Rechtsprechung
| OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
BGB § 242; ; BGB § ... 535 Abs. 1; ; BGB § 535 Abs. 1 S. 2; ; BGB § 536 b; ; BGB § 536 c; ; BGB § 539 a.F.; ; BGB § 779; ; ArbStättVO § 6 Abs. 1; ; ZPO § 139; ; ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2; ; ZPO § 265 Abs. 1; ; ZPO § 265 Abs. 2; ; ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1; ; ZPO § 531 Abs. 2 S. 1 Nr. 2
- IWW
- iurado.de (Kurzinformation und Volltext)
Mietminderung und fristlose Kündigung bei zu hohen Temperaturen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 535 Abs. 1 S. 2; ArbStättVO § 6 Abs. 1
Mangel gemieteter Gewerberäumen wegen zu hoher Raumtemperaturen - Vertragszweck Betrieb einer Spielhalle - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Vermieter muss für erträgliche Raumtemperatur sorgen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (11)
- lawblog.de (Kurzinformation)
Behaglichkeit
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Heiße Spielhölle
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Hitzeschutz in der Spielhölle
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Auch in einer Spielhölle darf es nicht zu heiß sein
- Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. (Kurzmitteilung)
Aufgeheizte Geschäftsräume im Sommer
- onlineurteile.de (Kurzmitteilung)
Zu heiße Spielhalle - Überhöhte Raumtemperatur ist ein Mangel der Mietsache
- vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation/Auszüge)
Spielhölle darf nicht zu heiß sein
- streifler.de (Kurzinformation)
Gewerbemietrecht: Hohe Innentemperatur als Mietmangel
- juraforum.de (Kurzinformation)
Auch in einer Spielhölle darf es nicht zu heiß sein
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Überhöhte Raumtemperatur als Mietmangel: Auch in einer Spielhölle darf es nicht zu heiß sein - In der Regel keine Innentemperatur über 26° C
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Vornahme geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung der Innentemperaturen in Mieträumen; Vorliegen erhöhter Raumtemperaturen aufgrund unzureichender Lüftung und Klimatisierung ; Berechtigung zur Minderung des Mietzinses aufgrund des Bestehens eines Mietmangels; Notwendigkeit ...
Besprechungen u.ä. (2)
- soldan.de (Entscheidungsbesprechung)
Mehr als 26 Grad Raumtemperatur in Arbeitsräumen ein Mangel der Mietsache!?
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Hohe Temperaturen in Mieträumen können Mangel der Mietsache begründen! (IMR 2007, 183)
Verfahrensgang
- LG Detmold, 29.06.2006 - 9 O 358/03
- OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (13)
- OLG Hamm, 18.10.1994 - 7 U 132/93
Vertragsmäßiger Zustand der Mietsache; Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung …
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Danach müssen die Räume so beschaffen sein, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen nicht aufgrund des Bauzustandes in unzuträglicher Weise beeinträchtigt werden (vgl. OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143).Dabei kann dahin stehen, ob das daraus folgt, dass die Räume aufgrund des Mietzwecks so beschaffen sein müssen, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und aus diesem Grund den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt werden muss (so etwa OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143; LG Bielefeld, AiB 2003, 752) oder ob diese Bestimmungen für die Beurteilung der Frage, wann eine dem Mietzweck widersprechende Überhitzung vorliegt, heranzuziehen ist (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1307; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; KG, GE 2003, 48).
Diese Bestimmung wird konkretisiert durch die Arbeitsstättenrichtlinie Nr. 3.3 ASR 6, die bis zum 25.08.2010 gültig ist und deren Regelung als antizipiertes Sachverständigengutachten zu bewerten und damit im Rahmen eines Rechtsstreits verbindlich ist (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143).
Ergänzend ist die DIN 1946-2 heranzuziehen (vgl. etwa OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143), die entgegen der Auffassung der Beklagten zu berücksichtigen ist.
- OLG Köln, 28.10.1991 - 2 U 185/90
Überhitzung der Mieträume durch Sonneneinstrahlung als Mangel
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Danach müssen die Räume so beschaffen sein, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen nicht aufgrund des Bauzustandes in unzuträglicher Weise beeinträchtigt werden (vgl. OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143).Dabei kann dahin stehen, ob das daraus folgt, dass die Räume aufgrund des Mietzwecks so beschaffen sein müssen, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und aus diesem Grund den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt werden muss (so etwa OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143; LG Bielefeld, AiB 2003, 752) oder ob diese Bestimmungen für die Beurteilung der Frage, wann eine dem Mietzweck widersprechende Überhitzung vorliegt, heranzuziehen ist (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1307; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; KG, GE 2003, 48).
Der Mangel liegt primär nicht in der äußeren Gestaltung des Gebäudes, sondern in deren erst im Laufe der Mietzeit erkennbar werdenden Auswirkungen (vgl. etwa OLG Köln, NJW-RR 1993, 466, 467).
- BGH, 16.07.2003 - VIII ZR 274/02
Verlust des Rechtes zur Minderung der Wohnungsmiete nach neuem Mietrecht
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Die Regelung des § 539 BGB a.F., für die die einhellige Ansicht vertreten worden ist, dass der Mieter sein Recht zur Minderung verliere, wenn er den Mangel längere Zeit nicht gerügt und die Miete ungekürzt und vorbehaltlos weiter gezahlt habe (vgl. etwa BGH, NJW 2003, 2601), bezog sich nur auf die Frage der Minderung, nicht aber auf den Herstellungsanspruch.Insoweit beurteilt sich die Frage, ob und in welchem Umfang ein Mieter wegen eines Mangels die Miete mindern kann, ausschließlich nach § 536 c BGB (BGH, NJW 2003, 2601, BGH, NZM 2005, 303; BGH, NZM 2006, 929), so dass erst recht der Herstellungsanspruch durch die ungeminderte Mietzahlung nicht ausgeschlossen ist.
- OLG Rostock, 29.12.2000 - 3 U 83/98
Voraussetzungen eines Sachmangels aufgrund zu hoher Innentemperatur vermieteter …
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Danach müssen die Räume so beschaffen sein, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen nicht aufgrund des Bauzustandes in unzuträglicher Weise beeinträchtigt werden (vgl. OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143).Dabei kann dahin stehen, ob das daraus folgt, dass die Räume aufgrund des Mietzwecks so beschaffen sein müssen, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und aus diesem Grund den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt werden muss (so etwa OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143; LG Bielefeld, AiB 2003, 752) oder ob diese Bestimmungen für die Beurteilung der Frage, wann eine dem Mietzweck widersprechende Überhitzung vorliegt, heranzuziehen ist (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1307; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; KG, GE 2003, 48).
- OLG Naumburg, 17.06.2003 - 9 U 82/01
Zur Berechtigung einer außerordentlichen Kündigung des Mietvertrags über …
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Danach müssen die Räume so beschaffen sein, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen nicht aufgrund des Bauzustandes in unzuträglicher Weise beeinträchtigt werden (vgl. OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143).Dabei kann dahin stehen, ob das daraus folgt, dass die Räume aufgrund des Mietzwecks so beschaffen sein müssen, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und aus diesem Grund den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt werden muss (so etwa OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143; LG Bielefeld, AiB 2003, 752) oder ob diese Bestimmungen für die Beurteilung der Frage, wann eine dem Mietzweck widersprechende Überhitzung vorliegt, heranzuziehen ist (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1307; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; KG, GE 2003, 48).
- BGH, 18.10.2006 - XII ZR 33/04
Ausschluss des Kündigungsrechts bei vorbehaltloser Zahlung der Miete trotz …
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Insoweit beurteilt sich die Frage, ob und in welchem Umfang ein Mieter wegen eines Mangels die Miete mindern kann, ausschließlich nach § 536 c BGB (BGH, NJW 2003, 2601, BGH, NZM 2005, 303; BGH, NZM 2006, 929), so dass erst recht der Herstellungsanspruch durch die ungeminderte Mietzahlung nicht ausgeschlossen ist. - BGH, 16.02.2005 - XII ZR 24/02
Verwirkung des Rechts auf Mietminderung wegen eines Mangels der Mietsache
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Insoweit beurteilt sich die Frage, ob und in welchem Umfang ein Mieter wegen eines Mangels die Miete mindern kann, ausschließlich nach § 536 c BGB (BGH, NJW 2003, 2601, BGH, NZM 2005, 303; BGH, NZM 2006, 929), so dass erst recht der Herstellungsanspruch durch die ungeminderte Mietzahlung nicht ausgeschlossen ist. - BGH, 16.02.2000 - XII ZR 279/97
Rechtsposition des Mieters eines Ladenlokals nach unbefriedigender …
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Unter einem Mangel ist die für den Mieter nachteilige Abweichung des tatsächlichen Zustandes von dem vertraglich geschuldeten Zustand der Mietsache zu verstehen, wobei sowohl tatsächliche als auch rechtliche Verhältnisse in Bezug auf die Mietsache und auch Störquellen außerhalb der Mietsache als Mangel in Betracht kommen können (BGH, NJW 2000, 1714, 1715 m.w.N.). - BGH, 05.07.2002 - V ZR 143/01
Beweiskraft einer Urkunde
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Da es sich bei dem Mietvertrag um eine echte Urkunde handelt, die über ein Rechtsgeschäft aufgenommen worden ist, hat der Mietvertrag die Vermutung der Richtigkeit und Vollständigkeit für sich (BGH, NJW 2002, 3164). - LG Bielefeld, 16.04.2003 - 3 O 411/01
Vermieter haftet für baulich vermeidbare übermäßige Hitze
Auszug aus OLG Hamm, 28.02.2007 - 30 U 131/06
Dabei kann dahin stehen, ob das daraus folgt, dass die Räume aufgrund des Mietzwecks so beschaffen sein müssen, dass in ihnen Arbeitnehmer beschäftigt werden können und aus diesem Grund den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt werden muss (so etwa OLG Rostock, NZM 2001, 425; OLG Naumburg, NJW-RR 2004, 299; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 143; LG Bielefeld, AiB 2003, 752) oder ob diese Bestimmungen für die Beurteilung der Frage, wann eine dem Mietzweck widersprechende Überhitzung vorliegt, heranzuziehen ist (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1998, 1307; OLG Köln, NJW-RR 1993, 466; KG, GE 2003, 48). - OLG Düsseldorf, 04.06.1998 - 24 U 194/96
Tropische Hitze im Innenraum - fristlose Kündigung
- OLG Düsseldorf, 07.03.2006 - 24 U 112/05
Keine außerordentliche Kündigung infolge der Kenntnis des Mangels gemäß §§ 543 …
- KG, 02.09.2002 - 8 U 146/01
Überschreitung der höchstzulässigen Raumtemperatur als Mangel der Mietsache
- BGH, 19.11.2014 - VIII ZR 191/13
Rechte des Mieters nach einem Wohnungsbrand
Entsteht während der Mietzeit ein Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 BGB - wie hier in Gestalt des Brandschadens -, schuldet der Vermieter dessen Beseitigung im Rahmen seiner Erfüllungspflicht gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB unabhängig davon, ob die Mangelursache in seinem eigenen oder im Gefahrenbereich des Mieters zu suchen ist (…Senatsurteil vom 28. Mai 2008 - VIII ZR 271/07, NJW 2008, 2432 Rn. 9; OLG Hamm, OLGR 2007, 540, 541;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 10. Aufl., Rn. 297). - OLG Karlsruhe, 17.12.2009 - 9 U 42/09
Mangelhaftigkeit von Gewerbemieträumen im Hinblick auf die Innentemperaturen bei …
Dass die Berufung Erfolg habe, ergebe sich schließlich aus einem Urteil des OLG Hamm vom 28. Februar 2007 ( 30 U 131/06). - LG Landshut, 08.01.2025 - 15 S 339/23
Lüftungsverhalten, Mängel der Mietsache, Ergebnis der Beweisaufnahme, …
Entsteht während der Mietzeit ein Mangel der Mietsache iSd § 536 BGB - wie hier in Gestalt des Schimmels -, schuldet der Vermieter dessen Beseitigung im Rahmen seiner Erfüllungspflicht gem. § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB unabhängig davon, ob die Mangelursache in seinem eigenen oder im Gefahrenbereich des Mieters zu suchen ist (…BGH, NJW 2008, 2432 = NZM 2008, 607 Rn. 9; OLG Hamm, OLG-Report 2007, 540 [541];… Wolf/Eckert/Ball, HdB des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 10. Aufl., Rn. 297).
- KG, 05.03.2012 - 8 U 48/11
Minderung der Miete wegen Überschreitung der Temperaturgrenzen der ArbStättV in …
Das OLG Naumburg NZM 2011, 35 und OLGR Hamm 2007, 540, 541 weisen darauf hin, dass die Einhaltung des Baurechts nicht per se genüge, um einen Mangel in mietrechtlicher Hinsicht auszuschließen, und mittelbar auf die Abeitsstättenverordnung zurückgegriffen werden könne, um den Soll-Zustand zu bestimmen. - OLG Frankfurt, 11.10.2024 - 2 U 112/22
Keine Mietminderung bei nicht durch Vermieter zu vertretenen Brandschaden im als …
Entsteht während der Mietzeit ein Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 BGB - wie hier in Gestalt des Brandschadens -, schuldet der Vermieter grundsätzlich dessen Beseitigung im Rahmen seiner Erfüllungspflicht gemäß § 535 Abs. 1 S. 2 BGB unabhängig davon, ob die Mangelursache in seinem eigenen oder im Gefahrenbereich des Mieters zu suchen ist (…BGH, Urt. v. 19.11.2014, Az.: VIII ZR 191/13, BGHZ 203, S. 256-273, Rn. 25;… BGH, Urt. v. 28.05.2008, Az.: VIII ZR 271/07, NJW 2008, S. 2432, Rn. 9; OLG Hamm, Urt. v. 28.02.2007, Az.: 30 U 131/06 zit. n. juris;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 10. Aufl., Rn. 297).Weil es nach der oben dargelegten Rechtsprechung des BGH für die gesetzliche Instandhaltungspflicht nicht auf das Verschulden ankommt, schuldet der Vermieter die Beseitigung bestimmter Schäden oder Mängel im Rahmen seiner Erfüllungspflicht gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB unabhängig davon, ob die Mangelursache in seinem eigenen oder im Gefahrenbereich des Mieters zu suchen ist (…BGH, Urt. v. 28.05.2008, Az.: VIII ZR 271/07, NJW 2008, 2432 Rn. 9; OLG Hamm, Urt. v. 28.02.2007, Az.: 30 U 131/06, zit. n. juris;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 10. Aufl., Rn. 297).
- OLG Naumburg, 13.10.2009 - 9 U 45/09
Rechte des Mieters von Arbeitsräumen bei übermäßiger Aufheizung aufgrund einer …
Insoweit folge das Gericht der Auffassung des Oberlandesgerichts Hamm aus dessen Urteil vom 28. Februar 2007 (OLGR Hamm 2007, 540 ff.).Dafür genügt es nicht bereits, dass das Objekt bautechnisch den anerkannten Regeln der Technik entspricht (der Senat schließt sich insoweit der durch das OLG Hamm, in seinem Urteil vom 28. Februar 2007 in 30 U 131/06 - zitiert nach juris, Rn. 66 = OLGR 2008, 540 ff. vertretenen Meinung ausdrücklich an).
- LG Frankfurt/Main, 28.08.2026 - 2 O 190/25
Mietminderung wegen zu hoher Raumtemperatur?
Ein solcher Mangel kann grundsätzlich auch darin liegen, dass sich vermietete Räumlichkeiten zu stark aufheizen (vgl. hierzu OLG Hamm, Urt. v. 28.02.2007, 30 U 131/06; OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 19.1. 2007 - 2 U 106/06, NZM 2007, 330, beck-online, 330; LG Wuppertal (1. Zivilkammer), Urteil vom 20.08.2018 - 1 0 212/17, BeckRS 2018, 48895, beck-online). - LG Wuppertal, 20.08.2018 - 1 O 212/17
Mietminderung - Defekt der Lüftungsanlage
Insofern muss er die bautechnischen Voraussetzungen für ein Herabkühlen der Temperatur schaffen und gewährleisten (OLG Hamm, Urt. v. 28.02.2007, 30 U 131/06).
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Rechtsprechung
| OLG Nürnberg, 19.04.2007 - 3 W 485/07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- damm-legal.de (Kurzinformation und Volltext)
Doch kein Regelstreitwert bei Markenverletzung von 50.000,00 EUR
- Judicialis
ZPO § 3
- rabüro.de
In Markenverletzungsverfahren kann kein Regelstreitwert festgesetzt werden
- rechtsportal.de
ZPO § 3
Zur Übertragung des Gegenstandswertes in Markenlöschungsverfahren auf Markenverletzungsverfahren - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)
Doch kein Regelstreitwert von 50.000,- EUR bei Markenverletzungen?
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Kein Regelstreitwert von 50.000,- EUR bei Markenverletzungen?
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Streitwertbemessung im Falle einer Unterlassungsklage wegen einer Kennzeichenverletzung; Wirtschaftlicher Wert einer Marke im Verletzungsverfahren
Verfahrensgang
- LG Nürnberg-Fürth - 3 O 3935/06
- OLG Nürnberg, 19.04.2007 - 3 W 485/07
Papierfundstellen
- GRUR 2007, 815
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (3)
- BGH, 16.03.2006 - I ZB 48/05
Festsetzung des Beschwerdewerts in einem markenrechtlichen …
Auszug aus OLG Nürnberg, 19.04.2007 - 3 W 485/07
Die Rechtsprechung des BGH zum regelmäßigen Gegenstandswert in Markenlöschungsverfahren (vgl. GRUR 2006, 704) ist auf Markenverletzungsverfahren nicht übertragbar.Der Ausgangspunkt des Erstgerichts, nämlich auf Grund der Entscheidung des BGH vom 16.3.2006 (GRUR 2006, 704) in Markenrechtsverletzungsverfahren einen Regelstreitwert von 50.000,- EUR festzusetzen, wird vom Beschwerdegericht nicht geteilt.
- BPatG, 07.08.2006 - 25 W (pat) 73/04
Gegenstandswert für Widerspruchs-Beschwerdeverfahren
Auszug aus OLG Nürnberg, 19.04.2007 - 3 W 485/07
Auch wird im Beschluss des BGH vom 16.3.2006 , worauf das Bundespatentgericht in seinem späteren Beschluss vom 7.8.2006 (GRUR 2007, 176) hinweist, keine Begründung für die Ansetzung eines Regelstreitwertes gerade auf den Betrag von 50.000,- EUR gegeben. - BPatG, 23.06.1998 - 24 W (pat) 228/97
Markenbeschwerde - Gegenstandswert für die Tätigkeit im …
Auszug aus OLG Nürnberg, 19.04.2007 - 3 W 485/07
Dem ist jedoch nicht zu folgen: Die Rechtsprechung des BPatG, bzw. des BGH, im Beschwerdeverfahren wegen Löschung einer Marke einen Regelstreitwert anzusetzen, ist keineswegs neu (s. Beschluss des BPatG vom 23.6.1998 in GRUR 1999, 64 f mit Hinweisen auf die "historische Entwicklung" des Regelstreitwerts).
- LG Berlin, 18.09.2007 - 15 O 698/06
Markenrechtsstreit: Streitwert eines Unterlassungsanspruchs wegen …
Insofern ist der regelmäßige Streitwert aus Markenlöschungsverfahren auf Markenverletzungsverfahren wie das hiesige nicht ohne weiteres übertragbar (so auch OLG Nürnberg vom 19.April 2007 zu 3 W 485/07, zitiert nach GRUR 2007 Heft 8, Seite VII). - OLG Stuttgart, 29.11.2012 - 2 U 89/12
Markenverletzungsstreit: Inverkehrbringen markenmäßig gekennzeichneter Ware im …
Rn. 170 Für die Streitwertbemessung der Unterlassungsklage wird das wirtschaftliche Interesse des Klägers durch den wirtschaftlichen Wert des verletzten Kennzeichens und durch das Ausmaß und die Gefährlichkeit der Verletzung bestimmt (OLG Nürnberg, GRUR 2007, 815, 816; Büscher, GRUR 2012, 16, 23). - LG München I, 20.01.2010 - 21 T 21546/09
Urheberrechtsverletzung im Internet: Streitwertbemessung für eine …
Hierzu ist zunächst zu bemerken, dass bisher keine gefestigte obergerichtliche Rechtsprechung zu den Kriterien für die Streitwertbemessung in Fällen der Verletzung gewerblicher Schutzrechte und des Urheberrechts insoweit vorliegt, als zwar grundsätzlich die Umsätze der jeweiligen Kläger mit dem geschützten Gegenstand (so für das Markenrecht etwa OLG Nürnberg, GRUR 2007, 815, OLG Frankfurt, GRUR 2003, 232; vgl. auch die Aufsätze zum Thema von Schramm, GRUR 1953, 104 und Spiess, GRUR 1055, 227) zugrunde gelegt und mit einem unterschiedlichen Multiplikator hochgerechnet werden, eine konkrete allgemein anerkannte Begründung sowie feste Multiplikatoren aber nicht angewandt werden. - BPatG, 12.08.2019 - 26 W (pat) 44/16 Dieses wirtschaftliche Interesse wird einerseits durch den wirtschaftlichen Wert des verletzten Kennzeichens und andererseits durch Ausmaß und Gefährlichkeit der Verletzungshandlung bestimmt (OLG Nürnberg GRUR 2007, 815, 816;… Schneider/Herget, Streitwert Kommentar, 14. Aufl., Rdnr. 2755).
- OLG Hamm, 06.05.2010 - 4 U 5/10 Er wurde auch im Verletzungsverfahren von Gerichten gelegentlich als Regelstreitwert in der Zeit vor dem Inkrafttreten des Kostenrechtsmodernisierungsgesetzes am 1.7.2004 angesetzt (vgl. die Darstellung bei OLG Nürnberg GRUR 2007, 815 - Kennzeichenstreitwert; OLG Frankfurt WRP 2006, 1272, 1273).
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - I-24 U 144/06 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
- ibr-online
Vorliegen eines unternehmensbezogenen Mietvertrags
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Vorliegen eines unternehmensbezogenen Mietvertrages; Erkennbarkeit des Auftretens einer Person für ein bestimmtes Unternehmen; Erkennbarkeit des Vertretungswillens einer Person aufgrund der Umstände; Fehlen einer Bürgschaft als Indiz für den Abschluss mit dem ...
Besprechungen u.ä.
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Wann liegt ein unternehmensbezogener Mietvertrag vor? (IMR 2007, 215)
Verfahrensgang
- LG Duisburg, 24.07.2006 - 2 O 507/05
- OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - I-24 U 144/06
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- OLG Düsseldorf, 13.02.2007 - 24 U 82/06
Passivlegitimation des auf Begleichung von Anwaltsgebühren persönlich in Anspruch …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Es genügt, dass der Vertretungswille aus den Umständen hervorgeht (vgl. Senat, Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I-24 U 82/06;… Baumbach/Hueck/Zöllner/Noack, GmbHG, 18. Auflage, § 36 Rn. 5;… Roth/Altmeppen, GmbHG, 5. Auflage, § 35 Rn. 24): Gemäß §§ 133, 157, 242 BGB ist entscheidend, wie die Gegenpartei das Verhalten des Handelnden nach Treu und Glauben und mit Rücksicht auf die Verkehrssitte verstehen darf.Ergibt sich aus den Umständen der Erklärung die Unternehmensbezogenheit des Geschäfts, so wird nicht der Handelnde, sondern der Inhaber des Unternehmens aus der Erklärung berechtigt und verpflichtet (BGH NJW 2000, 2984; MDR 1999, 799; Senat, GuT 2003, 7; ferner Senat, Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I- 24 U 82/06).
Im Interesse der Rechtsklarheit ist davon auszugehen, dass eine unter dem Briefkopf einer GmbH von deren Geschäftsführer abgegebene Erklärung mangels irgendwelcher Einschränkungen als Erklärung der GmbH angesehen werden muss (…BFH/NV 2001, 929; 1989, 449 m.w.N. zur Rechtsprechung des BFH; vgl. auch OLG Köln GmbHR 2000, 383 f.; Senat im Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I-24 U 82/06).
- BGH, 11.10.1973 - VII ZR 96/72
Beauftragung eines Unternehmens zum Bau von Fertighäusern - Konkludente Kündigung …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Der Kläger geht zutreffend davon aus, dass ein Architekt grundsätzlich tauglicher Empfänger eines kaufmännischen Bestätigungsschreibens sein kann (BGH WM 1973, 1376; OLG Düsseldorf NJW-RR 1995, 501;… Palandt/Heinrichs, BGB, 66. Auflage, § 147 Rn. 9).Da er die Grundsätze anwendet, muss aber im Gegenzug auch davon ausgegangen werden, dass er tauglicher Absender eines solchen Schreibens ist; denn auch ein solcher nimmt ähnlich wie ein Kaufmann am Rechtsverkehr teil und kann erwarten, dass ihm gegenüber nach kaufmännischer Sitte verfahren wird (BGHZ 40, 44; BGH WM 1973, 1376;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 147 Rn. 10).
- BGH, 04.04.2000 - XI ZR 152/99
Erklärungeneines GmbH-Geschäftsführers; Länge der Annahmefrist
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Ergibt sich aus den Umständen der Erklärung die Unternehmensbezogenheit des Geschäfts, so wird nicht der Handelnde, sondern der Inhaber des Unternehmens aus der Erklärung berechtigt und verpflichtet (BGH NJW 2000, 2984; MDR 1999, 799; Senat, GuT 2003, 7; ferner Senat, Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I- 24 U 82/06).
- OLG Düsseldorf, 05.11.2002 - 24 U 32/02
Zur Frage der persönlichen Haftung aus einem Mietvertrag, den der Vertreter einer …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Ergibt sich aus den Umständen der Erklärung die Unternehmensbezogenheit des Geschäfts, so wird nicht der Handelnde, sondern der Inhaber des Unternehmens aus der Erklärung berechtigt und verpflichtet (BGH NJW 2000, 2984; MDR 1999, 799; Senat, GuT 2003, 7; ferner Senat, Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I- 24 U 82/06). - OLG Köln, 27.08.1999 - 19 U 26/99
Anforderungen an ein unternehmensbezogenes Geschäft
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Im Interesse der Rechtsklarheit ist davon auszugehen, dass eine unter dem Briefkopf einer GmbH von deren Geschäftsführer abgegebene Erklärung mangels irgendwelcher Einschränkungen als Erklärung der GmbH angesehen werden muss (…BFH/NV 2001, 929; 1989, 449 m.w.N. zur Rechtsprechung des BFH; vgl. auch OLG Köln GmbHR 2000, 383 f.; Senat im Urteil vom 13. Februar 2007, Az. I-24 U 82/06). - OLG Düsseldorf, 26.11.1993 - 7 U 260/92
Maklervertrag aufgrund kaufmännischen Bestätigungsschreibens eines …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 05.03.2007 - 24 U 144/06
Der Kläger geht zutreffend davon aus, dass ein Architekt grundsätzlich tauglicher Empfänger eines kaufmännischen Bestätigungsschreibens sein kann (BGH WM 1973, 1376; OLG Düsseldorf NJW-RR 1995, 501;… Palandt/Heinrichs, BGB, 66. Auflage, § 147 Rn. 9).
- OLG Düsseldorf, 13.12.2007 - 24 U 102/07
Honoraranspruch des Rechtsanwalts - unwirksamer Anwaltsvertrag bei …
Das beruht auf dem anerkannten Grundsatz, dass im Rechtsverkehr derjenige als der Vertragspartner angesehen wird, der sich dem interessierten Publikum als der Unternehmens- oder Berufsträger und damit eben als diejenige (natürliche oder juristische) Person vorstellt, die über die beanspruchte (Dienst)Leistung verfügt (so genanntes unternehmensbezogenes Geschäft; vgl. BGH NJW 1984, 1347, 1348; sh. auch Senat OLGR 2007, 540 m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 134/99
Mietminderung bei Undichtigkeit des Dachs über dem Lichthof eines Möbelhauses, …
In diesem Zusammenhang kann der Meinungsstreit zu der umstrittenen Frage, ob in Anlehnung an die Arbeitsstättenverordnung bzw. die DIN 1946 eine Raumtemperatur zu fordern ist, die bei einer Außentemperatur von bis zu 32°C nicht über 26°C liegt und bei höheren Außentemperaturen diese mindestens um 6°C unterschreitet, dahinstehen (vgl. hierzu: OLG Hamm NJW-RR 1995, 143; OLG Köln WuM 1995, 35; OLG Rostock NJW 2001, 2339; KG GE 2003, 48; OLG Naumburg NZM 2004, 343; OLG Düsseldorf, 24. Zivilsenat, OLGR 2007, 540 f.; zur Kritik: Stellungnahme der ständigen Konferenz der Bauphysik - Professoren an wissenschaftlichen Hochschulen, Bauphysik 1997, 97; Busse NJW 2004, 1982 f. unter Hinweis auf § 3 IV der Energieeinsparverordnung vom 16.11.2001; Harms ZMR 2007, 432 m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 23.02.2010 - 24 U 99/08
Persönliche Haftung des Betreuers für die Übernahme der Heimkosten
Rn. 24 2. Handelt ein gesetzlicher Vertreter für den Vertragspartner erkennbar im Rechtskreis des Vertretenen, besteht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass er nicht im eigenen, sondern im Namen des Vertretenen auftritt, es sei denn, es gibt besondere Anhaltspunkte dafür, er wolle für sich persönlich handeln (vgl. BGH NJW-RR 2004, 1017; Senat OLGR Düsseldorf 2007, 540 m.w.Nachw.).
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