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Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.06.1970

Rechtsprechung
   BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,138
BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69 (https://dejure.org/1970,138)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1970 - VI ZR 233/69 (https://dejure.org/1970,138)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1970 - VI ZR 233/69 (https://dejure.org/1970,138)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    StVO (a.F.) § 9 Abs. 1
    Pflichten des Kraftfahrers auf stark vereister Straße; Überhöhte Geschwindigkeit

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1970
  • MDR 1970, 1002
  • VersR 1970, 924
  • DB 1970, 1829
 
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Wird zitiert von ... (79)Zitiert selbst (8)

  • BGH, 28.04.1969 - III ZR 112/68

    Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung - Geltendmachung entweder einer …

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Da indessen die Rechtsprechung grundsätzlich den Zusammenhang zwischen haftungsbegründendem Ereignis und Schadensfolge der Feststellung nach § 287 Abs. 1 ZPO unterwirft (vgl. neuerlich BGH Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZR 112/68 - VersR 1969, 801; und vom 26. Januar 1970 - III ZR 232/68 - DRiZ 1970, 202), muß in gewissem Umfang diese beweiserleichternde Vorschrift auch für die Feststellung schadensbegründender Tatsachen Anwendung finden.

    Wenn also die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs immer wieder darauf hinweist, daß der Richter nach § 287 ZPO ohne Rücksicht auf die Beweislast und unter Befreiung von den strengen allgemeinen Beweisregeln entscheiden darf (vgl. zuletzt etwa Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZB 112/68 - VersR 1969, 801, 802), so darf dies nicht dahin mißverstanden werden, daß bei der Anwendung des § 287 ZPO die grundsätzliche Beweislastverteilung überhaupt keine Rollo mehr spiele (…richtig Klauser a.a.O. S. 169).

  • BGH, 25.02.1960 - III ZR 51/59

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Der Bundesgerichtshof hat ausgesprochen, daß sich für die Feststellung "realer Tatsachen" im Schadensverlauf (…im Gegensatz zu hypothetischen Verläufen, was Klauser a.a.O. mißverstehen dürfte) selbst die Anwendung des § 286 ZPO gebieten kann (Urteil vom 25. Februar 1960 - III ZR 51/59 - VersR 1960, 369, 370; Senatsurteil vom 16. Dezember 1960 - VI ZR 51/60 - VersR 1961, 183).

    Dieses Vorfahren der "geschätzten Schätzungsunterlagen" verbietet sich (vgl. BGH Urteil v. 25. Februar 1960 a.a.O.; Schneider MDR 1965, 882), denn es verschleiert den vollen Umfang der Unsicherheit, den die letztliche Entscheidung im Rahmen der erweiterten Ermessensfreiheit in Kauf nehmen muß und erhöht die Gefahr, daß entgegen dem Sinn des § 287 ZPO bloße Möglichkeiten zur Grundlage einer Feststellung gemacht werden.

  • BGH, 29.02.1956 - VI ZR 352/54

    Ersatzpflicht hinsichtlich seelischer Störungen

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Es wird aber, soweit es in dieser Weise die Möglichkeiten einer organischen Schädigung und einer abnormen psychischen Unfallverarbeitung zusammenfaßt, bedenken müssen, daß die haftungserhebliche Zurechenbarkeit neurotisch vermittelter Zusammenhänge auch aus Rechtsgründen entfallen kann, die den Ursachenzusammenhang nicht in Frage stellen (BGHZ 20, 137 [BGH 29.02.1956 - VI ZR 352/54] = LM BGB § 249 (Bb) Nr. 6 mit Anm. von Hauß).
  • BGH, 11.05.1951 - I ZR 106/50

    Adäquater Kausalzusammenhang

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Dagegen kann ein juristischer Verursachungsbegriff nicht dazu führen, daß ein naturwissenschaftlich zu verneinender Verursachungszusammenhang "juristisch" bejaht wird (vgl. auch BGHZ 2, 138, 140 f) [BGH 11.05.1951 - I ZR 106/50] .
  • BGH, 16.12.1963 - III ZR 47/63
    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Demgemäß kann z.B. bei feststehendem Verlust eines Gegenstandes, für den Ersatz zu leisten ist, mangels näherer Anhaltspunkte ein mittlerer und nicht wegen der Beweislast des Klägers der denkbar geringste Wert zu schätzen sein (vgl. BGH Urt. v. 16. Dezember 1963 - III ZR 47/63 - VersR 1964, 258).
  • BGH, 18.12.1962 - VI ZR 23/62
    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Insbesondere entspricht die Beurteilung der Vorfahrtverhältnisse der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…BGH Urt. v. 24. April 1964 - 4 StR 62/64 - VerkM 64, 57; vgl. auch Senatsurteil vom 18. Dezember 1962 - VI ZR 23/62 - LM StVO § 13 Nr. 23).
  • BGH, 02.02.1965 - VI ZR 237/63

    Anspruch auf Schadensersatz auf Grund eines Unfalls - Feststellung eines …

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Vielmehr stellt sich auch im Bahnen des § 287 ZPO die Frage nach der Beweislast, wenn sich das Gericht vom Kausalzusammenhang zwischen konkretem Haftungsgrund und Schadenserfolg nicht zu überzeugen vermag (Senatsurt. v. 2. Februar 1965 - VI ZR 237/63 - VersR 1965, 489).
  • BGH, 26.01.1970 - III ZR 232/68

    Beweisanforderungen an die Voraussetzungen eines allgemeinen …

    Auszug aus BGH, 07.07.1970 - VI ZR 233/69
    Da indessen die Rechtsprechung grundsätzlich den Zusammenhang zwischen haftungsbegründendem Ereignis und Schadensfolge der Feststellung nach § 287 Abs. 1 ZPO unterwirft (…vgl. neuerlich BGH Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZR 112/68 - VersR 1969, 801; und vom 26. Januar 1970 - III ZR 232/68 - DRiZ 1970, 202), muß in gewissem Umfang diese beweiserleichternde Vorschrift auch für die Feststellung schadensbegründender Tatsachen Anwendung finden.
  • BGH, 14.07.2010 - VIII ZR 45/09

    Verschuldensunabhängige Haftung des Vermieters bei "kalter" Wohnungsräumung

    Rn. 23 (3) Ebenso wenig hat das Berufungsgericht bedacht, dass bei feststehendem Verlust eines Gegenstandes, für den Ersatz zu leisten ist, mangels näherer Anhaltspunkte ein mittlerer und nicht notwendig der denkbar geringste Wert zu schätzen sein kann (BGH, Urteil vom 7. Juli 1970 - VI ZR 233/69, NJW 1970, 1970, unter B II 2 b aa m.w.N.).
  • BGH, 28.01.2003 - VI ZR 139/02

    Ursächlichkeit eines Unfalls mit geringer Geschwindigkeit für eine HWS-Verletzung

    Hier genügt, je nach Lage des Einzelfalles, eine höhere oder deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für die Überzeugungsbildung (ausführlich dazu Senatsurteil vom 7. Juli 1970 - VI ZR 233/69 - VersR 1970, 924, 926 f.).
  • BGH, 11.05.1971 - VI ZR 78/70

    Ersatzfähigkeit von Schockschäden; Berücksichtigung eines fremden Mitverschuldens

    Diese Beweislast wird ihr durch § 287 ZPO zwar erleichtert, aber nicht abgenommen (Senatsurteil vom 7. Juli 1970 - VI ZR 233/69 = VersR 1970, 924, 926).
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Rechtsprechung
   BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,912
BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69 (https://dejure.org/1970,912)
BGH, Entscheidung vom 16.06.1970 - VI ZR 98/69 (https://dejure.org/1970,912)
BGH, Entscheidung vom 16. Juni 1970 - VI ZR 98/69 (https://dejure.org/1970,912)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Voraussetzungen für das Vorliegen der Prozessfähigkeit - Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung - Begriff der krankhaften Störung der Geistestätigkeit

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1683
  • MDR 1970, 1002
  • JR 1971, 159
 
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Wird zitiert von ... (23)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 14.12.1959 - V ZR 197/58

    Prozeßführungsbefugnis als Prozeßvoraussetzung

    Auszug aus BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69
    Es hat in diesen Rahmen die zur Beurteilung der Prozeßführungsbefugnis notwendigen tatsächlichen Feststellungen selbst zu treffen, und zwar gleichgültig, ob die Vorinstanz die Prozeßvoraussetzung bejaht oder verneint hat (BGHZ 31, 279, 281 [BGH 14.12.1959 - V ZR 197/58];… BGH Urt. v. 4. Juni 1969 - IV ZR 729/68 - FamRZ 1969, 477).
  • BGH, 24.09.1955 - IV ZR 162/54

    Prozeßfähigkeit

    Auszug aus BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69
    Das Berufungsgericht hat den nach seiner Ansicht (übereinstimmend: BGHZ 18, 184; BArbG 6, 81) dem Kläger obliegenden Beweis für seine Prozeßfähigkeit, die wegen seiner Prozeßmanie anzuzweifeln sei, als nicht hinreichend geführt erachtet.
  • RG, 06.06.1904 - VI 456/03

    Eintritt eines neuen Klägers; Rücktritt vom Verlöbnisse

    Auszug aus BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69
    RGZ 58, 248, 256 betont jedenfalls, daß die vom Berufungsgericht von neuem zu treffende materielle Entscheidung "selbstverständlich" nicht zu Ungunsten des Beklagten, der allein das Urteil angefochten hat, über die aufgehobene Entscheidung hinausgehen dürfe.
  • BGH, 04.06.1969 - IV ZR 729/68

    Anordnung eines Auslagenvorschusses bei Beweiserhebung von Amts wegen

    Auszug aus BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69
    Es hat in diesen Rahmen die zur Beurteilung der Prozeßführungsbefugnis notwendigen tatsächlichen Feststellungen selbst zu treffen, und zwar gleichgültig, ob die Vorinstanz die Prozeßvoraussetzung bejaht oder verneint hat (BGHZ 31, 279, 281 [BGH 14.12.1959 - V ZR 197/58]; BGH Urt. v. 4. Juni 1969 - IV ZR 729/68 - FamRZ 1969, 477).
  • RG, 26.10.1933 - IV 188/33

    1. Sind die deutschen Gerichte zur Scheidung der Ehe von Ausländern zuständig, …

    Auszug aus BGH, 16.06.1970 - VI ZR 98/69
    RGZ 143, 130, 134 und 191, 45, 47 betreffen Scheidungsklagen, bei denen die Aufhebung des ganzen Urteils wesentlich auch mit dem Gesichtspunkt des Erfordernisses einer einheitlichen Entscheidung in Ehesachen begründet wird.
  • OLG Hamburg, 25.05.2018 - 8 U 51/17

    Information des ausländischen Zustellungsempfängers mit modernen …

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich der Senat anschließt, kann das Rechtsmittelgericht ein die Klage als unzulässig abweisendes Prozessurteil auch dann durch ein sachabweisendes Urteil ersetzen, wenn nur der Kläger das Rechtsmittel eingelegt hat (vgl. BGHZ 12, 308, 316; BGHZ 23, 36, 50; BGHZ 46, 281, 283/284; BGH NJW 1970, 1683, 1684; BGH NJW 1978, 2031, 2032; BGH NJW 1988, 1983 = BGHZ 104, 212 Rn 20).

    Der Bundesgerichtshof hält ein die Klage als unbegründet abweisendes Urteil des Rechtsmittelgerichts nicht für eine Schlechterstellung des Rechtsmittelklägers, weil diesem durch die Abweisung der Klage als unzulässig keine Rechtsposition irgendwelcher Art zuerkannt worden sei (BGH NJW 1970, 1683, 1684).

  • BGH, 09.01.1996 - VI ZR 94/95

    Pflicht des Klägers zum Nachweis der Prozeßfähigkeit

    Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß bei Prüfung der Zulässigkeit der Klage der Mangel der Prozeßfähigkeit einer Partei in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu berücksichtigen ist (vgl. BGHZ 86, 184, 188; Senatsurteile vom 4. Februar 1969 - VI ZR 215/67 - NJW 1969, 1574 und vom 16. Juni 1970 - VI ZR 98/69 - NJW 1970, 1683).
  • BGH, 08.12.2009 - VI ZR 284/08

    Geltung des Grundsatzes des Freibeweises bei Vorliegen von für eine …

    Das Berufungsgericht hat die - in jeder Lage des Verfahrens, auch in der Revisionsinstanz und insoweit für das zurückliegende Verfahren zu prüfende (Senat, Urteile vom 4. Februar 1969 - VI ZR 215/67 - NJW 1969, 1574; vom 16. Juni 1970 - VI R 98/69 - NJW 1970, 1683; BGH, BGHZ 86, 184, 188; Urteil vom 10. Oktober 1985 - IX ZR 73/85 - NJW-RR 1986, 157) - Prozessfähigkeit der Beklagten verneint (§ 56 Abs. 1 ZPO).
  • BGH, 22.12.1982 - V ZR 89/80

    Fortsetzung des Rechtsstreits nach Prozeßvergleich bei Prozeßunfähigkeit

    Hinsichtlich dieser Frage der Prozeßfähigkeit der Klägerin, die in jeder Lage des Verfahrens, auch in der Revisionsinstanz (und insoweit auch für das zurückliegende Verfahren), von Amts wegen zu prüfen ist (§ 56 Abs. 1 ZPO; BGH Urteile vom 4. Februar 1969, VI ZR 215/67, LM ZPO § 56 Nr. 10 = NJW 1969, 1574 und vom 16. September 1970, VI ZR 98/69, LM ZPO § 56 Nr. 11 = NJW 1970, 1683), teilt der Senat die Bedenken, die nach Ansicht des Berufungsgerichts auf der Grundlage der §§ 51, 52 ZPO i.V.m. § 104 Nr. 2 BGB bestehen; dies gilt jedenfalls für die gesamte Zeit seit November 1978.
  • BGH, 10.10.1985 - IX ZR 73/85

    psychotischer Bürge - §§ 51, 52 ZPO, Zweifel an der Prozeßfähigkeit, § 56 BGB, § …

    Die Beschränkungen des § 561 ZPO für die Berücksichtigung neuen Tatsachenvorbringens gelten insoweit nicht (BGH, Urt. v. 16. Juni 1970 - VI ZR 98/69, NJW 1970, 1683; Senatsurteil vom 18. April 1985 - IX ZR 75/84, ZIP 1985, 676; vgl. auch BGHZ 31, 279, 281 ff).

    Das Revisionsgericht kann zwar die zur Beurteilung der Prozeßfähigkeit notwendigen tatsächlichen Feststellungen selbst treffen und daher selbst Beweis über diese Frage erheben (vgl. BGH, Urt. v. 16. Juni 1970 aaO;… Urt. v. 12. Januar 1951 - V ZR 11/50, LM ZPO § 56 Nr. 1).

  • BGH, 21.04.1988 - VII ZR 372/86

    Abweisung der Klage als endgültig unbegründet in der Berufungsinstanz; …

    a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann das Rechtsmittelgericht ein die Klage als unzulässig abweisendes Prozeßurteil auch dann durch ein sachabweisendes Urteil ersetzen, wenn nur der Kläger das Rechtsmittel eingelegt hat (vgl. BGHZ 12, 308, 316; 23, 36, 50 [BGH 20.12.1956 - III ZR 97/55]; 46, 281, 283/284; BGH NJW 1970, 1683, 1684; 1978, 2031, 2032).

    Der Bundesgerichtshof hält ein die Klage als unbegründet abweisendes Urteil des Rechtsmittelgerichts nicht für eine Schlechterstellung des Rechtsmittelklägers, weil diesem durch die Abweisung der Klage als unzulässig keine Rechtsposition irgendwelcher Art zuerkannt worden war (BGH NJW 1970, 1683, 1684).

  • BGH, 21.06.1976 - III ZR 22/75

    Formularmäßiger Darlehens- und Sicherungsvertrag mit selbstschuldnerischer …

    Das Revisionsgericht muß daher die Prozeßvoraussetzung (Prozeßfortsetzungsbedingung) in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht prüfen; es ist befugt, selbst Beweise zu erheben und zu würdigen, also die zur Entscheidung erforderlichen Tatsachen für den entscheidungserheblichen Zeitpunkt festzustellen (vgl. für die Zulässigkeit der Berufung: BGHZ 7, 280, 283; 30, 112, 114; BGH MDR 1951, 732, 733; RG SeuffA 47 Nr. 245; RGZ 159, 83, 84; für das Feststellungsinteresse: BGHZ 18, 98, 106; für die Prozeßführungsbefugnis: BGHZ 31, 279, 282; für die internationale Zuständigkeit: BGHZ 53, 128; für die Prozeßfähigkeit: BGHZ 18, 184, 185; BGH NJW 1970, 1683 = JR 1971, 159 mit Anm. Berg; RG WarnRsp 1931 Nr. 11; 1943 Nr. 1; für den Widerruf des Verzichts auf die Berufung: RG SeuffA 97 Nr. 36; für die Rechtshängigkeit: RGZ 160, 333, 348; für Prozeßfortsetzungsbedingungen allgemein auch BAG 17, 278, 282 = NJW 1966, 74, 75; BAG 23, 471, 474 = NJW 1972, 790, 791 = AP ZPO § 337 Nr. 3; BAG NJW 1972, 887, 888 = MDR 1972, 546).

    Die Beachtung des neuen Vorbringens einer "Alttatsache" oder eines neuen Beweismittels für eine "Alttatsache" kann bei der Prüfung einer der Parteidisposition entzogenen, auch dem Schutz der Allgemeininteressen dienenden Prozeßvoraussetzung nicht mit der Erwägung versagt werden, die Partei hätte die Tatsache oder das Beweismittel schon vor dem Instanzgericht in den Rechtsstreit einführen müssen (BAG 17, 278; BGH NJW 1970, 1683, 1684).

    Die Entscheidungen, die eine Verpflichtung des Revisionsgerichts bejahen, eine erforderliche Beweisaufnahme selbst vorzunehmen (vgl. BGHZ 7, 280, 284; BGH NJW 1970, 1683; ferner RGZ 160, 338, 348; RG SeuffA 97 Nr. 36; vgl. auch Mattern JZ 1963, 650, 652), werden schon durch die Erwägung getragen, daß das Revisionsgericht stets befugt ist, die Beweise über Prozeßfragen selbst zu erheben.

  • BGH, 22.11.1988 - VI ZR 341/87

    Rechtskraftwirkung der Abweisung einer Feststellungsklage

    Dem Kläger war nämlich durch eine erstinstanzliche Abweisung seiner Klage als unzulässig keine Rechtsposition irgendwelcher Art zugesprochen worden, die ihm wegen des Verbots der Schlechterstellung auf das von ihm eingelegte Rechtsmittel nicht wieder hätte genommen werden dürfen (vgl. BGHZ 23, 36, 50; zur entsprechenden Befugnis des Revisionsgerichts s. auch BGHZ 46, 281, 284 sowie Senatsurteile vom 16. Juni 1970 - VI ZR 98/69 - NJW 1970, 1683, 1684 und vom 14. März 1978 - VI ZR 68/76 - NJW 1978, 2031, 2032).
  • OLG Stuttgart, 13.02.1987 - 2 U 53/86

    Örtliche Zuständigkeit des Gerichts; Anspruch auf Bezahlung einer …

    Die Zurückweisung der Berufung mit der Maßgabe, daß die Klage als unbegründet abgewiesen wird, verstößt nicht gegen das Verbot der reformatio in peius (BGHZ 23, 50 [BGH 20.12.1956 - III ZR 97/55] ; 46, 281 [BGH 18.11.1966 - IV ZR 235/65] ; BGH NJW 1970, 1683 mit weiteren Nachweisen).
  • BGH, 18.12.1985 - IVb ZB 677/81

    Anschließung an unselbständiges Anschlußrechtsmittel

    Mit der dargelegten Streitfrage hat sich bereits der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs im Urteil vom 16. Juni 1970 (VI ZR 98/69 - JR 1971, 159 = NJW 1970, 1683) in einem Fall befaßt, in dem das Berufungsgericht bei dem im ersten Rechtszug teilweise obsiegenden Kläger und Berufungskläger die Prozeßfähigkeit für nicht nachgewiesen gehalten hatte.
  • BFH, 05.02.1985 - VIII R 223/79

    Beteiligtenfähigkeit einer Kommanditgesellschaft im finanzgerichtlichen Verfahren …

  • BGH, 24.10.1974 - VII ZR 80/73

    Beseitigung von Giftmüll

  • OLG Naumburg, 02.10.2013 - 12 U 76/13

    Gewährleistung beim Handelskauf: Untersuchungs- und Rügepflicht eines Käufers von …

  • OLG Saarbrücken, 25.04.2012 - 1 U 26/11

    Urkundenprozess gegen Gesamtschuldner auf Darlehensrückzahlung: Voraussetzungen …

  • BGH, 05.12.1984 - VIII ZR 87/83

    Leasing - Finanzierungsleasíng - Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag - …

  • OLG München, 01.12.2011 - 23 U 2660/11

    Prozessunfähigkeit: Rückwirkende Genehmigung der bisherigen Prozessführung und …

  • BGH, 05.11.1986 - IVa ZR 59/85

    Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers im Rahmen einer Schadensanzeige

  • BayObLG, 30.04.1985 - BReg. 1 Z 16/85

    Wohnsitzbegründung; Gesetzliche Vertretung; Gebrechlichkeitspfleger; …

  • LG Baden-Baden, 26.05.2009 - 2 S 9/09

    Anforderung an wichtigen Grund der Kündigung bei unpünktlicher Mietzinszahlung; …

  • BGH, 30.06.1982 - IVb ZR 739/80

    Sachurteil gegen einen nicht ordnungsgemäß vertretenen Prozessunfähigen - Annahme …

  • BVerwG, 26.10.1971 - I C 55.66

    Anspruch auf eine behördliche Bescheinigung des Nichtbestehens eines Verbotes - …

  • OLG Düsseldorf, 09.01.1987 - 5 UF 107/86
  • BGH, 10.04.1973 - IX ZB 147/70

    Rechtsmittel

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