Rechtsprechung
| BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65 |
Sommerweizen - Winterweizen
Gattungskauf, §§ 480, 477 BGB <Fassung bis 31.12.01>, Schlechtlieferung, §§ 325, 326 BGB <Fassung bis 31.12.01>, Falschlieferung (vgl. nunmehr § 434 Abs. 3 BGB <Fassung seit 1.1.02>)
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Lieferung von Sommerweizen bzw. Mahlgut statt Winterweizen - Beschränkung auf die kurze Verjährung des § 477 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Begriffliche Gleichstellung von Falschlieferung und Schlechtlieferung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1968, 640
- MDR 1968, 231
- DB 1968, 38
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (7)
- BGH, 27.02.1961 - I ZR 127/59
Stahlrohrstuhl I
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Auch kann nicht gesagt werden, sie habe eine andere Art derselben Gattung geliefert, wie dies im Urteil des Senats vom 22. März 1961 - VIII ZR 52/60 - LM Nr. 5 zu § 477 = BGHWarn 1961 Nr. 72 = BB 1961, 549 der Fall war. - BGH, 08.03.1967 - VIII ZR 4/65
Sorgfaltsgrundsätze bei der Fassadensanierung - Anspruch wegen positiver …
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Diese Rechtsprechung hat der Senat noch zuletzt in seinem Urteil vom 8. März 1967 - VIII ZR 4/65 - LM Nr. 3 zu § 276 (K) = BGHWarn 1967 Nr. 63 = MDR 1967, 759 fortgesetzt. - BGH, 22.03.1961 - VIII ZR 52/60
Buchenparkett - § 480 BGB <Fassung bis 31.12.01>, Gattungskauf: Abgrenzung …
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Auch kann nicht gesagt werden, sie habe eine andere Art derselben Gattung geliefert, wie dies im Urteil des Senats vom 22. März 1961 - VIII ZR 52/60 - LM Nr. 5 zu § 477 = BGHWarn 1961 Nr. 72 = BB 1961, 549 der Fall war.
- RG, 25.10.1921 - III 378/21
Samenhandel
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Schon das Reichsgericht hat in RGZ 103, 77 ausgeführt, daß Sommerweizen eine ganz andere Ware ist als Winterweizen. - BGH, 22.12.1955 - II ZR 113/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Außerdem hat er schon in diesem (nicht veröffentlichten) Urteil unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Reichsgerichts (…angeführt bei Kuhn im RGRK BGB 11. Aufl. § 477 Anm. 2 bei II 2) entschieden, daß bei Lieferung einer anderen Warengattung statt der vereinbarten Gattung die kurze Verjährungsfrist des § 477 BGB keine Anwendung findet (vgl. auch Leitsatz Nr. 1 zum Urteil des II. Zivilsenats vom 22. Dezember 1955 - II ZR 113/54 in WM 1956, 494). - RG, 19.06.1930 - VI 530/28
1. Unterliegen Schadensersatzansprüche aus Verschulden beim Vertragsschluß, wenn …
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Zudem beruht § 477 BGB nicht nur auf dem Gedanken, den Verkäufer zu schützen, sondern mindestens ebenso sehr auf der Erwägung, daß sich Qualitätsmangel nach längerer Zeit kaum noch feststellen lassen (so Motive II 238; vgl. RGZ 129, 280, 282). - BGH, 21.09.1964 - VIII ZR 298/62
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 126/65
Dem hat sich der Senat in seinem Urteil vom 21. September 1964 - VIII ZR 298/62 - angeschlossen, in dem es, so wie hier, um die Lieferung von Winter- statt Sommerweizen ging.
- BGH, 09.10.1991 - VIII ZR 88/90
Lieferung eines genehmigungsfähigen aliud beim Handelskauf; Übergang vom großen …
Der Bundesgerichtshof hat bislang lediglich für den bürgerlich-rechtlichen Gattungskauf ausgesprochen, daß im Falle einer Falschlieferung nicht die §§ 459 ff. BGB, sondern die Regeln über die Nichterfüllung anzuwenden sind (z.B. Urteile vom 20. November 1967 - VIII ZR 126/65 = NJW 1968, 640; vom 23. November 1988 - VIII ZR 247/87 = WM 1989, 380 unter A II l m.w.Nachw.). - BGH, 28.04.1976 - VIII ZR 244/74
Verkehrssicherungspflicht bei Versendung von unverpackten betriebsbereiten …
Dabei bedarf es keiner Vertiefung der Frage, in welchem Umfang überhaupt Schadensersatzansprüche wegen Lieferung einer anderen als der bedungenen Ware (§ 378 HGB) innerhalb der kurzen Frist des § 477 BGB verjähren (vgl. dazu Senatsurteile vom 22. März 1961 - VIII ZR 52/60 = LM BGB § 477 Nr. 5 und vom 20. November 1967 - VIII ZR 126/65 = LM BGB § 477 Nr. 10 = NJW 1968, 640); denn wenn überhaupt, so werden von der kurzen Verjährung nur Ansprüche erfaßt, die in einer mangelhaften Leistung oder der Lieferung eines aliud ihren Grund haben (BGHZ 47, 312,319), - und das ist, wie oben dargelegt, bei den hier streitigen Ansprüchen nicht der Fall. - OLG Celle, 09.09.1998 - 13 U 190/97 ... Ob die Beklagte mit einer anderen Spargelsorte als der vertraglich vereinbarten "G. eine andere Gattungssache oder lediglich "eine andere Art derselben "Gattung" (vgl. NJW 1968, 640) geliefert.
Für die Bewertung kommt es auf die botanische Einteilung (Gattung, Art, Sorte) nicht an (vgl. BGH NJW 1968, 640).
- BGH, 20.12.1978 - VIII ZR 236/77
falscher LKW - Identitätsaliud, Abgrenzung der Anwendungsbreiche § 326 BGB …
Ob und inwieweit sich bei der Lieferung eines sog. "Qualifikations-aliud" oder beim Gattungskauf andere Rechtsfolgen ergeben (…vgl. Brüggemann a.a.O. § 378 Anm. 28 ff, 36 f;… Mezger in BGB-RGRK 12. Aufl. § 459 Rdn. 7; RGZ 86, 90, 92/93; Senatsurteile vom 22. März 1961 - VIII ZR 52/60 = LM BGB § 477 Nr. 5, vom 20. November 1967 - VIII ZR 126/65 = LM BGB § 477 Nr. 10 = NJW 1968, 640, und vom 4. Dezember 1968 - VIII ZR 208/66 = LM BGB § 325 Nr. 12 = WM 1969, 95, jeweils m.w.N.), bedarf keiner Erörterung, weil beide Fallgestaltungen hier nicht vorliegen. - BGH, 04.12.1968 - VIII ZR 208/66
Einfuhrschrott - Gattungskauf: § 459 BGB <Fassung bis 31.12.01> (vgl. …
Auf die Anssprüche wegen Lieferung einer anderen als der bestellten Sache findet jedoch die kurze Verjährung des § 477 BGB grundsätzlich keine Anwendung (Senatsurteile vom 8. März 1967 - VIII ZR 4/65; LM BGB § 276 (K) Nr. 3 = MDR 1967, 759; vom 20. November 1967 - VIII ZR 126/65 - NJW 1968, 640;… BGH Urt. vom 22. Dezember 1955 - II ZR 113/54 - WM 1956, 494). - BGH, 07.03.1968 - II ZR 89/65
Rechtsmittel
Nach herrschender Ansicht hat der Verkäufer bei Lieferung einer anderen Sache, eines aliud, überhaupt nicht geleistet, und der Käufer kann nach Maßgabe der §§ 325, 326 BGB Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen (BGH MDR 1968, 231;… Esser, Schuldrecht 2. Aufl, § 105 Nr. 5; BGB-RGRK (Kuhn) § 459 Anm. 18 und § 480 Anm. 7; Soergel/Siebert (Ballerstedt) vor § 459 Anm. 35; Erman (Böhle-Stammschräder) § 459 Anm. 14). - BGH, 29.01.1968 - VII ZR 100/66
Bindungswirkung des § 565 Abs. 2 Zivilprozessordnung (ZPO) - Geltung der …
Auch die Rechtsprechung und das Schrifttum haben regelmäßig Mängelansprüche, die auf Vereinbarung beruhen, der kurzen Verjährungsfrist des § 477 BGB unterworfen (u.a. BGH VIII ZR 126/65 v. 20. November 1967 = BB 1968, 13; RGZ 127, 280, 282; OLG Hamburg in Recht 1920 Nr. 2354; RGRK § 477 Anm. 3); gleiches hat für den § 638 BGB zu gelten.
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Rechtsprechung
| BGH, 15.11.1967 - VIII ZR 100/65 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Vertretender - Gleichzeitige vertragliche Verpflichtung - Vertragsabschlüsse des Ehemanns - Geschäft der Ehefrau - Mitverpflichtung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BGB § 164
Voraussetzungen der vertraglichen Mitverpflichtung des Vertreters
Papierfundstellen
- MDR 1968, 231
- FamRZ 1968, 71
- DB 1968, 80
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (4)
- BGH, 21.03.1967 - VI ZR 164/65
Verjährung deliktsrechtlicher Schadensersatzansprüche - Annahme einer …
Auszug aus BGH, 15.11.1967 - VIII ZR 100/65
Gemäß § 164 BGB wirken somit die von dem Beklagten abgegebenen Willenserklärungen, die zu dem Abschluß der Kaufverträge führten, nur für diese Firma (vgl. dazu die entsprechende Beurteilung eines gleichliegenden Sachverhalts im BGH Urt. vom 21. März 1967 - VI ZR 164/65 - WM 1967, 480). - RG, 01.03.1928 - VI 258/27
Verschulden bei Vertragsverhandlungen
Auszug aus BGH, 15.11.1967 - VIII ZR 100/65
Selbst wenn der Beklagte geglaubt haben sollte, die Schwierigkeiten ließen sich noch meistern, so mußte er bei der gegebenen Sachlage den Zeugen N..., der den Kläger vertrat, bevor der Beklagte sich erhebliche Mengen wertvoller Geräte aushändigen ließ, darauf hinweisen, daß der Erfüllung oder jedenfalls der fristgemäßen Erfüllung des in Aussicht genommenen Kaufvertrages wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Lage der Firma R... Hindernisse entgegenstanden (vgl. RGZ 120, 249, 252). - BGH, 05.04.1967 - VIII ZR 82/64
Haftung eines Vertreters für ein Verschulden bei Vertragsschluss - Handlungen des …
Auszug aus BGH, 15.11.1967 - VIII ZR 100/65
In Ausnahmefällen kann jedoch der Vertragspartner auch den Vertreter selbst in Anspruch nehmen, nämlich dann, wenn der Vertreter gerade für seine eigene Person ein solches Vertrauen in Anspruch genommen hat oder er dem Verhandlungsgegenstand besonders nahesteht, wenn er also wirtschaftlich gesehen in eigener Sache verhandelt und aus dem Geschäftsabschluß persönlichen Nutzen erstrebt hat (vgl. Urt. des erkennenden Senats vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 - LM BGB § 278 Nr. 40 = BGHWarn 1964 Nr. 158 und vom 5. April 1967 - VIII ZR 82/64 - WM 1967, 481 = BGHWarn 1967 Nr. 90 m.zahlr. weiteren Nachw. aus Schrifttum und Rechtsprechung). - BGH, 10.06.1964 - VIII ZR 294/62
Auszug aus BGH, 15.11.1967 - VIII ZR 100/65
In Ausnahmefällen kann jedoch der Vertragspartner auch den Vertreter selbst in Anspruch nehmen, nämlich dann, wenn der Vertreter gerade für seine eigene Person ein solches Vertrauen in Anspruch genommen hat oder er dem Verhandlungsgegenstand besonders nahesteht, wenn er also wirtschaftlich gesehen in eigener Sache verhandelt und aus dem Geschäftsabschluß persönlichen Nutzen erstrebt hat (vgl. Urt. des erkennenden Senats vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 - LM BGB § 278 Nr. 40 = BGHWarn 1964 Nr. 158 und vom 5. April 1967 - VIII ZR 82/64 - WM 1967, 481 = BGHWarn 1967 Nr. 90 m.zahlr. weiteren Nachw. aus Schrifttum und Rechtsprechung).
- BGH, 21.06.1974 - V ZR 15/73
Arglistige Täuschung bei Kauf eines Hotels - Verletzung einer vertragsähnlichen …
Tritt die Person des Vertreters in besonderem Maße in den Vordergrund und die des Vertretenen demgegenüber zurück, so kann das zwar eine Mithaftung des Vertreters neben dem Vertretenen begründen (so wenn der Vertreter wirtschaftlich in eigener Sache handelt und aus dem Geschäftsabschluß persönlichen Nutzen erstrebt, Urteil vom 15. November 1967, VIII ZR 100/65, LM BGB § 278 Nr. 49); es kann aber grundsätzlich nicht dazu führen, daß der Vertreter allein haftet und der Vertretene nicht (das Urteil vom 14. Dezember 1972, II ZR 82/70, NJW 1973, 1604/5 betrifft einen ganz besonderen Ausnahmefall - GmbH & Co. KG mit 500 Mitgliedern und ungewöhnlichen Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag -, mit dem der vorliegende Fall nicht vergleichbar ist). - BGH, 24.04.1978 - II ZR 172/76
Haftung der Initiatoren und Gründer einer Publikums-KG für unvollständigen oder …
Es bestehen keine durchgreifenden Bedenken dagegen, den Rechtsgrundsatz, daß auch der Vertreter für Verschulden bei Vertragsschluß haftet, wenn er für seine Person Vertrauen in Anspruch genommen und dadurch die Vertragsverhandlungen beeinflußt hat (vgl. insbes. BGH, Urt. v. 15.11.67 - VIII ZR 100/65, LM BGB § 278 Nr. 49 m.w.N.; BGHZ 56, 81;… BGH, Urt. v. 29.1. 75 - VIII ZR 101/73, WM 1975, 309) auch auf den Vertreter des unmittelbar berufenen Vertreters einer Vertragspartei anzuwenden. - BGH, 23.10.1985 - VIII ZR 210/84
Eigenhaftung des Vertreters für Verschulden bei Vertragsverhandlungen; …
An dieser schon vom Reichsgericht (RGZ 120, 249, 252 f.; 143, 219, 222 f.; 159, 33, 54 f.) entwickelten und vom Bundesgerichtshof (vgl. die Senatsurteile vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 = WM 1964, 916, 918; vom 5. April 1967- VIII ZR 82/64 = WM 1967, 481; vom 15. November 1967 - VIII ZR l00/65 = WM 1968, 5 ; vom 22. April 1981 - VIII ZR 34/80 = WM 1981, 876, 877; ferner BGHZ 14, 313, 318; 56, 81, 83) fortgeführten Rechtsprechung über die Haftung des Vertreters bei wirtschaftlicher Eigenbeteiligung ist trotz im Schrifttum verschiedentlich geäußerter Bedenken (z.B. Stoll, JW 1928, 1285 f.; Ballerstedt, AcP 151, 501, 502, 524 f.; Canaris, VersR 1965, 114, 118; Müller, NJW 1969, 2169, 2170 f.;… Rehbinder, Konzernaußenrecht und allgemeines Privatrecht, 1969, S. 336 ff.;… Esser/E.Schmidt, Schuldrecht, Bd. 1 Teilbd. 2, 5. Aufl., § 29 II 2.3.1 S. 100;… Schanze, Einmanngesellschaft und Durchgriffshaftung, 1975, S. 108; Schulze, JuS 1983, 81, 82) festgehalten worden.
- BGH, 04.07.1983 - II ZR 220/82
Inanspruchnahme des Angestellten eines Handelsgeschäfts
Soweit das Berufungsgericht die Haftung des Beklagten bejaht hat, weil er ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Abschluß des Optionsgeschäfts gehabt habe, hat es verkannt, daß es für die Eigenhaftung des Vertreters nicht ausreicht, wenn dieser, wie der Beklagte, lediglich wegen seines Provisionsanspruchs und ganz allgemein als Angestellter wirtschaftlich daran interessiert ist, daß die von ihm für sein Unternehmen getätigten Geschäfte zustande kommen (BGH Urt. v. 15.11.1967 - VIII ZR 100/65, LM BGB § 278 Nr. 49; BGHZ 56, 81, 84;… RGRK - Steffen § 164 Rdz. 4;… Soergel-Schultze-v. Lasaulx § 164 Rdz. 4). - BGH, 28.01.1981 - VIII ZR 88/80
Zugesicherte Generalüberholung - Cic, Haftung des Vertreters …
Selbst wenn das Berufungsgericht rechtsirrtums- und verfahrensfehlerfrei zu dem Ergebnis gelangt wäre, aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses sei eine Haftung der Beklagten wegen Verschuldens bei Vertragsschluß nicht gerechtfertigt, hätte geprüft werden müssen, ob die Haftung nicht deshalb begründet ist, weil die Beklagte ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Abschluß des Kaufvertrages hatte (BGH, Urteile vom 17. September 1954 - V ZR 32/53 = BGHZ 14, 313, 318; vom 19. Dezember 1962 - VIII ZR 216/61 = WM 1963, 160; vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 = WM 1964, 916; vom 15. November 1967 - VIII ZR 100/65 = WM 1968, 5 und vom 5. April 1971 - VII ZR 163/69 = BGHZ 56, 81). - BGH, 20.03.1987 - V ZR 27/86
Vermietbarkeit einer Wohnung als vorausgesetzter Vertragszweck; Haftung eines …
Zwar hat der VIII. Zivilsenat, worauf das Berufungsgericht verweist, in einer früheren Entscheidung (Urt. v. 15. November 1967, VIII ZR 100/65, LM BGB § 278 Nr. 49 = WM 1968, 5 ) zum Ausdruck gebracht, ein Eigeninteresse werde gerade im Vertretungsverhältnis zwischen Ehegatten in der Regel zu bejahen sein; für die Frage indessen, ob der vertretende Ehegatte auch persönlichen Nutzen aus dem Geschäft erzielen wollte, ist dort nicht schon eine sich aus der Ehegemeinschaft ergebende wirtschaftliche Interessenübereinstimmung für ausreichend angesehen worden, sondern es ist auf die konkrete Tatsache abgestellt worden, daß das Unternehmen der vertretenen Ehefrau, auf das sich der Vertrag bezog, die Lebensgrundlage beider Eheleute bildete. - BGH, 14.12.1972 - II ZR 82/70
Anfechtung einer Gesellschaftsbeteiligung wegen arglistiger Täuschung - Zahlung …
Schrifttum bereits mehrfach ausgesprochen, unter Umständen könne sich der Vertragspartner nicht nur an den Vertretenen, sondern auch an den Vertreter selbst halten, nämlich wenn dieser in erheblichem Maße für seine Person das Vertrauen in Anspruch genommen oder dem Verhandlungsgegenstand besonders nahegestanden habe (Urt. v. 15. November 1967 - VIII ZR 100/65 - LM BGB § 278 Nr. 49 m.w.N.). - LG München I, 13.01.2017 - 22 O 22696/14
Prospekthaftung bei einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds
Er ist lediglich wegen seines - einem Provisionsanspruch annähernd vergleichbaren - prozentualen Anspruchs auf einen Gewinnüberschuss ganz allgemein wirtschaftlich daran interessiert, dass die Beteiligungsverträge mit den Fondsanlegern zustande kommen (BGH II ZR 220/82; BGH VIII ZR 100/65).Er ist lediglich wegen seines - einem Provisionsanspruch annähernd vergleichbaren - prozentualen Anspruchs auf einen Gewinnüberschuss ganz allgemein wirtschaftlich daran interessiert, dass die Beteiligungsverträge mit den Fondsanlegern zustande kommen (BGH II ZR 220/82; BGH VIII ZR 100/65).
- BGH, 11.10.1988 - X ZR 57/87
Persönliche Haftung des Vertreters wegen Verschuldens bei Vertragsschluß
Das weiter angeführte ältere BGH-Urteil vom 15. November 1967 - VIII ZR 100/65 - WM 1968, 5, 6 - leitet ein unmittelbares wirtschaftliches Interesse des Vertreters nicht daraus ab, daß diesem die zum Lebensunterhalt benötigte Zahlung einer festen Leibrente durch den Geschäftsherrn zusteht; die Entscheidung betrifft vielmehr den Fall, daß der Vertreter im Rahmen eines Geschäftsbetriebes tätig wird, der unter dem Namen seines Ehegatten geführt wird, in dem er mit voller Kraft mitarbeitet, und der die Lebensgrundlage der Ehegatten bildet. - BGH, 22.04.1981 - VIII ZR 34/80
Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen eines Spediteurs - Anspruch auf …
Entsprechendes gilt, wenn der Vertreter ein unmittelbares wirtschaftliches Interesse am Vertragsabschluß hat (BGH Urteile vom 19. Dezember 1962 - VIII ZR 216/61 = WM 1963, 160, vom 10. Juni 1964 - VIII ZR 294/62 = WM 1964, 916 = NJW 1964, 2009, vom 15. November 1967 - VIII ZR 100/65 = WM 1968, 5, vom 5. April 1971 = BGHZ 56, 81, vom 29. Januar 1975 = BGHZ 63, 382 und vom 28. Januar 1981 - VIII ZR 88/80 = WM 1981, 322, zur Veröffentlichung in der amtlichen Sammlung vorgesehen). - LG München I, 13.01.2017 - 22 O 9419/15
Keine Prospekthaftung im engeren Sinne nach bürgerlich-rechtlichen Grundsätzen
- LG München I, 13.01.2017 - 22 O 4394/15
Kein Anspruch wegen fehlerhaften Emissionsprospekts bei Öl-Anlage
- OLG Köln, 14.02.1997 - 19 U 140/96
Haftung des angestellten (Teppich-)Verkäufers
- LG München I, 13.01.2017 - 22 O 4104/15
Prospekthaftung im engeren Sinne nach bürgerlich-rechtlichen Grundsätzen
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