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Rechtsprechung
   StGH Hessen, 15.07.1970 - P.St. 548, P.St. 563   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,7059
StGH Hessen, 15.07.1970 - P.St. 548, P.St. 563 (https://dejure.org/1970,7059)
StGH Hessen, Entscheidung vom 15.07.1970 - P.St. 548, P.St. 563 (https://dejure.org/1970,7059)
StGH Hessen, Entscheidung vom 15. Juli 1970 - P.St. 548, P.St. 563 (https://dejure.org/1970,7059)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)

    Schulverhältnis - Gesetzesvorbehalt

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 21, 1
  • NJW 1970, 1915 (Ls.)
  • DVBl 1971, 66
  • DÖV 1971, 201
 
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Wird zitiert von ... (43)Zitiert selbst (61)

  • StGH Hessen, 03.12.1969 - P.St. 569

    Formerfordernisse für den Erlaß von Rechtsverordnungen der Landesregierung

    Auszug aus StGH Hessen, 15.07.1970 - P.St. 548
    Sie unterscheidet lediglich zwischen Rechtsverordnungen und Verwaltungsverordnungen (Art. 107 HV) (vgl. Hess. StGH Urteile vom 3. Dezember 1969 - P. St. 569 -, DVBl. 1970, 217 = NJW 1970, 93, beide mit Anm. von Gross, = DÖV 1970, 132 = StAnz.

    Entscheidend für die rechtliche Natur einer Vorschrift ist nicht ihre Bezeichnung, sondern ihr Inhalt (Hess. StGH, Urteil vom 3. Dezember 1969, aaO; Hess. VGH, ESVGH 1, 139 (142); Hess. VGRspr.

    Inhaltlich unterscheiden sich Rechtsverordnungen von Verwaltungsvorschriften dadurch, daß die Rechtsverordnung sich mit Außenwirkung berechtigend und verpflichtend an den Bürger wendet (BVerfGE 8, 71 (75)), während Verwaltungsvorschriften nicht für den einzelnen Staatsbürger verbindlich sind, sondern sich verwaltungsintern, also mit Innenwirkung an die nachgeordneten Behörden wenden (BVerfGE 1, 82 (83); Hess. StGH, Urteil vom 3. Dezember 1969, aaO).

    Rn. 63 Dem allgemeinen Gesetzesvorbehalt steht nicht entgegen, daß das Schulverhältnis herkömmlicherweise als Erscheinungsform des besonderen Gewaltverhältnisses verstanden wird (vgl. bereits beiläufig Hess. StGH, Urteil vom 3. Dezember 1969, aaO; ebenso Bay. VerfGH bei VGHE II 20, 1 (4); VGH Bad.-Württ., ESVGH 11, 5 (6); Schmidt, aaO. S. 248 f; Evers, aaO. S. 160 f; Maunz, aaO. Art. 7 Rdnr. 26, 27; Heckel-Seipp, aaO. S. 365; Heckel, aaO. S. 157 f, Jesch, Gesetz und Verwaltung, 1961, S. 212).

    Die Hessische Verfassung unterscheidet in Art. 107 HV lediglich zwischen Rechtsverordnungen und Verwaltungsverordnungen und unterwirft im Art. 132 HV nur die Rechtsverordnungen im Sinne der Art. 107, 118 HV der verfassungsgerichtlichen Normenkontrolle (vgl. Hess. StGH, Urteile vom 4. Februar 1970 - P. St. 533 -. StAnz. 1970, 531 (534), und vom 3. Dezember 1969 - P. St. 569 -, aaO).

    Der Staatsgerichtshof hat jedoch bereits in einem anderen Normenkontrollverfahren die Beteiligten des Verwaltungsstreitverfahrens in Ausübung des ihm in § 14 Abs. 1 Satz 2 StGHG eingeräumten freien Ermessens angehört und diese Verfahrensgestaltung ausführlich begründet (Hess. StGH, Urteil vom 16. Dezember 1969 - P. St. 569 -, in StAnz. 1970, 53 (58)).

    Er hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß er eine Verkündungsregelung nur auf ihre Verfassungsmäßigkeit, nicht jedoch auf ihre Gesetzmäßigkeit prüfen kann (Urteile vom 3. Dezember 1969 - P. St. 569 -, aao., 4. Februar 1970 - P. St. 533 -, aaO.).

  • VGH Hessen, 06.12.1968 - V N 1/67
    Auszug aus StGH Hessen, 15.07.1970 - P.St. 548
    Der V. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs ist dieser Auffassung mit eingehender Begründung gefolgt (Beschluß vom 6. Dezember 1968 - V N 1/67 -, ESVGH 19, 196 - DVBl. 1969, 554 - Gemeindetag 1969, 205).

    Nach der Ansicht der Vertreter der abstrakten Betrachtungsweise genügt es für den Ausschluß der Normenkontrolle nach § 47 VwGO, daß die betreffende Vorschrift überhaupt der Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht oder durch ein Landesverfassungsgericht unterliegt (vgl. insoweit die Darlegungen in dem Beschluß des IV. Senats des Hess. VGH vom 19. Februar 1965 - R IV 1/63 -, DÖV 1966, 578 (L) und die dort aufgeführten Fundstellen über Rechtsprechung und Schrifttum und im Beschluß des V. Senats des Hess. VGH vom 6. Dezember 1968 - V N 1/67 -, aaO.; ferner OVG Bremen in DÖV 1961, 264 m. Anm. von Bergmann, und in DVBl. 1960, 809, zuletzt sehr grundsätzlich in NJW 1970, 877 - MDR 1970, 359).

    Im Normenkontrollverfahren nach § 47 VwGO kommt eine Vorlage an den Staatsgerichtshof nach Art. 133 HV allerdings nur dann in Betracht, wenn die Entscheidung über den Normenkontrollantrag von der Gültigkeit eines Gesetzes oder einer Rechtsverordnung abhängt, die selbst nicht unmittelbar Gegenstand des Normenkontrollverfahrens ist (vgl. im Ergebnis Hess. StGH, Urteil vom 6. September 1958 - P. St. 221 -, StAnz. 1958, 1154; BVerfGE 6, 222 (231); Hess. VGH, Beschluß vom 6. Dezember 1968 - V N 1/67 - OVG Bremen, DVBl. 1960, 809 (810); Bay. VGH, VRspr.

    Rn. 46 Der Staatsgerichtshof sieht die Richtigkeit dieser Rechtsauffassung, die bereits der Hessische Verwaltungsgerichtshof in V N 1/67 vertreten hat, in der folgenden Überlegung: Wenn der Verwaltungsgerichtshof eine Rechtsverordnung, die selbst Gegenstand des Normenkontrollantrags nach § 47 VwGO ist, dem Staatsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 1 Satz 1 und 2 HV zur Entscheidung über ihre Verfassungsmäßigkeit vorlegen könnte und der Staatsgerichtshof die Verfassungswidrigkeit der Rechtsverordnung feststellen würde - seine Entscheidung ist nach Art. 133 Abs. 1 Satz 3 HV endgültig und hat Gesetzeskraft -, dann würde sich die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs über den Normenkontrollantrag des Antragstellers dadurch von selbst erledigen.

  • BVerfG, 14.05.1968 - 2 BvR 544/63

    Kriegsfolgelasten II

    Auszug aus StGH Hessen, 15.07.1970 - P.St. 548
    Auch das Bundesverfassungsgericht hat eine unter Verletzung der Vorlagepflicht gemäß Art. 100 Abs. 2 GG ergangene Entscheidung lediglich auf eine Verletzung des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG geprüft (BVerfGE 23, 288 (320)).

    Rn. 37 Zwar kann jemand dadurch seinem gesetzlichen Richter entzogen werden, daß ein Gericht die Pflicht zur Vorlage an ein anderes Gericht außer acht läßt (vgl. BVerfGE 18, 441 (447); 23, 288 (320);… Leibholz-Rinck, Kommentar zum Grundgesetz, 3. Aufl., Art. 101, Rdnr. 6) oder seine Zuständigkeit zu Unrecht bejaht oder verneint und dadurch eine Verschiebung der Zuständigkeit im Einzelfall zum Nachteil einer Prozeßpartei bewirkt (vgl. BVerfGE 3, 359 (364); 13, 132 (144)).

    Das gilt auch dann, wenn die Pflicht zur Vorlage sich nicht aus "einfachem Recht", sondern aus einer Vorschrift der Verfassung ergibt, die eine ausschließliche Zuständigkeit des Staatsgerichtshofs begründet (vgl. BVerfGE 23, S. 288 (320)).

    Ebensowenig wie der Zuständigkeitsbereich eines Verfassungsgerichts durch das Grundrecht auf den gesetzlichen Richter stärker abgesichert ist, wenn er in der Verfassung geregelt ist, als wenn er sich aus einfachem Recht ergibt (BVerfGE 23, 288 (320)), kann eine Kompetenzverletzung, wie sie hier vorliegt, als Verfassungsbruch gewertet werden.

  • BVerfG, 27.01.1976 - 1 BvR 2325/73

    Speyer-Kolleg

    Unter Abkehr von der herkömmlichen Lehre vom "besonderen Gewaltverhältnis" fordern die Gerichte zunehmend gesetzliche Regelungen für wesentliche Maßnahmen auf dem Gebiet des Schulwesens (vgl. Hess. StGH, DÖV 1971, S. 201;… OVG Berlin, DVBl. 1973, S. 273, und DÖV 1975, S. 570;… OVG Lüneburg, DVBl. 1973, S. 280;… OVG Münster, DVBl. 1975, S. 445;… Bay. VerfGH, BayVBl. 1975, S. 298;… BVerwG, NJW 1975, S. 1180 und 1182).
  • VGH Baden-Württemberg, 28.06.2021 - 12 S 921/21

    Rechtsnatur einer Hausordnung in einer Erstaufnahmeeinrichtung; grundrechtlich …

    Die Lehre von den Sonderverordnungen, die Bestimmungen der Exekutive zur Regelung von Sonderrechtsverhältnissen beschreibt, ist allerdings noch stark von den Vorstellungen der früheren besonderen Gewaltverhältnisse geprägt und nach heutiger Auffassung als überholt anzusehen (vgl. etwa BVerfG…, Beschluss vom 27.01.1976 - 1 BvR 2325/73 -, juris Rn. 31; Hessischer StGH, Urteil vom 15.07.1970 - P.St. 548, P.St. 563 -, ESVGH 21, 1; Hessischer VGH, Beschluss vom 28.11.1973 - I N 1/72 -, ESVGH 24, 45;… Ruffert in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Voßkuhle, Grundlagen des Verwaltungsrechts, Band 1, § 17 Rn. 80;… Maurer/Waldhoff, Allgemeines Verwaltungsrecht, 19. Aufl. 2017, § 8 Rn. 33;… Lange, Kommunalrecht, 2013, S. 802).
  • StGH Hessen, 30.04.1986 - P.St. 1023

    Alarmbereitschaft; allgemeine Persönlichkeitsrecht; Angestellter; Antragsrecht; …

    Rn. 152 Hierfür ist zunächst wichtig, daß das Normenkontrollverfahren nach hessischem Recht auch mit dem Ziel der Feststellung der Gültigkeit einer Norm beantragt werden kann (so zum Beispiel StGH, Urteil vom 15.07.70 - P.St. 548/563 -, StAnz. 1970, S. 1669 = ESVGH 21, 1).

    Die lange Zeit streitige Frage nach dem Weitergelten von mit Bundesrecht übereinstimmendem Landesverfassungsrecht - umfangreiche Nachweise des Meinungsstandes aus Literatur und Rechtsprechung im Vorlagebeschluß des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs vom 18. Juli 1969 (…DVBl. 1969, S. 740 [742]) - ist spätestens seit dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 29. Januar 1974 (BVerfGE 36, 342 [357 ff.]) dahingehend klargestellt, daß Landesverfassungsrecht jedenfalls dann weitergilt, wenn es mit Bundesrecht übereinstimmt (a.A. noch StGH, Beschluß vom 21.08.53 - P.St. 143 -, ESVGH 11/II, 15 Nr. 27 [L]; Beschluß vom 20.10.65 - P.St. 425 - Beschluß vom 07.08.68 - P.St. 518 -, offengelassen im Urteil vom 15.07.70 - P.St. 548/563 -, StAnz.

    1970, S. 1669 [1673] = ESVGH 21, 1 [2 f.] = DVBl. 1971, S. 66 [67]; wie hier dann im Urteil vom 28.11.73 - P.St. 653 -, …

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