Rechtsprechung
| BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07 |
Volltextveröffentlichungen (17)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
- IWW
- Deutsches Notarinstitut
GmbHG § 35; HGB §§ 74 ff., 75d
Kein Wahlrecht des GmbH-Geschäftsführers, an unwirksamemnachvertraglichen Wettbewerbsverbot festzuhalten, dafür aber Karenzentschädigung zu verlangen - Wolters Kluwer
Anspruch auf Karenzentschädigung aus der in einem Geschäftsführeranstellungsvertrag getroffenen Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots ohne Karenzentschädigung; Wirksamkeit der Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots ohne Karenzentschädigung
- Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht (Volltext/Leitsatz/Auszüge)
Karenzentschädigung ausscheidender Geschäftsführer
- gesellschaftsrechtskanzlei.com
Anstellungsvertrag, Geschäftsführer, Karenzentschädigung, Wettbewerbsverbot
- RA Kotz (Volltext/Leitsatz)
Geschäftsführeranstellungsvertrag - Wettbewerbsverbot u. Karenzentschädigung
- Betriebs-Berater
Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung in Gegschäftsführeranstellungsvertrag
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GmbHG § 35; HGB §§ 74 ff.
Ergänzende Auslegung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots ohne Karenzentschädigung - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Anspruch auf Karenzentschädigung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (6)
- meyer-koering.de (Kurzinformation)
Karenzentschädigung und nachvertraglichem Wettbewerbsverbot des GmbH-Geschäftsführers
- gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)
GmbH-Geschäftsführer: Anspruch auf Karenzentschädigung
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung in Geschäftsführeranstellungsvertrag
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung in Geschäftsführeranstellungsvertrag
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot beim GmbH-Geschäftsführer
- anwalt.de (Kurzinformation)
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot: Rechtslage beim GmbH-Geschäftsführer
Besprechungen u.ä.
- meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung)
Karenzentschädigung und nachvertragliches Wettbewerbsverbot des GmbH-Geschäftsführers
Verfahrensgang
- LG Bonn, 14.03.2006 - 11 O 50/03
- OLG Köln, 29.03.2007 - 18 U 71/06
- BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07
- BGH, 13.08.2008 - II ZR 81/07
- OLG Köln - 18 U 184/04
Papierfundstellen
- ZIP 2008, 1719
- MDR 2008, 1223
- VersR 2009, 1092
- WM 2008, 1744
- DB 2008, 2187
- NZG 2008, 753
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 26.03.1984 - II ZR 229/83
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot
Auszug aus BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die an dem arbeitsrechtlichen Schutz von Handlungsgehilfen orientierten Vorschriften der §§ 74 ff. HGB grundsätzlich nicht für den Geschäftsführer einer GmbH (vgl. BGHZ 91, 1; Urteil vom 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709 f. zu b sowie zuletzt Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 11/07, BB 2008, 1349).Nicht anwendbar ist insbesondere der Grundsatz der bezahlten Karenz gemäß § 74 Abs. 2 HGB (BGHZ 91, 1).
Das schließt zwar nicht aus, dass die Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots gemäß § 138 BGB i.V. mit Art. 2, 12 GG nichtig sein kann, wenn das Verbot nicht dem berechtigten geschäftlichen Interesse der Gesellschaft dient oder es nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und die wirtschaftliche Tätigkeit des Geschäftsführers unbillig erschwert (BGHZ 91, 1, 5;… Sen.Urt. v. 4. März 2002 aaO).
- BGH, 04.03.2002 - II ZR 77/00
Verkürzung des Wettbewerbsverbots eines GmbH-Geschäftsführers durch Freistellung …
Auszug aus BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die an dem arbeitsrechtlichen Schutz von Handlungsgehilfen orientierten Vorschriften der §§ 74 ff. HGB grundsätzlich nicht für den Geschäftsführer einer GmbH (vgl. BGHZ 91, 1; Urteil vom 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709 f. zu b sowie zuletzt Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 11/07, BB 2008, 1349).Das schließt zwar nicht aus, dass die Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots gemäß § 138 BGB i.V. mit Art. 2, 12 GG nichtig sein kann, wenn das Verbot nicht dem berechtigten geschäftlichen Interesse der Gesellschaft dient oder es nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und die wirtschaftliche Tätigkeit des Geschäftsführers unbillig erschwert (BGHZ 91, 1, 5; Sen.Urt. v. 4. März 2002 aaO).
Mit dem nachträglichen Wegfall einer vereinbarten Karenzentschädigungspflicht infolge Verzichts der GmbH auf das Wettbewerbsverbot (dazu Sen.Urt. v. 4. März 2002 aaO) hat der vorliegende Fall nichts zu tun.
- BGH, 28.04.2008 - II ZR 11/07
Keine entsprechende Anwendung des § 74c Abs. 1 HGB auf GmbH-Geschäftsführer
Auszug aus BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die an dem arbeitsrechtlichen Schutz von Handlungsgehilfen orientierten Vorschriften der §§ 74 ff. HGB grundsätzlich nicht für den Geschäftsführer einer GmbH (vgl. BGHZ 91, 1; Urteil vom 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709 f. zu b sowie zuletzt Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 11/07, BB 2008, 1349). - BAG, 23.02.1977 - 3 AZR 620/75
Verfassungswidrigkeit des § 75 Abs. 3 HGB
Auszug aus BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07
Es handelt sich hier nicht um den Wegfall einer vereinbarten Karenzentschädigung, wie er in der - von dem Bundesarbeitsgericht (NJW 1977, 1357) für verfassungswidrig erachteten - Vorschrift des § 75 Abs. 3 HGB vorgesehen ist (…vgl. dazu Baumbach/Hopt aaO § 75 Rdn. 2).
- OLG München, 02.08.2018 - 7 U 2107/18
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot für GmbH-Geschäftsführer
Hiernach ist das Wettbewerbsverbot nichtig, wenn es nicht den berechtigten Geschäften der Gesellschaft dient und es nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und wirtschaftliche Tätigkeit des Geschäftsführers unbillig erschwert (BGH…, Urteil vom 26.3.1984 - II ZR 229/83, Rz. 9, 12;… Urteil vom 4.3.2002 - II ZR 77/00, Rz. 9; Beschluss vom 7.7.2008 - II ZR 81/07, Rz. 3).Dies ergibt sich daraus, dass grundsätzlich ein Wettbewerbsverbot auch ohne Karenzentschädigung zulässig wäre (…BGH vom 26.3.1984, a.a.O. Rz. 8;… Urteil vom 17.2.1992 - II ZR 140/91, Rz. 7;… besonders deutlich Urteil vom 28.4.2008 - II ZR 11/07, Rz. 6; Beschluss vom 7.7.2008, a.a.O. Rz. 5).
- BGH, 23.04.2024 - II ZR 99/22
GmbH-Recht: Wirksamkeit einer Vereinbarung über den rückwirkenden Wegfall einer …
Sie sind nur wirksam, wenn sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (BGH, Urteil vom 26. März 1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1, 5; Urteil vom 28. April 1986 - II ZR 254/85, ZIP 1986, 1056, 1057; Urteil vom 14. Juli 1986 - II ZR 296/85,WM 1986, 1282; Urteil vom 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, ZIP 1990, 586, 588; Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708;… Urteil vom30. November 2009 - II ZR 208/08, ZIP 2010, 324 Rn. 13; Beschluss vom 7. Juli 2008 - II ZR 81/07, ZIP 2008, 1719 Rn. 3;… Urteil vom 20. Januar 2015- II ZR 369/13, ZIP 2015, 472 Rn. 8).Wäre es nicht wirksam, fehlte es von vornherein an einer Anspruchsgrundlage für die Karenzentschädigung (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juli 2008 - II ZR 81/07, ZIP 2008, 1719 Rn. 4).
Rn. 14 a) Nach der Rechtsprechung des Senats muss dem Geschäftsführer einer GmbH, mit dem ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart wird, keine Karenzentschädigung versprochen und später gezahlt werden (BGH, Urteil vom 26. März 1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1, 3; Urteil vom 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709, 710;… Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 11/07,ZIP 2008, 1379 Rn. 6; Beschluss vom 7. Juli 2008 - II ZR 81/07, ZIP 2008, 1719 Rn. 3, 5).
- OLG Nürnberg, 25.11.2009 - 12 U 681/09
Wirksamkeit eines nachvertraglichen vertragsstrafenbewehrten Wettbewerbsverbots: …
a) Die Wirksamkeit einer derartigen Vereinbarung ist nicht an §§ 74ff. HGB zu messen, da diese Vorschriften für Organmitglieder, insbesondere Fremdgeschäftsführer einer GmbH, [jedenfalls beim Fehlen einer wirtschaftlichen Abhängigkeit] grundsätzlich nicht anwendbar sind (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 28.04.2008- II ZR 11/07, WM 2008, 1226; Beschluss vom 07.07.2008 - II ZR 81/07, WM 2008, 1744;… Scholz/Uwe K Schneider, GmbHG 10. Aufl. § 43 Rn. 175;… Zöllner/Noack in: Baumbach/Hueck, GmbHG 18. Aufl. § 35 Rn. 197; vgl. BGH, Urteil vom 10.04.2003 - III ZR 196/02, ZIP 2003, 998).Der Schutz der berechtigten Interessen ist hierbei im Rahmen einer Gesamtabwägung mit Ort, Zeit und Gegenstand des Berufsverbots ins Verhältnis zu setzen (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 28.04.1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944 - Praxisverkauf; Urteil vom 14.07.1986 - II ZR 296/85, WM 1986, 1282; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 29.10.1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121; Urteil vom 29.01.1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741; Urteil vom 14.07.1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707; Urteil vom 18.07.2005 - II ZR 159/03, WM 2005, 1752; Beschluss vom 07.07.2008 - II ZR 81/07, WM 2008, 1744;… Scholz/Uwe H. Schneider, GmbHG a.a.O. Rn. 1751;… Zöllner/Noack in: Baumbach/Hueck, GmbHG a.a.O. § 35 Rn. 198;… vgl. MünchKomm-AktG/Spindler, 3. Aufl. § 88 Rn. 47).
- OLG Köln, 01.06.2023 - 18 U 29/23
Wirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots gegenüber dem (früheren) …
Rn. 24 aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unterliegen die von einer GmbH mit ihren Geschäftsführern vereinbarten Wettbewerbsklauseln i. S. des § 74 Abs. 1 HGB nicht den für Handlungsgehilfen geltenden Beschränkungen der §§ 74ff. HGB, weil der Geschäftsführer nicht Handlungsgehilfe, sondern Organmitglied ist (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, NJW 1984, 2366; vgl. auch BGH, Hinweisbeschluss vom 07.07.2008 - II ZR 81/07, NZG 2008, 753). - LG München I, 19.06.2018 - 3 HKO 3431/18
Unwirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots
Rn. 18 1. Prüfungsmaßstab für die Wirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots ist nach der ständigen und gefestigten Rechtsprechung des BVH grundsätzlich § 138 BVB in Verbindung mit Artikel 2, 12 VV (vergleiche unter anderem BVHZ 91, 1; ZIP 2008, 1719). - LG Köln, 09.02.2023 - 22 O 279/22 Rn. 47 Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot ist nach der ständigen Rechtsprechung des BGH mit Rücksicht auf die grundgesetzlich geschützte Berufsausübungsfreiheit nur dann gerechtfertigt und nicht gemäß § 138 BGB sittenwidrig, wenn es den berechtigten Interessen der Gesellschaft dient und in gegenständlicher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreitet (BGH, NZG 2008, 753; NJW 2005, 3061, 3062; NZG 2002, 475, 476; NJW 1984, 2366, 2367).
Dies wird nicht als unbillig empfunden, da ein Wettbewerbsverbot mit einem Geschäftsführer gerade ohne Karenzentschädigung vereinbart werden kann (BGH, DStR 2008, 1842).
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Rechtsprechung
| BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- lexetius.com
EStG § 15a Abs. 1 und 3; HGB §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 Satz 1
- openjur.de
Entnahme in Höhe eines zusätzlich zur Haftsumme gezahlten Agios führt bei negativem Kapitalkonto nicht zu einer Gewinnzurechnung nach § 15a Abs. 3 EStG
- Judicialis
EStG § 15a Abs. 1; ; EStG § 15a Abs. 3; ; HGB § 171 Abs. 1; ; HGB § 172 Abs. 4 Satz 1
- IWW
- Simons & Moll-Simons
EStG § 15a Abs. 1 und 3; HGB §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 Satz 1
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
EStG § 15a Abs. 1; EStG § 15a Abs. 3; HGB § 171 Abs. 1; HGB § 172 Abs. 4 S. 1
Gewinnzurechnung nach § 15a Abs. 3 EStG - rechtsportal.de
Entnahme in Höhe eines zusätzlich zur Haftsumme gezahlten Agios führt bei negativem Kapitalkonto nicht zu einer Gewinnzurechnung nach § 15a Abs. 3 EStG
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Kommandit-Einlagen über die Haftsumme
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Bestehen einer die Haftsumme übersteigenden Pflichteinlage als "Polster" für haftungsunschädliche Entnahmen durch einen Kommanditisten; Begriff der Einlage; Wiederaufleben der Haftung eines Kommanditisten bei Durchführung einer Entnahme trotz des Bestehens eines ...
- ebnerstolz.de (Kurzinformation)
Zur Behandlung von Entnahmen eines Kommanditisten mit negativem Kapitalkonto
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Entnahme in Höhe eines zusätzlich zur Haftsumme gezahlten Agios bei negativem Kapitalkonto
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Verluste bei beschränkter Haftung
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Hamburg, 25.05.2007 - 6 K 426/03
- BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Papierfundstellen
- BFHE 220, 472
- ZIP 2008, 1719
- DB 2008, 846
- BStBl II 2008, 676
- NZG 2008, 718
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (5)
- BFH, 13.07.2006 - IV R 67/04
Gewinnzurechnung nach § 15a Abs. 3 EStG - Gesetzlicher Beteiligtenwechsel - …
Auszug aus BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Die Klägerin ist gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO klagebefugt; denn das FA hat in dem angefochtenen Bescheid die Feststellung der verrechenbaren Verluste mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns der Gesellschaft nach § 15a Abs. 4 Sätze 5 und 6 EStG verbunden (vgl. Senatsurteil vom 13. Juli 2006 IV R 67/04, BFHE 214, 337, BStBl II 2006, 878, m.w.N.).aa) Demgemäß hat der Senat in seinem Urteil in BFHE 214, 337, BStBl II 2006, 878, unter II.3.b der Gründe darauf hingewiesen, dass bei den Kommanditisten, die ins Handelsregister eingetragen sind, eine Zurechnung entnommener Agiobeträge nach § 15a Abs. 3 EStG entfällt.
Der Senat hält an der im Urteil in BFHE 214, 337, BStBl II 2006, 878, unter II.3.b der Gründe geäußerten Auffassung fest.
- BGH, 12.07.1982 - II ZR 201/81
Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung
Auszug aus BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Hiervon geht auch das vom FG für seine Lösung des Streitfalls herangezogene Urteil des BGH vom 12. Juli 1982 II ZR 201/81 (BGHZ 84, 383) aus.Hierdurch unterscheidet sich der Streitfall von dem Fall, der dem BGH-Urteil in BGHZ 84, 383 zugrunde lag.
- BGH, 30.01.1995 - II ZR 42/94
Anspruch der Gesellschaft auf Abführung erstatteter Körperschaftssteuer
Auszug aus BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Als solche sind die abgezogenen und einbehaltenen Kapitalertragsteuerbeträge der einzelnen Gesellschafter anzusehen (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. November 1995 I R 114/94, BFHE 179, 296, BStBl II 1996, 531, unter II.2.b bb der Gründe, unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 30. Januar 1995 II ZR 42/94, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1995, 574). - BFH, 22.11.1995 - I R 114/94
Gewerbebetrieb - Beteiligung - GmbH - Personenhandelsgesellschaft - …
Auszug aus BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Als solche sind die abgezogenen und einbehaltenen Kapitalertragsteuerbeträge der einzelnen Gesellschafter anzusehen (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. November 1995 I R 114/94, BFHE 179, 296, BStBl II 1996, 531, unter II.2.b bb der Gründe, unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 30. Januar 1995 II ZR 42/94, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1995, 574). - FG Hamburg, 25.05.2007 - 6 K 426/03
Bedeutung eines zusätzlich zur Einlage des Kommanditisten geleisteten Aufgelds …
Auszug aus BFH, 06.03.2008 - IV R 35/07
Das Urteil vom 25. Mai 2007 6 K 426/03 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2007, 1760 veröffentlicht.
- BFH, 09.07.2015 - IV R 19/12
Einbeziehung eines negativen Kapitalkontos in die Berechnung des …
Da durch die Auszahlung die für den Kläger als Kommanditist im Handelsregister eingetragene Haftsumme unterschritten wurde, lebte seine Haftung nach den §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 HGB infolge der Entnahmen wieder auf, so dass die Voraussetzungen des § 15a Abs. 3 Satz 1 EStG nicht vorlagen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6. März 2008 IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676). - BFH, 16.01.2025 - IV R 11/22
Zur Gewinnhinzurechnung gemäß § 15a Abs. 3 EStG
Rn. 27 aaa) Ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen eine nach § 15a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 2 EStG zu berücksichtigende Haftung des Kommanditisten wieder auflebt, bestimmt sich wegen des in § 15a Abs. 1 Satz 2 EStG enthaltenen Verweises auf § 171 Abs. 1 HGB allein nach handelsrechtlichen, nicht nach steuerrechtlichen Maßstäben (z.B. BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676, unter II.2.b aa).Mit der "Einlage" im Sinne des § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB ist die im Handelsregister eingetragene Haftsumme gemeint (BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676, unter II.2.b cc).
Unter "Zurückzahlung" einer Einlage im Sinne des § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB ist der actus contrarius zur Einlage im Sinne des § 171 Abs. 1 HGB zu verstehen, nämlich die Entnahme aus dem Gesellschaftsvermögen, die dazu führt, dass das Guthaben auf dem Kapitalkonto den Betrag der Hafteinlage nicht mehr deckt (BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676, unter II.2.b ee).
- BFH, 03.02.2010 - IV R 61/07
Formwechsel einer GmbH in eine KG - Verrechenbare Verluste nach § 15a EStG - …
Er bestimmt sich nach handelsrechtlichen Grundsätzen (vgl. BFH-Urteil vom 6. März 2008 IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676, zu II.2.b aa) und damit nach den --vorliegend zu fingierenden-- (positiven) handelsrechtlichen Kapitalkonten der Kommanditisten auf den 1. Dezember 1998, die --wie erläutert-- als haftungsmindernde Einlagen zu behandeln sind.
- FG Hamburg, 31.01.2011 - 2 K 179/09
Abgrenzung abziehbare/verrechenbare Verluste i. S. v. § 15a EStG: Wiederaufleben …
Ob und unter welchen Voraussetzungen eine nach § 15a Abs. 1 Satz 2 EStG zu berücksichtigende Haftung wieder auflebt, bestimmt sich wegen des in dieser Vorschrift enthaltenen Verweises auf § 171 Abs. 1 HGB allein nach handelsrechtlichen, nicht nach steuerrechtlichen Maßstäben (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.).Mit Einlage i. S. des § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB ist die im Handelsregister eingetragene Haftsumme gemeint (z. B. BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.; Huber, ZGR 1988, 1, 13; Baumbach/Hopt, HGB, 34. A., § 172 Rz 64).
Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Pflichteinlage nicht bereits durch Verluste verbraucht ist; in diesem Fall steht die die Haftsumme übersteigende Pflichteinlage nicht mehr als Polster für haftungsunschädliche Entnahmen zur Verfügung (BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 unter Berufung auf Koller in Festschrift für Heinsius, 1991, S. 357, 358).
(BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.).
- FG Hessen, 11.09.2013 - 2 K 493/10
Entnahmebedingter fiktiver Gewinn nach § 15a Abs. 3 EStG); (Entnahmebedingter …
Rn. 24 Ob und unter welchen Voraussetzungen eine nach § 15a Abs. 1 Satz 2 EStG zu berücksichtigende Haftung wieder auflebt, bestimmt sich wegen des in dieser Vorschrift enthaltenen Verweises auf § 171 Abs. 1 HGB allein nach handelsrechtlichen, nicht nach steuerrechtlichen Maßstäben (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.).Mit Einlage i. S. des § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB ist die im Handelsregister eingetragene Haftsumme gemeint (z. B. BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.; Huber, ZGR 1988, 1, 13; Baumbach/Hopt, HGB, 34. A., § 172 Rz 64).
Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Pflichteinlage nicht bereits - wie im Streitfall - durch Verluste verbraucht ist; in diesem Fall steht die die Haftsumme übersteigende Pflichteinlage nicht mehr als Polster für haftungsunschädliche Entnahmen zur Verfügung (BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 unter Berufung auf Koller in Festschrift für Heinsius, 1991, S. 357, 358).
(BFH-Urteil vom 06.03.2008 - IV R 35/07, BStBl II 2008, 676 m. w. N.) Hinsichtlich des Wiederauflebens der Haftung des Kommanditisten ist aber zusätzlich darauf zu achten, dass diese stets auf den Betrag der im Handelsregister eingetragenen Haftung begrenzt ist und darüber hinausgehende Entnahmen zu einer Gewinnzurechnung führen (vgl. Bitz in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, Loseblatt, § 15 a Rz 36;… ebenso MünchKommHGB, 2. Auflage, Karsten Schmitt, §§ 171, 172 Rdnr. 64).
- BFH, 29.05.2012 - IV B 33/11
Zulassung der Revision wegen Divergenz
Rn. 7 Aus den BFH-Urteilen vom 6. März 2008 IV R 35/07 (BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676) und IV R 15/06 (…BFH/NV 2008, 1142) ergebe sich jedoch der Rechtssatz, dass sich die Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen eine nach § 15a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes zu berücksichtigende Haftung der Kommanditisten wiederauflebe, allein nach handelsrechtlichen, nicht nach steuerrechtlichen Maßstäben bestimme.Denn das FG hat seiner Entscheidung keine abstrakten Rechtssätze zu Grunde gelegt, die mit tragenden Rechtsausführungen in den von der Klägerin bezeichneten BFH-Urteilen in BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676 und in BFH/NV 2008, 1142 nicht übereinstimmen.
Vielmehr ist das FG ausdrücklich von den im BFH-Urteil in BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676 entwickelten Rechtsgrundsätzen --die insoweit mit denjenigen in BFH/NV 2008, 1142 übereinstimmen-- ausgegangen (unter II.a der Entscheidungsgründe, Seite 11 f. der Urteilsreinschrift).
- FG Saarland, 01.07.2015 - 1 K 1414/12
Einbringung von Mitunternehmeranteilen in eine neu gegründete atypisch stille …
Es ergibt sich auch aus den vertraglichen Unterlagen kein Hinweis darauf, dass das Agio das eigene Kapitalkonto des G oder eines anderen Gesellschafters mehren sollte (anders als in BFH vom 6. März 2008 IV R 35/07, BStBl II 2008, 676;… vom 6. März 2008 IV R 15/06, BFH/NV 2008, 1142). - BFH, 09.08.2010 - IV B 123/09
Vom atypisch Stillen geleistetes Agio erhöht nicht eigenen Gewinnanteil - Einlage …
Rn. 29 Es kann dahinstehen, ob die Leistung eines Agios durch den atypisch stillen Gesellschafter ebenso wie die Einlage sein eigenes Kapitalkonto erhöht (vgl. zum Agio eines Kommanditisten BFH-Urteile vom 6. März 2008 IV R 35/07, BFHE 220, 472, BStBl II 2008, 676, und IV R 15/06, BFH/NV 2008, 1142) oder ob das Agio für Rechnung eines anderen Mitunternehmers geleistet werden kann, so dass es dessen Kapitalkonto erhöht.
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