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Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.06.1989

Rechtsprechung
   BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1989,309
BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88 (https://dejure.org/1989,309)
BGH, Entscheidung vom 26.06.1989 - II ZR 289/88 (https://dejure.org/1989,309)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88 (https://dejure.org/1989,309)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Konkursausfallgeld - Schadensersatzanspruch - Bundesanstalt für Arbeit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 2, § 826; GmbHG § 64 Abs. 1, § 68
    Schadensersatzansprüche der Bundesanstalt für Arbeit bei Verletzung der Konkursantragspflicht

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    § 47 Abs 1 GmbHG, § 47 Abs 2 GmbHG, § 133
    Abschluss neuer Verträge, Bereicherung auf Kosten der Gläubiger, Beseitigung der Krise, Haftung nach § 826 BGB, Haftung wegen sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB, Offenbarung Vermögenslage, Vorsatz, vorsätzliche Insolvenzverschleppung

Papierfundstellen

  • BGHZ 108, 134
  • NJW 1989, 3277
  • NJW-RR 1990, 50 (Ls.)
  • ZIP 1989, 1341
  • ZIP 1991, 1610
  • MDR 1990, 136
  • VersR 1989, 1204
  • WM 1989, 1568
  • BB 1989, 2210
  • BB 1989, 2278
  • DB 1989, 2322
 
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Wird zitiert von ... (53)Zitiert selbst (8)

  • BGH, 20.02.1979 - VI ZR 189/78

    Einlösung eines Wechsels - Schadensersatz wegen falscher Auskünfte einer …

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    Da es sich bei dem Konkursausfallgeld um eine gesetzlich vorgeschriebene, wenn auch von einem Antrag des Arbeitnehmers abhängige Lohnersatzleistung handelt, tritt in der Art des Schadens und der Richtung, in der sich sein rechtswidriges Verhalten im Hinblick auf die Nichterfüllung von Lohn- und Gehaltsansprüchen der Arbeitnehmer auswirken würde, durch diesen kraft Gesetzes erfolgenden Gläubigerwechsel keine Änderung ein, die dazu geeignet wäre, den Schädigungsvorsatz des Beklagten auszuschließen oder die Gefahr einer unangemessenen, nicht mehr eingrenzbaren Ausdehnung der Haftung nach § 826 BGB (vgl. hierzu BGH Urt. vom 20. Februar 1979 - VI ZR 189/78, NJW 1979, 1599, 1600) zu begründen.

    Die Sittenwidrigkeit der vorsätzlichen Konkursverschleppung auch im Verhältnis zur Klägerin als dem für den Lohnausfall eintretenden Sozialleistungsträger folgt ohne weiteres daraus, daß das durch die Unterlassung eines rechtzeitigen Konkursantrags herbeigeführte Unvermögen der Gesellschaft zur Entlohnung ihrer Arbeitnehmer die Verpflichtung zur Zahlung des Konkursausfallgeldes als gesetzlicher Lohnersatzleistung, wie oben dargelegt, unmittelbar auslöst, ohne daß dazu seitens der zunächst geschädigten Arbeitnehmer an eigenem Handeln mehr erforderlich ist als die Stellung eines Antrags (vgl. auch BGH Urt. vom 20. Februar 1979 aaO S. 1600 unter 2. b).

  • BGH, 09.07.1979 - II ZR 118/77

    Herstatt - Konkursverschleppungshaftung von Aufsichtsratsmitgliedern

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    a) Zwar ist § 64 Abs. 1 GmbHG nach inzwischen nahezu einhelliger Auffassung Schutzgesetz zugunsten der Gläubiger der GmbH i. S. des § 823 Abs. 2 BGB (BGHZ 100, 19, 21; 29, 100; vgl. auch BGHZ 75, 96, 106 zur entsprechenden Rechtslage nach § 92 Abs. 2 AktG;… Scholz/K. Schmidt, GmbHG 7. Aufl. § 64 Rdnr. 35;… Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck, GmbHG 15. Aufl. § 64 Rdnr. 24 m. w. Nachw.).

    Hinsichtlich seiner Beurteilung eines Sittenverstoßes ist dem Berufungsgericht zwar im Ausgangspunkt zu folgen, wenn es von der Annahme ausgeht, daß ein Verstoß gegen die guten Sitten ausscheidet, wenn der für die Stellung des Konkursantrags Verantwortliche den Antrag unterlassen hat, weil er die Krise den Umständen nach als überwindbar und darum Bemühungen um ihre Behebung durch einen Sanierungsversuch als lohnend und berechtigt ansehen durfte (…vgl. dazu bereits BGH Urt. vom 26. März 1984 - II ZR 171/83, WM 1984, 625, 632; BGHZ 75, 96, 114 f. m. w. Nachw.).

  • BGH, 03.02.1987 - VI ZR 268/85

    Voraussetzungen der Konkursantragspflicht bei Überschuldung; Haftung des …

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    a) Zwar ist § 64 Abs. 1 GmbHG nach inzwischen nahezu einhelliger Auffassung Schutzgesetz zugunsten der Gläubiger der GmbH i. S. des § 823 Abs. 2 BGB (BGHZ 100, 19, 21; 29, 100; vgl. auch BGHZ 75, 96, 106 zur entsprechenden Rechtslage nach § 92 Abs. 2 AktG;… Scholz/K. Schmidt, GmbHG 7. Aufl. § 64 Rdnr. 35;… Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck, GmbHG 15. Aufl. § 64 Rdnr. 24 m. w. Nachw.).

    Der Schutzzweck des § 64 Abs. 1 GmbHG beschränkt sich vielmehr darauf, bei Konkursreife bereits vorhandene (sog. Alt-) oder danach noch hinzutretende (sog. Neu-)Gläubiger der Gesellschaft vor demjenigen Schaden zu bewahren, der darin liegt, daß die beschränkte Haftungsmasse der GmbH nach Forderungsbegründung infolge pflichtwidrig verzögerter Stellung des Konkursantrages weiter ausgehöhlt und dadurch die auf die Forderung des einzelnen Gesellschaftsgläubigers entfallende Konkursquote weiter geschmälert wird (st. Rechtsprechung, vgl. BGHZ 100, 19, 23 f.;… Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck aaO § 64 Rdnr. 26, beide mit zahlreichen weiteren Nachweisen).

  • BGH, 26.03.1984 - II ZR 171/83

    Begriff des beherrschenden Einflusses; Behandlung kapitalersetzender …

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    Hinsichtlich seiner Beurteilung eines Sittenverstoßes ist dem Berufungsgericht zwar im Ausgangspunkt zu folgen, wenn es von der Annahme ausgeht, daß ein Verstoß gegen die guten Sitten ausscheidet, wenn der für die Stellung des Konkursantrags Verantwortliche den Antrag unterlassen hat, weil er die Krise den Umständen nach als überwindbar und darum Bemühungen um ihre Behebung durch einen Sanierungsversuch als lohnend und berechtigt ansehen durfte (vgl. dazu bereits BGH Urt. vom 26. März 1984 - II ZR 171/83, WM 1984, 625, 632; BGHZ 75, 96, 114 f. m. w. Nachw.).
  • BGH, 16.12.1958 - VI ZR 245/57

    § 64 Abs. 1 GmbHG als Schutzgesetz

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    a) Zwar ist § 64 Abs. 1 GmbHG nach inzwischen nahezu einhelliger Auffassung Schutzgesetz zugunsten der Gläubiger der GmbH i. S. des § 823 Abs. 2 BGB (BGHZ 100, 19, 21; 29, 100; vgl. auch BGHZ 75, 96, 106 zur entsprechenden Rechtslage nach § 92 Abs. 2 AktG;… Scholz/K. Schmidt, GmbHG 7. Aufl. § 64 Rdnr. 35;… Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck, GmbHG 15. Aufl. § 64 Rdnr. 24 m. w. Nachw.).
  • BGH, 28.06.1966 - VI ZR 287/64
    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    Denn jedenfalls erfordert die genannte Voraussetzung, wie der Bundesgerichtshof bereits in seiner Entscheidung vom 28. Juni 1966 (VI ZR 287/64, WM 1966, 1150) ausgeführt hat und was das Berufungsgericht zu verkennen scheint, gerade nicht, daß sich der Schädigungsvorsatz gegen eine bestimmte Person richtet.
  • OLG Stuttgart, 25.10.1988 - 10 U 325/87

    Anspruch auf Schadensersatz wegen der Zahlung von Konkursausfallgeld; Bestimmung …

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    Das Berufungsurteil ist in NJW 1989, 593 veröffentlicht.
  • BGH, 03.10.1962 - IV ZR 87/62

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 26.06.1989 - II ZR 289/88
    Für den subjektiven Tatbestand des § 826 BGB reicht es, wie auch das Berufungsgericht unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 8. Januar 1963 (IV ZR 87/62, LM Nr. 15 zu § 823 BGB) darlegt, aus, daß der Schädiger die Richtung, in der sich sein Verhalten zum Schaden anderer auswirken konnte, und die Art des möglicherweise eintretenden Schadens vorausgesehen und billigend in Kauf genommen hat.
  • BGH, 27.07.2021 - II ZR 164/20

    BGB § 826 a) Die vorsätzliche Insolvenzverschleppung in der Absicht, das als …

    Die vorsätzliche Insolvenzverschleppung in der Absicht, das als unabwendbar erkannte Ende eines Unternehmens so lange wie möglich hinauszuzögern, erfüllt den Tatbestand einer sittenwidrigen Schädigung i.S.d. § 826 BGB, wenn dabei die Schädigung der Unternehmensgläubiger billigend in Kauf genommen wird (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 142;… Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, BGHZ 175, 58 Rn. 15).

    Dabei braucht der Täter nicht zu wissen, welche oder wie viele Personen durch sein Verhalten geschädigt werden; vielmehr reicht aus, dass er die Richtung, in der sich sein Verhalten zum Schaden irgendwelcher anderer auswirken könnte, und die Art des möglicherweise eintretenden Schadens vorausgesehen und mindestens billigend in Kauf genommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 143;… Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149 Rn. 47;… Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, BGHZ 175, 58 Rn. 16;… Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, BGHZ 225, 316 Rn. 61).

    Rn. 26 cc) Die Sittenwidrigkeit der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung folgt regelmäßig bereits aus dem vorsätzlichen Verstoß des Antragspflichtigen gegen seine Pflicht (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 144 f.;… Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, BGHZ 175, 58 Rn. 15; OLG Frankfurt, NZG 1999, 947, 948; OLG Saarbrücken, ZIP 2007, 328, 329; Moll/Langhoff EWiR 2002, 623, 624;… MünchKommInsO/Klöhn, 4. Aufl., § 15a Rn. 298).

    Für Umstände, nach denen ein Verstoß gegen die guten Sitten ausnahmsweise ausscheidet, ist der beklagte Geschäftsführer darlegungsbelastet (BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 144 f.;… Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, ZIP 2008, 361 Rn. 17, insoweit in BGHZ 175, 58 nicht abgedruckt; OLG Saarbrücken, NZG 2007, 105, 106).

    Die Sittenwidrigkeit kann etwa dann entfallen, wenn der Geschäftsführer den Antrag unterlassen hat, weil er die Krise den Umständen nach als überwindbar und darum Bemühungen um ihre Behebung durch einen Sanierungsversuch als lohnend und berechtigt ansehen durfte (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juli 1979 - II ZR 118/77, BGHZ 75, 96, 114; Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 144 f.; OLG Frankfurt, NZG 1999, 947, 948).

    In den Schutzbereich der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung können selbst zuvor mit der Gesellschaft vertraglich nicht gebundene Dritte einbezogen sein (vgl. BGH, Urteil vom 11. November 1985 - II ZR 109/84, BGHZ 96, 231, 236 ff.; Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 289/88, BGHZ 108, 134, 141 f.;… Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, BGHZ 175, 58 Rn. 14;… Urteil vom 13. Oktober 2009 - VI ZR 288/08, ZIP 2009, 2439 Rn. 7 mwN).

  • OLG Stuttgart, 11.12.2019 - 9 U 3/19
    Der Schädiger muss im Rahmen des § 826 BGB nicht die Schädigung bestimmter Personen im Auge gehabt haben, vielmehr reicht es bereits, wenn dem Schädiger sowohl die Richtung und Art der Schadensfolgen als auch die mögliche Schädigung Dritter bewusst ist und er dies billigend in Kauf nimmt.(…BGH, Urteile vom 12.7.1966 - VI ZR 1/65 -, Rn. 31, vom 26.6.1989 - II ZR 289/88 Rn. 13 a.E., …und vom 14.6.2000 - VIII ZR 218/99 Rn. 18, jeweils juris;… BeckOGK/Spindler, 1.5.2019, BGB § 826 Rn. 12, m.w.N.).
  • BGH, 18.12.2007 - VI ZR 231/06

    Insolvenzgeldzahlung wegen Insolvenzverschleppung: Zur Beweislast bei Bestreiten …

    Dass es sich beim von der Klägerin geltend gemachten Anspruch nicht um einen Altgläubigerschaden handelt, stellt auch die Revision nicht in Abrede (vgl. dazu auch BGHZ 108, 134, 136; BGH, Urteil vom 6. Juni 1994 - II ZR 292/91 - NJW 1994, 2220, 2223).

    Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, dass der Geschäftsführer einer GmbH, dem eine Insolvenzverschleppung vorzuwerfen ist, der Arbeitsverwaltung für nicht vom Schutzbereich des § 64 GmbHG abgedeckte Vermögensschäden aus § 826 BGB haften kann (vgl. BGHZ 108, 134, 141 ff.; BGH Urteil vom 1. Juli 1991 - II ZR 180 /90 - NJW-RR 1991, 1312, 1315; OLG Frankfurt NZG 1999, 947; OLG Saarbrücken ZIP 2007, 328; OLG Stuttgart ZInsO 2004, 1150).

    Die vorsätzliche Insolvenzverschleppung in der Absicht, den als unabwendbar erkannten "Todeskampf" eines Unternehmens so lange wie möglich hinauszuzögern, kann den Tatbestand einer sittenwidrigen Schädigung i.S. des § 826 BGB erfüllen, wenn dabei die Schädigung der Unternehmensgläubiger billigend in Kauf genommen wird (BGHZ 108, 134, 142).

    Die Sittenwidrigkeit der vorsätzlichen Konkursverschleppung auch im Verhältnis zur Klägerin als dem für den Lohnausfall eintretenden Sozialleistungsträger folgt ohne weiteres daraus, dass das durch die Unterlassung eines rechtzeitigen Insolvenzantrags herbeigeführte Unvermögen der Gesellschaft zur Entlohnung ihrer Arbeitnehmer die Verpflichtung zur Zahlung des Insolvenzgeldes als gesetzlicher Lohnersatzleistung unmittelbar auslöst, ohne dass dazu seitens der zunächst geschädigten Arbeitnehmer an eigenem Handeln mehr erforderlich ist als die Stellung eines Antrags (BGHZ 108, 134, 145).

    Der Revision ist zwar im Ausgangspunkt zu folgen, wenn sie von der Annahme ausgeht, dass ein Verstoß gegen die guten Sitten ausscheidet, wenn der für die Stellung des Insolvenzantrags Verantwortliche den Antrag unterlassen hat, weil er die Krise den Umständen nach als überwindbar und darum Bemühungen um ihre Behebung durch einen Sanierungsversuch als lohnend und berechtigt ansehen durfte (BGHZ 108, 134, 144; vgl. dazu bereits BGH BGHZ 75, 96, 114 f. m.w.N.; Urteil vom 26. März 1984 - II ZR 171/83 - WM 1984, 625, 632).

    Regelmäßig dürfte der durch eine Verzögerung des Insolvenzantrags Geschädigte zu einem substantiierten Vorbringen in dieser Richtung auch nicht in der Lage sein, weil es sich dabei um Interna der Gesellschaft handelt, die nicht dem Geschädigten, wohl aber dem auf Schadensersatz verklagten Geschäftsführer und den Gesellschaftern bekannt sind (BGHZ 108, 134, 145).

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Rechtsprechung
   BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88   

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https://dejure.org/1989,1680
BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88 (https://dejure.org/1989,1680)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Bürgschaft - Bürge - Hauptschuldner - Mitwirkungspflicht - Leistungstreuepflicht - Verstoß gegen Wettbewerbsabrede

  • EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)

    § 242 BGB, § 433 BGB, § 765 BGB, § 1 GWB, § 34 GWB
    Leistungstreue- und Mitwirkungspflichten eines Vertragspartners gegenüber dem anderen Vertragsteil, Leistungstreuepflicht, Leistungstreue- und Mitwirkungspflichten eines Bürgen

Papierfundstellen

  • NJW 1990, 388 (Ls.)
  • NJW-RR 1989, 1393
  • ZIP 1990, 224
  • MDR 1990, 136
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (7)

  • BGH, 28.04.1982 - IVa ZR 8/81

    Nachweis der Verursachung eines Vermögensschadens durch eine Vertragsverletzung

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Jeder Vertragspartner hat, soweit ihm das ohne Preisgabe eigener Interessen möglich und zumutbar ist, den ihm bekannten Interessen des anderen Rechnung zu tragen und mit ihm zwecks Verwirklichung des Vertragsziels zusammenzuwirken (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1956 - II ZR 80/55, WM 1956, 1267, 1268; v. 12. März 1969 - VIII ZR 118/67, WM 1969, 489, 490 f.; v. 5. März 1976 - V ZR 106/74, WM 1976, 540, 541; v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, WM 1977, 1423; v. 28. April 1982 - IVa ZR 8/81, WM 1982, 718, 719).
  • BGH, 19.10.1977 - VIII ZR 42/76

    Porsche-Spoiler - Zum Rücktrittsrecht von einem Autokaufvertrag aus pVV, …

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Jeder Vertragspartner hat, soweit ihm das ohne Preisgabe eigener Interessen möglich und zumutbar ist, den ihm bekannten Interessen des anderen Rechnung zu tragen und mit ihm zwecks Verwirklichung des Vertragsziels zusammenzuwirken (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1956 - II ZR 80/55, WM 1956, 1267, 1268; v. 12. März 1969 - VIII ZR 118/67, WM 1969, 489, 490 f.; v. 5. März 1976 - V ZR 106/74, WM 1976, 540, 541; v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, WM 1977, 1423; v. 28. April 1982 - IVa ZR 8/81, WM 1982, 718, 719).
  • BGH, 14.10.1976 - KZR 36/75

    Kartellvertrag

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Die Beurteilung dieser Frage setzt die räumliche und sachliche Abgrenzung des Marktes voraus, auf dem sich Angebot und Nachfrage begegnen, verlangt insbesondere die Feststellung der auf dem Markt auftretenden Anbieter und Nachfrager sowie deren Marktstärke (vgl. BGHZ 68, 6, 12).
  • BGH, 12.07.1973 - KRB 2/72

    Auslandsbezogene Kartellverträge

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Dem Berufungsurteil läßt sich nicht entnehmen, ob es im Inland überhaupt einen Markt mit Eisenbahnschwellen aus Holz gibt, ob die in Brasilien hergestellten Schwellen, die allein unter das Verbot fallen sollen - wie im vorliegenden Falle - regelmäßig auf ausländischen Märkten weiterveräußert werden, also insoweit ein Warenverkehr, der das Inland berührt und sich auf dessen Markt auswirkt, nicht stattfindet (vgl. BGHSt 25, 208, 209, 213 - Ölfeldrohre).
  • BGH, 12.03.1969 - VIII ZR 118/67

    Drittfinanzierter Kauf eines Kippers - Anspruch auf einen Betrag aus einer …

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Jeder Vertragspartner hat, soweit ihm das ohne Preisgabe eigener Interessen möglich und zumutbar ist, den ihm bekannten Interessen des anderen Rechnung zu tragen und mit ihm zwecks Verwirklichung des Vertragsziels zusammenzuwirken (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1956 - II ZR 80/55, WM 1956, 1267, 1268; v. 12. März 1969 - VIII ZR 118/67, WM 1969, 489, 490 f.; v. 5. März 1976 - V ZR 106/74, WM 1976, 540, 541; v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, WM 1977, 1423; v. 28. April 1982 - IVa ZR 8/81, WM 1982, 718, 719).
  • BGH, 14.06.1956 - II ZR 80/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Jeder Vertragspartner hat, soweit ihm das ohne Preisgabe eigener Interessen möglich und zumutbar ist, den ihm bekannten Interessen des anderen Rechnung zu tragen und mit ihm zwecks Verwirklichung des Vertragsziels zusammenzuwirken (vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1956 - II ZR 80/55, WM 1956, 1267, 1268; v. 12. März 1969 - VIII ZR 118/67, WM 1969, 489, 490 f.; v. 5. März 1976 - V ZR 106/74, WM 1976, 540, 541; v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, WM 1977, 1423; v. 28. April 1982 - IVa ZR 8/81, WM 1982, 718, 719).
  • BGH, 05.03.1976 - V ZR 106/74

    Verweigerung der Zustimmung zu der Vermietung des Teiles eines Parkhauses - …

    Auszug aus BGH, 20.06.1989 - KZR 13/88
    Jeder Vertragspartner hat, soweit ihm das ohne Preisgabe eigener Interessen möglich und zumutbar ist, den ihm bekannten Interessen des anderen Rechnung zu tragen und mit ihm zwecks Verwirklichung des Vertragsziels zusammenzuwirken (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1956 - II ZR 80/55, WM 1956, 1267, 1268; v. 12. März 1969 - VIII ZR 118/67, WM 1969, 489, 490 f.; v. 5. März 1976 - V ZR 106/74, WM 1976, 540, 541; v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, WM 1977, 1423; v. 28. April 1982 - IVa ZR 8/81, WM 1982, 718, 719).
  • BAG, 11.03.2008 - 3 AZR 358/06

    Ausgliederung von Versorgungsverbindlichkeiten

    Die Vertragspartner haben einerseits alles zu unterlassen, was den Vertragszweck beeinträchtigen oder gefährden könnte, andererseits alles Notwendige zu tun, um den Leistungserfolg sicherzustellen (vgl. ua. BGH 28. April 1982 - IVa ZR 8/81 -NJW 1983, 998, zu 1 c der Gründe; 20. Juni 1989 - KZR 13/88 - MDR 1990, 136, zu 2 a der Gründe mwN).
  • LG Berlin, 21.07.2016 - 67 S 82/16

    Eigentumswohnungskaufvertrag: Verzögerungsschaden durch pflichtwidrige …

    Die Mitwirkungspflicht findet ihre Grenze erst an dem ausschließlichen Interessen- und Risikobereich der anderen Seite (vgl. BGH, Urt. v. 20. Juni 1989 - KZR 13/88, NJW 1990, 288 Tz. 20).
  • LAG Hessen, 07.03.2005 - 10 Sa 1086/03

    Bürgenhaftung des Generalbauunternehmers

    Diese gesetzlich normierte Verpflichtung könnte nur dann Informationspflichten des Generalbauunternehmens gegenüber dem Kläger begründen, wenn der Generalbauunternehmer durch seine Vertragsgestaltung zur Subunternehmerin letztlich entscheiden könnte, in welchem zeitlichen Umfang eine bestimmte Zahl von Arbeitnehmern eingesetzt wird (vgl. zu Nebenpflichten des Bürgen: BGH 20. Juni 1989, NJW-RR 1989, 1393).
  • OLG Köln, 06.12.2000 - 11 U 205/99

    Anspruch auf Schadensersatz wegen Beeinträchtigung von Exklusivrechten zur …

    Diese Leistungstreuepflicht endet erst dort, wo es sich um den ausschließlichen Interessen- und Risikobereich der anderen Seite handelt (vgl. BGH, MDR 1990, 136; BGHZ 136, 295 [298 f.] m.w.N.; zum vertragsimmanenten Konkurrenzschutz des gewerblichen Mieters vgl. BGH, NJW 1979, 1404 [1405]; OLG Köln, OLGR 1998, 108; OLG Hamm, OLGR 1998, 74).
  • KG, 02.06.2015 - 6 U 34/13

    Rückbürgschaft: Vertragsanpassung wegen Wegfalls der Anschlussförderung im …

    Rn. 50 a. Zwar können einen Bürgen die gleichen Nebenpflichten, wie den Hauptschuldner treffen, wenn er über seine gesellschaftsrechtlichen Verbindungen mit dem Hauptschuldner auf die Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Nebenpflichten eingewirkt hatte (so der Fall in BGH NJW-RR 89, 1393, juris-rz.
  • BGH, 06.06.1991 - IX ZR 191/90

    Pflicht zur Durchführung der Versteigerung aus dem Ausbietungsvertrag - Aktive …

    Zu den vertraglichen Nebenpflichten gehört auch die Leistungstreuepflicht, das heißt die generelle Verpflichtung, den Vertragszweck und den Leistungserfolg weder zu gefährden noch zu beeinträchtigen (…BGH, Urt. v. 19. Oktober 1977 - VIII ZR 42/76, NJW 1978, 260 [BGH 19.10.1977 - VIII ZR 42/76]; Urt. v. 20. Juni 1989 - KZR 13/88, BGHR BGB vor § 1/positive Vertagsverletzung, Treuepflicht 1, jeweils m.w.N.).
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