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Weitere Entscheidung unten: LG Lüneburg, 09.05.2023

Rechtsprechung
   LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,37944
LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37944)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 16.11.2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37944)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37944)
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Volltextveröffentlichung

Kurzfassungen/Presse

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Keine Haftung für Biontech und Moderna bei Impfschäden

Corona: Rechtsprechungsübersichten

 
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Wird zitiert von ... (30)Zitiert selbst (20)

  • LG Mainz, 14.11.2023 - 9 O 37/23

    Corona-Schutzimpfung; kein Entschädigungsanspruch gegen Arzneimittelhersteller

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher und hier als Anlage B4 vorgelegter Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32).

    Es obliegt der Klägerin konkret darzulegen, aus welchen Gründen die Europäische Kommission bzw. EMA auf der Grundlage der verfügbaren medizinischen Forschungslage und Studienergebnissen getroffene Bewertung nicht den Kenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen soll (vgl. ebenso LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Vielmehr dürfte es in der medizinischen Fachwelt weitestgehend einen Konsens dahingehend geben, dass der Impfstoff in erheblichem Umfang vor einem potenziell schweren Verlauf der Corona-Infektion schützt (vgl. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Rein subjektive und medizinisch nicht überprüfte Berichte eines oder mehrere Geimpfter führen daher nicht zu einer rechtlichen Verpflichtung, die geschilderten Symptome in die Fach- und Gebrauchsinformationen oder das Aufklärungsmerkblatt aufzunehmen (vgl. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Gleichzeitig bestand ein hohes gesellschaftliches und politisches Interesse an der Bereitstellung des Impfstoffes zur Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Bevölkerung (so auch LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Unterstellt es wären unzutreffende Informationen über die Risiken der Impfung seitens staatlicher Stellen verbreitet worden, so kämen hier allenfalls Amtshaftungsansprüche in Betracht (so auch LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

  • LG Hof, 03.01.2023 - 15 O 22/21

    Keine Arzneimittelhaftung von AstraZeneca für COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Das Nutzen-Risiko-Verhältnis umfasst eine Bewertung der positiven therapeutischen Wirkung im Vergleich zum Risiko des Arzneimittels (…LG Mainz Urt. v. 21.8.2023 - 1 O 192/22, BeckRS 2023, 21094 Rn. 31; LG Hof, Urt. v. 3.1.2023, Az.: 15 O 22/21, r+s 2023, 275, Rn. 18 ff.;… Brock aaO, Rn. 68 ff.).

    Es bedarf zur Aufnahme mithin einen zumindest ernst zu nehmenden Verdacht, dass zwischen der Arzneimittelanwendung und einer unerwünschten schädlichen Wirkung ein Zusammenhang besteht (vgl. BGH, Urteil vom 24.01.1989 - VI ZR 112/88 = NJW 1989, 1542, 1544 (Asthma-Spray); vgl. OLG Schleswig, Urteil vom 20.12.2013 - 4 U 121 = NJW-RR 2014, 805, 807; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21; vgl. LG Aachen, Beschluss vom 18.12.1970 - 4 KMs 1/68 = JZ 1971, 507, 516 (Contergan);… Brock in: Kügel/Müller/Hofmann, 3. Auflage 2022, § 84 Rn. 102).

    Auf der Grundlage des Klägervorbringens ist nach vorstehenden Maßstäben schon nicht ersichtlich, dass die entsprechende Kennzeichnung, Fach- oder Gebrauchsinformation entgegen der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft unzureichend war, wobei es nach Auffassung der Kammer insoweit dahinstehen kann, ob insoweit auf den Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Charge oder aber den Zeitpunkt der Impfung am 07.07.2021 abzustellen ist (vgl. zum Streitstand OLG Bamberg, Beschluss vom 14.08.2023 - 4 U 15/23 e; LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21 m.w.N.;… Franzki, in: BeckOGK AMG § 84 Rn. 103).

    Unzulässig wird ein solches prozessuales Vorgehen indes dann, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt (vgl. BGH, Schluss vom 16.04.2015 - IX ZR 195/14; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21).

  • BVerwG, 07.07.2022 - 1 WB 2.22

    Aufnahme der Covid-19-Impfung in die Liste der für alle aktiven Soldatinnen und …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Soweit die Klägerin meint, der Impfstoff hätte als Gentherapeutikum beurteilt und geprüft werden müssen, steht dem eine klare und eindeutige Regelung in der Richtlinie 2009/120/EG der Kommission vom 14. September 2009 zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel im Hinblick auf Arzneimittel für neuartige Therapien (…ABl. L 242 vom 15. September 2009, S. 4) entgegen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. Juli 2022 - 1 WB 2/22 -, juris Rn. 219).

    Die Kammer hat zudem in den Blick genommen, dass die Frage, ob der Impfstoff Comirnaty® ein Arzneimittel oder ein Gentherapeutikum darstellt, Gegenstand der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 07.07.2022 gewesen ist (BVerwG, Beschluss vom 07.07.2022 - 1 WB 2/22 -, juris).

    Der Grundsatz gestattet es insbesondere anderen europäischen und nationalen Behörden sowie Gerichten in nachfolgenden Verfahren von der Tatbestandswirkung dieses europäischen Rechtsakts auszugehen, das heißt in nachfolgenden Verfahren bei einer Rechtsprüfung das tatbestandliche Vorliegen einer rechtswirksamen Zulassung festzustellen (BVerwG, Beschluss vom 07.07.2022 - 1 WB 2/22, juris Rn. 205 f. m.w.N.).

    Hinzu kommt, dass etwaige Mängel der Chargenprüfung in den USA nichts über die Qualität der Chargenprüfung in Europa und speziell in Deutschland aussagen würden (so auch BVerwG, Beschluss vom 07.07.2022, 1 WB 2/22, Rn. 165 f.).

  • BGH, 17.03.1981 - VI ZR 286/78

    Sicherungspflichten des Herstellers eines Pflanzenschutzmittels

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Er muss seine Produkte auf noch nicht bekannte schädliche Eigenschaften hin beobachten und über deren sonstige, eine Gefahrenlage schaffende Verwendungsfolgen informieren (BGH, Urteil vom 17.03.1981 - VI ZR 286/78).

    Allein aufgrund eines eingetretenen Schadens kann nicht darauf zurückgeschlossen werden, dass auch eine Warnpflicht besteht (vgl. Erwägungen in BGH, Urteil vom 17.03.1981 - VI ZR 286/78).

  • OLG Schleswig, 20.12.2013 - 4 U 121/11

    Haftung für Arzneimittel: Nutzen-Risiko-Abwägung im Rahmen der Haftungsprüfung

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Hinsichtlich der schädlichen Wirkung kommt es auf den Zeitpunkt der jetzigen Beurteilung an (OLG Schleswig, Urteil vom 20.12.2013, Az. 4 U 121/11;… LG Mainz, aaO.).

    Es bedarf zur Aufnahme mithin einen zumindest ernst zu nehmenden Verdacht, dass zwischen der Arzneimittelanwendung und einer unerwünschten schädlichen Wirkung ein Zusammenhang besteht (vgl. BGH, Urteil vom 24.01.1989 - VI ZR 112/88 = NJW 1989, 1542, 1544 (Asthma-Spray); vgl. OLG Schleswig, Urteil vom 20.12.2013 - 4 U 121 = NJW-RR 2014, 805, 807; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21; vgl. LG Aachen, Beschluss vom 18.12.1970 - 4 KMs 1/68 = JZ 1971, 507, 516 (Contergan);… Brock in: Kügel/Müller/Hofmann, 3. Auflage 2022, § 84 Rn. 102).

  • BGH, 16.12.2008 - VI ZR 170/07

    Grenzen außervertraglicher Herstellerpflichten bei Produkten mit …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Ein Hersteller, der mit dem Inverkehrbringen eines fehlerhaften Produkts eine Gefahrenquelle schafft, muss im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Zumutbaren dafür sorgen, dass seine Kunden, Benutzer des Produkts und sonstige Dritte nicht in ihren von § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsgütern beeinträchtigt werden (BGH, Urteil vom 16.12.2008 - VI ZR 170/07 = NJW 2009, 1080; BGH, Urteil vom 31.10.2006 - VI ZR 223/05 = NJW 2007, 762).
  • BGH, 31.10.2006 - VI ZR 223/05

    Einzelhändler haftet nicht für explodierte Limonadenflasche

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Ein Hersteller, der mit dem Inverkehrbringen eines fehlerhaften Produkts eine Gefahrenquelle schafft, muss im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Zumutbaren dafür sorgen, dass seine Kunden, Benutzer des Produkts und sonstige Dritte nicht in ihren von § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsgütern beeinträchtigt werden (BGH, Urteil vom 16.12.2008 - VI ZR 170/07 = NJW 2009, 1080; BGH, Urteil vom 31.10.2006 - VI ZR 223/05 = NJW 2007, 762).
  • LG Aachen, 18.12.1970 - 4 KMs 1/68

    Gerichtsverfahren im Contergan-Fall

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Es bedarf zur Aufnahme mithin einen zumindest ernst zu nehmenden Verdacht, dass zwischen der Arzneimittelanwendung und einer unerwünschten schädlichen Wirkung ein Zusammenhang besteht (vgl. BGH, Urteil vom 24.01.1989 - VI ZR 112/88 = NJW 1989, 1542, 1544 (Asthma-Spray); vgl. OLG Schleswig, Urteil vom 20.12.2013 - 4 U 121 = NJW-RR 2014, 805, 807; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21; vgl. LG Aachen, Beschluss vom 18.12.1970 - 4 KMs 1/68 = JZ 1971, 507, 516 (Contergan);… Brock in: Kügel/Müller/Hofmann, 3. Auflage 2022, § 84 Rn. 102).
  • OLG Bamberg, 14.08.2023 - 4 U 15/23

    Arzneimittelhaftungsprozess AstraZeneca

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Auf der Grundlage des Klägervorbringens ist nach vorstehenden Maßstäben schon nicht ersichtlich, dass die entsprechende Kennzeichnung, Fach- oder Gebrauchsinformation entgegen der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft unzureichend war, wobei es nach Auffassung der Kammer insoweit dahinstehen kann, ob insoweit auf den Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Charge oder aber den Zeitpunkt der Impfung am 07.07.2021 abzustellen ist (vgl. zum Streitstand OLG Bamberg, Beschluss vom 14.08.2023 - 4 U 15/23 e; LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21 m.w.N.;… Franzki, in: BeckOGK AMG § 84 Rn. 103).
  • BGH, 16.04.2015 - IX ZR 195/14

    Beweisvorbringen im Zivilprozess: Nichtberücksichtigung wegen "ins Blaue hinein" …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 151/22
    Unzulässig wird ein solches prozessuales Vorgehen indes dann, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt (vgl. BGH, Schluss vom 16.04.2015 - IX ZR 195/14; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21).
  • BGH, 23.01.2006 - II ZR 306/04

    Grenze für Nachschusspflicht muss auch bei Publikumsgesellschaften im voraus …

  • BGH, 02.12.2015 - I ZR 239/14

    Markenrechtsschutz: Parallelimport eines Arzneimittels mit durch Verwaltungsakt …

  • BGH, 24.01.1989 - VI ZR 112/88

    Warnhinweise in Gebrauchsinformation eines Arzneimittels

  • BGH, 27.09.2001 - V ZB 29/01

    Anforderungen an die Berufungsbegründung

  • OLG Karlsruhe, 08.10.2008 - 7 U 200/07

    Arzneimittelhaftung: bestimmungsgemäßer Gebrauch trotz Überdosierung; Haftung …

  • OLG Frankfurt, 03.03.2023 - 19 U 222/22

    Dieselskandal: Kein Anspruch auf Rückabwicklung eines Kaufvertrages über einen im …

  • OLG Hamm, 09.12.2020 - 3 U 82/19

    Schadensersatz wegen der behaupteten Einnahme eines Haarwuchsmittels und der …

  • LG Mainz, 21.08.2023 - 1 O 192/22

    Klageabweisung im Verfahren gegen die AstraZeneca AB wegen möglicher Impfschäden …

  • EuGH, 20.11.2014 - C-310/13

    Novo Nordisk Pharma - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 85/374/EWG - …

  • LG Kleve, 25.01.2023 - 2 O 83/22
  • LG Regensburg, 24.04.2024 - 81 O 2082/22

    Lebensmittelüberwachung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Vorläufige …

    Eine grundsätzliche Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung obliegt den Zivilgerichten nicht (vgl. etwa LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 78, juris; LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 73, juris;… LG Frankfurt a.M. Urt. v. 14.2.2024 - 2-12 O 264/22, BeckRS 2024, 2004 Rn. 70, beck-online).

    Zureichende Anhaltspunkte, die Zweifel an der Ordnungsgemäßheit des Zulassungsverfahrens oder an der inhaltlichen Richtigkeit der Zulassungsentscheidung begründen könnten, sind für die Kammer nicht ersichtlich (so auch LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 75, juris; LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 80 f., juris).

    Es obliegt der Klagepartei konkret darzulegen, aus welchen Gründen die von der Europäischen Kommission beziehungsweise der EMA auf der Grundlage der verfügbaren medizinischen Forschungslage und Studienergebnissen getroffene Bewertung nicht den Kenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen soll (ebenso LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 81, juris; LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23, PharmR 2024, 181, beck-online).

    Gegen diese Behauptung sprechen schon die mehrfachen Überprüfungen und die sich daraus ergebenden Kontrollmechanismen seitens der EMA für die einzelnen Zulassungen (so auch LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 82, juris;… LG Frankfurt a.M. Urt. v. 14.2.2024 - 2-12 O 264/22, BeckRS 2024, 2004 Rn. 74, beck-online).

    Gleichzeitig bestand ein hohes gesellschaftliches Interesse an der Bereitstellung des Impfstoffes zur Eindämmung der Pandemie (so auch LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 82, juris; LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 96, juris).

    Rn. 50 Dafür, dass die Fach- und Gebrauchsinformationen zum Zeitpunkt der Zulassung den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprochen haben, spricht zudem, dass die Fach- und Gebrauchsinformationen Teil der Zulassungsunterlagen selbst sind gemäß § 22 AMG i.V.m. Art. 6 VO (EG) Nr. 726/2004 sowie Art. 19 RL 2001/83/EG (dazu ausführlich LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 97, juris).

    In der Öffentlichkeit war allgemein bekannt, dass es sich bei dem streitgegenständlichen Impfstoff um einen neuartigen Impfstoff handelte, zu dem noch keine Langzeitstudien existieren konnten (LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 83, juris; LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 99, juris).

    Rn. 52 d) Die Frage, ob die in § 3 MedBVSV enthaltene Haftungsbeschränkung rechtswidrig ist, kann dahinstehen, da bereits die Voraussetzungen einer Haftung nach § 84 Abs. 1 AMG ohne wirksame Haftungsbeschränkung nicht vorliegen (so auch LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 84, juris; LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 100, juris).

    Da der Impfstoff C. - wie ausgeführt - ein Arzneimittel - und nicht wie vom Kläger behauptet ein Gentherapeutikum - ist, scheidet eine Haftung aus GenTG aus (LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 101, juris; LG Darmstadt…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - 7 O 94/22 -, Rn. 75, juris).

    Die arzneimittelrechtliche Gefährdungshaftung verdrängt in ihrem Anwendungsbereich die allgemeine Produkthaftung (vgl. LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 102, juris; LG Arnsberg…, Urteil vom 21. Dezember 2023 - I-1 O 39/23 -, Rn. 85, juris).

    Rn. 56 Soweit der Kläger behauptet, die Beklagte habe bewusst und gewollt auf eine Zerstörung der Immunsysteme hingewirkt als Voraussetzung für die Einbringung fremder mRNA und aus reiner Profitgier klinische Studien verfälscht und damit neben § 823 Abs. 1 BGB ebenso die Tatbestände des § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 223, 224, 226 StGB und §§ 5, 95 AMG sowie § 826 BGB erfüllt, handelt es um nicht ansatzweise belegte Behauptungen (vgl. in einer gleichgelagerten Fallkonstellation LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 105, juris).

    Rn. 63 Ergänzend wird insofern auf die ausführlich und überzeugend begründeten Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf im Urteil vom 16.11.2023, Az. 3 O 151/22 (…Rn. 111-144, juris) verwiesen, wo die einzelnen Fragen des Klägervertreters im Wesentlichen abgehandelt und verbeschieden sind.

  • LG Frankfurt/Main, 14.02.2024 - 12 O 264/22

    Erfolglose Schadensersatzklage gegen Impfstoffhersteller nach COVID-19-Impfung

    Welche zusätzlichen, nicht anderweitig beschaffbaren Informationen mit Relevanz für den konkreten Fall von der Beklagten vorgelegt werden sollen, wird aus der gestellten Frage nicht deutlich (s.a. LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023, Az. 3 O 151/22).
  • LG Wuppertal, 28.03.2024 - 16 O 104/23
    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 m.w.N.).

    Rn. 82 Die Kammer ist - den zutreffenden Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf in seinen Urteilen vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 folgend - auch nicht gehindert, sich bei der Feststellung eines positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses des streitgegenständlichen Impfstoffs der Beklagten auf die insoweit durchgeführten Prüfungsverfahren vor der EMA und die diesbezüglichen Zulassungsentscheidungen der Europäischen Kommission zu stützen, da diese Tatbestandswirkung entfalten und demnach von einer rechtswirksamen Zulassung ausgegangen werden kann (vgl. auch LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; zuletzt auch LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Rn. 84 Dass der streitgegenständliche Impfstoff ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, wurde im Übrigen auch von der überwiegenden Anzahl der Gerichte bestätigt, die bislang mit Verfahren gegen die Beklagte wegen etwaiger Impfschäden im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Impfstoff befasst waren (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; zuletzt auch LG Bamberg, Urteil vom 26.01.2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01.2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23 und LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Dabei trägt die Klägerin auch insbesondere nicht vor, dass die Beklagte zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bzw. der streitgegenständlichen Impfungen einen ernstzunehmenden Verdacht eines gehäuften Auftretens der klägerseits aufgeführten Folgen nach einer Impfung mit dem hier in Rede stehenden Impfstoff gehabt hat, auf den hinzuweisen gewesen wäre (vgl. LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

    Rn. 99 Da die Beklagte vorliegend bereits nicht gemäß § 84 Abs. 1 AMG haftet, kommt es auf den Haftungsausschluss des § 3 Abs. 4 MedBVSV und auf die etwaige Verfassungswidrigkeit dieser Vorschrift nicht an (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

    Rn. 101 Ein Anspruch der Klägerin ergibt sich auch nicht aus § 823 Abs. 1 BGB, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 223, 224, 230 StGB, §§ 5, 95 AMG, § 826 BGB, § 1 ProdHaftG oder § 32 GenTG (vgl. hierzu LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

  • LG Frankenthal, 20.02.2024 - 8 O 259/22

    Urteil im Verfahren gegen Impfstoffhersteller wegen behaupteten Impfschadens: …

    Vor diesem Hintergrund bestehen für die Kammer keine Zweifel, dass die EMA als Aufsichtsbehörde beider Zulassungsverfahren die Einordnung des Impfstoffes nicht ermessensfehlerhaft verkannte und ein falsches Zulassungsverfahren durchführte (vgl. LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 0 151/22 -, Rn. 89, juris).

    Zur näheren Begründung wird vollumfänglich auf die überzeugenden Ausführungen im bereits zitierten Urteil des LG Düsseldorf vom 16. November 2023 (- 3 O 151/22 -, Rn. 66 ff, juris) Bezug genommen.

    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (vgl. LG Düsseldorf, Urteil vom 16. November 2023 - 3 O 151/22 -, Rn. 75 mwN, juris).

    Im Übrigen wird, was die fehlende Berechtigung des Auskunftsanspruchs des Klägervertreters nach § 84a Abs. 1 AMG anbelangt, auf die ausführlich und überzeugend begründeten Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf im zitierten Urteil vom 16. November 2023 (- 3 0 151/22 -, Rn. 112-144) verwiesen, wo die einzelnen Fragen des Klägervertreters jeweils abgehandelt und verbeschieden sind.

  • LG Landshut, 30.08.2024 - 24 O 2720/22

    Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Vorabentscheidungsersuchen, …

    So auch beispielsweise das LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22, mit guter Begründung, der sich das Gericht anschließt.

    Rn. 27 So auch beispielsweise das LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22, mit guter Begründung, der sich das Gericht anschließt.

    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher und hier als Anlage B4 vorgelegter Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Düsseldorf, 3 O 151/22, LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32, OLG Koblenz, 5U 1375/23).

    Diese entfaltet in einem Zivilprozess grundsätzlich Tatbestandswirkung mit der Folge, dass, solange der Verwaltungsakt nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein Verwaltungsgericht aufgehoben worden oder nichtig ist, nicht nur der Erlass des Bescheids als solcher, sondern auch sein Ausspruch von den Zivilgerichten hinzunehmen und ihren Entscheidungen zugrunde zu legen ist (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 03.03.2023 - 19 U 222/22 -, juris, Rn. 113; LG Düsseldorf, 3 O 151/22).

  • LG Coburg, 21.11.2024 - 24 O 21/23

    Pharmazeutische Unternehmer, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, …

    Auf die weiteren molekularbiologischen Einzelheiten zur Wirkweise des Impfstoffes kommt es daher jedenfalls in diesem Zusammenhang nicht an (vgl. LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 151/22).

    Diese entfaltet in einem Zivilprozess grundsätzlich Tatbestandswirkung mit der Folge, dass, solange der Verwaltungsakt nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein Verwaltungsgericht aufgehoben worden oder nichtig ist, nicht nur der Erlass des Bescheids als solcher, sondern auch sein Ausspruch von den Zivilgerichten hinzunehmen und ihren Entscheidungen zugrunde zu legen ist (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 03.03.2023 - 19 U 222/22 -, juris, Rn. 113; LG Düsseldorf, 3 O 151/22).

    Entgegen dem Vorbringen der Klägerin führte nach Erkenntnissen des Bundesamts für Statistik nicht die Impfung, sondern Covid-19 in den Jahren 2020 und 2021 zu einer erheblichen Übersterblichkeit, das heißt zu einer Zunahme der Sterberate um 3 % beziehungsweise 4 % über das demografisch zu erwartende Maß (LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 151/22 Rn. 84, juris).

    Angesichts der geltenden Datenhierarchie sind sie nicht geeignet, die auf konkreten wissenschaftlichen Studien beruhende Behördenentscheidung in Zweifel zu ziehen (LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 151/22 Rn. 90, juris).

    Dieser ernst zu nehmende Verdacht muss dabei auf validen, wissenschaftlichen Daten beruhen, wohingegen schädliche Wirkungen ohne einen vermuteten Kausalzusammenhang nicht in die Arzneimittelinformation aufgenommen werden sollen (LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 151/22 Rn. 90, juris;… Franzki, in: BeckOGK AMG § 84 Rn. 102 f.).

  • LG Landshut, 23.10.2024 - 53 O 473/23

    Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, …

    So auch beispielsweise das LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22, mit guter Begründung, der sich das Gericht anschließt.

    Der Vorlage gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV an den Gerichtshof der Europäischen Union bedurfte es mithin nicht, da die richtige Anwendung von Unionsrecht derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel kein Raum bleibt (LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22).

    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Düsseldorf, 3 O 151/22, LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32, OLG Koblenz, 5U 1375/23).

    Diese entfaltet in einem Zivilprozess grundsätzlich Tatbestandswirkung mit der Folge, dass, solange der Verwaltungsakt nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein Verwaltungsgericht aufgehoben worden oder nichtig ist, nicht nur der Erlass des Bescheids als solcher, sondern auch sein Ausspruch von den Zivilgerichten hinzunehmen und ihren Entscheidungen zugrunde zu legen ist (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 03.03.2023 - 19 U 222/22 -, juris, Rn. 113; LG Düsseldorf, 3 O 151/22).

  • LG Landshut, 02.10.2024 - 15 O 2746/23

    Kein Haftung für Arzneimittel bei positivem Kosten-Nutzen-Verhältnis

    So auch beispielsweise das LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22, mit guter Begründung, der sich das Gericht anschließt.

    Rn. 25 So auch beispielsweise das LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22, mit guter Begründung, der sich das Gericht anschließt.

    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Düsseldorf, 3 O 151/22, LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32, OLG Koblenz, 5U 1375/23).

    Diese entfaltet in einem Zivilprozess grundsätzlich Tatbestandswirkung mit der Folge, dass, solange der Verwaltungsakt nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein Verwaltungsgericht aufgehoben worden oder nichtig ist, nicht nur der Erlass des Bescheids als solcher, sondern auch sein Ausspruch von den Zivilgerichten hinzunehmen und ihren Entscheidungen zugrunde zu legen ist (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 03.03.2023 - 19 U 222/22 -, juris, Rn. 113; LG Düsseldorf, 3 O 151/22).

  • LG Amberg, 26.02.2025 - 22 O 321/23

    Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Vorabentscheidungsersuchen, …

    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (so auch LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, BeckRS 2023, 38491; Az. 3 O 60/23, BeckRS 2023, 38498; Az. 3 O 151/22, BeckRS 2023, 38539 m.w.N.).

    Gegen die Behauptung sprechen die mehrfachen Überprüfungen und dadurch Kontrollmechanismen seitens der EMA für die einzelnen Zulassungen (vgl. hierzu auch LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023, Az. 3 O 151/22, BeckRS 2023, 38539).

    Rn. 77 dd) Dass der streitgegenständliche Impfstoff ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, wurde im Übrigen auch von der überwiegenden Anzahl der Gerichte bestätigt, die bislang mit Verfahren gegen die Beklagte wegen etwaiger Impfschäden im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Impfstoff befasst waren (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; zuletzt auch LG Bamberg, Urteil vom 26.01 ... 2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01 ... 2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23; LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22; LG Weiden, Urteil vom 15.04.2024, Az. 14 O 532/22; LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 25.06.2024, Az. 7 O 5263/23; LG Amberg, Urteil vom 30.09.2024, Az. 14 O 709/23; OLG Koblenz Urteil vom 10.07.2024, Az. 5 U 1375/23; OLG Koblenz, Urteil vom 25.09.2024, Az. 5 U 379/24; OLG München, Verfügung vom 12.12.2024, Az. 14 U 1300/24).

  • LG Landshut, 29.11.2024 - 13 O 1031/23

    Produkthaftungsrichtlinie, Vorläufige Vollstreckbarkeit, Rechtswirksamkeit, …

    Der Vorlage gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV an den Gerichtshof der Europäischen Union bedurfte es mithin nicht, da die richtige Anwendung von Unionsrecht derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel kein Raum bleibt (LG Düsseldorf, Az. 3 O 151/22).

    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Düsseldorf, 3 O 151/22, LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023 - 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32, OLG Koblenz, 5U 1375/23).

    Diese entfaltet in einem Zivilprozess grundsätzlich Tatbestandswirkung mit der Folge, dass, solange der Verwaltungsakt nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein Verwaltungsgericht aufgehoben worden oder nichtig ist, nicht nur der Erlass des Bescheids als solcher, sondern auch sein Ausspruch von den Zivilgerichten hinzunehmen und ihren Entscheidungen zugrunde zu legen ist (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 03.03.2023 - 19 U 222/22 -, juris, Rn. 113; LG Düsseldorf, 3 O 151/22).

  • LG Nürnberg-Fürth, 25.06.2024 - 7 O 5263/23

    Keine Schadensersatzansprüche bei Covid-19 Impfstoff Comirnaty

  • LG Nürnberg-Fürth, 25.06.2024 - 7 O 1536/23

    Nutzen-Risiko-Verhältnis, Inverkehrbringen, Gesundheitsbeeinträchtigung, …

  • LG Weiden/Oberpfalz, 15.04.2024 - 14 O 532/22

    Schadensersatz bei behauptetem Impfschaden

  • LG Weiden/Oberpfalz, 25.04.2024 - 11 O 268/23

    Schadensersatz bei behauptetem Impfschaden

  • LG Saarbrücken, 21.12.2023 - 16 O 33/23

    Corona-Schutzimpfung; kein Entschädigungsanspruch gegen Arzneimittelhersteller

  • LG Passau, 08.12.2023 - 4 O 173/23

    Corona-Schutzimpfung; kein Entschädigungsanspruch gegen Arzneimittelhersteller

  • LG Arnsberg, 21.12.2023 - 1 O 39/23

    Corona-Schutzimpfung; kein Entschädigungsanspruch gegen Arzneimittelhersteller

  • LG Würzburg, 16.07.2024 - 14 O 1230/23

    Erfolglose Schadensersatzklage gegen Impfstoffhersteller - "Comirnaty"

  • LG Memmingen, 20.08.2024 - 21 O 83/23

    Streitwertfestsetzung, Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, …

  • LG Oldenburg, 27.05.2024 - 16 O 1415/23

    Schmerzensgeld und Auskunft im Zusammenhang mit einer Impfung und vermeintlichen …

  • LG Passau, 25.07.2024 - 1 O 174/23

    Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, …

  • LG Saarbrücken, 02.05.2024 - 16 O 170/22

    Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderung aus Arzneimittelhaftung gegen den …

  • LG Memmingen, 19.08.2024 - 35 O 348/23

    Streitwertfestsetzung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Nicht …

  • LG Würzburg, 16.09.2025 - 14 O 2300/24

    Streitwertfestsetzung, Vorläufige Vollstreckbarkeit, Anderweitige Erledigung, …

  • LG Memmingen, 16.08.2024 - 33 O 638/23

    Streitwertfestsetzung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Nicht …

  • LG Saarbrücken, 02.05.2024 - 16 O 3/23

    Arzneimittelhaftung wegen behaupteten schweren Nebenwirkungen durch zwei …

  • LG Saarbrücken, 02.05.2024 - 16 O 119/23

    Arzneimittelhaftung wegen behaupteten schweren Nebenwirkungen durch zwei …

  • LG Saarbrücken, 02.05.2024 - 16 O 51/23

    Arzneimittelhaftung wegen behaupteten schweren Nebenwirkungen durch zwei …

  • LG Hannover, 04.11.2024 - 2 O 98/23

    Streit um Ansprüche wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit …

  • LG Saarbrücken, 28.05.2024 - 16 O 68/23

    Schadensersatz wegen Impfschadens nach einer Corona-Impfung

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Rechtsprechung
   LG Lüneburg, 09.05.2023 - 3 O 151/22   

Zitiervorschläge
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LG Lüneburg, 09.05.2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37153)
LG Lüneburg, Entscheidung vom 09.05.2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37153)
LG Lüneburg, Entscheidung vom 09. Mai 2023 - 3 O 151/22 (https://dejure.org/2023,37153)
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    Facebook-Datenleck: 300 Euro Schadensersatz zugesprochen

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