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Rechtsprechung
   OLG Oldenburg, 06.07.2012 - 14 WF 72/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,35249
OLG Oldenburg, 06.07.2012 - 14 WF 72/12 (https://dejure.org/2012,35249)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 06.07.2012 - 14 WF 72/12 (https://dejure.org/2012,35249)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 06. Juli 2012 - 14 WF 72/12 (https://dejure.org/2012,35249)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • FamRZ 2013, 649
 
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Wird zitiert von ... (9)

  • OLG Karlsruhe, 08.01.2025 - 18 WF 168/24

    Rechtsanwaltszwang für eine sofortige Beschwerde gegen eine Zwangsgeldfestsetzung

    Für die sofortige Beschwerde gegen den Beschluss über die Anordnung von Zwangsmitteln besteht kein Rechtsanwaltszwang, weil das von der Folgesache Versorgungsausgleich unabhängige Zwangsmittelverfahren nach § 35 FamFG ein eigenständiges, dem Bereich der Vollstreckung zuzurechnendes Zwischenverfahren darstellt, in dem kein Rechtsanwaltszwang besteht (Anschluss OLG Oldenburg, Beschluss vom 06. Juli 2012 - 14 WF 72/12; OLG Brandenburg, Beschluss vom 02. April 2014 - 10 WF 29/14; entgegen OLG Rostock, Beschluss vom 25. März 2024 - 11 WF 21/24; OLG Frankfurt, Beschluss vom 28. März 2023 - 6 WF 27/23; OLG Bamberg, Beschluss vom 15. Juli 2021 - 2 WF 1/21; OLG Brandenburg, Beschluss vom 12. Januar 2017 - 15 WF 243/16).

    Da der Anwaltszwang nur über den Scheidungsverbund vermittelt wird (§ 114 Abs. 1 FamFG), besteht für das von der Folgesache Versorgungsausgleich unabhängige Zwangsmittelverfahren kein Rechtsanwaltszwang (OLG Oldenburg vom 06.07.2012 - 14 WF 72/12, juris Rn. 5;… OLG Brandenburg vom 02.04.2014 - 10 WF 29/14, juris Rn. 1;… Sternal/Jokisch, FamFG, 21. Auflage 2023, § 35 Rn. 49;… Prütting/Helms/Hammer, FamFG, 6. Auflage 2023, § 35 Rn. 24;… Johannsen/Henrich/Althammer/Jokisch, Familienrecht, 7. Auflage 2020, § 35 FamFG Rn. 30;… Zöller/Feskorn, a.a.O., § 35 FamFG Rn. 10;… zum alten Recht s. auch BGH vom 17.09.1980 - IVb ZB 565/80, juris Rn. 4;… a.A. OLG Rostock vom 25.03.2024 - 11 WF 21/24 Rn. 12 ff. m. Anm. Streicher FamRZ 2024, 1312 und Anm. Maaß NZFam 2024, 707;… OLG Frankfurt vom 28.03.2023 - 6 WF 27/23, juris Rn. 8 ff.;… OLG Bamberg vom 15.07.2021 - 2 WF 1/21, juris Rn. 12 ff.;… OLG Brandenburg vom 12.01.2017 - 15 WF 243/16, Rn. 3 ff.;… MünchKomm/Ulrici, FamFG, 4. Auflage 2025, § 35 Rn. 25).

    Soweit zur Durchsetzung dieser persönlichen Mitwirkungspflicht ein Zwangsgeld festgesetzt wird, kann sich der Beteiligte gegen dieses persönlich ohne anwaltliche Vertretung zur Wehr setzen (OLG Oldenburg vom 06.07.2012 - 14 WF 72/12, juris Rn. 5).

  • OLG Frankfurt, 28.03.2023 - 6 WF 27/23

    Anwaltszwang für Beschwerde gegen Zwangsgeld

    Nach einer Ansicht besteht kein Anwaltszwang, wenn sich das Rechtsmittel gegen einen Beschluss nach § 35 FamFG zur Durchsetzung der Mitwirkungspflichten nach § 220 Abs. 3 FamFG in einem Versorgungsausgleichsverfahren als Folgesache im Scheidungsverbund richtet (OLG Oldenburg, Beschluss vom 06.07.2012 - 14 WF 72/12 -, FamRZ 2013, 649; OLG Brandenburg, MDR 2014, 1092;… Johannsen/Henrich/Althammer/Jokisch, Familienrecht, 7. Auflage 2020, § 35 FamFG Rn. 30;… Prütting/Helms/Hammer, 6. Auflage 2023, § 35 FamFG Rn. 24;… Zöller/Feskorn, Zivilprozessordnung, 34. Auflage 2022, § 35 FamFG Rn. 10;… Sternal/Jokisch, FamFG, 21. Auflage 2023, § 35 FamFG Rn. 49), weil das Zwangsgeldverfahren der Durchsetzung persönlicher Mitwirkungspflichten diene (…OLG Oldenburg, a. a. O.) und deshalb ein von der Folgesache unabhängiges Verfahren sei (…Johannsen/Henrich/Althammer/Jokisch, a. a. O., Rn. 30).

    Nach der Gegenansicht besteht im Verfahren der sofortigen Beschwerde gegen die Verhängung eines Zwangsgelds in der Folgesache Versorgungsausgleich Anwaltszwang (OLG Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2017 - 15 WF 243/16 -, FamRZ 2017, 983; OLG Bamberg, Beschluss vom 15.07.2021 - 2 WF 1/21 -, BeckRS 2021, 21835;… BeckOK FamFG/Burschel/Perleberg-Kölbel, 45. Edition, Stand: 01.01.2023, § 35 FamFG Rn. 32 a;… MüKoFamFG/Ulrici, 3. Auflage 2018, § 35 FamFG Rn. 25; Breuers NZFam 2021, 841; Griesche, FamFR 2012, 495), weil Ehegatten sich in Ehe- und Folgesachen vor dem Familiengericht und dem Oberlandesgericht nach §§ 114 Abs. 1, 137 Abs. 2 Nr. 1 FamFG anwaltlich vertreten lassen müssten und hiervon für die Einlegung der sofortigen Beschwerde weder aus § 114 Abs. 4 Nr. 7 FamFG noch aus § 35 Abs. 5 FamFG, 569 Abs. 3 ZPO eine Ausnahme zu entnehmen sei (…OLG Bamberg, a. a. O.).

    Es dient zudem dazu, Lücken und Unklarheiten im Sachvortrag der Beteiligten durch ein persönliches Gespräch aufzuklären, während das Zwangsmittel eine Mitwirkungspflicht im Verfahren durchsetzen soll (Griesche, FamFR 2012, 495).

  • OLG Brandenburg, 12.01.2017 - 15 WF 243/16

    Versorgungsausgleichsverfahren: Anwaltszwang für eine sofortige Beschwerde gegen …

    Rn. 4 Allerdings wird sowohl in der Rechtsprechung (OLG Oldenburg, FamRZ 2013, 649, OLG Brandenburg - 2. FamS -, MDR 2014, 1092) als auch in der Literatur (…Keidel/Büte, FamFG, 18. Aufl., § 35, Rn. 20;… Götsche/Rehbein/Breuers, Versorgungsausgleichsrecht, 2. Aufl., § 220 FamFG, Rn. 23) die Auffassung vertreten, für die Einlegung eines Rechtsmittels durch einen der beteiligten Ehegatten gegen die Festsetzung eines Zwangsgeldes wegen unterbliebener Mitwirkung im Verfahren über die Folgesache Versorgungsausgleich bestehe ausnahmsweise in analoger Anwendung des § 569 Abs. 3 Nr. 3 ZPO kein Anwaltszwang.

    Mithin kommt es nicht darauf an, dass § 35 Abs. 5 FamFG ausdrücklich die sofortige Beschwerde gem. § 567 ff. ZPO als statthaftes Rechtsmittel bezeichnet und nicht, wie § 141 Abs. 3 ZPO, lediglich auf die für Zeugen geltenden Vorschriften verweist oder dass sich das Zwangsgeld gem. § 35 FamFG sowohl nach seinem rechtlichen Charakter als auch seiner Zielrichtung vom Ordnungsgeld gem. §§ 141 Abs. 3 i.V.m. 380 Abs. 3 ZPO deutlich unterscheidet (vgl. Griesche, FamFR 2012, 495).

  • OLG Rostock, 25.03.2024 - 11 WF 21/24

    Anwaltszwang für die Einlegung der sofortigen Beschwerde gegen die Anordnung von …

    Rn. 11 Ob für die Einlegung der sofortigen Beschwerde nach § 35 Abs. 5 FamFG Anwaltszwang herrscht, ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten (bejahend OLG Frankfurt…, Beschluss vom 28. März 2023 - 6 WF 27/23 -, Rn. 9, juris; OLG Bamberg…, Beschluss vom 15. Juli 2021 - 2 WF 1/21 -, Rn. 12, juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 12. Januar 2017 - 15 WF 243/16 -, Rn. 3, juris; verneinend OLG Oldenburg (Oldenburg), Beschluss vom 6. Juli 2012 - 14 WF 72/12 -, Rn. 5, juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 2. April 2014 - 10 WF 29/14 -, Rn. 1, juris;… Feskorn in: Zöller, Zivilprozessordnung, 35. Auflage 2024, § 35 FamFG Rn. 10;… Jokisch in: Sternal, FamFG, 21. Aufl., § 35 Rn. 49).

    Dort kann das Ordnungsgeld nach den §§ 141 Abs. 3 ZPO, 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG "wie gegen einen im Vernehmungstermin nicht erschienenen Zeugen" festgesetzt und dieses dann eben auch wie von einem Zeugen nach § 380 Abs. 3 ZPO - und damit wegen des "Umwegs" über die Zeugenvorschriften entsprechend § 569 Abs. 3 Nr. 3 ZPO ohne Anwalt (dazu OLG Oldenburg (Oldenburg), Beschluss vom 6. Juli 2012 - 14 WF 72/12 -, Rn. 6, juris m.w.N.;… Greger in: Zöller, Zivilprozessordnung, 35. Auflage 2024, § 141 ZPO, Rn. 15) - angefochten werden.

  • OLG Bamberg, 15.07.2021 - 2 WF 1/21

    Anwaltszwang im Zwangsmittelverfahren in der Folgesache Versorgungsausgleich

    So wird ausgeführt, dass es sich bei der Erzwingung einer persönlichen Mitwirkungshandlung nach §§ 220, 35 FamFG um ein selbständig zu betrachtendes Verfahren und nicht um einen Teil des Verbundverfahrens handele, da hierfür auch nach der Aktenordnung eine gesonderte Unterakte anzulegen sei (OLG Oldenburg, 06.07.2012, 14 WF 72/12, FamRZ 2013, 649;… Feskorn in Zöller, ZPO, 33. Auflage 2020, § 35 FamFG Rn 10 und Götsche in Götsche/Rehbein/Breuers, Versorgungausgleichsrecht, 3. Aufl. 2018, § 220 FamFG Rn 23 jeweils unter Bezugnahme auf diese Entscheidung des OLG Oldenburg).
  • OLG Frankfurt, 28.07.2026 - 5 WF 100/26

    Anwaltszwang für sofortige Beschwerde nach § 35 Abs. 5 FamFG

    v. Meyer-Wehage; OLG Brandenburg, Beschluss vom 2. April 2014 - 10 WF 29/14 BeckRS 2014, 18258; OLG Oldenburg, Beschluss vom 6. Juli 2012 - 14 WF 72/12, FamFR 2012, 495 bespr.
  • OLG Nürnberg, 09.04.2026 - 7 WF 278/26

    Zwangsgeldbeschluss, Anwaltszwang, Versorgungsausgleich, Mitwirkungspflicht, …

    Rn. 8 Ob für die Einlegung der sofortigen Beschwerde nach § 35 Abs. 5 FamFG Anwaltszwang herrscht, ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten (…bejahend OLG Rostock, NZFam 2024, 707 Rn. 12;… OLG Frankfurt FamRZ 2024, 201 Rn. 9;… OLG Bamberg FamRZ 2021, 1815 Rn. 1;… Brandenburgisches Oberlandesgericht, FamRZ 2017, 983 Rn. 3;… Ulrici in: Münchner Kommentar zum FamFG, 4. Auflage, § 35 Rn.: 25;… verneinend OLG Karlsruhe FamRZ 2025, 707 Rn. 20; OLG Oldenburg (Oldenburg), FamRZ 2013, 649 Rn. 5;… Brandenburgisches Oberlandesgericht MDR 2014, 1092 Rn. 1;… Feskorn in: Zöller, ZPO, 36. Auflage, § 35 FamFG Rn. 10;… Jokisch in: Sternal, FamFG, 22. Auflage, § 35 Rn. 49).
  • OLG Frankfurt, 13.08.2013 - 4 UF 178/13

    Anwaltszwang in Folgesachen aus dem Bereich nichtstreitiger Familiensachen beim …

    Nach § 64 II 2 FamFG kann die Beschwerde nun jenseits von Ehe- und Familienstreitsachen durch Einreichung einer Beschwerdeschrift oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle eingelegt werden, so dass entgegen § 114 I FamFG für Beschwerdeverfahren betreffend die Folgesache Versorgungsausgleich kein Anwaltszwang besteht (offenlassend OLG Oldenburg FamRZ 2013, 649-650; a.A. OLG Köln FGPrax 2013, 137-138; OLG Hamm FamFR 2011, 130).
  • OLG Frankfurt, 30.06.2021 - 7 WF 96/21

    Angabe "in pp." für Zwangsvollstreckung nicht ausreichend

    Die sofortige Beschwerde ist gemäß § 35 Abs. 5 FamFG in Verbindung mit § 567 Abs. 1 Nr. 1 ZPO statthaft und auch im Übrigen zulässig, sie ist insbesondere binnen der Notfrist von zwei Wochen nach Zustellung der angefochtenen Entscheidung (§ 569 Abs. 1 S. 1 ZPO) eingelegt worden, und die Antragsgegnerin ist für das vorliegende Zwangsmittelverfahren ungeachtet des in dem Scheidungsverfahren geltenden Anwaltszwangs postulationsfähig (vgl. OLG Brandenburg, MDR 2014, 1092 f.; OLG Oldenburg, FamRZ 2013, 649 f., Prütting/Helms-Hammer, FamFG, 4. Auflage 2018, § 35 Rdnr. 24;… Zöller-Feskorn, ZPO, 33. Auflage 2020, § 35 FamFG Rdnr. 10; a.A.: OLG Brandenburg, FamRZ 2017, 983 f.).
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