Rechtsprechung
| BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Täuschung durch Angaben zur Mindestvertragslaufzeit bei Mobilfunktvertrag-Änderung - Basic-Phone-Vertrag
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 2 Abs 1 S 1 UKlaG, § 2 Abs 2 Nr 14 UKlaG, § 43b S 1 S 1 TKG vom 03.05.2012, § 56 Abs 1 S 1 TKG, § 3 Abs 1 UWG
Täuschung durch Angaben zur Mindestvertragslaufzeit bei Mobilfunktvertrag-Änderung - Basic-Phone-Vertrag - IWW
§ 43b Satz 1 TKG, § ... 56 Abs. 1 Satz 1 TKG, § 2 Abs. 2 Nr. 14 UKlaG, § 2 UKlaG, § 2 Abs. 1 Satz 1 UKlaG, § 4 Nr. 11 UWG, § 3a UWG, Richtlinie (EU) 2018/1972, § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1, Abs. 2 Fall 2 Nr. 7 UWG, § 3 Abs. 1 UWG, § 5 Abs. 1 UWG, § 5 Abs. 2 UWG, § 5 UWG, 2 UWG, § 5 Abs. 2 Fall 1 UWG, § 5 Abs. 2 Fall 2 Nr. 7 UWG, § 5 Abs. 2 Fall 2 UWG, § 315 Abs. 1 BGB, Art. 288 Abs. 1 AEUV, Art. 288 Abs. 3 AEUV, Art. 267 Abs. 3 AEUV, Art. 30 Abs. 5 Satz 1 der Richtlinie 2002/22/EG, Richtlinie 2009/136/EG, Art. 105 Abs. 1 Satz 1 der Richtlinie (EU) 2018/1972, Art. 30 Abs. 5 Satz 1 RL 2002/22/EG, § 8 Abs. 3 Nr. 3, Abs. 1 UWG, Art. 267 Abs. 1 Buchst. b, Abs. 3 AEUV, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 ZPO
- Wolters Kluwer
Inanspruchnahme einer Anbieterin von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten wegen Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze im Zusammenhang mit der Vereinbarung von Mindestvertragslaufzeiten auf Unterlassung; Beschränkung der anfänglichen ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Inanspruchnahme einer Anbieterin von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten wegen Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze im Zusammenhang mit der Vereinbarung von Mindestvertragslaufzeiten auf Unterlassung; Beschränkung der anfänglichen ...
- datenbank.nwb.de
Täuschung durch Angaben zur Mindestvertragslaufzeit bei Mobilfunktvertrag-Änderung - Basic-Phone-Vertrag
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- NJW-RR 2023, 1016
- GRUR 2023, 643
- MMR 2023, 358
- K&R 2023, 365
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (17)
- BGH, 25.04.2019 - I ZR 93/17
Prämiensparverträge - Irreführendes Kündigungsschreiben eines Kreditinstituts …
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Rn. 27 aa) Bei § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1, Abs. 2 Fall 2 Nr. 7 UWG handelt es sich um Verbraucherschutzgesetze im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 UKlaG (BGH, Urteil vom 25. April 2019 - I ZR 93/17, GRUR 2019, 754 Rn. 37 mwN).Rn. 28 bb) Da der Kläger seine Unterlassungsansprüche auf Wiederholungsgefahr stützt, sind die Anträge nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz eine Zuwiderhandlung gegen ein Verbraucherschutzgesetz darstellt als auch zum Zeitpunkt seiner Vornahme im Jahr 2019 eine Zuwiderhandlung gegen ein Verbraucherschutzgesetz darstellte (vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 10 …und vom 18. November 2021 aaO Rn. 21, jeweils mwN).
Rn. 29 cc) Die Rechnungserteilung sowie die Vertragsbestätigung sind geschäftliche Handlungen im Sinne von § 5 Abs. 1 und 2 UWG, weil sie bei objektiver Betrachtung auf die Beeinflussung der geschäftlichen Entscheidung des jeweils adressierten Verbrauchers gerichtet sind (vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 19 ff …und vom 23. April 2020 - I ZR 85/19, GRUR 2020, 886 Rn. 31 ff).
Rn. 31 ee) Bei den Angaben zur Mindestvertragslaufzeit kann es sich um sonstige zur Täuschung geeignete Angaben über Verbraucherrechte gemäß § 5 Abs. 2 Fall 2 Nr. 7 UWG als einem der in § 5 Abs. 2 Fall 2 UWG aufgeführten Bezugspunkte einer Irreführung handeln, weil sich nach der vereinbarten Mindestvertragslaufzeit richtet, zu welchem Zeitpunkt der Verbraucher den Vertrag frühestens ordentlich kündigen kann (vgl. BGH, Urteil vom 25. April 2019 aaO Rn. 23 f).
Rn. 32 (1) Zu den zur Täuschung geeigneten Angaben im Sinne von § 5 Abs. 2 UWG können nicht nur Tatsachenbehauptungen, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch Meinungsäußerungen gehören (vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 25 ff …und vom 23. April 2020 aaO Rn. 36, 38).
Auch in dieser Situation versteht der angesprochene Kunde die Aussage nicht als Äußerung einer Rechtsansicht, sondern als Feststellung (BGH, Urteil vom 25. April 2019 aaO Rn. 30 ff mwN).
Rn. 47 f) Die vorstehenden Ausführungen gelten gleichermaßen für einen Anspruch des Klägers aus § 8 Abs. 3 Nr. 3, Abs. 1 UWG iVm § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1, Abs. 2 Fall 2 Nr. 7 UWG (vgl. BGH, Urteil vom 25. April 2019, aaO Rn. 9 ff).
- BGH, 23.04.2020 - I ZR 85/19
Preisänderungsregelung - Das Rechtsschutzbedürfnis für eine wettbewerbsrechtliche …
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Rn. 29 cc) Die Rechnungserteilung sowie die Vertragsbestätigung sind geschäftliche Handlungen im Sinne von § 5 Abs. 1 und 2 UWG, weil sie bei objektiver Betrachtung auf die Beeinflussung der geschäftlichen Entscheidung des jeweils adressierten Verbrauchers gerichtet sind (…vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 19 ff und vom 23. April 2020 - I ZR 85/19, GRUR 2020, 886 Rn. 31 ff).Bei den in den jeweiligen Schriftstücken enthaltenen Angaben zur Mindestvertragslaufzeit handelt es sich aufgrund ihres Informationsgehalts zudem um Angaben im Sinne von § 5 Abs. 2 UWG (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2020 aaO Rn. 36 mwN).
Rn. 32 (1) Zu den zur Täuschung geeigneten Angaben im Sinne von § 5 Abs. 2 UWG können nicht nur Tatsachenbehauptungen, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch Meinungsäußerungen gehören (…vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 25 ff und vom 23. April 2020 aaO Rn. 36, 38).
Rn. 34 Der Senat kann zwar im Prinzip auf der Grundlage eines feststehenden Sachverhalts die für die Ermittlung des Verkehrsverständnisses erforderlichen Feststellungen selbst treffen (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2020 aaO Rn. 48 mwN).
- BGH, 18.11.2021 - I ZR 106/20
Bindung des Mieters an einen vom Vermieter bereitgestellten Kabelanschluss
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Rn. 24 a) Zutreffend ist das Berufungsgericht zwar davon ausgegangen, dass es sich bei § 43b Satz 1 TKG aF und § 56 Abs. 1 Satz 1 TKG nF um Vorschriften handelt, die dem Schutz der Verbraucher dienen (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2021 - I ZR 106/20, GRUR 2022, 175 Rn. 23 ff mwN zu § 43b Satz 1 TKG und § 3a UWG).Rn. 28 bb) Da der Kläger seine Unterlassungsansprüche auf Wiederholungsgefahr stützt, sind die Anträge nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz eine Zuwiderhandlung gegen ein Verbraucherschutzgesetz darstellt als auch zum Zeitpunkt seiner Vornahme im Jahr 2019 eine Zuwiderhandlung gegen ein Verbraucherschutzgesetz darstellte (…vgl. BGH, Urteile vom 25. April 2019 aaO Rn. 10 und vom 18. November 2021 aaO Rn. 21, jeweils mwN).
- BGH, 25.11.2015 - VIII ZR 360/14
Wirksame Preisanpassungsklausel im Stromlieferungsvertrag
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
In diesem Fall fehlt es schon an einer vertraglichen Grundlage für eine Addition der Restlaufzeit des zuvor bestehenden Telekommunikationsvertrags zu einer neu vereinbarten Mindestvertragslaufzeit (…vgl. BGH, Urteile vom 28. April 2009 - XI ZR 86/08, WM 2009, 1180 Rn. 33 und vom 25. November 2015 - VIII ZR 360/14, NJW 2016, 936 Rn. 20 zu § 315 Abs. 1 BGB). - BGH, 18.01.2018 - III ZR 174/17
EuGH-Vorlage zur Auslegung der Anrechnungsvorschrift in § 288 Abs. 5 S. 3 BGB
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Eine Vorlagepflicht besteht nur dann nicht, wenn das Gericht feststellt, dass die gestellte Frage nicht entscheidungserheblich ist, die Vorschrift des Unionsrechts bereits Gegenstand einer Auslegung durch den Gerichtshof war oder die richtige Auslegung des Unionsrechts derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt (zB Senat, Beschluss vom 18. Januar 2018 - III ZR 174/17, WM 2018, 389 Rn. 23; BGH…, Beschluss vom 26. November 2007 - NotZ 23/07, BGHZ 174, 273 Rn. 34 jeweils unter Hinweis auf EuGH-Rechtsprechung). - OLG Köln, 28.05.2021 - 6 U 160/20
Zulässigkeit von Vertragsverlängerungen oder Änderungen bei Mobilfunkverträgen; …
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Rn. 44 Das Oberlandesgericht Köln geht hingegen davon aus, dass § 43b Satz 1 TKG aF nur die Erstlaufzeit eines Telekommunikationsvertrags erfasst und demzufolge keine Vorgaben für die Vereinbarung einer (weiteren) Mindestlaufzeit bei einer bloßen Inhaltsänderung eines bereits bestehenden Vertrags macht (vgl. OLG Köln, Urteil vom 28. Mai 2021 - I-6 U 160/20, juris Rn. 96 ff, zu § 309 Nr. 9 Buchst. a BGB, und Rn. 112 mit Bezugnahme auf LG Bonn…, Urteil vom 1. Dezember 2020 - 11 O 31/20, juris Rn. 84 f). - BGH, 22.02.2010 - II ZR 287/07
Zu Eigentum und Pfandrecht an 25 früher in der Bundesrepublik gelagerten …
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Ohne konkrete Feststellungen zu den vertraglichen Beziehungen zwischen der Beklagten und I. H. beziehungsweise S. P. ist eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nicht sinnvoll (vgl. BGH, Urteile vom 20. Oktober 1999 - I ZR 86/97, GRUR 2000, 727, 729 mwN;… vom 9. Februar 2009 - I ZR 43/11, GRUR 2012, 1017 Rn. 54; vom 22. Februar 2010 - II ZR 287/07, juris Rn. 38 …und vom 9. Juli 2015 aaO Rn. 49). - BGH, 28.04.2009 - XI ZR 86/08
Reichweite des Sicherungszwecks einer Bürgschaft für eine durch Verwaltungsakt …
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
In diesem Fall fehlt es schon an einer vertraglichen Grundlage für eine Addition der Restlaufzeit des zuvor bestehenden Telekommunikationsvertrags zu einer neu vereinbarten Mindestvertragslaufzeit (vgl. BGH, Urteile vom 28. April 2009 - XI ZR 86/08, WM 2009, 1180 Rn. 33 …und vom 25. November 2015 - VIII ZR 360/14, NJW 2016, 936 Rn. 20 zu § 315 Abs. 1 BGB). - BGH, 26.11.2007 - NotZ 23/07
Altersgrenze bei Übernahme von Notarbewerbern aus dem Landesdienst
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Eine Vorlagepflicht besteht nur dann nicht, wenn das Gericht feststellt, dass die gestellte Frage nicht entscheidungserheblich ist, die Vorschrift des Unionsrechts bereits Gegenstand einer Auslegung durch den Gerichtshof war oder die richtige Auslegung des Unionsrechts derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt (zB Senat…, Beschluss vom 18. Januar 2018 - III ZR 174/17, WM 2018, 389 Rn. 23; BGH, Beschluss vom 26. November 2007 - NotZ 23/07, BGHZ 174, 273 Rn. 34 jeweils unter Hinweis auf EuGH-Rechtsprechung). - BGH, 09.02.2012 - I ZR 43/11
Digitales Druckzentrum
Auszug aus BGH, 02.02.2023 - III ZR 63/22
Ohne konkrete Feststellungen zu den vertraglichen Beziehungen zwischen der Beklagten und I. H. beziehungsweise S. P. ist eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nicht sinnvoll (vgl. BGH, Urteile vom 20. Oktober 1999 - I ZR 86/97, GRUR 2000, 727, 729 mwN; vom 9. Februar 2009 - I ZR 43/11, GRUR 2012, 1017 Rn. 54;… vom 22. Februar 2010 - II ZR 287/07, juris Rn. 38 …und vom 9. Juli 2015 aaO Rn. 49). - BGH, 20.10.1999 - I ZR 86/97
Lorch Premium - Vorsprung durch Rechtsbruch; Irreführung/Beschaffenheit
- LG Bonn, 01.12.2020 - 11 O 31/20
Verlängerung Handy-Vertrag auf insgesamt über zwei Jahre Laufzeit zulässig
- BGH, 02.06.2022 - I ZR 140/15
Zur Haftung der Diensteanbieter "YouTube" und "uploaded" für …
- BGH, 08.11.2007 - I ZR 60/05
Nachlass bei der Selbstbeteiligung
- EuGH, 16.04.2015 - C-388/13
UPC Magyarország - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 2005/29/EG - …
- OLG Düsseldorf, 31.03.2022 - 20 U 71/21
Vertragsverlängerungen im Bereich Mobilfunk für Bestandskunden Vereinbarung einer …
- BGH, 08.11.2007 - I ZR 192/06
Werbung mit der Teilerstattung des Selbstbehalts bei der Teilkaskoversicherung …
- OLG Hamburg, 19.12.2024 - 10 UKl 1/24
Deutsche GigaNetz - Laufzeit bei Glasfaserverträgen beginnt ab Vertragsschluss
Die als Anlage K5 eingereichte Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 31.03.2022 sei inzwischen vom BGH mit Urteil vom 02.02.2023 (III ZR 63/22) aufgehoben und zurückverwiesen worden. - BGH, 10.07.2025 - III ZR 61/24
BGH erklärt Vertragsverlängerungen über 24 Monate hinaus für unzulässig
Rn. 11 b) Da der Kläger seinen Unterlassungsanspruch auf eine Wiederholungsgefahr stützt, ist der Antrag nur begründet, wenn die beanstandete Klausel zum Zeitpunkt ihrer Verwendung im August 2021 unwirksam war und dies auch noch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz der Fall ist (vgl. Senat, Urteil vom 2. Februar 2023 - III ZR 63/22, NJW-RR 2023, 1016 Rn. 28 mwN).§ 43b Satz 1 TKG aF ist damit im Lichte dieser Richtlinienvorschrift unionsrechtskonform auszulegen (Senat, Urteil vom 2. Februar 2023 aaO Rn. 41).
Rn. 28 Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 Abs. 3 AEUV ist insoweit nicht veranlasst (zum Maßstab hierfür vgl. zB Senat, Urteil vom 2. Februar 2023 aaO Rn. 40;… EuGH, NJW 2021, 3303 Rn. 32 f; jew. mwN).
- BGH, 21.10.2025 - EnZR 97/23
Operative Gründe
Rn. 34 a) Der Unterlassungsanspruch nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 UKlaG setzt eine Zuwiderhandlung gegen eine Verbraucherschutzvorschrift (BGH, Urteil vom 2. Februar 2023 - III ZR 63/22, GRUR 2023, 643 Rn. 23) voraus, die Geltendmachung des Anspruchs im Interesse des Verbraucherschutzes (BGH…, Urteil vom 6. Februar 2020 - I ZR 93/18, GRUR 2020, 654 Rn. 36 mwN - SEPA-Lastschrift) sowie eine Begehungsgefahr entweder in Form der Erstbegehungs- oder der Wiederholungsgefahr (BGH…, Urteil vom 13. März 2003 - I ZR 290/00, GRUR 2003, 622 [juris Rn. 33, 35] - Abonnementvertrag;… Urteil vom 6. Juni 2018 - VIII ZR 247/17, GRUR-RR 2018, 454 Rn. 35).
- BGH, 28.09.2023 - III ZB 25/21
Gestattungsverfahren zur Bestandsdatenauskunft durch Anbieter von Telemedien: …
Rn. 26 4. Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 Abs. 3 AEUV ist nicht veranlasst (zum Maßstab hierfür vgl. zB Senat, Urteil vom 2. Februar 2023 - III ZR 63/22, GRUR 2023, 643 Rn. 40;… EuGH, NJW 2021, 3303 Rn. 32 f; jew. mwN). - KG, 22.05.2024 - 23 UKl 1/24
Vertragsverlängerung für bestehenden Telekommunikationsvertrag; Beurteilung einer …
Rn. 30 Anders als im Fall des BGH, der seiner Entscheidung vom 02.02.2023 - III ZR 63/22 - zugrunde lag, ist im vorliegenden Fall der Inhalt der zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarung unstreitig.Rn. 41 Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 02.02.2023 - III ZR 63/22 die Frage eines Verstoßes offen gelassen und ausgeführt, die unionsrechtskonforme Auslegung von § 43b I TKG aF im Lichte von Art. 30 der RL 2022/22/EG führe nicht im Sinne eines sogenannten "acte clair" zu dem offenkundigen Ergebnis, dass diese Vorschrift nicht nur Neuabschlüsse von Telekommunikationsverträgen, sondern auch die Verlängerung bestehender Verträge mit geänderten Bedingungen erfasse.
§ 56 Abs. 1 S. 1 TKG setzt Art. 105 Abs. 1 S. 1 RL (EU) 2018/1972 v. 11.12.2018 (Elektronische Kommunikationskodex - Richtlinie, ABl. 2018 L 321 v. 17.12.2018, 36) um (vgl. BGH, Urteil vom 02.02.2023 - III ZR 63/22, GRUR 2023 S. 643, Rn. 41, beck-online).
- LG Berlin, 24.08.2023 - 16 O 420/19
LinkedIn darf Do-Not-Track-Einstellung des Browsers nicht ignorieren - Zustimmung …
Dagegen erfasst § 5 Abs. 2 UWG Äußerungen, in denen der Unternehmer gegenüber Verbrauchern eine eindeutige Rechtslage behauptet, die tatsächlich nicht besteht, sofern der angesprochene Kunde die Aussage nicht als Äußerung einer Rechtsansicht, sondern als Feststellung versteht (BGH, Urteil vom 2. Februar 2023 - III ZR 63/22 - Basic-Phone-Vertrag, Rn. 32, juris). - OLG Schleswig, 01.07.2026 - 6 U 52/25
Beseitigungsanspruch und datenschutzkonforme Auskunft bei unzulässiger …
Soweit die Beklagte mit dieser Einwendung auf die Entscheidung des BGH vom 02.02.2023 (Az. III ZR 63/22, juris Rn. 25ff., Rn. 36) abstellen will, betraf dieses Urteil einen anderen Fall, da dort nach den Feststellungen des OLG Düsseldorf im angegriffenen Urteil (OLG Düsseldorf, Urteil vom 31. März 2022 - I-20 U 71/21, juris) der Zeitpunkt des Beginns der zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertragsverlängerung als nicht feststellbar offen gelassen worden war.Auch der Mobilfunkbetreiber hatte sich ausweislich der ersten Rechnung, der bereits vor Ende der Laufzeit des ersten Vertrags der neu vereinbarte Tarif für den verlängerten Vertrag zugrunde gelegt worden war, hinsichtlich des Zeitpunkts des Beginns der Laufzeit widersprüchlich verhalten (vgl. Rn. 3 f. des BGH-Urteils vom 02.02.2023, aaO).
- OLG Frankfurt, 15.06.2023 - 6 U 107/22
Rückerstattungsanspruch gegen Bank
Wahr oder unwahr können nur Tatsachenbehauptungen sein, über die Beweis erhoben werden kann, nicht aber Meinungsäußerungen (…vgl. z.B. BGH, GRUR 2020, 886 Rn. 37 f. - Preisänderungsregelung; Urteil vom 02.03.2023 - III ZR 63/22, GRUR 2023, 643 Rn. 30 - Basic-Phone-Vertrag).Sollte der Verweis der Beklagten auf eine mit dem Kunden individuell geschlossenen Vereinbarung als Äußerung zur Rechtslage, die einer Überprüfung durch eine Beweiserhebung nicht zugänglich ist (vgl. insofern z.B. BGH, GRUR 2023, 643 Rn. 30 - Basic-Phone-Vertrag), anzusehen sein, hätte entsprechend dem angefochtenen Urteil eine Angabe mit Eignung zur Täuschung über die dem Kunden als Verbraucher zustehenden Rechte vorgelegen.
- OLG Düsseldorf, 08.05.2025 - 20 U 71/21
Laufzeit auch eines Verlängerungsvertrages bei Änderungen des Vertragsinhalts …
Davon ist auch der BGH in seinem Urteil vom 02.02.2023 in dieser Sache (MMR 2023, 358 Rn. 40 ff) ausgegangen und hat dementsprechend eine Vorlage durch den Senat angeregt.Probleme zur richtlinienkonformen Auslegung stellen sich nicht (s. auch BGH MMR 2023, 358 Rn. 40 ff.).
- OLG Köln, 13.02.2026 - 6 UKl 4/25
Unzulässigkeit von Werbung für Produkte mit prozentualen Preisermäßigungsangaben …
Rn. 37 dd) Eine Gefahr der Irreführung der Verbraucher ist - entgegen der Auffassung der Beklagten - keine tatbestandliche Voraussetzung für den Unterlassungsanspruch nach § 2 UklaG, insoweit reicht die bloße - hier gegebene - rechtswidrige Verwirklichung des Tatbestandes der Vorschrift (hier § 11 PAngV) (BGH GRUR 2023, 643 Rn. 23 - Basic-Phone-Vertrag), und kann auch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit nicht verlangt werden. - LG Berlin II, 16.12.2024 - 52 O 195/23
Voxenergie darf Mobilfunk-Kunden nicht mehr als 24 Monate binden
- LG Berlin II, 16.12.2024 - 25 O 195/23
Voxenergie darf Mobilfunk-Kunden nicht mehr als 24 Monate binden
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".