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Weitere Entscheidungen unten: OLG Brandenburg, 18.12.2018 | LSG Hessen, 01.12.2020

Rechtsprechung
   OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2018,4438
OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,4438)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 13.02.2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,4438)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 13. Februar 2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,4438)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de
  • IWW

    UKlaG § 1, § ... 4, §§ 5 ff., § 8 Abs. 2 Nr. 1; BGB § 305, § 305c, § 307 Abs. 1, Abs. 2, § 309 Nr. 5, Nr. 12 lit. a; VVG § 169 Abs. 3 S. 1, § 176; AltZertG § 1 Abs. 1 Nr. 8; UWG § 12 Abs. 1 S. 2, Abs. 4, Abs. 5; GKG § 51 Abs. 2, Abs. 5

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 305 Abs. 1
    Wirksamkeit von Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sog. Riester-Rentenversicherungsverträge

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (13)

  • BGH, 25.07.2012 - IV ZR 201/10

    Zur Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Die angegriffenen Klauseln entsprechen, wenn auch nicht wörtlich zumindest sinngemäß, denjenigen, die Gegenstand der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 25.07.2012 (Az.: IV ZR 201/10) und vom 17.10.2012 (Az.: IV ZR 202/10) waren.

    Auch wenn die Beklagte in diesen Klauseln - anders als in denjenigen, die der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25.07.2012 (Az. IV ZR 201/10) zugrunde lagen - nicht davor warnt, dass eine Kündigung bzw. Beitragsfreistellung "immer" mit Nachteilen verbunden ist, sind die Bestimmungen gleichwohl irreführend und damit gemäß § 307 Abs. 1 S. 2 BGB unwirksam.

    Zu Recht hat das Landgericht auch bei der Prüfung dieser Klauseln auf die hier ebenfalls einschlägigen Maßgaben der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes aus den Urteilen vom 25.07.2012 (Az. IV ZR 201/10, Rn. 45 bis 52) und vom 17.10.2012 (…Az. IV ZR 202/10, Rn. 17) Bezug genommen.

    Auch bezüglich der Klausel über die Beweislastregelung folgt der Senat der auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 25. Juli 2012, Az. IV ZR 201/10 Rn. 63 ff) gestützten Auffassung des Landgerichts, dass diese nach § 309 Nr. 12.a) BGB jedenfalls in der Zusammenschau mit § 9 Abs. 2 UA 1 AVB unwirksam sind.

    Rn. 28 aa) Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 03.12.2015, Az. VII ZR 100/15, BB 2016, 84 Rn. 22 und vom 29.04 2015, Az. VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16, 25.07.2012,Az.: IV ZR 201/10 Rn. 45 jeweils m.w.N.).

    Die Klausel beinhaltet kontrollfähige (Prämien-) Nebenabreden außerhalb des Anwendungsbereichs des § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB (BGH, Urteil v. 25.07.2012, Az. IV ZR 201/10, Rn. 16).

    Rn. 47 Die Prüfung der Wirksamkeit der im Streit stehenden Klauseln erforderte eine rechtlich anspruchsvolle Prüfung und versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse, die weit über der täglichen Beratungspraxis der Kläger und der hierfür erforderlichen Kenntnisse des Versicherungsvertrags rechts lagen (BGH Urt. v. 25.07.2012, IV ZR 201/10, Rn.74).

  • BGH, 29.07.2015 - IV ZR 45/15

    Streitwertbemessung: Verbandsklage auf Unterlassung der Verwendung einzelner …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Sie stehe in Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der grundsätzlich einen Wert von 2.500,00 EUR je angegriffener Teil-Klausel festsetze, und an der er auch unter Geltung d. § 12 Abs. 4 UWG n.F. ausweislich der Entscheidung vom 29.07.2015, Az. IV ZR 45/15 festhalte.

    Diesen Wert setzt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung mit 2.500,00 EUR je angegriffener Teilklausel an (etwa BGH Beschluss vom 29.07.2015, Az.: IV ZR 45/15 - juris m.w.N.).

    Gemäß § 51 Abs. 5 GKG sind die Vorschriften über die Anordnung der Streitwertbegünstigung in § 12 Abs. 4 UWG auch für die Erhebung der Gerichtskosten anzuwenden (BGH Beschluss vom 29.07.2015, Az.: IV ZR 45/15 - juris m.w.N.).

    Rn. 55 Auch unter Geltung der geänderten Vorschriften hält der Bundesgerichtshof (etwa Beschl., vom 07.05.2015; Az.: I ZR 108/14 - juris; 29.07.2015, Az. IV ZR 45/15; Beschl., v. 23.2.2017 - III ZR 389/16, BeckRS 2017, 103961) daran fest, dass bei der Verbandsklage eines Verbraucherschutzverbandes der wirtschaftlichen Bedeutung des Verbots, bestimmte Klauseln zu verwenden, bei der Bemessung des Streitwerts in der Regel keine ausschlaggebende Bedeutung zukommt.

    Rn. 56 Dass der vorliegend angesetzte volle Streitwert in Höhe von 35.000 EUR angemessen ist, ergibt sich weiter aus der Entscheidung des BGH vom 29.07,2015 (Az: IV ZR 45/15), die ausdrücklich in Anwendung der Neuregelung des § 12 Abs. 4 UWG und § 51 Abs. 5 GKG ergangen ist und bei der ebenfalls die beantragte Festsetzung eines zweigeteilten Streitwertes zu prüfen war.

  • BGH, 17.10.2012 - IV ZR 202/10

    Zur Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Die angegriffenen Klauseln entsprechen, wenn auch nicht wörtlich zumindest sinngemäß, denjenigen, die Gegenstand der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 25.07.2012 (Az.: IV ZR 201/10) und vom 17.10.2012 (Az.: IV ZR 202/10) waren.

    Der genaue Kostenausweis erfolgt erst in § 7 TB, Insofern sind die Maßgaben aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17.10.2012 (Az. IV ZR 202/10, Rn. 21, juris) heranzuziehen.

    Das hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 17.10,2012 (Az. IV ZR 202/10, Rn. 16) klargestellt.

    Zu Recht hat das Landgericht auch bei der Prüfung dieser Klauseln auf die hier ebenfalls einschlägigen Maßgaben der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes aus den Urteilen vom 25.07.2012 (…Az. IV ZR 201/10, Rn. 45 bis 52) und vom 17.10.2012 (Az. IV ZR 202/10, Rn. 17) Bezug genommen.

  • OLG Köln, 02.09.2016 - 20 U 201/15

    Formularmäßige Verteilung der Abschlusskosten einer Lebensversicherung

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Prämienzahldauer zu erfolgen habe (OLG Köln, Urteil vom 02.09.2016, Az. 20 U 201/15).

    Rn. 36 Wie das Landgericht hierzu unter Bezugnahme auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln vom 02.09.2016 (Urteil vom 02.09.2016, Az.l-20 U 201/15, Rn. 49, juris) zutreffend ausführt, entspricht es mittlerweile allgemeiner Auffassung zu § 169 Abs. 3 VVG, dass bei einer geringeren Vertrags- bzw. Prämienzahldauer eine entsprechende Anwendung d. Abs. 3 S. 1 Hs. 2, d.h. eine gleichmäßige Umlegung der angesetzten Abschluss- und Vertriebskosten auf die tatsächliche Vertrags- bzw. Prämienzahldauer zu erfolgen habe (…etwa Reiff in Prölss/Martin/Reiff, VVG, 30. Aufl., § 169 Rn. 38;… Winter in Bruck/Möller VVG, Rn. 99).

    Rn. 39 (1) Zwar enthält die Klausel selbst keine ausdrückliche Bezugnahme auch auf die Berechnung des Rückkaufswertes, wie dies bei den der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln vom 02.09.2016 (Az (-20 U 201/15,-juris) zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen der Fall war.

  • BGH, 12.10.2005 - IV ZR 162/03

    Ersetzung unwirksamer Klauseln in den Allgemeinen Bedingungen der …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Denn jedenfalls ist auch dann erforderlich, dass im Falle einer vorzeitigen Kündigung der Mindestrückkaufswert nicht unterschritten wird, der sich aus § 169 Abs. 3 VVG oder dem vom Bundesgerichtshof (Urteil vom 12.10.2005, Az. IV ZR 162/03, Rn 51, juris) entwickeltem Grundsatz ergibt, wonach der Rückkaufswert bei Kündigung einen Mindestbetrag nicht unterschreiten darf, der bestimmt wird durch die Hälfte des mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation berechneten ungezillmerten Deckungskapitals.

    Rn. 42 Die Klausel enthält eine abweichende Regelung von § 1 Abs. 1 Nr. 8 AltZertG, § 176 VVG a.F., der auch über den 31. Dezember 2008 hinaus gilt (Art. 4 Abs. 2 EG-VVG) und für den weiterhin die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urt. v. 12.10.2005, Az. IV ZR 162/03) maßgeblich ist.

  • BGH, 07.11.2012 - IV ZR 292/10

    Zur Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten in zertifizierten …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 07.11.2012, IV ZR 292/10) sei eine Kostenverteilung linear über fünf Jahre nicht zu beanstanden.

    Die Klausel sei nicht an § 169 Abs. 3 VVG n.F. zu messen, sondern am gesetzlichen Leitbild des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 AltZertG, wie dies der Bundesgerichtshof im Urteil vom 07.11.2012, Az. IV ZR 292/10 getan habe.

  • LG Nürnberg-Fürth, 22.12.2016 - 7 O 9287/15

    Unwirksamkeit von Klauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen wegen …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Auf die Berufung der Kläger wird das Endurteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 22.12.2016, Az: 7 O 9287/15 teilweise abgeändert und die Beklagte über die im angefochtenen Urteil hinaus ausgesprochene Verurteilung verurteilt,.

    die Beklagte über die vom Landgericht Nürnberg-Fürth in seinem Endurteil vom 22. Dezember 2016 (7 O 9287/15) ausgesprochene Verurteilung hinausgehend zu verurteilen,.

  • BGH, 29.04.2015 - VIII ZR 104/14

    Gebrauchtwagenhandel: Keine wirksame Verkürzung der gesetzlichen Verjährungsfrist …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Rn. 28 aa) Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 03.12.2015, Az. VII ZR 100/15, BB 2016, 84 Rn. 22 und vom 29.04 2015, Az. VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16, 25.07.2012,Az.: IV ZR 201/10 Rn. 45 jeweils m.w.N.).
  • BGH, 03.12.2015 - VII ZR 100/15

    Allgemeine Geschäftsbedingungen in einem Handelsvertretervertrag mit einem …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Rn. 28 aa) Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 03.12.2015, Az. VII ZR 100/15, BB 2016, 84 Rn. 22 …und vom 29.04 2015, Az. VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16, 25.07.2012,Az.: IV ZR 201/10 Rn. 45 jeweils m.w.N.).
  • BVerfG, 26.07.2005 - 1 BvR 80/95

    Kapitalbildende Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung: Schutzdefizit für …

    Auszug aus OLG Nürnberg, 13.02.2018 - 3 U 169/17
    Zugrunde lag das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Juli 2005 - 1 BvR 80/95 - (BVerfGE 114, 73), das ausgesprochen hatte, dass der Gesetzgeber durch Art. 2 Abs. 1 und Art, 14 Abs. 1 GG verpflichtet sei, hinreichende rechtliche Vorkehrungen dafür vorzusehen, dass bei der Ermittlung eines bei Vertragsende zuzuteilenden Schlussüberschusses die Vermögenswerte angemessen berücksichtigt werden, die durch die Prämienzahlungen im Bereich der kapitalbildenden Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung geschaffen worden sind.
  • BGH, 23.02.2017 - III ZR 389/16

    Bemessung der Beschwer in Verfahren nach dem Unterlassungsklagengesetz ( UKlaG ) …

  • BGH, 07.05.2015 - I ZR 108/14

    Zulässigkeit der Revision: Beschwerdewert einer Verbandsklage wegen …

  • BGH, 26.06.2013 - IV ZR 39/10

    Lebensversicherung: Höhe des Rückkaufswerts bei Unwirksamkeit der Allgemeinen …

  • BGH, 18.09.2024 - IV ZR 436/22

    Wirksamkeit von Regelungen zur Beteiligung des Versicherungsnehmers an …

    Rn. 72 (1) Nach in Rechtsprechung und Literatur vorherrschender Auffassung unterfallen Lebensversicherungen gegen Einmalprämie und mit einer Prämienzahlungsdauer von weniger als fünf Jahren nicht dem Anwendungsbereich des § 169 Abs. 3 Satz 1 Halbsatz 1 VVG über den sogenannten Mindestrückkaufswert (…vgl. OLG Hamm r+s 2018, 265 Rn. 23 ff.; OLG Nürnberg, Urteil vom 13. Februar 2018 - 3 U 169/17, juris Rn. 101;… OLG Köln r+s 2017, 149 Rn. 24;… Baroch Castellví in Präve, Lebensversicherung [2016] § 12 ARB Rn. 70, 74 f.;… BeckOK-VVG/Binz, § 169 Rn. 27 f. [Stand: 1. August 2024];… HK-VVG/Brambach, 4. Aufl. § 169 Rn. 40;… Grote in Langheid/Rixecker, VVG 7. Aufl. § 169 Rn. 33;… ders. in Marlow/Spuhl, Das Neue VVG kompakt 4. Aufl. Rn. 1151 ff.;… Looschelders in Looschelders/Pohlmann, VVG 4. Aufl. § 169 Rn. 44;… MünchKomm-VVG/Mönnich, 3. Aufl. § 169 Rn. 98;… Ortmann in Schwintowski/Brömmelmeyer/Ebers, PK-VersR 4. Aufl. § 169 Rn. 57;… Reiff in Prölss/Martin, VVG 32. Aufl. § 169 Rn. 38;… ders. in Halm/Engelbrecht/ Krahe, Handbuch des Fachanwalts Versicherungsrecht, 6. Aufl. Kap. 21 Rn. 90; Schumacher, Der Rückkaufswert von Lebensversicherungen [2012] S. 183 ff.;… Winter in Bruck/Möller, VVG 9. Aufl. § 169 Rn. 98 f.;Engeländer, VersR 2007, 1297, 1307; ebenso BaFin, Hinweise zu einigen Auslegungsfragen zum Versicherungsvertragsgesetz (VVG) vom 28. Mai 2008, Geschäftszeichen VA 21 - A - 2008/0033 [abrufbar unter: www.bafin.de]; unentschieden Römer, r+s 2008, 405, 408 mit Fn. 27).
  • OLG Stuttgart, 03.02.2022 - 2 U 117/20

    Privatrente Perspektive - Zulässige Klauseln hinsichtlich Abschlusskosten und …

    Rn. 325 δ) Über den Höchstzillmersatz hinausgehende Abschlusskosten sind beitragsproportional, d. h. über die gesamte Prämienzahlungsdauer des Vertrages zu verteilen (OLG Nürnberg, Urteil vom 13. Februar 2018 - 3 U 169/17, juris Rn. 110;… Mönnich in: Münchener Kommentar zum VVG, 2. Aufl. 2017, § 169 VVG Rn. 97;… Reiff in: Prölss/Martin, VVG, 31. Aufl. 2021, § 169 VVG Rn. 36).
  • OLG Dresden, 08.06.2021 - 4 U 2159/20

    Verträge mit Verbrauchern über kapitalbildende Rentenversicherungen; …

    Es mag sein, dass in Frühstornofällen auch die Verteilung auf einen kürzeren Zeitraum verfassungsrechtlich zulässig gewesen wäre, wenn die Ansparphase vor Ablauf dieses Zeitraums endet (in diesem Sinne OLG Köln, Urteil vom 02.09.2016, 20 U 201/15 Rn 49 - juris; offengelassen von OLG Nürnberg, Urteil vom 13.02.2018 - 3 U 169/17 - juris).

    Das OLG Köln (…a.a.O.) vertritt die Auffassung, dass die den Höchstzillmersatz überschreitenden Kosten gleichmäßig auf die Restlaufzeit verteilt werden müssten, die sich an die ersten fünf Jahre anschließt, das OLG Nürnberg (Urteil vom 13.02.2018 - 3 U 169/17 - juris Rn 110) spricht sich zugleich für einen Zillmerungshöchstbetrag aus.

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Rechtsprechung
   OLG Brandenburg, 18.12.2018 - 3 U 169/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2018,47422
OLG Brandenburg, 18.12.2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,47422)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 18.12.2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,47422)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 18. Dezember 2018 - 3 U 169/17 (https://dejure.org/2018,47422)
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Volltextveröffentlichungen (5)

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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 26.01.2017 - IX ZR 285/14

    Steuerberaterhaftung: Bilanzierung nach Fortführungswerten bei bestehendem …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 18.12.2018 - 3 U 169/17
    Rn. 32 Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 26.01.2017, IX ZR 285/14) haftet der Steuerberater im Rahmen seines Mandats nach Werkvertragsrecht für Mängel bei der Erstellung des Jahresabschlusses.
  • BGH, 14.06.2012 - IX ZR 145/11

    Drittschützende Wirkung eines Steuerberatermandats: Haftung des mit der …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 18.12.2018 - 3 U 169/17
    Im Rahmen dieser Fallgruppe hat der Bundesgerichtshof einen Drittschutz bei der Begutachtung der Insolvenzreife einer GmbH zugunsten des Geschäftsführers bejaht (Urteil vom 14.06.2012, IX ZR 145/11).
  • BGH, 06.02.2014 - IX ZR 53/13

    Steuerberaterhaftung: Hinweispflichten im Rahmen eines rein steuerrechtlichen …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 18.12.2018 - 3 U 169/17
    Rn. 45 Soweit der Kläger sich zur Begründung einer Haftung der Beklagten auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 06.02.2014, IX ZR 53/13 beruft und meint, hieraus ergebe sich eine Haftung der Beklagten spätestens ab dem Zugang des Schreibens vom 22.05.2013, so folgt der Senat auch dem nicht.
  • OLG Celle, 12.12.2022 - 18 U 2/22

    Schuldhafte Pflichtverletzung einer Tätigkeits-, Beratungs- oder …

    Er ist dagegen nicht verpflichtet, von sich aus eine Fortführungsprognose zu erstellen und die hierfür maßgeblichen Tatsachen zu ermitteln (…BGH, a.a.O.; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 18.12.2018 - 3 U 169/17-, juris).
  • OLG Celle, 11.11.2022 - 18 U 2/22

    Schadensersatzansprüche des Insolvenzverwalters aus Steuerberaterhaftung; …

    Soweit hierdurch die Überschuldung vertieft worden sein sollte, wäre ein ganz überwiegendes Mitverschulden der Gesellschaft bzw. ihres Geschäftsführers zu Grunde zu legen, infolgedessen eine Haftung der Beklagten erheblich gemindert bzw. ausgeschlossen wäre (BGH…, Urteil vom 6. Juni 2013 - IX ZR 204/12, WM 2013, 1323 Rn. 29 ff.; BayObLG Urteil vom 18. Dezember 2018 - 3 U 169/17, zitiert nach juris; Senat, Beschluss vom 3. Februar 2021 - 18 U 12/20), worauf es vorliegend aber nicht entscheidend ankommt.
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dejure.org Übersicht OLG Brandenburg

Rechtsprechung
   LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,40635
LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17 (https://dejure.org/2020,40635)
LSG Hessen, Entscheidung vom 01.12.2020 - L 3 U 169/17 (https://dejure.org/2020,40635)
LSG Hessen, Entscheidung vom 01. Dezember 2020 - L 3 U 169/17 (https://dejure.org/2020,40635)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Kein Arbeitsunfall anlässlich einer betrieblichen Skifreizeit

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (19)

  • LSG Hessen, 20.07.2015 - L 9 U 69/14

    Skiunfall auf Tagung nicht unfallversichert

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Anders als im entschiedenen Fall des HLSG vom 20. Juli 2015 - L 9 U 69/14 - liege keine getrennte Veranstaltung vor, die zwischen dienstlicher und freizeitlicher Veranstaltung unterscheide, vielmehr sei dies fließend ineinander übergegangen, um jede Zeit für den fachlichen Austausch zu nutzen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

    Da nach alledem die unfallbringende Verrichtung der Klägerin einem abtrennbaren Freizeitprogrammteil zuzuordnen ist, besteht kein Versicherungsschutz (vgl. so zutreffend auch HLSG, Urteil vom 20. Juli 2015 - L 9 U 69/14 - juris Leitsatz).

    Hinsichtlich der vorliegenden (Ski-)Reiseveranstaltung im November 2014, die nach Angaben der Arbeitgeberin nur einmal jährlich stattfindet, fehlt es schon an der Regelmäßigkeit (so zutreffend auch Hessisches LSG, Urteil vom 20. Juli 2015 - L 9 U 69/14 - juris Rdnr. 54 ).

  • BSG, 13.12.2005 - B 2 U 29/04 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Urlaubs- und Freizeitaktivitäten wie auch sportliche Betätigungen stehen nach der Rechtsprechung des BSG auch dann nicht unter Versicherungsschutz, wenn das Unternehmen sie finanziert oder organisiert (vgl. BSG…, Urteil vom 17. Dezember 2004 - B 2 U 47/03 R - juris Rn. 21), da es das Unternehmen nicht in der Hand hat zu bestimmen, welche Verrichtungen in sachlichem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, ein solcher muss vielmehr objektiv vorliegen (vgl. BSG, Urteil vom 13. Dezember 2005 - B 2 U 29/04 R - juris Rn. 22; BSG…, Urteil vom 17. Dezember 2004 a. a. O.; Hessisches LSG…, Beschluss vom 30. April 2009 - L 3 U 249/08 - juris Rn. 19 m. w. N.).

    Wettkämpfe mit anderen Betriebssportgemeinschaften außerhalb der regelmäßigen Übungsstunden oder eine mehrtägige Skiausfahrt sind nicht versichert (vgl. BSG, Urteil vom 13. Dezember 2005 - B 2 U 29/04 R - juris - Leitsatz).

  • BSG, 05.07.2016 - B 2 U 19/14 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Eine Beschäftigung im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII wird daher ausgeübt, wenn die Verrichtung zumindest dazu ansetzt und darauf gerichtet ist, entweder eine eigene objektiv bestehende Haupt- oder Nebenpflicht aus dem zugrunde liegenden Rechtsverhältnis zu erfüllen, oder der Verletzte eine objektiv nicht geschuldete Handlung vornimmt, um einer vermeintlichen Pflicht aus dem Rechtsverhältnis nachzugehen, sofern er nach den besonderen Umständen seiner Beschäftigung zurzeit der Verrichtung annehmen durfte, ihn treffe eine solche Pflicht, oder er unternehmensbezogene Rechte aus dem Rechtsverhältnis ausübt (vgl. BSG, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 19/14 R - juris Rn. 12).

    Dies ist gerade auch dann der Fall, wenn die Veranstaltung mit Gefahren verbunden ist, die erwarten lassen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Belegschaft von einer Teilnahme Abstand nehmen wird (vgl. BSG, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 19/14 R - juris Rn. 17 m. w. N.; BSG…, Urteil vom 22. September 2009 - B 2 U 4/08 R - juris Rn. 15).

  • BSG, 22.09.2009 - B 2 U 4/08 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Eine Verrichtung, die nicht der Erfüllung der Pflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis dient oder dienen soll, kann nur dann in sachlichem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, wenn der Beschäftigte sie wegen des Beschäftigungsverhältnisses aufnimmt, um durch sie zumindest auch dem Unternehmen in nicht offensichtlich untauglicher Weise zu dienen (vgl. BSG, Urteil vom 22. September 2009 - B 2 U 4/08 R - juris Rn. 11).

    Dies ist gerade auch dann der Fall, wenn die Veranstaltung mit Gefahren verbunden ist, die erwarten lassen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Belegschaft von einer Teilnahme Abstand nehmen wird (vgl. BSG…, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 19/14 R - juris Rn. 17 m. w. N.; BSG, Urteil vom 22. September 2009 - B 2 U 4/08 R - juris Rn. 15).

  • LSG Hessen, 29.04.2014 - L 3 U 125/13

    Unfallversicherungsschutz nur, wenn alle teilnehmen können

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Die Voraussetzungen einer betrieblichen Veranstaltung hätten vorgelegen (Hinweis auf das Urteil des erkennenden Senats vom 29. Juli 2014 - L 3 U 125/13 ).

    Die auf Richterrecht beruhende Einbeziehung der Teilnahme an einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung in den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz ist allerdings eng zu begrenzen, zumal der Gesetzgeber sie bis heute nicht - auch nicht anlässlich der Neukodifizierung des Unfallversicherungsrechts im SGB VII - durch eine ausdrückliche normative Regelung nachvollzogen hat (vgl. BSG…, Urteil vom 26. Oktober 2004 - B 2 U 16/04 R - juris Rn. 14; Hessisches LSG, Urteile vom 29. April 2014 - L 3 U 125/13 - juris Rn. 29 - …und vom 26. Februar 2008 - L 3 U 71/06 - juris Rn. 21 ;… Schwerdtfeger in: Lauterbach, SGB VII, § 8 Rn. 150, Stand: Januar 2020).

  • BSG, 25.08.1994 - 2 RU 23/93

    Versicherungsschutz - Sportlicher Wettkampf - Motivationsreise

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Im inneren sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen auch Geschäfts- und Dienstreisen außerhalb des Betriebsortes, die den betrieblichen Interessen des Unternehmens wesentlich zu dienen bestimmt sind (vgl. BSG, Urteile vom 1. Juli 1997 - 2 RU 36/96 - und vom 25. August 1994 - 2 RU 23/93 - jeweils juris).

    Es ist zu unterscheiden zwischen Betätigungen, die mit dem Beschäftigungsverhältnis in einem rechtlich wesentlichen - inneren - Zusammenhang stehen und deshalb versichert sind, und solchen Verrichtungen, die der privaten Sphäre des Dienstreisenden angehören und damit grundsätzlich unversichert sind (…vgl. BSG, Urteile vom 18. März 2008 - B 2 U 13/07 R - juris Rn. 12 und vom 25. August 1994 - 2 RU 23/93 - juris).

  • BSG, 07.12.2004 - B 2 U 47/03 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - innerer Zusammenhang - …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Urlaubs- und Freizeitaktivitäten wie auch sportliche Betätigungen stehen nach der Rechtsprechung des BSG auch dann nicht unter Versicherungsschutz, wenn das Unternehmen sie finanziert oder organisiert (vgl. BSG, Urteil vom 17. Dezember 2004 - B 2 U 47/03 R - juris Rn. 21), da es das Unternehmen nicht in der Hand hat zu bestimmen, welche Verrichtungen in sachlichem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, ein solcher muss vielmehr objektiv vorliegen (vgl. BSG…, Urteil vom 13. Dezember 2005 - B 2 U 29/04 R - juris Rn. 22; BSG, Urteil vom 17. Dezember 2004 a. a. O.; Hessisches LSG…, Beschluss vom 30. April 2009 - L 3 U 249/08 - juris Rn. 19 m. w. N.).
  • LSG Hessen, 30.04.2009 - L 3 U 249/08

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Urlaubs- und Freizeitaktivitäten wie auch sportliche Betätigungen stehen nach der Rechtsprechung des BSG auch dann nicht unter Versicherungsschutz, wenn das Unternehmen sie finanziert oder organisiert (vgl. BSG…, Urteil vom 17. Dezember 2004 - B 2 U 47/03 R - juris Rn. 21), da es das Unternehmen nicht in der Hand hat zu bestimmen, welche Verrichtungen in sachlichem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, ein solcher muss vielmehr objektiv vorliegen (vgl. BSG…, Urteil vom 13. Dezember 2005 - B 2 U 29/04 R - juris Rn. 22; BSG…, Urteil vom 17. Dezember 2004 a. a. O.; Hessisches LSG, Beschluss vom 30. April 2009 - L 3 U 249/08 - juris Rn. 19 m. w. N.).
  • BSG, 26.06.2014 - B 2 U 4/13 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Versicherungstatbestand: …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Die Verrichtung muss objektiv eine versicherungsbezogene Handlungstendenz erkennen lassen (vgl. BSG, Urteile vom 26. Juni 2014 - B 2 U 4/13 R - juris Rn. 20 - und vom 9. November 2010 - B 2 U 14/10 R - juris).
  • BSG, 09.11.2010 - B 2 U 14/10 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Betriebsweg - Wegeunfall - sachlicher …

    Auszug aus LSG Hessen, 01.12.2020 - L 3 U 169/17
    Die Verrichtung muss objektiv eine versicherungsbezogene Handlungstendenz erkennen lassen (…vgl. BSG, Urteile vom 26. Juni 2014 - B 2 U 4/13 R - juris Rn. 20 - und vom 9. November 2010 - B 2 U 14/10 R - juris).
  • BSG, 09.12.2003 - B 2 U 52/02 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

  • BSG, 20.02.2001 - B 2 U 7/00 R

    Unfallversicherungsschutz bei einer Betriebsratsfeier

  • BSG, 22.08.1955 - 2 RU 49/54
  • BSG, 05.07.2016 - B 2 U 5/15 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Wegeunfall - Betriebsweg - …

  • BSG, 30.03.2017 - B 2 U 15/15 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Dienstreise - betriebliche …

  • BSG, 26.10.2004 - B 2 U 16/04 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - keine Sachentscheidung des Revisionsgerichts …

  • BSG, 18.03.2008 - B 2 U 13/07 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Dienstreise - sachlicher …

  • LSG Hessen, 26.02.2008 - L 3 U 71/06

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - sachlicher Zusammenhang - …

  • BSG, 01.07.1997 - 2 RU 36/96

    Versicherungsschutz bei Teilnahme an einer Motivationsreise

  • LSG Hessen, 29.03.2021 - L 3 U 157/18

    Anerkennung eines Ereignisses als Arbeitsunfall in der gesetzlichen …

    Der Schutzzweck der Beschäftigtenversicherung rechtfertigt es daher, die Teilnahme an einer solchen betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung als Bestandteil der geschuldeten versicherten Tätigkeit im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII zu betrachten, auch wenn die Teilnahme hieran nicht rechtlich geschuldet ist, sondern freiwillig erfolgt (stRspr.; nur BSG…, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 19/14 R - juris Rn. 13; HLSG, Urteil vom 1. Dezember 2020 - L 3 U 169/17 - juris Rn. 32 ).

    Dem Arbeitgeber ist es damit nicht beliebig an die Hand gegeben, Urlaubs- und Freizeitaktivitäten als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen unter den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung zu stellen (HLSG, Urteil vom 1. Dezember 2020 - L 3 U 169/17 - juris Rn. 32 f.).

    Es ist also auch hier zu unterscheiden zwischen Betätigungen, die mit dem Beschäftigungsverhältnis in einem rechtlich wesentlichen - inneren - Zusammenhang stehen und deshalb versichert sind, und solchen Verrichtungen, die der privaten Sphäre des Dienstreisenden angehören und damit grundsätzlich unversichert sind (…vgl. BSG, Urteile vom 18. März 2008 - B 2 U 13/07 R - juris Rn. 12 …und vom 25. August 1994 - 2 RU 23/93 - juris Rn. 16; HLSG, Urteil vom 1. Dezember 2020 - L 3 U 169/17 - juris Rn. 31 ).

    Der Tagungspunkt der "afternoon activity" an den beiden ersten Veranstaltungstagen war erkennbar nicht Teil des inhaltlichen Tagungsprogramms, sondern Begleitprogramm, das - klar abgrenzbar von den inhaltlichen Tagesordnungspunkten - zunächst einmal der Unterhaltung, Entspannung und Geselligkeit sowie der Auflockerung der Veranstaltung diente (vgl. entsprechend auch Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 3 U 175/13 - zu einem Fecht-Workshop; HLSG, Urteil vom 15. März 2011 - L 3 U 64/06 - sowie LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 7. Oktober 2010 - L 2 U 70/10 -, jeweils zu einem im Rahmen einer Dienstreise als Programmpunkt vorgesehenen Fußballspiel; LSG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 27. Mai 2015 - L 5 U 48/12 - und HLSG, Urteil vom 1. Dezember 2020 - L 3 U 169/17 - zum Skilaufen als Teil des Veranstaltungsprogramms; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. August 2011 - L 3 U 145/09 - zu einem Tischtennisspiel am Rande einer Fortbildungsveranstaltung; LSG Hamburg, Beschluss vom 6. Dezember 2007 - L 3 U 24/07 - zu einer Hundeschlittenfahrt im Rahmen einer etwaigen Dienstreise; LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. Februar 2004 - L 3 U 175/03 - zu einem Snow-Rafting im Rahmen einer Dienstreise; anders: Thüringer LSG, Urteil vom 7. Mai 2008- L 3 U 1062/06 -, zu einem im Rahmen einer Dienstreise als Programmpunkt vorgesehenen Fußballspiel; jeweils juris).

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