Rechtsprechung
| BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24 |
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Art. 103 Abs. 3 GG; § 264 StPO; § 52 StGB; § 53 StGB; § 27 StGB; § 224 StGB; § 315b StGB; § 29a BtMG
Gegenstand des Urteils (Strafklageverbrauch; prozessuale Tat: Tateinheit, Tatmehrheit, unmittelbare innere Verknüpfung verschiedener Handlungen miteinander, Unrechts- und Schuldgehalt, einheitlicher Lebensvorgang, Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht ... - openjur.de
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Strafklageverbrauch und Kriterien für das Vorliegen einer oder mehrerer prozessualer Taten
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Art 103 Abs 3 GG, § 27 StGB, § 52 StGB, § 53 StGB, § 264 StPO
Strafklageverbrauch und Kriterien für das Vorliegen einer oder mehrerer prozessualer Taten - IWW
§ 349 Abs. 2 StPO, § ... 55 StGB, Art. 103 Abs. 3 GG, § 264 StPO, § 52 StGB, § 53 StGB, § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG, § 315b Abs. 3, § 315 Abs. 3 Nr. 1a) StGB, § 154 StPO, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 StGB, § 315 Abs. 3 StGB, § 315b Abs. 3 StGB, §§ 46a, 49 StGB, § 315c Abs. 3 StGB
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
StPO § 349 Abs. 2 ; StGB § 53 ; StPO § 264
Schuldspruch wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr; Einbeziehung der rechtskräftigen Strafe aus einer Vorverurteilung - datenbank.nwb.de
Strafklageverbrauch und Kriterien für das Vorliegen einer oder mehrerer prozessualer Taten
Verfahrensgang
- LG Stuttgart, 14.11.2023 - 19 Ks 213 Js 124017/20
- BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (29)
- BGH, 23.09.1999 - 4 StR 700/98
Brandstiftung und Versicherungsbetrug
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Dies kann über die tatsächlichen Umstände hinaus nicht unabhängig von den verletzten Strafbestimmungen beurteilt werden; die notwendige innere Verknüpfung der mehreren Beschuldigungen muss sich vielmehr unmittelbar aus den ihnen zugrundeliegenden Handlungen und Ereignissen unter Berücksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung ergeben (vgl. BGH…, Beschluss vom 23. Oktober 2001 - 5 StR 310/01 Rn. 7; Urteil vom 23. September 1999 - 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 213 mwN;… Stuckenberg in Löwe-Rosenberg, StPO, 27. Aufl., § 264 Rn. 89 mwN).Das Gesetz lässt insoweit ebenso wie in § 315 Abs. 3 Nr. 1a) StGB jede Straftat als Vortat genügen (s. auch BGH, Urteil vom 29. September 1987 - 4 StR 376/87, BGHSt 35, 60, 63; vgl. demgegenüber etwa das Regelbeispiel des § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 StGB und dazu BGH, Urteil vom 23. September 1999 - 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 214 f.).
- BGH, 18.12.2018 - StB 52/18
Strafklageverbrauch und prozessualer Tatbegriff bei mitgliedschaftlicher …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Ein tateinheitliches Geschehen (§ 52 StGB) stellt in der Regel auch verfahrensrechtlich eine Tat dar; umgekehrt bilden im Sinne von § 53 StGB selbstständige Handlungen grundsätzlich mehrere Taten im prozessualen Sinne (vgl. BGH…, Beschluss vom 30. April 2024 - 6 StR 536/23 Rn. 5; Beschluss vom 18. Dezember 2018 - StB 52/18, BGHSt 64, 1 Rn. 21 mwN).Zudem genügt selbst das Bestehen eines Gesamtplans des Täters allein nicht, um bei realkonkurrierenden Delikten eine Tat im prozessualen Sinn zu bejahen (vgl. BGH…, Urteil vom 16. Mai 2024 - 3 StR 112/23 Rn. 38, 47; Urteil vom 11. Juni 1980 - 3 StR 9/80, BGHSt 29, 288, 293; Urteil vom 5. November 1969 - 4 StR 519/68, BGHSt 23, 141, 145 f. mwN; s. ferner zu vereinigungsbezogenen Straftaten BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2018 - StB 52/18, BGHSt 64, 1 Rn. 18, 22 mwN).
- BGH, 21.12.1983 - 2 StR 578/83
Frage der Identität der Tat bei Veränderung des Tatbildes zwischen Anklage und …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Denn bis dahin hatte sich auch der gesamte Polizeieinsatz auf das in erster Linie zu bewertende Täterverhalten (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1983 - 2 StR 578/83, BGHSt 32, 215, 218 f.) nicht ausgewirkt.Deren Angriffsrichtung ist gänzlich verschieden, was gegen eine Tatidentität spricht (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Oktober 1987 - 2 StR 258/87, BGHSt 35, 80, 82; Urteil vom 21. Dezember 1983 - 2 StR 578/83, BGHSt 32, 215, 219 f.).
- BGH, 30.04.2024 - 6 StR 536/23
Entscheidung bei Gesetzesänderung, Schuldspruchänderung; …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Dieser bestimmt sich nach dem von der zugelassenen Anklage umschriebenen geschichtlichen Vorgang, innerhalb dessen der Angeklagte einen Straftatbestand verwirklicht haben soll, und erstreckt sich auf das gesamte Verhalten des Täters, das nach natürlicher Auffassung ein mit diesem geschichtlichen Vorgang einheitliches Geschehen bildet (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 30. April 2024 - 6 StR 536/23 Rn. 5;… Beschluss vom 24. Mai 2022 - 2 StR 394/21 Rn. 10).Ein tateinheitliches Geschehen (§ 52 StGB) stellt in der Regel auch verfahrensrechtlich eine Tat dar; umgekehrt bilden im Sinne von § 53 StGB selbstständige Handlungen grundsätzlich mehrere Taten im prozessualen Sinne (vgl. BGH, Beschluss vom 30. April 2024 - 6 StR 536/23 Rn. 5;… Beschluss vom 18. Dezember 2018 - StB 52/18, BGHSt 64, 1 Rn. 21 mwN).
- BVerfG, 11.01.2005 - 2 BvR 2125/04
Verfassungsmäßigkeit des Tatbegriffs im Strafverfahren
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Der Flucht vom Tatort kam nach dem festgestellten Tatplan keine wesentliche Rolle zu, weil die Tatbeteiligten das Kokaingeschäft heimlich begehen wollten (vgl. ebenso beim verneinten Strafklageverbrauch im Falle eines gewerbsmäßigen Schmuggels als Vorgeschehen BVerfGK 5, 7, 9 f.; SächsVerfGH, Beschluss vom 18. November 2004 - Vf. 114-IV-04).Auch diese Tatmotivation fasst aber die Sachverhalte nicht notwendig zusammen (vgl. BVerfGK 5, 7, 9 f.; SächsVerfGH, Beschluss vom 18. November 2004 - Vf. 114-IV-04).
- BGH, 21.05.1999 - 2 StR 154/99
Begriff des bewaffneten Handeltreibens bei § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Einer darin liegenden Beihilfehandlung steht auch bereits entgegen, dass ein Handeltreiben grundsätzlich nicht mehr möglich ist, wenn nach der Vorstellung des Beteiligten jedweder Rauschgiftumsatz, zu dem die auf den Erlös gerichteten Bemühungen Bezug haben können, beendet ist (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Mai 1999 - 2 StR 154/99 Rn. 7; Beschluss vom 28. Mai 2008 - 1 StR 196/08; s. auch BGH…, Urteil vom 7. Februar 2008 - 5 StR 242/07 Rn. 12).Bei der Sicherstellung der Betäubungsmittel, wie sie mit dem vom Angeklagten bemerkten polizeilichen Zugriff notwendig einherging, konnte selbst ein Weiterleiten des Entgelts das Handelsgeschäft als Güterumsatz nicht mehr fördern (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Mai 1999 - 2 StR 154/99 Rn. 8).
- VerfGH Sachsen, 18.11.2004 - 114-IV-04
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Der Flucht vom Tatort kam nach dem festgestellten Tatplan keine wesentliche Rolle zu, weil die Tatbeteiligten das Kokaingeschäft heimlich begehen wollten (vgl. ebenso beim verneinten Strafklageverbrauch im Falle eines gewerbsmäßigen Schmuggels als Vorgeschehen BVerfGK 5, 7, 9 f.; SächsVerfGH, Beschluss vom 18. November 2004 - Vf. 114-IV-04).Auch diese Tatmotivation fasst aber die Sachverhalte nicht notwendig zusammen (vgl. BVerfGK 5, 7, 9 f.; SächsVerfGH, Beschluss vom 18. November 2004 - Vf. 114-IV-04).
- BGH, 04.03.2004 - 4 StR 377/03
Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (Begriff des Straßenverkehrs und …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Der Verweis auf § 315 Abs. 3 StGB, der eine höhere Strafobergrenze vorsieht, erfolgt lediglich hinsichtlich der Qualifikationsmerkmale, nicht jedoch bezüglich des Strafrahmens (vgl. BGH…, Beschluss vom 20. März 2019 - 4 StR 517/18 Rn. 9; Urteil vom 4. März 2004 - 4 StR 377/03 Rn. 17). - BGH, 20.03.2019 - 4 StR 517/18
Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr (Herbeiführung einer konkreten Gefahr …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Der Verweis auf § 315 Abs. 3 StGB, der eine höhere Strafobergrenze vorsieht, erfolgt lediglich hinsichtlich der Qualifikationsmerkmale, nicht jedoch bezüglich des Strafrahmens (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2019 - 4 StR 517/18 Rn. 9;… Urteil vom 4. März 2004 - 4 StR 377/03 Rn. 17). - BGH, 16.05.2024 - 3 StR 112/23
Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern; Verbreitung, Erwerb und Besitz …
Auszug aus BGH, 11.09.2024 - 4 StR 147/24
Zudem genügt selbst das Bestehen eines Gesamtplans des Täters allein nicht, um bei realkonkurrierenden Delikten eine Tat im prozessualen Sinn zu bejahen (vgl. BGH, Urteil vom 16. Mai 2024 - 3 StR 112/23 Rn. 38, 47; Urteil vom 11. Juni 1980 - 3 StR 9/80, BGHSt 29, 288, 293; Urteil vom 5. November 1969 - 4 StR 519/68, BGHSt 23, 141, 145 f. mwN; s. ferner zu vereinigungsbezogenen Straftaten BGH…, Beschluss vom 18. Dezember 2018 - StB 52/18, BGHSt 64, 1 Rn. 18, 22 mwN). - BGH, 05.03.2009 - 3 StR 566/08
Einstellung des Verfahrens (Strafklageverbrauch); Doppelbestrafungsverbot; ne bis …
- BGH, 05.11.1969 - 4 StR 519/68
zwei Unfälle - §§ 315c, 142 StGB; § 264 StPO, Strafklageverbrauch; § 52 StGB, …
- BGH, 11.06.1980 - 3 StR 9/80
Das Konkurrenzverhältnis der strafbaren Mitgliedschaft in einer kriminellen …
- BGH, 27.04.2004 - 1 StR 466/03
Keine verfahrensrechtliche Tateinheit zwischen dem unerlaubten Besitz von …
- BGH, 07.02.2008 - 5 StR 242/07
Beihilfehandlungen nach Sicherstellung der Betäubungsmittel (sukzessive Beihilfe; …
- BGH, 29.09.1987 - 4 StR 376/87
Prozessuale Tat und Strafklageverbrauch
- BGH, 19.01.2021 - 2 StR 458/20
Prozessualer Tatbegriff; Strafklageverbrauch
- BGH, 20.05.2021 - 3 StR 302/20
Terrorismusfinanzierung (Tathandlung; Sammeln von Vermögenswerten; Absicht zur …
- BGH, 26.02.2014 - 4 StR 577/13
Besonders schwerer Fall des Diebstahls (Subsumtion der Geringwertigkeit; …
- BGH, 19.11.2020 - 2 StR 358/20
Gegenstand des Urteils (Tat im verfahrensrechtlichen Sinne); Urkundenfälschung …
- BGH, 16.10.1987 - 2 StR 258/87
Identität bei Änderung des Tatbildes zwischen Anklage und Urteil
- BGH, 24.05.2022 - 2 StR 394/21
Verbot der Doppelbestrafung (prozessualer Tatbegriff: Bestimmung, Verhältnis zum …
- BGH, 28.05.2008 - 1 StR 196/08
Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln nach deren …
- BGH, 09.09.2020 - 2 StR 261/20
Gegenstand des Urteils (verfahrensrechtlicher Tatbegriff: allgemeiner Maßstab, …
- BGH, 23.10.2001 - 5 StR 310/01
Begriff der Tat im prozessualen Sinne (Brandstiftung und Betrug); Innerer …
- BGH, 02.07.2004 - 2 StR 174/04
Anklagegrundsatz; Akkusationsprinzip; prozessuale Tat (einheitlicher …
- BGH, 21.10.2014 - 4 StR 376/14
Begriff der Tat im prozessualen Sinne (Abgrenzung zur Bestimmung der Reichweite …
- BGH, 12.07.2011 - 3 StR 189/11
Unzulässige Revision der Nebenklage (andere Rechtsfolge; andere prozessuale Tat)
- BGH, 30.03.1983 - 2 StR 32/83
Annahme eines Mordes wegen Verdeckung einer exibitionistischen Handlung
- BGH, 14.11.2024 - 3 StR 189/24
Der BGH ändert seine Rechtsprechung zu den Konkurrenzen bei mitgliedschaftlicher …
So liegt es, wenn die einzelnen Handlungen nicht nur äußerlich ineinander übergehen, sondern wegen der ihnen zugrundeliegenden Vorkommnisse unter Berücksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung auch innerlich derart miteinander verknüpft sind, dass der Unrechts- und Schuldgehalt der einen Handlung nicht ohne die Umstände, die zu der anderen Handlung geführt haben, richtig gewürdigt werden kann, und ihre getrennte Würdigung und Aburteilung als unnatürliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs empfunden würde (st. Rspr.; vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 16. März 2006 - 2 BvR 111/06, BVerfGK 7, 417, 418 f.; BGH, Urteil vom 11. Juni 1980 - 3 StR 9/80, BGHSt 29, 288, 292 f.; Beschlüsse vom 24. November 2004 - 5 StR 206/04, BGHSt 49, 359, 362;… vom 9. April 2008 - 3 StR 86/08, BGHR StPO § 264 Abs. 1 Tatidentität 44 Rn. 2 f.;… vom 4. September 2013 - 1 StR 374/13, NStZ 2014, 102 Rn. 15; vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24, juris Rn. 12; näher zum Tatbegriff des § 264 StPO sogleich unter B. I. 3. a) aa) und bb)).Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat von der Regel, dass ein Sachverhalt, der eine Handlung im Sinne des § 52 Abs. 1 StGB darstellt, als eine einheitliche Tat im Sinne des § 264 StPO zu beurteilen ist (s. BVerfG, Beschluss vom 16. März 2006 - 2 BvR 111/06, BVerfGK 7, 417, 418;… BGH, Beschlüsse vom 5. März 2009 - 3 StR 566/08, BGHR StPO § 264 Abs. 1 Tatidentität 47 Rn. 7;… vom 18. Dezember 2018 - StB 52/18, BGHSt 64, 1 Rn. 21; vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24, juris Rn. 11), zu Recht Ausnahmen zugelassen.
- BGH, 10.12.2025 - 1 StR 387/25
Fertigung mehrerer unrichtiger Steuererklärungen durch den Steuerberater
Nur ausnahmsweise kann auch in Fällen der Tatmehrheit eine einheitliche prozessuale Tat vorliegen , wenn die einzelnen Handlungen nicht nur äußerlich ineinander übergehen, sondern wegen der ihnen zugrundeliegenden Vorkommnisse unter Berücksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung auch innerlich derart miteinander verknüpft sind, dass der Unrechts- und Schuldgehalt der einen Handlung nicht ohne die Umstände, die zu der anderen Handlung geführt haben, richtig gewürdigt werden kann, und ihre getrennte Würdigung und Aburteilung als unnatürliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs empfunden würde (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 14. November 2024 - 3 StR 189/24 Rn. 46 …und vom 7. September 2016 - 1 StR 422/15 Rn. 14;… Beschlüsse vom 27. Mai 2025 - 3 StR 594/24 Rn. 14; vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24 Rn. 12;… vom 19. November 2020 - 2 StR 358/20 Rn. 9 …und vom 20. Dezember 2017 - 1 StR 464/17 Rn. 7). - BGH, 01.12.2025 - AnwSt (R) 5/25 Dies kann über die tatsächlichen Umstände hinaus nicht unabhängig von den verletzten Strafbestimmungen beurteilt werden; die notwendige innere Verknüpfung der mehreren Beschuldigungen muss sich vielmehr unmittelbar aus den ihnen zugrunde liegenden Handlungen und Ereignissen unter Berücksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung ergeben (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 23. Oktober 2001 - 5 StR 310/01, juris Rn. 7; vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24, juris Rn. 12; Urteil vom 23. September 1999 - 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 213;… Stuckenberg in Löwe-Rosenberg, StPO, 27. Aufl., § 264 Rn. 88 mwN).
- BGH, 27.05.2025 - 3 StR 594/24
Gegenstand des Urteils (verfahrensrechtlicher Tatbegriff bei sachlichrechtlich …
Rn. 14 (2) Mehrere sachlichrechtlich selbständige Handlungen im Sinne von § 53 Abs. 1 StGB können zwar eine einheitliche prozessuale Tat im Sinne von § 264 Abs. 1 StPO bilden, wenn die einzelnen Handlungen nicht nur äußerlich ineinander übergehen, sondern wegen der ihnen zugrundeliegenden Vorkommnisse unter Berücksichtigung ihrer strafrechtlichen Bedeutung auch innerlich derart miteinander verknüpft sind, dass der Unrechts- und Schuldgehalt der einen Handlung nicht ohne die Umstände, die zu der anderen Handlung geführt haben, richtig gewürdigt werden kann, und ihre getrennte Würdigung und Aburteilung als unnatürliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs empfunden würde (st. Rspr.; vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 16. März 2006 - 2 BvR 111/06, BVerfGK 7, 417, 418 f.; BGH, Urteil vom 11. Juni 1980 - 3 StR 9/80, BGHSt 29, 288, 292 f.; Beschlüsse vom 24. November 2004 - 5 StR 206/04, BGHSt 49, 359, 362 f.;… vom 9. April 2008 - 3 StR 86/08, BGHR StPO § 264 Abs. 1 Tatidentität 44 Rn. 2 f.;… vom 4. September 2013 - 1 StR 374/13, NStZ 2014, 102 Rn. 15; vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24, juris Rn. 12;… Urteil vom 14. November 2024 - 3 StR 189/24, NJW 2025, 456 Rn. 46). - BGH, 06.05.2025 - 4 StR 525/24
Darstellungsanforderungen (Beweiswürdigung: Einlassung des Angeklagten); …
Rn. 13 Denn der Verweis auf § 315 Abs. 3 StGB erfolgt lediglich hinsichtlich der Qualifikationsmerkmale, nicht jedoch bezüglich des dortigen Strafrahmens (vgl. BGH, Beschluss vom 11. September 2024 - 4 StR 147/24 Rn. 26;… Beschluss vom 20. März 2019 - 4 StR 517/18 Rn. 9;… Urteil vom 4. März 2004 - 4 StR 377/03 Rn. 17, juris).
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