Rechtsprechung
| OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Judicialis
AUB 94 § 1 III; ; AUB 94 § 1; ; AUB 94 § 2 IV; ; AUB 94 § 2 Abs. 1 (1); ; AUB 94 § 7 IV (1); ; AUB 94 § 7 IV (2); ; VVG § 180 a; ; MBKK 76 § 5 (1) d
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Unfallversicherung: Nachweis des Versicherungsfalls
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Leistungen aus der Unfallversicherung; Beweislast beim Risikoausschluss; Vorliegen einer bedingungsmäßigen notwendigen stationären Heilbehandlung; Auslegungsmaßstab bei Allgemeinen Versicherungsbedingungen
Verfahrensgang
- LG Landau/Pfalz, 06.12.2001 - 4 O 899/97
- LG Landau/Pfalz, 24.04.2002 - 4 O 899/97
- OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (13)
- BGH, 04.05.1983 - IVa ZR 113/81
Rehabilitationsmaßnahmen in der privaten Krankenversicherung
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Käme es bei der Beurteilung der Voraussetzungen der in Rede stehenden Ausschlussklausel in der Krankenhaustagegeldversicherung im Rahmen der Unfallversicherung (vgl. § 7 IV (2) AUB 94) ebenso wie bei der Krankenhaustagegeldversicherung im Rahmen der Krankenversicherung (vgl. § 5 (1) d MBKK 76) auf die Ausgestaltung der Heilbehandlung als maßgebliches Kriterium an (vgl. für die Krankenversicherung: BGH VersR 1983, 677; VersR 1995, 1040 ; für die Unfallversicherung: OLG Hamm, Urteil vom 28. Mai 1993 - 20 U 23/93 - juris; NJW-RR 1995, 1241) spräche vorliegend viel für das Eingreifen der Ausschlussklausel.Im Hinblick auf den allgemeinen Sprachgebrauch (zu dessen Berücksichtigung bei der Auslegung der Versicherungsbedingungen vgl. BGH VersR 1983, 677) liegt die Annahme fern, die in § 7 IV (2) AUB 94 angeführten Sanatorien - die im Vergleich zu den weiteren Einrichtungen wie Erholungsheime und Kuranstalten von der Art der gewährten Behandlung noch am ehesten mit der Behandlung in Rehabilitationskliniken vergleichbar sein mögen (vgl. BGH VersR 1983, 677) - würden Reha-Kliniken mit umfassen.
- BGH, 10.07.1996 - IV ZR 133/95
Der BGH zur medizinisch notwendigen Heilbehandlung von AIDS
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Dabei ist ein objektiver Maßstab anzulegen; auf die Auffassung des Versicherungsnehmers oder des ihn behandelnden Arztes kommt es nicht an (BGHZ 133, 208; OLG Koblenz NVersZ 01, 269;… Grimm aaO § 7 Rdnr. 54 m.w.N.). - BGH, 03.03.2004 - IV ZR 25/03
Privater Krankenversicherer eines zeugungsunfähigen Mannes muß die Kosten einer …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Dass die dortige medizinische Tätigkeit (primär) nicht auf die Beseitigung der Erkrankung des Klägers, sondern "lediglich" auf die Linderung der Krankheitsfolgen, nämlich u.a. auf die Befähigung des Klägers, den Auswirkungen seiner Erkrankung auf die Erwerbsfähigkeit "entgegenzuwirken oder sie zu überwinden" (vgl. § 9 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI), gerichtet war, steht der Annahme einer bedingungsgemäßen Heilbehandlung nicht entgegen (vgl. BGHZ 99, 228; Urteil vom 3. März 2004 - IV ZR 25/03 für die Krankenversicherung).
- BGH, 17.12.1986 - IVa ZR 78/85
Erstattungsfähigkeit der Kosten einer künstlichen Befruchtung in der privaten …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Dass die dortige medizinische Tätigkeit (primär) nicht auf die Beseitigung der Erkrankung des Klägers, sondern "lediglich" auf die Linderung der Krankheitsfolgen, nämlich u.a. auf die Befähigung des Klägers, den Auswirkungen seiner Erkrankung auf die Erwerbsfähigkeit "entgegenzuwirken oder sie zu überwinden" (vgl. § 9 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI), gerichtet war, steht der Annahme einer bedingungsgemäßen Heilbehandlung nicht entgegen (vgl. BGHZ 99, 228; Urteil vom 3. März 2004 - IV ZR 25/03 für die Krankenversicherung). - BGH, 08.12.1999 - IV ZR 40/99
Inanspruchnahme des Versicherungsnehmers auf Schadensersatz
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Somit ist aus Sicht des durchschnittlichen Versicherungsnehmers, auf dessen Verständnis es bei der Auslegung von Versicherungsbedingungen entscheidend ankommt (vgl. z. B. BGH VersR 2000, 311 und 2003, 1389), nach § 7 IV (2) AUB 94 der entscheidende Grund für den Wegfall des Anspruchs auf Krankenhaustagegeld der Aufenthalt in einer bestimmten Einrichtung und nicht die Ausgestaltung der Behandlung während des Aufenthalts. - BGH, 17.09.2003 - IV ZR 19/03
Begriff des rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhangs in der …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Somit ist aus Sicht des durchschnittlichen Versicherungsnehmers, auf dessen Verständnis es bei der Auslegung von Versicherungsbedingungen entscheidend ankommt (vgl. z. B. BGH VersR 2000, 311 und 2003, 1389), nach § 7 IV (2) AUB 94 der entscheidende Grund für den Wegfall des Anspruchs auf Krankenhaustagegeld der Aufenthalt in einer bestimmten Einrichtung und nicht die Ausgestaltung der Behandlung während des Aufenthalts. - BGH, 05.07.1995 - IV ZR 320/94
Abgrenzung einer Krankenhaus- von einer Kur- oder Sanatoriumsbehandlung
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
Käme es bei der Beurteilung der Voraussetzungen der in Rede stehenden Ausschlussklausel in der Krankenhaustagegeldversicherung im Rahmen der Unfallversicherung (vgl. § 7 IV (2) AUB 94) ebenso wie bei der Krankenhaustagegeldversicherung im Rahmen der Krankenversicherung (vgl. § 5 (1) d MBKK 76) auf die Ausgestaltung der Heilbehandlung als maßgebliches Kriterium an (vgl. für die Krankenversicherung: BGH VersR 1983, 677; VersR 1995, 1040 ; für die Unfallversicherung: OLG Hamm, Urteil vom 28. Mai 1993 - 20 U 23/93 - juris; NJW-RR 1995, 1241) spräche vorliegend viel für das Eingreifen der Ausschlussklausel. - BGH, 19.03.2003 - IV ZR 283/02
Begriff der psychischen Reaktion in der Unfallversicherung
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
In beiden Fällen handelt es sich um Ausnahmen vom in § 1 AUB 94 zugesagten Versicherungsschutz, deren Voraussetzungen die Beklagte als diejenige zu beweisen hat, die sich auf die Ausnahme beruft (zur Beweislast beim Risikoausschluss vgl. BGH NJW 1995, 3256 zu § 10 (5) AUB 61; VersR 2002, 1135 zu § 2 Abs. 1 (1) AUB 88 und BGH NJW-RR 2003, 881 zu § 2 IV AUB 88; OLG Dresden, zitiert nach juris, in VersR 2003, 93 insoweit nicht abgedruckt;… Grimm Unfallversicherung 3. Aufl. § 2 Rdnr. 5; Knapp NVersZ 2002, 1). - BGH, 03.07.2002 - IV ZR 205/01
Bestimmung des Blutalkoholgehalts anhand von Leichenblut
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
In beiden Fällen handelt es sich um Ausnahmen vom in § 1 AUB 94 zugesagten Versicherungsschutz, deren Voraussetzungen die Beklagte als diejenige zu beweisen hat, die sich auf die Ausnahme beruft (zur Beweislast beim Risikoausschluss vgl. BGH NJW 1995, 3256 zu § 10 (5) AUB 61; VersR 2002, 1135 zu § 2 Abs. 1 (1) AUB 88 und BGH NJW-RR 2003, 881 zu § 2 IV AUB 88; OLG Dresden, zitiert nach juris, in VersR 2003, 93 insoweit nicht abgedruckt;… Grimm Unfallversicherung 3. Aufl. § 2 Rdnr. 5; Knapp NVersZ 2002, 1). - BGH, 27.09.1995 - IV ZR 283/94
Darlegungs- und Beweislast des Versicherers bei Geltendmachung des …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 19.05.2004 - 1 U 7/02
In beiden Fällen handelt es sich um Ausnahmen vom in § 1 AUB 94 zugesagten Versicherungsschutz, deren Voraussetzungen die Beklagte als diejenige zu beweisen hat, die sich auf die Ausnahme beruft (zur Beweislast beim Risikoausschluss vgl. BGH NJW 1995, 3256 zu § 10 (5) AUB 61; VersR 2002, 1135 zu § 2 Abs. 1 (1) AUB 88 und BGH NJW-RR 2003, 881 zu § 2 IV AUB 88; OLG Dresden, zitiert nach juris, in VersR 2003, 93 insoweit nicht abgedruckt;… Grimm Unfallversicherung 3. Aufl. § 2 Rdnr. 5; Knapp NVersZ 2002, 1). - OLG Dresden, 07.06.2002 - 3 U 589/02
Klagefrist nach § 12 Abs. 3 VVG und Rechtsfolgen einer Fristversäumung: …
- OLG Hamm, 28.05.1993 - 20 U 23/93
Ärztliche Feststellung; Invalidität; Frist
- OLG Hamm, 13.07.1994 - 20 U 13/94
Fist; Arzt; Unfall; Invalidität; Klage; Beweisbeschluß; Sachverständiger
- BGH, 08.01.2020 - IV ZR 240/18
Ausschluss des Anspruchs auf Krankenhaustagegeld auch für den Aufenthalt in einer …
Aufl. Ziff. 2.5 Rn. 4; Kloth, Private Unfallversicherung 2. Aufl. Abschn. H Rn. 21; Marlow in Veith/Gräfe/Gebert, Der Versicherungsprozess 3. Aufl. § 12 Rn. 404; a.A. OLG Zweibrücken OLGR 2004, 595, 598 [juris Rn. 34]). - LG Heidelberg, 04.10.2018 - 5 S 25/17
Unfallversicherung: Anspruch auf Krankenhaustagegeld für Aufenthalt in Rehaklinik
Während manche Oberlandesgerichte Rehabilitationsmaßnahmen den Kur- oder Sanatoriumsbehandlungen im Sinne dieser Klausel gleichstellen (OLG Köln r + s 2015, 84;… OLG Hamm, Urt. v. 13.07.1994 - 20 U 13/94 -, Abs.-Nr. 26;… OLG Hamm, Urt. v. 28.05.1993 - 20 U 23/93 -, Abs.-Nr. 34;… zustimmend Leverenz in Bruck/Möller, VVG, 9. Aufl. 2010, AUB Ziff 2.4 Rn. 20), lehnen das andere ab (OLGR Zweibrücken 2004, 595 [598]).Nicht nur hinsichtlich der Wortherkunft (sanare "heilen", rehabilitare "wieder befähigen"), sondern auch in der Verwendung kommen sich die Begriffsbedeutungen der hier aufgeführten Einrichtungen entgegen OLGR Zweibrücken 2004, 595 (598) sehr nahe.
Bei den Versicherungsbedingungen handelt es sich um ein verbreitetes und typisches Klauselwerk, das im hier entscheidungserheblichen Punkt des Leistungsausschlusses für "Sanatorien, Erholungsheime, Kuranstalten" von den Oberlandesgerichten unterschiedlich ausgelegt wird (vgl. auch die Revisionszulassung durch OLGR Zweibrücken 2004, 595 [598]).
- OLG Celle, 24.11.2011 - 8 U 173/11
Auswirkungen einer Dyslexie bei einem Rechtsanwalt als Folge eines leichten …
Auf die Auffassung des Versicherungsnehmers oder des ihn behandelnden Arztes kommt es nicht an (vgl. BGH VersR 1996, 1224; BGH VersR 1991, 987; BGH VersR 1979, 221; OLG Zweibrücken OLGR Zweibrücken 2004, 595; OLG Koblenz VersR 2001, 1417).
- OLG Köln, 11.01.2013 - 20 U 164/12
Begriff des unfallbedingten Krankenhausaufenthalts
Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Fall von der Konstellation, die dem OLG Zweibrücken (OLGR 2004, 595) zugrunde lag, denn hier ist in den Bedingungen klar geregelt, dass nur ein Aufenthalt in einem Krankenhaus den Versicherungsfall auslösen kann. - LG Köln, 07.07.2010 - 26 O 369/09
Anspruch auf Krankenhaustagegeld bei einem Aufenthalt in Sanatorien, …
Rn. 27 Entgegen der Ansicht der Klägerin, mit Verweis auf das Urteil des OLG Zweibrücken vom 19.05.2004, Az.: 1 U 7/02, liegt kein vergleichbare Situation mit der Regelung in § 7 Abs. 4 UAbs. 2 AUB 94 vor. - OLG Nürnberg, 13.10.2025 - 8 U 447/24
Risikoausschluss für eine "Kur- und Sanatoriumsbehandlung" in der privaten …
Soweit die maßgeblichen Tarifbedingungen ("Vertragsgrundlage …") ergänzend regeln, dass die Leistung in der versicherten Höhe "je Tag der Krankenhausbehandlung" geschuldet ist, stellt dies keine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung in dem Sinne dar, dass es sich nur um ein Krankenhaus im engeren Sinne und nicht auch um eine Rehabilitationsklinik gehandelt haben darf (vgl. auch OLG Zweibrücken, NJOZ 2004, 2998, 3000). - LG Köln, 09.07.2012 - 26 O 286/11
Kostenerstattung für einen Klinikaufenthalt bei Durchführung einer medizinischen …
Rn. 30 Die Entscheidung des OLG Zweibrücken (Urteil vom 19.05.2004, Az. 1 U 7/02), wonach die stationäre Heilbehandlung in einer Rehabilitationsklinik nicht unter die Ausschlussklausel fällt, steht der diesseits vertretenen Ansicht nicht notwendig entgegen, da sie zu § 7 AUB 94 ergangen ist.
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Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Judicialis
ZPO § 3; ; ZPO § ... 92; ; ZPO § 97 Abs. 1; ; ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2 a.F.; ; ZPO § 258 a.F.; ; ZPO § 287; ; ZPO § 511; ; ZPO § 511 a Abs. 1 a.F.; ; ZPO § 521; ; ZPO § 522 a Abs. 1 a.F.; ; ZPO § 522 a Abs. 2 a.F.; ; ZPO § 546 Abs. 2 Satz 1; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711; ; ZPO § 713; ; BGB § 242; ; BGB §§ 249 ff. a.F.; ; BGB § 249 Abs. 2 a.F.; ; BGB § 251 a.F.; ; BGB § 276; ; BGB § 278; ; BGB § 421 a.F.; ; BGB § 823; ; BGB § 831; ; BGB § 840 Abs. 1; ; BGB § 847; ; BGB § 847 Abs. 1 a.F.; ; ÄnderungsG z. EGBGB § 5
- ciper.de
Kausalität zwischen Kaiserschnitt und Hirnschädigung des Kindes
- rechtsportal.de
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Geburtshilfe/Gynäkologie, nicht rechtzeitiges Einleiten einer operativen Intervention
- Wolters Kluwer
Ärztlicher Fehler; Behandlungsfehler; Geburt; Ersatz immateriellen Schadens; Ersatzpflicht für künftigen Schaden; Positive Vertragsverletzung; Verzögerung einer Entscheidung; Fahrlässigkeit
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Potsdam, 31.01.2002 - 11 O 102/99
- OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Papierfundstellen
- VersR 2004, 199
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (11)
- BGH, 30.04.1996 - VI ZR 55/95
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Für den Antrag auf Zahlung von Schmerzensgeldkapital bedarf es anerkanntermaßen keiner Bezifferung, sondern lediglich der Angabe einer Größenordnung oder eines Mindestbetrages, um dem Bestimmtheitserfordernis des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO a.F. zu genügen (BGHZ 132, 341; BGH NJW 1992, 311). - BGH, 23.04.1991 - X ZR 77/89
Rechtliches Interesse einer Schadensersatzfeststellungsklage; Anforderungen an …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Es ist zu bejahen, wenn die Entstehung eines zukünftigen Schadens möglich, wenn auch noch nicht gewiß ist und der Schaden daher noch nicht beziffert werden kann (so BGH NJW 1984, 1552; 1991, 2707). - BGH, 29.11.1994 - VI ZR 93/94
Bemessung des Schmerzensgeldes bei vorsätzlicher Rechtsgutverletzung
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Die Bemessung des Schmerzensgeldes erfolgt gemäß § 847 BGB, 287 ZPO nach billigem Ermessen des Gerichts unter typisierender Einbeziehung vergleichbarer Fälle und unter Berücksichtigung der Genugtuungs- und der Ausgleichsfunktion des Schmerzensgeldes sowie der Art und Dauer der eingetretenen Folgen (vergl. BGHZ 128, 117 = VersR 1991, S. 351).
- BGH, 30.03.1983 - VIII ZR 3/82
Bestehendes Mietverhältnis als Voraussetzung eines mietrechtlichen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Es ist zu bejahen, wenn die Entstehung eines zukünftigen Schadens möglich, wenn auch noch nicht gewiß ist und der Schaden daher noch nicht beziffert werden kann (so BGH NJW 1984, 1552; 1991, 2707). - BGH, 08.06.1976 - VI ZR 216/74
Voraussetzungen der Zubilligung einer Schmerzensgeldrente neben einem …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Daneben kommt die Zahlung einer Schmerzensgeldrente in besonders schwerwiegenden Fällen in Betracht, wenn sich die Schädigungen gleichsam immer wieder von neuem ereignen (vergl. BGH VersR 1976, 967). - BGH, 10.01.1984 - VI ZR 158/82
Erweiterung der Vertragshaftung des Arztes durch Vertragsschluß mit dritten …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
a) Die Darlegungs- und Beweislast für eine Pflichtverletzung des Arztes und deren Ursächlichkeit für den eingetretenen Körper- bzw. Gesundheitsschaden trägt grundsätzlich der Geschädigte bzw. der Anspruchsteller (BGHZ 89, 263, 99 391; BGH NJW 1987, 705). - BGH, 06.12.1988 - VI ZR 132/88
Arzthaftung bei Geburt aus Beckenendlage
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Angesichts der eine operative Intervention schon zu diesem Zeitpunkt nahelegenden Gesichtspunkte und Alarmzeichen bleibt hier kein Raum für den Grundsatz, daß die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes ist (vergl. hierzu BGHZ 106, 153, 157; OLG Hamm VersR 1992, 843). - BGH, 24.06.1986 - VI ZR 21/85
Feststellung der haftungsbegründenden Kausalität im Rahmen der Arzthaftung wegen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
a) Die Darlegungs- und Beweislast für eine Pflichtverletzung des Arztes und deren Ursächlichkeit für den eingetretenen Körper- bzw. Gesundheitsschaden trägt grundsätzlich der Geschädigte bzw. der Anspruchsteller (BGHZ 89, 263, 99 391; BGH NJW 1987, 705). - BGH, 10.03.1987 - VI ZR 88/86
Annahme eines groben Behandlungsfehlers bei Verletzung der ärztlichen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Ob ein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, beantwortet sich danach, ob der Arzt nach den von ihm zu fordernden medizinischen Kenntnissen und Erfahrungen im konkreten Fall diagnostisch und therapeutisch vertretbar und sorgfältig zu Werke gegangen ist oder nicht (vergl. hierzu BGH NJW 1987, 2291, 2292). - BGH, 24.09.1991 - VI ZR 60/91
Beschwer bei Unterschreitung der Schmerzensgeldforderung
Auszug aus OLG Brandenburg, 09.10.2002 - 1 U 7/02
Für den Antrag auf Zahlung von Schmerzensgeldkapital bedarf es anerkanntermaßen keiner Bezifferung, sondern lediglich der Angabe einer Größenordnung oder eines Mindestbetrages, um dem Bestimmtheitserfordernis des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO a.F. zu genügen (BGHZ 132, 341; BGH NJW 1992, 311). - OLG Hamburg, 26.06.1987 - 1 U 49/86
- OLG Bamberg, 19.09.2016 - 4 U 38/15
Haftungsbegründende Kausalität und Schmerzensgeldhöhe bei schwerem …
Weist die Situation des geschädigten Kindes signifikante Unterschiede zur typischen Sachverhaltsgestaltung eines extremen Schadensfalls aus, so hat sich dieser Umstand grundsätzlich auch in einer entsprechenden - deutlichen -Ermäßigung des immateriellen Ausgleichs gegenüber den in der einschlägigen Judikatur der Oberlandesgerichte zugebilligten Schmerzensgeldbeträgen in einer Größenordnung von 500.000,00 EUR (und darüber) niederzuschlagen (…Abgrenzung zu OLG Hamm VersR 2004, 386 Rn. 7, 61ff.; OLG Brandenburg VersR 2004, 199, Rn. 3, 4 und 44;… OLG Jena VersR 2009, 1676, Rn. 6).Rn. 35 3. Die demnach gebotene typologische Einordnung des vorliegenden Sachverhalts drängt sich im Vergleich mit denjenigen Fallgestaltungen, die Gegenstand der im Ersturteil zitierten OLG-Entscheidungen sind (…OLG Hamm VersR 2004, 386 Rn. 7, 61ff.; OLG Brandenburg VersR 2004, 199, Rn. 3, 4 und 44;… OLG Celle VersR 2009, 500 dort Rn. 56ff.;… OLG Zweibrücken MedR 2009, 88 Rn. 51ff.;… OLG Jena VersR 2009, 1676, Rn. 6;… OLG Koblenz VersR 2010, 1452, dort Rn. 9, 77ff. sowie OLG Stuttgart AHRS 0550/372, Rn. 2, 25 und 29 bei juris), geradezu auf.
- OLG Stuttgart, 09.09.2008 - 1 U 152/07
Krankenhaushaftung: Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch wegen schwerster …
Angesichts der herausragenden Bedeutung, die dem Persönlichkeitsrecht zukommt (Art. 1 und 2 GG), hält der Senat unter Berücksichtigung aller Umstände daher auch ein Schmerzensgeld an der obersten Grenze in einem Betrag von 500.000 EUR für angemessen (vgl. auch OLG Köln VersR 2007, 219; LG Berlin VersR 2005, 1247 - bestätigt durch KG GesR 2005, 499; OLG Hamm VersR 2002, 1163; VersR 2004, 386; mit geringeren Schmerzensgeldbeträgen: OLG Düsseldorf VersR 2008, 534; OLG Brandenburg VersR 2004, 199; OLG Bremen NJW-RR 2003, 1255). - OLG Saarbrücken, 12.09.2012 - 1 U 5/11
Höhe des Schmerzensgeldes bei einem ärztlichen Kunstfehler bei Einbau einer …
Ob ein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, beantwortet sich somit danach, ob er nach den von ihm zu fordernden medizinischen Kenntnissen und Erfahrungen im konkreten Fall diagnostisch und therapeutisch vertretbar und sorgfältig vorgegangen ist oder nicht (OLG Brandenburg, VersR 2004, 199, 200).
- OLG Hamm, 30.05.2005 - 3 U 297/04
Behandlungsfehler bei Übernahme einer ärztlichen Behandlung trotz unzureichender …
Der Senat hat dabei berücksichtigt, dass es tragische Fälle mit noch schwererem Verlauf gibt, z. B. Fälle, in denen das Kind blind ist und nur über eine Magensonde ernährt werden kann (vgl. OLG Brandenburg, VersR 2004, 199) In dieser Fallgestaltung hat die Rechtsprechung indes auch größere Entschädigungen zuerkannt, im vorgenannten Fall 230.000,- EUR Schmerzensgeld-Kapital plus 360,- EUR monatlich Schmerzensgeldrente Eine dahingehende Vorstellung hat auch der Kläger nicht geäußert. - OLG Naumburg, 11.03.2010 - 1 U 36/09
Zwillingsschwangerschaft - Krankenhaushaftung: Grober Behandlungsfehler einer …
Rn. 42 z.B.: OLG Schleswig VersR 1994, 310, 311; OLG Stuttgart VersR 2001, 1560, 1563/4; OLG München VersR 1997, 977; OLG Brandenburg VersR 2004, 199, 200; OLG Düsseldorf VersR 2008, LG München VersR 2007, 1139; Senat a.a.O.). - OLG Jena, 06.03.2012 - 4 U 26/11
LWK 2-Fraktur - Arzthaftung: Pflicht zur Aufklärung über die Behandlung und deren …
Rn. 57 Die Wahl der Therapiemethode ist im Grundsatz (s.o.) primär Sache des Arztes, dem die höchst- und obergerichtliche Rechtsprechung darin ein zunehmend weites, freies Ermessen einräumt (BGH NJW 1988, 763; 1989, 1538; OLG Naumburg VersR 2006, 979; OLG Brandenburg VersR 2004, 199). - OLG Frankfurt, 18.04.2006 - 8 U 107/05
Schmerzensgeld für während der Geburt verursachte Hirnschädigung
Rn. 45 So hat das OLG Brandenburg im Falle einer durch verzögerten Kaiserschnitt hervorgerufenen schweren Hirnschädigung 230.000,-- EUR zuzüglich einer monatlichen Rente von 360 EUR zuerkannt, wobei die Fähigkeit, die Umwelt wahrzunehmen und Gefühlsäußerungen durch Lachen oder Weinen zum Ausdruck zu bringen, nicht zu einem nennenswerten Abschlag führen (VersR 04, 199); das Landgericht Lübeck hat einem Kind mit einer durch einen ärztlichen Kunstfehler verursachten geistigen und körperlichen Schwerstbehinderung mit dem Unvermögen zu sehen, zu hören, zu essen oder zu trinken 250.000,-- EUR nebst einer Rente von 500,-- EUR zugesprochen (…Urt. v. 227.2002). - LG Detmold, 14.10.2016 - 1 O 245/14
Schadensersatz - Schmerzensgeld - Notarzteinsatz - Behandlungsfehler
Ob ein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, beantwortet sich danach, ob er nach den von ihm zu fordernden medizinischen Kenntnissen und Erfahrungen im konkreten Fall diagnostisch und therapeutisch vertretbar und sorgfältig vorgegangen ist oder nicht (OLG Brandenburg, Urteil vom 9. Oktober 2002, 1 U 7/02, VersR 2004, 199f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 12. Oktober 2005, 7 U 132/04, OLG Report Karlsruhe 2006, 8; OLG Naumburg, Urteil vom 11. Juli 2006, 1 U 1/06, OLG Report Naumburg 2007, 396). - OLG Naumburg, 24.02.2011 - 1 U 58/10
Fersenbeinfraktur - Arzthaftung: Standart bei einem als Facharzt für Orthopädie …
Ob ein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, beantwortet sich danach, ob der Arzt nach den von ihm zu fordernden medizinischen Kenntnissen und Erfahrungen im konkreten Fall diagnostisch und therapeutisch vertretbar und sorgfältig zu Werke gegangen ist (z.B. OLG Brandenburg Urteil vom 9.10.2002 - 1 U 7/02 - [VersR 2004, 199, 200] m.w.N.). - LG Rostock, 07.08.2013 - 10 O 445/10 Als Behandlungsfehler ist dabei jeder Verstoß gegen die Regeln und Standards der ärztlichen Wissenschaft zu verstehen; ob ein Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, beantwortet sich danach, ob er nach den von ihm zu fordernden medizinischen Kenntnissen und Erfahrungen im konkreten Fall diagnostisch und therapeutisch vertretbar und sorgfältig zu Werke gegangen ist oder nicht (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH, VersR 1997, 770, 771; OLG Brandenburg, Urteil vom 09.10.2002, 1 U 7/02).
- LG Berlin, 22.11.2022 - 36 O 267/11
Behandlungsfehler und Aufklärungsmängel im Zusammenhang mit Behandlung zur …
- LG Berlin, 22.11.2022 - 36 O 267/22
- LG Rostock, 15.03.2017 - 10 O 664/11
Zahnarzthaftung bei mit Versorgung mit Disk-Implantaten
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Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 02.04.2002 - 1 U 7/2002, 1 U 7/02 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Judicialis
ZPO § 97; ; ZPO § 412; ; ZPO § 543 Abs. 1 a.F.; ; ZPO § 543 n.F.; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711; ; ZPO § 713; ; BGB § 847
- rechtsportal.de
Kein Schmerzensgeld wegen angeblicher fehlerhafter Behandlung und unzureichender Aufklärung
- Wolters Kluwer
Aufklärung über Behandlungsalternativen vor einem neurochirurgischen Eingriff an einem Bandscheibenvorfall; Umfang der Pflicht zur Behandlungsaufklärung, insbesondere über Alternativen zur beabsichtigten Behandlung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Stuttgart, 14.12.2001 - 15 O 417/00
- OLG Stuttgart, 02.04.2002 - 1 U 7/2002, 1 U 7/02
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (3)
- BGH, 14.06.1994 - VI ZR 178/93
Rechtzeitigkeit der ärztlichen Aufklärung bei ambulanten Eingriffen
Auszug aus OLG Stuttgart, 02.04.2002 - 1 U 7/02
Der Feststellung einer ständigen Aufklärungsübung kommt gerade in Verbindung mit einer auch nur skizzenhaften Dokumentation starke Indizwirkung zu (BGH NJW 1994, 3009). - BGH, 29.06.1995 - 4 StR 760/94
Surgibone - § 16 StGB analog bei Erlaubnistatbestandsirrtum (hier: Irrtum über …
Auszug aus OLG Stuttgart, 02.04.2002 - 1 U 7/02
In solchen Fällen besteht keine Pflicht zur Aufklärung über die Möglichkeit der Verwendung eines Eigeninterponats, wenn ein gebräuchlicher zugelassener Dübel benutzt wird (BGH - 4. Strafsenat - MedR 1996, 22). - BGH, 22.09.1987 - VI ZR 238/86
Ärztliche Aufklärung über nicht angebotene neue Behandlungsverfahren
Auszug aus OLG Stuttgart, 02.04.2002 - 1 U 7/02
Dabei muss es sich um Unterschiede von Gewicht handeln, nicht nur um eine geringfügig niedrigere Komplikationsrate (BGHZ 102, 17;… Geiß-Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 4. Aufl. C 23).
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 30.09.2002 - 1 U 7/02 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
BGB § 823 Abs. 1
Haftung des Arztes bei unterlassener Risikoaufklärung
Verfahrensgang
- OLG Celle, 30.09.2002 - 1 U 7/02
- BGH, 24.06.2003 - VI ZR 278/02
Papierfundstellen
- VersR 2004, 384
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Frankfurt, 12.03.2009 - 15 U 18/08
Haftungslage bei "gespaltenem Krankenhausaufnahmevertrag"; Aufklärungspflicht …
Zwar muss ein Patient, der aus eigenem medizinischem Vorwissen bereits ein hinreichendes Bild von dem Eingriff hat und deshalb sein Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen kann, nicht mehr über das aufgeklärt werden, was er bereits weiß (vgl. OLG Hamm VersR 1998, 322 für einen Chirurgen und Allgemeinmediziner als Patient ; OLG Celle VersR 2004, 384 für einen Patienten mit Vorwissen aus einem vergleichbarem Fall;… Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, Fallgruppenkommentar,. 2. Auflage, Seite 225 m.w.N.). - LG Bonn, 30.10.2007 - 8 S 130/07
Führen des Beweises sowohl des Behandlungsfehlers als auch des …
Daher kann in solchen Fällen der behandelnden Seite der ihr obliegende Beweis gelingen, wenn durch Vernehmung von Klinikpersonal eine entsprechende ausnahmslose Übung festgestellt und erforderlichenfalls eine - vorliegend infolge des Versterbens des vormaligen Beklagten zu 3) nicht mehr mögliche - Parteivernehmung des Arztes die Überzeugung gewonnen werden kann, dass auch im konkreten Einzelfall davon nicht abgewichen worden ist (…vgl. - jeweils zur Frage einer vor der Operation erfolgten Aufklärung - BGH, Urt. v. 22.05.2001 - VI ZR 268/00 -, NJW-RR 2001, 1431 f.;… BGH, Urt. v. 08.01.1985 - VI ZR 15/83 -, NJW 1985, 1399; OLG Celle, Urt. v. 30.09.2002 - 1 U 7/02 -, VersR 2004, 384).
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