Rechtsprechung
| BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03 |
Volltextveröffentlichungen (19)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
Telefonwerbung für "Individualverträge"
ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2, § 314 Abs. 1 Nr. 4; UWG § 3, § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2
- Anwaltskanzlei von Olnhausen
Telefonwerbung für "Individualverträge"
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- bundesgerichtshof.de
Telefonwerbung für "Individualverträge"
- Judicialis
ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2; ; ZPO § 313 Abs. 1 Nr. 4; ; UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2; ; UWG § 3
- IWW
- aufrecht.de
Unzulässigkeit von Telefonwerbung gegenüber Unternehmern
- Kanzlei Prof. Schweizer
Unbestimmter und damit unbegründeter Antrag bei Wiederholung des Gesetzestextes
- Wolters Kluwer
Anforderungen an die hinreichende Bestimmtheit eines auf das Verbot unaufgeforderter Telefonwerbung gerichteten Klageantrages; Maßgeblichkeit der Umstände des Einzelfalls zur Klärung einer mutmaßlichen Einwilligung eines Verbrauchers bei Telefonwerbung; Mutmaßliche ...
- kanzlei.biz
Telefonwerbung für "Individualverträge"
- iurado.de (Kurzinformation und Volltext)
Das Telefonwerbeverbot ohne mutmaßliches Einverständnis gilt auch gegenüber Gewerbetreibenden.
- RA Kotz
Telefonwerbung - mutmaßliche Einwilligung - unzumutbare Belästigung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anforderungen an die Bestimmtheit eines auf das Verbot unaufgeforderter Telefonwerbung gerichteten Klageantrags; Mutmaßliche Einwilligung des Adressaten
- wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Telefonwerbung für "Individualverträge"
- datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Sind Bauunternehmen mit Werbeanrufen einverstanden?
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (15)
- bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)
Bundesgerichtshof bestätigt Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- MIR - Medien Internet und Recht (Leitsatz)
Telefonwerbung für "Individualverträge" - Für die Beantwortung der Frage, ob bei einer Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden von einer mutmaßlichen Einwilligung ausgegangen werden kann, ist auf die Umstände vor dem Anruf sowie auf die Art und den Inhalt der Werbung ...
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- kanzlei-richter.com (Kurzinformation)
Kaltaquiseanrufe auch gegenüber Gewerbetreibenden in der Regel unzulässig
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Verbotene Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- boesel-kollegen.de (Kurzinformation)
Telefonwerbung ist und bleibt ein heißes Eisen
- wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)
Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden verboten
- shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation)
Telefonwerbung auch gegenüber Gewerbetreibenden verboten
- shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation)
Keine unaufgeforderte Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- beck.de (Kurzinformation)
Telefonwerbungsverbot gegenüber Gewerbetreibenden
- mlmrecht.de (Kurzinformation)
Telefonische Werbeanrufe gegenüber Gewerbetreibenden ohne vorherige Zustimmung können unzulässig sein
- it-recht-kanzlei.de (Kurzinformation)
Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Verbotene Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden
- juraforum.de (Kurzinformation)
Verbot der Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden bestätigt
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main - 11 O 97/02 BGH - I ZR 191/03
- LG Frankfurt/Main, 17.01.2003 - 11 O 97/02
- OLG Frankfurt, 24.07.2003 - 6 U 36/03
- BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
- BGH, 18.05.2007 - I ZR 191/03
- BGH, 19.07.2007 - I ZR 191/03
- OLG Frankfurt, 15.05.2008 - 6 U 36/03
Papierfundstellen
- MDR 2007, 966
- GRUR 2007, 607
- NZBau 2007, 448 (Ls.)
- WM 2007, 1190
- MMR 2007, 598
- MIR 2007, Dok. 207
- BB 2007, 1190
- DB 2007, 1190
- K&R 2007, 402
- BauR 2007, 1414
Wird zitiert von ... (139) Zitiert selbst (16)
- BGH, 24.02.2005 - I ZR 128/02
Fördermittelberatung
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Dieser Mangel ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu beachten (BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; 156, 126, 131 - Farbmarkenverletzung I; BGH, Urt. v. 24.2.2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung).a) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung, jeweils m.w.N.;… zuletzt BGH, Urt. v. 4.5.2005 - I ZR 127/02, GRUR 2005, 692, 693 = WRP 2005, 1009 - "statt"-Preis).
Eine auslegungsbedürftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gewährleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Werbemethode erforderlich erscheint (…vgl. BGH, Urt. v. 4.7.2002 - I ZR 38/00, GRUR 2002, 1088, 1089 = WRP 2002, 1269 - Zugabenbündel; BGHZ 158, 174, 186 - Direktansprache am Arbeitsplatz;… BGH, Urt. v. 9.9.2004 - I ZR 93/02, GRUR 2005, 443, 445 = WRP 2005, 485 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung;… einschränkend Teplitzky aaO Kap. 51 Rdn. 8 a.E.).
- BGH, 04.03.2004 - I ZR 221/01
Direktansprache am Arbeitsplatz
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Eine auslegungsbedürftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gewährleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Werbemethode erforderlich erscheint (…vgl. BGH, Urt. v. 4.7.2002 - I ZR 38/00, GRUR 2002, 1088, 1089 = WRP 2002, 1269 - Zugabenbündel; BGHZ 158, 174, 186 - Direktansprache am Arbeitsplatz;… BGH, Urt. v. 9.9.2004 - I ZR 93/02, GRUR 2005, 443, 445 = WRP 2005, 485 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung;… einschränkend Teplitzky aaO Kap. 51 Rdn. 8 a.E.).Dem Kläger ist damit aus Gründen der prozessualen Fairness Gelegenheit gegeben, sich in der wiedereröffneten Berufungsinstanz durch eine sachdienliche Antragsfassung auf die vorstehend unter 1. dargestellte Rechtslage einzustellen (vgl. BGHZ 158, 174, 187 - Direktansprache am Arbeitsplatz; BGH GRUR 2005, 443, 445 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II).
- BGH, 09.09.2004 - I ZR 93/02
Ansprechen in der Öffentlichkeit II
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Eine auslegungsbedürftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gewährleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Werbemethode erforderlich erscheint (…vgl. BGH, Urt. v. 4.7.2002 - I ZR 38/00, GRUR 2002, 1088, 1089 = WRP 2002, 1269 - Zugabenbündel; BGHZ 158, 174, 186 - Direktansprache am Arbeitsplatz; BGH, Urt. v. 9.9.2004 - I ZR 93/02, GRUR 2005, 443, 445 = WRP 2005, 485 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung;… einschränkend Teplitzky aaO Kap. 51 Rdn. 8 a.E.).Dem Kläger ist damit aus Gründen der prozessualen Fairness Gelegenheit gegeben, sich in der wiedereröffneten Berufungsinstanz durch eine sachdienliche Antragsfassung auf die vorstehend unter 1. dargestellte Rechtslage einzustellen (vgl. BGHZ 158, 174, 187 - Direktansprache am Arbeitsplatz; BGH GRUR 2005, 443, 445 - Ansprechen in der Öffentlichkeit II).
- BGH, 17.07.2003 - I ZR 259/00
Keine Urheberrechtsverletzung durch Links - Paperboy
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
a) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung, jeweils m.w.N.;… zuletzt BGH, Urt. v. 4.5.2005 - I ZR 127/02, GRUR 2005, 692, 693 = WRP 2005, 1009 - "statt"-Preis). - BGH, 11.05.2000 - I ZR 28/98
Abgasemissionen
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Dieser Mangel ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu beachten (BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; 156, 126, 131 - Farbmarkenverletzung I;… BGH, Urt. v. 24.2.2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung). - BGH, 04.05.2005 - I ZR 127/02
"statt" -Preis
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
a) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH GRUR 2005, 604, 605 - Fördermittelberatung, jeweils m.w.N.; zuletzt BGH, Urt. v. 4.5.2005 - I ZR 127/02, GRUR 2005, 692, 693 = WRP 2005, 1009 - "statt"-Preis). - BGH, 04.09.2003 - I ZR 23/01
Farbmarkenverletzung I
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Dieser Mangel ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu beachten (BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; 156, 126, 131 - Farbmarkenverletzung I;… BGH, Urt. v. 24.2.2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung). - BGH, 13.03.2003 - I ZR 143/00
Erbenermittler und Rechtsberatung
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Abweichendes kann dann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung geklärt ist, sowie auch dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (vgl. BGH, Urt. v. 13.3.2003 - I ZR 143/00, GRUR 2003, 886, 887 = WRP 2003, 1103 - Erbenermittler, m.w.N.). - BGH, 05.02.2004 - I ZR 87/02
Telefonwerbung für Zusatzeintrag
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Anderenfalls wäre Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden mit seinen belästigenden und deshalb nicht generell hinnehmbaren Folgen nahezu unbeschränkt zulässig (…vgl. BGH, Urt. v. 25.1.2001 - I ZR 53/99, GRUR 2001, 1181, 1182 = WRP 2001, 1068 - Telefonwerbung für Blindenwaren; Urt. v. 5.2.2004 - I ZR 87/02, GRUR 2004, 520, 521 = WRP 2004, 603 - Telefonwerbung für Zusatzeintrag;… Köhler aaO § 7 UWG Rdn. 62;… Fezer/Ubber, UWG, § 7 Rdn. 142 und 145;… Koch in Ullmann, jurisPK/UWG, § 7 Rdn. 239, 241 und 245;… MünchKomm.UWG/Leible, § 7 Rdn. 125). - BGH, 25.01.2001 - I ZR 53/99
Telefonwerbung für Blindenwaren
Auszug aus BGH, 16.11.2006 - I ZR 191/03
Anderenfalls wäre Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden mit seinen belästigenden und deshalb nicht generell hinnehmbaren Folgen nahezu unbeschränkt zulässig (vgl. BGH, Urt. v. 25.1.2001 - I ZR 53/99, GRUR 2001, 1181, 1182 = WRP 2001, 1068 - Telefonwerbung für Blindenwaren;… Urt. v. 5.2.2004 - I ZR 87/02, GRUR 2004, 520, 521 = WRP 2004, 603 - Telefonwerbung für Zusatzeintrag;… Köhler aaO § 7 UWG Rdn. 62;… Fezer/Ubber, UWG, § 7 Rdn. 142 und 145;… Koch in Ullmann, jurisPK/UWG, § 7 Rdn. 239, 241 und 245;… MünchKomm.UWG/Leible, § 7 Rdn. 125). - BGH, 04.07.2002 - I ZR 38/00
Zugabenbündel
- BGH, 24.11.1999 - I ZR 189/97
Gesetzeswiederholende Unterlassungsanträge - Mitgliederzahl; Bestimmtheit des …
- BGH, 12.07.2001 - I ZR 261/98
Rechenzentrum
- OLG Frankfurt, 24.07.2003 - 6 U 36/03
Wettbewerbswidrigkeit unaufgeforderter Telefonwerbung durch einen gewerblichen …
- BGH, 04.09.2003 - I ZR 32/01
Anforderung an die Bestimmtheit eines wettbewerbsrechtlichen …
- LG Stuttgart, 08.04.2005 - 31 O 24/05
Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern
- BGH, 28.05.2020 - I ZR 7/16
Einwilligung in die Speicherung von Cookies
Rn. 21 Für die Bestimmtheit der Urteilsformel (§ 313 Abs. 1 Nr. 4 ZPO) gelten die Grundsätze für die Bestimmtheit des Klageantrags gemäß § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO entsprechend (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 15 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge";… Urteil vom 15. März 2012 - I ZR 128/10, GRUR-RR 2012, 475 Rn. 16). - BGH, 13.10.2015 - VI ZR 271/14
Anspruch auf Löschung intimer Bilder nach Beziehungsende
Auch diese Frage ist im Revisionsverfahren von Amts wegen zu prüfen (…vgl. nur BGH, Urteile vom 10. Februar 2011 - I ZR 164/09, NJW 2011, 2657 Rn. 16; vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, WM 2007, 1190 Rn. 15; jeweils mwN). - BGH, 10.02.2011 - I ZR 164/09
Double-opt-in-Verfahren - Zulässigkeit von Telefonwerbung
Diese Frage ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu prüfen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 2000 - I ZR 28/98, BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 15 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge").Rn. 17 a) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bleibt (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2003 - I ZR 259/00, BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; Urteil vom 24. Februar 2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - Fördermittelberatung; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsanträge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grundsätzlich als zu unbestimmt und damit unzulässig anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1999 - I ZR 189/97, GRUR 2000, 438, 440 = WRP 2000, 389 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsanträge; Urteil vom 12. Juli 2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
Rn. 18 b) Der Bundesgerichtshof hat bisher offengelassen, ob der in § 7 Abs. 2 Nr. 2 Altern. 1 UWG geregelte Fall unlauteren Verhaltens schon selbst als hinreichend eindeutig und konkret gefasst angesehen werden kann, um ohne weitere Konkretisierung in den Antrag übernommen zu werden (BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; BGH…, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433, Rn. 13 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung; für eine hinreichende Bestimmtheit der Norm: OLG Hamm, MMR 2007, 54;… Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, juris Rn. 34;… Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 2.40;… Mankowski in Fezer, UWG, 2. Aufl., § 7 Rn. 222).
- BGH, 01.12.2010 - I ZR 12/08
Perlentaucher
Rn. 15 Die mangelnde Bestimmtheit des Unterlassungsantrags hat entgegen der Ansicht der Revision nicht zur Folge, dass die Sache an das Berufungsgericht zurückzuverweisen ist, um der Klägerin aus Gründen der prozessualen Fairness Gelegenheit zu einer Neufassung ihres Antrags zu geben (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 18 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge"). - BAG, 26.01.2017 - 8 AZR 848/13
Benachteiligung iSd. AGG - Alter - Geschlecht - Auswahlverfahren - Entschädigung …
Abweichendes kann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung geklärt ist, sowie auch dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (…ua. BGH 21. Mai 2015 - I ZR 183/13 - Rn. 13 mwN;… 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09 - Rn. 10 mwN; 16. November 2006 - I ZR 191/03 - Rn. 16 mwN). - OLG Stuttgart, 27.02.2020 - 2 U 257/19
Reifensofortverkauf - Verstoß gegen Datenschutzgrundverordnung mit Inserat auf …
Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsanträge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grundsätzlich als zu unbestimmt und damit unzulässig anzusehen (BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, juris Rn. 16 - Telefonwerbung für Individualverträge; BGH…, Urteil vom 13. März 2003 - I ZR 143/00, juris Rn. 19 - Erbenermittler). - BGH, 04.05.2016 - I ZR 58/14
Segmentstruktur - Wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz: Anforderungen an die …
Eine auslegungsbedürftige Antragsformulierung kann deshalb hinzunehmen sein, wenn dies zur Gewährleistung des Rechtsschutzes gegen eine unzulässige geschäftliche Handlung erforderlich erscheint (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge";… Urteil vom 15. Mai 2014 - I ZR 137/12, GRUR 2014, 791 Rn. 28 = WRP 2014, 844 - Teil-Berufsausübungsgemeinschaft). - BGH, 12.02.2015 - I ZR 36/11
Zur Zulässigkeit des Werbeslogans "So wichtig wie das tägliche Glas Milch!" für …
Da durch die unmittelbare Bezugnahme auf die konkrete Verletzungshandlung in den Hilfsanträgen zudem kein Streit über die Reichweite des Verbots bestehen kann, steht der Bestimmtheit der gestellten Hilfsanträge nicht entgegen, dass diese auch den Wortlaut der Regelung des Art. 10 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 direkt oder in allenfalls geringfügig abgewandelter Formulierung enthalten (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge";… Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433 Rn. 10 = WPR 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung;… Urteil vom 6. Oktober 2011 - I ZR 117/10, GRUR 2012, 407 Rn. 15 = WRP 2012, 456 - Delan;… Urteil vom 2. Februar 2012 - I ZR 81/10, GRUR 2012, 945 Rn. 16 = WRP 2012, 1222 - Tribenuronmethyl). - BGH, 20.09.2007 - I ZR 88/05
Suchmaschineneintrag
Bei der Beurteilung der Frage, ob bei einer Telefonwerbung im gewerblichen Bereich von einer mutmaßlichen Einwilligung des Anzurufenden ausgegangen werden kann, ist auf die Umstände vor dem Anruf sowie auf die Art und den Inhalt der Werbung abzustellen (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 21 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge", m.w.N.).Eine unzumutbare Belästigung im Sinne des § 7 UWG ist zugleich geeignet, die Interessen der Marktteilnehmer im Sinne des § 3 UWG erheblich zu beeinträchtigen (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 23 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
- BGH, 11.03.2010 - I ZR 27/08
Telefonwerbung nach Unternehmenswechsel
Nach der Rechtsprechung des Senats schloss eine unzumutbare Belästigung i.S. des § 7 Abs. 2 UWG 2004 einen Bagatellverstoß von vornherein aus (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 23 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung für "Individualverträge";… Urt. v. 20.9.2007 - I ZR 88/05, GRUR 2008, 189 Tz. 23 = WRP 2008, 44 - Suchmaschineneintrag; Beschl. v. 10.12.2009 - I ZR 201/07, juris Tz. 11).Rn. 25 bb) Das Berufungsgericht ist im rechtlichen Ansatz auch zutreffend davon ausgegangen, dass ein allgemeiner Sachbezug zu den vom angerufenen Unternehmen angebotenen Waren oder Dienstleistungen im Allgemeinen für die Annahme einer mutmaßlichen Einwilligung nicht ausreicht, weil Telefonwerbung gegenüber Gewerbetreibenden andernfalls nahezu unbeschränkt zulässig wäre (…vgl. BGH, Urt. v. 25.1.2001 - I ZR 53/99, GRUR 2001, 1181, 1182 = WRP 2001, 1068 - Telefonwerbung für Blindenwaren, zu § 1 UWG a.F.; BGH GRUR 2007, 607 Tz. 20 - Telefonwerbung für "Individualverträge").
- BGH, 13.01.2011 - I ZR 111/08
Hörgeräteversorgung II
- BGH, 20.06.2013 - I ZR 55/12
Restwertbörse II
- BGH, 11.06.2015 - I ZR 226/13
Deltamethrin - Wettbewerbsverstoß durch Parallelimport eines nicht …
- BGH, 28.04.2016 - I ZR 254/14
Kinderstube - Markenrechtsverletzung: Einheitliches Werktitelrecht für …
- BGH, 16.06.2016 - I ZR 46/15
Orthopädietechniker - Wettbewerbsverstoß: Erfordernis der Meisterpräsenz bei …
- BGH, 21.01.2021 - I ZR 17/18
Berechtigte Gegenabmahnung - Wettbewerbsverstoß im Internet-Versandhandel über …
- BGH, 17.07.2008 - I ZR 75/06
Faxanfrage im Autohandel
- LG Bonn, 05.08.2014 - 8 S 46/14
Schadensersatz bei Vertragsschluss nach ColdCall
- BGH, 31.10.2018 - I ZR 73/17
Jogginghosen - Durchsetzung wettbewerbsrechtlicher Ansprüche: Zulässigkeit einer …
- BGH, 29.04.2010 - I ZR 202/07
Erinnerungswerbung im Internet
- LG Frankfurt/Main, 18.03.2015 - 8 O 136/14
Die Klägerin ist ein Zusammenschluss von Taxizentralen in Frankfurt, München, …
- BGH, 06.06.2018 - VIII ZR 247/17
Verbandsklage eines Verbraucherschutzvereins gegen ein …
- OLG Düsseldorf, 26.10.2011 - 15 U 101/11
Persönlichkeitsrecht, Verletzung des - Arztpraxis, heimliche Ton-/Filmaufnahmen …
- BGH, 04.10.2007 - I ZR 22/05
Umsatzsteuerhinweis
- OLG München, 07.02.2019 - 6 U 2404/18
Verhältnis des wettbewerbsrechtlichen Belästigungsverbots zum europäischen …
- BGH, 10.12.2009 - I ZR 201/07
Einwilligung in den Empfang von E-Mail-Werbung
- BGH, 01.12.2010 - I ZR 13/08
Rechtsstreit FAZ und SZ gegen Perlentaucher
- BGH, 30.04.2015 - I ZR 196/13
Rückkehrpflicht V - Wettbewerbsverstoß bei der Personenbeförderung durch …
- BGH, 06.10.2011 - I ZR 54/10
Kreditkontrolle
- BGH, 04.11.2010 - I ZR 118/09
Rechtsberatung durch Lebensmittelchemiker
- BGH, 09.07.2009 - I ZR 13/07
Brillenversorgung
- BGH, 05.10.2010 - I ZR 46/09
Verbotsantrag bei Telefonwerbung
- AG Bonn, 23.06.2015 - 109 C 348/14
Cold Call; Unternehmen; dolo-agit-Einwand; Eingriff in den eingerichteten und …
- LG Düsseldorf, 26.02.2021 - 38 O 19/21
Zum fliegenden Gerichtsstand im Wettbewerbsrecht
- OLG Jena, 21.04.2010 - 2 U 88/10
"Voreingestellte" Einwilligung in Newsletterempfang
- BGH, 02.03.2017 - I ZR 194/15
Richtlinie 66/402/EWG; Richtlinie 2005/29/EG Art. 2 Buchst. a; ZPO § 253 Abs. 2 …
- OLG München, 21.03.2019 - 6 U 3377/18
Telefonanrufe zu Werbezwecken bei Verbrauchern ohne vorherige Einwilligung
- BGH, 02.02.2012 - I ZR 81/10
Tribenuronmethyl - Wettbewerbsrecht: Erforderlichkeit des Verbleibens des …
- OLG Köln, 23.05.2025 - 6 U 61/24
Ansprüche des Eigentümers einer Kirche im Zusammenhang mit der Veröffentlichung …
- BGH, 08.11.2018 - I ZR 108/17
Wettbewerb zweier Vermarktungsunternehmen für Hörfunkwerbezeiten: …
- OLG Köln, 12.12.2008 - 6 U 41/08
Untersagung der unaufgeforderten telefonischen Kontaktaufnahme mit Verbrauchern …
- LG München I, 17.11.2020 - 33 O 16274/19
Online-Stadtportal verstößt gegen das Gebot der Staatsferne der Presse
- OLG Hamm, 14.05.2009 - 4 U 192/08
Anforderungen an die Fassung eines Verbotstenors; Wettbewerbswidrigkeit der …
- OLG München, 18.12.2025 - 14 U 1068/25
DSGVO-Verstoß durch Meta Business Tools im Zusammenhang mit Drittseiten und Apps …
- BGH, 15.05.2014 - I ZR 137/12
Ärztliches Berufsrecht in Baden-Württemberg: Grundrechtswidrigkeit des Verbots …
- BGH, 13.01.2011 - I ZR 112/08
Ärztliches Berufsrecht: Verweisung eines Patienten an einen Hilfsmittelanbieter …
- OLG Köln, 07.12.2012 - 6 U 69/12
Klagebefugnis von Verbraucherschutzverbänden hinsichtlich unaufgeforderter …
- BGH, 22.04.2010 - I ZR 29/09
Grabmalwerbung
- VG Saarlouis, 09.03.2018 - 1 K 257/17
Telefonansprache für den Ankauf von Edelmetallresten von Zahnarztpraxen; Verstoß …
- LG Flensburg, 08.04.2022 - 8 O 7/22
Zimmervermittlungsagentur - Wettbewerbsverletzung: Mutmaßliche Einwilligung in …
- OLG Hamm, 16.10.2007 - 4 U 91/07
Bestimmtheit des Klageantrags bei belästigender e-mail-Werbung; Ausräumung der …
- OLG Zweibrücken, 26.02.2009 - 4 U 51/08
Anforderungen an die Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags
- OLG Hamburg, 01.06.2017 - 3 U 124/13
Wettbewerb zweier Vermarktungsunternehmen für Hörfunkwerbezeiten: …
- OLG Dresden, 21.04.2021 - 4 W 239/21
Ein Unterlassungsantrag, mit dem dem Antragsgegner ohne weitere Konkretisierung …
- OLG Frankfurt, 22.05.2012 - 14 U 64/11
Verbot unzulässiger Werbung durch Telefonanrufe nach § 7 I, II Nr. 2 Alt.1 UWG.
- OLG Frankfurt, 20.03.2014 - 6 U 2/13
Unlautere Absprache zwischen Arzt und Apotheker über die Zuführung von Patienten
- LG Düsseldorf, 11.11.2022 - 38 O 144/22
Streichpreis muss nicht ausdrücklich als niedrigster Preis der letzten 30 Tage …
- BGH, 08.03.2012 - I ZR 85/10
Unfallersatzgeschäft
- OLG Hamm, 07.09.2017 - 2 U 24/17
- OLG Frankfurt, 15.05.2008 - 6 U 36/03
Wettbewerbsverstoß: Anforderungen an die Bestimmtheit eines Antrags auf …
- OLG Hamm, 25.10.2007 - 4 U 89/07
Wettbewerbswidrige Versendung elektronischer Werbung an Mitbewerber
- LG Hamburg, 17.12.2014 - 416 HKO 158/14
Wettbewerbswidrige Telefonwerbung: Wirksamkeit eines Vertrages über einen Eintrag …
- OLG Köln, 14.02.2014 - 6 U 120/13
50 De-Mails inklusive
- OLG München, 18.12.2025 - 14 U 881/25
Berufung, Werbung, Schadensersatzanspruch, Unterlassungsanspruch, …
- OLG Saarbrücken, 03.05.2024 - 5 U 72/23
Ansprüche des Nutzers eines sozialen Netzwerks bei Veröffentlichung seiner …
- LAG Hamm, 18.10.2013 - 10 SaGa 28/13
Bestimmtheit eines Unterlassungsantrages
- OLG Stuttgart, 10.12.2009 - 2 U 51/09
Wettbewerbsverstoß: Anforderungen an die Widerrufsbelehrung; Rücksendekosten; …
- OLG Hamm, 17.02.2009 - 4 U 190/08
Begriff der unzumutbaren Belästigung; Zulässigkeit unaufgeforderter …
- OLG Hamm, 22.11.2007 - 4 U 102/07
Anspruch auf Unterlassung von Werbeanrufen und e-Mails ggü. gemeinsamen Kunden …
- OLG Karlsruhe, 25.02.2015 - 6 U 15/11
Teil-Berufsausübungsgemeinschaft (Urteil vom 25.02.2015, 6 U 15/11
- OLG Stuttgart, 11.11.2010 - 2 U 29/10
Wettbewerbsverstoß: Telefonwerbung eines Energieversorgungsunternehmens bei zuvor …
- OLG München, 18.12.2025 - 14 U 1314/25
Löschungs- und Schadensersatzansprüche bei Verarbeitung personenbezogener Daten …
- OLG München, 11.09.2008 - 29 U 3629/08
Affiliate-Programm bei jugendgefährdenden Angeboten
- OLG München, 03.04.2025 - 6 U 2414/23
Datenschutz, Meldung von Positivdaten an die Schufa
- LG Offenburg, 15.09.2017 - 5 O 54/16
Ist die Werbeaussage Nach traditioneller Metzgerkunst irreführende Werbung?
- OLG Stuttgart, 14.02.2019 - 2 U 33/18
Klage auf Ersatz von Kosten für markenrechtliche Abmahnungen: Abgrenzung von …
- KG, 19.06.2015 - 5 U 120/13
Wettbewerbsverstoß: Irreführende Bewerbung für Heilmitelbehandlungen mittels …
- LG Essen, 22.06.2017 - 4 O 4/17
- BGH, 16.08.2018 - III ZR 267/16
Schlichtung als Prozessvoraussetzung: Auslegung einer Schlichtungsklausel; …
- LG Bonn, 31.01.2008 - 14 O 140/07
Unterlassung des Anrufens von Verbrauchern im Falle des Fehlens ihrer vorherigen …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1395/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- LG Köln, 28.09.2021 - 33 O 123/19
- OLG Köln, 30.11.2012 - 6 U 20/12
Wettbewerbswidrigkeit unaufgeforderter Werbeanrufe eines …
- OLG Stuttgart, 24.04.2008 - 2 U 51/07
Sonntagsverkauf in Apotheken: Verfassungsgemäßes Verbot des sonntäglichen …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1397/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- OLG Köln, 31.10.2007 - 6 U 13/07
"Getunter Bentley" - Zur Rechtmäßigkeit der Verwendung der Originalmarke beim …
- OLG München, 23.03.2017 - 6 U 3385/16
Spürbarkeit bei nicht vorgesehener Textilkennzeichnung als "Cotton" und "Acrylic"
- LG Nürnberg-Fürth, 25.11.2016 - 4 HKO 6816/16
Buchpreisbindung von Rückläufern nach Verbraucherwiderruf
- LG Karlsruhe, 08.07.2011 - 14 O 108/10
Ungefragte Aushändigung des Werbeflyers eins Hörgeräteakustikers durch einen …
- OLG Schleswig, 20.06.2022 - 6 U 29/22
Unterlassung werblicher Werbeanrufe; hier sog. "Cold-Calls"
- LG Köln, 23.05.2024 - 14 O 13/23
- LG München I, 17.11.2022 - 17 HKO 8213/18
Wettbewerbsverstoß, wenn mit Bockbierwürze versetzte weinhaltigen Getränke als …
- LG Düsseldorf, 26.08.2022 - 38 O 41/22
Lesbarkeit von Tarifinformationen auf Werbeflyern
- OLG Düsseldorf, 13.06.2019 - 2 U 55/18
Unzulässige Verkaufsfördermaßnahmen mit dem Hinweis auf eine Neueröffnung
- OLG München, 08.12.2011 - 34 Sch 25/08
- OLG Hamm, 15.11.2007 - 4 U 23/07
Verbraucherschutz: Wirksamkeit einer eine Telefonwerbung betreffenden …
- LG Düsseldorf, 20.02.2025 - 38 O 29/25
Unzulässige Mobilfunk-Werbung mit "unbegrenztem Datenvolumen"
- VerfGH Berlin, 19.06.2013 - VerfGH 168/11
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Verhängung eines Ordnungsgeldes wegen …
- OLG München, 20.07.2023 - 29 U 174/22
Wettbewerbsverhältnis, Klageantrag, Unerlaubte Handlung, Unterlassungsanspruch, …
- LG Stralsund, 09.06.2023 - 6 O 181/22
Schadensersatzanspruch bei Bagatellverstoß gegen Datenschutzrecht
- LG Düsseldorf, 03.04.2020 - 38 O 212/19
Wettbewerbsrecht: Geschenkbox für Apothekenmitarbeiter
- LG Ingolstadt, 20.12.2024 - 83 O 81/24
Datenschutzgrundverordnung, Unterlassungsantrag, Personenbezogene Daten, …
- OLG Köln, 17.04.2026 - 6 U 104/25
Audi Q3 - Zu den Voraussetzungen, unter denen angenommen werden kann, dass eine …
- LG Hannover, 03.11.2009 - 18 O 113/09
Keine mutmaßliche Einwilligung eines kleinen inhabergeführten Unternehmens in …
- OLG Hamm, 19.03.2009 - 4 U 179/08
Untersagung belästigender Werbung durch E-Mail
- LG Hamburg, 23.06.2026 - 406 HKO 120/24
Gutscheinwerbung: OTC-Restbetrag bei Rezepten verboten
- OLG Dresden, 26.09.2017 - 14 U 1371/16
- LG Köln, 24.08.2011 - 84 O 52/11
Zulässigkeit der Nutzung einer aus Gründen der Terminsvereinbarung erhaltenen …
- OLG Hamm, 13.11.2008 - 4 U 150/08
Rechtsmissbräuchlichkeit der Einschaltung eines Rechtsanwalts zum Zwecke der …
- LAG Berlin-Brandenburg, 28.09.2007 - 8 Sa 916/07
Klage auf Unterlassung von Warnstreiks - Umfang der Friedenspflicht - …
- OLG München, 02.02.2012 - 6 U 3180/11
Wettbewerbs- und Heilmittelwerberecht: Bestimmtheit eines Verfügungsantrags …
- OLG München, 27.04.2010 - 29 W 1209/10
Unlauterer Wettbewerb: Verletzung des Kernbereichs einer gerichtlichen …
- ArbG Köln, 19.01.2024 - 18 Ca 1251/20
- OLG Köln, 21.09.2007 - 6 U 14/07
"Tarif mit erhöhter Grundgebühr" - Telefonwerbung bei bestehender …
- OLG Hamburg, 16.05.2012 - 3 U 89/11
Heilmittelwerbung: Unterlassungsanspruch unter Berücksichtigung einer …
- OLG Stuttgart, 05.08.2010 - 2 U 53/10
Wettbewerbswidrigkeit der Nennung eines in Trägerschaft von Gebietskörperschaften …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1396/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- OLG Frankfurt, 03.12.2012 - 6 U 230/12
Bestimmtheit des Klageantrages bei auf Erstbegehungsgefahr gestütztem …
- ArbG Berlin, 07.10.2009 - 48 Ga 17643/09
Aufruf zum Boykott der Neuen Babylon Berlin GmbH
- OLG München, 23.11.2023 - 29 U 3309/22
Kostenentscheidung, Wegfall der Wiederholungsgefahr, Abmahnungskosten, …
- LG Düsseldorf, 08.05.2020 - 38 O 116/19
- OLG Frankfurt, 12.06.2014 - 6 U 40/13
Streitgegenstand eines auf mehrere Verletzungsfälle gestützten …
- LG Köln, 24.05.2023 - 28 O 198/22
- ArbG Berlin, 23.06.2008 - 2 Ga 9993/08
Zulässigkeit von im Zusammenhang mit einem Arbeitskampf stehenden Maßnahmen
- LG Rostock, 22.12.2016 - 6 HKO 59/16
Wettbewerbsverstoß: Geltendmachung eines vertraglichen Unterlassungsanspruchs …
- LG München I, 14.05.2009 - 7 O 5535/09
Urheberrechtsverletzungen im Internet: Verpflichtung des Access-Providers zur …
- LG Bonn, 23.04.2009 - 14 O 18/09
Kein Unterlassungsanspruch bei Werbung eines Kreditunternehmens mit dem Angebot …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1398/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- LG Essen, 15.07.2010 - 10 S 129/10
Eingriff in den Gewerbebetrieb einer Detektei durch Telefonwerbung
- VG Köln, 13.08.2008 - 1 L 911/08
Verbot des unaufgeforderten Versendens von Werbung an Verbraucher ohne vorherige …
- LG Köln, 09.04.2025 - 28 O 589/23
- OLG Stuttgart, 15.03.2012 - 2 U 90/11
- LG Bonn, 09.10.2007 - 11 O 61/07
Anforderungen an die Bestimmtheit von Anträgen auf Erlass einer einstweiligen …
- LG München II, 29.05.2024 - 14 O 1419/23
Erforderliche Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags
- LG Karlsruhe, 20.04.2016 - 14 O 28/15
Unlauterer Wettbewerb eines Energieversorgungsunternehmens: Verweigerung einer …
- OLG München, 18.04.2011 - 29 W 376/11
Unlauterer Wettbewerb: Verletzung des Kernbereichs einer gerichtlichen …
- OLG Hamm, 10.06.2010 - 4 U 38/10
Unerlaubte Telefonwerbung gem. § 7 II UWG
- LG Landau/Pfalz, 08.07.2015 - HKO 44/14
- LG Bonn, 18.09.2007 - 11 O 68/07
Rücksichtspflicht
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Rechtsprechung
| BGH, 04.04.2007 - III ZB 85/06 |
Volltextveröffentlichungen (12)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
ZPO § 233
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
ZPO § 233 Fd
- IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vertrauen des Rechtsanwalts auf die Befolgung von Einzelweisungen an eine Büroangestellte; Organisationsverschulden des Prozessbevollmächtigten bei Fristversäumnis
- ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 233
Sorgfaltspflichten eines Rechtsanwalts bei Erteilung einer Anweisung zur Wahrung einer Rechtsmittel- oder Rechtsmittelbegründungsfrist - ibr-online
Versendung eines fristwahrenden Schriftsatzes per Fax
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- IWW (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
- brak-mitteilungen.de
, S. 25 (Leitsatz und Kurzanmerkung)
Vertrauen auf Befolgung von Weisungen
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Sorgfaltspflicht bei Einzelanweisung
Besprechungen u.ä. (3)
- IWW (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
- BRAK-Mitteilungen (Entscheidungsanmerkung)
Vertrauen auf Befolgung von Weisungen
- brak-mitteilungen.de
, S. 25 (Leitsatz und Kurzanmerkung)
Vertrauen auf Befolgung von Weisungen
Verfahrensgang
- LG Ulm, 31.01.2006 - 6 O 14/05
- OLG Stuttgart, 06.07.2006 - 1 U 31/06
- BGH, 04.04.2007 - III ZB 85/06
Papierfundstellen
- NJW 2008, 234 (Ls.)
- NJW-RR 2007, 1430
- MDR 2007, 966
- FamRZ 2007, 1007 (Ls.)
- VersR 2008, 703
- BB 2007, 1078
- DB 2007, 1249
Wird zitiert von ... (35) Zitiert selbst (3)
- BGH, 22.06.2004 - VI ZB 10/04
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist bei …
Auszug aus BGH, 04.04.2007 - III ZB 85/06
Ein Rechtsanwalt, der seiner Kanzleiangestellten die Einzelanweisung erteilt, einen Schriftsatz zur Wahrung einer Rechtsmittel- oder Rechtsmittelbegründungfrist noch am selben Tag per Telefax an das zuständige Gericht abzusenden, muss, jedenfalls wenn er nicht anordnet, den Schriftsatz sogleich abzuschicken, Vorkehrungen dagegen treffen, dass sein Auftrag im Drange der übrigen Geschäfte in Vergessenheit gerät und die Frist dadurch versäumt wird (Fortführung von BGH, Beschluss vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361 f).Ein Rechtsanwalt darf zwar grundsätzlich darauf vertrauen, dass eine Büroangestellte, die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, eine konkrete Einzelweisung befolgt (ständige Rechtsprechung, z.B. BGH, Beschluss vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361, 1362 m.w.N.; BGH, Beschluss vom 4. November 2003 - VI ZB 50/03 - NJW 2004, 688, 689).
In einem solchen Fall bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen Organisationsmangel (BGH, Beschluss vom 22. Juni 2004 aaO; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 4. November 2003 aaO).
Eine besondere Vorkehrung mag ausnahmsweise entbehrlich sein, wenn die Bürokraft die unmissverständliche Weisung erhält, einen Vorgang sogleich auszuführen (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juni 2004 aaO).
Entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde steht dem der Beschluss des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2004 (aaO) nicht entgegen.
Zwar hat dieser Senat das Organisationsverschulden eines Rechtsanwalts, der seinem Büropersonal, wie hier, die Anweisung gegeben hatte, eine Berufungsbegründung als Fax an das Rechtsmittelgericht zu senden, mit der Erwägung angenommen, dass die Weisung bereits am Vormittag ergangen war und die klare und präzise Direktive fehlte, die Rechtsmittelbegründungsschrift umgehend, jedenfalls noch am Vormittag abzusenden (Beschluss vom 22. Juni 2004 aaO).
- BGH, 04.11.2003 - VI ZB 50/03
Anforderungen an die Organisation des Rechtsanwaltsbüros; Eintragung mündlich …
Auszug aus BGH, 04.04.2007 - III ZB 85/06
Ein Rechtsanwalt darf zwar grundsätzlich darauf vertrauen, dass eine Büroangestellte, die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, eine konkrete Einzelweisung befolgt (ständige Rechtsprechung, z.B. BGH, Beschluss vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361, 1362 m.w.N.; BGH, Beschluss vom 4. November 2003 - VI ZB 50/03 - NJW 2004, 688, 689).In einem solchen Fall bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen Organisationsmangel (BGH…, Beschluss vom 22. Juni 2004 aaO; vgl. auch BGH, Beschluss vom 4. November 2003 aaO).
- OLG Stuttgart, 06.07.2006 - 1 U 31/06
Verfahrensrecht: Wiedereinsetzung in die Berufungsbegründungsfrist; Organisation …
Auszug aus BGH, 04.04.2007 - III ZB 85/06
Die Rechtsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 6. Juli 2006 - 1 U 31/06 - wird als unzulässig verworfen.
- BGH, 15.11.2007 - IX ZB 219/06
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts hinsichtlich der …
a) Ein Rechtsanwalt darf zwar grundsätzlich darauf vertrauen, dass eine Büroangestellte, die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, eine konkrete Einzelanweisung befolgt (st. Rspr., z.B. BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04, NJW-RR 2004, 1361, 1362;… v. 13. September 2006 - XII ZB 103/06, BGHReport 2006, 1493; v. 21. Dezember 2006 - IX ZB 309/04, AnwBl 2007, 236; v. 4. April 2007 - III ZB 85/06, BGHReport 2007, 623, 624).In einer Anwaltskanzlei müssen jedoch ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen sein, dass die mündliche Einzelanweisung über die Eintragung oder Einhaltung einer wichtigen Frist in Vergessenheit gerät und die Fristeintragung oder rechtzeitige Übermittlung eines fristwahrenden Schriftsatzes unterbleibt (für die Eintragung einer wichtigen Frist vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 4. November 2003 - VI ZB 50/03, NJW 2004, 688, 689;… v. 21. Dezember 2006 aaO;… für die Einhaltung einer wichtigen Frist zur Übermittlung eines Schriftsatzes per Fax vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 aaO;… v. 13. September 2006 aaO; v. 4. April 2007 aaO).
In einem solchen Fall bedeutet das Fehlen jeglicher Sicherung einen entscheidenden Organisationsmangel (…BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 aaO;… v. 13. September 2006 aaO;… v. 21. Dezember 2006 aaO; v. 4. April 2007 aaO).
Eine besondere Vorkehrung mag ausnahmsweise entbehrlich sein, wenn die Bürokraft die unmissverständliche Weisung erhalten hat, einen Vorgang sogleich auszuführen (…BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 aaO; v. 4. April 2007 aaO).
Der Rechtsanwalt muss deshalb, wenn er nicht die sofortige Ausführung seiner Anweisung anordnet, durch allgemeine Weisung oder durch besonderen Auftrag Vorkehrungen gegen das Vergessen treffen (BGH, Beschl. v. 4. April 2007 aaO).
- BGH, 03.12.2009 - IX ZB 142/06
Abweisung eines Wiedereinsetzungsantrags im Falle des schuldhaften …
Ein Rechtsanwalt darf zwar grundsätzlich darauf vertrauen, dass eine Büroangestellte, die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, eine konkrete Einzelanweisung befolgt (st. Rspr., z.B. BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04, NJW-RR 2004, 1361, 1362;… v. 13. September 2006 - XII ZB 103/06, BGHReport 2006, 1493; v. 21. Dezember 2006 - IX ZB 309/04, AnwBl. 2007, 236; v. 4. April 2007 - III ZB 85/06, NJW-RR 2007, 1430, 1431 Rn. 9;… v. 15. November 2007 - IX ZB 219/06, NJW 2008, 526, 527 Rn. 10).In einer Anwaltskanzlei müssen jedoch ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen sein, dass die mündliche Einzelanweisung über die Eintragung oder Einhaltung einer wichtigen Frist in Vergessenheit gerät und die Fristeintragung oder rechtzeitige Übermittlung eines fristwahrenden Schriftsatzes unterbleibt (für die Eintragung einer wichtigen Frist vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 4. November 2003 - VI ZB 50/03, NJW 2004, 688, 689;… v. 21. Dezember 2006 a.a.O.;… für die Einhaltung einer wichtigen Frist zur Übermittlung eines Schriftsatzes per Fax vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 a.a.O.;… v. 13. September 2006 a.a.O.; v. 4. April 2007 a.a.O.).
In einem solchen Fall bedeutet das Fehlen jeglicher Sicherung einen entscheidenden Organisationsmangel (…BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 a.a.O.;… v. 13. September 2006 a.a.O.;… v. 21. Dezember 2006 a.a.O.; v. 4. April 2007 a.a.O. ;… v. 15. November 2007 a.a.O. Rn. 11).
Eine besondere Vorkehrung mag ausnahmsweise entbehrlich sein, wenn die Bürokraft die unmissverständliche Weisung erhalten hat, einen Vorgang sogleich auszuführen (…BGH, Beschl. v. 22. Juni 2004 a.a.O.; v. 4. April 2007 a.a.O.;… v. 15. November 2007 a.a.O. Rn. 12).
Der Rechtsanwalt muss deshalb, wenn er nicht die sofortige Ausführung seiner Anweisung anordnet, durch allgemeine Weisung oder durch besonderen Auftrag Vorkehrungen gegen das Vergessen treffen (BGH, Beschl. v. 4. April 2007 a.a.O.;… v. 15. November 2007 a.a.O. Rn. 12).
- BGH, 18.07.2007 - XII ZB 32/07
Anforderungen an die Ausgangskontrolle bei Übermittlung fristwahrender …
In einem solchen Fall bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen Organisationsmangel (BGH Beschlüsse vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - FamRZ 2007, 1007, vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - FamRZ 2004, 1711, 1362 und vom 4. November 2003 - VI ZB 50/03 - NJW 2004, 688, 689; vgl. auch Senatsbeschluss vom 13. September 2006 - XII ZB 103/06 - FamRZ 2006, 1663).
- BGH, 02.04.2008 - XII ZB 189/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Beschwerdefrist in …
Betrifft die Anweisung einen so wichtigen Vorgang wie die Eintragung einer Rechtsmittelfrist und wird sie nur mündlich erteilt, müssen ausreichende Vorkehrungen dagegen getroffen sein oder werden, dass die Anweisung (etwa im Drange der übrigen Geschäfte, vgl. BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430, 1431) in Vergessenheit gerät und die Fristeintragung unterbleibt (BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - FamRZ 2004, 1711 und vom 4. November 2003 - VI ZB 50/03 - NJW 2004, 688, 689 m.N.).Entgegen der Ansicht des Beschwerdegerichts genügt in einem solchen Fall aber die klare und präzise Anweisung, die genannte Begründungsfrist sofort einzutragen, zumal hier die weitere allgemeine Büroanweisung bestand, einen solchen Auftrag stets vor allen anderen Aufgaben zu erledigen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - FamRZ 2004, 1711, 1712, vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06 - NJW 2008, 526, 527, vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430, 1431 und Senatsbeschluss vom 18. Juli 2007 - XII ZB 32/07 - FamRZ 2007, 2778, 1723 unter Rz. 8).
- OLG Köln, 12.08.2009 - 19 U 78/09 Ein Prozessbevollmächtigter kann zwar auch mit einer genauen Einzelanweisung an eine zuverlässige Angestellte eine Fristwahrung gewährleisten (BGH NJW-RR 2008, 1379 f. [BGH 19.03.2008 - III ZB 80/07] ; FamRZ 2008, 1924 ; FamRZ 2007, 720 f. ; NJW-RR 2007, 1430 f.; JurBüro 2006, 222; BGH-Report 2005, 44 f.; NJW-RR 2004, 688 f.; NJW-RR 2003, 935 [BGH 11.02.2003 - VI ZB 38/02] ; jew. m.w.N.).
Auch Einzelanweisungen müssen aber über ihre Eignung, den gewünschten Erfolg herbeizuführen, hinaus hinreichende Gewähr bieten, dass eine Fristversäumung zuverlässig verhindert wird (BGH NJW-RR 2008, 1379 f. [BGH 19.03.2008 - III ZB 80/07] ; FamRZ 2008, 1924 ; JurBüro 2008, 280; FamRZ 2007, 720 f. ; NJW-RR 2007, 1430 f.; jew. m.w.N.).
Betrifft die Anweisung - wie hier - einen solch wichtigen Vorgang wie die Wahrung einer Rechtsmittel- oder Rechtsmittelbegründungsfrist müssen in der Kanzlei allgemein oder im Einzelfall ausreichende organisatorische Vorkehrungen getroffen sein, dass die Anordnung nicht in Vergessenheit gerät oder im Drange der sonstigen Geschäfte nicht erledigt und die Frist deshalb versäumt wird (BGH NJW-RR 2007, 1430 f. [BGH 04.04.2007 - III ZB 85/06] ; NJW-RR 2007, 1430 f. [BGH 04.04.2007 - III ZB 85/06] ; BGH FamRZ 2007, 720 f. ).
Auch zu mit der Einzelanweisung verbundenen Vorkehrungen (vgl. etwa BGH NJW-RR 2007, 1430 f. [BGH 04.04.2007 - III ZB 85/06] : Anbringung eines Vermerks im Fristenkalender) verhält sich das Vorbringen nicht.
Ein Prozessbevollmächtigter, der die übliche Sorgfalt walten lässt, hätte deshalb - zumal mit Blick auf die Bedeutsamkeit der Wahrung der Rechtsmittelbegründungsfrist - nicht allein auf die Einhaltung der Anweisung vertraut, sondern zusätzlich zu dieser geeignete Maßnahmen zur Ausgangskontrolle geschaffen sowie dafür Sorge getragen, dass die Anordnung nicht in Vergessenheit gerät und die Frist dadurch versäumt wird (vgl. BGH NJW 2007, 2778 f., [BGH 18.07.2007 - XII ZB 32/07] NJW-RR 2007, 1430 f. [BGH 04.04.2007 - III ZB 85/06] ).
- BVerwG, 25.03.2015 - 9 B 65.14
Wiedereinsetzung; Telefax; mündliche Einzelanweisung; Organisationsverschulden; …
Gibt der Anwalt einer bisher zuverlässigen und fachlich qualifizierten Kanzleikraft eine konkrete mündliche Einzelanweisung über die rechtzeitige Übermittlung eines fristwahrenden Schriftsatzes, darf er grundsätzlich darauf vertrauen, dass sie befolgt wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361 und vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9).Wird nicht unmissverständlich die sofortige Versendung angeordnet, sondern der Kanzleikraft - wie hier - ein Spielraum von mehreren Stunden zur Erledigung der aufgetragenen Arbeit eingeräumt, bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen Organisationsmangel (BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361 , vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9 …und vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06 - NJW 2008, 526 Rn. 10 ff.).
Bei dieser Sachlage hätte auch eine allgemeine oder im Einzelfall gegebene Anweisung, etwa dergestalt, dass unmittelbar nach der mündlichen Anweisung ein entsprechender Vermerk in den Fristenkalender einzutragen und erst nach Erledigung zu löschen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9), die Ausführung des Auftrages nicht sichern können.
- BGH, 26.01.2009 - II ZB 6/08
Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde als Folge der Verletzung des Anspruchs des …
Betrifft jedoch die mündlich erteilte Einzelweisung die Notierung einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsfrist, müssen in der Rechtsanwaltskanzlei ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen sein, dass eine solche nur mündlich erteilte Weisung in Vergessenheit gerät und die Eintragung der Frist unterbleibt (st.Rspr., vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 4. April 2007 - III ZB 85/06, NJW-RR 2007, 1430, 1431).Wird aber ein so wichtiger Vorgang wie die Notierung einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsfrist nur mündlich vermittelt, müssen nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung in der Rechtsanwaltskanzlei ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen sein, dass eine solche nur mündlich erteilte Anweisung in Vergessenheit gerät und die Eintragung der Frist unterbleibt (vgl. BGH, Beschl. v. 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91, NJW 1992, 574;… Beschl. v. 17. September 2002 aaO; Beschl. v. 5. November 2002 - VI ZR 399/01, NJW 2003, 435, 436; Beschl. v. 4. April 2007 - III ZB 85/06, NJW-RR 2007, 1430, 1431 Tz. 9; Beschl. v. 9. Oktober 2007 - XI ZB 14/07, NJOZ 2008, 2162, 2163 f. Tz. 6).
- BGH, 22.01.2013 - VIII ZB 46/12
Versäumung der Berufungsfrist bei fehlerhafter oder unzureichender Bezeichnung …
Zwar müssen, wenn die mündliche Anweisung einen wichtigen Vorgang wie etwa die Einreichung fristgebundener Schriftsätze betrifft, in der Kanzlei ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen werden, dass die Anweisung (etwa im Drange der Geschäfte) in Vergessenheit gerät (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06, NJW 2008, 526 Rn. 11; vom 4. April 2007 - III ZB 85/06, NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9;… vom 2. April 2008 - XII ZB 190/07, juris Rn. 13 mwN;… vom 28. Oktober 2008 - VI ZB 43/08, aaO;… vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, aaO Rn. 31 mwN;… vom 20. März 2012 - VIII ZB 41/11, aaO Rn. 13;… vom 16. Mai 2012 - AnwZ (Brfg) 48/11, aaO Rn. 11 ff. ).Solche Vorkehrungen sind grundsätzlich nur dann entbehrlich, wenn die Bürokraft zugleich die unmissverständliche Weisung erhält, den von ihr zu erledigenden Vorgang sofort auszuführen (BGH, Beschlüsse vom 4. April 2007 - III ZB 85/06, aaO;… vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06, aaO Rn. 12;… vom 2. April 2008 - XII ZB 190/07, aaO Rn. 14; jeweils mwN).
- BGH, 10.02.2016 - VII ZB 36/15
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Ausgangskontrolle bei …
Der Rechtsanwalt muss, wenn er nicht die sofortige Ausführung seiner Anweisung anordnet, durch allgemeine Weisung oder besonderen Auftrag Vorkehrungen gegen das Vergessen treffen (vgl. BGH…, Beschluss vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06, aaO; Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 85/06, NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9). - BVerwG, 25.03.2015 - 9 B 67.14
Glaubhafte Versicherung eines Einzelanwalts hinsichtlich seines Nichtverschuldens …
Gibt der Anwalt einer bisher zuverlässigen und fachlich qualifizierten Kanzleikraft eine konkrete mündliche Einzelanweisung über die rechtzeitige Übermittlung eines fristwahrenden Schriftsatzes, darf er grundsätzlich darauf vertrauen, dass sie befolgt wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361 und vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9).Wird nicht unmissverständlich die sofortige Versendung angeordnet, sondern der Kanzleikraft - wie hier - ein Spielraum von mehreren Stunden zur Erledigung der aufgetragenen Arbeit eingeräumt, bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen Organisationsmangel (BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2004 - VI ZB 10/04 - NJW-RR 2004, 1361 , vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9 …und vom 15. November 2007 - IX ZB 219/06 - NJW 2008, 526 Rn. 10 ff.).
Bei dieser Sachlage hätte auch eine allgemeine oder im Einzelfall gegebene Anweisung, etwa dergestalt, dass unmittelbar nach der mündlichen Anweisung ein entsprechender Vermerk in den Fristenkalender einzutragen und erst nach Erledigung zu löschen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 85/06 - NJW-RR 2007, 1430 Rn. 9), die Ausführung des Auftrages nicht sichern können.
- BVerwG, 25.03.2015 - 9 B 66.14
Glaubhafte Versicherung eines Einzelanwalts hinsichtlich seines Nichtverschuldens …
- BGH, 30.10.2008 - III ZB 54/08
Überwachung der Ausführung einer Weisung an das Kanzleipersonal durch den …
- BAG, 19.07.2007 - 6 AZR 432/06
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Versäumung der Revisionsbegründungsfrist
- BGH, 03.12.2007 - II ZB 20/07
Pflicht des Rechtsanwalts zur Überprüfung der Ausführung von Einzelanweisungen …
- OLG Frankfurt, 26.07.2013 - 15 U 105/13
Wiedereinsetzung: organisatorische Vorkehrungen des Anwalts für das Faxen der …
- BGH, 02.04.2008 - XII ZB 190/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Verletzung der …
- BGH, 22.10.2013 - II ZB 7/12
Rechtsbeschwerde gegen Verwerfung der Berufung und Abweisung eines …
- BGH, 06.12.2007 - V ZB 91/07
Versäumung der Berufungsfrist und Anforderungen an die Büroorganisation eines …
- BGH, 19.03.2008 - III ZB 80/07
Anforderungen an die Ausgangs Kontrolle bei Übermittlung fristwahrender …
- BGH, 06.04.2016 - VII ZB 7/15
Versäumung der Rechtsmittelfrist: Anforderungen an eine die allgemeine …
- BGH, 20.03.2008 - IX ZB 92/06
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist aufgrund Nichtbefolgung einer …
- OLG Brandenburg, 30.08.2007 - 12 U 33/07
Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld sowie die Feststellung der …
- BGH, 21.07.2008 - II ZA 4/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer Rechtsmittelfrist …
- VGH Bayern, 14.05.2013 - 11 B 12.1522
Verwerfung der Berufung als unzulässig; Versäumung der Berufungsbegründungsfrist; …
- OLG Düsseldorf, 06.05.2011 - 5 UF 104/10
Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der Frist zur …
- OLG Frankfurt, 12.11.2020 - 5 UF 140/20
Wiedereinsetzung: Organisationsverschulden durch fehlende Kontrollvorkehrungen …
- BGH, 20.01.2009 - XI ZB 6/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BGH, 16.07.2014 - IV ZB 40/13
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- OLG Saarbrücken, 05.06.2007 - 4 U 73/07
Berufung: Schadensersatz wegen Beschädigung eines Segelflugzeugs; …
- OLG Stuttgart, 31.08.2012 - 19 U 83/12
Widereinsetzung in die versäumte Berufungsbegründungsfrist: Erforderliche …
- OLG Stuttgart, 20.05.2009 - 10 U 16/09
Rechtsanwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Grenzen …
- OVG Sachsen, 22.07.2009 - 1 A 163/09
Wiedereinsetzung, ; fehlerhafte Adressierung; Anwaltsverschulden
- OLG Köln, 20.04.2010 - 19 U 9/10
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- OLG Brandenburg, 27.08.2009 - 9 UF 68/09
Berufung: (Un-)Zulässigkeit bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist
- OLG Nürnberg, 15.09.2021 - 4 U 1085/21
Berufung, Frist, Wiedereinsetzung, Versicherung, Verschulden, Zustellung, …
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Rechtsprechung
| BGH, 27.03.2007 - VIII ZB 123/06 |
Volltextveröffentlichungen (14)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
- IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Begründung der erstrebten Abänderung eines erstinstanzlichen Urteils ausschließlich mit neuen Angriffsmitteln und Verteidigungsmitteln in der Berufungsinstanz; Berücksichtigung neuer Angriffsmittel und Verteidigungsmittel in der zivilprozessualen Berufungsinstanz; ...
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
ZPO §§ 513, 520, 529, 531
Neue Angriffs- und Verteidigungsmittel in der Berufung - ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 513 § 520 § 529 § 531
Anforderungen an die Berufungsbegründung bei Anfechtung des erstinstanzlichen Urteils mit ausschließlich neuen Angriffs- und Verteidigungsmitteln - datenbank.nwb.de
- ibr-online
Verfahrensrecht - Neue Angriffs- und Verteidigungsmittel in der Berufung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- bld.de (Leitsatz/Kurzmitteilung)
Nur neue Angriffs- und Verteidigungsmittel können auch nach der reformierten ZPO für die Berufungsbegründung ausreichen
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Neue Angriffs- und Verteidigungsmittel in der Berufung (IMR 2007, 205)
Verfahrensgang
- AG Leipzig, 24.03.2006 - 165 C 10882/05
- LG Leipzig, 09.11.2006 - 12 S 258/06
- BGH, 27.03.2007 - VIII ZB 123/06
Papierfundstellen
- NJW-RR 2007, 934
- MDR 2007, 966
- FamRZ 2007, 1008 (Ls.)
Wird zitiert von ... (26) Zitiert selbst (1)
- BGH, 05.12.1996 - VII ZR 108/95
Zulässigkeit und Rechtswirkungen der Streitverkündung im selbständigen …
Auszug aus BGH, 27.03.2007 - VIII ZB 123/06
Die mit der Berufung erstrebte Abänderung des erstinstanzlichen Urteils kann nach gefestigter Rechtsprechung auch ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet werden; in einem solchen Fall bedarf es keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (BGH, Urteil vom 25. Dezember 1996 - VII ZR 108/95, NJW 1997, 859, unter II 1 m.w.Nachw., zu § 519 Abs. 3 Nr. 2 ZPO a.F.).
- BAG, 21.05.2019 - 2 AZR 574/18
Berufungsbegründung - neue Angriffs- und Verteidigungsmittel
Zwar muss er sich dann nicht mit den Gründen des angefochtenen Urteils auseinandersetzen (vgl. BGH 27. März 2007 - VIII ZB 123/06 - Rn. 8). - BAG, 19.10.2010 - 6 AZR 118/10
Anforderungen an Berufungsbegründung
Rn. 19 3. Die Berufung ist auch nicht auf neue Angriffs- oder Verteidigungsmittel gestützt worden, was eine Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils entbehrlich gemacht hätte (…vgl. Senat 25. April 2007 - 6 AZR 436/05 - Rn. 18, BAGE 122, 190; BGH 27. März 2007 - VIII ZB 123/06 - Rn. 8, MDR 2007, 966). - BGH, 12.10.2021 - VI ZB 76/19
Anspruch auf Schadensersatz wegen der in einen Motor eingebauten Software zur …
Nach gefestigter Rechtsprechung kann zwar eine Abänderung des erstinstanzlichen Urteils auch ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet werden und bedarf es in einem solchen Fall auch keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (vgl. nur BGH, Beschluss vom 27. März 2007 - VIII ZB 123/06, NJW-RR 2007, 934 Rn. 8).
- BAG, 19.10.2010 - 6 AZR 120/10
Anforderungen an Berufungsbegründung
Rn. 20 4. Die Berufung ist auch nicht auf neue Angriffs- oder Verteidigungsmittel gestützt worden, was eine Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils entbehrlich gemacht hätte (…vgl. Senat 25. April 2007 - 6 AZR 436/05 - Rn. 18, BAGE 122, 190; BGH 27. März 2007 - VIII ZB 123/06 - Rn. 8, MDR 2007, 966). - LAG Hamm, 11.10.2018 - 17 Sa 565/18
Anforderungen an die Berufungsbegründung
In einem solchen Fall bedarf es keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (BGH 27.03.2007 - VIII ZB 123/06 - Rdnr. 8, NJW-RR 2007, 934). - BGH, 05.12.2018 - XII ZB 418/18
Anforderungen an eine Beschwerdebegründung in Ehesachen und Familienstreitsachen: …
Wird die mit der Beschwerde erstrebte Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet, bedarf es insbesondere keiner Auseinandersetzung mit den Gründen der angefochtenen Entscheidung (vgl. BGH Beschluss vom 27. März 2007 - VIII ZB 123/06 - NJW-RR 2007, 934 Rn. 8 mwN zu § 520 Abs. 3 ZPO). - LAG Köln, 29.11.2019 - 4 Sa 323/19
Geltendmachung von Vergütungsansprüchen gegen die Erben des Arbeitgebers als BGB …
Bei der (erstmaligen) Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts im Berufungsverfahren handelt es sich um ein solches Angriffs- und Verteidigungsmittel (vgl. BGH…, Urteil vom 30. Juni 2006 - V ZR 148/05, Rn. 16-20, juris). Sofern die mit der Berufung erstrebte Abänderung des erstinstanzlichen Urteils ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet wird, bedarf es nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich die Kammer vorliegend nach eigener Prüfung anschließt, keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (BGH, Beschluss vom 27. März 2007 - VIII ZB 123/06, Rn. 8, juris; BGH, Urteil vom 25. Dezember 1996 - VII ZR 108/95, NJW 1997, 859, unter II 1 mwN. zu § 519 Abs. 3 Nr. 2 ZPO aF.), wodurch sich dann auch ergibt, dass die Berufung insofern nicht mangels hinreichender Begründung unzulässig sein kann. - BGH, 17.07.2025 - I ZB 52/25
Entgegenstehender Grundsatz der Subsidiarität der erfolgreichen Geltendmachung …
Sie kann daher auch ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet werden; in einem solchen Fall bedarf es keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (vgl. BGH, Beschluss vom 27. März 2007 - VIII ZB 123/06, NJW-RR 2007, 934 [juris Rn. 8];… MünchKomm.ZPO/Rimmelspacher, 7. Aufl., § 520 Rn. 43, jeweils mwN). - OLG Düsseldorf, 18.12.2023 - 22 U 98/23
Zusätzliche Leistungen werden nach tatsächlichen Kosten vergütet!
Die Abänderung eines erstinstanzlichen Urteils kann ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet werden und es bedarf in einem solchen Fall auch keiner Auseinandersetzung mit den Gründen des angefochtenen Urteils (BGH, Beschl. v. 27.03.2007 - VIII ZB 123/06, NJW-RR 2007, 934 Rn. 8). - BGH, 31.07.2023 - VIa ZB 27/22
Verwerfung der Rechtsbeschwerde gegen die Verwerfung der Berufung
Rn. 10 Zwar kann, worauf die Rechtsbeschwerde im Ausgangspunkt zutreffend verweist, nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung eine Abänderung des erstinstanzlichen Urteils ausschließlich mit neuen Angriffs- oder Verteidigungsmitteln begründet werden (vgl. BGH, Beschluss vom 27. März 2007 - VIII ZB 123/06, NJW-RR 2007, 934 Rn. 8). - OLG Karlsruhe, 26.01.2016 - 8 U 3/14
Nicht wie vereinbart gebaut: Mangel arglistig verschwiegen?
- OLG Düsseldorf, 16.02.2024 - 22 U 98/23
Zusätzliche Leistungen werden nach tatsächlichen Kosten vergütet!
- BGH, 31.07.2023 - VIa ZR 27/22
- OLG Zweibrücken, 14.09.2016 - 1 U 99/15
- OLG Brandenburg, 02.10.2024 - 11 U 72/24
Wirksamkeit der vorgenommenen Prämienanpassungen in der privaten …
- OLG Stuttgart, 03.03.2021 - 3 U 281/19
Verkehrsunfallhaftung: Anscheinsbeweis für unfallkausalen Verstoß gegen das …
- OLG Brandenburg, 19.09.2007 - 13 U 73/06
Haftung bei abredewidriger Verwendung einer Geldanlage
- OLG Köln, 03.05.2019 - 6 U 165/18
Umfang des Schutzes eines Unternehmenskennzeichens
- OLG Stuttgart, 15.09.2020 - 16a U 400/19
Berufungsverfahren: Anforderungen an eine Berufungsbegründung
- OLG Düsseldorf, 23.04.2009 - 2 U 8/08
Abweisung der Klage wegen Verletzung eines Gebrauchsmusters für ein sanitäres …
- LAG Rheinland-Pfalz, 04.09.2025 - 5 SLa 287/24
Deckungsgleichheit von Organisationsentscheidung und Kündigungsentschluss
- OLG Zweibrücken, 22.02.2023 - 4 U 125/22
Anforderungen an die Berufungsbegründung bei einer Berufung ausschließlich mit …
- LAG Rheinland-Pfalz, 19.05.2011 - 11 Sa 59/11
Befristetes Arbeitsverhältnis - mittelbare Vertretung eines verbeamteten …
- OLG Frankfurt, 31.03.2021 - 1 U 130/21
Diesel-Skandal: Unzureichende Berufungsbegründung (hier: Nichteingehen auf …
- OLG Zweibrücken, 29.05.2017 - 6 UF 88/16
Beschwerde in einer Ehegattenunterhaltssache: Erfordernis der Auseinandersetzung …
- LAG Sachsen-Anhalt, 23.06.2011 - 3 Sa 120/10
Eingruppierung einer Krankengymnastin
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