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Rechtsprechung
   BVerwG, 26.08.1993 - 4 C 24.91   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1993,10
BVerwG, 26.08.1993 - 4 C 24.91 (https://dejure.org/1993,10)
BVerwG, Entscheidung vom 26.08.1993 - 4 C 24.91 (https://dejure.org/1993,10)
BVerwG, Entscheidung vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 (https://dejure.org/1993,10)
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Sackgasse Bargteheide

Zu den Voraussetzungen und Ausschlußgründen für einen Folgenbeseitigungsanspruch (Art. 14 GG), zur Zumutbarkeit bei einem 'Schwarzbau der öffentlichen Hand', zur Abgrenzung Bauleitplanung - straßenrechtliche Widmung

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Wolters Kluwer

    Bauleitplanung - Folgenbeseitigung - Ziel - Voraussetzungen - Eigentumsgarantie - Straßenanlieger - Widmung - Fehlerhafte Bauleitplanung - Festsetzung einer Verkehrsfläche

  • opinioiuris.de

    Fehlerhafte Bauleitplanung

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    BauGB § 9 Abs. 1 Nr. 11; BBauGB § 9 Abs. 1 Nr. 11
    Anlieger; Straßenplanung; Folgenbeseitigung; Straßenanlieger

Kurzfassungen/Presse

  • spiegel.de (Pressemeldung, 13.09.1993)

    Straße gesperrt

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 94, 100
  • NJW 1994, 1170 (Ls.)
  • MDR 1994, 63
  • NVwZ 1994, 275
  • DVBl 1993, 1357
  • DÖV 1994, 341
  • ZfBR 1994, 30
 
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Wird zitiert von ... (408)Zitiert selbst (58)

  • BVerfG, 30.11.1988 - 1 BvR 1301/84

    Straßenverkehrslärm

    Auszug aus BVerwG, 26.08.1993 - 4 C 24.91
    Das gilt - und zwar in besonderem Maße - auch für das tatsächliche und rechtliche Verhältnis von privatem Baugrund und öffentlicher Straße sowie der von ihr ausgehenden und sich auf den privaten Baugrund auswirkenden Immissionen (vgl. BVerfGE 72, 66 (76) [BVerfG 12.03.1986 - 1 BvL 81/79]; 79, 174 (198) [BVerfG 24.11.1988 - 2 BvC 6/88]; vgl. ferner BVerwGE 77, 295 (297 f.)).

    Das Eigentum der Grundstücke, welche der Straße anliegen, gewährleistet zwar dem jeweiligen Inhaber nicht ohne weiteres, vor Störungen, die von der Straße ausgehen, verschont zu bleiben (vgl. BVerfGE 79, 174 (198) [BVerfG 30.11.1988 - 1 BvR 1301/84]).

    Die Beeinträchtigungen können aber auch wegen ihrer unvermeidbaren Intensität und überwiegender öffentlicher Belange im Hinblick auf Art. 14 Abs. 1 GG einen finanziellen Ausgleich erfordern (vgl. BVerfGE 58, 137 (147 ff.) [BVerfG 14.07.1981 - 1 BvL 24/78]; 79, 174 (192) [BVerfG 24.11.1988 - 2 BvC 6/88]; BVerwGE 77, 295 (297 f.); 84, 361 (367 f. [BVerwG 15.02.1990 - 4 C 45/87]); 94, 1; vgl. auch BVerwGE 80, 184 (190) [BVerwG 07.09.1988 - 4 N 1/87]; B. Sommer, ZfBR 1990, 54 ff. (55)).

    Die Widmung ist kein Vollzugsakt eines Bebauungsplans, der gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB eine Verkehrsfläche als Planinhalt festgesetzt hat (vgl. BVerfGE 79, 174 (189) [BVerfG 30.11.1988 - 1 BvR 1301/84]; anders aus Gründen des "Entschädigungsrechts" früher noch BGHZ 64, 220 (222) [BGH 20.03.1975 - III ZR 215/71]).

    Die straßenrechtliche Widmung hat aber gleichwohl nicht die rechtliche Kraft, die zwischen dem Kläger und der Beklagten bestehenden Rechtsbeziehungen im Sinne des erörterten Vorbehalts des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG im Innenverhältnis zwischen Grundeigentümer und planender Gemeinde zu regulieren (ebenso BVerfGE 79, 174 (188) [BVerfG 30.11.1988 - 1 BvR 1301/84] unter Bezugnahme auf BVerwGE 47, 144 [BVerwG 01.11.1974 - IV C 38/71]; vgl. auch BGHZ 97, 361 (364) [BGH 17.04.1986 - III ZR 202/84]).

  • BVerwG, 01.11.1974 - IV C 38.71

    Straßenrechtliche Widmung im räumlichen Geltungsbereich eines Bebauungsplans: …

    Auszug aus BVerwG, 26.08.1993 - 4 C 24.91
    Regelungen, welche in dieser Weise den Inhalt des Eigentums bestimmen, müssen dabei sowohl prinzipiell als auch konkret der grundgesetzlich gewährleisteten Rechtsstellung des Eigentümers und den Anforderungen an eine sozialgerechte Eigentumsordnung einerseits und den öffentlichen Belangen andererseits genügen (vgl. BVerfGE 52, 1 (29 f.) [BVerfG 12.06.1979 - 1 BvL 19/76]; 58, 137 (147 [BVerfG 14.07.1981 - 1 BvL 24/78]/148); 58, 300 (351); 70, 191 (199 ff.); 72, 66 (77 f.); BVerwGE 47, 144 (153) [BVerwG 01.11.1974 - IV C 38/71]; 88, 191 (195) [BVerwG 15.05.1991 - 6 P 15/89]; Urteil vom 24. Juni 1993 - BVerwGE 94, 1 [BVerwG 24.06.1993 - 7 C 26/92]).

    Die Rechtsprechung hat dies wiederholt betont (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. April 1971 - BVerwG 4 C 66.67 - Buchholz 406.11 § 35 Nr. 90 = DVBl. 1971, 746; BVerwGE 47, 144 (153) [BVerwG 01.11.1974 - IV C 38/71]); Beschluß vom 11. April 1989 - BVerwG 4 B 65.89 - Buchholz 406.17 Bauordnungsrecht Nr. 28 = NVwZ 1989, 1061).

    Im Rahmen eines derartigen Rechtsstreits kann auch die Rechtsgültigkeit des Bebauungsplans inzidenter geprüft werden, wenn und soweit ein Bebauungsplan als Rechtmäßigkeitsvoraussetzung der Widmung angesehen werden kann (vgl. BVerwGE 47, 144 (145) [BVerwG 01.11.1974 - IV C 38/71]).

    Die straßenrechtliche Widmung hat aber gleichwohl nicht die rechtliche Kraft, die zwischen dem Kläger und der Beklagten bestehenden Rechtsbeziehungen im Sinne des erörterten Vorbehalts des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG im Innenverhältnis zwischen Grundeigentümer und planender Gemeinde zu regulieren (ebenso BVerfGE 79, 174 (188) [BVerfG 30.11.1988 - 1 BvR 1301/84] unter Bezugnahme auf BVerwGE 47, 144 [BVerwG 01.11.1974 - IV C 38/71]; vgl. auch BGHZ 97, 361 (364) [BGH 17.04.1986 - III ZR 202/84]).

  • BVerwG, 06.09.1988 - 4 C 26.88

    Folgenbeseitigungsanspruch - Ausschluss - Verwirklichung - Unzulässige …

    Auszug aus BVerwG, 26.08.1993 - 4 C 24.91
    Es mag zwar nach Lage des Falles möglich sein, daß ein Widmungsakt auch durch den Eigentümer eines Anliegergrundstücks angefochten werden kann (vgl. BVerwGE 80, 178 [BVerwG 06.09.1988 - 4 C 26/88]).

    Der Rechtsschutz der beklagten öffentlichen Hand ist durch die Möglichkeit der Vollstreckungsgegenklage hinreichend gewahrt (BVerwGE 80, 178 [BVerwG 06.09.1988 - 4 C 26/88]).

    Der Folgenbeseitigungsanspruch verpflichtet zur Beseitigung der durch den rechtswidrigen Eingriff entstandenen Folgen grundsätzlich in der Weise, daß der ursprüngliche rechtmäßige Zustand hergestellt und gerade dadurch die Fortdauer des rechtswidrigen Zustandes beendet wird (vgl. BVerwGE 80, 178 (179) [BVerwG 06.09.1988 - 4 C 26/88]; 82, 76 (95) [BVerwG 11.05.1989 - 4 C 1/88]).

    Es bleibt ihr ferner unbenommen, durch eine anderweitige rechtmäßige Bauleitplanung, die etwa Gesichtspunkte des passiven Lärmschutzes und der Entschädigung für verbleibende Nachteile berücksichtigt, die Straße für den Durchgangsverkehr wieder zu öffnen (vgl. BVerwGE 80, 178 [BVerwG 06.09.1988 - 4 C 26/88]).

  • BSG, 30.07.2019 - B 1 KR 34/18 R

    Krankenversicherung - Satzungsbefugnis der Krankenkassen - Ermächtigung zur …

    Rn. 15 Jedes subjektive Recht kann Schutzgegenstand des allgemeinen öffentlich-rechtlichen Unterlassungsanspruchs sein (vgl BVerwG Urteil vom 26.8.1993 - 4 C 24/91 - juris RdNr 24 = BVerwGE 94, 100, 104, dort zum Folgenbeseitigungsanspruch), sei es grundrechtlich oder einfachrechtlich ausgestaltet (vgl zB BGH Beschluss vom 28.6.2018 - AnwZ <Brfg> 5/18 - juris RdNr 4 = NJW 2018, 2645, RdNr 4; BVerwG Urteil vom 22.10.2014 - 6 C 7/13 - juris RdNr 20 = Buchholz 402.41 Allgemeines Polizeirecht Nr. 104; BVerwG Urteil vom 21.5.2008 - 6 C 13/07 - BVerwGE 131, 171, RdNr 13).
  • BSG, 17.05.2023 - B 8 SO 12/22 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - zulässiger Rechtsweg - Sozialhilfe - …

    Schutzgegenstand des allgemeinen öffentlich-rechtlichen Unterlassungsanspruchs kann jedes subjektive Recht sein, sei es grundrechtlich oder einfachrechtlich ausgestaltet (…vgl BSG vom 30.7.2019 - B 1 KR 34/18 R - BSGE 129, 10 = SozR 4-2500 § 53 Nr. 3, RdNr 15; BVerwG vom 22.10.2014 - 6 C 7.13 - Buchholz 402.41 Allgemeines Polizeirecht Nr. 104, juris RdNr 20; BVerwG vom 21.5.2008 - 6 C 13.07 - BVerwGE 131, 171 = Buchholz 402.7 Gesetz über die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in Angelegenheiten des Verfassungsschutzes und über das Bundesamt für Verfassungsschutz <Bundesverfassungsschutzgesetz - BVerfSchG> Nr. 11, juris RdNr 13; BVerwG vom 26.8.1993 - 4 C 24.91 - BVerwGE 94, 100 = Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 280, juris RdNr 24 dort zum Folgenbeseitigungsanspruch, BGH vom 28.6.2018 - AnwZ <Brfg> 5/18 - NJW 2018, 2645, RdNr 4).
  • VG Düsseldorf, 04.07.2025 - 17 K 8395/22
    Rn. 87 vgl. BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 67f., so auch OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 18. April 2023 - 1 LB 89/19 OVG -, juris Rn. 75.

    Rn. 110 vgl. hierzu grundlegend BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 23.

    Rn. 112 vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2023 - 2 C 22.21 -, juris Rn. 16f.; auch bereits zuvor BVerwG, Urteil vom 19. Februar 2015 - 1 C 13.14 -, juris Rn. 24; so auch BVerwG, Urteil vom 27. Mai 2020 - 6 C 1.19 -, juris Rn. 66; grundlegend hierzu BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 24.

    Rn. 129 vgl. hierzu auch BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 24,.

    Rn. 145 vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Mai 2020 - 6 C 1.19 -, juris Rn. 66; BVerwG, Urteil vom 19. Februar 2015 - 1 C 13.14 -, juris Rn. 24; grundlegend BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 63; vgl. auch OVG NRW, Urteil vom 26. November 1996 - 5 A 5712/94 -, juris Rn. 5.

    Rn. 158 vgl. BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 40ff.; OVG NRW, Urteil vom 26. November 1996 - 5 A 5712/94 -, juris Rn. 7f.; Bey/Prechtel/Terwiesche/Zloch, in: Terwiesche/Prechtel, Handbuch Verwaltungsrecht, 5. Auflage 2025, Rn. 490ff.

    Rn. 167 vgl. grundlegend BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 59.

    Rn. 169 vgl. hierzu OVG NRW, Urteil vom 26. November 1996 - 5 A 5712/94 -, juris Rn. 22f.; zurückgehend auf BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 51ff.

    Rn. 179 vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Dezember 2017 - 9 B 65.16 -, juris Rn. 9; grundlegend BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 52.

    Rn. 206 vgl. in die Richtung gehend: BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 61.

    Rn. 250 vgl. BVerwG, Urteil vom 26. August 1993 - 4 C 24.91 -, juris Rn. 42.

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