes Grundstück Gegenstand des …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Dies sei aber auch nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) erforderlich, um ein einheitliches Vertragswerk annehmen zu können (Beschluß vom 18. September 1985 II B 24-29/85, BFHE 144, 280, BStBl II 1985, 627, und Urteil vom 29. Juni 1988 II R 258/85, BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898).Der Senat hat hierzu in den Urteilen in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, vom 6. März 1991 II R 133/87 (BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532) und in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, sowie im Beschluß in BFHE 144, 280, 288, BStBl II 1985, 627 Entscheidungskriterien entwickelt.
Danach erhält ein Erwerber bei objektiver Betrachtung als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück (bezugsfertige Eigentumswohnung), wenn ihm aufgrund einer in bautechnischer und finanzieller Hinsicht ganz konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung (vgl. BFH-Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590; BFHE 144, 280, BStBl II 1985, 627, und BFH-Urteil vom 4. Mai 1983 II R 6/82, BFHE 138, 480, BStBl II 1983, 609) ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur insgesamt annehmen kann.
- BFH, 05.02.1992 - II R 110/88
Bestimmung des Gegenstands eines Erwerbsvorgangs
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Für den Umfang der Bemessungsgrundlage ist entscheidend, in welchem tatsächlichen Zustand das Grundstück Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 II R 110/88, BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357; in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898; vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, 287, BStBl II 1990, 590, sowie - zu § 11 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG 1940 - BFH-Urteil vom 11. März 1981 II R 77/78, BFHE 133, 230, 231, BStBl II 1981, 537, m. w. N.); denn Gegenstand der auf die Grundstücksübereignung abzielenden Vereinbarungen kann das Grundstück in dem Zustand sein, den es im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hat, oder in einem (künftigen) Zustand, in den es erst zu versetzen ist.Der für den Umfang der Gegenleistung maßgebliche Gegenstand des Erwerbsvorgangs wird nicht nur bestimmt durch das den Übereignungsanspruch begründende Rechtsgeschäft selbst, sondern - ggf. - auch durch mit diesem Rechtsgeschäft in rechtlichem oder objektiv sachlichem Zusammenhang stehende Vereinbarungen, die insgesamt zu dem Erfolg führen, daß der Erwerber das Grundstück in bebautem Zustand erhält (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 II R 143/87, BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, und II R 85/87, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, sowie in BFHE 166, 402, BStBl II 1992, 357, und in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590).
- BVerfG, 27.12.1991 - 2 BvR 72/90
Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Besteuerung von Bauherrenmodellen und …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Für den - nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG 1983 i. V. m. § 42 AO 1977 steuerpflichtigen - Austausch aller Gesellschafter einer Personengesellschaft, durch den ein nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG 1983 steuerpflichtiger Grunderwerb der Gesamthand, bestehend aus den Neugesellschaftern, von der Gesamthand, bestehend aus den Altgesellschaftern, verdeckt wird, bedeutet dies, daß ungeachtet der zivilrechtlichen Gestaltung (z. B. Aufteilung in mehrere selbständige Verträge) der zukünftige Zustand des Grundstücks für die Besteuerung maßgebend ist, wenn die Vereinbarungen über die Auswechselung aller Gesellschafter in einem rechtlichen oder sachlichen Zusammenhang mit den Verträgen über die Gebäudeerrichtung oder -renovierung stehen und aufgrund der Gesamtheit der getroffenen zivilrechtlichen Vereinbarungen die Gesamthand, bestehend aus den Neugesellschaftern, letztlich als Erfolg das Grundstück in bebautem Zustand bzw. mit renoviertem Gebäude erhält (vgl. hierzu Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90, BStBl II 1992, 212). - BFH, 06.03.1991 - II R 133/87
Bebautes Grundstück als Gegenstand des Erwerbsvorgangs, wenn der …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Der Senat hat hierzu in den Urteilen in BFHE 158, 477, BStBl II 1990, 183, BFHE 158, 483, BStBl II 1990, 181, vom 6. März 1991 II R 133/87 (BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532) und in BFHE 154, 149, BStBl II 1988, 898, sowie im Beschluß in BFHE 144, 280, 288, BStBl II 1985, 627 Entscheidungskriterien entwickelt. - BFH, 04.05.1983 - II R 6/82
Grunderwerbsteuer für Erwerb eines im Bau befindlichen Gebäudes bei …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Danach erhält ein Erwerber bei objektiver Betrachtung als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück (bezugsfertige Eigentumswohnung), wenn ihm aufgrund einer in bautechnischer und finanzieller Hinsicht ganz konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung (vgl. BFH-Entscheidungen in BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590; BFHE 144, 280, BStBl II 1985, 627, und BFH-Urteil vom 4. Mai 1983 II R 6/82, BFHE 138, 480, BStBl II 1983, 609) ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur insgesamt annehmen kann. - BFH, 31.07.1991 - II R 17/88
Grunderwerbsteuer beim Wechsel im Personenstand einer Grundbesitz haltenden …
Auszug aus BFH, 16.09.1992 - II R 75/89
Maßgebend ist danach, daß sich - wie im Streitfall - die Rechtszuständigkeit in Gestalt des Gesamthandseigentums der Gesellschafter an dem Grundstück ändert (vgl. auch Urteil vom 31. Juli 1991 II R 17/88, BFHE 165, 297, BStBl II 1991, 891). - BFH, 11.03.1981 - II R 77/78
Erschließungskosten als Teil der grunderwerbsteuerlichen Gegenleistung
- BFH, 19.07.1989 - II R 95/87
Besteuerungsgrundlage bei Grundstückserwerben "im Bauherrenmodell"
- BFH, 12.02.1992 - II R 20/91
Keine Übertragung von Rechtsprechung zu Bauherrenmodellen auf Erwerbermodelle
- BFH, 04.03.1987 - II R 150/83
Grunderwerbsteuerpflicht bei GbR-Anteilsübertragung
- BFH, 14.03.1990 - II R 169/87
Grunderwerbsteuerrechtlichen Begriff des Gegenstands des Erwerbsvorgangs - …
- BFH, 04.12.1985 - II R 142/84
Grunderwerbsteuer bei Übertragung sämtlicher Anteile einer BGB-Gesellschaft
- BFH, 07.06.1989 - II B 111/88
Grunderwerbsteuer - Gesellschaft bürgerlichen Rechts - Grundbesitz - Eintritt …
- BFH, 30.10.1979 - II R 70/75
Zweigliedrige Personenhandelsgesellschaft - Auswechslung der Gesellschafter - …
- FG Bremen, 14.12.2004 - 1 K 256/03
Entstehung der Grunderwerbsteuer bei befristetem Anteilserwerb; …
Bei der Anwendung der Grundsätze zum einheitlichen Leistungsgegenstand werde zwischen Neuerrichtungsfällen und Sanierungsfällen nicht unterschieden (BFH vom 16.9.1992 II R 75/89 BStBl II 1993, 197 ;… Boruttau § 9 Rdnr. 159a m. w. N.).In seiner Entscheidung vom 16.9.1992 ( II R 75/89, BStBl II 1993, 197 ) habe der BFH ausgeführt, dass ungeachtet der zivilrechtlichen Gestaltung der zukünftige Zustand des Grundstücks für die Besteuerung maßgebend sei, wenn die Vereinbarung über die Auswechslung aller Gesellschafter in einem rechtlichen oder sachlichen Zusammenhang mit den Verträgen über die Gebäudeerrichtung oder Gebäuderenovierung stehe und aufgrund der Gesamtheit der getroffenen zivilrechtlichen Vereinbarungen die Gesamthand bestehend aus den Neugesellschaftern letztlich als Erfolg das Grundstück in bebauten Zustand bzw. mit renoviertem Gebäude erhalte.
- FG Berlin-Brandenburg, 23.04.2008 - 11 K 1182/04
Rechtsbehelf gegen einen verbösernden, auf einen "anderen" Lebenssachverhalt …
Inwieweit Entsprechendes auf Grundlage der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes zur Steuerbarkeit eines Austauschs der Gesellschafter nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG in Verbindung mit § 42 AO gegolten hätte (BFH, Urteil vom 16.09.1992 - II R 75/89 -, BStBl II 1993, 197), steht hier nicht zur Entscheidung. - FG Baden-Württemberg, 28.10.1998 - 13 K 155/92 In der Folgezeit hat sich der BFH wiederholt mit den gegen seine Rechtsprechung vorgebrachten Einwendungen auseinandergesetzt und seine bisherige Auffassung bekräftigt (…vgl. Urteile vom 13. Mai 1992 II R 13/89 , BFH/NV 1993, 380 und II R 50/89, BFH/NV 1993, 382; vom 16. September 1992 II R 75/89 , BStBl II 1993, 197; vom 11. November 1992 II R 117/89 , BStBl II 1993, 163; vom 23. November 1994 II R 53/94 , BStBl II 1995, 331).
- FG Baden-Württemberg, 24.01.1996 - 13 K 103/91 In der Folgezeit hat sich der BFH wiederholt mit den gegen seine Rechtsprechung vorgebrachten Einwendungen auseinandergesetzt und seine bisherige Auffassung bekräftigt (…vgl. Urteile vom 13. Mai 1992 II R 13/89 , BFH/NV 1993, 380 und II R 50/89, BFH/NV 1993, 382; vom 16. September 1992 II R 75/89 , BStBl II 1993, 197; vom 11. November 1992 II R 117/89 , BStBl II 1993, 163; vom 23. November 1994 II R 53/94 , BStBl II 1995, 331).
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Rechtsprechung
| BFH, 02.12.1992 - II R 112/91 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
FGO § 90 Abs. 2, § 116 Abs. 1 Nr. 3, § 119 Nr. 4
- Wolters Kluwer
Verfahrensmangel
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
FGO § 90 Abs. 2, § 116 Abs. 1 Nr. 3, § 119 Nr. 4
Rüge bei Urteil im schriftlichen Verfahren ohne Verzichtserklärung durch beide Parteien möglich - datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§§ 116, 119 FGO
Finanzgerichtsordnung; Entscheidung im schriftlichen Verfahren als wesentlicher Verfahrensmangel
Papierfundstellen
- BFHE 169, 311
- NJW 1993, 1880 (Ls.)
- BB 1993, 207
- DB 1993, 312
- BStBl II 1993, 194
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (3)
- BFH, 25.08.1982 - I R 120/82
Mündliche Verhandlung - Beteiligte
Auszug aus BFH, 02.12.1992 - II R 112/91
Ein Verfahrensfehler im Sinne der genannten Vorschrift liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) u. a. auch dann vor, wenn - was die Klägerin substantiiert behauptet hat - das FG unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 und 2 FGO ein Urteil ohne mündliche Verhandlung erläßt (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 1. Oktober 1970 V R 115/67, BFHE 100, 432, BStBl II 1971, 113; vom 25. August 1982 I R 120/82, BFHE 136, 518, BStBl II 1983, 46, und vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744). - BFH, 06.04.1990 - III R 62/89
Zum Widerruf des Verzichts auf mündliche Verhandlung
Auszug aus BFH, 02.12.1992 - II R 112/91
Ein Verfahrensfehler im Sinne der genannten Vorschrift liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) u. a. auch dann vor, wenn - was die Klägerin substantiiert behauptet hat - das FG unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 und 2 FGO ein Urteil ohne mündliche Verhandlung erläßt (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 1. Oktober 1970 V R 115/67, BFHE 100, 432, BStBl II 1971, 113; vom 25. August 1982 I R 120/82, BFHE 136, 518, BStBl II 1983, 46, und vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744). - BFH, 01.10.1970 - V R 115/67
Beteiligter - Mündliche Verhandlung - Verzicht - Erlaß eines Vorbescheids
Auszug aus BFH, 02.12.1992 - II R 112/91
Ein Verfahrensfehler im Sinne der genannten Vorschrift liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) u. a. auch dann vor, wenn - was die Klägerin substantiiert behauptet hat - das FG unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 und 2 FGO ein Urteil ohne mündliche Verhandlung erläßt (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 1. Oktober 1970 V R 115/67, BFHE 100, 432, BStBl II 1971, 113; vom 25. August 1982 I R 120/82, BFHE 136, 518, BStBl II 1983, 46, und vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744).
- BFH, 03.09.2001 - GrS 3/98
Verletzung des Rechts auf Gehör
So sind die Voraussetzungen des § 119 Nr. 4 FGO zum Beispiel dann erfüllt, wenn das FG bei der Ladung zur mündlichen Verhandlung den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt und dadurch einem Beteiligten die Teilnahme unmöglich macht (Beschluss des BFH vom 27. Januar 1988 IV R 14/86, BFHE 152, 196, BStBl II 1988, 447), wenn das FG ohne den Kläger oder seinen Bevollmächtigten mündlich verhandelt, obwohl der Termin aufgehoben oder seine Verlegung zugesagt war (…BFH-Urteil vom 28. November 1990 I R 71/90, BFH/NV 1991, 756) und wenn das FG ohne mündliche Verhandlung entscheidet, weil es irrtümlich von einem entsprechenden Verzicht der Beteiligten (§ 90 Abs. 2 FGO) ausgeht (BFH-Urteile vom 25. August 1982 I R 120/82, BFHE 136, 518, BStBl II 1983, 46; vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194) oder einen Antrag auf mündliche Verhandlung nach § 94a Satz 2 FGO übersehen hat (BFH-Urteile vom 11. August 1987 IX R 135/83, BFHE 151, 297, BStBl II 1988, 141;… vom 29. August 1996 V R 18/96, BFH/NV 1997, 351). - BFH, 08.04.1998 - VIII R 32/95
Vorlage an den Großen Senat zu den Anforderungen an eine schlüssige Rüge der …
So liegt nach der Rechtsprechung des BFH der absolute Revisionsgrund des § 119 Nr. 4 FGO u.a. dann vor, wenn das Gericht irrtümlich einen Verzicht auf mündliche Verhandlung angenommen und durch Urteil entschieden hat (vgl. z.B. BFH-Beschluß vom 9. Juni 1986 IX B 90/85, BFHE 146, 395, BStBl II 1986, 679; BFH-Urteil vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194;… Gräber/Ruban, a.a.O., § 119 Rdnr. 19, m.w.N.) oder wenn das FG in einem Rechtsstreit mit einem Streitwert bis zu 1000 DM ohne mündliche Verhandlung durch Urteil entschieden hat, obwohl der Beteiligte eine mündliche Verhandlung nach § 94a FGO begehrt hatte (vgl. BFH-Urteil vom 11. August 1987 IX R 135/83, BFHE 151, 297, BStBl II 1988, 141;… Gräber/Ruban, a.a.O., § 119 Rdnr. 19, m.w.N.). - BFH, 09.08.1996 - VI R 37/96
Einzelrichter und mündliche Verhandlung
Entscheidet das FG im schriftlichen Verfahren, obwohl auf mündliche Verhandlung nicht wirksam verzichtet war, so führt dies nach der Rechtsprechung des BFH zu einem Mangel der Vertretung i. S. des § 116 Abs. 1 Nr. 3, § 119 Nr. 4 FGO (vgl. Urteile in BFHE 178, 301, BStBl II 1995, 842; vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194;… vom 4. November 1992 X R 7/92, BFH/NV 1993, 372; in BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744; vom 11. August 1987 IX R 135/83, BFHE 151, 297, BStBl II 1988, 141).
- BFH, 12.02.2007 - XI B 123/06
NZB: zusammenveranlagte Ehegatten, Entscheidung ohne mündliche Verhandlung
bb) Der Erlass eines Urteils unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 und 2 FGO ohne mündliche Verhandlung führt zugleich dazu, dass der Beteiligte im Verfahren nicht i.S. von § 119 Nr. 4 FGO "nach Vorschrift des Gesetzes vertreten war" (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194;… vom 29. April 1997 VII R 109/96, BFH/NV 1998, 32;… vom 5. Mai 1999 XI R 44/98, BFH/NV 1999, 1485, alle m.w.N.;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., § 119 Rz 19; Lange in Hübschmann/Hepp/ Spitaler, § 119 FGO Rz 208; Seer in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 115 FGO Rz 96, § 119 FGO Rz 68). - BFH, 09.10.2000 - VII R 34/00
Widerruf des Verzichts auf mündliche Verhandlung; Zolltarifsache
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist ein Beteiligter im Verfahren nicht nach Vorschrift des Gesetzes vertreten, wenn das FG unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 Satz 1 FGO ohne mündliche Verhandlung entscheidet (z.B. Urteil vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194, unter II. 1., m.w.N.). - BFH, 08.06.1994 - IV R 9/94
Irrtum über die Unwiderruflichkeit eines wirksam erklärten Anhörungsverzichts
Nach der Rechtsprechung des BFH ist ein Beteiligter im Verfahren nicht nach Vorschrift des Gesetzes vertreten, wenn das FG unter Verstoß gegen § 90 Abs. 1 und 2 FGO ohne mündliche Verhandlung entscheidet (z. B. Urteil vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194 unter II.1. m. w. N.). - BFH, 08.10.1998 - VIII R 67/96
Beiladung; Verzicht auf mündliche Verhandlung
Dies ist nach ständiger Rechtsprechung der Fall, wenn das FG irrtümlich ohne mündliche Verhandlung entschieden hat (vgl. BFH-Urteile vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744, und vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194, m.w.N.). - BFH, 15.10.2001 - IV R 77/00
Umsatzsteuer - Betriebsvermögen - Betriebsentstehung - Kleinbetrieb - …
In Betracht kommt allein der Revisionsgrund mangelnder Vertretung nach § 116 Abs. 1 Nr. 3 FGO a.F. Ein Beteiligter ist nach der Rechtsprechung des BFH u.a. dann nicht ordnungsgemäß vertreten, wenn das Gericht ohne mündliche Verhandlung durch Urteil entscheidet, obwohl kein Verzicht auf mündliche Verhandlung erklärt worden ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194). - BFH, 18.02.1999 - I R 127/97
Verzicht auf mündliche Verhandlung; Einverständnis
Dieser Vortrag enthält die Rüge eines Verfahrensmangels i.S. des § 116 Abs. 1 Nr. 3, § 119 Nr. 4 FGO (s. BFH-Urteile vom 2. Dezember 1992 II R 112/91, BFHE 169, 311, BStBl II 1993, 194;… vom 29. August 1996 V R 18/96, BFH/NV 1997, 351;… Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 10. Aufl., Stand August 1998, § 119 FGO Rz. 126). - FG Hamburg, 25.11.1996 - I 97/96
Nichtigkeitsklage wegen irrtümlichen Verzichts des Finanzgerichts auf eine …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 29.04.1997 - VII R 109/96
Voraussetzung des Vorliegens des Revisionsgrundes der Verletzung rechtlichen …
- BFH, 12.04.1994 - I R 43/93
Auswirkungen auf ein Verfahren bei Nichterscheinen einer anwaltlichen Vertretung …
- BFH, 18.02.1999 - I R 129/97
Mündliche Verhandlung - Verzicht - Entscheidung - Urteil - Berichterstatter - …
- BFH, 18.02.1999 - I R 128/97
Mündliche Verhandlung - Verzicht - Entscheidung - Urteil - Berichterstatter - …
- FG Hamburg, 25.11.1996 - I 98/96
Nichtigkeitsklage wegen irrtümlichen Verzichts des Finanzgerichts auf die …
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Rechtsprechung
| BFH, 02.06.1992 - IX R 155/88 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (2)
- BFH, 12.11.1991 - IX R 15/90
Schuldzinsen, die nach Beendigung der Einkunftserzielung eines vermieteten …
Auszug aus BFH, 02.06.1992 - IX R 155/88
Der erkennende Senat hat dies zuletzt mit Urteil vom 12.November 1991 IX R 15/90 (BFHE 166, 219, BStBl II 1992, 289 [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90]) ausgesprochen.Auch hierzu verweist der erkennende Senat auf sein Urteil in BFHE 166, 219, [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90] BStBl II 1992, 289 [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90].
- BFH, 01.08.1989 - IX R 17/86
Anforderungen an die Aufhebung eines Einkommensteuerbescheides
Auszug aus BFH, 02.06.1992 - IX R 155/88
Entsprechend hatte er bereits mit Urteil vom 1.August 1989 IX R 17/86 (BFH/NV 1990, 94) Verzugszinsen nicht als Werbungskosten zum Abzug zugelassen, die nach Aufgabe der Absicht, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, gezahlt wurden.
- BFH, 01.10.1996 - VIII R 68/94
Veräußerung eines mit Darlehenszinsen angeschafften oder hergestellten …
Es hat ausgeführt, daß Schuldzinsen, die auf die Zeit nach Aufgabe der Vermietungsabsicht bzw. -tätigkeit entfielen, nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) keine nachträglichen Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung darstellten (BFH-Urteile vom 12. November 1991 IX R 15/90, BFHE 166, 219, BStBl II 1992, 289; vom 2. Juni 1992 IX R 155/88, BFH/NV 1993, 12;… vom 7. September 1993 IX R 64/91, BFH/NV 1994, 234). - BFH, 25.04.1995 - IX R 114/92
Geltendmachung von Schuldzinsen sowie einer Gebühr für eine Löschungsbewilligung …
Dementsprechend hat der BFH einen wirtschaftlichen Zusammenhang mit der früheren Einkunftserzielung für Schuldzinsen im privaten Bereich verneint, die auf die Zeit nach der Veräußerung eines Gebäudes entfallen, auch wenn der Veräußerungserlös nicht zur Schuldendeckung ausgereicht hat (BFH- Urteile vom 12. November 1991 IX R 15/90, BFHE 166, 219 [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90], BStBl II 1992, 289 m. w. N.; vom 2. Juni 1992 IX R 155/88, BFH/NV 1993, 12;… vom 2. März 1993 IX R 9/90, BFH/NV 1993, 532;… vom 7. Dezember 1993 IX R 134/90, BFH/NV 1994, 624). - BFH, 20.12.1994 - IX R 32/93
Schuldzinsen nach Beendigung der Vermietungstätigkeit
Dementsprechend hat der BFH einen wirtschaftlichen Zusammenhang mit der früheren Einkunftserzielung für Schuldzinsen im privaten Bereich verneint, die auf die Zeit nach der Veräußerung eines Gebäudes entfallen, auch wenn der Veräußerungserlös nicht zur Schuldendeckung ausgereicht hat (BFH-Urteile vom 21. Dezember 1982 VIII R 48/92, BFHE 138, 47, BStBl II 1983, 373; vom 7. August 1990 VIII R 67/86, BFHE 162, 48, BStBl II 1991, 14;… vom 7. August 1990 VIII R 223/85, BFH/NV 1991, 294; vom 23. Januar 1991 X R 37/86, BFHE 163, 376, BStBl II 1991, 398; vom 12. November 1991 IX R 15/90, BFHE 166, 219 [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90], BStBl II 1992, 289; vom 2. Juni 1992 IX R 155/88, BFH/NV 1993, 12;… vom 2. März 1993 IX R 9/90, BFH/NV 1993, 532;… vom 7. Dezember 1993 IX R 134/90, BFH/NV 1994, 624). - BFH, 15.11.1994 - IX R 49/92
Wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Schuldzinsen und Enkünften aus Vermietung …
Dementsprechend hat der BFH einen wirtschaftlichen Zusammenhang mit der früheren Einkunftserzielung für Schuldzinsen im privaten Bereich verneint, die auf die Zeit nach der Veräußerung eines Gebäudes entfallen, auch wenn der Veräußerungserlös nicht zur Schuldendeckung ausgereicht hat (BFH- Urteile vom 12. November 1991 IX R 15/90, BFHE 166, 219 [BFH 12.11.1991 - IX R 15/90], BStBl II 1992, 289 m. w. N.; vom 2. Juni 1992 IX R 155/88, BFH/NV 1993, 12;… vom 2. März 1993 IX R 9/90, BFH/NV 1993, 532;… vom 7. Dezember 1993 IX R 134/90, BFH/NV 1994, 624). - BFH, 07.09.1993 - IX R 64/91 zuletzt BFH-Urteil vom 2.6.1992 IX R 155/88.
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Rechtsprechung
| BFH, 24.04.1992 - VI R 94/89 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Einordnung von Tropenkleidung als abzugsfähige Berufskleidung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§§ 9, 12 EStG
Lohnsteuer; Werbungskostenabzug für Tropenkleidung
Papierfundstellen
- BFH/NV 1993, 12
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (3)
- BFH, 06.12.1990 - IV R 65/90
Aufwendungen für Berufskleidung nur Betriebsausgaben, wenn außerberufliche …
Auszug aus BFH, 24.04.1992 - VI R 94/89
Die Anschaffung normaler bürgerlicher Kleidung führt aber im Hinblick auf das Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 EStG selbst dann nicht zu einem Werbungskostenabzug, wenn kein Zweifel besteht, daß die konkreten Kleidungsstücke so gut wie ausschließlich im Beruf getragen werden (vgl. BFH-Urteil vom 6. Dezember 1990 IV R 65/90, BFHE 163, 134, BStBl II 1991, 348, 349).Ein Werbungskostenabzug von Aufwendungen für Bekleidung scheidet wegen des Abzugsverbots des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG bereits immer dann aus, wenn die Benutzung eines Kleidungsstücks als normale bürgerliche Kleidung im Rahmen des Möglichen und Üblichen liegt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 163, 134, BStBl II 1991, 348, 249).
- BFH, 06.11.1986 - VI R 135/85
Zum Abzug von Werbungskosten und zur entsprechenden Anwendung der …
Auszug aus BFH, 24.04.1992 - VI R 94/89
Es rügt die Verletzung der §§ 9 Abs. 1 Satz 1, 12 Nr. 1 EStG und trägt vor: Der Bundesfinanzhof (BFH) habe mit Urteil vom 6. November 1986 VI R 135/85 (BFHE 148, 283, BStBl II 1987, 188) klargestellt, daß die Verweisung auf die Vorschriften des Bundesumzugskostenrechts zur Ermittlung des zutreffenden Werbungskostenabzugs dort ihre Grenze findet, wo diese Vorschriften mit dem allgemeinen Werbungskostenbegriff des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG nicht mehr vereinbar seien und die Aufwendungen unter das Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 EStG fielen. - BFH, 20.03.1992 - VI R 55/89
Keine Werbungskosten durch umzugsbedingten Bekleidungswechsels
Auszug aus BFH, 24.04.1992 - VI R 94/89
Der Senat hat nach Ergehen der Vorentscheidung mit dem Urteil vom 20. März 1992 VI R 55/89 BFHE 168, 83 entschieden, daß bei einem beruflich veranlaßten Umzug die Aufwendungen für Bekleidung, die wegen des mit dem Umzug verbundenen Klimawechsels angeschafft worden sind, nicht als Werbungskosten abziehbar sind.
- LSG Niedersachsen-Bremen, 27.07.2021 - L 2 BA 26/21
Nachentrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen für einen formal als Amateur …
Rn. 75 bb) Bei dieser Ausgangslage ist nur ergänzend darauf hinzuweisen, dass Anschaffung normaler bürgerlicher Kleidung (unter Einschluss normaler bürgerlicher Sportkleidung) im Hinblick auf das Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 EStG selbst dann nicht zu einem Werbungskostenabzug führt, wenn kein Zweifel besteht, dass die konkreten Kleidungsstücke so gut wie ausschließlich im Beruf getragen werden (BFH, Urteil vom 24. April 1992 - VI R 94/89 -, Rn. 8, juris). - BFH, 15.10.1999 - IX B 91/99
Herstellungskosten, Nutzungsdauer eines Arbeitszimmers und Berufskleidung
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ebenfalls geklärt, daß ein Werbungskostenabzug bereits immer dann ausscheidet, wenn die Benutzung eines Kleidungsstücks als normale bürgerliche Kleidung im Rahmen des Möglichen und Üblichen liegt, auch wenn das Kleidungsstück so gut wie ausschließlich im Beruf getragen wird (BFH-Urteile vom 19. Januar 1996 VI R 73/94, BFHE 179, 403, BStBl II 1996, 202; vom 24. April 1992 VI R 94/89, BFH/NV 1993, 12).
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