Rechtsprechung
| BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Berechtigung zur Einlagerung von Rohöl in den Grubenbauen eines Bergwerks - Anspruch auf Entschädigung für die unberechtigte Einlagerung von Rohöl - Umfang einer Abbaugerechtigkeit
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1981, 566
- MDR 1981, 567
- WM 1981, 129
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (17)
- BGH, 18.04.1956 - V ZR 183/54
Nutzungsvergütung für Droschkenhalteplatz
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Diese hat sie erspart und damit zugleich dem Kläger entzogen (RGZ 97, 310, 312; BGHZ 20, 270, 275).Der Bereicherungsanspruch hat zum Inhalt, daß die Beklagte eine angemessene Vergütung für die Nutzung in dem genannten Umfange als Wertersatz zu entrichten hat (BGHZ 20, 270, 275; 22, 395, 400; RGZ 97, 310, 312;… BGB-RGRK aaO, § 818 Rdn. 18, 20).
- RG, 20.12.1919 - V 299/19
Gleisbenutzung - § 812 BGB, Eingriffskondiktion, vertragswidrige Mehrbenutzung
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Diese hat sie erspart und damit zugleich dem Kläger entzogen (RGZ 97, 310, 312; BGHZ 20, 270, 275).Der Bereicherungsanspruch hat zum Inhalt, daß die Beklagte eine angemessene Vergütung für die Nutzung in dem genannten Umfange als Wertersatz zu entrichten hat (BGHZ 20, 270, 275; 22, 395, 400; RGZ 97, 310, 312;… BGB-RGRK aaO, § 818 Rdn. 18, 20).
- BGH, 08.02.1978 - VIII ZR 221/76
Erhebliche Preissteigerung = Störung der Geschäftsgrundlage?
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Angesichts der wesentlichen Bedeutung, die dem Grundsatz der Vertragstreue zukommt, ist eine Abänderung der ursprünglich getroffenen Vereinbarungen unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage nur geboten, wenn das zur Vermeidung eines untragbaren, mit Recht und Gerechtigkeit nicht zu vereinbarenden und damit der betroffenen Partei nicht zumutbaren Ergebnisses unabweisbar erscheint (BGH, Urteil vom 8. Februar 1978 - VIII ZR 221/76 = WM 1978, 322, 323 = DB 1978, 1267 [BGH 08.02.1978 - VIII ZR 221/76]; vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 167/77 = WM 1978, 1354, 1355 = DB 1979, 352).
- BGH, 15.06.1951 - V ZR 86/50
Wegfall der Geschäftsgrundlage, wichtiger Grund, Aufklärungs- und …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits in den Urteilen vom 15. Juni 1951 (V ZR 86/50 = NJW 1951, 836 [BGH 15.06.1951 - V ZR 86/50]) und vom 2. November 1965 (V ZR 95/64 = LM § 242 [Bb] BGB Nr. 49 = NJW 1966, 105), die Kaliabbauverträge betrafen, ausgesprochen, daß eine Erhöhung von in solchen Verträgen vereinbarten Wartegeldern oder Förderzinsen unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage jedenfalls dann nicht verlangt werden kann, wenn sie allein auf eine allgemeine Kaufkraftminderung gestützt wird. - BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 167/77
Wasserlieferungs-Vertrag - Geschäftsgrundlage eines Vertrags - Anpassung der …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Angesichts der wesentlichen Bedeutung, die dem Grundsatz der Vertragstreue zukommt, ist eine Abänderung der ursprünglich getroffenen Vereinbarungen unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage nur geboten, wenn das zur Vermeidung eines untragbaren, mit Recht und Gerechtigkeit nicht zu vereinbarenden und damit der betroffenen Partei nicht zumutbaren Ergebnisses unabweisbar erscheint (BGH, Urteil vom 8. Februar 1978 - VIII ZR 221/76 = WM 1978, 322, 323 = DB 1978, 1267 [BGH 08.02.1978 - VIII ZR 221/76]; vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 167/77 = WM 1978, 1354, 1355 = DB 1979, 352). - BGH, 02.11.1965 - V ZR 95/64
Angleichung eines Förderzinses - Förderung von Kalisalzen - Erhebung einer …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits in den Urteilen vom 15. Juni 1951 (V ZR 86/50 = NJW 1951, 836 [BGH 15.06.1951 - V ZR 86/50]) und vom 2. November 1965 (V ZR 95/64 = LM § 242 [Bb] BGB Nr. 49 = NJW 1966, 105), die Kaliabbauverträge betrafen, ausgesprochen, daß eine Erhöhung von in solchen Verträgen vereinbarten Wartegeldern oder Förderzinsen unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage jedenfalls dann nicht verlangt werden kann, wenn sie allein auf eine allgemeine Kaufkraftminderung gestützt wird. - BGH, 10.07.1963 - VIII ZR 204/61
Verteilung der richterlichen Geschäfte nach dem zeitlichen Eingang der Sachen bei …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Für eine ergänzende Vertragsauslegung ist nur dann Raum, wenn ein Vertrag innerhalb seines tatsächlich gegebenen Rahmens oder innerhalb der wirklich gewollten Vereinbarungen eine Lücke aufweist (RGZ 87, 211, 213; BGHZ 16, 71, 76; 40, 91, 103). - BGH, 18.12.1954 - II ZR 76/54
Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines Unterlassungsanspruchs; Vereinbarung …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Für eine ergänzende Vertragsauslegung ist nur dann Raum, wenn ein Vertrag innerhalb seines tatsächlich gegebenen Rahmens oder innerhalb der wirklich gewollten Vereinbarungen eine Lücke aufweist (RGZ 87, 211, 213; BGHZ 16, 71, 76; 40, 91, 103). - BGH, 09.07.1958 - V ZR 202/57
Nachbarliches Gemeinschaftsverhältnis
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
§ 1004 BGB gibt nur einen Beseitigungsanspruch, nicht aber einen Anspruch darauf, durch Behebung aller unmittelbaren oder mittelbaren Eingriffsfolgen die Wiederherstellung des früheren Zustandes im Sinne einer Naturalrestitution (§ 249 BGB) zu bewirken (BGHZ 28, 110, 113;… BGB-RGRK a.a.O. § 1004 Rdn. 90 m.w.Nachw.;… Soergel/Mühl a.a.O. § 1004 Rdn. 42). - BGH, 30.03.1965 - V ZR 43/63
Anspruch auf Grundbuchberichtigung betreffend die Löschung eines Wegerechts - …
Auszug aus BGH, 23.10.1980 - III ZR 146/78
Ein solches Vorgehen des Inhabers einer Dienstbarkeit kann der Eigentümer grundsätzlich nach § 1004 Abs. 1 BGB abwehren (vgl. BGH NJW 1965, 1229 [BGH 30.03.1965 - V ZR 43/63]). - BGH, 30.01.1964 - VII ZR 5/63
Schiedsvertrag
- RG, 19.06.1915 - V 51/15
Ergänzende Vertragsauslegung
- BGH, 19.12.1956 - V ZR 181/55
Fremdreklame an Bauzaun
- BGH, 21.11.1968 - VII ZR 77/66
Kündigung eines Schiedsvertrags durch eine verarmte Partei
- RG, 16.02.1929 - V 40/28
Muß der Eigentümer einer öffentlichen Straße eine in den Luftraum über der Straße …
- RG, 27.10.1891 - III 140/91
Grundeigentum und Bergeigentum
- RG, 07.02.1936 - V 183/35
Muß nach thüringischem Wegerecht der Eigentümer einer öffentlichen Straße …
- BGH, 12.10.2018 - V ZR 81/18
Berechnung einer Überbaurente
Entscheidend sind die konkreten Verhältnisse (vgl. Senat, Urteil vom 15. Mai 1957 - V ZR 143/56, NJW 1957, 1396, 1397; BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78, MDR 1981 566, 567;… Staudinger/Roth, BGB [2016] § 905 Rn. 10). - BGH, 01.02.1994 - VI ZR 229/92
Beseitigung von Kabeln nach Erlöschen des Fernmelderechts
Zu berücksichtigen sind vielmehr auch solche Umstände, die erst in der Zukunft eine Behinderung besorgen lassen (RGZ 59, 116, 119; 123, 181, 182; 132, 398, 399; BGH, Urteile vom 15. Mai 1957 - V ZR 143/56 - NJW 1957, 1396, 1397; vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78 - WM 1981, 129, 130 und vom 31. Oktober 1980 - V ZR 157/79 - NJW 1981, 573, 574). - BGH, 26.09.2006 - XI ZR 156/05
Anspruch des Sicherungseigentümers auf Erstattung der Erlöse durch die Vermietung …
Das Berufungsgericht hat aber verkannt, dass eine Eingriffskondiktion im Sinne des § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB einen Eingriff in den Zuweisungsgehalt eines Rechtsguts voraussetzt, dessen wirtschaftliche Verwertung dem Kondiktionsgläubiger vorbehalten ist (vgl. BGHZ 107, 117, 120 m.w.Nachw. und BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78, WM 1981, 129, 131).
- OVG Sachsen-Anhalt, 12.01.2024 - 4 L 204/22
Entfernung einer öffentlichen Abwasserleitung von einem Privatgrundstück
Denn für die Beurteilung des Verbietungsinteresses anhand der Hinderlichkeit ist nicht nur die gegenwärtige Grundstücksnutzung maßgebend, sondern zu berücksichtigen sind vielmehr auch solche Umstände, die erst in der Zukunft Hindernisse einer Bebauung besorgen lassen (vgl. VGH Bayern…, Urteil vom 5. Oktober 2009 - 4 ZB 05.570 -, juris, Rn. 10 unter Bezugnahme auf BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78 -, juris, Rn. 24 …sowie Beschluss vom 5. Oktober 2005 - 4 ZB 05.740 -, juris, Rn. 10 unter Bezugnahme auf BGH…, Urteil vom 1. Februar 1994 - VI ZR 229/92 -, juris, Rn. 22 dort m. w. N.; vgl. bereits RG, Urteil vom 29. Oktober 1904 - V 165/04 -, juris). - BGH, 09.03.1989 - I ZR 189/86
Forschungskosten; Ansprüche des Erstantragstellers gegen den Nachanmeldern auf …
Rechtlicher Anknüpfungspunkt der Bereicherungshaftung "in sonstiger Weise« ist dabei die Verletzung einer solchen Rechtsposition, die nach dem Willen der Rechtsordnung dem Berechtigten zu dessen ausschließlicher Verfügung und Verwertung zugewiesen ist (BGHZ 81, 75, 80, 81 f. - Carrera; BGHZ 82, 229, 306 [BGH 26.11.1981 - IX ZR 91/80] - Kunststoffhohlprofil II; vgl. auch BGH Urt. vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78, WM 1981, 129, 131). - OLG Hamm, 22.01.2007 - 5 U 126/06
Entfernung von hinüberragenden Dachrinnen auf das Nachbargrundstück
Dies ergibt sich aus den oben genannten Gründen, da auch in diesem Zusammenhang immaterielle und ästhetische Beeinträchtigungen zu berücksichtigen sind (hierzu: BGH WM 1981, 129 [130], Palandt, 65.Auflage, § 905 BGB, Rn.2). - VG Freiburg, 05.11.2020 - 10 K 2788/19
Zur Notwendigkeit einer Grundabtretungsprognose bei der Entscheidung über die …
Aufgrund der Tiefe von ca. 20 m der mit einem Durchmesser von 3 x 3, 5 m bzw. ca. 13 m² geplanten Untertunnelung und der nach Angaben der unteren Landwirtschaftsbehörde nicht zu gegenwärtigenden Beeinträchtigung des Rebenanwuchses ist ein Ausschließungsinteresse nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit anzunehmen (vgl. LG Stuttgart, Urteil vom 23.12.1987 - 15 O 264/87 - n. v. zu einem Tunnel in einer Tiefe von 15-20 m bei einem Durchmesser von Lw 6, 0 m;… vgl. ferner BGH, Urteile vom 31.10.1980 - V ZR 157/79 - juris Rn. 6 f. und vom 23.10.1980 - III ZR 146/78 - juris Rn. 22 f.). - BGH, 21.12.1989 - III ZR 26/88
Ausgleichsanspruch des Grundstückseigentümers bei Nutzung des Grundstücks durch …
a) Der von der Beklagten betriebene streitige Gastiefspeicher in E., der erste behälterlose Untertagespeicher in Europa (…vgl. insoweit auch Boldt/Weller, BBergG § 2 Rn. 30, § 126 Rn. 1 ff. und Baur ZHR 150 (1986), 507 ff. sowie Willecke DVBl 1970, 373 ff.; zur Untergrundspeicherung von Rohöl durch den Inhaber einer Salzabbaugerechtigkeit s. Senatsurteil vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78 = WM 1981, 129 = ZfB 122, 425 = LM Nr. 7 zu § 905 BGB), dient der Energieversorgung, insbesondere des Großraums Hannover. - OVG Nordrhein-Westfalen, 02.09.1999 - 20 B 2735/98 BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980 - III ZR 146/78-, MDR 1981, 566 (567); Urteil vom 1. Februar 1982 - III ZR 93/80-, NJW 1982, 2179; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28. November 1990 - 9 U 109/90 NJW-RR 1991, 403 (404); OLG Stuttgart, Urteil vom 2. Dezember 1993 - 7 U 23/93 -, NJW 1994, 739 (740),.
- vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1980, a.a.O., S. 567; Staudinger-Roth, BGB, Kommentar, 12. Aufl. 1989, § 905 Rdnr. 10 -.
- OLG Brandenburg, 24.01.2002 - 5 U 1/00
Umfang der Verpflichtung eines Grundeigentümers, das Verlegen von Frischwasser- …
Denn für die Frage, ob ein Interesse des Eigentümers im Sinne des § 905 Satz 2 BGB gegeben ist, ist auch die zukünftige Entwicklung des Grundstücks zu beachten (BGH in WM 1981, S. 129 (130)). - OLG Nürnberg, 19.01.2021 - 2 U 2451/20
Beeinträchtigung des Grundstückseigentums durch Nutzung einer Brücke und …
- AG Bad Schwartau, 20.01.2004 - 2 C 625/03
- VG Lüneburg, 16.02.2000 - 7 A 13/98
Bergrechtliche Genehmigung für Erkundung und Errichtung eines Endlagers für …
- BGH, 01.07.1982 - III ZR 4/82
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung
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Rechtsprechung
| BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadenersatzanspruch aus Amtspflichtverletzung wegen Rücknahme erteilter Baugenehmigungen - Fragen der Aktivlegitimation und der Passivlegitimation bei Klagen wegen Amtspflichtverletzung - Bestimmung der haftenden Körperschaft und des haftenden Dienstherren nach der ...
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Art. 34 GG.
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1981, 1096 (Ls.)
- MDR 1981, 566
- VersR 1981, 353
- DÖV 1981, 383
- DÖV 1981, 583
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (7)
- BGH, 12.02.1970 - III ZR 231/68
Haftung für Amtspflichtverletzungen eines Schiedsmanns
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Der Senat legt in ständiger Rechtsprechung Art. 34 GG dahin aus, daß sich die Frage nach dem haftenden Dienstherrn danach beantwortet, wer dem Amtsträger das Amts bei dessen Ausübung er fehlsam gehandelt hat, anvertraut hat, wer mit anderen Worten dem Amtsträger die Aufgaben, bei deren Wahrnehmung die Amtspflichtverletzung vorgenommen ist, übertragen hat (BGHZ 53, 217 m.w. Nachw.).Die Rechtslage in Rheinland-Pfalz erfordert nicht eine andere Beurteilung (die abweichende Ansicht von Hofmann/Beth/Dreibus, Kommunalgesetze f. Rheinland-Pfalz Bd. II § 48 LKO Anm. 5 beruht auf einem Mißverständnis der Entscheidung BGHZ 53, 217).
- BGH, 21.06.1951 - III ZR 134/50
Amtshaftung für Angestellte bei Auftragsangelegenheiten
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Die Haftung des Dienstherrn ist daher zu bejahen für Amtspflichtverletzungen im Rahmen der staatlichen Auftragsangelegenheiten der Gemeinden und der Gemeindeverbände, da diese - wenn auch als Wahrnehmung staatlicher Hoheitsrechte - in den eigenen Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Gemeinden fallen und diese es sind, die ihre Bediensteten mit der Wahrnehmung der entsprechenden Aufgaben betrauen (BGHZ 2, 350; 6, 215;… BGB-RGRK 12. Aufl. § 839 Rdn. 55;… Dagtoglou, Bonner Komm. Zweitbearbeitung Art. 34 Rdn. 236/7). - BGH, 26.04.1979 - III ZR 100/77
Rechtswidrige Versagung einer Baugenehmigung als enteignungsgleicher Eingriff; …
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Eine Haftung des Staates kommt in diesen Fällen nur in Betracht, wenn sie gesetzlich bestimmt ist (z.B. § 6 des Gesetzes über die Errichtung unterer Landesbehörden in Schleswig-Holstein v. 25. Februar 1971 - GVBl. 64; BGH WM 1979, 1123).
- BGH, 13.11.1980 - III ZR 74/79
Bindungswirkung des im Zusammenhang mit einer Teilbaugenehmigung erteilten …
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Dies hat der Senat zuletzt ausgesprochen in dem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 13. November 1980 - III ZR 74/79 -, das eine Amtspflichtverletzung einer hessischen unteren Bauaufsichtsbehörde betraf. - BGH, 05.06.1952 - III ZR 151/51
Haftung für Fahrbereitschaftsleiter
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Die Haftung des Dienstherrn ist daher zu bejahen für Amtspflichtverletzungen im Rahmen der staatlichen Auftragsangelegenheiten der Gemeinden und der Gemeindeverbände, da diese - wenn auch als Wahrnehmung staatlicher Hoheitsrechte - in den eigenen Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Gemeinden fallen und diese es sind, die ihre Bediensteten mit der Wahrnehmung der entsprechenden Aufgaben betrauen (BGHZ 2, 350; 6, 215;… BGB-RGRK 12. Aufl. § 839 Rdn. 55;… Dagtoglou, Bonner Komm. Zweitbearbeitung Art. 34 Rdn. 236/7). - BVerwG, 16.08.1973 - I B 63.73
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Nach Ablehnung dieser Anträge durch das Verwaltungsgericht Koblenz entsprach ihnen das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz durch Beschlüsse vom 26. März 1974 (7 L 106/73 - 1 B 63/73 und 7 L 61/73 - 1 B 54/73). - BVerwG, 17.08.1973 - I B 54.73
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 15.01.1981 - III ZR 18/80
Nach Ablehnung dieser Anträge durch das Verwaltungsgericht Koblenz entsprach ihnen das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz durch Beschlüsse vom 26. März 1974 (7 L 106/73 - 1 B 63/73 und 7 L 61/73 - 1 B 54/73).
- BGH, 22.05.1984 - III ZR 18/83
Vorrang der Belange einer land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung …
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 15. Januar 1981 (III ZR 18/80 = VersR 1981, 353) ausgeführt, daß in Rheinland-Pfalz für Amtspflichtverletzungen der bei der unteren Bauaufsichtsbehörde (Kreisverwaltung) tätigen Bediensteten nicht das Land, sondern der Landkreis einzustehen hat. - BGH, 15.01.1987 - III ZR 17/85
Haftung für Amtspflichtverletzungen der Bediensteten der Unteren …
Ob auch die konkrete Aufgabe, bei deren Erfüllung die Amtspflichtverletzung begangen wurde, in den Aufgabenkreis der Anstellungskörperschaft fällt, bleibt dagegen grundsätzlich unbeachtlich (Senatsurteile BGHZ 6, 215, 219; vom 13. November 1980 - III ZR 74/79 = WM 1981, 204, 205; vom 15. Januar 1981 - III ZR 18/80 = DÖV 1981, 383 mit Anm. Bickel DÖV 1981, 583 = NJW 1981, 1096 = VersR 1981, 353; BGHZ 87, 202; 91, 243, 251) [BGH 22.05.1984 - III ZR 18/83].Die haftpflichtige Körperschaft kann jedoch ohne gesetzliche Regelung nicht nach der Rechtsnatur der dem einzelnen Bediensteten vom Landrat im Rahmen der Behördenorganisation übertragenen Aufgabe bestimmt werden (so aber Bickel DÖV 1981, 583 und 1984, 890; entsprechende gesetzliche Regelungen enthalten: § 6 des Gesetzes über die Errichtung unterer Landesbehörden in Schleswig-Holstein vom 25. Februar 1971 (GVO Bl. 64), § 56 Abs. 2 und § 53 Abs. 2 Baden-Württembergische Landkreisordnung und Art. 37 Abs. 5 i. V. m. Art. 35 Abs. 3 Bayerische Landkreisordnung).
- BGH, 21.04.1983 - III ZR 2/82
Haftung für Amtspflichtverletzung der bei der unteren …
Beim Vollzug der Straßenverkehrszulassungsordnung handeln die Kreisverwaltungen als untere staatliche Verwaltungsbehörden (§ 68 Abs. 1 Satz 1 StVZO in Verb. mit § 48 Abs. 1 der rheinland-pfälzischen Landkreisordnung (LKO) vom 14. Dezember 1973 [GVBl. S. 451];… Jagusch, StrVerkR 26. Aufl. § 68 StVZO Rdn. 4;… Müller, StrVerkR Band I 22. Aufl. § 68 StVZO Rdn. 2; s. auch Bickel, DÖV 1981, 583/584).Hiervon gehen auch die Senatsurteile vom 15. Januar 1981 (III ZR 18/80 = DÖV 1981, 383, betr.
- OLG Hamm, 04.01.2001 - 27 U 109/00
Veräußerung von Anteilen der Gesellschaft bürgerlichen Rechts - Ausgleichspflicht …
Da die §§ 738 f. BGB bei einer Anteilsübertragung nicht anwendbar sind (vgl. BGH in NJW 1981, 1096; 1975, 166;… Palandt, a.a.O., Rn. 7 zu § 719 BGB), haftet der Beklagte jedoch als aus der Gesellschaft Ausgeschiedener nach außen grundsätzlich für Altschulden der Gesellschaft weiter (…Ulmer, a.a.O., Rn. 61. f. zu § 714 BGB), ohne dass er einen Freistellungsanspruch gemäß § 738 Abs. 1 S. 2 BGB gegenüber den Gesellschaftern hat (BGH in NJW 1981, 1096; 1975, 166).Ob neben dem Beklagten als dem früheren Gesellschafter auch der neue Gesellschafter St mit dem Gesellschaftsvermögen für die Altverbindlichkeiten der Gesellschaft haftet (vgl. hierzu BGHZ 79, 378) und ob der neue Gesellschafter im Innenverhältnis der Parteien des Anteilsübertragungsvertrages bestehende Verpflichtungen mit befreiender Wirkung vom Veräußerer übernehmen kann (vgl. hierzu BGH in WM 1986, 1315; NJW 1981, 1096; WM 1968, 892;… Ulmer, Rn. 36 zu § 719 BGB), kann hier schon deshalb offen bleiben, weil derartige Regelungen an der verbleibenden gesamtschuldnerischen Haftung des Veräußerers - neben derjenigen des Erwerbers - im Außenverhältnis nichts ändern würden, sondern allein Freistellungs- oder Ausgleichsansprüche des Veräußerers gegenüber dem neuen Gesellschafter auslösen könnten.
Die Geltendmachung des Anspruchs hängt schließlich trotz des Ausscheidens des Beklagten aus der Gesellschaft nicht von der Erstellung einer Auseinandersetzungsbilanz ab, weil der Beklagte nicht durch Kündigung oder aus einem anderen in §§ 736, 737 BGB genannten Grund ausgeschieden ist, sondern auf andere Weise, nämlich durch Abtretung seines Gesellschaftsanteils (vgl. BGH in NJW 1981, 1096).
- OLG Naumburg, 08.11.2012 - 1 U 91/11
Amtspflichtverletzung im Zusammenhang mit der Unterbringung eines psychisch …
Begeht ein kommunaler Amtsträger in der Auftragsverwaltung eine Amtspflichtverletzung gegenüber einem Bürger, so haftet (§ 839 BGB/Art. 34 GG) grundsätzlich die Kommune selbst (BGH Urteil vom 15.1.1981 - III ZR 18/80 - [z.B. VersR 1981, 353]; hier: zitiert nach juris; s.a. Vietmeier, Die Rechtsstellung der Kommunen im übertragenen Wirkungskreis, DVBl. 1993, 190, 196), vorliegend also die Beklagte (anderer Ansicht offenbar: OLG München Urteil vom 29.3.2012 - 1 U 4444/11 -, hier: zitiert nach juris). - BGH, 04.03.1982 - III ZR 156/80
Amtspflichtverletzungen eines Gutachterausschusses; Bewertung von Grundstücken
Die Frage nach dem haftenden Dienstherrn beantwortet sich vielmehr danach, wer dem Amtsträger das Amt, bei dessen Ausübung er fehlsam gehandelt hat, anvertraut hat, wer mit anderen Worten dem Amtsträger die Aufgaben, bei deren Wahrnehmung die Amtspflichtverletzung vorgenommen worden ist, übertragen hat (Senatsurteile BGHZ 53, 217, 219; vom 13. November 1980 - III ZR 74/79 = WM 1981, 204, 205; vom 15. Januar 1981 - III ZR 18/80 = VersR 1981, 353;… BGB-RGRK 12. Aufl. § 839 Rdz. 52). - BGH, 07.02.1985 - III ZR 212/83
Haftungsausfüllende Kausalität bei rechtswidriger Rücknahme einer Baugenehmigung
Im Urteil vom 15. Januar 1981 (III ZR 18/80 = DÖV 1981, 383 = VersR 1981, 353) hat der Senat ausgesprochen, daß in Rheinland-Pfalz für Amtspflichtverletzungen der bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde (Kreisverwaltung) tätigen Bediensteten des Landkreises nicht das Land, sondern der Landkreis haftet. - BGH, 05.02.1981 - III ZR 119/79
Voraussetzungen für einen Rechtsanspruch auf Zulassung eines …
Bei Vorliegen der sonstigen Entschädigungsvoraussetzungen wäre somit das Land entschädigungspflichtig, weil das Landratsamt mit der Versagung der Baugenehmigung Landesaufgaben wahrgenommen hat (Senatsurteil vom 15. Januar 1981 - III ZR 18/80). - BGH, 21.11.1985 - III ZR 94/84
Amtspflicht im Rahmen der Erteilung einer Baugenehmigung mit Brandschutzauflage
In Hessen haftet für Amtspflichtverletzungen der beim Kreisausschuß als unterer Bauaufsichtsbehörde (§ 82 Abs. 1 HBO ) tätigen Bediensteten - ungeachtet dessen, daß die Bauaufsicht Sache des Staates ist (§ 81 Abs. 1 HBO ) - nicht das Land, sondern der Landkreis (Senatsurteil vom 13. November 1980 - III ZR 74/79 = LM BBauG § 36 Nr. 5; vgl. v. Zezschwitz in Zinn/Stein Verf. d. Landes Hessen Bd. II Art. 137 Erl. VIII 1 b, 2 c; zur Rechtslage in Rheinland Pfalz vgl. Senatsurteile vom 15. Januar 1981 - III ZR 18/80 = LM BGB § 839 (A) Nr. 41 und vom 21. April 1983 - III ZR 2/82 = BGHZ 87, 202 , sowie Senatsbeschluß vom 18. Oktober 1984 - III ZR 107/83). - OLG Dresden, 19.03.1997 - 6 U 713/96
Schadensersatz für die Folgen eines gescheiterten Investitionsvorhabens; …
Ob auch die konkrete Aufgabe, bei deren Erfüllung die Amtspflichtsverletzung begangen wurde, in den Aufgabenkreis der Anstellungskörperschaft fällt, ist grundsätzlich unbeachtlich (BGHZ 99, 326, 330 [BGH 15.01.1987 - III ZR 17/85] = NJW 1987, 2737 [BGH 15.01.1987 - III ZR 17/85]; BGHZ 6, 215; BGH, WM 1981, 204; DÖV 1981, 383 m.A. Bickel; DÖV 1981, 583 = NJW 1981, 1096 = VersR 1981, 353; BGHZ 87, 202; 91, 243 [BGH 22.05.1984 - III ZR 18/83]= NJW 1984, 2216 = LM Art. 14 [Ba] GrundG Nr. 68). - LG Rostock, 26.04.2007 - 4 O 326/06
Amtshaftung in Mecklenburg-Vorpommern: Haftende Körperschaft bei Verletzung der …
- LG Rostock, 26.04.2007 - 4 O 260/06
Amtshaftungsanspruch: Passivlegitimation eines Amtes in Mecklenburg-Vorpommern …
- BGH, 18.10.1984 - III ZR 107/83
Haftung bei Amtspflichtverletzungen von Bediensteten einer Bauaufsichtsbehörde - …
- BGH, 14.07.1983 - III ZR 191/82
Schadenersatz wegen Verzögerung einer beantragten Baugenehmigung - Verzögerliche …
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Rechtsprechung
| BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtswegbestimmung bei Ausgleichsansprüchen gegen das Vereinigte Königreich - Schuldhafte Amtspflichtverletzung zur Verkehrsregelung an Unfallkreuzung - Verletzung von Verkehrsregelungspflichten bei unterlassener Anbringung von Verkehrszeichen - Pflicht zur Anbringung ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1981, 566
- VersR 1981, 336
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (8)
- BGH, 22.09.1966 - III ZR 262/64
Geltendmachung von Ersatzansprüchen durch die Landesversicherungsanstalt aus …
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Diese Pflichten der Verkehrsbehörden sind Amtspflichten, die ihnen allen Verkehrsteilnehmern gegenüber obliegen, die die Straße nach Art ihrer Verkehrseröffnung benutzen dürfen (vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 1972 - III ZR 98/70 = NJW 1972, 1806, 1807 und vom 22. September 1966 - III ZR 262/64 = VersR 1966, 1080, 1081 m.w.Nachw.).Hiervon zu unterscheiden ist die Pflicht des Verkehrssicherungspflichtigen, die Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren zu schützen, die ihnen aus dem Zustand der Straße bei zweckgerechter Benutzung drohen (vgl. Senatsurteil vom 22. September 1966 aaO).
- BGH, 27.10.1958 - III ZR 133/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Der Unfallort war keine "gefährliche Stelle" in dem Sinne, daß der Beklagte aus Gründen der Sicherheit des Straßenverkehrs (ohne daß dies in seinem Ermessen gestanden hätte) genötigt gewesen wäre, Warnschilder oder sonstige Verkehrszeichen oder Verkehrseinrichtungen anzubringen (vgl. auch Senatsurteil vom 27. Oktober 1958 - III ZR 133/57 = VersR 1959, 32, 33 f).Eine solche Gefahrenstelle setzt voraus, daß wegen der nicht ohne weiteres oder nicht rechtzeitig erkennbaren besonderen Beschaffenheit der Straße die Möglichkeit eines Unfalls auch für den Fall nahe liegt, daß die Verkehrsteilnehmer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt walten lassen (vgl. Senatsurteile vom 27. Oktober 1958 a.a.O. und vom 5. Februar 1962 - III ZR 173/60 = NJW 1962, 791, 792).
- BGH, 08.04.1970 - III ZR 167/68
Pflichten der Straßenverkehrsbehörde bei Änderung einer Vorfahrtregelung im …
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
In derartigen Fällen ist eine Warnung nicht geboten, weil ein Kraftfahrer mit der erforderlichen Sorgfalt etwaige Schäden durch vorsichtiges Fahren abwenden kann (vgl. zum Ganzen Senatsurteil vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 = NJW 1970, 1126).
- BGH, 15.02.1979 - III ZR 108/76
Amtspflichten der Bankenaufsicht
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Waren hiernach Maßnahmen zur Verkehrssicherung nicht zwingend geboten, so standen sie im pflichtgemäßen Ermessen des Beklagten, ohne daß (auch nach der neuen, strengeren Senatsrechtsprechung, vgl. BGHZ 74, 144, 155 f [BGH 15.02.1979 - III ZR 108/76] und Urteil vom 12. Juli 1979 - III ZR 154/77 = NJW 1979, 1879) Anhaltspunkte für Ermessensfehler vorliegen. - BGH, 12.07.1979 - III ZR 154/77
Bankenaufsicht
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Waren hiernach Maßnahmen zur Verkehrssicherung nicht zwingend geboten, so standen sie im pflichtgemäßen Ermessen des Beklagten, ohne daß (auch nach der neuen, strengeren Senatsrechtsprechung, vgl. BGHZ 74, 144, 155 f [BGH 15.02.1979 - III ZR 108/76] und Urteil vom 12. Juli 1979 - III ZR 154/77 = NJW 1979, 1879) Anhaltspunkte für Ermessensfehler vorliegen. - BGH, 05.02.1962 - III ZR 173/60
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Eine solche Gefahrenstelle setzt voraus, daß wegen der nicht ohne weiteres oder nicht rechtzeitig erkennbaren besonderen Beschaffenheit der Straße die Möglichkeit eines Unfalls auch für den Fall nahe liegt, daß die Verkehrsteilnehmer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt walten lassen (…vgl. Senatsurteile vom 27. Oktober 1958 a.a.O. und vom 5. Februar 1962 - III ZR 173/60 = NJW 1962, 791, 792). - BGH, 19.02.1953 - III ZR 31/51
Rechtsweg für Ausgleichsansprüche bei Amtshaftung
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Dem Berufungsgericht ist allerdings darin zuzustimmen, daß für den von der Klägerin in Prozeßstandschaft für das Vereinigte Königreich von G. und N. geltend gemachten Ausgleichsanspruch gemäß §§ 840 Abs. 1, 426 Abs. 1 BGB der ordentliche Rechtsweg gegeben ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 9, 65 [BGH 19.02.1953 - III ZR 31/51]). - BGH, 13.07.1972 - III ZR 98/70
Amtspflicht - Amtspflichtverletzung - Straßenverkehrsbehörde - Irreführende …
Auszug aus BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79
Diese Pflichten der Verkehrsbehörden sind Amtspflichten, die ihnen allen Verkehrsteilnehmern gegenüber obliegen, die die Straße nach Art ihrer Verkehrseröffnung benutzen dürfen (vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 1972 - III ZR 98/70 = NJW 1972, 1806, 1807 und vom 22. September 1966 - III ZR 262/64 = VersR 1966, 1080, 1081 m.w.Nachw.).
- BGH, 25.04.1985 - III ZR 53/84
Amtspflicht der Straßenverkehrsbehörden zur Aufstellung von Verkehrsschildern an …
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats, daß die Pflicht der Straßenverkehrsbehörden, darüber zu bestimmen, wo welche Verkehrszeichen und -einrichtungen anzubringen sind (§ 45 Abs. 3, 4 StVO), ihnen als Amtspflicht im Interesse und zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer obliegt, die die Straße nach Art ihrer Verkehrseröffnung benutzen dürfen (vgl. u.a. Senatsurteile vom 13. Juli 1972 - III ZR 98/70 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 32 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37 m.w.Nachw.).Die Verkehrsbehörden haben regelmäßig dann keine weiteren Pflichten, wenn ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer bei Anwendung der gebotenen und in der jeweiligen Verkehrssituation von ihm zu erwartenden Aufmerksamkeit, Umsicht und Sorgfalt etwaige Schäden selbst abwenden kann (Senatsurteile vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 - LM BGB § 839 [Cb] Nr. 12 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37).
War hiernach aus Gründen der Verkehrssicherheit eine zusätzliche Beschilderung nicht zwingend geboten, so stand die Anordnung, weitere Verkehrszeichen anbringen zu lassen, im pflichtgemäßen Ermessen der Beklagten (Senatsurteile vom 18. Oktober 1962 - III ZR 66/61 - LM BGB § 839 [Fe] Nr. 34 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37;… Lütkes/Meier/Wagner a.a.O. StVO § 45 Anm. 3).
- BGH, 15.03.1990 - III ZR 149/89
Amtspflichten der Straßenverkehrsbehörde bei Programmierung von …
Hierdurch wird die Entscheidungskompetenz der Straßenverkehrsbehörden, über die Anbringung von Verkehrszeichen und -einrichtungen sowie über Art und Ort solcher Maßnahmen nach pflichtgemäßem Ermessen zu befinden, inhaltlich eingeschränkt (Senatsurteile vom 26. Mai 1966 III ZR 59/64 - VersR 1966, 782, 784; vom 27. Februar 1967 III ZR 21O/64 - VersR 1967, 602, 604; vom 27. Februar 1969 III ZR 157/66 - VersR 1969, 539, 541; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - VersR 1981, 336, 337; vom 24. März 1988 - III ZR 104/87 - VersR 1988, 697, 698).Soweit sie indes den aufgezeigten Gesichtspunkten Rechnung tragen und die Grenzen des ihnen eingeräumten Ermessens wahren, scheidet eine Amtspflichtverletzung aus (vgl. Senatsurteile BGHZ 74, 144, 155 [BGH 15.02.1979 - III ZR 108/76]; 75, 120, 124; vom 11. Dezember 1980 aaO.;… vom 24. März 1988 aaO.).
Maßnahmen dieser Art waren hier weder objektiv erforderlich noch der Beklagten nach objektiven Maßstäben zumutbar (vgl. Senatsurteile vom 8. April 1970 III ZR 167/68 - VersR 1970, 572 f; vom 11. Dezember 1980 aaO.; vom 25. April 1985 - III ZR 53/84 - VersR 1985, 835, 836;… vom 24. März 1988 aaO.).
- BGH, 24.03.1988 - III ZR 104/87
Vorfahrt einer Straßenbahn beim Verlassen einer Fußgängerzone
In derartigen Fällen ist eine Warnung nicht geboten, weil ein Kraftfahrer mit der erforderlichen Sorgfalt etwaige Schäden durch vorsichtiges Fahren abwenden kann (s. dazu Senatsurteile vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 = NJW 1970, 1126 = VersR 1970, 572; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 = VersR 1981, 336 = VRS 60, 251;… vom 25. April 1985 aaO).Von Verkehrsteilnehmern wird dabei in schwierigeren Verkehrslagen sogar eine gesteigerte Aufmerksamkeit erwartet (Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO).
Bestand danach keine Pflicht, eine weitergehende Beschilderung vorzunehmen, so stand dies im pflichtgemäßen Ermessen der Straßenverkehrsbehörde, ohne daß im Streitfall Anhaltspunkte für Ermessensfehler vorliegen (vgl. dazu Senatsurteile BGHZ 74, 144, 155 [BGH 15.02.1979 - III ZR 108/76]; 75, 120; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 = VersR 1981, 336 = VRS 60, 251).
- OLG Saarbrücken, 14.03.2013 - 4 U 445/11
Haftungsverteilung bei Kollision einer in der Mitte einer innerstädtischen …
Hierdurch wird die Entscheidungskompetenz der Straßenverkehrsbehörden, über die Anbringung von Verkehrszeichen und -einrichtungen sowie über Art und Ort solcher Maßnahmen nach pflichtgemäßem Ermessen zu befinden, inhaltlich eingeschränkt (BGH VersR 1966, 782, 784; 1967, 602, 604; 1981, 336, 337; NZV 1988, 58, 59). - OVG Sachsen, 05.09.2023 - 1 B 107/23
Einstweilige Anordnung; Anordnungsgrund; Verkehrssicherungspflicht aus Eigentum …
Stattdessen besteht eine Verkehrssicherungspflicht des Straßenbaulastträgers mit dem Inhalt, soweit zumutbar, den Verkehr auf der Straße möglichst gefahrlos zu gestalten, insbesondere Verkehrsteilnehmer vor unvermuteten, sich aus der Beschaffenheit der Straße ergebenden und bei zweckgerechter Benutzung des Verkehrsweges nicht ohne weiteres erkennbaren Gefahrenstellen zu sichern oder zumindest zu warnen (…OLG Dresden, Urt. v. 28. Januar 2000 - 6 U 3282/99 -, juris Rn. 7 unter Hinweis auf seine ständige Rechtsprechung), und gegebenenfalls eine Verkehrsregelungspflicht der Straßenverkehrsbehörden (zur Verkehrsregelungspflicht an unübersichtlichen Kreuzungen vgl. etwa BGH, Urt. v. 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 -, juris 13 ff.). - OLG Hamm, 19.10.2012 - 11 U 100/11
Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht; Freihaltung der unterhaltenen …
Denn solche Maßnahmen sind lediglich an sog. besonders gefährlichen Stellen erforderlich, bei denen wegen der nicht ohne weiteres oder nicht rechtzeitig erkennbaren besonderen Beschaffenheit der Straße bzw. des Weges die Möglichkeit eines Unfalls auch für den Fall naheliegt, dass die Verkehrsteilnehmer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt walten lassen (BGH, VersR 1981, 336 f.). - LG Hamburg, 29.04.2021 - 302 S 21/20
Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Kollision des Bevorrechtigten mit einem …
Der Vorfahrtsberechtigte muss bei Annäherung an eine Kreuzung stets reaktionsbereit sein (BGH, Urteil vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 -, Rn. 18, juris), ein maßvolles Bremsen ist bei den heute gegebenen Verkehrsverhältnissen einem Vorfahrtsberechtigten jederzeit zumutbar (OLG München…, Urteil vom 21. Dezember 2012 - 10 U 2595/12 -, Rn. 6, juris). - OLG Jena, 29.07.2010 - 4 W 281/10
Keine Verkehrssicherungspflichtverletzung auf Grund der Bauweise von …
Der Wege- und damit Verkehrssicherungspflichtige hat nur diejenigen Gefahren auszuräumen oder vor ihnen zu warnen, die für den (sorgfältigen) Benutzer bei zweckgerechter Benutzung nicht erkennbar sind und auf die er sich nicht einstellen kann (st. Rechtsprechung des Senats unter Bezug auf die BGH-Rechtsprechung, z.B. BGHZ 108, 273; BGH VersR 1983, 39; BGH VersR 1981, 336). - OLG Düsseldorf, 30.11.1989 - 18 U 142/89
NRW; Straßenverkehrsbehörde; Straßenbaulast; Amtspflicht; Grundstück
Damit ist in erster Linie die Verkehrsregelungspflicht betroffen (vgl. BGH VersR 1981, 336 (337). - KG, 13.09.2012 - 20 U 193/11
Verkehrssicherungspflicht bei einem durch einen Bauzaun abgegrenzten Fluchtweg …
Gerade an unübersichtlichen Stellen ist es die Aufgabe jedes Verkehrsteilnehmers, sich "heranzutasten" (vgl. BGH Urteil vom 11.12.1980 -III ZR 34/79 - zit. nach juris) und auf die Unübersichtlichkeit mit erhöhter Sorgfalt zu reagieren. - OLG München, 22.10.1992 - 1 U 2708/92
Falsche bzw. unterlassene Beschilderung einer Straße als …
- OLG Düsseldorf, 19.09.1996 - 18 U 22/96
Amtspflichtverletzung bei wiederholten Ausfall einer Ampelanlage
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Rechtsprechung
| BGH, 30.10.1980 - III ZR 116/79 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ausschluß der Ersatzpflicht - Streupflicht - Amtsträger - Fußgänger
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BGB § 839
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei Verletzung der Streupflicht
Papierfundstellen
- NJW 1981, 1038 (Ls.)
- NJW 1981, 682
- MDR 1981, 566
- VersR 1981, 335
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (1)
- BGH, 12.07.1979 - III ZR 102/78
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei Verursachung eines Unfalls …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 116/79
Die Vorschrift des § 839 I 2 BGB ist nicht anwendbar, wenn ein Amtsträger durch Verstoß gegen die ihm als hoheitliche Aufgabe obliegende Pflicht, die öffentlichen Gehwege in verkehrssicherem Zustand zu erhalten, die Verletzung eines Fußgängers schuldhaft verursacht (Ergänzung zu BGHZ 75, 134 = NJW 1979, 2043).*).
- BGH, 05.04.1984 - III ZR 19/83
Ampelausfall - § 839 BGB, Verweisungsprivileg
Weiter hat der Senat wegen der inhaltlichen Übereinstimmung einer öffentlichrechtlich ausgestalteten und der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht sowie wegen des engen Zusammenhangs zwischen dieser Pflicht und den Pflichten im allgemeinen Straßenverkehr § 839 I 2 BGB bei Verletzung einer als hoheitliche Aufgabe wahrzunehmenden Verkehrssicherungspflicht für nicht anwendbar erklärt (BGHZ 75, 134 ff. = NJW 1979, 2043 m. Anm. Nüßgens, LM § 839 (E) BGB Nr. 38 c; Senat, VersR 1980, 282 f.; NJW 1980, 2194 (2195); VersR 1981, 335). - BGH, 10.03.1983 - III ZR 1/82
Unfälle von Schülern aufgrund mangelhafter Schneeräumung durch das städtische …
Das sog. Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB ist dabei nicht anwendbar (Senatsurteile BGHZ 75, 134 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78] , vom 29. November 1979 - III ZR 154/78 = VersR 1980, 282, vom 10. Juli 1980 - III ZR 58/79 = LM BGB § 823 [Ea] Nr. 64 = NJW 1980, 2194 und vom 30. Oktober 1980 - III ZR 80/79 = LM BGB § 839 Z 17 Nr. 37 = NJW 1981, 682 sowie III ZR 116/79 = LM BGB § 839 [E] Nr. 38 = NJW 1981, 1038). - OLG Brandenburg, 06.12.2024 - 2 U 60/24
Umfang der üblichen Nutzung eines Grünstreifens und der maßgeblichen …
Im sich hieran anlehnenden Haftungsrecht (vgl. BGH, Urteil vom 30. Oktober 1980 - III ZR 116/79 -, VersR 1981, 335, Rdnr. 13) bestimmt die offensichtliche Nutzung der Verkehrsfläche das Ausmaß der den Verantwortlichen treffenden Verkehrssicherungspflicht.
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Rechtsprechung
| BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schuldhafte Verursachung der Verletzung eines Fußgängers durch Verletzung der Streupflicht - Leistung des Krankenversicherungsträgers als andere Ersatzmöglichkeit - Gesetzgeberischer Zweck des Verweisungsprivilegs bei der Amtshaftung
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1981, 682
- MDR 1981, 566
- VersR 1981, 347
- DÖV 1981, 383
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (6)
- BGH, 12.07.1979 - III ZR 102/78
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei Verursachung eines Unfalls …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
Die Vorschrift des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB ist nicht anwendbar, wenn ein Amtsträger durch Verletzung der ihm als hoheitliche Aufgabe obligenden Streupflicht die Verletzung eines Fußgängers schuldhaft verursacht (Ergänzung zu BGHZ 75, 134 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78] = VersR 79, 1009).).Mit dem nach der Verkündung des Berufungsurteils erlassenen Urteil vom 12. Juli 1979 (III ZR 102/78 = BGHZ 75, 134 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78]) hat der erkennende Senat ausgesprochen, daß das Verweisungsprivileg auch dann entfällt, wenn ein Amtsträger durch Verletzung der ihm als hoheitliche Aufgabe obliegenden Straßenverkehrssicherungspflicht einen Verkehrsunfall schuldhaft verursacht.
- BGH, 10.07.1980 - III ZR 58/79
Verkehrssicherungspflicht bei einer Straße; Sichtbehinderung durch eine Hecke auf …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
In seinen Urteilen vom 29. November 1979 (III ZR 154/78 = VersR 1980, 282) und vom 10. Juli 1980 (III ZR 58/79 = NJW 1980, 2194) hat der Senat diese Rechtsprechung fortgeführt. - BGH, 27.01.1977 - III ZR 173/74
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei dienstlicher Teilnahme am …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
Beginnend mit dem Urteil vom 27. Januar 1977 (BGHZ 68, 217) hat der Senat die Anwendung des Verweisungsprivilegs für Amtsträger verneint, die - ohne Sonderrechte nach § 35 StVO in Anspruch zu nehmen - dienstlich am allgemeinen Straßenverkehr teilnehmen und schuldhaft einen Verkehrsunfall verursachen.
- BGH, 15.02.1979 - III ZR 172/77
Umfang der Streupflicht einer Gemeinde; Begriff des selbständigen bzw. …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß die Beklagte für die schuldhafte Verletzung der den Gemeinden in Baden-Württemberg als Amtspflicht obliegenden Verkehrssicherungspflicht (hier: Streupflicht) durch einen ihrer Beamten nur nach Art. 34 GG in Verb. mit § 839 BGB einzustehen hat (Senatsurteil vom 15. Februar 1979 - III ZR 172/77 - VersR 1979, 541 = MDR 1979, 825). - BGH, 15.03.1979 - III ZR 140/77
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei Teilnahme am allgemeinen …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
Die Gleichheit der Rechte und Pflichten im Straßenverkehr, das Fehlen eines weitergehenden Rechtsgüterschutzes und einer erweiterten Haftung für alle Vermögensschäden bei der Amtshaftung in diesem Bereich sowie das Zurücktreten des ursprünglichen gesetzgeberischen Zwecks des Verweisungsprivilegs (Stärkung der Entschlußkraft des Beamten; Begrenzung des persönlichen Haftungsrisikos des Beamten in seiner besonderen Beziehung zum Bürger) erfordern es, daß sich die haftende Körperschaft nicht (mehr) auf die dem Grundsatz der haftungsrechtlichen Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer widersprechende Vorschrift des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB berufen darf (vgl. u.a. Senatsurteil vom 15. März 1979 - III ZR 140/77 - NJW 1979, 1602 = VersR 1979, 547). - BGH, 29.11.1979 - III ZR 154/78
Haftungsrechtliche Gleichbehandlung - Vorrang - Verweisungsklausel - Amtsträger - …
Auszug aus BGH, 30.10.1980 - III ZR 80/79
In seinen Urteilen vom 29. November 1979 (III ZR 154/78 = VersR 1980, 282) und vom 10. Juli 1980 (III ZR 58/79 = NJW 1980, 2194) hat der Senat diese Rechtsprechung fortgeführt.
- BGH, 02.07.1981 - III ZR 63/80
Drittbezogenheit der Amtspflicht zur Außerbetriebsetzung eines versicherungslosen …
Der Ausschluß des Verweisungsprivilegs in den genannten Fällen findet seine Rechtfertigung in der Gleichheit der Rechte und Pflichten im Straßenverkehr, dem Fehlen eines weitergehenden Rechtsgüterschutzes und einer erweiterten Haftung für alle Vermögensschaden bei der Amtshaftung in diesem Bereich sowie in dem Zurücktreten des ursprünglichen gesetzgeberischen Zwecks des Verweisungsprivilegs, nämlich der Stärkung der Entschlußkraft des Beamten und der Begrenzung des persönlichen Haftungsrisikos des Beamten in seiner besonderen Beziehung zum Bürger (Senatsurteile BGHZ 75, 134, 137 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78] und vom 30. Oktober 1980 - III ZR 80/79 = NJW 1981, 682).Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, daß der Senat die Subsidiaritätsklausel in den Fällen der Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht ebenfalls für nicht anwendbar hält (Senatsurteile BGHZ 75, 134, 138 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78] und vom 30. Oktober 1980 - III ZR 80/79 = aaO).
- BGH, 28.03.1985 - III ZR 20/84
Beginn der Verjährung eines Schadensersatzanspruchs wegen Verstoßes gegen die …
Zwar hat der Senat durchUrteil vom 30. Oktober 1980 (III ZR 80/79 - VersR 1981, 347) erkannt, daß die Vorschrift des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht anwendbar ist, wenn ein Amtsträger durch Verletzung der ihm als hoheitliche Amtspflicht obliegenden Streupflicht die Verletzung eines Fußgängers schuldhaft verursacht hat (Ergänzung zum Senatsurteil vom 12. Juli 1979 = BGHZ 75, 134 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78]). - OLG Rostock, 23.03.2000 - 1 U 169/98
Verkehrssicherungspflichten hinsichtlich der Straßenverhältnisse (Schlaglöcher)
Dieses Haftungsprivileg gilt freilich nach der gefestigten Rechtsprechung des BGH, der zu folgen ist, nicht, wenn die verletzte Amtspflicht - wie hier - auf einer allgemeinen Verkehrssicherungspflicht im Straßenverkehr beruht (BGHZ 75, 134, 138; BGH NJW 1981, 682).
- OLG Hamm, 25.01.2002 - 9 U 62/01
Haftungsverteilung bei Sturz eines Radfahrers über eine über einen Radweg …
Bei Verletzung der gemäß §§ 9, 9 a Straßen- und Wegegesetz NWR als hoheitlicher Pflicht ausgestalteten allgemeinen Verkehrssicherungspflicht kommt wegen des Grundsatzes der haftungsrechtlichen Gleichbehandlung eine Haftungsprivilegierung nach § 838 Abs. 1 Satz BGB nicht in Betracht, BGH NJW 1981, 682. - BGH, 10.03.1983 - III ZR 1/82
Unfälle von Schülern aufgrund mangelhafter Schneeräumung durch das städtische …
Das sog. Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB ist dabei nicht anwendbar (Senatsurteile BGHZ 75, 134 [BGH 12.07.1979 - III ZR 102/78] , vom 29. November 1979 - III ZR 154/78 = VersR 1980, 282, vom 10. Juli 1980 - III ZR 58/79 = LM BGB § 823 [Ea] Nr. 64 = NJW 1980, 2194 und vom 30. Oktober 1980 - III ZR 80/79 = LM BGB § 839 Z 17 Nr. 37 = NJW 1981, 682 sowie III ZR 116/79 = LM BGB § 839 [E] Nr. 38 = NJW 1981, 1038). - OLG Rostock, 21.05.2010 - 5 U 145/09
Passivlegitimation der Gemeinden bei Verletzung der Verkehrssicherungspflicht …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist diese Vorschrift dann nicht anwendbar, wenn ein Amtsträger durch Verletzung der ihm als hoheitliche Aufgabe obliegende Streupflicht die Verletzung eines Fußgängers schuldhaft verursacht hat (Urt.v.30.10.1980, III ZR 80/79, NJW 1981, 682 ).
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