Rechtsprechung
| BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Deutsches Notarinstitut
BGB § 130 Abs. 1; BeurkG § 47
Wirksamwerden empfangsbedürftiger formgebundener Willenserkärungen unter Abwesenden - Wolters Kluwer
Empfangsbedürftige Willenserklärung gegenüber Abwesenden - Notarielle Beurkundung - Zeitpunkt der Wirksamkeit - Vereinbarung über wirksamen Zugang
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 130 Abs. 1; BeurkG § 47
Wirksamkeit einer empfangsbedürftigen, notariell beurkundeten Willenserklärung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Vereinbarungen über den Zugang
Papierfundstellen
- BGHZ 130, 71
- NJW 1995, 2217
- ZIP 1995, 1089
- MDR 1995, 1108
- DNotZ 1996, 967
- VersR 1996, 344
- WM 1995, 1547
- BB 1995, 1559
- DB 1995, 2467
- JR 1996, 149
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (7)
- BGH, 28.09.1959 - III ZR 112/58
Widerruf gemeinschaftlichen Testaments. Notarhaftung
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Eine empfangsbedürftige, einem Abwesenden gegenüber abgegebene Willenserklärung, die der notariellen Beurkundung bedarf, wird wirksam, wenn dem Erklärungsempfänger eine Ausfertigung der Notarurkunde zugeht (Fortführung von BGHZ 31, 5 [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58] = VersR 59, 1005; 36, 201 und 48, 374).Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Wirksamwerden von Rechtsgeschäften, die der notariellen Beurkundung bedürfen (BGHZ 31, 5, 6 f [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; BGHZ 36, 201, 204 f; BGHZ 48, 374, 377 f [BGH 19.10.1967 - III ZB 18/67]; Urteil vom 22. Januar 1981 - IVa ZR 97/80, NJW 1981, 2299 = WM 1981, 313 unter III 2; vgl. zuletzt auch (zur Schriftform bei der Bürgschaft) BGHZ 121, 224, 228 f), der sich der Senat auch für die Anwendungsfälle des § 15 Abs. 4 GmbHG anschließt.
Es fehlt mithin nicht an der gesetzlichen Form der Willenserklärung, sondern an ihrem ordnungsgemäßen Zugang gemäß §§ 130 Abs. 1 oder 132 Abs. 1 BGB beim Kläger (vgl. BGHZ 31, 5, 12) [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58].
- BGH, 14.12.1961 - V ZB 20/61
Widerruf eines gemeinschaftlichen Testaments
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Wirksamwerden von Rechtsgeschäften, die der notariellen Beurkundung bedürfen (BGHZ 31, 5, 6 f [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; BGHZ 36, 201, 204 f; BGHZ 48, 374, 377 f [BGH 19.10.1967 - III ZB 18/67]; Urteil vom 22. Januar 1981 - IVa ZR 97/80, NJW 1981, 2299 = WM 1981, 313 unter III 2; vgl. zuletzt auch (zur Schriftform bei der Bürgschaft) BGHZ 121, 224, 228 f), der sich der Senat auch für die Anwendungsfälle des § 15 Abs. 4 GmbHG anschließt.Auch der auf diese Entscheidung gestützte Hinweis der Revision auf die Vorschrift des § 170 ZPO, die wegen der Verweisung in § 132 BGB anwendbar ist, geht fehl, da diese Vorschrift nur das Verfahren der Zustellung, nicht aber die materiell-rechtliche Frage, in welcher Form eine Urkunde zuzustellen ist, regelt (BGHZ 36, 201, 206 f;… ebenso Soergel-Hefermehl, BGB, 12. Aufl., § 132 Rdnr. 2).
Ebenso unbehelflich ist der Hinweis der Revision auf die Zustellungsvorschrift des § 187 ZPO; diese prozessrechtliche Bestimmung ist auf die hier zu beantwortende materiell-rechtliche Frage nach dem richtigen Zustellungsgegenstand ohne Einfluß (BGHZ 36, 201, 207).
- BGH, 28.01.1993 - IX ZR 259/91
Formwidrigkeit der Telefax-Bürgschaftserklärung
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Wirksamwerden von Rechtsgeschäften, die der notariellen Beurkundung bedürfen (BGHZ 31, 5, 6 f [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; BGHZ 36, 201, 204 f; BGHZ 48, 374, 377 f [BGH 19.10.1967 - III ZB 18/67]; Urteil vom 22. Januar 1981 - IVa ZR 97/80, NJW 1981, 2299 = WM 1981, 313 unter III 2; vgl. zuletzt auch (zur Schriftform bei der Bürgschaft) BGHZ 121, 224, 228 f), der sich der Senat auch für die Anwendungsfälle des § 15 Abs. 4 GmbHG anschließt.Generell kann ein Formmangel - um einer Aushöhlung der Formvorschriften des bürgerlichen Rechts vorzubeugen - nur ausnahmsweise wegen unzulässiger Rechtsausübung unbeachtlich sein (BGHZ 121, 224, 233 m.w.Nachw.).
- BGH, 22.01.1981 - IVa ZR 97/80
Setzt Rücktritt vom Erbvertrag Abmahnung voraus?
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Wirksamwerden von Rechtsgeschäften, die der notariellen Beurkundung bedürfen (BGHZ 31, 5, 6 f [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; BGHZ 36, 201, 204 f; BGHZ 48, 374, 377 f [BGH 19.10.1967 - III ZB 18/67]; Urteil vom 22. Januar 1981 - IVa ZR 97/80, NJW 1981, 2299 = WM 1981, 313 unter III 2; vgl. zuletzt auch (zur Schriftform bei der Bürgschaft) BGHZ 121, 224, 228 f), der sich der Senat auch für die Anwendungsfälle des § 15 Abs. 4 GmbHG anschließt. - BGH, 19.10.1967 - III ZB 18/67
Widerruf von letztwilligen wechselbezüglichen Verfügungen
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Wirksamwerden von Rechtsgeschäften, die der notariellen Beurkundung bedürfen (BGHZ 31, 5, 6 f [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; BGHZ 36, 201, 204 f; BGHZ 48, 374, 377 f [BGH 19.10.1967 - III ZB 18/67]; Urteil vom 22. Januar 1981 - IVa ZR 97/80, NJW 1981, 2299 = WM 1981, 313 unter III 2; vgl. zuletzt auch (zur Schriftform bei der Bürgschaft) BGHZ 121, 224, 228 f), der sich der Senat auch für die Anwendungsfälle des § 15 Abs. 4 GmbHG anschließt. - BGH, 25.01.1967 - VIII ZR 173/64
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Unbehelflich ist der hiergegen gerichtete Hinweis der Revision auf das Senatsurteil vom 25. Januar 1967 (VIII ZR 173/64 = NJW 67, 823 ff). - RG, 23.02.1924 - V 400/23
1. Kann eine Vormerkung zugunsten des Anspruchs auf Auflassung eines Grundstücks …
Auszug aus BGH, 07.06.1995 - VIII ZR 125/94
Durch eine entsprechende Vereinbarung können nämlich abweichend von den gesetzlichen Vorschriften (§§ 130, 132 BGB) Zugangserleichterungen vereinbart werden (RGZ 108, 91, 96 f;… Staudinger-Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 130 Rdnr. 18;… Erman/Brox, BGB, 9. Aufl., § 130 Rdnr. 26;… BGB-RGRK/Krüger-Nieland, 12. Aufl., § 130 Rdnr. 28).
- BGH, 19.04.1999 - II ZR 365/97
Formbedürftigkeit eines Treuhandvertrages hinsichtlich eines …
Anders als die im wesentlichen dem Schutz vor Übereilung dienende Vorschrift des § 313 BGB zielt § 15 Abs. 4 GmbHG - wie der Bundesgerichtshof im Anschluß an die gefestigte Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederholt ausgesprochen hat (vgl. BGHZ 13, 49, 51 f.;BGHZ 19, 69, 71; BGHZ 75, 352, 353; BGHZ 130, 71, 74) - nicht nur darauf ab, den im Hinblick auf § 16 GmbHG besonders wichtigen Beweis der Anteilsinhaberschaft zu gewährleisten, sondern soll auch vereiteln, daß GmbH-Geschäftsanteile Gegenstand des freien Handelsverkehrs werden. - BGH, 19.05.2010 - IV ZR 14/08
Heilung eines Zustellungsmangels bei Zustellung eines im Amtsbetrieb …
Damit soll im Interesse der Rechtssicherheit wie auch der Prozesswirtschaftlichkeit der Nachweis der Tatsache und des Zeitpunkts des Zugangs sichergestellt werden (vgl. BGHZ 130, 71, 74;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann aaO Rdn. 2), wobei der Formalismus bei der Zustellung in Grenzen gehalten werden soll (…Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann aaO m.w.N.). - BGH, 26.02.2015 - IX ZR 174/13
Insolvenzmassebestandteil: Annahme eines Abtretungsangebots für ehemals …
Ist die notarielle Beurkundung vorgeschrieben, muss der Empfänger eine Ausfertigung erhalten, die gemäß § 47 BeurkG die notarielle Urkunde im Rechtsverkehr vertritt (BGH, Urteil vom 7. Juni 1995 - VIII ZR 125/94, BGHZ 130, 71, 73;… vom 10. Juli 2013 - IV ZR 224/12, BGHZ 198, 32 Rn. 25;… RGRK/Krüger-Nieland, aaO;… MünchKomm-BGB/Einsele, aaO Rn. 21;… Erman/Arnold, aaO Rn. 19; krit. Kanzleiter, DNotZ 1996, 931).Abweichend von den gesetzlichen Vorschriften können Zugangserleichterungen vereinbart werden (BGH, Urteil vom 7. Juni 1995, aaO S. 75).
- OLG Köln, 29.11.2005 - 22 U 105/05
Genügt Fax der Schriftform bei Ausübung einer Verlängerunsoption?
Zwar können die Mietvertragsparteien für formbedürftige Erklärungen Zugangserleichterungen vereinbaren (BGH, NJW 1995, 2217). - OLG Bremen, 28.03.2018 - 1 U 63/17
Zustandekommen eines Vertrages bei Erklärung der Annahme gegenüber dem Gericht
- OLG Düsseldorf, 19.09.2018 - 3 Kart 113/17
Wirksamkeit der ausschließlich per Telefax übermittelten Verzichtserklärung gemäß …
Wohl aber können die Beteiligten grundsätzlich die gesetzlichen Zugangsvorschriften rechtsgeschäftlich abbedingen (BGH, Urteil v. 07.06.1995, VIII ZR 125/94, Rn. 13, juris;… Hertel in: Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2017, § 126, Rn. 165, juris;… Palandt-Ellenberger, 75. Auflage 2016, § 126 Rn. 12;… Arnold in: Erman, BGB, 15. Auflage 2017, § 130 BGB, Rn. 19, beck-online). - OLG Celle, 05.06.2024 - 6 W 56/24
Erfordernis des Zugangs einer Ausfertigung der Notarkurkunde auch für den …
Zur Wirksamkeit einer empfangsbedürftigen, einem Abwesenden gegenüber abgegebenen Willenserklärung, die der notariellen Beurkundung bedarf, ist der Zugang einer Ausfertigung der Notarkurkunde erforderlich (BGH, Urteil vom 7. Juni 1995 zu VIII ZR 125/94 = NJW 1995, 2217, zitiert nach juris); das gilt auch für den Widerruf einer wechselbezüglichen Verfügung in einem gemeinschaftlichen Testament (BGH, Beschluss vom 19. Oktober 1967 zu III ZB 18/67= BGHZ 48, 374 -385, zitiert nach juris).bb) Wie das Amtsgericht zutreffend ausgeführt hat, bedarf es zur Wirksamkeit einer empfangsbedürftigen, einem Abwesenden gegenüber abgegebenen Willenserklärung, die der notariellen Beurkundung bedarf, des Zugangs einer Ausfertigung der Notarkurkunde (BGH, Urteil vom 7. Juni 1995 zu VIII ZR 125/94 = NJW 1995, 2217, zitiert nach juris); das gilt auch für den Widerruf einer wechselbezüglichen Verfügung in einem gemeinschaftlichen Testament (BGH, Beschluss vom 19. Oktober 1967 zu III ZB 18/67= BGHZ 48, 374 -385, zitiert nach juris).
- LSG Sachsen, 08.11.2018 - L 9 KR 263/15
Keine Sozialversicherungspflicht des Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH
Denn nach Ansicht des BGH in Anlehnung an die gefestigte Rechtsprechung des Reichsgerichts ist der wesentliche Zweck des § 15 Abs. 4 GmbHG zu vereiteln, dass GmbH-Geschäftsanteile Gegenstand des freien Handelsverkehrs werden (BGHZ 13, 49, 51 f.; BGHZ 19, 69, 71; BGHZ 75, 352, 352; BGHZ 130, 71, 74; BGHZ 141, 207, 211, Vereinbarungstreuhand). - KG, 10.05.2005 - 18 U 48/04
Aktivlegitimation für eine Klage aus abgetretenem Recht einer in England …
Bei einer notariellen Beurkundung genügt der Zugang einer Ausfertigung, ist aber auch zwingend erforderlich (vgl. BGHZ 31, 5; BGHZ 48, 374; BGHZ 130, 71; vgl. auch OLG Hamm, FamRZ 1991, 1486 zum Widerruf eines notariellen Berliner Testaments), denn die Ausfertigung ersetzt im Rechtsverkehr gemäß § 47 BeurkG die Urschrift.Zwar können die Parteien von § 130 BGB abweichende Regelungen treffen und beispielsweise vereinbaren, dass der Zugang einer beglaubigten Abschrift genügt (vgl. BGHZ 130, 71).
- OLG Frankfurt, 14.05.2009 - 26 U 31/08
Letztwillige Verfügung: (Un-)Wirksamkeit eines Widerrufstestaments
Allerdings wäre eine derartige Vereinbarung zulässig (BGH NJW 1995, 2217). - OLG Koblenz, 18.03.2005 - 3 W 89/05
Konstitutives Schuldanerkenntnis: Voraussetzung für ein wirksames Zustandekommen …
- OLG Zweibrücken, 18.04.2005 - 3 W 15/05
Ehegattentestament: Lebzeitiger Widerruf einer wechselbezüglichen Erbeinsetzung …
- OLG Düsseldorf, 10.07.2013 - 15 U 28/12
Zeitpunkt des Zugangs eines notariellen Angebots auf Abtretung von …
- LG Düsseldorf, 22.06.2009 - 4b O 292/07
- OLG Naumburg, 27.09.2011 - 4 U 75/11
Jagdpacht: Anforderungen an das Zustandekommen eines Jagdpachtvertrags; …
- OLG Bamberg, 30.11.2000 - 1 U 72/00
Anforderungen an die Form eines Treuhandverhältnisses über einen …
- OLG Jena, 06.03.2007 - 5 U 615/06
- LG Kleve, 22.02.2012 - 2 O 397/10
Feststellung des Erwerbs von Geschäftsanteilen durch einen Insolvenzschuldner als …
- OLG Karlsruhe, 07.03.2012 - 15 U 105/11
Gemeinschaftliches Testament - Wirksamkeit des Widerrufs einer wechselbezüglichen …
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Rechtsprechung
| BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Bürgschaft - Hauptschuld - Beweislast - Tagessaldo - Einzelforderungen
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de
BGB § 767 Abs. 1 Satz 1
Umfang und Entstehung des Rückgewähranspruchs; Zulässigkeit der Aufrechnung mit Masseverbindlichkeiten - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1995, 2161
- ZIP 1995, 1076
- MDR 1995, 1108
- WM 1995, 1229
- BB 1995, 1438
- DB 1995, 1960
- DB 1995, 2209
Wird zitiert von ... (33) Zitiert selbst (11)
- BGH, 10.12.1987 - IX ZR 269/86
Darlegungs- und Beweislast des Bürgen für Leistungen des Hauptschuldners
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Vielmehr folgt gerade aus der strengen Akzessorietät der Bürgschaft das Gegenteil (BGH, Urt. v. 10. Dezember 1987 - IX ZR 269/86, ZIP 1988, 224, 225;… Baumgärtel/Laumen, Handbuch der Beweislast 2. Aufl. § 765 Rdnr. 7; Reinicke/Tiedtke ZIP 1988, 545).Sie hat, soweit sie zur Beweisführung darauf angewiesen ist, gemäß § 810 BGB einen Anspruch auf Einsichtnahme in die Handelsbücher des Gläubigers (Senatsurt. v. 10. Dezember 1987, aaO.) und kann als ehemalige geschäftsführende Gesellschafterin auch vom Konkursverwalter die Einsichtnahme in die Geschäftsbücher der Gemeinschuldnerin verlangen.
- BGH, 04.04.1962 - V ZR 110/60
Begriff und Beweiskraft der Privaturkunde; stillschweigende Beantragung eines …
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Die Entscheidung beruht jedoch auf einer umfassenden Prüfung der Rechtslage nach dem derzeitigen Streitstand (vgl. BGHZ 37, 79, 82). - BGH, 28.02.1989 - IX ZR 130/88
Wirksamkeit des Abschlusses risikoreicher Geschäfte
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Ein Urteil, das der Klage des Gläubigers gegen den Hauptschuldner stattgibt, wirkt nicht gegen den Bürgen (BGHZ 76, 222, 230; 107, 92, 96).
- BGH, 12.03.1980 - VIII ZR 115/79
Einwand des Bürgen aus Verjährung der Hauptschuld
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Ein Urteil, das der Klage des Gläubigers gegen den Hauptschuldner stattgibt, wirkt nicht gegen den Bürgen (BGHZ 76, 222, 230; 107, 92, 96). - BGH, 04.07.1985 - IX ZR 135/84
Rechtsfolgen der Kündigung einer unbefristeten Kreditbürgschaft
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
b) Nach dem Senatsurteil vom 4. Juli 1985 (IX ZR 135/84 - ZIP 1985, 984, 988) muß allerdings im Falle der Haftung des Bürgen für eine Kontokorrentschuld ohne Saldoanerkenntnis der Gläubiger nachweisen, die Gegenansprüche und Leistungen des Kontokorrentschuldners richtig und vollständig in die Abrechnung aufgenommen zu haben. - BGH, 05.01.1995 - IX ZR 101/94
Auslegung einer Bürgschaft hinsichtlich der Person des Hauptschuldners
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Eine unklare und mehrdeutige Formulierung schadet nicht, sofern sich Zweifel im Wege der Auslegung beheben lassen und bereits die Urkunde selbst einen Anhaltspunkt für die Auslegung liefert (…BGH, Urt. v. 3. Dezember 1992 - IX ZR 29/92, NJW 1993, 724, 725; v. 21. Januar 1993 - IX ZR 90/92, NJW 1993, 1261; v. 5. Januar 1995 - IX ZR 101/94, ZIP 1994, 274; jeweils m.w.N.). - BGH, 24.01.1985 - I ZR 201/82
Saldierung von Posten aus unverbindlichen Börsentermin- und Differenzgeschäften
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Folglich müssen sie im Bestreitens fall bewiesen werden (vgl. BGHZ 93, 307, 314 f; 105, 263, 265;… BGH, Urt. v. 5. Mai 1983 - III ZR 187/81, ZIP 1983, 784). - BGH, 11.10.1988 - XI ZR 67/88
Wirksamkeit von Devisentermingeschäften zur Absicherung eines Exportgeschäfts
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Folglich müssen sie im Bestreitens fall bewiesen werden (vgl. BGHZ 93, 307, 314 f; 105, 263, 265;… BGH, Urt. v. 5. Mai 1983 - III ZR 187/81, ZIP 1983, 784). - BGH, 05.05.1983 - III ZR 187/81
Anspruch auf Rückerstattung eines Darlehens und vereinbarungsgemäße Verzinsung …
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Folglich müssen sie im Bestreitens fall bewiesen werden (vgl. BGHZ 93, 307, 314 f; 105, 263, 265; BGH, Urt. v. 5. Mai 1983 - III ZR 187/81, ZIP 1983, 784). - BGH, 03.12.1992 - IX ZR 29/92
Erkennbarkeit der verbürgten Hauptschuld
Auszug aus BGH, 18.05.1995 - IX ZR 129/94
Eine unklare und mehrdeutige Formulierung schadet nicht, sofern sich Zweifel im Wege der Auslegung beheben lassen und bereits die Urkunde selbst einen Anhaltspunkt für die Auslegung liefert (BGH, Urt. v. 3. Dezember 1992 - IX ZR 29/92, NJW 1993, 724, 725; v. 21. Januar 1993 - IX ZR 90/92, NJW 1993, 1261; v. 5. Januar 1995 - IX ZR 101/94, ZIP 1994, 274; jeweils m.w.N.). - BGH, 21.01.1993 - IX ZR 90/92
Keine wirksame Bürgschaft ohne Bezeichnung der Hauptschuld
- BGH, 27.05.2014 - XI ZR 264/13
Urkundeneinsicht: Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen einer …
Zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger muss deshalb hinsichtlich der Erfüllungseinrede dieselbe Darlegungs- und Beweislastverteilung gelten wie zwischen diesem und dem Hauptschuldner (BGH, Urteile vom 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, WM 1995, 1229, 1230 …und vom 7. Dezember 1995 - IX ZR 110/95, WM 1996, 192 f. sowie Senatsbeschluss vom 26. Juni 2007 - XI ZR 201/06, juris Rn. 16).Hierzu gehört auch ein Bürge im Hinblick auf die Geschäftsbücher seines Bürgschaftsgläubigers, soweit darin angebliche Zahlungen des Hauptschuldners verbucht sind (RGZ 56, 109, 112; BGH, Urteile vom 10. Dezember 1987 - IX ZR 269/86, WM 1988, 209, 210 und vom 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, WM 1995, 1229, 1230;… RGRK/Steffen, BGB, 12. Aufl., § 810 Rn. 12;… MünchKommBGB/Habersack, 6. Aufl., § 810 Rn. 8;… Palandt/Sprau, BGB, 73. Aufl., § 810 Rn. 7; Michel, WiB 1996, 269, 270).
- BGH, 21.03.2024 - I ZR 185/22
Anforderungen an Auskunftspflichten eines Maklers bei sukzessiver …
Ein Bürge kann Vorlage der Geschäftsbücher seines Bürgschaftsgläubigers verlangen, soweit darin angebliche Zahlungen des Hauptschuldners verbucht sind (RGZ 56, 109, 112; BGH, Urteile vom 10. Dezember 1987 - IX ZR 269/86, WM 1988, 209, 210 und vom 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, WM 1995, 1229, 1230;… BGH, NJW 2014, 3312 [juris Rn. 21]). - BGH, 09.07.1998 - IX ZR 272/96
Geltendmachung einer verjährten Forderung gegen den Bürgen; Präklusion von …
Auch wirkt die Rechtskraft einer dem Gläubiger günstigen Entscheidung gegen den Hauptschuldner nicht zu Lasten des Bürgen (BGHZ 107, 92, 96;… BGH, Urt. v. 9. März 1993 - XI ZR 179/92, WM 1993, 683; v. 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, WM 1995, 1229, 1230).
- BGH, 07.12.1995 - IX ZR 110/95
Beweis der Erfüllung der Hauptschuld durch den Bürgen
Behauptet er, die Forderung des Gläubigers sei durch Zahlung des Hauptschuldners oder durch Aufrechnung oder Verrechnung erloschen, dann muß er dies im einzelnen darlegen und beweisen (Senatsurt. v. 10. Dezember 1987 - IX ZR 269/86, ZIP 1988, 224, 225 u. v. 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, ZIP 1995, 1076, 1078;… a.A. Staudinger/Horn, BGB 12. Aufl. § 767 Rdnr. 3).Hiergegen ist jedoch zu Recht Kritik geäußert worden (…Baumgärtel/Laumen, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, 2. Aufl. Bd. 1 § 765 Rdnr. 8; Schröter, WuB I F 1 a. - 6.88 und IV A. § 767 BGB 1.95; Reinicke/Tiedtke, ZIP 1988, 545 ff; Tiedtke, EWiR 1995, 871, 872;… Nirk, Festschrift für Franz Merz S. 413 f).
Der Senat hält an seiner Auffassung insoweit nicht mehr fest (offen gelassen bereits im Urteil vom 18. Mai 1995 aaO.).
Deshalb ist er, wenn er in Anspruch genommen wird, in gleicher Weise beweisbelastet wie der Hauptschuldner; das folgt aus der Akzessorietät der Bürgschaft (Senatsurt. v. 18. Mai 1995 aaO.;… Reinicke/Tiedtke aaO. S. 550).
In einem solchen Fall muß der Bürge, der anstelle des Hauptschuldners in Anspruch genommen wird, die zur Begründung solcher Einwendungen vorgetragenen Tatsachen darlegen und beweisen (Senatsurt. v. 18. Mai 1995 aaO.).
- BGH, 16.12.1999 - IX ZR 36/98
Umfang einer Blankobürgschaft
Das hat die Klägerin zu beweisen (vgl. BGH, Urt. v. 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, NJW 1995, 2161, 2162; v. 2. Juli 1998 - IX ZR 255/97, WM 1998, 1675, 1676). - OLG München, 22.07.2004 - 19 U 1867/04
Anfechtbarkeit der Aufhebung einer harten Patronatserklärung in der Krise des …
Zwar wirkt ein Urteil, das der Klage des Gläubigers gegen den Hauptschuldner stattgibt, grundsätzlich nicht gegen den Bürgen (BGH ZIP 1995, 1076 = NJW 1995, 2161, dazu EWiR 1995, 871 (Tiedtke)). - BGH, 11.05.1999 - IX ZR 423/97
Schadensersatzpflicht wegen Vollstreckung aus einem inhaltlich unbestimmten …
Vielmehr folgt aus der strengen Akzessorietät der Bürgschaft das Gegenteil (…BGH, Urt. v. 10. Dezember 1987 - IX ZR 269/86, NJW 1988, 906; v. 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, NJW 1995, 2161, 2162; v. 7. Dezember 1995 - IX ZR 110/95, NJW 1996, 719).Die Entscheidung vom 18. Mai 1995 (IX ZR 129/94, NJW 1995, 2161) bezog sich nicht auf eine Kontokorrentverbindlichkeit.
- BAG, 30.10.2019 - 10 AZR 567/17
Bürgenhaftung nach dem AEntG für Sozialkassenbeiträge
Darüber hinaus kann sie nach § 768 BGB Einreden gegen die Hauptschuld erheben (vgl. BGH 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94 - zu II 2 a der Gründe; zu der Akzessorietät der Bürgenhaftung auch BAG 11. September 2002 - 5 AZB 3/02 - zu II 2 b aa der Gründe, BAGE 102, 343). - BGH, 25.11.2003 - XI ZR 379/02
Anrechnung des Erlöses aus dem Verkauf sicherungsübereigneter Gegenstände bei …
Für das Erlöschen der Hauptschuld trägt er aber als Bürge die Darlegungs- und Beweislast (vgl. BGH, Urteil vom 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94, WM 1995, 1229, 1230). - BAG, 02.08.2006 - 10 AZR 688/05
Bürgenhaftung - Erklärung des Bürgen mit Nichtwissen
Die Rechtskraft einer dem Gläubiger günstigen Entscheidung gegen den Hauptschuldner wirkt aber nicht zu Lasten des Bürgen (BAG 12. Januar 2005 - 5 AZR 617/01 - AP AEntG § 1a Nr. 2 = EzA AEntG § 1a Nr. 3, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; BGH 18. Mai 1995 - IX ZR 129/94 - WM 1995, 1229; 9. März 1993 - XI ZR 179/92 - WM 1993, 683; 28. Februar 1989 - IX ZR 130/88 - BGHZ 107, 92; 19. März 1975 - VIII ZR 250/73 - NJW 1975, 1119;… MünchKommBGB/Habersack 4. Aufl. § 768 BGB Rn. 11). - OLG Koblenz, 29.01.1998 - 11 U 1690/96
Keine Anwendbarkeit des HWiG auf die Grundschuldbestellung
- BGH, 26.06.2007 - XI ZR 201/06
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren
- OLG Frankfurt, 06.06.2008 - 19 U 88/07
Bürgschaft: Abgrenzung zwischen einer Bürgschaft auf erstes Anfordern und einer …
- LAG Hessen, 07.03.2005 - 10 Sa 1086/03
Bürgenhaftung des Generalbauunternehmers
- OLG München, 11.07.2017 - 9 U 2437/16
Bürge haftet nicht für Nachtragsforderungen!
- LG Itzehoe, 02.04.2009 - 7 O 66/08
Darlegungslast des Sicherungsgebers für die Tilgungsleistungen des …
- OLG Frankfurt, 30.08.2019 - 5 U 35/18
Höchstbetragsbürgschaft zur Bauhandwerkersicherung
- LG München I, 26.04.2016 - 2 O 13555/15
Bauhandwerkersicherung - Verzicht des Bürgen auf Einwendungen des Hauptschuldners
- KG, 12.04.2007 - 8 U 76/06
Bürgschaftsvertrag; Scheingeschäft: Anspruch aus einer Bürgschaft für …
- OLG Naumburg, 19.12.2000 - 11 W 18/00
Beschwerde gegen Ablehnung einer einstweiligen Einstellung der …
- OLG Naumburg, 19.12.2000 - 11 W 19/00
Zwangsvollstreckung - Antrag auf einstweilige Einstellung - Ablehnung durch …
- OLG Brandenburg, 01.04.1999 - 2 U 126/98
Wertpapiere als Bürgschaft
- OLG Oldenburg, 11.04.2000 - 12 U 54/99
Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf einen Schuldbeitritt eines …
- OLG Rostock, 08.12.2005 - 1 U 1/05
- LAG Berlin-Brandenburg, 03.08.2017 - 11 Sa 385/16
Sozialkassenverfahren - Bürgenhaftung
- LG Nürnberg-Fürth, 31.03.2009 - 10 O 3515/08
Ehegattendarlehen: Vorliegen "nicht ganz geringfügiger Bankschulden" im Rahmen …
- KG, 18.12.2003 - 12 U 54/02
Bürgschaft: Schlüssige Darlegung eines Vertrages über den Erlass einer …
- BGH, 29.10.1998 - IX ZR 128/97
Haftung eines Bürgen
- OLG Brandenburg, 28.07.2004 - 4 U 18/04
Klärung der Restschuldforderung
- OLG Hamm, 29.01.1997 - 31 U 118/96
Wirksame Bürgschaft des Gesamtprokuristen einer GmbH
- LG Wiesbaden, 29.08.2007 - 11 O 33/07
Die Frage der Fälligkeit der besicherten Hauptforderung ist zu trennen von der …
- OLG Köln, 18.01.1996 - 18 U 44/94
- OLG Frankfurt, 14.01.1999 - 1 U 158/97
Formularmäßige Bürgschaft des GmbH-Geschäftsführers auf einem "Darlehensantrag" …
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Rechtsprechung
| BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Vergewaltigung - Strafverschärfungsgrund - Strafverschärfung - Strafzumessung - Freiheitsberaubung - Gonorrhöe-Infektion
- rechtsportal.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1995, 2217
- ZIP 1995, 1089
- MDR 1995, 1108
- NStZ 1996, 123
- NStZ 1996, 124
- BB 1995, 1559
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (8)
- BGH, 25.09.1990 - 4 StR 359/90
Strafbarkeit nach BtMG im Hinblick auf Selbstverantwortung und die Grundsätze der …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Hierbei wird der nunmehr entscheidende Tatrichter im Hinblick auf die Gonorrhöe-Infektion der Geschädigten zu beachten haben, daß diese Folge der Tat strafschärfend nur gewertet werden darf, wenn der Angeklagte sie verschuldet hat, sie somit von ihm mindestens vorausgesehen werden konnte und ihm vorzuwerfen ist (vgl. BGHSt 37, 179, 180;… Dreher/Tröndle StGB 47. Aufl. § 46 Rdn. 23 m.w.N.). - BGH, 27.04.1978 - 4 StR 143/78
Tötung in Verdeckungsabsicht solange noch nicht alle die Strafverfolgung …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19;… BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10). - BGH, 03.08.1962 - 4 StR 155/62
Vorliegen einer oder mehrerer Handlungen im Rechtssinne - Vorliegen einer …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19;… BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10).
- BGH, 26.07.1988 - 1 StR 379/88
Freiheitsberaubung in Tateinheit begangen mit Vergewaltigung und Entführung gegen …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10). - BGH, 19.06.1991 - 3 StR 172/91
Konkurrenz zwischen Freiheitsberaubung und Entführung gegen den Willen des …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10). - BGH, 07.06.1994 - 1 StR 281/94
Konkurrenzen - Freiheitsberaubung - Vergewaltigung - Tateinheit
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10). - BGH, 25.03.1992 - 3 StR 51/92
Voraussetzungen einer Tateinheit von Freiheitsberaubung und Vergewaltigung
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10). - BGH, 09.06.1988 - 4 StR 209/88
Zurücktreten der Freiheitsberaubung hinter der Vergewaltigung bei Benutzung der …
Auszug aus BGH, 08.06.1995 - 4 StR 262/95
Da nach den Feststellungen die Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit des Tatopfers das tatbestandliche Mittel der Vergewaltigung bildete, tritt die Vorschrift des § 239 StGB hinter die des § 177 StGB zurück (vgl. BGHSt 18, 26, 27; 28, 18, 19; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 5, 6, 8, 9, 10).
- BGH, 06.02.2018 - 3 StR 426/17
Unzulässigkeit der Revision des Nebenklägers (Unzulässigkeit der Bezugnahme auf …
Zwar kommt § 239 Abs. 1 StGB als das allgemeine Delikt nicht zur Anwendung, wenn die Freiheitsberaubung nur das tatbestandsmäßige Mittel zur Begehung anderer, insbesondere schwerer wiegender Delikte bildet (vgl. etwa BGH, Urteil vom 3. August 1962 - 4 StR 155/62, BGHSt 18, 26, 27 f.;… Beschlüsse vom 26. Juli 1988 - 1 StR 379/88, BGHR StGB § 239 Abs. 1 Konkurrenzen 2; vom 8. Juni 1995 - 4 StR 262/95, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 11; vom 21. Januar 2003 - 4 StR 414/02, NStZ-RR 2003, 168). - BGH, 10.07.2023 - 5 StR 143/23
Freiheitsberaubung (Behinderung in der Fortbewegungsfreiheit als Mittel zur …
Bildet die Behinderung in der Fortbewegungsfreiheit lediglich das tatbestandsmäßige Mittel zur Begehung eines anderen Deliktes und geht nicht über das hinaus, was zu dessen Verwirklichung dient, kommt § 239 StGB als das allgemeinere Delikt nicht zur Anwendung (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. Februar 2019 - 3 StR 14/19; vom 15. November 2006 - 2 StR 447/06; vom 1. Oktober 1998 - 4 StR 347/98; vom 8. Juni 1995 - 4 StR 262/95;… vom 7. Juni 1994 - 1 StR 281/94, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 10;… vom 19. Juni 1991 - 3 StR 172/91, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 8; Urteil vom 3. August 1962 - 4 StR 155/62, BGHSt 18, 26 f.). - BGH, 27.03.1996 - 2 StR 72/96 Dem Angeklagten durften nämlich im Hinblick auf § 46 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 StGB nur solche Umstände straferschwerend angelastet werden, von denen er entweder Kenntnis oder sie billigend in Kauf genommen hatte oder die von ihm vorausgesehen werden konnten und deshalb ihm vorzuwerfen sind (vgl. BGHSt 37, 179, 180;… BGHR StGB § 46 Abs. 2 Tatauswirkungen 1 bis 5; BGH Beschluß vom 8. Juni 1995 - 4 StR 262/95 und Urteil vom 6. September 1995 - 2 StR 310/95).
- BGH, 17.06.2020 - 6 StR 132/20
Strafschärfende Berücksichtigung des Gesamtgepräges einer Straftat; …
Die strafschärfende Erwägung des Landgerichts, gegen den Angeklagten spreche "im Wesentlichen das Gesamtgepräge der Tat, bei der ein älterer Geschädigter mit hohem, internationalem Organisationsaufwand um sein Erspartes gebracht werden sollte', begegnet keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken, weil der Senat dem Zusammenhang der Urteilsgründe entnehmen kann, dass diese Umstände für den Angeklagten zumindest vorhersehbar waren (vgl. BGH, Beschlüsse vom 25. September 1990 - 4 StR 359/90, BGHSt 37 179, 180, und vom 8. Juni 1995 - 4 StR 262/95;… LKStGB/Schneider, 13. Aufl., § 46 Rn. 126).
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