Rechtsprechung
| BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57 |
Tonbandaufnahme
Allgemeines Persönlichkeitsrecht
Volltextveröffentlichungen (3)
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Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- RIS Bundeskanzleramt Österreich (Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 27, 284
- NJW 1958, 1344
- MDR 1958, 679
- GRUR 1958, 615
- BB 1958, 748
- DB 1958, 833
- DB 1958, 867
- DÖV 1958, 701
Wird zitiert von ... (91) Zitiert selbst (9)
- BGH, 02.04.1957 - VI ZR 9/56
Persönlichkeitsrecht
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Wie der Senat bereits in der Entscheidung BGHZ 24, 72, 77 ausgesprochen hat, ergibt sich aus Art. 1 Abs. 1 und Abs. 3 in Verbindung mit Art. 2 GG die unabweisbare Folgerung, daß das allgemeine Persönlichkeitsrecht als ein "sonstiges Recht" im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB anzusehen ist.Der privatrechtliche Deliktsschutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist inzwischen in einer gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt worden (BGHZ 13, 334; 15, 249; 20, 345; 24, 72; 24, 200; 26, 349).
Der Revision ist zuzugeben, daß das allgemeine Persönlichkeitsrecht nicht unbegrenzt besteht, insbesondere nicht die Möglichkeit zur schrankenlosen Durchsetzung eigener Rechte eröffnet (BGHZ 24, 72, 79).
Auch aus dem Gesichtspunkt der Interessenabwägung (BGHZ 3, 270, 280; 24, 72, 80) mag bei ganz besonderer Fallgestaltung eine Rechtfertigung in Betracht kommen.
- BFH, 29.01.1957 - I 181/55 U
Ablehnung der Feststellung der Gemeinnützigkeit als Beschwer
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
In diesem Verfahren - 5 Ds 181/55 AG Siegburg - war das Gespräch in der Wohnung des Beklagten von Bedeutung.Deshalb vermag die Tatsache, daß die vom Beklagten gefertigte Niederschrift des Gesprächs zu den Akten des Strafverfahrens 5 Ds 181/55 AG Siegburg als.
- BGH, 25.05.1954 - I ZR 211/53
Veröffentlichung von Briefen
- BGH, 14.02.1958 - I ZR 151/56
Herrenreiter - Schmerzensgeld für Persönlichkeitsrechtsverletzungen
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Der privatrechtliche Deliktsschutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist inzwischen in einer gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt worden (BGHZ 13, 334; 15, 249; 20, 345; 24, 72; 24, 200; 26, 349). - BGH, 08.05.1956 - I ZR 62/54
Dahlke - § 823 Abs. 1 BGB, Recht am eigenen Bild, §§ 22, 23 KunstUrhG, Art. 1 …
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Der privatrechtliche Deliktsschutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist inzwischen in einer gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt worden (BGHZ 13, 334; 15, 249; 20, 345; 24, 72; 24, 200; 26, 349). - BGH, 26.10.1951 - I ZR 8/51
Constanze I
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Auch aus dem Gesichtspunkt der Interessenabwägung (BGHZ 3, 270, 280; 24, 72, 80) mag bei ganz besonderer Fallgestaltung eine Rechtfertigung in Betracht kommen. - BGH, 10.05.1957 - I ZR 234/55
Spätheimkehrer - § 823 Abs. 1 BGB, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, …
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Der privatrechtliche Deliktsschutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist inzwischen in einer gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt worden (BGHZ 13, 334; 15, 249; 20, 345; 24, 72; 24, 200; 26, 349). - BGH, 26.11.1954 - I ZR 266/52
Rechtsfolgen der Übertragung des Urheberrechts - Cosima Wagner
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Der privatrechtliche Deliktsschutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist inzwischen in einer gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt worden (BGHZ 13, 334; 15, 249; 20, 345; 24, 72; 24, 200; 26, 349). - BGH, 08.02.1957 - 1 StR 375/56
Zulässigkeit und revisionsrechtliche Bedeutung der Aufnahme des Schlussplädoyers …
Auszug aus BGH, 20.05.1958 - VI ZR 104/57
Hierzu gehört auch die Befugnis des Menschen, selbst darüber zu bestimmen, ob seine Worte einzig seinem Gesprächspartner, einem bestimmten Kreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen, und erst recht, ob seine Stimme mittels eines Tonträgers festgehalten werden darf (BGHSt 10, 202, 205).
- BGH, 15.05.2018 - VI ZR 233/17
Verwertbarkeit von Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel im Unfallhaftpflichtprozess
Vielmehr müssen weitere Aspekte hinzutreten, die ergeben, dass das Interesse an der Beweiserhebung trotz der Persönlichkeitsbeeinträchtigung schutzbedürftig ist (vgl. Senatsurteile vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, VersR 1988, 379; vom 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57, NJW 1958, 1344, 1345; vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277; BGH, Urteil vom 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02, NJW 2003, 1727, 1728; vom 12. Januar 2005 - XII ZR 227/03, BGHZ 162, 1, 6;… vom 17. Februar 2010 - VIII ZR 70/07, VersR 2011, 125 Rn. 28; dies verallgemeinernd BGH…, Beschluss vom 15. Mai 2013 - XII ZB 107/08, FamRZ 2013, 1387 Rn. 14). - BGH, 23.06.2009 - VI ZR 196/08
Lehrerbewertungen im Internet
In der Rechtsprechung sind wegen der Eigenart des allgemeinen Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts, dessen Reichweite nicht absolut feststeht, Abwägungskriterien u.a. nach Maßgabe einer abgestuften Schutzwürdigkeit bestimmter Sphären, in denen sich die Persönlichkeit verwirklicht, herausgearbeitet worden (vgl. Senat, BGHZ 24, 72, 79 f. ; 27, 284, 289 f. ; 73, 120, 124 ; Urteile vom 10. März 1987 - VI ZR 244/85 - VersR 1987, 778, 779; vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87 - VersR 1988, 379, 381 und vom 13. November 1990 - VI ZR 104/90 - VersR 1991, 433, 434) . - BAG, 16.05.2007 - 8 AZR 709/06
Persönlichkeitsverletzung - Mobbing - Ausschlussfrist
Es umfasst damit auch den Anspruch auf Unterlassung der Herabwürdigung und Missachtung durch andere (BGH 25. Mai 1954 - I ZR 211/53 - BGHZ 13, 334; 2. April 1957 - VI ZR 9/56 - BGHZ 24, 72; 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57 - BGHZ 27, 284).
- BVerfG, 14.02.1973 - 1 BvR 112/65
Soraya
In späteren Entscheidungen war der Bundesgerichtshof bestrebt, die generalklauselartige Weite des allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu konkretisieren (vgl. etwa BGHZ 15, 249; 20, 345; 26, 52; 27, 284; 31, 308). - BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 1611/96
Mithörvorrichtung
Zum Grundrecht gehört die Befugnis selbst zu bestimmen, ob der Kommunikationsinhalt einzig dem Gesprächspartner, einem bestimmten Personenkreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein soll (vgl. BVerfGE 54, 148 unter Bezugnahme auf BGHZ 27, 284 ;… vgl. auch BAGE 41, 37 sowie - unter Anschluss an diese Entscheidung - BGH, NJW 1991, S. 1180).Rn. 32 Dieses Selbstbestimmungsrecht findet einen Ausdruck in der Befugnis des Menschen, selbst und allein zu entscheiden, ob sein Wort auf einen Tonträger aufgenommen und damit möglicherweise Dritten zugänglich werden soll, womit Wort und Stimme von dem Kommunikationsteilnehmer losgelöst und in einer für Dritte verfügbaren Gestalt verselbständigt werden (vgl. grundlegend BVerfGE 34, 238 ; BGHZ 27, 284).
Rn. 61 In der fachgerichtlichen Rechtsprechung wird dies etwa in Fällen angenommen, in denen sich der Beweisführer in einer Notwehrsituation oder einer notwehrähnlichen Lage befindet (vgl. BGHZ 27, 284 ).
Ein anderes Beispiel sind Maßnahmen zur Feststellung erpresserischer Drohungen (vgl. BGHZ 27, 284 ).
Demgegenüber reicht allein das Interesse, sich ein Beweismittel für zivilrechtliche Ansprüche zu sichern, nicht aus (vgl. etwa aus der fachgerichtlichen Rechtsprechung BGHZ 27, 284 ;… BGH, NJW 1982, S. 277;… NJW 1988, S. 1016 ;… NJW 1998, S. 155).
- BGH, 04.06.2013 - 1 StR 32/13
Überwachung von Personen mittels an Fahrzeugen angebrachter GPS-Empfänger ist …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt in Fällen, in denen das von Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG - u.a. - geschützte Recht am gesprochenen Wort beeinträchtigt ist, das stets bestehende "schlichte" Interesse, sich ein Beweismittel für zivilrechtliche Ansprüche zu sichern, nicht, um bei der Güterabwägung trotz Verletzung des Persönlichkeitsrechts der anderen Prozesspartei zu einer Schutzbedürftigkeit des Beweisführungsinteresses zu gelangen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 805/98, BVerfGE 106, 28 unter C.II.4.a.bb; BGH, Urteile vom 17. Februar 2010 - VIII ZR 70/07, NJW-RR 2010, 1289, 1292; und vom 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57, BGHZ 27, 284, 290).und 2. mwN; vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, BGHR BGB § 1004 Abs. 1 Satz 1 Abwehranspruch 2; vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277, 278; vom 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57, BGHZ 27, 284, 290; vgl. auch Fischer, StGB, 60. Aufl., § 201 Rn. 11; kritisch Schünemann in Leipziger Kommentar zum StGB, 12. Aufl., § 201 Rn. 40; Lenckner/Eisele in Schönke/Schröder, StGB, 28. Aufl., § 201 Rn. 32).
So kann etwa die Anfertigung heimlicher Tonbandaufnahmen zur Feststellung der Identität eines anonymen Anrufers (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, BGH NJW 1982, 277 ff.) oder zur Feststellung erpresserischer Drohungen (BGH, Urteil vom 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57, BGHZ 27, 284) oder im Fall eines auf andere Weise nicht abwehrbaren Angriffs auf die berufliche Existenz (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 27. Januar 1994 - I ZR 326/91, NJW 1994, 2289, 2292 f.) hinzunehmen sein, wenn nicht durch andere, weniger belastende Methoden der Sachverhalt anderweit aufgeklärt werden kann.
- BVerfG, 03.06.1980 - 1 BvR 185/77
Eppler - Unterschieben von Äußerungen
Demgemäß müssen auch die tatbestandlichen Voraussetzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts enger gezogen werden als diejenigen der allgemeinen Handlungsfreiheit: Es erstreckt sich nur auf Eingriffe, die geeignet sind, die engere Persönlichkeitssphäre zu beeinträchtigen (vgl. BVerfGE 34, 238 [247] - heimliche Tonbandaufnahme; BGHZ 24, 72 [81]; 27, 284 [287]).Insofern gilt das gleiche wie für das Recht am gesprochenen Wort, das die Befugnis des Menschen schützt, selbst zu bestimmen, ob seine Worte einzig dem Gesprächspartner, einem bestimmten Kreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen (BGHZ 27, 284 [286]) oder ob und von wem seine auf einem Tonträger aufgenommenen Worte wieder abgespielt werden dürfen (BVerfGE 34, 238 [246 f.]).
- BGH, 19.12.1995 - VI ZR 15/95
Achtung der Privatsphäre einer Person der Zeitgeschichte; Veröffentlichung …
Dementsprechend hat die Rechtsprechung in Deutschland nach dem Kriege dem Recht auf Achtung der Privatsphäre als einem verfassungsmäßig garantierten Grundrecht, das auch das Recht am eigenen Bild umfaßt, stets - und zwar auch im Privatrecht - besondere Bedeutung beigemessen (BVerfGE 27, 1, 6; 34, 269, 282 f; 35, 202, 220; 44, 353, 372; BGHZ 24, 200, 208 f; 27, 284, 285 f; 73, 120, 122 f; Senatsurteil vom 26. Januar 1965 - VI ZR 204/63 - JZ 1965, 411, 413 - Gretna Green; OLG Hamburg UFITA 78 (1977), 252, 257; 81 (1978), 278, 285; OLG Hamburg NJW 1970, 1325 - Haus Hohenzollern).Schon bisher ist die Bildniserschleichung durch heimliche Aufnahme in der Rechtsprechung stets als rechtswidrig angesehen worden (BGHZ 24, 200, 208; Senatsurteil vom 16. September 1966 - VI ZR 268/64 - NJW 1966, 2353, 2355 - "Vor unserer eigenen Tür"; OLG Frankfurt NJW 1987, 1087; vgl. BGHZ 27, 284 - Tonbandaufnahme; 73, 120 - Telefonabhören; BAG, Urteil vom 7. Oktober 1987 - 5 AZR 116/86 - JZ 1988, 108).
- BAG, 29.06.2004 - 1 ABR 21/03
Videoüberwachung am Arbeitsplatz - Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
So handelte es sich denn auch in den Fällen, in denen die Rechtsprechung bei heimlichen Tonbandaufnahmen zugunsten des Beweisführers eine Notwehrsituation anerkannt hat, um solche, in denen sich die Verteidigung gegen einen konkreten Angreifer richtete (vgl. etwa BGH 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57 - BGHZ 27, 284; 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - NJW 1982, 277). - BVerfG, 31.01.1973 - 2 BvR 454/71
Tonband
Dem tragen im materiellen Strafrecht die §§ 298, 353 d (…vgl. dazu die Begründung des Entwurfs eines StGB, E 1962, - Bundesratsvorlage - Drucks. 200/62, S. 326) und im Zivilrecht die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht seit langem Rechnung (vgl. dazu BGHZ 27, 284 ff. mit weiteren Nachweisen). - BGH, 18.02.2003 - XI ZR 165/02
Schutz des gesprochenen Worts; Verwertung von einem Zeugen mitgehörter Angaben in …
- BGH, 09.12.2003 - VI ZR 373/02
Luftbildaufnahmen ja, Wegbeschreibung nein
- OLG Köln, 29.05.2018 - 15 U 64/17
Keine Geldentschädigung für Erbin von Helmut Kohl für Kohl-Protokolle - …
- BAG, 15.07.1987 - 5 AZR 215/86
Persönlichkeitsrecht - Ausschlußklausel
- AG Bonn, 28.01.2014 - 109 C 228/13
Allgemeines Persönlichkeitsrecht; Lichtbilder; Fotos; Naturschutz; …
- OLG Köln, 29.05.2018 - 15 U 65/17
Kohl gg. Schwan
- OLG Nürnberg, 10.08.2017 - 13 U 851/17
Dashcam-Aufzeichnungen dürfen zur Beweisführung über Verkehrsunfälle im …
- BGH, 18.03.1959 - IV ZR 182/58
Anforderungen an die Wiederholungsgefahr bei Verletzung des allgemeinen …
- BGH, 14.06.1960 - 1 StR 683/59
Tonband
- BGH, 15.05.2013 - XII ZB 107/08
Detektivkosten im Unterhaltsrechtsstreit
- BGH, 13.10.1987 - VI ZR 83/87
Abwehransprüche gegen widerrechtlich erlangte Beweismittel; Unzulässigkeit des …
- BGH, 21.02.1964 - 4 StR 519/63
Tagebuch I - Art. 1, 2 GG, Art. 8 MRK, grundsätzliche Unverwertbarkeit …
- BGH, 24.11.1981 - VI ZR 164/79
Belästigung durch anonyme Anrufe - Überwachung des Telefonanschlusses durch die …
- BGH, 09.12.2003 - VI ZR 404/02
Luftaufnahmen von Prominentenvillen
- BGH, 23.03.2026 - VI ZR 334/23
Sog. "Klimaklagen" gegen das Inverkehrbringen von Pkw mit Verbrennungsmotoren
- LG Heilbronn, 17.02.2015 - 3 S 19/14
Verkehrsunfallprozess: Verwertbarkeit von Dashcam-Aufzeichnungen
- BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 805/98
Schutz des Fernmeldegeheimnisses - Telekommunikationsanlagen - Umfang - …
- BAG, 29.10.1997 - 5 AZR 508/96
Persönlichkeitsrechtsverletzung durch heimliches Mithörenlassen von …
- BVerfG, 19.12.1991 - 1 BvR 382/85
Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Recht am gesprochenen Wort - Mithören von …
- BAG, 18.09.1973 - 1 ABR 7/73
Betriebsausschuß - Kleinbetrieb - Betriebsratsmitglieder - Einblicksrecht - …
- BGH, 10.03.1987 - VI ZR 244/85
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch ungenehmigte Veröffentlichung von …
- BGH, 19.12.1978 - VI ZR 137/77
Schranken der Presseberichterstattung über Vorgänge aus der Privatsphäre
- BGH, 23.03.2026 - VI ZR 365/23
Kein Anspruch auf vorzeitiges "Verbrenner-Aus"
- BGH, 19.09.1994 - II ZR 248/92
Anspruch des Aktionärs auf Erteilung einer Abschrift des …
- BGH, 02.07.1974 - VI ZR 121/73
Schadensersatzansprüche wegen Verletzung von Urheberrechten, Verletzung des …
- LG Hamburg, 10.03.2017 - 324 O 687/16
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch die Veröffentlichung bzw. …
- BGH, 05.05.1986 - III ZR 233/84
Psychiatrische Untersuchung eines Schiedsrichters
- BGH, 22.05.1984 - VI ZR 105/82
Anspruch auf Bekanntgabe der Übermittlung personenbezogener Daten; Anspruch eines …
- BAG, 02.06.1982 - 2 AZR 1237/79
Zeugenvernehmung - Aussageverwertung
- LG Oldenburg, 26.11.2024 - 16 O 3043/23
Schadensersatzansprüche gegen Rechtsanwälte
- BGH, 21.10.1963 - AnwSt (R) 2/63
Strafe bei Verletzung der Standespflichten eines Rechtsanwalts - Begründung eines …
- OLG Frankfurt, 21.01.1987 - 21 U 164/86
Schmerzensgeld; Ehrverletzung; Videoaufnahmen eines Betrunkenen
- BGH, 13.11.1990 - VI ZR 104/90
Veröffentlichung der Einteilung eines Kassenarztes zum Notfalldienst; Verletzung …
- LG Hamburg, 17.01.2019 - 311 S 25/18
Ablehnungsgesuch gegen den Richter: Befangenheitsgründe - Beweisverwertungsverbot
- AG Marburg, 09.01.2006 - 51 Ls 2 Js 6842/04
Kundgabe der Missachtung einer Person gegenüber einer unbestimmten Anzahl Dritter …
- OLG Celle, 12.08.2010 - 8 U 240/09
Eintrittspflicht der privaten Haftpflichtversicherung für betrügerische …
- LG Köln, 21.03.2018 - 28 O 309/17
Unterlassungsanspruch eines Rechtsanwalts hinsichtlich Zitierens aus seinem …
- BGH, 10.11.1961 - I ZR 78/60
Hochzeitsbild
- LG Rottweil, 20.02.2017 - 1 O 104/16
Haftungsverteilung bei einem Unfall im Begegnungsverkehr und Verwertung voin …
- LG Frankfurt/Main, 07.02.2019 - 3 O 190/18
- OLG Dresden, 08.12.2025 - 4 U 862/25
"Mobbing"-Klage gescheitert: Einzelne Vorwürfe machen kein systematisches …
- OLG Dresden, 28.05.2024 - 4 U 676/24
Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch die …
- LAG Mecklenburg-Vorpommern, 13.01.2009 - 5 Sa 112/08
Einzelfallentscheidung zur Entschädigung wegen Mobbings
- BayObLG, 20.01.1994 - 5St RR 143/93
Telefongespräche; Mitschnitt; Dritte; Wiedergabe; Verwertung; Inhalt; …
- OLG Köln, 03.02.2015 - 15 U 133/14
Grenzen der Presseberichterstattung über das Privatleben und den …
- BGH, 15.04.1975 - VI ZR 93/73
Umfang des Selbsthilferechts
- LG Bochum, 11.06.2026 - 8 O 92/26
Heimliche Tonaufnahmen aus privatem Livestream dürfen nicht in öffentlichem …
- BAG, 15.05.1991 - 5 AZR 271/90
Beschäftigungsanspruch; tarifliche Ausschlußfrist
- BGH, 10.01.1966 - III ZR 70/64
Menschenrechtskonvention ("Zonenhaft")
- OLG Brandenburg, 15.03.2004 - 7 U 8/04
Hochzeitsgäste beim Feuerwerk verletzt: Kein Schmerzensgeld für Brautpaar
- LG Münster, 23.01.2003 - 12 O 601/02
Lebensnahe Romanfigur?
- SG Dortmund, 18.08.2014 - S 35 AL 827/12
Aufhebung einer Bewilligung von Arbeitslosengeld nach dem SGB III wegen fehlender …
- OLG Köln, 01.03.1978 - 2 U 133/77
Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung …
- LG Köln, 21.02.2018 - 28 O 250/17
- BGH, 05.12.1958 - IV ZR 95/58
Gefallenengedenktafel
- LG Köln, 08.09.2004 - 28 O 101/04
Anforderungen an das Vorliegen einer Verletzung des postmortalen …
- OLG Karlsruhe, 18.12.1997 - 4 U 128/97
Gesellschaftsrecht; unerlaubte Tonbandaufnahme in Gesellschafterversammlung
- BGH, 31.05.1960 - I ZR 64/58
Einwilligungsbedürfnis des Künstlers bei Tonbandaufnahmen einer Opernaufführung …
- LG Berlin, 21.09.2010 - 27 O 685/10
Axel-Springer-Verlag darf angebliche Speer-Emails weiterhin nicht bei seiner …
- OLG Schleswig, 06.05.1992 - 2 Ws 128/92
Tonbandaufnahme; Hauptverhandlung ; Persönlichkeitsrecht; Wille des Zeugen ; …
- BGH, 19.12.1978 - VI ZR 138/77
Ansprüche des Verletzten bei Veröffentlichung eines rechtswidrig mitgeschnittenen …
- LG Berlin, 23.09.2010 - 27 O 729/10
Speer unterliegt Axel-Springer-Verlag
- LAG München, 22.09.2010 - 11 Sa 520/09
Widerruf von Abmahnungen und Kündigungen
- BGH, 19.06.1970 - IV ZR 45/69
Verschulden für die Zerrüttung einer Ehe - Beschuldigung des Ehegatten gegenüber …
- OLG Nürnberg, 28.03.2017 - 3 U 2083/16
Verkehrsunfall auf Autobahn - Verwertbarkeit von Dash-Cam-Aufzeichnungen
- BGH, 07.04.1993 - XII ZR 244/91
Bindung der Gewährung von Wiedereinsetzung
- BGH, 26.02.1980 - 5 StR 9/80
Verurteilung wegen versuchten erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit …
- ArbG Hamburg, 05.03.1997 - 21 Ca 89/97
Anspruch auf die Erteilung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses; …
- BGH, 20.12.1960 - 1 StR 481/60
Friedrich Zimmermann
- BAG, 30.04.1974 - 1 ABR 33/73
Bruttolohnlisten - Gehaltslisten - Einblicksrecht - Abteilung des …
- BFH, 29.10.1963 - VI 290/62 U
Steuerfreiheit einer Schadensersatzforderung wegen Verletzung des allgemeinen …
- AG Berlin-Charlottenburg, 20.05.2003 - 228 C 378/02
Rechte des Mieters bei Anbringung einer Videokamera-Attrappe im …
- OLG Bremen, 30.01.1991 - 1 U 111/90
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Fertigung von …
- LG Neuruppin, 04.11.2008 - 3 O 206/08
Ein durch einen Werkstattmitarbeiter mitgehörtes Telefonat zwischen Versicherer …
- BVerwG, 14.03.1979 - 2 B 41.78
Nichtzulassung einer Revision - Interesse an der Einheitlichkeit der …
- LG Frankfurt/Oder, 05.12.1996 - 15 S 286/96
Zahlung von Inseratskosten für die Werbung im Bildschirmtext der Telekom; …
- LG Hamburg, 11.07.1975 - 74 O 14/75
Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages über die verwandten Schutzrechte der …
- BGH, 02.05.1966 - AnwSt (R) 10/65
Rechtsmittel
- OLG Karlsruhe, 26.10.1979 - 10 U 272/78
- AG Oranienburg, 21.12.2023 - 40 F 49/21
- LG Düsseldorf, 03.11.2009 - 4b O 255/07
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Rechtsprechung
| BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1958, 1630
- MDR 1958, 679
- VersR 1958, 485
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (5)
- BGH, 15.01.1957 - VI ZR 135/56
Haftungsverteilung bei Kollision eines PKW mit einem Fußgänger bei …
Auszug aus BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57
In diesem Sinne sind die Entscheidungen des erkennenden Senats BGHZ 23, 90, 99 und wohl auch Wussow, Unfallhaftpflichtrecht 6. Aufl. TZ.Das ergibt sich auch bereits aus der angeführten Stelle des Urteils des erkennenden Senats BGHZ 23, 90, 99. Wenn die gesamten Umstände nicht zu einer Haftung führen, kann die Tatsache des Bestehens einer Versicherung allein nicht ausschlaggebend sein (Martin, Erl. zu der erwähnten Entscheidung LM § 7 StVG Nr. 16 a.E.).
- BGH, 06.07.1955 - GSZ 1/55
Bemessung des Schmerzensgeldanspruches
Auszug aus BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57
Für diese Frage ist die Rechtslage seit der Entscheidung des Großen Senats (BGHZ 18, 149) in dem Sinne geklärt, den das Berufungsgericht als wirtschaftliche Betrachtungsweise bezeichnet.Sind hier die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben, die nur eine Verletzung des Körpers, der Gesundheit, das Vorliegen einer Freiheitsberaubung oder eines Sittlichkeitsdeliktes im Rahmen des Absatz 2 unter den Bedingungen der § § 823, 826 umfassen, so ist jeder Schädiger, auch der Ärmste, schmerzensgeldpflichtig, wenn auch die Höhe des Schmerzensgeldes sehr gering sein mag (BGHZ 18, 149, 160).
- RG, 08.09.1942 - VI 60/42
Ist eine Feststellungsklage für Ansprüche nach § 829 BGB. möglich, wenn der …
Auszug aus BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57
Auch wenn eine Leistungspflicht des Schädigers zur Zeit der letzten mündlichen Verhandlung nach den gesamten Umständen nicht besteht, so kann doch eine Feststellung getroffen werden, daß er den Schaden - ganz oder teilweise - dann zu ersetzen habe, wenn und soweit die Billigkeit dies erfordert und ihm nicht die Mittel entzogen werden, deren er zum standesmäßigen Unterhalt sowie zur Erfüllung seiner gesetzlichen Unterhaltspflichten bedarf (Bestätigung von RGZ 169, 394).Ein solcher Anspruch kann, unter Berücksichtigung seiner Bedingheit, Gegenstand einer Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO sein (RGZ 169, 394;… Rosenberg, Lehrbuch des Deutschen Zivilprozesses 6. Aufl. § 86 II 1 [S. 382];… Stein/Jonas/Schönke/Pohle ZPO 18. Aufl. § 256 II 4 bei Anm. 46; Wieczorek ZPO § 256 B I b 5;… Baumbach/Lauterbach ZPO 25. Aufl. § 256 2 D).
- BGH, 10.04.1954 - VI ZR 61/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57
In einem solchen Fall treffen also nicht die Erwägungen zu, die der erkennende Senat im Anschluß an RG DR 1944, 290 für den der Pflichtversicherung angestellt hat (Urteil vom 10. April 1954 - VI ZR 61/53; NJW 1954, 1034 = VersR 1954, 277). - RG, 13.12.1934 - VI 340/34
Inwieweit können bei der Prüfung, ob die von dem Vermieter auf Wunsch des Mieters …
Auszug aus BGH, 13.06.1958 - VI ZR 109/57
Liegt aber diese Voraussetzung vor und mangelt es dem Täter andererseits auf Grund der § § 827, 828 an der unmittelbaren Verantwortung, etwa weil ihm die Einsicht gefehlt hat, so ist von einer Prüfung abzusehen, ob Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorgelegen habe (RGZ 146, 213, 215, 216), sofern die Schadenszufügung gerade mit dem gesetzlichen Grund der Nichtzurechnungsfähigkeit zusammenhängt (…BGB RGRK a.a.O.; Erman-Drees 2, Aufl. Anm. 2;… Palandt/Gramm 17. Aufl. Anm. 2).
- BGH, 29.11.2016 - VI ZR 606/15
Haftung eines schuldlosen Schädigers auf Schmerzensgeld aus Billigkeitsgründen
Dazu bedarf es stets eines Vergleichs der Vermögenslagen der Beteiligten, wobei für einen Anspruch aus § 829 BGB ein "wirtschaftliches Gefälle" zugunsten des Schädigers vorliegen muss (Senatsurteile vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78, VersR 1979, 645; vom 18. Dezember 1979 - VI ZR 27/78, BGHZ 76, 279, 284; vgl. auch Senatsurteil vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57, NJW 1958, 1630, 1631).Das Bestehen einer freiwilligen Haftpflichtversicherung rechtfertigt die Durchbrechung des Trennungsprinzips hingegen grundsätzlich nicht und kann daher - auch im Rahmen des § 829 BGB - jedenfalls nicht anspruchsbegründend wirken (Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57, NJW 1958, 1630, 1631 f.; vom 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61, NJW 1962, 2201; vom 18. Dezember 1979 - VI ZR 27/78, BGHZ 76, 279, 285 ff.;… vgl. auch Senatsurteil vom 27. Oktober 2009 - VI ZR 296/08, VersR 2009, 1677 Rn. 14;… im Ergebnis ebenso: BeckOGK/Schneider, BGB, Stand 1. Oktober 2016, § 829 Rn. 19 f.; Staudinger/Oechsler, BGB, Neubearb.
Das gilt erst recht dann, wenn die anderweitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten eine Haftung nach § 829 BGB nicht rechtfertigen oder ihr sogar entgegenstehen würden (vgl. Senatsurteil vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57, NJW 1958, 1630, 1631).
Rn. 11 Ohnehin könnte allein das Bestehen eines Versicherungsschutzes, auch soweit er bei dem Vergleich der Vermögenslagen zu berücksichtigen wäre, wie auch sonst die Diskrepanz der Vermögenslagen für sich genommen die Billigkeitshaftung nicht auslösen (Senatsurteil vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 303/93, BGHZ 127, 186, 192; vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78, VersR 1979, 645; vom 24. Juni 1969 - VI ZR 15/68, NJW 1969, 1762; vom 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61, NJW 1962, 2201, 2202; vgl. auch Senatsurteil vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57, NJW 1958, 1630, 1632).
- BGH, 27.10.2009 - VI ZR 296/08
Sorgfaltspflichtverstoß allein wegen Verletzung eines Gegenspielers bei einem …
Der Versicherungsschutz wirkt grundsätzlich nicht anspruchsbegründend (vgl. BGHZ 23, 90, 99; Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57 - VersR 1958, 485, 486 f.; vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78 - VersR 1979, 645; vgl. zur Ausnahme bei Bestehen einer Pflichtversicherung für den besonderen verschuldensunabhängigen Anspruch aus Billigkeitsgründen gemäß § 829 BGB: Senatsurteile BGHZ 76, 279, 283; 127, 186, 192). - BGH, 15.10.1992 - IX ZR 43/92
Amtshaftung des Notars bei Beurkundung von Grundstückskaufverträgen
Ein solcher kann an sich auch bereits Gegenstand einer Feststellungsklage sein (BGHZ 4, 133 (135) = NJW 1952, 639 = LM § 256 ZPO Nr. 3; BGH, NJW 1958, 1630 (1633) = LM § 829 BGB Nr. 2; BGH, NJW 1961, 1165 f. = LM Architektenvertrag Nr. 1;… Baumbach-Lauterbach-Hartmann, ZPO, 50. Aufl., § 256 Anm. 2 D;… Stein-Jonas-Schumann, ZPO, 20. Aufl., § 256 Rdnr. 45; vgl. auch BGHZ 87, 321 (324) = NJW 1984, 560 = LM LandbeschG Nr. 31).
- BGH, 11.10.1994 - VI ZR 303/93
Billigkeitshaftung des Kfz-haftpflichtversicherten Unfallschädigers hinsichtlich …
Dagegen hat er bis zu diesem Urteil das Bestehen eines Versicherungsschutzes als berücksichtigungswerten Umstand abgelehnt, wenn dieser anspruchsbegründend wirke (BGHZ 23, 90, 99 [BGH 15.01.1957 - VI ZR 135/56]; Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57 - VersR 1958, 485, 486 f.; vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78 - VersR 1979, 645; ebenso für die Berücksichtigung eines Schadensbeitrages des Geschädigten aus § 254 BGB bei der spiegelbildlichen Anwendung des § 829 BGB zu seinen Lasten: Senatsurteile vom 24. Juni 1969 - VI ZR 15/68 - VersR 1969, 860, 861 und vom 26. Juni 1973 - VI ZR 47/72 - VersR 1973, 925).Wie aus der amtlichen Begründung (DJ 1939, 1771) hervorgeht und das Reichsgericht (DR 1944, 290, 292) und ihm folgend der Senat in den Urteilen vom 10. April 1954 (…aaO. S. 278), vom 13. Juni 1958 (aaO. S. 487) und vom 24. Juni 1969 (…aaO. S. 861) dargelegt haben, sollte die Pflichtversicherung aufgrund dieses Gesetzes gerade den Verkehrsopfern den ihnen zukommenden Schadensersatz sichern.
Deswegen ist, entsprechend dem Wortlaut der Vorschrift nach ständiger Rechtsprechung des Senats ein Schadensersatzanspruch aus § 829 BGB nicht schon dann zu gewähren, wenn die Billigkeit es erlaubt, sondern nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern (Senatsurteile vom 13. Juni 1958 aaO. S. 486;… vom 24. Juni 1969 aaO. S. 861 …und vom 26. Juni 1973 aaO. S. 925).
- BGH, 18.12.1979 - VI ZR 27/78
Versicherungsrecht; Billigkeitsanspruch; Freiwilliger …
Schon dasSenatsurteil vom 13. Juni 1958 (VI ZR 109/57 - VersR 1958, 485) hat freilich klargestellt, daß dies nur für die Höhe des Anspruchs gelte und nicht für die Frage, ob ein solcher überhaupt besteht.Dem Grunde nach aber ist dieser Anspruch unabhängig von der Frage, ob der Schuldner zu seiner Befriedigung überhaupt imstande ist (BGHZ 18, 149, 160 [BGH 06.07.1955 - GSZ - 1/55]; Senatsurteil vom 13. Juni 1958 a.a.O. S. 486).
Dagegen hängt schon das "ob" des Billigkeitsanspruchs gem. § 829 BGB entscheidend von den gesamten Umständen ab, unter denen ein wirtschaftliches Gefälle vom Schädiger zum Geschädigten an erster Stelle steht, weshalb früher die Vorschrift vielfach als "Millionärsparagraph" (Senatsurteil vom 13. Juni 1958 a.a.O. S. 487 1. Sp.) bezeichnet worden ist.
Insoweit ist nicht zu verkennen, daß dieser Funktionswandel wenigstens im Bereich der Pflichtversicherung schon Ausdruck gefunden hat; allein die Tatsache der Versicherungspflicht weist darauf hin, daß auch die Schadloshaltung des Geschädigten und nicht nur die Freistellung des Versicherten in den Versicherungszweck einbezogen ist (vgl. Senatsurteile vom 13. Juni 1958 a.a.O. S. 486 f;… vom 24. Juni 1969 a.a.O. S. 861).
- BGH, 24.04.1979 - VI ZR 8/78
Schadloshaltung eines Geschädigten bei Zuerkennung eines Schadensersatzanspruchs …
Soweit dem Senatsurteil vom 13. Juni 1958 (VI ZR 109/57 = VersR 1958, 485 = NJW 1958, 1630) eine andere, allein auf die wirtschaftlichen Verhältnisse abstellende Auslegung entnommen werden könnte (…so noch Wussow UHR 12. Aufl. RZ 324, 326), hat der Senat schon im Urteil vom 26. Juni 1962 (VI ZR 152/61 - VersR 1962, 811 = NJW 1962, 2201) klargestellt, daß dies dem § 829 BGB (früher vielfach als "Millionärsparagraph" bezeichnet) nicht entnommen werden kann.Der Senat hat stets ausgesprochen, daß das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nicht zur klagbegründenden Tatsache werden dürfe und dem Umstand, daß der Schädiger Versicherungsschutz genießt, bisher allenfalls die Funktion einer Korrektur hinsichtlich der Höhe des zu zahlenden Betrages eingeräumt (s. Urteile vom 13. Juni 1958 a.a.O.;… v. 26. Juni 1962 a.a.O.; v. 24. Juni 1969 - VI ZR 15/68 = VersR 1969, 860 und v. 26. Juni 1973 - VI ZR 47/72 = VersR 1973, 925).
Wegen der Zulässigkeit der einen solchen bedingten Anspruch betreffenden Feststellungsklage und dem Verständnis und den Auswirkungen eines solchen Feststellungsausspruches wird auf die Ausführungen im Senatsurteil vom 13. Juni 1958 a.a.O. verwiesen (vgl. auch BGHZ 37, 102, 107 und Senatsurt. v. 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61 = VersR 1962, 811).
- BGH, 24.06.1969 - VI ZR 15/68
Haftungsverteilung bei einem Unfall mit einem hinter einem Omnibus …
Die beiderseitigen Vermögensverhältnisse allein fordern noch nicht, entgegen §§ 827, 828 BGB auch einen nicht verantwortlichen Schädiger für haftbar zu erklären - erst recht nicht der Umstand, dass einer der Beteiligten (oder gar beide) versichert ist, sei es haftpflichtversichert (freiwillig, gesetzlich oder zwangsversichert), sei es unfall- oder sonst schadensversichert (So auch BGH v. 15.1.1957, BGHZ 23, 90 = VRS 12, 331 = DAR 1957, 154 ; v. 13.6.1958, VersR 1958, 485 = VRS 15, 250 u. v. 26.6.1962, VersR 1962, 811 = VRS 23, 175 = DAR 1962, 293.Die beiderseitigen Vermögensverhältnisse allein fordern noch nicht, entgegen §§ 827, 828 BGB auch einen nicht verantwortlichen Schädiger für haftbar zu erklären - erst recht nicht der Umstand, dass einer der Beteiligten (oder gar beide) versichert ist, sei es haftpflichtversichert (freiwillig, gesetzlich oder zwangsversichert), sei es unfall- oder sonst schadensversichert (vgl. BGHZ 23, 90, 99; Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57, LM § 829 BGB Nr. 2 = VersR 1958, 485, 487 und vom 26. Juni 1962 - VI ZR 152/51, VersR 1962, 811).
Zwar mag es sein, dass das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nicht dazu dienen kann, die Haftung aus § 829 BGB zu begründen, wie dies der Senat in seinen Urteilen vom 13. Juni 1958 (- VI ZR 109/57, VersR 1958, 485) und vom 26. Juni 1962 (- VI ZR 152/61, VersR 1962, 811) für eine freiwillige Haftpflichtversicherung ausgesprochen hat (vgl. dazu auch Hanau, VersR 1969, 296).
- OLG Celle, 01.07.1987 - 9 U 36/86
Aufsichtspflicht bei Kindergeburtstag
Ob überhaupt ein nennenswertes wirtschaftliches Gefälle zwischen dem Kläger einerseits und dem Beklagten zu 1) andererseits besteht (vgl. hierzu BGH NJW 1958, 1630, 1631), läßt sich dem Prozeßstoff nicht entnehmen. - BGH, 19.03.1985 - VI ZR 163/83
Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen durch eine Berufsgenossenschaft
Auch beeinträchtigt es ihr Feststellungsinteresse grundsätzlich nicht, daß es sich derzeit nur um einen bedingten Anspruch der Klägerin, nämlich für den Fall einer Inanspruchnahme durch den Arbeitgeber des K., handelt (vgl. Senatsurteile vom 13. Juni 1958 - VI ZR 109/57 - VersR 1958, 485 = NJW 1958, 1630 und vom 24. April 1979 - VI ZR 8/78 - VersR 1979, 645, 646 hinsichtlich zulässiger Feststellungsklagen für einen bedingten Anspruch aus § 829 BGB). - BGH, 17.12.1969 - VIII ZR 52/68
Sachverständiger - Sachkunde - Gewerbsmäßige Lagerung - Mietvertrag
Daß die eingelagerten Waren versichert waren? steht ihrer Einbeziehung in den Schutzberoich des Mietvertrages nicht entgegen? denn dadurch? daß die Einlagerer Versicherungsschutz genießen? ändert sich nichts an ihren Beziehungen zu dem Lagerhalter und dessen Vermieter" Ebensowenig wie der Umstand? daß ein Schädiger versichert ist? geeignet ist? einen sonst nicht gegebenen Ersatzanspruch des Geschädigten zu begründen (DGL Ürt. v. 13. Juni 1953 - VI ZR 109/57 und vom 26, Juni 1962 - VI ZR 15/61 - m BGB § 829 Nr. 2 und 4)? kann grundsätzlich auch die Tatsache? daß der Geschädigte versichert istv den Schadensersatzanspruch nicht beeinflussen. - LG Osnabrück, 13.07.2006 - 4 O 473/06
Schadensersatz wegen Selbstverletzung eines Pferdes durch das Verhalten eines …
- BGH, 05.12.1978 - VI ZR 233/77
Ausschluß des Rückgriffs des Sozialversicherungsträgers gegen Familienangehörige …
- OLG Köln, 08.12.1999 - 11 U 233/95
Kein Verschulden eines Kindes bei Schlag gegen Biene oder Wespe
- BGH, 10.04.1962 - VI ZR 63/61
Entsprechende Anwendung des § 829 BGB im Rahmen des § 254 BGB
- KG, 02.02.2022 - 2 Ws 144/21
Anwendung zivilrechtlicher Zurechnungsmaßstäbe im Rahmen des § 5 Abs. 2 StrEG
- BGH, 26.06.1962 - VI ZR 152/61
- OLG Hamm, 14.12.1976 - 9 U 216/76
Ersatz von Krankenversicherungsleistungen anlässlich eines Sturzes vom Balkon der …
- BGH, 12.05.1959 - VI ZR 55/58
Rechtsmittel
- LG Mosbach, 20.08.1985 - S 81/85
Haftung aus Billigkeitsgründen gemäß § 829 BGB wegen ehrverletzender …
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