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Rechtsprechung
   BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,41639
BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24 (https://dejure.org/2024,41639)
BGH, Entscheidung vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24 (https://dejure.org/2024,41639)
BGH, Entscheidung vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24 (https://dejure.org/2024,41639)
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Volltextveröffentlichungen (8)

Kurzfassungen/Presse

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit einer identifizierenden Presseberichterstattung über Polizeigewalt

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2025, 1054
  • GRUR 2025, 340
 
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Wird zitiert von ... (23)Zitiert selbst (19)

  • BGH, 18.06.2019 - VI ZR 80/18

    Strafverfahrensbegleitende identifizierende Wort- und Bildberichterstattung: …

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Insbesondere hat in der Abwägung der widerstreitenden Interessen die Unschuldsvermutung Berücksichtigung zu finden (Senatsurteile vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 46 mwN;… vom 16. Februar 2016 - VI ZR 367/15, VersR 2016, 606 Rn. 38; BVerfG, NJW 2009, 350 Rn.14).

    Oftmals wird bis zu einem erstinstanzlichen (nicht notwendig rechtskräftigen) Schuldspruch das Recht des Beschuldigten auf Schutz der Persönlichkeit das Interesse an einer identifizierenden Bildberichterstattung überwiegen (Senatsurteile vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 46;… vom 7. Juni 2011 - VI ZR 108/10, BGHZ 190, 52 Rn. 25;… BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 20).

    Während des nichtöffentlichen Ermittlungsverfahrens wiegt der Schutz der Persönlichkeit eines bis dahin in der Öffentlichkeit nicht in Erscheinung getretenen Betroffenen dagegen in der Regel schwerer als das Interesse der Öffentlichkeit an seiner (bildlichen) Identifizierung (vgl. Senatsurteil vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 46 f.).

    Schließlich muss es sich um einen Vorgang von gravierendem Gewicht handeln, dessen Mitteilung durch ein Informationsbedürfnis der Allgemeinheit gerechtfertigt ist (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, AfP 2023, 417 Rn. 25; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 50;… vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 26;… vom 11. Dezember 2012 - VI ZR 314/10, AfP 2013, 57 Rn. 26; jeweils mwN).

  • BGH, 29.09.2020 - VI ZR 449/19

    "Fahndung" der Bildzeitung war erlaubt

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (vgl. nur Senatsurteil vom 29. September 2020 - VI ZR 449/19, AfP 2020, 488 Rn. 22 mwN).

    Umgekehrt wiegt der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. nur Senatsurteil vom 29. September 2020 - VI ZR 449/19, AfP 2020, 488 Rn. 23 f. mwN).

    Auch ist bedeutsam, in welcher Situation der Betroffene erfasst und wie er dargestellt wird (vgl. nur Senatsurteil vom 29. September 2020 - VI ZR 449/19, AfP 2020, 488 Rn. 25 mwN).

  • BGH, 04.04.2017 - VI ZR 123/16

    Bewertungsportal macht sich Nutzerbewertungen zu Eigen und haftet für falsche …

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Die Äußerung darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteil vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, NJW 2017, 2029 Rn. 30 mwN).

    Rn. 44 cc) Allerdings fällt auch die Aufstellung oder Verbreitung einer unwahren Tatsachenbehauptung in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG, wenn im Zeitpunkt der Äußerung ihre Wahrheit noch ungewiss ist und sich die Unwahrheit erst später herausstellt (Senatsurteil vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, NJW 2017, 2029 Rn. 26 mwN).

  • BGH, 17.11.2009 - VI ZR 226/08

    Verbreiterhaftung bei Interviews: "Heute wird offen gelogen"

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Zu dem durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützten Kommunikationsprozess kann die Mitteilung einer fremden Meinung oder Tatsachenbehauptung auch dann zählen, wenn der Mitteilende sich diese weder zu eigen macht noch in eine eigene Stellungnahme einbindet, sondern - wie hier - die fremde Äußerung lediglich verbreitet (Senatsurteil vom 17. November 2009 - VI ZR 226/08, AfP 2010, 72 Rn. 13 mwN).

    Rn. 45 Dabei kann dahinstehen, wie weit die Sorgfaltspflichten der Beklagten bei den Recherchen zum Wahrheitsgehalt der Schilderung des O. im Hinblick darauf reichten, dass sie sich diese nicht zu eigen machte, sondern nur verbreitete (vgl. zur sog. Verbreiterhaftung Senatsurteil vom 17. November 2009 - VI ZR 226/08, AfP 2010, 72 Rn. 13 mwN;… BVerfG, NJW-RR 2010, 470 Rn. 64 ff.;… EGMR, NJW 2017, 795, Rn. 46, 58 ff.).

  • BGH, 16.02.2016 - VI ZR 367/15

    Rechtmäßigkeit der Abrufbarkeit von Altmeldungen im Online-Archiv einer …

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Rn. 25 bb) Geht es um eine identifizierende Bildberichterstattung über den Verdacht einer Straftat, so ist darüber hinaus zu beachten, dass eine solche Berichterstattung in das Recht des Abgebildeten auf Schutz seiner Persönlichkeit eingreift, weil sie sein angebliches Fehlverhalten öffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (Senatsurteil vom 16. Februar 2016 - VI ZR 367/15, VersR 2016, 606 Rn. 38).

    Insbesondere hat in der Abwägung der widerstreitenden Interessen die Unschuldsvermutung Berücksichtigung zu finden (…Senatsurteile vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 46 mwN; vom 16. Februar 2016 - VI ZR 367/15, VersR 2016, 606 Rn. 38; BVerfG, NJW 2009, 350 Rn.14).

  • BGH, 20.06.2023 - VI ZR 262/21

    Anspruch auf Unterlassung unzulässiger Verdachtsberichterstattungen

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Im Rahmen der insoweit vorzunehmenden Abwägung zwischen dem Recht des Klägers auf Schutz seiner Persönlichkeit und seines guten Rufs aus Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK und dem in Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK verankerten Recht der Beklagten auf Meinungs- und Medienfreiheit (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteil vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, AfP 2023, 417 Rn. 20 f.) überwiegt das Schutzinteresse des Klägers.

    Schließlich muss es sich um einen Vorgang von gravierendem Gewicht handeln, dessen Mitteilung durch ein Informationsbedürfnis der Allgemeinheit gerechtfertigt ist (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, AfP 2023, 417 Rn. 25;… vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 50;… vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 26;… vom 11. Dezember 2012 - VI ZR 314/10, AfP 2013, 57 Rn. 26; jeweils mwN).

  • EGMR, 31.10.2023 - 9602/18

    EGMR gibt Bild nach Debatte um Polizeigewalt recht: Bild.de muss Polizisten nicht …

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Es besteht ein erhebliches berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, über den Verdacht unrechtmäßiger Polizeigewalt informiert zu werden (vgl. EGMR, NJW 2024, 2303 Rn. 34).

    Zudem sind die Grenzen akzeptabler Kritik für Beamte, die in ihrer amtlichen Eigenschaft handeln, im Falle eines behaupteten Fehlverhaltens weiter gesetzt als für Privatpersonen (EGMR, NJW 2024, 2303 Rn. 33).

  • BVerfG, 25.06.2009 - 1 BvR 134/03

    Haftung für Pressespiegel

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Rn. 45 Dabei kann dahinstehen, wie weit die Sorgfaltspflichten der Beklagten bei den Recherchen zum Wahrheitsgehalt der Schilderung des O. im Hinblick darauf reichten, dass sie sich diese nicht zu eigen machte, sondern nur verbreitete (…vgl. zur sog. Verbreiterhaftung Senatsurteil vom 17. November 2009 - VI ZR 226/08, AfP 2010, 72 Rn. 13 mwN; BVerfG, NJW-RR 2010, 470 Rn. 64 ff.;… EGMR, NJW 2017, 795, Rn. 46, 58 ff.).
  • BGH, 26.01.2021 - VI ZR 437/19

    Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts: Presseberichterstattung über …

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Anders liegt es jedoch, wenn der tatsächliche Gehalt der Äußerung so substanzarm bleibt, dass er gegenüber der subjektiven Wertung ganz zurücktritt (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteil vom 26. Januar 2021 - VI ZR 437/19, AfP 2021, 226 Rn. 23 mwN).
  • EGMR, 21.01.2016 - 29313/10

    DE CAROLIS ET FRANCE TELEVISIONS c. FRANCE

    Auszug aus BGH, 19.11.2024 - VI ZR 87/24
    Rn. 45 Dabei kann dahinstehen, wie weit die Sorgfaltspflichten der Beklagten bei den Recherchen zum Wahrheitsgehalt der Schilderung des O. im Hinblick darauf reichten, dass sie sich diese nicht zu eigen machte, sondern nur verbreitete (…vgl. zur sog. Verbreiterhaftung Senatsurteil vom 17. November 2009 - VI ZR 226/08, AfP 2010, 72 Rn. 13 mwN;… BVerfG, NJW-RR 2010, 470 Rn. 64 ff.; EGMR, NJW 2017, 795, Rn. 46, 58 ff.).
  • BGH, 17.12.2013 - VI ZR 211/12

    Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Internetveröffentlichung: Zurechnung bei …

  • BGH, 22.02.2022 - VI ZR 1175/20

    Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presseberichterstattung: Voraussetzungen …

  • BGH, 16.11.2021 - VI ZR 1241/20

    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Voraussetzungen einer zulässigen …

  • BGH, 11.12.2012 - VI ZR 314/10

    Gesteigertes Vertrauen der Presse in Verlautbarungen des Bundesbeauftragten für …

  • BVerfG, 10.06.2009 - 1 BvR 1107/09

    Individualisierende Medienberichterstattung auch bei Sexualstraftaten …

  • BVerfG, 27.11.2008 - 1 BvQ 46/08

    Rundfunkfreiheit (Bildberichterstattung über ein Strafverfahren; "Prangerwirkung" …

  • BGH, 07.06.2011 - VI ZR 108/10

    Bildveröffentlichung und sitzungspolizeiliche Verfügung

  • BVerfG, 03.04.2009 - 1 BvR 654/09

    "Koma-Saufen"

  • BGH, 07.05.2024 - VI ZR 307/22

    Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presse: Reichweite eines auf die konkrete …

  • BGH, 29.07.2025 - VI ZR 426/24

    Zur Namensnennung in Demonstrationsaufruf

    Fernliegende Deutungen sind auszuschließen (vgl. Senatsurteile vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 41;… vom 1. August 2023 - VI ZR 308/21, AfP 2023, 409 Rn. 8;… BVerfGE 114, 339, 348 f., juris Rn. 31; jeweils mwN).

    Rn. 22 Die vorgenannten Anforderungen an die Sinnermittlung von Äußerungen unterliegen in vollem Umfang der Nachprüfung durch das Revisionsgericht (vgl. Senatsurteile vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 41;… vom 1. August 2023 - VI ZR 308/21, AfP 2023, 409 Rn. 8).

  • BGH, 27.05.2025 - VI ZR 337/22

    Bebilderte identifizierende Verdachtsberichterstattung über Wirecard-Prozess …

    Dabei ist schon bei der Beurteilung, ob ein Bild dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen ist, eine Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 iVm Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK andererseits vorzunehmen (vgl. Senatsurteile vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 22;… vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, K&R 2018, 323 Rn. 10; jeweils mwN).

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (vgl. Senatsurteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 22 mwN).

    Der Informationsgehalt einer Bildberichterstattung ist dabei im Gesamtkontext, in den das Personenbildnis gestellt ist, und unter Berücksichtigung der zugehörigen Textberichterstattung zu ermitteln (vgl. Senatsurteile vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 19, 23;… vom 8. November 2022 - VI ZR 22/21, AfP 2022, 495 Rn. 20; jeweils mwN).

    Auch ist bedeutsam, in welcher Situation der Betroffene erfasst und wie er dargestellt wird (Senatsurteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 24 mwN) und welche Rolle ihm in der Öffentlichkeit zukommt (…vgl. Senatsurteil vom 8. November 2022 - VI ZR 22/21, AfP 2022, 495 Rn. 21 mwN).

    Rn. 17 c) Geht es um eine Bildberichterstattung über ein laufendes Strafverfahren, ist in der Abwägung der widerstreitenden Interessen auch die Unschuldsvermutung zu berücksichtigen (Senatsurteile vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 25;… vom 18. Dezember 2018 - VI ZR 439/17, K&R 2019, 388 Rn. 15; jeweils mwN;… BVerfG, AfP 2009, 244 Rn. 23;… AfP 2009, 365 Rn. 20;… vgl. zur Berichterstattung über ein verwaltungsgerichtliches Verfahren demgegenüber Senatsurteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, AfP 2020, 137 Rn. 19).

    Dies gilt etwa dann, wenn er sich in eigenverantwortlicher Weise den ihm gegenüber erhobenen Vorwürfen in der medialen Öffentlichkeit auch im Wege der Bildberichterstattung gestellt hat oder wenn er kraft seines Amtes oder wegen seiner gesellschaftlich hervorgehobenen Verantwortung bzw. Prominenz in besonderer Weise im Blickfeld der Öffentlichkeit steht und die Medienöffentlichkeit mit Rücksicht hierauf hinzunehmen hat (vgl. Senatsurteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, K&R 2025, 177 Rn. 25;… BVerfG, AfP 2009, 244 Rn. 23;… AfP 2009, 365 Rn. 20).

  • OLG München, 30.06.2026 - 18 U 503/26

    Zu-Eigen-Machen, Bildberichterstattung, Zitat, innere Tatsache, …

    In der Zusammenschau mit seiner früheren herausgehobenen Position u.a. als Nationaltorwart und seiner hieraus resultierenden Prominenz stand er früher in besonderer Weise im Blickfeld der Öffentlichkeit und tut dies auch heute jedenfalls in "eingeweihten Kreisen" zumindest noch in nicht unerheblichem Umfang (siehe dazu BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, juris Rn. 25 [in Bezug auf eine Bildberichterstattung]).

    Aber damit nicht genug: Es wurden beklagenseits vor Aufstellung oder Verbreitung der Behauptung auch keine hinreichend sorgfältigen Recherchen über den Wahrheitsgehalt angestellt und damit korrespondierend fehlt es auch an dem erforderlichen Mindestbestand an Beweistatsachen (siehe dazu z.B. BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, NJW 2025, 1054, 1057, Rn. 32 m.w.N.); die bloße beklagtenseits herangezogene Vorberichterstattung reicht hierfür im hiesigen Einzelfall nach dem Sach- und Streitstand des hiesigen Verfahrens nicht aus.

    Auch ist bedeutsam, in welcher Situation der Betroffene erfasst und wie er dargestellt wird (vgl. BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24), NJW 2025, 1054, 1055 f., Rn. 22 bis 24 m.w.N.).

  • LG Ellwangen/Jagst, 03.07.2025 - 6 O 125/25

    Unterlassung von Äußerungen im Rahmen einer Presseberichterstattung, insbesondere …

    Denn auch in deren Rahmen gilt, dass eine solche einen Mindestbestand an belegten Tatsachen zur Grundlage haben muss, der seinerseits auf gründlichen Recherchen zu beruhen hat (vgl. BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, Rn. 32, zit. nach juris).

    Eine Berufung hierauf durch die hiesige Verfügungsbeklagte setzt indes voraus, dass vor Aufstellung oder Verbreitung der Behauptung hinreichend sorgfältige Recherchen über deren Wahrheitsgehalt angestellt werden (vgl. zu dem Gesamten BGH…, Urteil vom 31. Mai 2022 - VI ZR 95/21, Rn. 22; BGH…, Urteil vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, Rn. 23; BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, Rn. 32; ähnlich auch OLG Stuttgart…, Urteil vom 08. Februar 2017 - 4 U 166/16 , Rn. 93 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 16. Oktober 2019 - 4 U 120/19 , Rn. 159 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 01. Februar 2023 - 4 U 144/22 , Rn. 163 , jew. zit. nach juris).

    Auch ist vor der Veröffentlichung regelmäßig eine Stellungnahme des Betroffenen einzuholen (vgl. BGH…, Urteil vom 31. Mai 2022 - VI ZR 95/21, Rn. 24; BGH…, Urteil vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, Rn. 25; BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, Rn. 32; auch OLG Stuttgart…, Urteil vom 08. Februar 2017 - 4 U 166/16 , Rn. 149 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 16. Oktober 2019 - 4 U 120/19 , Rn. 166 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 01. Februar 2023 - 4 U 144/22 , Rn. 165 , jew. zit. nach juris).

    Rn. 116 Schließlich muss es sich um einen Vorgang von gravierendem Gewicht handeln, dessen Mitteilung durch ein Informationsbedürfnis der Allgemeinheit gerechtfertigt ist (vgl. erneut BGH…, Urteil vom 31. Mai 2022 - VI ZR 95/21, Rn. 24; BGH…, Urteil vom 20. Juni 2023 - VI ZR 262/21, Rn. 25; BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, Rn. 32; auch OLG Stuttgart…, Urteil vom 08. Februar 2017 - 4 U 166/16 , Rn. 149 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 16. Oktober 2019 - 4 U 120/19 , Rn. 166 ; OLG Stuttgart…, Urteil vom 01. Februar 2023 - 4 U 144/22 , Rn. 165 , jew. zit. nach juris).

  • OLG Frankfurt, 20.03.2025 - 16 U 42/24

    Verdachtberichterstattung: Konkrete Anhörung ist Voraussetzung ("Geheimagent", …

    Schließlich muss es sich um einen Vorgang von gravierendem Gewicht handeln, dessen Mitteilung durch ein Informationsbedürfnis der Allgemeinheit gerechtfertigt ist (vgl. etwa zuletzt BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, Rz. 32 m.w.N.).
  • LG Berlin II, 14.07.2026 - 27 O 236/26
    Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, NJW 2025, 1054, Rn. 21 ff.).

    Dabei ist schon bei der Beurteilung, ob ein Bild dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen ist, eine Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK andererseits vorzunehmen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024, a.a.O.).

  • LG Berlin II, 04.08.2026 - 27 O 281/26

    Unvollständige Presseberichterstattung: Beweislast des Mediums

    Rn. 31 a. Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, NJW 2025, 1054, Rn. 21 ff.).

    Dabei ist schon bei der Beurteilung, ob ein Bild dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen ist, eine Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK andererseits vorzunehmen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024, a.a.O.).

  • OLG München, 21.05.2025 - 18 U 842/25

    Unterlassung der Veröffentlichung der identifizierenden Bildberichterstattung …

    Dabei wurde auch behandelt, wie die im Rahmen des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG gebotene Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 Abs. 1 EMRK andererseits vorzunehmen ist (vgl. LGU, S. 5/8 unter Ziffern 1 bis 1.1.3.; siehe dazu z.B. BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, juris Rn. 21 ff. m.w.N.).

    So wiegt der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, juris Rn. 23 m.w.N.).

    Diese stand zudem weder kraft eines Amtes oder wegen einer gesellschaftlich hervorgehobenen Verantwortung bzw. Prominenz in besonderer Weise im Blickfeld der Öffentlichkeit (vgl. dazu BGH, Urteil vom 19.11.2024 - VI ZR 87/24, juris Rn. 25 [in Bezug auf eine identifizierende Bildberichterstattung über den Verdacht einer Straftat]).

  • LG Berlin II, 06.01.2026 - 27 O 412/25

    Zulässigkeit identifizierender Verdachtsberichterstattung über Rechtsanwalt und …

    Rn. 57 1. Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, NJW 2025, 1054, Rn. 21 ff.).

    Dabei ist schon bei der Beurteilung, ob ein Bild dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen ist, eine Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK andererseits vorzunehmen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024, a.a.O.).

  • LG Berlin II, 14.07.2026 - 27 O 237/26

    Block-Prozess - Mitangeklagter Familienanwalt musste nicht verpixelt werden

    Rn. 15 a) Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024 - VI ZR 87/24, NJW 2025, 1054, Rn. 21 ff.).

    Dabei ist schon bei der Beurteilung, ob ein Bild dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen ist, eine Abwägung zwischen den Rechten des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK einerseits und den Rechten der Presse aus Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK andererseits vorzunehmen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 19. November 2024, a.a.O.).

  • OLG Dresden, 14.04.2025 - 4 U 1466/24

    Journalistische Sorgfaltsanforderungen können auch für private Blogbetreiber …

  • KG, 02.06.2025 - 10 U 47/24

    Zulässigkeit von Plagiatsvorwürfen

  • LAG Niedersachsen, 07.04.2025 - 15 SLa 855/24

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  • LG Berlin II, 02.12.2025 - 27 O 366/25

    Zulässigkeit einer strafprozessbegleitenden Bildberichterstattung unter …

  • LG Berlin II, 03.03.2026 - 27 O 50/26

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  • OLG München, 13.01.2026 - 18 U 2825/25

    Persönlichkeitsrecht, Meinungsäußerung, Tatsachenbehauptung, …

  • LG Berlin II, 10.03.2026 - 27 O 54/26

    Zulässigkeit mehrerer Äußerungen eines Influencers und Unternehmers im Internet

  • LG Berlin II, 13.01.2026 - 27 O 340/25

    Laienprivileg - Publizistische Sorgfaltspflichten bei Äußerungen eines …

  • OLG München, 13.01.2026 - 18 U 2826/25

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  • OLG Celle, 26.01.2026 - 5 U 231/25

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  • LG Berlin II, 02.06.2026 - 27 O 187/26
  • OLG Karlsruhe, 28.03.2025 - 10 U 91/24

    Unterlassung der Veröffentlichung eines Portraitfotos im Rahmen der …

  • LG Frankfurt/Main, 16.03.2026 - 3 O 74/26

    Axel Springer Verlag siegt im Streit um Epstein-Bericht: Wer auftaucht, ist von …

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