Rechtsprechung
| BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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ZPO § 121 Abs. 3
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
ZPO § 121 Abs. 3
- IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts zu den Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwalts ohne Nachfrage aufgrund der vorausgesetzten Kenntnis des Mehrkostenverbots; Erfordernis eines ausdrücklich erklärten Einverständnisses des Rechtsanwalts
- ra.de
- BRAK-Mitteilungen
Beiordnungsantrag eines auswärtigen Rechtsanwalts
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 121 Abs. 3
Beiordnung eines nicht bei dem Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalts - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Mehrkostenverbot bei einem nicht zugelassenen Rechtsanwalt
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- IWW (Entscheidungsbesprechung)
PKH - Beiordnung eines Rechtsanwalts
Verfahrensgang
- LG München I, 21.10.2005 - 4 O 5558/05
- OLG München, 09.12.2005 - 19 W 2933/05
- BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Papierfundstellen
- NJW 2006, 3783
- MDR 2007, 351
- FamRZ 2007, 37
- Rpfleger 2007, 83
Wird zitiert von ... (70) Zitiert selbst (21)
- BAG, 18.07.2005 - 3 AZB 65/03
Prozesskostenhilfe - Anwaltsbeiordnung - Bedingungen eines am Gerichtsort …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
a) Bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe nach § 121 Abs. 1 und 3 ZPO ist in der Regel ein beim Prozessgericht zugelassener Rechtsanwalt beizuordnen, weil dadurch wegen der Verpflichtung des Rechtsanwalts, seine Kanzlei am Ort des Gerichts zu betreiben (§ 27 Abs. 1 Satz 1 BRAO), grundsätzlich sichergestellt ist, dass keine Reisekosten anfallen (BAG NJW 2005, 3083).Ein anderer Teil ist der Ansicht, die Einwilligung sei konkludent in dem Antrag auf Beiordnung enthalten (BAG NJW 2005, 3083 f.; OLG Schleswig JurBüro 1992, 486, 487; OLG Stuttgart OLGR 1999, 122, 123; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482 und FamRZ 2005, 2005; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228;… Hartmann, in: Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 64. Aufl. § 121 Rdn. 62;… MünchKommZPO/Wax 2. Aufl. § 121 Rdn. 11;… Houben, in: Baumgärtel, RVG 9. Aufl. § 46 Anm. 5).
Wenn ein auswärtiger Rechtsanwalt gleichwohl seine Beiordnung beantragt, muss er davon ausgehen, dass seinem Antrag nur im gesetzlich zulässigen Umfang stattgegeben wird (BAG NJW 2005, 3083, 3084; OLG Celle FamRZ 1991, 962 und MDR 2000, 1038, 1039; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106; KG NJW-RR 2005, 924).
Geschieht dies nicht, steht dem betroffenen Anwalt ein eigenes Beschwerderecht zu (BAG NJW 2005, 3083; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227; OLG Oldenburg FamRZ 2003, 107; OLG Köln FamRZ 2005, 2008 f.; OLG Karlsruhe NJW 2005, 2718).
Ein solcher Fall ist hier auch unter der gebotenen (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BAG NJW 2005, 3083, 3084) Berücksichtigung der Rechtsprechung zur zusätzlichen Beiordnung eines Verkehrsanwalts nach § 121 Abs. 4 ZPO nicht gegeben.
- BGH, 23.06.2004 - XII ZB 61/04
Beiordnung eines nicht am Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalts; Beiordnung …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Ein auswärtiger Rechtsanwalt kann grundsätzlich nur beigeordnet werden, wenn dadurch weitere Kosten nicht entstehen (§ 121 Abs. 3 ZPO; BGHZ 159, 370, 372).Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Streitfrage bisher nicht näher befasst, die Beiordnung eines auswärtigen nur zu den Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwalts aber für zulässig erachtet (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BGH, Beschlüsse vom 23. März 2006 - IX ZB 130/05, WM 2006, 1298 und vom 6. April 2006 - IX ZB 169/05, NJW 2006, 1881).
Ein solcher Fall ist hier auch unter der gebotenen (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BAG NJW 2005, 3083, 3084) Berücksichtigung der Rechtsprechung zur zusätzlichen Beiordnung eines Verkehrsanwalts nach § 121 Abs. 4 ZPO nicht gegeben.
a) Danach ist bei Bevollmächtigung eines Rechtsanwaltes am Sitz des Gerichts regelmäßig auch die Zuziehung eines am Wohn- oder Geschäftsort der auswärtigen Partei ansässigen Verkehrsanwaltes als zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig im Sinne von § 91 Abs. 2 Satz 1, 2. Halbs. ZPO anzusehen (BGHZ 159, 370, 374 m.w.Nachw.).
- OLG Hamburg, 15.02.2000 - 12 WF 25/00
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Ein anderer Teil ist der Ansicht, die Einwilligung sei konkludent in dem Antrag auf Beiordnung enthalten (BAG NJW 2005, 3083 f.; OLG Schleswig JurBüro 1992, 486, 487; OLG Stuttgart OLGR 1999, 122, 123; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482 und FamRZ 2005, 2005; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228;… Hartmann, in: Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 64. Aufl. § 121 Rdn. 62;… MünchKommZPO/Wax 2. Aufl. § 121 Rdn. 11;… Houben, in: Baumgärtel, RVG 9. Aufl. § 46 Anm. 5).Wenn ein auswärtiger Rechtsanwalt gleichwohl seine Beiordnung beantragt, muss er davon ausgehen, dass seinem Antrag nur im gesetzlich zulässigen Umfang stattgegeben wird (BAG NJW 2005, 3083, 3084; OLG Celle FamRZ 1991, 962 und MDR 2000, 1038, 1039; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106; KG NJW-RR 2005, 924).
Geschieht dies nicht, steht dem betroffenen Anwalt ein eigenes Beschwerderecht zu (BAG NJW 2005, 3083; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227; OLG Oldenburg FamRZ 2003, 107; OLG Köln FamRZ 2005, 2008 f.; OLG Karlsruhe NJW 2005, 2718).
- OLG Brandenburg, 20.01.2000 - 9 WF 189/99
Einschränkung der Beiordnung eines Rechtsanwalts; Beiordnung eines …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Ein anderer Teil ist der Ansicht, die Einwilligung sei konkludent in dem Antrag auf Beiordnung enthalten (BAG NJW 2005, 3083 f.; OLG Schleswig JurBüro 1992, 486, 487; OLG Stuttgart OLGR 1999, 122, 123; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482 und FamRZ 2005, 2005; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228;… Hartmann, in: Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 64. Aufl. § 121 Rdn. 62;… MünchKommZPO/Wax 2. Aufl. § 121 Rdn. 11;… Houben, in: Baumgärtel, RVG 9. Aufl. § 46 Anm. 5).Wenn ein auswärtiger Rechtsanwalt gleichwohl seine Beiordnung beantragt, muss er davon ausgehen, dass seinem Antrag nur im gesetzlich zulässigen Umfang stattgegeben wird (BAG NJW 2005, 3083, 3084; OLG Celle FamRZ 1991, 962 und MDR 2000, 1038, 1039; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106; KG NJW-RR 2005, 924).
- OLG Nürnberg, 17.04.2001 - 10 WF 614/01
Prozesskostenhilfe - Beiordnung eines Rechtsanwalts - keine Zulassung am …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Ein Teil meint, eine Nachfrage sei nicht erforderlich, weil es seiner Einwilligung nicht bedürfe (OLG Hamm MDR 2001, 832 und FamRZ 2004, 708, 709; OLG Celle MDR 2000, 1038, 1039; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106 und NJW 2005, 687; OLG Naumburg OLGReport 2002, 310; KG NJW-RR 2005, 924;… Hartung, in: Hartung/Römermann/Schons, RVG 2. Aufl. § 46 Rdn. 29;… Musielak/ Fischer, ZPO 4. Aufl. § 121 Rdn. 18).Wenn ein auswärtiger Rechtsanwalt gleichwohl seine Beiordnung beantragt, muss er davon ausgehen, dass seinem Antrag nur im gesetzlich zulässigen Umfang stattgegeben wird (BAG NJW 2005, 3083, 3084; OLG Celle FamRZ 1991, 962 und MDR 2000, 1038, 1039; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106; KG NJW-RR 2005, 924).
- KG, 07.04.2005 - 16 WF 21/05
Prozesskostenhilfe: Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Ein Teil meint, eine Nachfrage sei nicht erforderlich, weil es seiner Einwilligung nicht bedürfe (OLG Hamm MDR 2001, 832 und FamRZ 2004, 708, 709; OLG Celle MDR 2000, 1038, 1039; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106 und NJW 2005, 687; OLG Naumburg OLGReport 2002, 310; KG NJW-RR 2005, 924;… Hartung, in: Hartung/Römermann/Schons, RVG 2. Aufl. § 46 Rdn. 29;… Musielak/ Fischer, ZPO 4. Aufl. § 121 Rdn. 18).Wenn ein auswärtiger Rechtsanwalt gleichwohl seine Beiordnung beantragt, muss er davon ausgehen, dass seinem Antrag nur im gesetzlich zulässigen Umfang stattgegeben wird (BAG NJW 2005, 3083, 3084; OLG Celle FamRZ 1991, 962 und MDR 2000, 1038, 1039; OLG Brandenburg JurBüro 2000, 481, 482; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227, 1228; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 106; KG NJW-RR 2005, 924).
- OLG Oldenburg, 01.07.2002 - 3 WF 175/02
Beschränkung einer Beiordnung im Rahmen der Gewährung von Prozesskostenhilfe bei …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Während eine Mindermeinung ein ausdrücklich erklärtes Einverständnis des Rechtsanwalts für erforderlich hält (OLG Karlsruhe FamRZ 1991, 348; OLG Bremen NJW-RR 2001, 1229; OLG Oldenburg FamRZ 2003, 107; OLG Düsseldorf Rpfleger 2004, 709, 710;… Bork, in: Stein/Jonas, ZPO 22. Aufl. § 121 Rdn. 14;… Zöller/Philippi, ZPO 25. Aufl. § 121 Rdn. 13), lehnt die herrschende Meinung dies mit unterschiedlicher Begründung ab.Geschieht dies nicht, steht dem betroffenen Anwalt ein eigenes Beschwerderecht zu (BAG NJW 2005, 3083; OLG Hamburg FamRZ 2000, 1227; OLG Oldenburg FamRZ 2003, 107; OLG Köln FamRZ 2005, 2008 f.; OLG Karlsruhe NJW 2005, 2718).
- OLG Düsseldorf, 29.06.2004 - 10 WF 21/04
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Während eine Mindermeinung ein ausdrücklich erklärtes Einverständnis des Rechtsanwalts für erforderlich hält (OLG Karlsruhe FamRZ 1991, 348; OLG Bremen NJW-RR 2001, 1229; OLG Oldenburg FamRZ 2003, 107; OLG Düsseldorf Rpfleger 2004, 709, 710;… Bork, in: Stein/Jonas, ZPO 22. Aufl. § 121 Rdn. 14;… Zöller/Philippi, ZPO 25. Aufl. § 121 Rdn. 13), lehnt die herrschende Meinung dies mit unterschiedlicher Begründung ab.Der Einwand, es gebe auch Fälle, in denen die Beiordnung eines auswärtigen Anwalts das Mehrkostenverbot nicht berühre (OLG Düsseldorf Rpfleger 2004, 709, 710), greift nicht.
- BGH, 23.03.2006 - IX ZB 130/05
Prozesskostenhilfe im Insolvenzverfahren; Beiordnung eines Rechtsanwalts
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Streitfrage bisher nicht näher befasst, die Beiordnung eines auswärtigen nur zu den Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwalts aber für zulässig erachtet (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BGH, Beschlüsse vom 23. März 2006 - IX ZB 130/05, WM 2006, 1298 und vom 6. April 2006 - IX ZB 169/05, NJW 2006, 1881). - BGH, 06.04.2006 - IX ZB 169/05
Beiordnung eines Rechtsanwalts bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe für den …
Auszug aus BGH, 10.10.2006 - XI ZB 1/06
Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Streitfrage bisher nicht näher befasst, die Beiordnung eines auswärtigen nur zu den Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwalts aber für zulässig erachtet (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BGH, Beschlüsse vom 23. März 2006 - IX ZB 130/05, WM 2006, 1298 und vom 6. April 2006 - IX ZB 169/05, NJW 2006, 1881). - OLG Nürnberg, 06.10.2004 - 10 WF 3403/04
Erstattung von Reisekosten des beigeordneten auswärtigen Rechtsanwalts bei …
- OLG Karlsruhe, 21.07.2005 - 17 W 30/05
Prozesskostenhilfe: Grundsätze für die eingeschränkte Beiordnung und die …
- OLG Köln, 28.04.2005 - 14 WF 35/05
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts "zu den Bedingungen eines …
- OLG Brandenburg, 23.02.2005 - 9 WF 314/04
Einschränkung des Anspruchs auf Fahrtkostenerstattung durch Beiordnung des …
- OLG Hamm, 08.08.2003 - 11 WF 123/03
Beiordnung eines bei dem Prozessgericht nicht zugelassenen Rechtsanwalts
- OLG Naumburg, 30.08.2001 - 13 W 220/01
Beiordnung eines Rechtsanwaltes - Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwaltes
- OLG Celle, 26.05.1989 - 15 WF 87/89
- OLG Bremen, 02.02.2000 - 4 WF 8/00
Zur Frage der Beiordnung eines beim Amtsgericht nicht zugelassenen Rechtsanwalts
- OLG Hamm, 20.03.2001 - 7 WF 111/01
Zur Beiordnung eines beim Prozessgericht nicht zugelassenen Rechtsanwalts
- OLG Karlsruhe, 29.11.1989 - 16 WF 184/89
- OLG Schleswig, 10.03.1992 - 15 WF 25/92
- BGH, 17.09.2008 - IV ZR 343/07
Beiordnung einer Rechtsanwaltssozietät im Wege der Prozesskostenhilfe
Der Gefahr, dass im Rahmen einer Sozietätsbeiordnung ein auswärtiger Rechtsanwalt für die bedürftige Partei auftritt und Kosten verursacht, die bei einer Einzelbeiordnung nicht entstanden wären, kann im Einzelfall nach § 121 Abs. 3 ZPO ausreichend begegnet werden, etwa dadurch, dass das Gericht die Beiordnung einer überörtlich tätigen Sozietät von der Zusage abhängig macht, auf die Erstattung von Reisekosten für Sozien aus entfernt gelegenen Niederlassungen zu verzichten, oder bereits der Beiordnungsantrag dahin ausgelegt wird, dass er einen solchen Verzicht enthalte (vgl. dazu auch BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 1/06 - NJW 2006, 3783 unter Tz. 7;… Zöller/Philippi aaO Rdn. 13b). - OLG Hamm, 20.10.2015 - 2 WF 146/15
Anspruch des Beteiigten auf Wechsel des beigeordneten Rechtsanwalts wegen …
Rn. 27 Soweit die Bewilligung zu den Bedingungen eines im Bezirk des Amtsgerichts niedergelassenen Rechtsanwalts nach § 78 Abs. 3 FamFG (vgl. OLG Brandenburg, Beschluss vom 21.06.2010 - 9 WF 92/10) erfolgte, ist davon auszugehen, dass der Beiordnungsantrag der jetzigen Verfahrensbevollmächtigten das konkludent erklärte Einverständnis mit der einschränkten Beiordnung nach § 78 Abs. 3 FamFG enthalten hat (vgl. OLG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 13.10.2011- 3 WF 282/11; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 30.09.2010 - 18 WF 72/10 - FamFR 2010, 541; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 22.04.2009 - 9 WF 43/09 - OLGR 2009, 713; OLG Rostock, Beschluss vom 24.11.2008 - 10 WF 196/08 - FamRZ 2009, 535; BGH, Beschluss vom 10.10.2006 - XI ZB 1/06 NJW 2006, 3783 zu § 121 Abs. 3 ZPO aF), zumal sich der Antragsgegner mit seiner Beschwerde insoweit nicht gegen diese Beschränkung der Beiordnung richtet. - BGH, 07.03.2007 - IV ZB 37/06
Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde im Prozesskostenhilfeverfahren
Da die Antragstellerin für das Verfahren beim Landgericht die Beiordnung eines dort nicht zugelassenen Rechtsanwalts beantragt, wird die Entscheidung darüber im Hinblick auf § 121 Abs. 3 und 4 ZPO dem Landgericht übertragen (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 1/06 - NJW 2006, 3783 und BGHZ 159, 370, 372 ff.).
- OLG Frankfurt, 18.11.2015 - 6 WF 185/15
Beiordnung eines nicht im Bezirk des "Prozessgerichts" niedergelassenen …
Übersteigen die zusätzlichen Reisekosten die sonst gegebenen Kosten und liegen auch nicht die Voraussetzungen vor, unter denen dem Bedürftigen neben einem Rechtsanwalt mit Sitz im Bezirk des Verfahrensgerichts zusätzlich ein Verkehrsanwalt an seinem Wohnort gemäß § 121 Abs. 4 ZPO beigeordnet werden müsste, kann die Beiordnung des auswärtigen Anwaltes nur zu den Bedingungen eines im Gerichtsbezirk niedergelassenen Rechtsanwalts erfolgen (BGH NJW 2006, 3783 [BGH 10.10.2006 - XI ZB 1/06] ). - OLG Celle, 20.03.2007 - 23 W 31/07
Vergütung der Terminreisekosten eines im Prozesskostenhilfeverfahren …
Daran hat die Entscheidung des 11. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 10.10.2006, XI ZB 1/06, NJW 2006, 3783 f., nichts geändert.Mit Verfügung vom 1. Dezember 2006 lehnte der Urkundsbeamte des Landgerichts diesen Vergütungsantrag unter Bezugnahme auf § 121 Abs. 3 ZPO und die Entscheidung des 11. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 10. Oktober 2006, XI ZB 1/06, juris = AGS 2007, 16 ff. = NJW 2006, 3783 f., ab.
Auch der Beschluss des 11. Zivilsenates des Bundesgerichtshofs vom 10. Oktober 2006 (a.a.O) rechtfertigt eine einschränkende Auslegung des Beiordnungsbeschlusses nicht.
- OLG Frankfurt, 28.07.2026 - 5 WF 129/26
Auslegung eines im vereinfachten Unterhaltsverfahren ergangenen …
Rechtsanwalt X ist darauf hingewiesen worden, dass davon ausgegangen werde, "dass der Beiordnungsantrag ein konkludentes Einverständnis mit einer dem Mehrkostenverbot des § 121 Abs. 3 ZPO entsprechenden Einschränkung der Beiordnung enthält (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 10.10.2006 - XI ZB 1/06, FamRZ 2007, 37), mithin Beiordnung zu den Bedingungen eines im Bezirk des Prozessgerichts niedergelassenen Rechtsanwalts begehrt wird." Daraufhin hat der Verfahrensbevollmächtigte des Vaters klargestellt, dass Einverständnis mit einer Beiordnung mit der Maßgabe bestehe, dass Mehrkosten, die dadurch entstehen, dass die Kanzlei des beigeordneten Rechtsanwalts ihren Sitz nicht am Ort des Verfahrensgerichts hat, nur bis zur Höhe der Kosten eines Verkehrsanwalts erstattungsfähig sind. - LAG München, 07.01.2010 - 6 Ta 1/10
Prozesskostenhilfe-Erfolgsaussichten, Reisekosten
Unbeschadet der Frage, inwieweit es einer solchen Zustimmung überhaupt bedarf, wenn die Beiordnung des auswärtigen Rechtsanwaltes nach § 121 Abs. 3 ZPO ohnehin nur zu den Bedingungen eines ortsansässigen erfolgen kann und somit kein "Abschneiden" von Rechten des Prozessvertreters erfolgt, enthält der für den Fall der Bewilligung von Prozesskostenhilfe gestellte Beiordnungsantrag eines nicht beim Prozessgericht niedergelassenen Rechtsanwalts regelmäßig ein konkludentes Einverständnis mit einer dem Mehrkostenverbot des § 121 Abs. 3 ZPO entsprechenden Einschränkung der Beiordnung nur zu den Bedingungen eines am Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalts (…BAG v. 18.6. 2005, a.a.O.; vgl. BGH v. 10.10.2006 - XI ZB 1/06, Rpfleger 2007, 83). - OLG Karlsruhe, 20.07.2007 - 2 WF 51/07
Beiordnung eines wohnortnahen RA
Der Prozessbevollmächtigte des Antragstellers ist auch beschwerdebefugt, denn er ist durch die Einschränkung auf die Vergütungsansprüche eines ortsansässigen Anwalts beschwert (BGH NJW 2006, 3783; OLG Karlsruhe NJW 2005, 2718; OLG Stuttgart, Beschluss vom 02.03.2007 -16 WF 40/07- veröffentlicht in juris; BAG NJW 2005, 3085;… Zöller/Philippi, ZPO, 26. Aufl. § 127 Rdn. 19; a.A OLG Düsseldorf FamRZ 2006, 1613).Zwar enthält der Beiordnungsantrag ohne abweichende Erklärung grundsätzlich ein konkludentes Einverständnis des Prozessbevollmächtigten mit einer dem Mehrkostenverbot des § 121 Abs. 3 ZPO entsprechende Einschränkung der Beiordnung (BGH NJW 2006, 3783).
Ein auswärtiger Rechtsanwalt kann grundsätzlich nur beigeordnet werden, wenn dadurch weitere Kosten nicht entstehen (§ 123 Abs. 3 ZPO, BGH NJW 2004, 2749; BGH NJW 2006, 3783).
- OLG Hamm, 07.03.2014 - 13 WF 22/14
Samenspende und nicht erfüllte Vaterrechte
Da der Antragsteller anwaltlich vertreten ist, hat er sich mit dieser - dem Mehrkostenverbot entsprechenden - Einschränkung konkludent einverstanden erklärt (vergleiche hierzu BGH in NJW 2006, Seite 3783 ff). - OLG Hamburg, 12.02.2021 - 2 WF 58/20
Beiordnung eines auswärtigen Anwalts in Kindschaftssachen
Der Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin ist befugt, aus eigenem Recht gegen die vom Familiengericht vorgenommene kostenmäßige Beschränkung seiner Beiordnung im Wege der sofortigen Beschwerde vorzugehen (BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 1/06 -, NJW 2006, 3783 Rn. 7).Beantragt ein nicht im Gerichtsbezirk zugelassener Anwalt seine Beiordnung, liegt hierin ein konkludentes Einverständnis mit einer Beiordnung zu den Bedingungen eines im Gerichtsbezirks niedergelassenen Anwalts, sofern nicht die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise gleichwohl zulässige einschränkungslose Beiordnung vorliegen (BGH Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 1/06 -, NJW 2006, 3783).
Dann kann dem VKH-Antragsteller an Stelle der Beiordnung eines solchen weiteren Anwalts auch ein Verfahrensbevollmächtigter außerhalb des Gerichtsbezirks beigeordnet werden, soweit hierdurch keine höheren Kosten als bei Beauftragung eines weiteren Anwalts entstehen (BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 1/06 -, NJW 2006, 3783).
- OLG Brandenburg, 01.10.2008 - 13 WF 68/08
Vergütungsanspruch eines beigeordneten Rechtsanwalts: Anspruch auf Reisekosten, …
- VG Minden, 28.02.2017 - 10 L 162/17
Belehrung Einstellung des Verfahrens Grundsatz des fairen Verfahrens Hinweis …
- OLG Rostock, 17.01.2011 - 1 W 53/09
Prozesskostenhilfe: Beiordnung eines nicht ortsansässigen Rechtsanwalts
- OLG Stuttgart, 16.01.2008 - 8 WF 172/07
Anwaltsvergütung: Anspruch der PKH-Partei auf Beiordnung eines am Wohnort …
- OLG Celle, 01.03.2012 - 10 WF 21/12
Pflicht des Gerichts zur Abänderung der auf die Bedingungen eines im Bezirk des …
- OLG Brandenburg, 01.04.2008 - 6 W 203/07
Gebühren und Auslagen des auswärtigen Prozesskostenhilfeanwalts
- LSG Berlin-Brandenburg, 05.05.2014 - L 22 R 85/14
Prozesskostenhilfe - Beiordnung eines Rechtsanwalts zu den Bedingungen eines im …
- OLG Frankfurt, 25.03.2009 - 19 W 14/09
Prozesskostenhilfe: Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts zu den Bedingungen …
- OLG Brandenburg, 17.01.2007 - 10 WF 193/06
Elterliche Sorge: Auskunftsrecht des Vaters über das Schicksal seines Kindes; …
- OLG Celle, 28.04.2011 - 10 WF 123/11
Voraussetzungen für die Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts i.R.d. …
- OLG Celle, 20.04.2012 - 10 WF 129/12
Beiordnung eines bezirksfremden Prozessbevollmächtigten zu den kostenrechtlichen …
- KG, 28.06.2010 - 19 W 18/10
Prozesskostenhilfe: Beschränkte Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts und …
- OLG Hamm, 14.05.2013 - 25 U 5/13
- OLG Köln, 05.11.2021 - 11 W 28/21
Anspruch auf Rückabwicklung eines sale-and-rent-back-Vertrages; Verschleierung …
- OLG Hamburg, 28.03.2007 - 7 W 9/07
Identifizierende Berichterstattung in Online-Zeitungsarchiven
- BGH, 07.11.2006 - XI ZA 18/05
Kostenrechtliche Folgen der Beiordnung eines nicht beim Prozessgericht …
- BAG, 17.09.2007 - 3 AZB 23/06
Prozesskostenhilfe - Zu den die Beiordnung eines Verkehrsanwalts rechtfertigenden …
- OLG Stuttgart, 02.03.2007 - 16 WF 40/07
Prozesskostenhilfe; Umgangsrecht: Beschwerderecht bei einer Beiordnung "zu den …
- OLG Brandenburg, 10.10.2013 - 3 WF 116/13
Abstammungsrecht: Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für eine …
- OLG Düsseldorf, 08.01.2008 - 10 WF 28/07
Gebühren und Auslagen eines beigeordneten Rechtsanwalts: Bindungswirkung einer …
- OLG Nürnberg, 25.10.2007 - 7 WF 1336/07
Vergütung des beigeordneten auswärtigen Rechtsanwalts - Reisekosten zur …
- OLG Brandenburg, 28.06.2010 - 9 WF 272/08
Prozesskostenhilfeantrag im Abstammungsverfahren: Hinreichende Erfolgsaussicht …
- OLG Schleswig, 18.02.2009 - 8 WF 27/09
Beschränkung des Vergütungsanspruchs eines beigeordneten Rechtsanwalts
- LAG Rheinland-Pfalz, 07.05.2007 - 11 Ta 113/07
Prozesskostenhilfe - Beiordnung eines nicht am Prozessgericht ansässigen …
- LSG Bayern, 31.05.2011 - L 15 SB 67/11
Prozesskostenhilfe: Grundsätzlich ist gemäß § 121 Abs. 3 ZPO nur eine Beiordnung …
- OLG Rostock, 12.03.2009 - 10 WF 204/08
Erinnerung gegen den Gebührenfestsetzungsbeschluss für den …
- LSG Baden-Württemberg, 16.01.2007 - L 10 R 6432/06 PKH-B
Beiordnung eines nicht beim Prozessgericht niedergelassenen Rechtsanwalts
- OLG Frankfurt, 17.12.2013 - 6 WF 222/13
Beiordnung eines Anwalts außerhalb des Gerichtsbezirks im Rahmen von …
- LSG Sachsen-Anhalt, 26.04.2011 - L 8 B 38/08
Ausschluss der Beschwerde gegen einen ablehnenden PKH-Beschluss bei …
- LSG Sachsen-Anhalt, 27.01.2010 - L 5 AS 253/09
Ausschluss eines eigenen Beschwerderechts des prozessbevollmächtigten …
- OLG Köln, 13.08.2008 - 4 WF 93/08
Beiordnung "zu den Bedingungen eines ortsansässigen Rechtsanwalts"
- LSG Berlin-Brandenburg, 30.11.2011 - L 18 AS 2113/11
- OVG Berlin-Brandenburg, 04.03.2008 - 9 M 17.08
Prozesskostenhilfeantrag für Klage auf Gewährung von Leistungen nach dem …
- OLG Düsseldorf, 23.01.2014 - 10 WF 1/14
Prüfungsmaßstab im Verfahren der Festsetzung der Vergütung des beigeordneten …
- OLG Bamberg, 10.11.2011 - 2 WF 269/11
Verfahrenskostenhilfe: Beiordnung eines auswärtigen Anwalts in einer einfach …
- LSG Sachsen-Anhalt, 29.04.2009 - L 5 B 393/08
- OLG Rostock, 12.03.2009 - 10 WF 34/09
Gebühren eines nicht am Sitz des Prozessgerichts niedergelassenen, beigeordneten …
- LAG Düsseldorf, 01.07.2010 - 3 Ta 359/10
Mehrkostenverbot bei der Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts; …
- LAG Berlin-Brandenburg, 01.10.2008 - 17 Ta 6081/08
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts ohne Einschränkung i. S. d. § 121 Abs. …
- OLG Brandenburg, 08.01.2013 - 3 WF 130/12
Verfahrenskostenhilfe: Uneingeschränkte Beiordnung eines auswärtigen …
- OLG Düsseldorf, 10.08.2010 - 5 WF 98/10
Mutwilligkeit eines Antrags zum Umgangsrecht ohne Beteiligung des Jugendamts
- LAG Düsseldorf, 13.07.2010 - 3 Ta 382/10
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts; konkludentes Einverständnis mit einer …
- OLG Naumburg, 13.10.2011 - 3 WF 282/11
Prozesskostenhilfe: Eingeschränkte Beiordnung eines weder am Wohnsitz des …
- OLG Saarbrücken, 15.06.2011 - 9 WF 11/11
Beiordnung eines auswärtigen Prozessbevollmächtigten: Einverständnis des Antrag …
- OLG Düsseldorf, 07.06.2011 - 24 W 48/11
Zulässigkeit und Rechtsfolgen der Beiordnung eines nicht am Prozessgericht …
- KG, 23.02.2011 - 19 WF 14/11
Verfahrenskostenhilfe: Beschwerderecht der hilfsbedürftigen Partei bei Beiordnung …
- LSG Berlin-Brandenburg, 30.11.2011 - L 18 AL 2113/11
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts - Beschränkung gemäß Mehrkostenverbot …
- KG, 13.10.2011 - 5 W 230/11
Rechtsanwaltsvergütung: Verwirkung von Gebühren des beigeordneten Rechtsanwalts …
- LAG Rheinland-Pfalz, 25.05.2011 - 11 Ta 102/11
Prozesskostenhilfe - nachträglicher Wechsel des Prozessbevollmächtigten auf …
- LSG Sachsen-Anhalt, 29.09.2008 - L 3 B 27/08
- KG, 05.08.2009 - 3 WF 193/08
Prozesskostenhilfe: Anforderungen an eine Prüfung der Zulässigkeit einer …
- SG Karlsruhe, 30.10.2025 - S 12 AY 1921/25
Zur Anerkennung eines anspruchserhöhenden Sonstigen Bedarfs eines Asylbewerbers …
- ArbG München, 07.09.2021 - 21 Ca 164/21
Beiordnung, Festsetzung, Abwesenheitsgeld, Reisekosten, Mehrkostenverbot, …
- LAG Köln, 22.01.2015 - 3 Ta 408/14
- LAG Köln, 19.03.2008 - 11 Ta 13/08
Prozesskostenhilfe; Beiordnung eines Rechtsanwalts zu den Bedingungen eines …
- LG Bautzen, 03.08.2007 - 1 KfH O 560/06
- OLG Saarbrücken, 29.03.2007 - 9 WF 39/07
- SG Leipzig, 05.02.2007 - S 19 AS 409/06
Beiordnung eines nicht zugelassenen Rechtsanwalts im sozialgerichtlichen …
- OLG Nürnberg, 31.12.2008 - 7 WF 583/08
Auslagen für die Terminswahrnehmung vor dem Amtsgericht sind nur bis zur Höhe der …
- LAG Schleswig-Holstein, 19.10.2015 - 6 Ta 148/15
Prozesskostenhilfe, Beiordnung eines Rechtsanwalts, Beiordnung, Beschränkung der, …
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- BRAK-Mitteilungen
Rechtsanwaltsaktiengesellschaft - Eintragung in das Handelsregister
- rechtsportal.de
Keine Genehmigung für die Eintragung einer Anwalts-GmbH ins Handelsregister
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- urteilsrubrik.de (Kurzinformation)
Anwalts-AG braucht keine Zulassung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Pflicht zur Vorlage einer Zulassung zur Anwaltschaft oder Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz (RBerG) bei anwaltlicher Tätigkeit als Unternehmensgegenstand einer Aktiengesellschaft bei Antrag zur Eintragung in das Handelsregister; Zulassungspflicht einer ...
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Eintragung einer rechtsberatend tätigen Aktiengesellschaft
Verfahrensgang
- AG Bochum, 13.04.2005 - 14 AR 128/05
- LG Bochum, 13.04.2005 - 13 T 1/05
- LG Bochum, 18.05.2005 - 13 T 1/05
- OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Papierfundstellen
- NJW 2006, 3434
- ZIP 2006, 2034
- DNotZ 2006, 943
- FGPrax 2006, 274
- BB 2006, 2437
- DB 2006, 2174
- K&R 2006, 2437
- Rpfleger 2007, 83
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (9)
- BGH, 10.01.2005 - AnwZ (B) 27/03
Widerruf der Zulassung einer Rechtsanwalts-GmbH wegen Umwandlung in eine AG
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Davon zu trennen ist die Frage, ob die Anwalts-Aktiengesellschaft auf Antrag in Anlehnung an die §§ 59 c ff. BRAO zur Anwaltschaft zugelassen werden muss (vgl. BGH NJW 2005, 1568 ff).Die anwaltliche Berufstätigkeit fällt in den Schutzbereich des Art. 12 Abs. 1 S.1 GG, auch soweit diese in der Form einer juristischen Person ausgeübt wird (Art. 19 Abs. 3 GG; vgl. BGH NJW 2005, 1568, 1569 sowie allg. BVerfG NJW 2000, 3635, 3636).
Maßgebend dafür ist, dass durch die Entscheidung des BGH vom 10.01.2005 (NJW 2005, 1568) der Weg zu einer Zulassung einer Aktiengesellschaft zur Rechtsanwaltschaft in Anlehnung an die §§ 59 c ff. BRAO eröffnet worden ist.
- BayObLG, 24.11.1994 - 3Z BR 115/94
Zusammenschluss von Rechtsanwälten zu einer GmbH
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Das RechtsberatungsG ist seinem Schutzzweck nach auf den Regelungszusammenhang der Organisation anwaltlicher Berufstätigkeit nicht anwendbar (…BGH a.a.O., S. 1570; BayObLG NJW 1995, 199, 201).Der Senat hat dabei berücksichtigt, dass das BayObLG in seiner bereits herangezogenen Entscheidung zur Anwalts-GmbH (NJW 1995, 199, 201) eine solche registergerichtliche Überprüfung für erforderlich gehalten hat, solange der Gesetzgeber Mindestnormen für die Struktur der GmbH zur Sicherung des Berufsbildes des freien unabhängigen Rechtsanwalts noch nicht festgelegt habe.
- BGH, 17.03.2003 - XII ZB 2/03
Zur vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung von Betreuerentscheidungen im …
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Dabei macht es aus Sicht des Senats für die Zulässigkeit der Rechtsfortbildung einen erheblichen Unterschied, ob es um die bloße Ausgestaltung der (fakultativen) Zulassung, die einem Grundrecht angesichts unklarer Gesetzeslage zu mehr Geltung in der Praxis verhelfen soll, oder um die Schaffung rechtlicher Hindernisse für die Grundrechtswahrnehmung geht (vgl. hierzu BGH NJW 2003, 1588, 1592).
- BVerfG, 08.03.1983 - 1 BvR 1078/80
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Gerade für unter Art. 12 Abs. 1 S.2 GG fallende Berufszugangsregelungen gilt jedoch, dass dem Gesetzgeber die Entscheidung vorbehalten ist, unter welchen Voraussetzungen welche Gemeinschaftsgüter eine Einschränkung der Berufsfreiheit rechtfertigen sollen (BVerfG NJW 1983, 1535, 1537). - BVerfG, 12.08.2002 - 1 BvR 399/02
Grenzen der Anwaltshaftung
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Allerdings gelten auch im Bereich grundrechtlicher Gesetzesvorbehalte die allgemeinen Rechtsanwendungsregeln, so dass auch eine richterliche Rechtsfortbildung nicht schlechthin ausgeschlossen ist (BVerfG NJW 1990, 1593ff; 2000, 3635ff; 2002, 2937ff). - BFH, 11.03.2004 - VII R 15/03
Aufteilung einer Gesamtschuld und Vollstreckung
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Die Postulationsfähigkeit der Anwaltsgesellschaft selbst, und damit ein wesentlicher Teil ihres wirtschaftlichen Sinns, ist nämlich prozessrechtlich an die Zulassung geknüpft, §§ 78 ZPO, 67 VwGO, 11 ArbGG, 62a FGO (vgl. hierzu BFH NJW 2004, 1974, 1975; GmbHR 2004, 1105; Beschluss vom 01.12.2004 -XI B 102/04, zitiert nach juris;… Henssler, a.a.O.;… Kilian a.a.O.). - BFH, 03.06.2004 - IX B 71/04
Rechtsanwaltsgesellschaften in der Rechtsform der AG; Postulationsfähigkeit
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Die Postulationsfähigkeit der Anwaltsgesellschaft selbst, und damit ein wesentlicher Teil ihres wirtschaftlichen Sinns, ist nämlich prozessrechtlich an die Zulassung geknüpft, §§ 78 ZPO, 67 VwGO, 11 ArbGG, 62a FGO (vgl. hierzu BFH NJW 2004, 1974, 1975; GmbHR 2004, 1105; Beschluss vom 01.12.2004 -XI B 102/04, zitiert nach juris;… Henssler, a.a.O.;… Kilian a.a.O.). - BGH, 01.07.1998 - XII ZB 181/97
Vergütung für Betreuungstätigkeit - Bemessung des Stundensatzes für einen …
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Im Hinblick auf diese Entwicklung würde der Senat eine Vorlagepflicht gem. § 28 Abs. 2 FGG nicht als gegeben ansehen, die im Rahmen der vorstehend erteilten nicht bindenden Hinweise für die weitere Entscheidung ohnehin nicht begründet ist (BGH NJW-RR 1998, 1457). - BFH, 01.12.2004 - XI B 102/04
Vertretungsbefugnis von GmbH und AG
Auszug aus OLG Hamm, 26.06.2006 - 15 W 213/05
Die Postulationsfähigkeit der Anwaltsgesellschaft selbst, und damit ein wesentlicher Teil ihres wirtschaftlichen Sinns, ist nämlich prozessrechtlich an die Zulassung geknüpft, §§ 78 ZPO, 67 VwGO, 11 ArbGG, 62a FGO (vgl. hierzu BFH NJW 2004, 1974, 1975; GmbHR 2004, 1105; Beschluss vom 01.12.2004 -XI B 102/04, zitiert nach juris;… Henssler, a.a.O.;… Kilian a.a.O.).
- LAG Hamm, 02.09.2011 - 7 Sa 521/11
Unzulässige Berufung bei formwidriger Einlegung durch nicht zugelassene …
Einer solchen Zulassung bedürfe es auch nicht, weil sie ihre rechtsberatende Tätigkeit auch ohne Zulassung als Anwaltsgesellschaft ausüben dürfe, wie das OLG Hamm in einer Entscheidung vom 26.06.2006 (15 W 213/05) bereits festgestellt habe.Rn. 39 Dem steht nicht entgegen, dass das OLG Hamm in einer die Klägerin betreffenden Entscheidung (26.06.2006 - 15 W 213/05, NJW 2006, 3434) ausgeführt hat, dass die anwaltliche Berufstätigkeit im Rahmen einer Aktiengesellschaft nicht im Sinne des § 37 Abs. 4 Nr. 5 AktG von einer Genehmigung abhängig sei, weshalb es die ablehnende Entscheidung des Amtsgerichts Bochum auf Eintragung der Beklagten in das Handelsregister aufgehoben hat.
So hat das OLG hervorgehoben, dass sich die Klägerin auf das auch für Aktiengesellschaften eröffnete Zulassungsverfahren nach den §§ 59 c ff BRAO würde einlassen müssen, sofern sie die Postulationsfähigkeit gewinnen wolle (OLG Hamm 26.06.2006 - 15 W 213/05, NJW 2006, 3434, juris Rn 16).
- AGH Bayern, 15.11.2010 - BayAGH I - 1 - 1/10
Anwaltliches Berufsrecht: Zulassung einer Anwalts-GmbH & Co KG zur …
Eine ergänzende Überprüfung der Satzungsbestimmungen auf die Einhaltung berufsrechtlicher Mindeststandards durch das Registergericht erscheint nicht zwingend geboten und würde zudem bei nicht oder noch nicht zur Rechtsanwaltschaft zugelassenen Gesellschaften die Gefahr divergierender Entscheidungen zu den Organen und Gerichten des anwaltlichen Berufsstands begründen (vgl. OLG Hamm, NJW 2006, 3434, zur Rechtsanwalts-AG).
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