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Rechtsprechung
   BGH, 24.09.2025 - VIII ZB 34/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,33827
BGH, 24.09.2025 - VIII ZB 34/24 (https://dejure.org/2025,33827)
BGH, Entscheidung vom 24.09.2025 - VIII ZB 34/24 (https://dejure.org/2025,33827)
BGH, Entscheidung vom 24. September 2025 - VIII ZB 34/24 (https://dejure.org/2025,33827)
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Volltextveröffentlichungen (11)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Wegfall der Kausalität eines Anwaltsverschuldens bei der Postausgangskontrolle infolge unterlassener Weiterleitung des Schriftsatzes; Entfallen der Erheblichkeit eines Anwaltsverschuldens infolge einer späteren Ursache

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 85 Abs 2 ZPO, § 233 S 1 ZPO, § 520 Abs 2 S 1 ZPO

  • IWW

    § 85 Abs. 2 ZPO, § ... 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 522 Abs. 1 Satz 4, § 238 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, § 522 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 222 Abs. 2 ZPO, § 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, Art. 2 Abs. 1 GG, § 233 Satz 1 ZPO, § 130a Abs. 5 Satz 2 ZPO, § 577 Abs. 6 Satz 2 ZPO, § 564 Satz 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    ZPO §§ 85 Abs. 2, 233 Satz 1, 520 Abs. 2 Satz 1
    Wegfall der Kausalität des Anwaltverschuldens

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de
  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Gerichtliche Weiterleitung muss nicht aufs Äußerste beschleunigt werden!

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Anwaltsverschulden bei der Postausgangskontrolle? Spätere (Grippe)Erkrankung des Rechtsanwalts

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Anwaltsverschuldens bei der Postausgangskontrolle - und die fehlende Weiterleitung durch das falsche Gericht

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die versäumte Berufungsbegründungsfrist - und die Erkrankung des Prozessbevollmächtigten

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Zu Fragen der Kausalität und Erheblichkeit eines Anwaltsverschuldens bei der Postausgangskontrolle

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2026, 187
 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (43)

  • BGH, 11.02.2025 - VIII ZB 65/23

    Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Rechtsanwaltsverschulden bei …

    Auszug aus BGH, 24.09.2025 - VIII ZB 34/24
    Hierzu hat er grundsätzlich sein Möglichstes zu tun, um Fehlerquellen bei der Eintragung und Behandlung von Rechtsmittelfristen auszuschließen (st. Rspr.;… vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, NJW-RR 2024, 792 Rn. 13; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, NJW 2025, 1508 Rn. 17; jeweils mwN).

    Rn. 15 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Prozessbevollmächtigte in ihrem Büro eine Ausgangskontrolle schaffen, durch die zuverlässig gewährleistet wird, dass fristwahrende Schriftsätze rechtzeitig hinausgehen (…vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO Rn. 14; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO Rn. 18; jeweils mwN).

    Auch bei der Nutzung des beA ist es unerlässlich, den Versandvorgang zu überprüfen (…vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO Rn. 15; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO; jeweils mwN).

    Es fällt in den Verantwortungsbereich des Rechtsanwalts, das in seiner Kanzlei für die Versendung fristwahrender Schriftsätze über das beA zuständige Personal dahingehend anzuweisen, Erhalt und Inhalt der automatisierten Eingangsbestätigung des Gerichts gemäß § 130a Abs. 5 Satz 2 ZPO nach Abschluss des Übermittlungsvorgangs stets zu kontrollieren (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 11. Januar 2023 - VI ZB 23/21, NJW-RR 2023, 425 Rn. 14;… vom 6. September 2023 - IV ZB 4/23, NJW 2023, 3432 Rn. 14; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO Rn. 19;… vom 11. März 2025 - XI ZB 17/24, NJW-RR 2025, 701 Rn. 8; jeweils mwN).

    Diese Kontrollpflichten erstrecken sich unter anderem darauf, ob die Übermittlung vollständig und an das richtige Gericht erfolgte sowie - anhand des zuvor vergebenen Dateinamens - ob die richtige Datei übermittelt wurde (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. Mai 2021 - VIII ZB 9/20, NJW 2021, 2201 Rn. 46;… vom 21. März 2023 - VIII ZB 80/22, NJW 2023, 1668 Rn. 20;… vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO; jeweils mwN).

    Übernimmt er sie aber im Einzelfall selbst, muss er auch selbst für eine wirksame Ausgangskontrolle Sorge tragen (vgl. nur Senatsbeschluss vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO Rn. 20 mwN).

    Denn einer gerichtlichen Fürsorgepflicht sind im Interesse der Funktionsfähigkeit der Justiz Grenzen gesetzt (vgl. BVerfG, NJW 1995, 3173, 3175;… Senatsbeschlüsse vom 11. Januar 2022 - VIII ZB 37/21, NJW-RR 2022, 346 Rn. 14;… vom 21. März 2023 - VIII ZB 80/22, NJW 2023, 1668 Rn. 37; vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, NJW 2025, 1508 Rn. 24; jeweils mwN).

  • BGH, 20.04.2023 - I ZB 83/22

    Wiedereinsetzung in vorigen Stand bei Einreichung der Berufungsschrift beim …

    Auszug aus BGH, 24.09.2025 - VIII ZB 34/24
    Es besteht deshalb keine generelle Fürsorgepflicht des für die Rechtsmitteleinlegung unzuständigen Gerichts, durch Hinweise oder andere geeignete Maßnahmen eine Fristversäumung des Rechtsmittelführers zu verhindern und auf diese Weise der Partei und ihrem Prozessbevollmächtigten die Verantwortung für die zutreffende Adressierung eines Schriftsatzes allgemein abzunehmen (…BVerfG, NJW 2006, 1579 Rn. 8;… BGH, Beschlüsse vom 14. Dezember 2010 - VIII ZB 20/09, NJW 2011, 683 Rn. 18;… vom 15. Juni 2011 - XII ZB 468/10, NJW 2011, 2887 Rn. 12;… vom 13. September 2012 - IX ZB 251/11, NJW 2013, 236 Rn. 10;… vom 12. Mai 2016 - IX ZB 75/15, juris Rn. 16;… vom 19. September 2017 - VI ZB 37/16, NJW-RR 2018, 314 Rn. 6; vom 20. April 2023 - I ZB 83/22, ZIP 2023, 1614 Rn. 16).

    Rn. 24 Geht ein fristgebundener Schriftsatz für das Rechtsmittelverfahren beim unzuständigen Ausgangsgericht ein oder ist die Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts "ohne weiteres" beziehungsweise "leicht und einwandfrei" zu erkennen, ist dieses deshalb grundsätzlich (lediglich) verpflichtet, den Schriftsatz im ordentlichen Geschäftsgang an das zuständige Rechtsmittelgericht weiterzuleiten (…vgl. BVerfG, NJW 2006, 1579 Rn. 9; BGH, Beschlüsse vom 5. Oktober 2005 - VIII ZB 125/04, NJW 2005, 3776 unter III 1 b aa;… vom 20. April 2011 - VII ZB 78/09, NJW 2011, 2053 Rn. 12 f.;… vom 15. Juni 2011 - XII ZB 468/10, aaO;… vom 12. Oktober 2011 - IV ZB 17/10, NJW 2012, 78 Rn. 14;… vom 27. Juli 2016 - XII ZB 203/15, NJW-RR 2016, 1340 Rn. 12;… vom 19. September 2017 - VI ZB 37/16, aaO Rn. 5;… vom 8. Mai 2020 - LwZB 1/19, juris Rn. 7;… vom 27. August 2019 - VI ZB 32/18, NJW 2019, 3727 Rn. 14;… vom 9. Dezember 2021 - V ZB 12/21, NJW-RR 2022, 567 Rn. 6 f.;… vom 26. Januar 2023 - I ZB 42/22, NJW 2023, 1969 Rn. 21; vom 20. April 2023 - I ZB 83/22, aaO;… vom 9. April 2025 - XII ZB 163/24, NJW-RR 2025, 884 Rn. 17).

    Die eine Wiedereinsetzung begehrende Partei hat darzulegen und glaubhaft zu machen, dass ihr Schriftsatz im normalen ordnungsgemäßen Geschäftsgang fristgerecht an das zuständige Rechtsmittelgericht hätte weitergeleitet werden können (…BGH, Beschlüsse vom 6. November 2008 - IX ZB 208/06, NJW-RR 2009, 408 Rn. 7;… vom 15. Juni 2011- XII ZB 468/10, aaO;… vom 12. Juni 2013 - XII ZB 394/12, NJW-RR 2014, 2 Rn. 21;… vom 19. September 2017 - VI ZB 37/16, aaO Rn. 5;… vom 26. Januar 2023 - I ZB 42/22, aaO; vom 20. April 2023 - I ZB 83/22, aaO).

    Im Rahmen des ordentlichen Geschäftsgangs ist üblicherweise damit zu rechnen, dass ein an eine zentrale gerichtliche Annahmestelle gesandter Schriftsatz am nächsten Werktag, hier also am Freitag, dem 26. April 2024, auf der zuständigen Geschäftsstelle eingeht und dem zuständigen Richter an dem darauffolgenden Werktag, also am Montag, dem 29. April 2024, und nicht schon - wie das Berufungsgericht gemeint hat - am Freitag, dem 26. April 2024, vorgelegt wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. April 2023 - I ZB 83/22 - ZIP 2023, 1614 Rn. 18;… vom 9. April 2025 - XII ZB 163/24, NJW-RR 2025, 884 Rn. 19; jeweils mwN).

    Vielmehr entspricht es dem ordentlichen Geschäftsgang, dass die Geschäftsstelle die richterlich verfügte Weiterleitung am darauffolgenden Werktag, hier also am Dienstag, dem 30. April 2024, umsetzt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. April 2023 - I ZB 83/22, aaO Rn. 22;… vom 23. Oktober 2024 - XII ZB 576/23, aaO;… vom 9. April 2025 - XII ZB 163/24, aaO).

  • BGH, 30.01.2024 - VIII ZB 85/22

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Ausgangskontrolle bei …

    Auszug aus BGH, 24.09.2025 - VIII ZB 34/24
    Rn. 12 a) Die Verfahrensgrundrechte auf Gewährung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) und auf wirkungsvollen Rechtsschutz (Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip) verbieten es den Gerichten, einer Partei die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aufgrund von Anforderungen an die Sorgfaltspflichten ihres Prozessbevollmächtigten zu versagen, die nach höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht verlangt werden beziehungsweise die den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschweren (st. Rspr.;… vgl. nur BVerfG, NZA 2016, 122 Rn. 9 ff.;… Senatsbeschlüsse vom 16. November 2021 - VIII ZB 70/20, NJW-RR 2022, 201 Rn. 11; vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, NJW-RR 2024, 792 Rn. 11 mwN).

    Hierzu hat er grundsätzlich sein Möglichstes zu tun, um Fehlerquellen bei der Eintragung und Behandlung von Rechtsmittelfristen auszuschließen (st. Rspr.; vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, NJW-RR 2024, 792 Rn. 13;… vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, NJW 2025, 1508 Rn. 17; jeweils mwN).

    Rn. 15 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Prozessbevollmächtigte in ihrem Büro eine Ausgangskontrolle schaffen, durch die zuverlässig gewährleistet wird, dass fristwahrende Schriftsätze rechtzeitig hinausgehen (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO Rn. 14;… vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO Rn. 18; jeweils mwN).

    Auch bei der Nutzung des beA ist es unerlässlich, den Versandvorgang zu überprüfen (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO Rn. 15;… vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO; jeweils mwN).

    Diese Kontrollpflichten erstrecken sich unter anderem darauf, ob die Übermittlung vollständig und an das richtige Gericht erfolgte sowie - anhand des zuvor vergebenen Dateinamens - ob die richtige Datei übermittelt wurde (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. Mai 2021 - VIII ZB 9/20, NJW 2021, 2201 Rn. 46;… vom 21. März 2023 - VIII ZB 80/22, NJW 2023, 1668 Rn. 20; vom 30. Januar 2024 - VIII ZB 85/22, aaO;… vom 11. Februar 2025 - VIII ZB 65/23, aaO; jeweils mwN).

  • LAG Schleswig-Holstein, 16.06.2026 - 1 Sa 28/26

    Berufung, Berufungsbegründungsfrist, Fristablauf, Unzulässigkeit, Eingang im …

    Ferner könne erwartet werden, dass diese Geschäftsstelle die richterliche Verfügung zur Weiterleitung des Schriftsatzes an die richtige Gerichtsadresse am darauf folgenden Werktag ausführen werde (BGH v. 24.09.2025 - VIII ZB 34/24).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 29.04.2026 - 10 N 2.26

    Fristversäumnis; Wiedereinsetzung; Prozessvertretung durch Hochschullehrer; …

    Da die Anforderungen, die die Rechtsprechung an eine wirksame Ausgangskontrolle stellt, einem Rechtsanwalt - und ebenso einem mit der Prozessführung befassten Hochschullehrer - bekannt sein müssen, erlaubt der Umstand, dass sich der Wiedereinsetzungsantrag und die eingereichte eidesstattliche Versicherung dazu nicht verhält, ohne Weiteres den Schluss darauf, dass entsprechende organisatorische Maßnahmen gefehlt haben (vgl. BGH, Beschlüsse vom 24. September 2025 - VIII ZB 34/24 - juris Rn. 18 …und vom 22. Januar 2026 - V ZB 35/25 - juris Rn. 15; OVG Münster…, Beschluss vom 13. Januar 2022 - 11 A 493/21.A - juris Rn. 14 f., jeweils m.w.N.).
  • AGH Hessen, 13.05.2026 - 1 AGH 7/26

    Berufungseinlegung bei der Anwaltskammer

    Selbst wenn man eine Pflicht der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main annähme, die Eingänge im beA-Postfach gleichtägig, also am 20.02.2023, dem Montag nach Einreichung am 18.02.2023, abzurufen, besteht im Rahmen eines ordentlichen Geschäftsgangs keine Pflicht, noch am selben Tag tätig zu werden; auch ein Tätigwerden am nächsten Werktag erfolgt noch im Rahmen eines ordentlichen Geschäftsgangs (BGH, Beschluss vom 24.09.2025 -VIII ZB 34/24, - juris Rnrn.26.ff.).
  • OLG Frankfurt, 29.01.2026 - 20 VA 21/24

    Zur Einsichtnahme in das VKH-Heft durch den Gegner des Scheidungsverfahrens

    Erfolgt die Einreichung eines fristgebundenen Schriftstücks bei einer unzuständigen Stelle, ist das unzuständige Gericht nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. zuletzt z. B. BGH, Beschlüsse vom 09.12.2021, V ZB 12/21, Tz. 6 und vom 24.09.2025, VIII ZB 34/24, Tz. 23 f.; beide juris) lediglich verpflichtet, das Schriftstück im ordentlichen Geschäftsgang an das zuständige Gericht weiterzuleiten, wenn es seine Unzuständigkeit ohne Weiteres bzw. leicht und einwandfrei erkennen kann; erfolgt die Einreichung bei dem unzuständigen Gericht so rechtzeitig, dass der Einreicher von einer Weiterleitung im ordentlichen Geschäftsgang dergestalt ausgehen kann, dass das Schriftstück die zuständige Stelle noch innerhalb der Frist erreicht, wirkt sich der Anwaltsfehler der Falscheinreichung allerdings nicht mehr ursächlich auf die Fristversäumnis aus, sollte eine verspätete Weiterleitung erfolgen.
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