Rechtsprechung
| OLG München, 16.05.2007 - 20 U 1641/07 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- unalex.eu
Art. 24, 5 Nr. 1 Brüssel I-VO
Vertragsgerichtsstand - Erfüllungsort bei Kauf- und Dienstleistungsverträgen - Ort der Erbringung der Dienstleistung - Rügelose Einlassung - Rüge der Zuständigkeit - Zuständigkeitsrüge und hilfsweise Verteidigung in der Sache - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Zahlung eines Ausgleichs wegen Annullierung des Fluges; Gerichtsstand bei einem Schadensersatzanspruch wegen Verspätung des Fluges
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- NJW-RR 2007, 1428
- NJW-RR 2008, 1240 (Ls.)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (4)
- EuGH, 19.02.2002 - C-256/00
Besix - "Brüsseler Übereinkommen - Artikel 5 Nummer 1 - Zuständigkeit in …
Auszug aus OLG München, 16.05.2007 - 20 U 1641/07
Vielmehr ist der Begriff des Erfüllungsortes in Art. 5 Nr. 1 b. EuGVVO losgelöst von rechtlichen Kategorien der einzelnen Mitgliedstaaten gemeinschaftsrechtlich autonom auszulegen (vgl. BGH, Urteil vom 2.3.2006, NJW 2006, 1806 mwN); nach Sinn und Zweck der Regelung des Art. 5 Nr. 1.b) EuGVVO ist in einer Gesamtschau für alle Leistungen aus dem Dienstleistungsverhältnis ein einheitlicher Gerichtsstand für sämtliche Klagen zu schaffen (BGH aaO mwN, vgl. auch zur Vorläuferregelung des Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ die Entscheidung des EuGH in NJW 2002, 1407).Ist wie im vorliegenden Fall die Dienstleistung vertragsgemäß in mehreren Mitgliedstaaten zu erbringen, ist für die Findung des einheitlichen Erfüllungsortes maßgebend, wo der örtliche Schwerpunkt der Dienstleistung gewesen wäre (…BGH aaO), der Ort zu dem der Streitgegenstand die engste Verknüpfung aufweist (EuGH, NJW 2002, 1407[1408].
- BGH, 02.03.2006 - IX ZR 15/05
Begriff des Erfüllungsorts bei einem Vertrag mit einem ausländischen Rechtsanwalt
Auszug aus OLG München, 16.05.2007 - 20 U 1641/07
Vielmehr ist der Begriff des Erfüllungsortes in Art. 5 Nr. 1 b. EuGVVO losgelöst von rechtlichen Kategorien der einzelnen Mitgliedstaaten gemeinschaftsrechtlich autonom auszulegen (vgl. BGH, Urteil vom 2.3.2006, NJW 2006, 1806 mwN); nach Sinn und Zweck der Regelung des Art. 5 Nr. 1.b) EuGVVO ist in einer Gesamtschau für alle Leistungen aus dem Dienstleistungsverhältnis ein einheitlicher Gerichtsstand für sämtliche Klagen zu schaffen (…BGH aaO mwN, vgl. auch zur Vorläuferregelung des Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ die Entscheidung des EuGH in NJW 2002, 1407). - EuGH, 10.01.2006 - C-344/04
DIE VERORDNUNG ÜBER AUSGLEICHS- UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN FÜR FLUGGÄSTE IST …
Auszug aus OLG München, 16.05.2007 - 20 U 1641/07
Dieses Abkommen regelt die internationale Zuständigkeit der Gerichte für die Geltendmachung von Ansprüchen auf Schadenersatz bei der Beförderung im internationalen Luftverkehr vorrangig vor den Bestimmungen des abgeleiteten Gemeinschaftsrechts (Art. 71 EuGVVO; EuGH, EuZW 2006, 112 Nr. 35, 36) und unterwirft diese Schadenersatzansprüche, auf welchem Rechtsgrund sie auch beruhen, den Voraussetzungen und Beschränkungen aus dem vorgenannten Abkommen (vgl. Art. 29 M.U.). - BGH, 16.12.2003 - XI ZR 474/02
Rüge der internationalen Zuständigkeit der deutschen Gerichte im …
Auszug aus OLG München, 16.05.2007 - 20 U 1641/07
Die Begründung der internationalen Zuständigkeit tritt nicht ein, wenn die Beklagte die internationale Zuständigkeit rügt und sich gleichzeitig hilfsweise zur Hauptsache einlässt, vgl. BGH NJW 2004, 1456.
- BGH, 12.11.2009 - Xa ZR 76/07
Außergewöhnliche Umstände als Befreiungsgrund für die i.R.e. Annullierung …
Es hat die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte verneint (OLG München RRa 2007, 182 = NJW-RR 2007, 1428). - BGH, 22.04.2008 - X ZR 76/07
Begriff des Erfüllungsorts bei einer Flugreise
Es hat die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte verneint (OLG München RRa 2007, 182 = NJW-RR 2007, 1428).
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AHB § 4 Abs. 2 Nr. 1 S. 1; VVG § 152
Begriff des Vorsatzes in der Haftpflichtversicherung - Wolters Kluwer (Leitsatz und Volltext)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Hannover, 16.03.2007 - 13 O 125/06
- OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
- BGH, 17.09.2008 - IV ZR 343/07
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (12)
- OLG Düsseldorf, 18.01.1977 - 4 U 152/76
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782).Verletzungen, die durch einen von den Vorstellungen des Täters über den Schadensverlauf wesentlich abweichenden Geschehensablauf entstanden sind und die nach Art und Schwere wesentlich von den Verletzungen abweichen, wie er sie sich vorgestellt hat, werden von einem auf "Körperverletzung" gerichteten Vorsatz nicht umfasst (OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746 [OLG Düsseldorf 16.12.1976 - 18 U 192/75]).
Es kann aber nicht das allgemeine Bewusstsein angenommen werden, dass ein Faustschlag weitere Verletzungsfolgen wie bspw. schwere Schädel-Hirnverletzungen haben kann (vgl. OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746 [OLG Düsseldorf 16.12.1976 - 18 U 192/75]).
Rn. 36 Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass unstreitig im Falle eines durch eine vorsätzliche Körperverletzung verursachten fahrlässigen Todes der Haftungsausschluss aus § 4 II Nr. 1 Satz 1 AHB nicht eingreift (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; VersR 1972, 1039 [BGH 12.07.1972 - IV ZR 23/71]; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746, OLG Hamm VersR 1981, 789).
- BGH, 17.06.1998 - IV ZR 163/97
Begriff des Vorsatzes; Berücksichtigung starker Alkoholisierung
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782).Das schließt es aus, dem Versicherungsnehmer Schadensfolgen zuzurechnen, die er nicht oder nicht in ihrem wesentlichen Umfang als möglich erkannt und für den Fall ihres Eintritts nicht gewollt oder im Sinne bedingten Vorsatzes billigend in Kauf genommen hat (BGH VersR 1998, 1011 [BGH 17.06.1998 - IV ZR 163/97]).
Rn. 35 Außerdem ist nicht erkennbar, dass der Kläger ein Motiv gehabt hätte, dem Geschädigten derart schwere Kopfverletzungen zuzufügen (vgl. BGH VersR 1998, 1011, 1012 [BGH 17.06.1998 - IV ZR 163/97]).
- OLG Hamm, 12.11.1980 - 20 U 111/80
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782).Rn. 36 Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass unstreitig im Falle eines durch eine vorsätzliche Körperverletzung verursachten fahrlässigen Todes der Haftungsausschluss aus § 4 II Nr. 1 Satz 1 AHB nicht eingreift (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; VersR 1972, 1039 [BGH 12.07.1972 - IV ZR 23/71]; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746, OLG Hamm VersR 1981, 789).
Entsprechendes hat daher über die Fälle gewollter Körperverletzung mit nicht gewollter Todesfolge hinaus auch dann zu gelten, wenn die eingetretenen Körperbeschädigungen wesentlich von den Folgen abweichen, deren Eintritt der Versicherungsnehmer sich als möglich vorgestellt hat (OLG Hamm VersR 1981, 789).
- BGH, 12.07.1972 - IV ZR 23/71
Rettungspflicht - Verletzung der Rettungspflicht - Schadensabwendung - …
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782).Rn. 36 Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass unstreitig im Falle eines durch eine vorsätzliche Körperverletzung verursachten fahrlässigen Todes der Haftungsausschluss aus § 4 II Nr. 1 Satz 1 AHB nicht eingreift (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; VersR 1972, 1039 [BGH 12.07.1972 - IV ZR 23/71]; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746, OLG Hamm VersR 1981, 789).
- BGH, 26.05.1971 - IV ZR 28/70
Personenschaden - Ohrfeige - Versicherungsschutz - Fahrlässigkeit - Vorsatz
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782).Rn. 36 Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass unstreitig im Falle eines durch eine vorsätzliche Körperverletzung verursachten fahrlässigen Todes der Haftungsausschluss aus § 4 II Nr. 1 Satz 1 AHB nicht eingreift (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; VersR 1972, 1039 [BGH 12.07.1972 - IV ZR 23/71]; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746, OLG Hamm VersR 1981, 789).
- OLG Düsseldorf, 16.12.1976 - 18 U 192/75
Brückenfahrbahnen; Streupflicht; Geschlossene Ortschaft; Eisglätte; …
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Verletzungen, die durch einen von den Vorstellungen des Täters über den Schadensverlauf wesentlich abweichenden Geschehensablauf entstanden sind und die nach Art und Schwere wesentlich von den Verletzungen abweichen, wie er sie sich vorgestellt hat, werden von einem auf "Körperverletzung" gerichteten Vorsatz nicht umfasst (OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746 [OLG Düsseldorf 16.12.1976 - 18 U 192/75]).Es kann aber nicht das allgemeine Bewusstsein angenommen werden, dass ein Faustschlag weitere Verletzungsfolgen wie bspw. schwere Schädel-Hirnverletzungen haben kann (vgl. OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746 [OLG Düsseldorf 16.12.1976 - 18 U 192/75]).
- OLG Hamm, 18.01.2006 - 20 U 159/05
Aufkommen der Haftpflichtversicherung für Schäden durch Verletzungen, die bei …
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782). - BGH, 28.04.1958 - II ZR 163/57
Rechtsmittel
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Wegen der Vielschichtigkeit möglicher Handlungsabläufe kommt hier der Beweis des ersten Anscheins nicht zum Tragen (BGH VersR 1958, 361; OLG Hamm ZfS 2004, 272, 273). - OLG Hamm, 12.03.1993 - 20 U 332/92
Nutztiereigenschaft eines Pferdes in der Landwirtschaft
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1971, 806, 807 [BGH 26.05.1971 - IV ZR 28/70]; 1972, 1039; 1998, 1011; OLG Düsseldorf VersR 1977, 745, 746; OLG Hamm VersR 1981, 789; Urteil des Senats vom 6.2.1981 - 8 U 81/80 - in: ZfS 1981, 284; OLG Köln VersR 1994, 339 f. [OLG Hamm 12.03.1993 - 20 U 332/92]; OLG Hamm VersR 2006, 781, 782). - OLG Hamm, 26.11.2003 - 20 U 143/03
Anforderungen an den Nachweis des Vorsatzes in der privaten …
Auszug aus OLG Celle, 22.11.2007 - 8 U 105/07
Wegen der Vielschichtigkeit möglicher Handlungsabläufe kommt hier der Beweis des ersten Anscheins nicht zum Tragen (BGH VersR 1958, 361; OLG Hamm ZfS 2004, 272, 273). - OLG Köln, 11.11.1993 - 5 U 271/92
Schadensbegründender Widerstand des VN gegen seine Festnahme
- OLG Celle, 06.02.1981 - 8 U 81/80
- LG Dortmund, 28.03.2012 - 2 O 144/10
Führung des Kausalitätsgegenbeweises nach § 6 Abs. 3 S. 2 VVG a.F. nach einer …
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung, sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH VersR 1998, 1011; OLG Hamm VersR 1981, 789; 2006, 781; OLG Celle OLG-Report 2008, 63; Landgericht Dortmund r+s 2012, 114). - LG Dortmund, 24.11.2010 - 2 O 451/08
Vorliegen einer widerrechtlichen Handlung ist auch ohne ausdrücklichen Hinweis …
Der Vorsatz muss dabei anders als bei § 823 Abs. 1 BGB nicht nur die haftungsbegründende Verletzungshandlung sondern auch die Verletzungsfolgen umfassen (BGH Versicherungsrecht 1998, 1011; OLG Hamm Versicherungsrecht 1981, 789, OLG Hamm Versicherungsrecht 2006, 781; OLG Celle OLG-Report 2008, 63).
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Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 24.01.2007 - 9 WF 397/06 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Judicialis
ZPO § 516 Abs. 3
- rechtsportal.de
BGB § 1379; ZPO § 91a
Zulässigkeit der einseitigen Erledigungserklärung eines Rechtsmittels; Umfang der Auskunftspflicht über Lebensversicherungen - Wolters Kluwer
Feststellung der Erledigung der sofortigen Beschwerde auf Grund einseitiger Erledigterklärung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Guben - 30 F 27/05
- OLG Brandenburg, 24.01.2007 - 9 WF 397/06
- OLG Brandenburg, 02.10.2007 - 9 UF 137/07
Papierfundstellen
- FamRZ 2007, 1814
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (3)
- BGH, 12.05.1998 - XI ZR 219/97
Erledigung eines Rechtsmittels
Auszug aus OLG Brandenburg, 24.01.2007 - 9 WF 397/06
Dies betrifft auch die einseitige Erledigungserklärung des Rechtsmittels (BGH, NJW 1998, 2453 ff.). - BGH, 13.07.2005 - XII ZB 80/05
Gewährung rechtlichen Gehörs vor Verwerfung der Berufung wegen Versäumung der …
Auszug aus OLG Brandenburg, 24.01.2007 - 9 WF 397/06
Soweit im Gesetz die Erledigterklärung des Rechtsmittels nicht vorgesehen ist, ist sie gleichwohl zulässig (BGH, MDR 2006, 44 f.). - BGH, 11.01.2001 - V ZB 40/99
Erledigung einer Streitigkeit über die Zulässigkeit des Rechtswegs
Auszug aus OLG Brandenburg, 24.01.2007 - 9 WF 397/06
Soweit vorausgesetzt wird, dass diese Erledigterklärung des Rechtsmittels auf Fälle zu beschränken ist, in denen die Rücknahme des Rechtsmittels wegen der starren Kostenfolge zu angemessenen Ergebnissen führen würde (BGH, NJW-RR 2001, 1007 f.), ist dem hier Genüge getan.
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Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07 - 70 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Ab- und Zurückschiebung eines Ausländers: Zulässigkeit der Anordnung einer Abschiebehaft bei noch nicht erteiltem Einvernehmen der Staatsanwaltschaft; Ermittlungsverfahren als Abschiebehindernis
- Judicialis
FGG § 12
- ra.de
- rechtsportal.de
FGG § 12
Vom Tatsachengericht einzuholende Zustimmung der Staatsanwaltschaft zur sofortigen Abschiebung - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Rechtmäßigkeitsvoraussetzung der Anordnung einer Abschiebehaft; Voraussetzungen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aufgrund illegalen Aufenthalts eines russischen Staatsangehörigen; Erfordernis der Einholung des Einvernehmens der Staatsanwaltschaft ...
Verfahrensgang
- AG Saarbrücken - AR 421/07
- AG Saarlouis - 2 XIV 2220
- AG Saarbrücken, 20.01.2007 - ZBG AR 421/07
- LG Saarbrücken, 06.07.2007 - 5 T 80/07
- OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07 - 70
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2008, 138
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (8)
- OLG Brandenburg, 20.11.2007 - 5 W 51/07
Sofortiges Anerkenntnis: Veranlassung zur Klageerhebung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Denn es ist gerichtsbekannt, dass die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein generelles Einvernehmen bei isolierten Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht ohne Begleittat erteilt hat (vgl. Senat, Beschl. v. 18.4.2007, 5 W 51/07-13, 5 W 71/07-24).Diese Frage ist nach dem Sachverhalt zu beurteilen, wie er sich der antragstellenden Behörde bei Ausnutzung aller ihr zumutbaren Erkenntnisquellen im Zeitpunkt der Antragstellung dargestellt hat (Senat, Beschl. v. 8.9.2004, 5 W 209/04-68; Beschl. v. 18.4.2007, aaO).
- OLG Schleswig, 06.04.2000 - 2 W 45/00
D (A), Abgelehnte Asylbewerber, Abschiebungshaft, Sicherungshaft, …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Ungeachtet des Umstandes, dass diese Entscheidungen andere Fallkonstellationen zum Gegenstand haben - in dem vom OLG Zweibrücken entschiedenen Fall ist auf die Einholung des Einvernehmens mangels drittschützender Wirkung des § 64 Abs. 3 AuslG (jetzt § 72 Abs. 4 AufenthG) verzichtet worden, die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 15.3.1995(3 Wx 39/95, InfAuslR 1995, 365), des OLG Frankfurt vom 6.3.2000 (20 W 525/99, StV 2000, 377), des OLG Schleswig vom 6.4.2000(2 W 45/00, InfAuslR 2000, 449) und des OLG München vom 7.6.2005 (34 Wx 64/05, ) beispielsweise betreffen die Anordnung von Sicherungshaft gegen einen Ausländer, der sich bereits in Untersuchungs- bzw. Strafhaft befand - , ist auch dort entscheidend gewesen, ob die Tatsachengerichte - das Amtsgericht oder jedenfalls das Landgericht als Erstbeschwerdegericht - aufgeklärt haben, ob die Staatsanwaltschaft mit einer sofortigen Abschiebung einverstanden ist. - OLG Düsseldorf, 15.03.1995 - 3 Wx 39/95
Ausländerrecht: Anordnung von Sicherungshaft im Anschluß an Untersuchungshaft
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Ungeachtet des Umstandes, dass diese Entscheidungen andere Fallkonstellationen zum Gegenstand haben - in dem vom OLG Zweibrücken entschiedenen Fall ist auf die Einholung des Einvernehmens mangels drittschützender Wirkung des § 64 Abs. 3 AuslG (jetzt § 72 Abs. 4 AufenthG) verzichtet worden, die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 15.3.1995(3 Wx 39/95, InfAuslR 1995, 365), des OLG Frankfurt vom 6.3.2000 (20 W 525/99, StV 2000, 377), des OLG Schleswig vom 6.4.2000(2 W 45/00, InfAuslR 2000, 449) und des OLG München vom 7.6.2005 (34 Wx 64/05, ) beispielsweise betreffen die Anordnung von Sicherungshaft gegen einen Ausländer, der sich bereits in Untersuchungs- bzw. Strafhaft befand - , ist auch dort entscheidend gewesen, ob die Tatsachengerichte - das Amtsgericht oder jedenfalls das Landgericht als Erstbeschwerdegericht - aufgeklärt haben, ob die Staatsanwaltschaft mit einer sofortigen Abschiebung einverstanden ist.
- OLG Frankfurt, 06.03.2000 - 20 W 525/99
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Ungeachtet des Umstandes, dass diese Entscheidungen andere Fallkonstellationen zum Gegenstand haben - in dem vom OLG Zweibrücken entschiedenen Fall ist auf die Einholung des Einvernehmens mangels drittschützender Wirkung des § 64 Abs. 3 AuslG (jetzt § 72 Abs. 4 AufenthG) verzichtet worden, die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 15.3.1995(3 Wx 39/95, InfAuslR 1995, 365), des OLG Frankfurt vom 6.3.2000 (20 W 525/99, StV 2000, 377), des OLG Schleswig vom 6.4.2000(2 W 45/00, InfAuslR 2000, 449) und des OLG München vom 7.6.2005 (34 Wx 64/05, ) beispielsweise betreffen die Anordnung von Sicherungshaft gegen einen Ausländer, der sich bereits in Untersuchungs- bzw. Strafhaft befand - , ist auch dort entscheidend gewesen, ob die Tatsachengerichte - das Amtsgericht oder jedenfalls das Landgericht als Erstbeschwerdegericht - aufgeklärt haben, ob die Staatsanwaltschaft mit einer sofortigen Abschiebung einverstanden ist. - OLG München, 07.06.2005 - 34 Wx 64/05
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Ungeachtet des Umstandes, dass diese Entscheidungen andere Fallkonstellationen zum Gegenstand haben - in dem vom OLG Zweibrücken entschiedenen Fall ist auf die Einholung des Einvernehmens mangels drittschützender Wirkung des § 64 Abs. 3 AuslG (jetzt § 72 Abs. 4 AufenthG) verzichtet worden, die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 15.3.1995(3 Wx 39/95, InfAuslR 1995, 365), des OLG Frankfurt vom 6.3.2000 (20 W 525/99, StV 2000, 377), des OLG Schleswig vom 6.4.2000(2 W 45/00, InfAuslR 2000, 449) und des OLG München vom 7.6.2005 (34 Wx 64/05, ) beispielsweise betreffen die Anordnung von Sicherungshaft gegen einen Ausländer, der sich bereits in Untersuchungs- bzw. Strafhaft befand - , ist auch dort entscheidend gewesen, ob die Tatsachengerichte - das Amtsgericht oder jedenfalls das Landgericht als Erstbeschwerdegericht - aufgeklärt haben, ob die Staatsanwaltschaft mit einer sofortigen Abschiebung einverstanden ist. - BVerfG, 24.07.2002 - 2 BvR 2266/00
Entscheidung über die Rechtmäßigkeit eines beendeten Freiheitsentzuges
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Denn von Verfassung wegen besteht ein Rechtsschutzinteresse des Betroffenen wegen des Gewichts des Eingriffs in das Grundrecht der Freiheit der Person, das der Inhaftierung unter Berücksichtigung der mit ihr verbundenen diskriminierenden Wirkung inne wohnt, fort, und kann dieser auch nach zeitlicher Überholung der Anordnung beantragen, die Rechtswidrigkeit des Abschiebungshaftbeschlusses festzustellen (BVerfG, Beschl. v. 24.7.2002, 2 BvR 2266/00; Senat, Beschl. v. 11.5.2006, 5 W 68/06-24, sowie Beschl. v. 21.3.2007, 5 W 55/07-16, j.m.w.N.). - OLG Koblenz, 30.01.2007 - 5 W 71/07
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Ablehnung eines Antrags auf Einholung eines …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Denn es ist gerichtsbekannt, dass die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein generelles Einvernehmen bei isolierten Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht ohne Begleittat erteilt hat (vgl. Senat, Beschl. v. 18.4.2007, 5 W 51/07-13, 5 W 71/07-24). - OLG Saarbrücken, 11.05.2006 - 5 W 68/06
Rechtmäßigkeit einer Abschiebungshaft gemäß § 62 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 und 5 AufenthG
Auszug aus OLG Saarbrücken, 05.09.2007 - 5 W 201/07
Denn von Verfassung wegen besteht ein Rechtsschutzinteresse des Betroffenen wegen des Gewichts des Eingriffs in das Grundrecht der Freiheit der Person, das der Inhaftierung unter Berücksichtigung der mit ihr verbundenen diskriminierenden Wirkung inne wohnt, fort, und kann dieser auch nach zeitlicher Überholung der Anordnung beantragen, die Rechtswidrigkeit des Abschiebungshaftbeschlusses festzustellen (BVerfG, Beschl. v. 24.7.2002, 2 BvR 2266/00; Senat, Beschl. v. 11.5.2006, 5 W 68/06-24, sowie Beschl. v. 21.3.2007, 5 W 55/07-16, j.m.w.N.).
- BVerfG, 10.12.2007 - 2 BvR 1033/06
Verfassungsmäßigkeit der Anordnung von Abschiebungshaft
Die fachgerichtliche Rechtsprechung dazu wird den verfassungsrechtlichen Vorgaben grundsätzlich gerecht (vgl. nur OLG Saarbrücken, Beschluss vom 5. September 2007 - 5 W 201/07 -, juris, Rn. 12; OLG Rostock…, Beschluss vom 10. Juli 2007 - 3 W 92/07 -, juris, Rn. 9; OLG Naumburg…, Beschluss vom 6. Juli 2007 - 8 Wx 22/07 -, juris, Rn. 5; KG Berlin…, Beschluss vom 23. Januar 2007 - 1 W 430/03 -, BtPrax 2007, S. 82; OLG München…, Beschluss vom 19. September 2006 - 34 Wx 80/06 -, FGPrax 2006, S. 280 ; OLG Zweibrücken…, Beschluss vom 14. Juni 2006 - 3 W 98/06 -, FGPrax 2006, S. 235 ). - BGH, 10.02.2011 - V ZB 49/10
Abschiebungshaft: Erforderlichkeit des Einvernehmens der zuständigen …
Die Gegenauffassung, wonach die Haft zur Sicherung der Abschiebung schon dann angeordnet werden darf, wenn die Prognose gerechtfertigt ist, das Einvernehmen werde innerhalb der Drei-Monats-Frist nach § 62 Abs. 2 Satz 4 AufenthG erteilt (so etwa OLG Frankfurt, StV 2000, 377; OLG Düsseldorf, FGPrax 2001, 130; OLG Hamburg, InfAuslR 2006, 27, 28; OLG Saarbrücken, OLGR 2008, 63, 64;… Hailbronner, Ausländerrecht, Stand 61. Aktual. Dezember 2008, § 62 AufenthG Rn. 110;… aA wohl HK-Ausländerrecht/Hofmann [2008], § 72 AufenthG Rn. 34), wird dem hohen Rang des Freiheitsrechtes aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG nicht gerecht. - OLG Saarbrücken, 26.08.2008 - 5 W 131/08
Haftanordnung nach einer unerlaubten Einreise: Bedeutung eines in Tschechien …
Der Betroffene kann daher auch nach zeitlicher Überholung der Anordnung beantragen, die Rechtswidrigkeit des Abschiebungshaftbeschlusses festzustellen (BVerfG, Beschl. v. 24.7.2002, 2 BvR 2266/00; Senat, Beschl. v. 11.5.2006, 5 W 68/06-24, Beschl. v. 21.3.2007, 5 W 55/07-16, und Beschl.v. 5.9.2007, 5 W 201/07, j.m.w.N.).
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