Rechtsprechung
| BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- Deutsches Notarinstitut
BGB §§ 195, 197, 607, 812
Anspruch des Darlehensnehmers auf anteilige Rückerstattung des Disagios bei vorzeitiger Beendigung des Darlehens - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Disagio - Darlehn - Rückerstattung
- andrehink.de
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 607, § 812, § 195, § 197
Anteilige Rückerstattung des Disagios bei vorzeitiger Beendigung des Darlehens - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Darlehensrecht; anteilige Erstattung des Disagios bei vorzeitiger Darlehensrückzahlung
Besprechungen u.ä.
- uni-muenster.de
(Entscheidungsbesprechung)
Zur Verjährung von Ansprüchen auf anteilige Rückerstattung des Disagios (Dr. Thomas Hoeren, Münster; NJW 1994, 26)
Papierfundstellen
- NJW 1993, 3257
- NJW-RR 1994, 175 (Ls.)
- ZIP 1993, 1700
- MDR 1993, 1195
- WM 1993, 2003
- BB 1993, 2332
- DB 1994, 726
Wird zitiert von ... (64) Zitiert selbst (10)
- BGH, 29.05.1990 - XI ZR 231/89
Anteilige Erstattung des Disagios bei vorzeitiger Beendigung eines …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sei das Disagio in der Regel den laufzeitabhängigen Zinsen zuzurechnen (BGHZ 111, 287 [BGH 29.05.1990 - XI ZR 231/89]).Die Verpflichtung des Darlehensnehmers zur Disagiozahlung wird vereinbarungsgemäß bei Kreditauszahlung sofort in vollem Umfang fällig und in diesem Zeitpunkt auch sogleich im Wege der Verrechnung voll erfüllt (vgl. BGHZ 111, 287, 294 [BGH 29.05.1990 - XI ZR 231/89]; BGH, Urteil vom 1. Juni 1989 - III ZR 219/87 = WM 1989, 1011, 1013 zu II 1 e).
a) Das Disagio ist nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 111, 287 [BGH 29.05.1990 - XI ZR 231/89]) in der Regel als laufzeitabhängiger Ausgleich für einen.niedrigeren Nominalzins anzusehen und kann daher bei vorzeitiger Vertragsbeendigung vom Darlehensnehmer gemäß § 812 BGB anteilig zurückverlangt werden.
e) Schließlich liegt darin, daß die Kläger bei der Ablösung des Darlehens im Juli 1986 keinen Vorbehalt hinsichtlich ihrer Disagioerstattungsansprüche gemacht haben, kein Verzicht (BGHZ 111, 287, 294 [BGH 29.05.1990 - XI ZR 231/89] a.E.).
- BGH, 07.12.1989 - III ZR 270/88
Ratenkredit - Sittenwidrigkeit - Bereicherungsanspruch - Verjährung
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Auf Zinserstattungsansprüche aber habe der Bundesgerichtshof, falls die Zinsen aufgrund eines nichtigen Kreditvertrags in regelmäßigen Raten zu zahlen gewesen seien, § 197 BGB selbst dann angewandt, wenn die Vertragspartner später eine Schlußzahlung zur vorzeitigen Ablösung der Restschuld vereinbart hätten (Urteil vom 7. Dezember 1989 - III ZR 270/88 = WM 1990, 134 [BGH 07.12.1989 - III ZR 270/88]).Auch der III. Zivilsenat (BGHZ 98, 174, 181 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85]; Urteil vom 7. Dezember 1989 - III ZR 270/88 = WM 1990, 134 [BGH 07.12.1989 - III ZR 270/88]) hat Ansprüche auf Rückzahlung rechtsgrundlos geleisteter Ratenkreditzinsen der kurzen Verjährung nach § 197 BGB nicht etwa deswegen unterworfen, weil sie den in der Vorschrift genannten Zinsansprüchen gleichzustellen seien; vielmehr ist nur die letzte Tatbestandsalternative "andere regelmäßig wiederkehrende Leistungen" für anwendbar erklärt worden.
b) Diese Tatbestandsalternative ist nach der zitierten Rechtsprechung des III. Zivilsenats zum Ratenkreditvertrag dort nur deswegen zu bejahen, weil bei Nichtigkeit des zugrundeliegenden Vertrages mit jeder Ratenzahlung jeweils ein sofort fälliger Rückzahlungsanspruch des Kreditnehmers in Höhe des in der Rate enthaltenen Kreditkostenanteils entsteht; da die einzelnen Ratenzahlungen ihre gemeinsame Ursache in der Vorstellung des Kreditnehmers haben, er sei zu der regelmäßigen Leistung verpflichtet, ist auch der Bereicherungsanspruch seiner Natur nach auf Zahlungen gerichtet, die nicht einmal, sondern in regelmäßiger zeitlicher Wiederkehr zu erbringen sind; in diesem Gesamtzusammenhang müssen auch später vereinbarte einzelne Sonderzahlungen des Kreditnehmers gesehen werden, nur so läßt sich eine einheitliche Anwendung des § 197 BGB bei nichtigen Ratenkreditverträgen rechtfertigen (BGH, Urteil vom 7. Dezember 1989 aaO).
- BGH, 06.03.1986 - III ZR 195/84
Auslegung einer Zinsänderungsklausel
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Die Beklagte sollte lediglich berechtigt sein, den Vertragszinssatz den Marktveränderungen gemäß § 315 BGB anzupassen (BGHZ 97, 212, 217) [BGH 06.03.1986 - III ZR 195/84]; sie mußte dabei die vereinbarten Besonderheiten berücksichtigen und durfte die Zinskonditionen nicht in ihrem Grundgefüge zu ihren Gunsten verändern (vgl. Senatsurteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89 = WM 1991, 179, 182 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 340/89] a.E.; ferner OLG Köln NJW-RR 1992, 375, 376) [OLG Köln 31.10.1991 - 12 U 88/91].
- BGH, 10.07.1986 - III ZR 133/85
Ratenkredit - §§ 138 Abs. 1, 812 BGB, § 197 BGB <Fassung bis 31.12.01>, …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Auch der III. Zivilsenat (BGHZ 98, 174, 181 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85]; Urteil vom 7. Dezember 1989 - III ZR 270/88 = WM 1990, 134 [BGH 07.12.1989 - III ZR 270/88]) hat Ansprüche auf Rückzahlung rechtsgrundlos geleisteter Ratenkreditzinsen der kurzen Verjährung nach § 197 BGB nicht etwa deswegen unterworfen, weil sie den in der Vorschrift genannten Zinsansprüchen gleichzustellen seien; vielmehr ist nur die letzte Tatbestandsalternative "andere regelmäßig wiederkehrende Leistungen" für anwendbar erklärt worden. - BGH, 04.12.1990 - XI ZR 340/89
Sittenwidrigkeit eines Kontokorrentkredits mit variablen Zinssatz und festen …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Die Beklagte sollte lediglich berechtigt sein, den Vertragszinssatz den Marktveränderungen gemäß § 315 BGB anzupassen (BGHZ 97, 212, 217) [BGH 06.03.1986 - III ZR 195/84]; sie mußte dabei die vereinbarten Besonderheiten berücksichtigen und durfte die Zinskonditionen nicht in ihrem Grundgefüge zu ihren Gunsten verändern (vgl. Senatsurteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89 = WM 1991, 179, 182 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 340/89] a.E.; ferner OLG Köln NJW-RR 1992, 375, 376) [OLG Köln 31.10.1991 - 12 U 88/91]. - BGH, 23.10.1990 - XI ZR 313/89
Verwendung zuviel berechneter Zinsen bei einem Annuitätendarlehen; Nichtigkeit …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Daher hat der erkennende Senat die kurze Verjährung bei Bereicherungsansprüchen verneint, die sich ergeben, wenn für ein Annuitätendarlehen aufgrund einer nichtigen AGB-Klausel zu hohe Zinsen verlangt und gezahlt worden sind (BGHZ 112, 352). - BGH, 01.06.1989 - III ZR 219/87
Einbeziehung des Disagio in die Berechnung des effektiven Jahreszinses
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Die Verpflichtung des Darlehensnehmers zur Disagiozahlung wird vereinbarungsgemäß bei Kreditauszahlung sofort in vollem Umfang fällig und in diesem Zeitpunkt auch sogleich im Wege der Verrechnung voll erfüllt (vgl. BGHZ 111, 287, 294 [BGH 29.05.1990 - XI ZR 231/89]; BGH, Urteil vom 1. Juni 1989 - III ZR 219/87 = WM 1989, 1011, 1013 zu II 1 e). - BGH, 16.03.1993 - XI ZR 189/92
Möglichkeit des wirksamen formularmäßigen Aussschlusses der Rückzahlung eines …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Im übrigen hat der erkennende Senat inzwischen klargestellt, daß sich nach seiner Auffassung die Rechtslage, soweit es um einen Ausschluß des Anspruchs auf Rückzahlung eines nicht verbrauchten Disagios geht, durch das Außerkrafttreten des § 247 BGB a.F. nicht geändert hat (Senatsbeschluß vom 16. März 1993 - XI ZR 189/92, bisher nicht veröffentlicht, für BGHR vorgesehen). - OLG Köln, 31.10.1991 - 12 U 88/91
Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Die Beklagte sollte lediglich berechtigt sein, den Vertragszinssatz den Marktveränderungen gemäß § 315 BGB anzupassen (BGHZ 97, 212, 217) [BGH 06.03.1986 - III ZR 195/84]; sie mußte dabei die vereinbarten Besonderheiten berücksichtigen und durfte die Zinskonditionen nicht in ihrem Grundgefüge zu ihren Gunsten verändern (vgl. Senatsurteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89 = WM 1991, 179, 182 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 340/89] a.E.; ferner OLG Köln NJW-RR 1992, 375, 376) [OLG Köln 31.10.1991 - 12 U 88/91]. - OLG Hamm, 02.12.1992 - 31 U 165/92
Verjährung für den Bereicherungsanspruch eines Kreditnehmers auf Rückerstattung …
Auszug aus BGH, 12.10.1993 - XI ZR 11/93
Das Berufungsgericht hat in seinem Urteil (ZIP 1993, 587) zur Begründung der Klageabweisung ausgeführt: Es könne dahinstehen, ob die Kläger einen Anspruch auf Rückerstattung eines nicht verbrauchten Disagioanteils hätten.
- BGH, 21.04.2009 - XI ZR 78/08
BGH erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam
Aus diesem Grund ist auch ein berechtigtes Interesse der Kreditinstitute, ihre Kreditzinssätze den veränderlichen Gegebenheiten des Kapitalmarktes nicht nur bei Neuabschlüssen, sondern auch bei bestehenden Verträgen anzupassen, vom Bundesgerichtshof anerkannt worden (BGHZ 97, 212, 216; 118, 126, 131; BGH, Urteile vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 181, vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2005 und vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, WM 2000, 1141, 1142 f.; vgl. zum Passivgeschäft auch Senatsurteile BGHZ 158, 149, 156 und vom 10. Juni 2008 - XI ZR 211/07, WM 2008, 1493, Tz. 11).(1) Allerdings hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 6. März 1986 (BGHZ 97, 212, 217 f.; nachfolgend auch Senatsurteile BGHZ 118, 126, 131, vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 181 und vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2005) eine inhaltlich unbeschränkte Zinsanpassungsklausel im Aktivgeschäft von Banken nicht wegen Verstoßes gegen § 9 AGBG (jetzt § 307 BGB) für unwirksam erachtet, sondern diese im Wege ergänzender Vertragsauslegung einschränkend dahingehend ausgelegt, dass sie den darlehensgebenden Kreditinstituten Änderungen des Zinssatzes nicht schrankenlos, sondern nur nach Maßgabe der kapitalmarktbedingten Veränderungen ihrer Refinanzierungskonditionen gestatten und die Bank bei sinkendem Zinsniveau auch zur Herabsetzung des dem Kunden berechneten Zinssatzes verpflichten.
- BGH, 13.04.2010 - XI ZR 197/09
Zur Zinsberechnung in Prämiensparverträgen bei unwirksamer Zinsänderungsklausel
Nach diesem darf die Bank das Grundgefüge eines Vertragsverhältnisses durch die Zinsänderung nicht zu ihren Gunsten verändern, sondern muss insbesondere auch für den Kunden günstige Anpassungen vornehmen (vgl. Senat, BGHZ 180, 257, Tz. 32; Senatsurteile vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 182 und vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2004 f.). - BGH, 17.02.2004 - XI ZR 140/03
Zur Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen
Der Bundesgerichtshof hat allerdings bei Bankdarlehen inhaltlich unbeschränkte Zinsänderungsklauseln bisher einschränkend dahin ausgelegt, daß sie den darlehensgebenden Kreditinstituten Änderungen des Zinssatzes nur nach Maßgabe der kapitalmarktbedingten Veränderungen ihrer Refinanzierungskonditionen gestatten (BGHZ 97, 212, 217; Senatsurteile BGHZ 118, 126, 130 f. und vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 181 sowie vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2005; BGH, Urteil vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, WM 2000, 1141, 1142 f.).
- BGH, 29.04.2008 - KZR 2/07
Erdgassondervertrag
cc) Eine andere Beurteilung ist auch nicht deshalb geboten, weil der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 6. März 1986 und in Folgeentscheidungen eine hinsichtlich der Maßstäbe und Zeitpunkte einer Zinsänderung offene Zinsanpassungsklausel für wirksam erachtet hat (BGHZ 97, 212, 217 ff.; 118, 126, 130 f.; BGH, Urt. v. 12.10.1993 - XI ZR 11/93, NJW 1993, 3257, 3258). - BGH, 21.04.2009 - XI ZR 55/08
BGH erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam
Aus diesem Grund ist auch ein berechtigtes Interesse der Kreditinstitute, ihre Kreditzinssätze den veränderlichen Gegebenheiten des Kapitalmarktes nicht nur bei Neuabschlüssen, sondern auch bei bestehenden Verträgen anzupassen, vom Bundesgerichtshof anerkannt worden (BGHZ 97, 212, 216; 118, 126, 131; BGH, Urteile vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 181, vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2005 und vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, WM 2000, 1141, 1142 f.; vgl. zum Passivgeschäft auch Senatsurteile BGHZ 158, 149, 156 und vom 10. Juni 2008 - XI ZR 211/07, WM 2008, 1493, Tz. 11).Allerdings hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 6. März 1986 (BGHZ 97, 212, 217 f.; nachfolgend auch Senatsurteile BGHZ 118, 126, 131, vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 181 und vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2005) eine inhaltlich unbeschränkte Zinsanpassungsklausel im Aktivgeschäft von Banken nicht wegen Verstoßes gegen § 9 AGBG (jetzt § 307 BGB) für unwirksam erachtet, sondern diese im Wege ergänzender Vertragsauslegung einschränkend dahingehend ausgelegt, dass sie den darlehensgebenden Kreditinstituten Änderungen des Zinssatzes nicht schrankenlos, sondern nur nach Maßgabe der kapitalmarktbedingten Veränderungen ihrer Refinanzierungskonditionen gestatten und die Bank bei sinkendem Zinsniveau auch zur Herabsetzung des dem Kunden berechneten Zinssatzes verpflichten.
- BGH, 14.09.2004 - XI ZR 11/04
Rechtsfolgen der Ermäßigung des Zinssatzes wegen unvollständiger Angabe des …
Auch wenn die vereinbarten Einmalkosten nach dem Willen der Vertragsparteien den laufzeitabhängigen Zinsen zuzuordnen sind, hat das entgegen der Auffassung der Revision nicht zur Folge, daß der Anspruch auf Erstattung dieser Kosten in der kurzen Frist des § 197 BGB a.F. verjährt (ebenso zum Disagio: Senatsurteil vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003 f.).Sie verjähren nur dann ausnahmsweise gemäß § 197 BGB a.F. in vier Jahren, wenn sie "andere regelmäßig wiederkehrende Leistungen" im Sinne dieser Vorschrift zum Gegenstand haben (BGHZ 98, 174, 181; vgl. auch Senatsurteile vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2004 und vom 24. Oktober 2000 - XI ZR 273/99, WM 2000, 2423, 2426), also ihrer Natur nach auf Leistungen gerichtet sind, die nicht einmal, sondern in regelmäßiger zeitlicher Wiederkehr zu erbringen sind (Senatsurteil vom 24. Oktober 2000 - XI ZR 273/99, WM 2000, 2423, 2426 m.w.Nachw.).
Ansprüche auf Rückzahlung periodisch fällig werdender rechtsgrundlos geleisteter Zinsen erfüllen diese Voraussetzungen, weil im Zeitpunkt jeder ungerechtfertigten Zinszahlung ein sofort fälliger Rückzahlungsanspruch des Kreditnehmers entstanden ist; in diesem Fall ist auch der Bereicherungsanspruch seiner Natur nach auf Zahlungen gerichtet, die nicht einmal, sondern in regelmäßiger zeitlicher Wiederkehr zu erbringen sind (BGHZ 98, 174, 181 und Senatsurteil vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, aaO).
Anders ist es bei den hier vereinbarten Geldbeschaffungskosten und der Bearbeitungsgebühr, da die Verpflichtung der Darlehensnehmer zur Zahlung dieser Vergütungen vereinbarungsgemäß bei Kreditauszahlung sofort in vollem Umfang fällig und in diesem Zeitpunkt auch sogleich im Wege der Verrechnung voll erfüllt wurde (vgl. ebenso zum Disagio: Senatsurteile vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2004 und vom 4. April 2000 - XI ZR 200/99, WM 2000, 1243, 1244 m.w.Nachw.).
Eine Anwendung des § 197 BGB a.F. findet deshalb in Inhalt und Rechtsnatur dieses Anspruchs keine hinreichende Grundlage, so daß die regelmäßige Verjährungsfrist des § 195 BGB a.F. gilt (vgl. Senatsurteile vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2004 zum Disagio und vom 24. Oktober 2000 - XI ZR 273/99, WM 2000, 2423, 2426 zu Kapitalbeschaffungskosten).
- BGH, 27.02.2007 - XI ZR 56/06
Überprüfung der Zulassung der Verjährungseinrede im Revisionsverfahren; …
Dieser Beurteilung stehen die von der Revision angeführten Senatsurteile (BGHZ 112, 352, 355; Senatsurteil vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003) nicht entgegen, weil sie andere als die hier in Rede stehenden Leistungen der Darlehensnehmer betrafen. - BGH, 15.07.2014 - XI ZR 418/13
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflichtverletzung bei …
Er fällt aber - ähnlich wie ein Anspruch auf Verzugszinsen und der über die gesetzlichen Verzugszinsen hinausgehende Zinsanspruch (vgl. dazu Senatsurteil vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043 und Senatsbeschluss vom 2. März 1993 - XI ZR 133/92, WM 1993, 752) oder wie in regelmäßigen Abständen entstandene Bereicherungsansprüche auf Rückzahlung überzahlter Zinsen (vgl. dazu BGH, Urteile vom 10. Juli 1986 - III ZR 133/85, BGHZ 98, 174, 181, vom 23. Oktober 1990 - XI ZR 313/89, BGHZ 112, 352, 354 und vom 12. Oktober 1993 - XI ZR 11/93, WM 1993, 2003, 2004) oder auf Herausgabe von Zinsnutzungen aus einem Geldbetrag (vgl. dazu Senatsurteil vom 15. Februar 2000 - XI ZR 76/99, WM 2000, 811, 812) - deshalb in den Anwendungsbereich des § 197 BGB aF, weil er auf "regelmäßig wiederkehrende Leistungen" im Sinne dieser Vorschrift gerichtet ist. - BGH, 08.10.1996 - XI ZR 283/95
Pflicht des Darlehensgebers zur anteiligen Erstattung des Disagios bei …
Für seine Ansicht, als laufzeitabhängiger Zinsersatz könne das Disagio "daher bei vorzeitiger Vertragsbeendigung" vom Darlehensnehmer grundsätzlich nach § 812 BGB anteilig zurückverlangt werden, kann das Berufungsgericht zwar auf entsprechende Formulierungen in den Entscheidungen des Senats vom 29. Mai 1990 (XI ZR 231/89 - BGHZ 111, 287, 290), vom 12. Oktober 1993 (XI ZR 11/93 - WM 1993, 2003, 2004) und vom 16. November 1993 (XI ZR 7O/93 - WM 1994, 13) verweisen.Über solche Fälle hatte der Senat in den bereits angesprochenen Urteilen vom 29. Mai 1990 (XI ZR 231/89 - BGHZ 111, 287 ff.) und vom 12. Oktober 1993 (XI ZR 11/93 - WM 1993, 2003 ff.) zu entscheiden.
- BGH, 24.10.2000 - XI ZR 273/99
Rechtsberatung durch Inhaber einer Inkassoerlaubnis; gängige Klausel mit …
- BGH, 14.09.2004 - XI ZR 10/04
Rechtsfolgen der Ermäßigung des Zinssatzes wegen unvollständiger Angabe des …
- BGH, 08.02.1994 - XI ZR 77/93
Sittenwidrigkeit eines Gelegenheitsdarlehens
- BGH, 14.09.2004 - XI ZR 12/04
Rechtsfolgen der Ermäßigung des Zinssatzes wegen unvollständiger Angabe des …
- OLG Düsseldorf, 27.01.2016 - 14 U 180/14
Ansprüche eines Bankkunden wegen angeblich überhöhter Zinszahlungen
- OLG Düsseldorf, 27.01.2016 - 14 U 181/14
Abweisung der Klage auf Neuberechnung eines fällig gestellten Kontokorrents, da …
- BGH, 27.01.1998 - XI ZR 158/97
Erstattung des Disagio bei vorzeitiger Beendigung eines Annuitätendarlehens
- BGH, 15.02.2000 - XI ZR 76/99
Verjährung des Anspruchs auf Herausgabe von Zinsnutzungen
- LG Stuttgart, 19.09.2013 - 6 O 1/13
- BGH, 04.04.2000 - XI ZR 200/99
Anwendungsbereich des ermäßigten Zinssatzes nach VerbrKrG
- BGH, 27.05.2008 - XI ZR 409/06
Verjährung des Bereicherungsanspruchs des Darlehensnehmers bei vorzeitiger …
- OLG Düsseldorf, 06.11.2014 - 16 U 202/13
Anspruch eines Darlehensnehmers auf Rückzahlung von Verwaltungskostenbeiträgen …
- BGH, 06.06.2008 - V ZR 52/07
Einheitliche Verjährung eines Schadensersatzanspruchs wegen arglistiger Täuschung
- OLG Karlsruhe, 09.12.2003 - 8 U 149/03
Verbraucherkreditvertrag: Erforderliche Angaben zum Gesamtbetrag; …
- OLG Zweibrücken, 28.11.2005 - 7 U 149/04
Finanzierung des Beitritts zu einem Immobilienfonds durch einen unwirksamen …
- BFH, 20.10.1999 - X R 69/96
Vorkostenabzug und Disagio
- LG Düsseldorf, 21.11.2014 - 8 O 253/13
Preisanpassungsklausel ohne Begrenzung in Verträgen von Kreditinstituten …
- BGH, 24.04.2018 - XI ZR 335/17
Inhaltskontrolle bei Agio-Klausel in Bauspardarlehen
- BGH, 27.02.2007 - XI ZR 55/06
Überprüfung der Zulassung der Verjährungseinrede im Revisionsverfahren; …
- LG Mönchengladbach, 04.09.2013 - 2 S 48/13
Verjährung von Rückforderungsansprüchen von formularmäßig geforderten …
- LG Mönchengladbach, 16.07.2014 - 2 S 133/13
Belehrung für einen Ratenschutz-Lebensversicherungsvertrag richtet sich auch bei …
- BGH, 17.05.1994 - IX ZR 232/93
Umfang der Bürgenhaftung bei vorzeitiger Kündigung eines Darlehens mit …
- OLG München, 22.06.2006 - 19 U 1907/06
Banken müssen Kunden nicht auf unterlassene Angabe des effektiven Jahreszinses …
- BFH, 24.11.1999 - X R 144/96
Vorkostenabzug für Zinsbegrenzungsprämie
- OLG Düsseldorf, 17.07.2023 - 9 U 6/21
Ansprüche im Zusammenhang mit der Verbuchung von in Darlehensverträgen …
- BFH, 08.06.1994 - X R 26/92
Ein vereinbarungsgemäß vor Bezug der Wohnung geleistetes Damnum als Vorkosten …
- BGH, 11.07.1995 - XI ZR 28/95
Berechnung der anteiligen Erstattung eines Disagios wegen vorzeitiger …
- OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 15 U 122/01
Verjährung eines Anspruchs auf Zahlung von Bereitstellungszinsen
- OLG Düsseldorf, 26.04.2007 - 6 U 97/06
Anteiliger Rückerstattungsanspruch des Disagios bei vorzeitiger …
- OLG Dresden, 16.11.2010 - 5 U 17/10
- BFH, 08.06.1994 - X R 36/91
Kein Vorkostenabzug nach § 10 e Abs. 6 EStG für Damnum, das anteilig von einer …
- LG Mönchengladbach, 20.11.2013 - 2 S 77/13
Verjährung von Rückforderungsansprüchen von formularmäßig geforderten …
- OLG Hamm, 25.04.2017 - 19 U 138/16
- LG Mönchengladbach, 04.06.2014 - 2 S 115/13
Verjährung eines Anspruchs auf Rückzahlung der Bearbeitungsgebühr
- OLG Hamm, 19.09.2007 - 31 U 8/07
Verjährung von Rückforderungsansprüchen ggü. Darlehensgeber
- LG Hof, 27.08.2021 - 17 O 52/19
Nichtzulassungsbeschwerde, Feststellungsinteresse, Vorgerichtliche …
- LG Mönchengladbach, 24.04.2014 - 10 O 272/13
- OLG Dresden, 08.03.2007 - 9 U 953/05
- BFH, 01.04.1998 - X R 125/94
- OLG Stuttgart, 28.11.2017 - 6 U 290/16
Behandlung von Disagio nach Widerruf von Darlehensvertrag
- LG Mönchengladbach, 04.09.2013 - 2 S 55/13
Kein Hinausschieben des Verjährungsbeginns für Rückforderungsanspruch bei …
- OLG Frankfurt, 01.09.2010 - 23 U 164/09
Unwirksamkeit einer Zwischenfinanzierung
- FG Brandenburg, 18.09.1997 - 5 K 315/96
Erzielung negativer Einkünfte im Zusammenhang mit dem Erwerb eines …
- LG Mönchengladbach, 02.04.2014 - 2 S 154/13
Erstattung von formularmäßig vereinbarten Bearbeitungsgebühren in einem …
- OLG Köln, 14.11.2001 - 13 U 238/00
Verjährung von bereicherungsrechtlichen Ansprüchen wegen Überzahlungen im …
- AG Mönchengladbach, 25.11.2013 - 5 C 600/13
Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren aufgrund Abschlusses eines …
- OLG München, 21.06.2005 - 5 U 1531/05
- OLG Koblenz, 06.01.1995 - 10 U 573/94
Bereicherungsrechtlicher Erstattungsanspruch des Darlehensnehmers; …
- LG München II, 20.09.2007 - 9B O 6618/06
- LG Frankenthal, 03.11.2005 - 7 O 40/05
- OLG Stuttgart, 24.04.1996 - 9 U 278/95
Ansprüche der Bank bei vorzeitiger Darlehensrückzahlung
- LG Essen, 30.03.2006 - 6 O 158/05
- FG Köln, 23.01.2001 - 8 K 6758/95
Steuerliche Berücksichtigung eines Disagios; Abzug eines Damnums bei …
- FG Thüringen, 17.05.2000 - III 1274/99
Abfluss eines in einer Summe vertraglich vereinbarten Zinsbetrages
- AG Dortmund, 07.06.1995 - 136 C 4278/95
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Rechtsprechung
| BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Wolters Kluwer
Unzulässiger Preisnachlaß - Nichtigkeit - Rabatt - Rabattrechtswidrige Preisabsprache - Rechtsmißbrauch
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de
BGB §§ 134, 242 ; RabattG §§ 1, 2, 11
"Werbeagent"; Wirksamkeit eines rabattrechtlich unzulässigen Preisnachlasses; Anspruch des letzten Verbrauchers auf Erfüllung einer rabattwidrigen Preisabsprache - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Rabattgesetz; keine Einhaltung einer rechtswidrigen Preisabsprache
Papierfundstellen
- NJW 1994, 728
- MDR 1994, 677
- GRUR 1994, 527
- WM 1994, 518
- DB 1994, 726
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (12)
- BGH, 14.05.1952 - II ZR 256/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Der Nichtigkeitsgrund des § 134 BGB erfaßt deshalb nicht das Rechtsgeschäft, welches eine unzulässige Rabattgewährung enthält (allg. M.; vgl. OLG Nürnberg MDR 1976, 488 [OLG Nürnberg 16.12.1975 - 3 U 109/75];… Baumbach/Hefermehl aaO., § 12 RabattG Rdn. 5;… v. Gamm, Wettbewerbsrecht, 5. Aufl., § 134 Rdn. 137;… Michel/Weber/Gries, Das Rabattgesetz, § 1 Rdn. 54, Ordemann, WRP 1964, 231; Lafrenz, GRUR 1979, 89; vgl. auch zu einem Verstoß gegen die ZugabeVO: BGH, Urt. v. 14.5.1952 - II ZR 256/51, LM § 1 UWG Nr. 12; OLG München WRP 1958, 153).Die genannte Ansicht entbehrt der näheren Begründung und widerspricht dem Grundsatz, daß rechtswirksame vertragliche (Preis-)Absprachen einzuhalten sind (vgl. auch BGH, Urt. v. 14.5.1952 - II ZR 256/51, LM § 1 UWG Nr. 12 zum Verstoß gegen die ZugabeVO).
- BGH, 10.07.1991 - VIII ZR 296/90
Wirksamkeit der Abtretung einer ärztlichen Honorarforderung an eine …
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Der Nichtigkeitsgrund des Gesetzesverstoßes gemäß § 134 BGB setzt voraus, daß sich das gesetzliche Verbot gegen die Vornahme gerade dieses Rechtsgeschäfts richtet und beide Vertragsparteien als Verbotsadressaten anspricht (…BGH, Urt. v. 8.6.1983 - VIII ZR 77/82, NJW 1983, 2873 [BGH 08.06.1983 - VIII ZR 77/82]; BGHZ 115, 123, 125 [BGH 10.07.1991 - VIII ZR 296/90]; BGHZ 118, 142, 145). - BGH, 30.04.1992 - III ZR 151/91
Nichtigkeit des Prüfungsauftrages bei früherer Mitwirkung des Abschlußprüfers
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Der Nichtigkeitsgrund des Gesetzesverstoßes gemäß § 134 BGB setzt voraus, daß sich das gesetzliche Verbot gegen die Vornahme gerade dieses Rechtsgeschäfts richtet und beide Vertragsparteien als Verbotsadressaten anspricht (…BGH, Urt. v. 8.6.1983 - VIII ZR 77/82, NJW 1983, 2873 [BGH 08.06.1983 - VIII ZR 77/82]; BGHZ 115, 123, 125 [BGH 10.07.1991 - VIII ZR 296/90]; BGHZ 118, 142, 145).
- BGH, 08.06.1983 - VIII ZR 77/82
Wirksamkeit eines nur durch Verletzung von Einfuhrvorschriften erfüllbaren …
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Der Nichtigkeitsgrund des Gesetzesverstoßes gemäß § 134 BGB setzt voraus, daß sich das gesetzliche Verbot gegen die Vornahme gerade dieses Rechtsgeschäfts richtet und beide Vertragsparteien als Verbotsadressaten anspricht (BGH, Urt. v. 8.6.1983 - VIII ZR 77/82, NJW 1983, 2873 [BGH 08.06.1983 - VIII ZR 77/82]; BGHZ 115, 123, 125 [BGH 10.07.1991 - VIII ZR 296/90]; BGHZ 118, 142, 145). - BGH, 02.04.1992 - I ZR 131/90
Ortspreis - Sonderpreis; mehrere Preisnachlaßarten; Bestimmtheit der …
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Als letzter Verbraucher in der rabattrechtlichen Beurteilung ist der Abnehmer anzusehen, welcher die Ware oder gewerbliche Leistung zu eigenem Verbrauch oder Gebrauch erwirbt, ohne sie weiter umzusetzen (vgl. zuletzt BGHZ 118, 1, 4 [BGH 02.04.1992 - I ZR 131/90] - Ortspreis m.w.N.). - BGH, 20.02.1992 - I ZR 68/90
Rent-o-mat - Normalpreis
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Doch bedarf es für die Annahme eines zweiten Normalpreises besonderer sachlich rechtfertigender Umstände (…BGH, Urt. v. 2.12.1966 - Ib ZR 147/64, GRUR 1967, 371, 372 f. - BSW I;… Urt. v. 14.12.1988 - I ZR 131/86, GRUR 1989, 218, 219 = WRP 1989, 484, 485 - Werbeteam-Rabatt; BGHZ 117, 230, 232 f. - Rent-o-mat). - BGH, 26.10.1989 - I ZR 13/88
"Bonusring"; Rabattgewährung unter Mitwirkung eines Dritten
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Es sollen vielmehr im Interesse der Vermeidung verschleierter Preisgestaltung (BGH, Urt. v. 26.10.1989 - I ZR 13/88, GRUR 1993, 63, 64 = WRP 1990, 286 - Bonusring) bestimmte Erscheinungsformen der Preisgestaltung durch den Verkäufer unterbunden werden. - BGH, 01.06.1989 - I ZR 81/87
"Mitarbeitervertretung"; Wettbewerbsförderungsabsicht bei Aufforderung zu einer …
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Der letzte Verbraucher als Nutznießer der unzulässigen Rabattgewährung wird durch das gesetzliche Verbot aber nicht angesprochen (BGH, Urt. v. 1.6.1989 - I ZR 81/87, GRUR 1989, 773 f. = WRP 19898, 657 - Mitarbeitervertretung). - BGH, 09.04.1970 - KRB 2/69
Vergütung der Werbeagenturen
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Danach ist der Werbeagent verpflichtet, die Veröffentlichung der Werbeanzeige im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vermitteln (BGHZ 53, 393 i.V. mit BGHSt 23, 246 ff. = GRUR 1970, 572, 573 = WRP 1970, 269, 270 - context;… Fikentscher aaO S. 28, Wild aaO S. 239). - BGH, 14.12.1988 - I ZR 131/86
"Werbeteam-Rabatt"; Unzulässigkeit eines Rabatts wegen Gegenleistungen des …
Auszug aus BGH, 11.11.1993 - I ZR 225/91
Doch bedarf es für die Annahme eines zweiten Normalpreises besonderer sachlich rechtfertigender Umstände (…BGH, Urt. v. 2.12.1966 - Ib ZR 147/64, GRUR 1967, 371, 372 f. - BSW I; Urt. v. 14.12.1988 - I ZR 131/86, GRUR 1989, 218, 219 = WRP 1989, 484, 485 - Werbeteam-Rabatt; BGHZ 117, 230, 232 f. - Rent-o-mat). - BGH, 02.12.1966 - Ib ZR 147/64
Vorliegen von Voraussetzungen für eine Vergünstigung bei Nichtidentität von …
- OLG Nürnberg, 16.12.1975 - 3 U 109/75
- BAG, 04.06.2008 - 4 AZR 419/07
Blitzwechsel" eines Arbeitgebers von einer Voll- in eine OT-Mitgliedschaft
Diese Norm ist sowohl anwendbar, wenn der Inhalt eines Rechtsgeschäfts verbotswidrig ist (…Staudinger/Sack BGB 2003 § 134 Rn. 1), als auch dann, wenn ein Rechtsgeschäft zwar nicht wegen seines Inhalts, wohl aber wegen der besonderen Umstände der Vornahme gegen ein Gesetz verstößt, das aus diesen Gründen die Existenz des betreffenden Rechtsgeschäfts missbilligt (BGH 1. Juni 1966 - VIII ZR 65/64 - BGHZ 46, 24, 25; BGH 11. November 1993 - I ZR 225/91 - NJW 1994, 728, 729;… Staudinger/Sack § 134 Rn. 2). - BGH, 14.05.1998 - I ZR 10/96
Co-Verlagsvereinbarung
Gemäß § 134 BGB können Verträge nichtig sein, die zur Begehung unlauteren Wettbewerbs verpflichten (vgl. BGHZ 110, 156, 175 - HBV-Familien- und Wohnungsrechtsschutz; OLG Stuttgart NJW-RR 1997, 236, 237;… BGB-RGRK/Krüger-Nieland/Zöller, 12. Aufl., § 134 Rdn. 298; vgl. auch BGHZ 37, 258, 261 f. - zur Nichtigkeit bei einem Verstoß gegen das RBerG; BGH, Urt. v. 11.11.1993 - I ZR 225/91, GRUR 1994, 527, 529 = WRP 1994, 169 - Werbeagent - zur Frage der Nichtigkeit einer rabattrechtswidrigen Preisvereinbarung). - BAG, 04.06.2008 - 4 AZR 316/07
Blitzwechsel" eines Arbeitgebers von einer Voll- in eine OT-Mitgliedschaft …
Diese Norm ist sowohl anwendbar, wenn der Inhalt eines Rechtsgeschäfts verbotswidrig ist (…Staudinger/Sack BGB 2003 § 134 Rn. 1), als auch dann, wenn ein Rechtsgeschäft zwar nicht wegen seines Inhalts, wohl aber wegen der besonderen Umstände der Vornahme gegen ein Gesetz verstößt, das aus diesen Gründen die Existenz des betreffenden Rechtsgeschäfts missbilligt (BGH 1. Juni 1996 - VIII ZR 65/64 - BGHZ 46, 24, 25; BGH 11. November 1993 - I ZR 225/91 - NJW 1994, 728, 729;… Staudinger/Sack § 134 Rn. 2).
- OLG München, 12.10.2000 - 29 U 3680/00
Wettbewerbsrecht und gewerblicher Rechtsschutz
Der Begriff der Sittenwidrigkeit in § 1 UWG deckt sich nicht mit dem Begriff des Gesetzesverstoßes in § 134 BGB bzw. der Sittenwidrigkeit im Sinne von § 138 BGB (vgl. BGH GRUR 1990, 522, 528 - HBV Familien- und Wohnungsrechtsschutz; GRUR 1994, 527 - Werbeagent; NJW 1998, 2531 - Co-Verlagsvereinbarung). - BGH, 07.07.1994 - I ZR 69/92
Gewährung unzulässiger Rabatte/Rabattkumulierung in der Preislistengestaltung …
Dieser - von der Revision auch nicht angegriffene - Ausgangspunkt ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden (vgl. BGHZ 118, 1, 3 f. [BGH 02.04.1992 - I ZR 131/90] - Ortspreis; BGH, Urt. v. 11.11.1993 - I ZR 225/91, WRP 1994, 169, 170 - Werbeagent).Die in Rede stehenden tatsächlichen Verhältnisse sind - worauf die Parteien in der mündlichen Verhandlung vor dem Revisionsgericht hingewiesen worden sind - offenkundig (…vgl. Fikentscher, Die Preislistentreue im Recht der Werbeagenturen, 1968, S. 31; BKartA, Schreiben v. 06.04.1962, GRUR 1962, 486, 487 - Preislistentreue;… BGHZ a.a.O. - Ortspreis; vgl. BGH, Urt. v. 11.11.1993 - I ZR 225/91 a.a.O. - Werbeagent).
- OLG Karlsruhe, 25.06.1997 - 6 U 37/97
Durchführung einer Ausschreibung; Wirksamkeit eines, mit einem Konkurrenten …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - LSG Mecklenburg-Vorpommern, 08.10.1997 - L 1a Ka 5/96
Ermittlung der Kopfpauschale; Unvereinbarkeit der Nichtigkeitsfolge mit Treu und …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - LG Hamburg, 14.08.1996 - 315 O 288/96
Bewerbung des Anzeigenangebots eines Supplement-Magazins; Sonder-Beilage zur …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Karlsruhe, 03.02.1997 - 6 W 9/97
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung auf Unterlassen der Vermietung …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar
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