Rechtsprechung
| BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86 |
Kündigung wegen zu geringen Bierumsatzes
§ 717 Abs. 2 ZPO nicht analog anwendbar bei Erledigungserklärung in der Berufung, § 91a ZPO;
pVV bei Vollstreckung eines vorläufig vollstreckbaren Räumungsurteils, § 276 BGB <Fassung bis 31.12.01> (vgl. nunmehr auch § 280 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>)
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatzanspruch wegen unwirksamer Kündigung eines Pachtvertrages und Vollstreckung eines Räumungsurteils - Rückgang des Bierbezuges aufgrund schlechter Geschäftsführung - Aufhebung oder Änderung des für vorläufig vollstreckbar erklärten Urteils - Wirkungen einer ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Schadensersatzanspruch des Vollstreckungsschuldners bei übereinstimmender Erledigungserklärung; Schadensersatzpflicht des Verpächters eines Gewerbebetriebes bei grundloser Kündigung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1988, 1268
- NJW-RR 1988, 650 (Ls.)
- MDR 1988, 575
Wird zitiert von ... (24) Zitiert selbst (9)
- BGH, 04.05.1972 - III ZR 218/68
Ausstellung eines Jagderlaubnisscheines für die Dauer der Jagdpacht - …
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Nach dem Wortlaut ist Voraussetzung für das Entstehen dieses vom Verschulden des Vollstreckungsgläubigers unabhängigen Schadensersatzanspruchs des Vollstreckungsschuldners mithin die Aufhebung oder Abänderung des für vorläufig vollstreckbar erklärten Urteils (…BGH Urt. v. 8. Oktober 1957 - VI ZR 212/56, NJW 1957, 1926), und zwar, wie sich im Hinblick auf Absatz 1 ergibt, durch ein anderes Urteil (BGH Beschl. v. 4. Mai 1972 - III ZR 218/68, LM ZPO § 91 a Nr. 32).Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs und das Bundesverwaltungsgericht haben die Frage verneint, weil die Erledigungserklärung auf verschiedenen Gründen beruhen und die entgegengesetzte Auffassung zu dem befremdenden Ergebnis führen könne, daß der Vollstreckungsgläubiger nach § 717 Abs. 2 ZPO Schadensersatz leisten müßte, obwohl er möglicherweise in der Hauptsache Recht hätte (Beschl. v. 4. Mai 1972 aaO;… BVerwG Urt. v. 24. Juli 1980 - 3 C 120/79, NJW 1981, 699;… im Ergebnis ebenso Thomas/Putzo, ZPO, 15. Aufl., § 717 Anm. 1 b;… Stein/Jonas/Münzberg, ZPO, 20. Aufl. § 717, Rdn. 69;… Zöller/Schneider, ZPO, 15. Aufl. § 717 Rdn. 5;… a.A. Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 46. Aufl. § 717 Anm. 2 B, jedoch unter Berufung auf den Beschluß vom 4. Mai 1972).
- BGH, 11.01.1984 - VIII ZR 255/82
Ersatzpflicht bei unberechtigter Kündigung eines Mietverhältnisses
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in BGHZ 89, 296 entschieden, daß, wenn der Vermieter von Gewerberäumen das Mietverhältnis schuldhaft ohne Grund kündigt, er dem Mieter wegen positiver Vertragsverletzung zum Schadensersatz verpflichtet sei, und dazu ausgeführt (…a.a.O. S. 302): Fehlt ein Kündigungsgrund, so tritt die Gestaltungswirkung der Kündigung nicht ein; das Mietverhältnis besteht vielmehr fort. - BGH, 23.05.1985 - IX ZR 132/84
Schadensersatzanspruch des Gläubigers bei ungerechtfertigter einstweiliger …
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Weshalb das über den Bestand des für vorläufig vollstreckbar erklärten Urteils letztlich entscheidende Gericht zum Nachteil des Klägers erkennt, ist im Grundsatz ohne Belang (vgl. BGHZ 54, 76, 81 [BGH 26.05.1970 - VI ZR 199/68]; 62, 7, 9; 95, 10, 14).
- BGH, 05.10.1982 - VI ZR 31/81
Umfang des Schadensersatzanspruchs
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Es fragt sich, ob dieser Grundsatz mit der sich bei entsprechender Anwendung von § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO ergebenden Folge der im Bereich der Gefährdungshaftung (BGHZ 85, 110, 113) liegenden Schadensersatzpflicht des Gläubigers auch angewendet werden kann, wenn entgegen dem Wortlaut des Gesetzes das vollstreckte Urteil nicht aufgehoben, sondern durch Erledigungserklärung wirkungslos geworden ist. - BVerwG, 24.07.1980 - 3 C 120.79
Umfang der Umsatzsteuerbefreiung bei bestimmten Lieferungen von Milcherzeugnissen …
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs und das Bundesverwaltungsgericht haben die Frage verneint, weil die Erledigungserklärung auf verschiedenen Gründen beruhen und die entgegengesetzte Auffassung zu dem befremdenden Ergebnis führen könne, daß der Vollstreckungsgläubiger nach § 717 Abs. 2 ZPO Schadensersatz leisten müßte, obwohl er möglicherweise in der Hauptsache Recht hätte (…Beschl. v. 4. Mai 1972 aaO; BVerwG Urt. v. 24. Juli 1980 - 3 C 120/79, NJW 1981, 699;… im Ergebnis ebenso Thomas/Putzo, ZPO, 15. Aufl., § 717 Anm. 1 b;… Stein/Jonas/Münzberg, ZPO, 20. Aufl. § 717, Rdn. 69;… Zöller/Schneider, ZPO, 15. Aufl. § 717 Rdn. 5;… a.A. Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 46. Aufl. § 717 Anm. 2 B, jedoch unter Berufung auf den Beschluß vom 4. Mai 1972). - BGH, 04.12.1973 - VI ZR 213/71
Schadensersatz nach § 945 ZPO bei Gegendarstellung
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Weshalb das über den Bestand des für vorläufig vollstreckbar erklärten Urteils letztlich entscheidende Gericht zum Nachteil des Klägers erkennt, ist im Grundsatz ohne Belang (vgl. BGHZ 54, 76, 81 [BGH 26.05.1970 - VI ZR 199/68]; 62, 7, 9; 95, 10, 14). - BGH, 26.05.1970 - VI ZR 199/68
Schadensersatz nach §§ 945, 717 Abs. 2 ZPO
- BGH, 25.05.1959 - III ZR 39/58
Steuerarrest. Schadensersatzanspruch
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 30, 123, 128 ff; zuletzt 95, 10, 14 m.w.N.) beruhen § 717 Abs. 2 ZPO und vergleichbare Vorschriften der Zivilprozeßordnung (vgl. §§ 302 Abs. 4 Satz 3, 600 Abs. 2, 641 g, 945, 1042 c Abs. 2 Satz 3, 1044 Abs. 3 ZPO) auf dem allgemeinen - der entsprechenden Anwendung auf andere, gesetzlich nicht geregelte Fälle zugänglichen - Rechtsgedanken, daß die Vollstreckung aus einem nicht endgültigen Vollstreckungstitel auf Gefahr des Gläubigers geht. - BGH, 08.10.1957 - VI ZR 212/56
Auszug aus BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86
Nach dem Wortlaut ist Voraussetzung für das Entstehen dieses vom Verschulden des Vollstreckungsgläubigers unabhängigen Schadensersatzanspruchs des Vollstreckungsschuldners mithin die Aufhebung oder Abänderung des für vorläufig vollstreckbar erklärten Urteils (BGH Urt. v. 8. Oktober 1957 - VI ZR 212/56, NJW 1957, 1926), und zwar, wie sich im Hinblick auf Absatz 1 ergibt, durch ein anderes Urteil (BGH Beschl. v. 4. Mai 1972 - III ZR 218/68, LM ZPO § 91 a Nr. 32).
- BGH, 16.01.2009 - V ZR 133/08
Haftung für fahrlässige Geltendmachung unberechtigter Forderungen
Kündigt der Vermieter das Mietverhältnis, ohne dass ein Kündigungsgrund besteht, kann er zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet sein (BGHZ 89, 296, 301 ff. ; BGH, Urt. v. 14. Januar 1988, IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269;… Urt. v. 18. Mai 2005, VIII ZR 368/03, NJW 2005, 2395, 2396). - BGH, 04.06.2014 - VIII ZR 289/13
Zur fristlosen Kündigung des Vermieters im Anschluss an einen Streit mit dem …
Der Vermieter, der schuldhaft eine materiell unbegründete Kündigung ausspricht und dem Mieter auf diese Weise sein Besitzrecht grundlos streitig macht, verletzt vertragliche Nebenpflichten aus dem Mietvertrag (BGH, Urteile vom 11. Januar 1984 - VIII ZR 255/82, BGHZ 89, 296, 302; vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268 unter III 2 b; vom 8. Juli 1998 - XII ZR 64/96, NZM 1998, 718 unter 2 a). - BGH, 10.06.2015 - VIII ZR 99/14
Gekündigter Wohnraummietvertrag: Vermieterhaftung wegen einer Vortäuschung von …
Rn. 14 a) Das Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass der Vermieter im Falle der Vortäuschung von Eigenbedarf - wie auch sonst bei einer schuldhaften (materiell) unberechtigten Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 11. Januar 1984 - VIII ZR 255/82, BGHZ 89, 296, 301 ff. [zur Wohn- und Gewerberaummiete]; vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268 unter III 2 b [zum Pachtvertrag]; vom 28. November 2001 - XII ZR 197/99, NZM 2002, 291 unter 2 b [zur Gewerberaummiete];… vom 22. April 2010 - I ZR 31/08, VersR 2010, 1668 Rn. 17 mwN [zum Frachtvertrag]; vgl. auch BGH…, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 16 [zum Grundstückskaufvertrag]), wie hier des Wohnraummietverhältnisses - dem Mieter gemäß § 280 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz verpflichtet ist (…vgl. Senatsurteile vom 8. April 2009 - VIII ZR 231/07, NJW 2009, 2059 Rn. 11 mwN;… vom 13. Juni 2012 - VIII ZR 356/11, juris Rn. 10;… Senatsbeschluss vom 7. September 2011 - VIII ZR 343/10, WuM 2011, 634 Rn. 3).
- BGH, 22.04.2010 - I ZR 31/08
Frachtvertrag: Anwendung der dreijährigen Verjährungsfrist auf …
Es ist zudem anerkannt, dass die Voraussetzungen eines solchen Anspruchs bei Dauerschuldverhältnissen dann gegeben sind, wenn eine Kündigung schuldhaft ohne Grund erfolgt (vgl. BGHZ 89, 296, 302 f. zur Kündigung eines Mietverhältnisses; BGH, Urt. v. 14.1.1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269 zur Kündigung eines Pachtvertrages; BGH TranspR 2000, 214, 217 f.). - BGH, 28.11.2001 - XII ZR 197/99
Kündigung - Pflichtverletzung - Mietverhältnis - Optionsausübung - Eigentum
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist seit langem anerkannt, daß der Vermieter den Mietvertrag verletzt, wenn er das Mietverhältnis schuldhaft ohne Grund kündigt (BGHZ 89, 296, 302; BGH, Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 - NJW 1988, 1268, 1269), anficht (BGH, Urteil vom 29. Oktober 1986 - VIII ZR 144/85 - NJW 1987, 432, 433) oder vom Vertrag zurücktritt (BGHZ 99, 182, 186, 189).Das Risiko, die Rechtslage falsch zu beurteilen, trägt dabei der Vermieter, so daß er die Vertragsverletzung in aller Regel auch dann zu vertreten hat, wenn er sich über die Rechtslage geirrt hat (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1988, aaO m.w.N.;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 8. Aufl. Rdn. 191;… Erman/Jähnke, BGB, 10. Aufl., vor § 537 Rdn. 19).
- OLG Frankfurt, 11.05.2018 - 2 U 25/16 Fehlt ein Kündigungsgrund, so tritt die Gestaltungswirkung der Kündigung nicht ein, sondern das Mietverhältnis besteht vielmehr fort (BGH, Aktenzeichen IX ZR 265/86 = NJW 1988, S. 1268 (1269).
Das Risiko, die Rechtslage falsch zu beurteilen, trägt dabei der Vermieter, so dass er die Vertragsverletzung in aller Regel auch dann zu vertreten hat, wenn er sich über die Rechtslage geirrt hat (vgl. BGH, Urteil vom 28.11.2001, XII ZR 197/99; BGH, Urteil vom 14.01.1988, Az. IX ZR 265/86 a.a.O m.w.N.; Wolf/Eckert/Ball/Günter, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 11. Aufl. 2017, Rn. 191).
Soweit der für gewerbliche Mietverhältnisses zuständige XII. Zivilsenat des Bundegerichtshofes in seiner Entscheidung vom 28.11.2001 (Az. XII ZR 197/99, zit. n. juris) für die Darlegung der Voraussetzungen eines fahrlässig verschuldeten Rechtsirrtums bei der Annahme eines Kündigungsgrundes auf das Urteil des IX. Senates vom 14.01.1988 (Az. IX ZR 265/86, zit. n. juris) verweist (anderer Ansicht bereits Klinkhammer NJW 1997, S. 221 (223) und mit beachtlichen Gründen OLG Hamm NJW-RR 1996, S. 1294) bedarf diese dogmatische Streitfrage keiner Entscheidung.
- BGH, 03.11.1999 - I ZR 145/97
Auswirkungen des Wegfalls des Tarifzwangs im Güterkraftverkehr
Es ist zudem anerkannt, daß die Voraussetzungen eines solchen Anspruchs bei Dauerschuldverhältnissen dann gegeben sind, wenn eine Kündigung schuldhaft ohne Grund erfolgt (vgl. BGHZ 89, 296 ff. zur Kündigung eines Mietverhältnisses; BGH, Urt. v. 14.1.1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269 zur Kündigung eines Pachtvertrages). - OLG München, 27.07.2026 - 19 U 3066/24
Schadensersatz, Zwangsvollstreckung, Mitverschulden, Kreditkosten, …
Rn. 23 Der Schadensersatzanspruch nach § 717 Abs. 2 ZPO ist vom Verschulden des Vollstreckungsgläubigers unabhängig (BGH…, Urteil vom 29. November 2021 - VI ZR 258/18 - Rn. 17;… Urteil vom 5. Mai 2011 - IX ZR 176/10 - Rn. 15; Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 - juris Rn. 14). - BGH, 24.06.1994 - V ZR 19/93
Schadensersatzpflicht des Grundstücksverkäufers bei Nichtigkeit des Kaufvertrages …
Auch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hält im Ansatz auf der Grundlage einer positiven Forderungsverletzung denjenigen für schadensersatzpflichtig, der bei bestehenden vertraglichen Rechtsbeziehungen einen nicht gegebenen Anspruch vollstreckt (vgl. BGH, Urteile v. 10. März 1977, III ZR 38/75, WM 1977, 656, 657; v. 14. Januar 1988, IX ZR 265/86, BGHR BGB vor § 1 positive Vertragsverletzung, Kündigung 1; vgl. auch BGHZ 74, 9, 11 und 17 sowie 95, 10, 17 unter Ziff. 4). - BGH, 08.07.1998 - XII ZR 64/96
Voraussetzungen eines Grundurteils
Zutreffend ist zwar der Ausgangspunkt des Oberlandesgerichts, daß sich der Vermieter gegenüber dem Mieter aus dem Gesichtspunkt der positiven Vertragsverletzung schadensersatzpflichtig machen kann, wenn er schuldhaft (auch fahrlässig) gegenüber dem Mieter eine wegen Fehlens materieller Gründe unwirksame Kündigung ausspricht und dem Mieter aufgrund des vorzeitigen Gebrauchsverlustes ein Schaden entsteht (BGHZ 89, 296, 302; BGH Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 - NJW 1988, 1268, 1269). - OLG Celle, 31.10.1995 - 2 UH 1/95
Bestimmung des Drei-Jahres-Zeitraums für die Prüfung der Rechtmäßigkeit einer …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 10.10.1996 - 24 A 2781/91
Sozialhilfegewährung an Ausländer; Durchsetzung der Rückzahlung erbrachter …
- OVG Berlin-Brandenburg, 23.05.2013 - 5 B 3.10
Wohnungsbauförderung; Sozialer Wohnungsbau; Fördermittel; Subvention; …
- OLG Karlsruhe, 18.02.2010 - 12 U 167/09
Rohbauversicherung in der Wohngebäudeversicherung: Versicherungswert für einen …
- OLG Düsseldorf, 26.06.1997 - 10 U 95/96
Kündigungsrecht des Mieters wegen unberechtigter fristloser Kündigung durch den …
- KG, 19.04.2018 - 8 U 169/15
Gewerberaummietvertrag: Wirksamkeit einer fristlosen Vermieterkündigung wegen …
- OLG Düsseldorf, 28.04.2009 - 24 U 9/09
Erstattungspflicht des Mieters hinsichtlich außergerichtlicher Kosten des …
- OLG Hamburg, 13.08.2004 - 11 U 168/03
- BGH, 06.04.2000 - III ZR 150/98
Unberechtigte Kündigung eines Vertrages als positive Forderungsverletzung
- OLG Rostock, 26.03.2003 - 5 U 121/01
Zur Anwendbarkeit des § 717 Abs. 2 ZPO bei Änderung eines vorläufig …
- LG Berlin, 07.11.2018 - 65 S 69/18
Mietrecht: Kündigung eines Wohnungsmietvertrags durch den Vermieter wegen …
- LG Hamburg, 17.12.2020 - 316 O 390/19
Pachtvertrag: Ausübung eines eine Vertragsverlängerung betreffenden Optionsrechts …
- OLG Düsseldorf, 15.06.2023 - 10 U 136/20
Anspruch des Vermieters auf Räumung von zum Betrieb einer Privatklinik genutzten …
- OLG Brandenburg, 07.11.2001 - 7 U 91/01
Streit um einen Anspruch auf Zahlung von Entgelt nach der Anmeldung eines …
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Rechtsprechung
| BGH, 04.02.1988 - IX ZR 20/87 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vergütung für das Einzelmandat eines Rechtsanwalts - Fortführung des Mandats nach Tod des Rechtsanwalts - Begründung eines neuen Vertragsverhältnisses
- rechtsportal.de
BGB §§ 673, 675
Rechtsfolgen der Gründung einer Anwaltssozietät für den einzelnen Anwälten erteilte Einzelmandate; Übernahme eines Einzelmandats nach dem Tod des beauftragten Sozius - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1988, 1973
- ZIP 1988, 315
- MDR 1988, 575
- WM 1988, 457
- BB 1988, 658
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (3)
- BGH, 06.07.1971 - VI ZR 94/69
Anwaltssozietät - §§ 611, 425 BGB
Auszug aus BGH, 04.02.1988 - IX ZR 20/87
Alle haften ihm auf Schadensersatz, auch wenn nur der sachbearbeitende Anwalt den Schaden verursacht hat (BGHZ 56, 355; 70, 247).Sowohl der Mandant als auch der von ihm aufgesuchte Sozius haben im Zweifel den Willen, daß das Mandatsverhältnis mit allen Mitgliedern der Sozietät geschlossen wird (BGHZ 56, 355, 359; 70, 247, 249).
Dieses Auftragsverhältnis wäre mit dem Tod von Rechtsanwalt K. nicht erloschen, sondern hätte mit dem Beklagten als Mitglied der Sozietät fortbestanden (BGHZ 56, 355, 360).
- BGH, 24.01.1978 - VI ZR 264/76
Haftung eines Scheinsozius
Auszug aus BGH, 04.02.1988 - IX ZR 20/87
Alle haften ihm auf Schadensersatz, auch wenn nur der sachbearbeitende Anwalt den Schaden verursacht hat (BGHZ 56, 355; 70, 247).Sowohl der Mandant als auch der von ihm aufgesuchte Sozius haben im Zweifel den Willen, daß das Mandatsverhältnis mit allen Mitgliedern der Sozietät geschlossen wird (BGHZ 56, 355, 359; 70, 247, 249).
- BGH, 30.04.1979 - II ZR 137/78
GbR als Gesellschafterin einer anderen GbR; Ansprüche der Gesellschafter nach …
Auszug aus BGH, 04.02.1988 - IX ZR 20/87
Dieses Erfordernis einer vertraglichen Einbeziehung des neu hinzutretenden Sozius in das Mandatsverhältnis entspricht auch dem Grundsatz, daß derjenige, der in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts - als welche die Anwaltssozietät anzusehen ist - eintritt, für vorher begründete Verbindlichkeiten nur kraft besonderer Vereinbarung mit dem Gläubiger haftet (BGHZ 74, 240).
- BGH, 22.01.2004 - IX ZR 65/01
Haftung einer Rechtsanwaltssozietät für Verbindlichkeiten der Einzelanwälte
Vielmehr bedarf es einer zumindest stillschweigenden Einbeziehung der Sozien in das bisherige Einzelmandat (BGH, Urt. v. 4. Februar 1988 - IX ZR 20/87, NJW 1988, 1973). - BAG, 30.10.2008 - 8 AZR 397/07
Betriebsübergang - Rechtsanwaltskanzlei
So geht auch der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 4. Februar 1988 (- IX ZR 20/87 - NJW 1988, 1973) davon aus, dass ein Mandant, der bei einer bestehenden Anwaltssozietät einen der Sozien beauftragt, den Anwaltsvertrag nicht nur mit diesem Rechtsanwalt, sondern mit allen der Sozietät angehörenden Anwälten abschließt. - OLG Köln, 17.12.2002 - 22 U 168/02
Mithaftung eines Rechtsanwalts als Mitglied einer Scheinsozietät
Vielmehr erfordert sie neben dem Fortbestand des Mandatsverhältnisses (dazu OLG Hamburg, VersR 1980, 1073 f.) ein Einvernehmen, namentlich des eintretenden Rechtsanwalts (BGHZ 124, 47, 49 f.; BGH NJW 1988, 1973 f.).
- OLG Düsseldorf, 20.12.2001 - 23 U 49/01
Haftung eines später eintretenden Sozius einer Steuerberatungssozietät für …
Bei einem bereits vor Sozietätsgründung erteilten Einzelmandat hatten dagegen der Mandant und der Berater weder den Willen noch die rechtliche Befugnis, das Auftragsverhältnis zugleich mit oder für unselbständige Hilfspersonen des Beraters oder sonstige Mitglieder einer seinerzeit noch gar nicht bestehenden Sozietät zu begründen; der späterer Sozius haftet daher allein wegen der nachvertraglichen Sozietätsgründung nicht für früherer Verletzungen der aus dem Beratervertrag erwachsenen Pflichten (BGH NJW 1988, 1973 mwN.; NJW 1990, 827, 829).Ist das Mandat dagegen - wie hier - zunächst nur einem rechtlichen oder steuerlichen Berater erteilt worden, so führt die spätere Gründung einer Sozietät nicht ohne weiteres zu einer Erweiterung des Auftragsverhältnisses; hierzu bedarf es vielmehr einer zumindest stillschweigenden Einbeziehung des Sozius in das bisherige Einzelmandat (BGHZ 124, 47, 49 = NJW 1994, 257; BGH NJW 1988, 1973 mwN.; NJW 1990, 827, 829).
Eine freiberufliche Rechtswalts- oder Steuerberatersozietät betreibt kein Gewerbe im Sinne der § 1 ff. HGB; es handelt sich vielmehr rechtlich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGH NJW 1988, 1973; NJW-RR 1996, 313, 314).
Die Begründung dieser (sodann akzessorischen) Haftung bestimmt sich jedoch nach der ausdrücklich in Bezug genommenen Entscheidung vom 27.9.1999 (BGHZ 142, 315, 318 = NJW 1999, 3483, 3484) nicht nach den Sondervorschriften für Handelsgesellschaften, sondern nach § 714 BGB; sie setzt somit eine auf den Gesellschaftsvertrag rückführbare Geschäftsführungsbefugnis voraus und gilt deshalb nicht für bereits vor dem Beitritt begründete Verbindlichkeiten (vergl. BGH - IX. Zivilsenat - NJW 1988, 1973; NJW-RR 1996, 313, 314).
- BGH, 05.11.1993 - V ZR 1/93
Umfang des einer Anwaltssozietät erteilten Mandats
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 56, 355, 359; 70, 247, 249; Urt. v. 4. Februar 1988, IX ZR 20/87, NJW 1988, 1973, v. 10. März 1988, III ZR 195/86, WM 1988, 986, 987; v. 29. Oktober 1990, AnwSt (R) 11/90, NJW 1991, 49, 50; v. 24. Januar 1991, IX ZR 121/90, VersR 1991, 1003).Insoweit ist die Rechtslage vergleichbar mit der bei nachträglicher Gründung einer Sozietät (BGH, Urt. v. 4. Februar 1988, IX ZR 20/87, aaO).
- OLG Düsseldorf, 31.01.2012 - 24 U 216/10
Haftung der Mitglieder einer Rechtsanwalts-Partnerschaftsgesellschaft
Dazu hätte es vielmehr einer zumindest stillschweigenden Einbeziehung der Sozien in das bisherige Einzelmandat bedurft (vgl. BGH, NJW 1988, 1973; OLG Karlsruhe Rechtspfleger 1957, 42;… Borgmann/Haug, Anwaltshaftung, 2. Aufl. S. 218). - BGH, 17.10.1989 - XI ZR 158/88
Abschluß eines Beratungsvertrages mit einer Steuerberater-Sozietät; …
Bei einer Sozietät kommt das Mandatsverhältnis grundsätzlich mit allen Sozien zustande (so für Rechtsanwälte BGHZ 70, 247 (248, 249) = NJW 1978, 996 = LM § 611 BGB Nr. 52; BGH, NJW 1988, 1973 = LM § 675 BGB Nr. 138 = WM 1988, 457; NJW-RR 1988, 1299 = WM 1988, 986 (987);… ebenso für Steuerberater Gräfe-Lenzen-Rainer, Steuerberaterhaftung, 2. Aufl., Rdnr. 38).In diesem Fall könnte nämlich in den unter gemeinsamem Briefkopf beider Bekl. an den Kl. gerichteten Schreiben vom 28.8.1980 und vom 30.1.1981 ein Angebot zu sehen sein, den ursprünglich nur einem der Bekl. erteilten Auftrag nunmehr als Sozietät unter gemeinsamer Verantwortung auszuführen bzw. zu Ende zu führen (zur Möglichkeit der nachträglichen stillschweigenden Einbeziehung eines neu hinzutretenden Sozius in ein Mandatsverhältnis vgl. BGH, NJW 1988, 1973 = LM § 675 BGB Nr. 138 = WM 1988, 457 f.).
- OLG Frankfurt, 28.01.2004 - 19 U 73/03
Rechtsanwaltshaftung: Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche wegen durch …
Bei Neueintritt eines Anwalts in die Sozietät beschränkt sich eine Haftung indes auf das (eingebrachte) Gesellschaftsvermögen, so dass er nicht persönlich als Gesamtschuldner haftet, da insofern kein besonderer rechtlicher Verpflichtungsgrund vorhanden ist d.h. der Anwalt haftet persönlich lediglich für solche Pflichtverletzungen, die ab seinem Eintritt in die Sozietät erfolgt sind, nicht jedoch für vor seinem Eintritt entstandene (bekannte oder unbekannte) Regressansprüche gegen die Sozietät (…Borgmann/Haug, a.a.O., § 36 Rn. 20 m.N.; BGH WM 1979, 774; WM 1988, 457 Haftung nur kraft besonderer Vereinbarung mit dem Gläubiger; OLG Hamburg VersR 1980, 1073; OLG Düsseldorf ZIP 2002, 616 [617] m.N.). - BGH, 29.10.1990 - AnwSt (R) 11/90
Auftreten als Mitglied einer überörtlichen Anwalts-Sozietät
Daher schulden alle einer Sozietät angehörenden Rechtsanwälte grundsätzlich gemeinsam die Erfüllung der Anwaltspflichten (BGHZ 56, 355, 359 ff.; 70, 247, 248/249; 83, 328; BGH, Urteil vom 4. Februar 1988 - IX ZR 20/87, WM 1988, 457 = NJW 1988, 1973 = BGHR BGB § 675 Anwaltssozietät 1;… Urteil vom 10. März 1988 - III ZR 195/86, WM 1988, 986 = NJW-RR 1988, 1299 = BGHR BGB § 675 Anwaltssozietät 3). - BAG, 09.03.1995 - 2 AZR 552/94
Annahmeverzug: Arbeitsunwilligkeit vor unwirksamer Kündigung
Für den Anspruch aus § 615 BGB haften die Beklagten aufgrund ihrer Tätigkeit in der gemeinsam betriebenen Steuerberatersozietät als Gesamtschuldner in Rahmen einer bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft, §§ 705 f., 421 BGB (BGH Urteil vom 17. Oktober 1989 - XI ZR 158/88 -, NJW 1990, 827, 828 [BGH 17.10.1989 - XI ZR 158/88];… ebenso für Steuerberater Gräfe/Lenzen/Rainer, Steuerberaterhaftung, 2. Aufl., Rz 38; für Rechtsanwaltssozietät BGH Urteil vom 4. Februar 1988 - IX ZR 20/87 - NJW 1988, 1973; BGH Urteil vom 25. Juni 1992 - I ZR 120/90 -, NJW 1992, 3037). - OLG Düsseldorf, 28.08.2007 - 23 U 146/06
Pflichtverletzung des Steuerberaters wegen falscher Berechnung der …
- OLG Hamm, 06.07.2012 - 25 U 2/12
Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Steuerberater
- OLG Düsseldorf, 06.05.2004 - 10 U 177/03
Zur Abgrenzung der Haftung einer Sozietät als Gesamtschuldner oder eines …
- OLG Düsseldorf, 22.02.2000 - 24 U 16/99
Ausübung treuhänderischer Funktionen durch einen Rechtsanwalt
- OLG Bamberg, 18.07.1988 - 4 U 60/88
Willen zum Vertragsschluss mit allen Anwälten einer bereits bestehenden …
- OLG Frankfurt, 18.09.1997 - 15 U 112/96
Anspruch auf Schadensersatz wegen Verletzung des Anwaltsvertrages; Beauftragung …
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