Rechtsprechung
| BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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- Bundesfinanzhof
FGO § 155 S 1, FGO § 52d, FGO § 52a, ZPO § 227, FGO § 119 Nr 3, GG Art 103 Abs 1
Formfreiheit eines Terminaufhebungs- beziehungsweise -verlegungsantrags
- rechtsinformationen.bund.de
Formfreiheit eines Terminaufhebungs- beziehungsweise -verlegungsantrags
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 155 S 1 FGO, § 52d FGO, § 52a FGO, § 227 ZPO, § 119 Nr 3 FGO
Formfreiheit eines Terminaufhebungs- beziehungsweise -verlegungsantrags - IWW
§ 52a der Finanzgerichtsordnung (FGO), § ... 119 Nr. 3 FGO, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 155 Satz 1 FGO, § 227 der Zivilprozessordnung (ZPO), § 52a FGO, § 52d Satz 1 FGO, § 52d Satz 2 FGO, § 77 Abs. 1 Satz 1 FGO, §§ 129, 130 ZPO, § 227 ZPO, § 52d FGO, § 130d ZPO, § 65d Satz 1 des Sozialgerichtsgesetzes, § 227 Abs. 2 ZPO, § 116 Abs. 6 FGO, § 143 Abs. 2 FGO
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Formwirksamkeit eines schriftlich gestellten und beim Gericht eingereichten Terminaufhebungsantrags oder Terminverlegungsantrags; Erlass von Säumniszuschlägen zur Einkommensteuer im finanzgerichtlichen Verfahren
- datenbank.nwb.de
Formfreiheit eines Terminaufhebungs- beziehungsweise -verlegungsantrags
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Antrag auf Terminänderung ist kein vorbereitender Schriftsatz!
Verfahrensgang
- FG Baden-Württemberg, 16.02.2023 - 7 K 1251/22
- BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (8)
- BFH, 21.04.2023 - VIII B 144/22
Anforderungen an einen krankheitsbedingten Terminverlegungsantrag
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Wenn es der Auffassung war, dass der Kläger einen Verhinderungsgrund mit der Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ohne Angaben zur Art der Erkrankung noch nicht ausreichend dargelegt beziehungsweise glaubhaft gemacht hatte, hätte es ihn im Zweifel zur Ergänzung seines Vortrags und gegebenenfalls zur weiteren Glaubhaftmachung der Erkrankung auffordern müssen (§ 227 Abs. 2 ZPO, vgl. BFH-Beschluss vom 21.04.2023 - VIII B 144/22, BFH/NV 2023, 859, Rz 7, für einen am Vortag gestellten Antrag).Hat das FG einen Terminverlegungsantrag verfahrensfehlerhaft abgelehnt und führt es gleichwohl die mündliche Verhandlung in Abwesenheit des Antragstellers durch, betrifft dieser Mangel das Gesamtergebnis des Verfahrens (vgl. BFH-Beschluss vom 21.04.2023 - VIII B 144/22, BFH/NV 2023, 859, Rz 7).
- GemSOGB, 30.04.1979 - GmS-OGB 1/78
Revisionsbegründung einer Behörde - § 81 Abs. 1 Satz 1 VwGO, § 164 Abs. 2 Satz 1 …
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Durch einen bestimmenden Schriftsatz wird eine für das Verfahren wesentliche Prozesshandlung vollzogen (vgl. Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 30.04.1979 - GmS-OGB 1/78, BGHZ 75, 340, unter III.2.b [Rz 18]). - BFH, 05.05.2020 - III B 158/19
Terminsverlegungsantrag "in letzter Minute"
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Ein solcher Antrag muss daher nicht schriftlich eingereicht werden, sondern kann zum Beispiel auch telefonisch gestellt werden (…vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10.04.2007 - XI B 58/06, BFH/NV 2007, 1672, unter II.2.a [Rz 14]; vom 05.05.2020 - III B 158/19, BFH/NV 2020, 905, Rz 13 f.;… zu § 227 ZPO Zöller/Feskorn, ZPO, 35. Aufl., § 227 Rz 24).
- BFH, 20.11.2025 - VI R 13/23
Nutzungspflicht des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs ab dem …
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Rn. 13 cc) Die Frage, ob bestimmende Schriftsätze von der Pflicht zur elektronischen Übermittlung nach § 52d FGO erfasst sind (vgl. hierzu das beim BFH anhängige Revisionsverfahren VI R 13/23), ist im Streitfall nicht zu klären, da der Terminänderungsantrag kein bestimmender Schriftsatz ist. - BFH, 10.04.2007 - XI B 58/06
Terminsverlegung; Erkrankung des Bevollmächtigten
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Ein solcher Antrag muss daher nicht schriftlich eingereicht werden, sondern kann zum Beispiel auch telefonisch gestellt werden (vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10.04.2007 - XI B 58/06, BFH/NV 2007, 1672, unter II.2.a [Rz 14];… vom 05.05.2020 - III B 158/19, BFH/NV 2020, 905, Rz 13 f.;… zu § 227 ZPO Zöller/Feskorn, ZPO, 35. Aufl., § 227 Rz 24). - BFH, 22.03.2022 - VIII B 49/21
Ablehnung eines Terminverlegungsantrags, der vom FG fehlerhaft als ein "in …
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Erhöhte Anforderungen an die (sofortige) Darlegung und Glaubhaftmachung von Verhinderungsgründen gelten nach ständiger Rechtsprechung nur für Terminverlegungsanträge, die quasi "in letzter Minute" gestellt werden (vgl. BFH-Beschluss vom 22.03.2022 - VIII B 49/21, BFH/NV 2022, 608, Rz 5). - BSG, 27.09.2022 - B 7 AS 60/22 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - …
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Denn die in der Gesetzesbegründung (…BTDrucks 17/12634, S. 27, zu § 130d ZPO) möglicherweise zum Ausdruck kommende Vorstellung, die Regelung gelte für alle Schriftsätze, Anträge und Erklärungen, findet sich im Gesetzeswortlaut so nicht hinreichend wieder (vgl. zur Parallelnorm § 65d Satz 1 des Sozialgerichtsgesetzes Beschluss des Bundessozialgerichts vom 27.09.2022 - B 7 AS 60/22 B, juris, Rz 9). - FG Baden-Württemberg, 16.02.2023 - 7 K 1251/22
Formunwirksamkeit eines vom prozessbevollmächtigten Steuerberater im Jahr 2023 …
Auszug aus BFH, 23.04.2024 - VIII B 31/23
Auf die Beschwerde der Kläger wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 16.02.2023 - 7 K 1251/22 aufgehoben.
- BFH, 27.08.2024 - VIII B 74/23
Ablehnung eines Terminverlegungsantrags
NV: Wird ein Terminaufhebungs- oder -verlegungsantrag schriftlich oder per E-Mail gestellt, ist er nicht formunwirksam, wenn er nicht über das besondere elektronische Steuerberaterpostfach beim Gericht eingereicht wird (Bestätigung Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767).Rn. 13 bb) Wie der Senat bereits entschieden hat, ist der Antrag auf Terminänderung kein vorbereitender Schriftsatz im Sinne von § 52d Satz 1 FGO, der als elektronisches Dokument zu übermitteln ist (BFH-Beschluss vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767, Rz 11).
Ein solcher Antrag muss daher nicht schriftlich eingereicht werden, sondern kann zum Beispiel auch telefonisch --oder wie im Streitfall per E-Mail-- gestellt werden (vgl. BFH-Beschluss vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767, Rz 11, m.w.N.).
Eine Gleichsetzung von "schriftlich einzureichenden" Anträgen mit "schriftlich eingereichten" Anträgen ist im Wege der Auslegung nicht möglich (BFH-Beschluss vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767, Rz 14).
Rn. 14 cc) Die Frage, ob bestimmende Schriftsätze von der Pflicht zur elektronischen Übermittlung nach § 52d FGO erfasst sind (vgl. hierzu das beim BFH anhängige Revisionsverfahren VI R 13/23), ist im Streitfall nicht zu klären, da der Terminänderungsantrag auch kein bestimmender Schriftsatz ist (vgl. BFH-Beschluss vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767, Rz 13).
- BFH, 11.03.2025 - VIII B 21/24
Erhebliche Gründe gemäß § 227 ZPO bei verkehrsbedingt unmöglicher Anreise
Der Antrag des Klägers, der Rechtsanwalt ist, bedurfte auch nicht der Form des § 52d FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, BFH/NV 2024, 767, Rz 9). - FG Baden-Württemberg, 30.01.2024 - 6 K 533/23
Klageerhebung unter Verstoß gegen die aktive Nutzungspflicht zur Teilnahme am …
Rn. 45 Die Prozessbevollmächtigte der Klägerin unterlag als Steuerberatungsgesellschaft ab dem 01.01.2023 gemäß § 52d Satz 1 und 2 FGO für die Übermittlung vorbereitender Schriftsätze und deren Anlagen sowie schriftlich einzureichender Anträge und Erklärungen in Klageverfahren der Übermittlungspflicht als elektronisches Dokument und der Nutzungspflicht für das beSt als sicheren Übermittlungsweg (BFH-Beschlüsse vom 23.04.2024 - VIII B 31/23, juris; …und vom 23.01.2024 - IV B 46/23, BFH/NV 2024, 392, Rz 3 bis 5, m.w.N.; BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 15, 16).
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