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Weitere Entscheidung unten: BAG, 12.07.1957

Rechtsprechung
   BAG, 04.07.1957 - 2 AZR 86/55   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1957,703
BAG, 04.07.1957 - 2 AZR 86/55 (https://dejure.org/1957,703)
BAG, Entscheidung vom 04.07.1957 - 2 AZR 86/55 (https://dejure.org/1957,703)
BAG, Entscheidung vom 04. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 (https://dejure.org/1957,703)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Selbständige Unternehmer - Einheitlicher Betrieb - Beweislast - Arbeitsstätte mehrerer Arbeitnehmer

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BAGE 4, 203
  • BB 1957, 930
  • DB 1957, 898
 
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Wird zitiert von ... (33)

  • BAG, 26.06.2008 - 2 AZR 264/07

    Kleinbetriebsklausel - Darlegungslast

    aa) Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats, die er, wie auch das Landesarbeitsgericht gesehen hat, zuletzt ausdrücklich auf § 23 Abs. 1 Satz 2 KSchG in der bis zum 31. Dezember 2003 maßgeblichen Fassung beschränkt hat, trägt der Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der betrieblichen Voraussetzungen für eine Geltung des Kündigungsschutzgesetzes (4. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 - BAGE 4, 203, 207; 9. September 1982 - 2 AZR 253/80 - BAGE 40, 145, 156; 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 9 = EzA KSchG § 23 Nr. 9; 15. März 2001 - 2 AZR 151/00 - EzA KSchG § 23 Nr. 23; zuletzt: 24. Februar 2005 - 2 AZR 373/03 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 34 = EzA KSchG § 23 Nr. 28;… von Hoyningen-Huene/Linck KSchG 14. Aufl. § 23 Rn. 28;… APS/Moll 3. Aufl. § 23 KSchG Rn. 48 mwN).
  • BAG, 31.05.2007 - 2 AZR 276/06

    Betriebsbedingte Kündigung - Sozialauswahl - Widerspruch nach § 613a BGB

    (1) Die Revision weist zwar zutreffend darauf hin, dass nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen des betrieblichen Geltungsbereichs des Kündigungsschutzgesetzes grundsätzlich der Arbeitnehmer trägt (vgl. zB Senat 4. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 - BAGE 4, 203, zu 7 der Gründe; 9. September 1982 - 2 AZR 253/80 - BAGE 40, 145, zu II 4 b der Gründe; 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 9 = EzA KSchG § 23 Nr. 9, zu III 2 der Gründe; 15. März 2001 - 2 AZR 151/00 - EzA KSchG § 23 Nr. 23, zu II 1 c der Gründe; zweifelnd Senat 24. Februar 2005 - 2 AZR 373/03 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 34 = EzA KSchG § 23 Nr. 28, zu B I 2 der Gründe;… von Hoyningen-Huene/Linck KSchG 14. Aufl. § 23 Rn. 47;… aA ErfK/Kiel 7. Aufl. § 23 KSchG Rn. 20;… KR-Weigand 8. Aufl. § 23 KSchG Rn. 54a;… Löwisch/Spinner KSchG 9. Aufl. § 23 Rn. 25; Reinecke NZA 1989, 577, 583 f.; Bader NZA 1997, 905, 910; Bepler AuR 1997, 54, 56, jeweils mwN).
  • BAG, 24.02.2005 - 2 AZR 373/03

    Anwendung des KSchG - Kleinbetriebsklausel - Darlegungs- und Beweislast

    Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats trägt der Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der betrieblichen Voraussetzungen für eine Geltung des Kündigungsschutzgesetzes (4. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 - BAGE 4, 203, 207; 9. September 1982 - 2 AZR 253/80 - BAGE 40, 145, 156; 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 9 = EzA KSchG § 23 Nr. 9; 15. März 2001 - 2 AZR 151/00 - EzA KSchG § 23 Nr. 23;… zusammenfassend von Hoyningen- Huene/Linck KSchG 13. Aufl. § 23 Rn. 28;… APS/Moll 2. Aufl. § 23 KSchG Rn. 48 mwN).
  • BAG, 15.03.2001 - 2 AZR 151/00

    Kündigungsschutz im Kleinbetrieb

    Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen des betrieblichen Geltungsbereichs des Kündigungsschutzgesetzes trifft jedenfalls nach der bisherigen Rechtsprechung grundsätzlich den Arbeitnehmer (vgl. zB BAG 4. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 - BAGE 4, 203, 207; 9. September 1982 - 2 AZR 253/80 - BAGE 40, 145, 155 f.; 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 9 = EzA KSchG § 23 Nr. 9, zu III 2 der Gründe;… Hueck/v. Hoyningen-Huene KSchG 12. Aufl. § 23 Rn 28;… HK-KSchG/Kriebel 3. Aufl. § 23 Rn 36;… aA KR-Weigand 5. Aufl. § 23 KSchG Rn 54a;… Löwisch KSchG 8. Aufl. § 23 Rn 23; Reinecke NZA 1989, 577, 583 f.; Bader NZA 1997, 905, 910; Bepler AuR 1997, 56; jeweils mwN).
  • BAG, 30.05.1985 - 2 AZR 321/84

    Betriebsbedingte Kündigung eines Hafeneinzelbetriebsarbeiters

    Der Senat hat auch bereits mit Urteil vom 4. Juli 1957 (BAG 4, 203, 206 f. = AP Nr. 1 zu § 21 KSchG mit zust. Anm. von Herschel) ausgeführt und in dem Urteil vom 9. September 1982 (BAG 40, 145, 155 = AP Nr. 1 zu § 611 BGB Hausmeister mit weitgehend zust. Anm. von Jahnke) bestätigt, daß mehrere Arbeitgeber einen gemeinsamen Betrieb unterhalten können, sofern eine rechtliche Vereinbarung über die einheitliche Leitung getroffen worden ist.
  • BAG, 13.06.1985 - 2 AZR 452/84

    Betriebsbegriff i.S. des § 1 KSchG

    Das Bundesarbeitsgericht hat ferner mehrfach entschieden, daß mehrere Unternehmen auch im Sinne des § 23 Abs. 1 Satz 2 KSchG (früher § 21 Abs. 1 Satz 2 KSchG), der den allgemeinen Kündigungsschutz von der Zahl der in einem Betrieb beschäftigen Arbeitnehmer abhängig macht, einen einheitlichen Betrieb bilden können (Senatsurteil BAG 4, 203 = AP Nr. 1 zu § 21 KSchG mit zust. Anm. von Herschel; Urteil des Siebten Senats BAG 45, 259 = AP Nr. 4 zu § 23 KSchG 1969).
  • BAG, 23.03.1984 - 7 AZR 515/82

    Voraussetzungen eines Betriebes bei mehreren Unternehmen

    Diesen Standpunkt hat der Zweite Senat bereits in dem Urteil vom 4. Juli 1957 (2 AZR 86/55 - BAG 4, 203 = AP Nr. 1 zu § 21 KSchG, mit zustimmender Anm. von Herschel) vertreten.

    Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hat in dem Urteil vom 4. Juli 1957 (aaO) zur Frage, unter welchen Voraussetzungen mehrere Unternehmen einen gemeinsamen Betrieb bilden können, im wesentlichen auf die folgenden Umstände hingewiesen: Allein dadurch, daß mehrere Unternehmen eine betriebliche Tätigkeit in denselben Räumen und mit etwa denselben sachlichen Mitteln entwickeln, führen sie noch nicht notwendig einen gemeinsamen einheitlichen Betrieb.

  • BAG, 09.10.1997 - 2 AZR 64/97

    Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes

    Zwar können nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts mehrere Unternehmen einen gemeinsamen Betrieb bilden mit der Folge, daß die in den beiden Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer bei der Ermittlung der nach § 23 Abs. 1 Satz 2 KSchG maßgebenden Arbeitnehmerzahl zusammenzurechnen sind (vgl. z.B. BAG Urteil vom 4. Juli 1957 - 2 AZR 86/55 - BAGE 4, 203, 205 = AP Nr. 1 zu § 21 KSchG, zu 2 der Gründe; BAG Urteil vom 23. März 1984 - 7 AZR 515/82 - BAGE 45, 259, 265 = AP Nr. 4 zu § 23 KSchG 1969, zu I 2a der Gründe; BAG Urteil vom 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - AP Nr. 9 zu § 23 KSchG 1969, zu III 1 der Gründe und zuletzt BAG Urteil vom 7. November 1996 - 2 AZR 648/95 - n.v.).
  • BAG, 05.03.1987 - 2 AZR 623/85

    Kündigungsschutz nach § 15 KSchG bei einheitlichem Betrieb mehrerer Unternehmen …

    Mehrere Unternehmen können aber auch im Sinne des § 23 Abs. 1 Satz 2 KSchG einen einheitlichen Betrieb bilden (BAGE 4, 203 = AP Nr. 1 zu § 21 KSchG; BAGE 45, 259 = AP Nr. 4 zu § 22 KSchG 1969).
  • BAG, 05.12.1975 - 1 ABR 8/74

    Betriebsverfassungsrecht: Begriff des Unternehmens i.S. von § 47 Abs. 1

    Den von der Rechtsbeschwerde angeführten Entscheidungen des BAG vom 01.10.1974 - 1 ABR 77/73 - BAGE 26, 286 -, vom 21.10.1969 - 1 ABR 8/69 - AP Nr. 10 zu § 3 BetrVG und vom 04.07.1957 - 2 AZR 86/55 - AP Nr. 1 zu § 21 KSchG lag ein besonderer Sachverhalt zugrunde, der mit dem hier zu entscheidenden nicht vergleichbar ist.

    Die Besonderheit dieses Falles bestand weiter darin, daß aus versicherungsrechtlichen Gründen die verschiedenen Sparten des Versicherungsgeschäftes getrennt betrieben werden mußten (Sachversicherung und Lebensversicherung, vgl. auch BAG vom 01.12.1961 - 2 AZR 86/55 - AP Nr. 1 zu § 80 ArbGG 1953).

    Um einen ähnlich gelagerten Sachverhalt ging es in dem Urteil AP Nr. 1 zu § 21 KSchG.

  • BAG, 07.08.1986 - 6 ABR 57/85

    Voraussetzungen eines einheitlichen Betriebes mehrerer Unternehmer

  • BAG, 29.01.1987 - 6 ABR 23/85

    Gemeinsamer Betrieb durch drei Unternehmen - Verfolgung des unternehmerischen …

  • LAG Hamm, 06.02.2003 - 8 Sa 1614/02

    Kündigung / Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes / Kleinbetrieb / …

  • BGH, 11.05.2010 - IX ZR 80/07

    Rechtsanwaltshaftung: Beurteilungsmaßstab im Schadensersatzprozess bei Vorprozess …

  • LAG Berlin, 26.06.1989 - 9 Sa 41/89

    Kündigungsschutzgesetz; KSchG; Anwendbarkeit; Beweislast; Beschäftigtenzahl; …

  • LAG Berlin, 05.11.1990 - 9 Sa 68/90

    Kündigungsschutzgesetz : Anwendbarkeit - Darlegungs- und Beweislast

  • LAG Hamm, 13.02.2005 - 8 Sa 1614/02

    Kündigung, Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes, Kleinbetrieb, Beweislast

  • BAG, 09.06.1983 - 2 AZR 494/81

    Beschäftigtenzahl - Kündigungsschutz

  • LAG Rheinland-Pfalz, 29.03.2006 - 10 Sa 875/05

    Darlegungslast hinsichtlich der Anzahl der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer

  • BAG, 15.03.2001 - 2 AZR 305/00

    Kündigungsschutz im Kleinbetrieb

  • BSG, 19.03.1974 - 7 RAr 42/72

    Bauleistung - Transportbetonbetrieb - Betrieb - Mehrere Unternehmen - Gemeinsame …

  • LAG Schleswig-Holstein, 18.02.2004 - 3 Sa 483/03

    Kündigungsschutzgesetz, Anwendbarkeit, Hauptbetriebssitz, Ausland, Dänemark, …

  • LAG Hamm, 05.04.1989 - 2 (13) Sa 1280/88

    Arbeitsverhältnis; Kündigung; Auflösung; Sozialwidrig; Soziale Rechtfertigung; …

  • LAG Berlin-Brandenburg, 20.03.2008 - 5 Ta 226/08

    Prozesskostenhilfe; Erfolgsaussichten; Kleinbetrieb; Darlegungs- und Beweislast; …

  • LAG Hamm, 09.10.1995 - 17 Sa 1946/94

    Betriebsübergang: Wechsel des Aufgabenträgers bei privatem Verein

  • LAG Düsseldorf, 17.01.1995 - 3 TaBV 97/94

    Betriebsratswahl: Anfechtung - Frage der Einheitlichkeit des Betriebes

  • BAG, 29.01.1987 - 6 ABR 24/86

    Führen eines Betriebes oder Verfolgen eines unternehmerischen Zwecks in …

  • LAG Hessen, 18.12.1979 - 7 Sa 607/79

    Sozialwidrigkeit einer Kündigung bei fehlendem Erfordernis der betrieblichen …

  • LAG Berlin, 28.10.1994 - 6 Sa 95/94

    Kündigungsschutzgesetz : Anwendbarkeit - Kleinbetrieb - Darlegungs- und …

  • LAG Hessen, 02.11.1992 - 16 Sa 361/92

    Einzugsstelle für die Beiträge zu den Sozialkassen des Baugewerbes; Unterbrechung …

  • ArbG Berlin, 06.02.2004 - 28 Ca 31251/03

    Kündigung einer Vereinbarung über eine Fortbildung zum Steuerberater; …

  • BAG, 30.05.1985 - 2 AZR 454/84
  • BAG, 12.04.1984 - 2 AZN 93/84
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Rechtsprechung
   BAG, 12.07.1957 - 1 ABR 6/56   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1957,265
BAG, 12.07.1957 - 1 ABR 6/56 (https://dejure.org/1957,265)
BAG, Entscheidung vom 12.07.1957 - 1 ABR 6/56 (https://dejure.org/1957,265)
BAG, Entscheidung vom 12. Juli 1957 - 1 ABR 6/56 (https://dejure.org/1957,265)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Betriebsrat - Einsichtnahme in Unterlagen - Begründete Vermutung - Verstoß gegen Normen - Mängel im Betrieb

Papierfundstellen

  • BAGE 4, 217
  • NJW 1957, 1491
  • DB 1957, 898
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • BAG, 18.09.1973 - 1 ABR 7/73

    Betriebsausschuß - Kleinbetrieb - Betriebsratsmitglieder - Einblicksrecht - …

    Der Senat hat damit seine frühere Rechtsprechung zu § 54 Abs. 2 BetrVG 1952 (BAG 4, 217 " AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG) aufgegeben, nach der der Betriebsrat die Einsicht in die Unterlagen nur verlangen kann, wenn er eine begründete Vermutung eines erfolgten oder drohenden Verstoßes gegen die in § 54 Abs. 1 Buchst, b BetrVG 1952 genannten Normen oder Mängel oder Mißstände im Betrieb schlüssig behauptet.
  • BAG, 11.07.1972 - 1 ABR 2/72

    Betriebsrat - Leistungszulage - Tarifgehalt

    1 Eine tanfvertragliche Bestimmung, die den unter den persönlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags fallenden Angestellten eine günstige Position giot, ist ein "zugunsten der Arbeitnehmer geltender Tarifvertrag 1 im Sinne des § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG 1972 Es kommt nicht darauf an, ob es sich dabei um Tarifbestimmungen normatimr oder schuldechtlicher Art handelt 2 Zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der dem Betriebs rat nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG 1972 obliegenden Aufgaben gewahren § 80 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 erster Halbsatz BetrVG 1972 dem Betriebsrat ein ausgedehntes Informationsrecht Das m § 80 Abs. 2 Satz 2 erster Halbsatz BetrVG 1972 eingefugte Wort 'jederzeit" besagt, daß der Betriebsrat bei Durch führung seiner ihm obliegenden Aufgaben auch dann tätig werden kann, wenn keine bestimmten Verdachts momente hinsichtlich eines erfolgten oder drohen den Verstoßes gegen die zugunsten der Arbeitnehmer ergangene Regelung vorliegen, die in BAG 4, 217 l 22Q, 221] = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG für § 54- Abs. 2 BetrVG 1952 gemachte Einschränkung ist für § 80 Abs. 2 Satz 2 erster Halbsatz BetrVG 1972 entfal len Wegen der Verwendung des Wortes 'umfassend1 in § 80 Abs. 2 Satz 1 BetrVG 1972 steht dem Be triebsrat ein erschöpfendes Recht auf U n t e r n catung zu Dieses Recht greift nicht nur Platz, wenn der Arbeitgeber von sich aus unterrichtet Die Regelung nach § 80 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 erster Halbsatz BetrVG 1972 findet ihre Schra f o an dem Verbot des Rechtsmißbrauchs 3 Bestimmt ein Tarifvertrag, nach dem die durch schnittliche Tarifgehaltssumme durch den Aroeitgeber auf die Angestellten verteilt werden muß, nicht, wie diese Verteilung erfolgen soll, m hat der Betriebsrat die Befugnis zu orufen oi e Ge währung der Zulage nach billigem Ermessen g txof fen und der Gleichbehandlungsgrundsatz beamtet worden ist Eine solche Prüfung ist nur möglich, wenn der Be triebsrat auch die Verteilung der durchschnittli chen TarifgehaltsSumme auf die Angestellten 1 ennt 2 4 Der in die Zukunft gerichtete Antrag eines Verfah rens muß nach dem im Laufe des Verfahrens m Kraft getretenen neuen Gesetz beurteilt werden .

    Der innere Grund für die Regelung nach dem jetzigen Betriebsverfassungsgesetz ist der, daß der Betriebsrat m die Lage versetzt sein soll, die ihm gegenüber der Belegschaft und ihren Angehörigen obliegende soziale Schutzfunktion m einem möglichst großen Ausmaß zu erfüllen Die Kompetenz des Betriebsrats findet allerdings ihre Schranke an den die gesamte Rechtsordnung beherrschenden Verbot des Rcchtsnißbrauchs Dafür, daß hier das Verlangen des Antragstellers rechtsmißbrauchlich sein konnte, gibt der Sachverhalt jedoch nichts her übrigens ist auch nach dem BetrVG 1972 der Betriebsrat Lein dem Arbeitgeber übergeordnetes Konti o] lorgan (vgl BAG 4, 217 [220] = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG) 4 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich folgendes a) Der Abschluß des Tarifvertrags zur Änderung und Ergänzung h" n ihm bezeichnetcn Gehaltstarifvertrage f v Ixe Ange ip]] n i i der Berliner Metallindustrie vom 29 April '1971 ist ein aus reichender Anlaß für das Begehren des Betriebsrats, das er mit seinem Antrag verfolgt Des Nachweises besonderer Umstande, aus denen der Verdacht hergeleitet werden konnte, daß die 4ntragsgognerin ihren \ egen des Tarifvertrags bestehenden Pflichten niht nachkomme, bedarf es nicht Auch reicht es nicht aus, daß die Antragsgegnerin dem Betriebsrat lediglich die Gesamtsumme der Tarif gehalter mittei lt Der Beti-xebsrat ist vielmenr aucn darüber zu unterrichten aus /Plenen Tarifgehaltern im einzelnen sich die durchschnittliche Tarifgehaltssuirme zusammensetzt Nur dann ist der betriebliche Durcncchmtt der Tarngehaltssumne für 108 den Betriebsrat: berechenbar Dabei bleibt es nach, dem Antrag der Antragsgegnerm uberlassen, ob sie dem Betriebsrat die Tanfgehalter der von der Tarifvorschrift erfaßten einzelnen Angestellten mitteilt oder die Tarifgruppen, in die die einzelnen Angestellten eingestuft sind, oder sowohl die Tarifgehalter der einzelnen Angestellten wie ihre Tarifgruppen b) Der Betriebsrat hat wegen seiner sozialen Schutzunktion die Befugnis, die nähere Durchführung der Grundsätze zu kennen, nach denen die Anbragsgegnenn die Verteilung voimmmt Auch der Betriebsrat hat nach § 75 Abs. 1 BetrVG 1972 darüber zu vjachen, daß alle im Betrieb tätigen Personen nach Recht und Bilüxgkeit behandelt werden Das Rocht auf Kenntnis über die nähere Art der Verteilung stunde hn nur dann nicht zu, wenn es, vorausgesetzt, dies ist rechtlich möglich, der Antragsgegnerin nach dem Tarifvertrag gestattet ware, die Verteilung nach freiem Belieben vorzunehmen Das ist jedoch nicht der Fall.

  • BAG, 06.07.1962 - 1 ABR 16/60

    Mitwirkungsrecht - Betriebsrat - Gehaltsgruppeneinteilung

    Wenn es sich wie hier um eine Frage über die Zuständigkeit, die Geschäftsführung und die Tätigkeit des Betriebsrats handelt, so ist ein solches Rechtsschutzinteresse aber in aller Regel zu bejahen; denn das arbeitsgerichtliche Beschlußverfahren dient vornehmlich der Abgrenzung der beiderseitigen Kompetenzen der sozialen Gegenspieler im Betrieb (BAG 4, 217 = AP Er. 1 zu § 54 BetrVG)" Taucht, wie es hier der Pall ist, ein Zweifel über den Umfang dieser Kompetenzen auf, so ist eine gerichtliche Klärung geboten".

    Wie der Senat früher schon betont hat (BAG 4, 217 = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG), handelt es sich bei den Befugnissen des Betriebsrats um eigenständige Rechte, deren Ausübung nicht davon abhängig ist, daß sich zunächst ein Arbeitnehmer beschwerdeführend an den Betriebsrat gewandt hat.

  • BAG, 18.09.1973 - 1 ABR 17/73

    Betriebsausschuß - Kleinbetrieb - Betriebsratsmitglieder - Einblicksrecht - …

    Der Senat hat damit seine frühere Rechtsprechung zu § 54 Abs. 2 BetrVG 1952 (BAG 4, 217 = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG) aufgegeben, nach der der Betriebsrat die Einsicht in die Unterlagen nur verlangen kann, wenn er eine begründete Vermutung eines erfolgten oder drohen den Verstoßes gegen die in § 54 Abs. 1 Buchst, b BetrVG 1952 genannten Normen oder Mängel oder Mißstände im Betrieb schlüssig behauptet.
  • BAG, 27.02.1968 - 1 ABR 6/67

    Schwangerschaftmitteilung - Betriebsrat

    Die Antragsgegnerin kann sich demgegenüber nicht mit Erfolg auf die Entscheidung des Senats BAG 4, 217 = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG berufen.
  • BAG, 09.10.1970 - 1 ABR 18/69

    Mitwirkungsrecht - Betriebsrat - Lohngruppeneinteilung

    2 a) Der Antrag zu 1 entspricht der Formulierung des § 61 Abs. 2 Satz 5 und des § 64 Abs. 1 BetrVG«, Beide Vorschriften sind enthalten im Dritten Abschnitt des Vierten Teils des Betriebsverfassungsgesetzes, der die Mitwirkung und Mitbestimmung des Betriebsrats m den personellen Angelegenheiten betrifft Dabei handelt es sich um Gesetzesvorschriften, die die Abgrenzung der gegenseitigen Kompetenzen des Arbeitgebers und des Betriebsrats betreffen Auf diese Vorschriften nehmen § 2 Abs. 1 Nr. 4 1 ArbGG, § 82 Abs. 1 1 BetrVG bezug Daraus folgen die Zuständigkeit der Gerichte für Arbeitssachen, die Zulässigkeit des Beschlußverfahrens (§ 8 Abs. 1, § 8 o Abs. 1 ArbGG) und, da der Arbeitgeber im Streitfall dem Betriebsrat ein von diesem beanspruchtes Mitwirkungsrecht streitig macht, auch das Rechtsschutzinteresse für den Antrag zu 1 (BAG 4, 217 = AP Nr. 1 zu § 54 BetrVG, BAG AP Nr. 2 zu § 65 BetrVG).
  • BAG, 30.08.1963 - 1 ABR 12/62

    Betriebsvereinbarung - Freie Kündbarkeit - Ausschluß des Kündigungsrechts

    Ein solcher Ausschluß oder eine solche Beschränkung des Kündigungsrechts muß in der Betriebsvereinbarung eindeutig zum Ausdruck gekommen sein (EAG 4, 252 = AP Nr" 1 zu § 52 BetrVG; BAG 4, 217 = AP Nr. 2 zu § 52 BetrVG; AP Nr, 5 zu § 56 BetrVG; BAG 5" 1 = AP Nr. 1 zu § 57 EetrVG; BAG 6, 127 = AP Nr ., 12 zu § 9 TVG; BAG 4, 6 = AP Nr. 1 zu § 16 AOGÖ)" Diese Auffassung wird auch in der Literatur überwiegend vertreten (…Hueck-Nipperdey, Lehrbuch, 6. Aufl., Ed" 2 S" 792 f mit Nachweisen; Neumann-Duesberg, Betriebsverfassungsrecht S, 385; Galperin-Siebert, Betriebsverfassungsgesetz, 4" Auflo, Aniru 66; Eitting-Kraegeloh-Auffarth, Betriebsverfassungsgesetz, 6, Auflo, Anm, 42;… Dietz, Betriebsverfassungsgesetz, 3. Aufl«, Anm. 27, alle zu § 52 B e t r V G ) A n ihr ist festzuhalten.
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