Rechtsprechung
| BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15 |
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FamFG §§ Abs. 2 Nr. 1; 59 Abs. 1, 172, 184 Abs. 3
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- bundesgerichtshof.de
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Abstammungssache: Bindung des Beschwerdegerichts an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung; Beschwerdeberechtigung der Ehefrau des Verstorbenen in einem postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren
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§ 7 Abs 2 Nr 1 FamFG, § 59 Abs 1 FamFG, § 172 FamFG, § 184 Abs 3 FamFG
Abstammungssache: Bindung des Beschwerdegerichts an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung; Beschwerdeberechtigung der Ehefrau des Verstorbenen in einem postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren - IWW
§ ... 184 Abs. 3 FamFG, § 59 FamFG, § 172 FamFG, § 172 Abs. 1 FamFG, § 59 Abs. 1 FamFG, §§ 172, 7 FamFG, § 184 FamFG, § 172 Abs. 1 Nr. 2 FamFG, §§ 59 Abs. 1, 7 Abs. 2 Nr. 1 FamFG, § 7 Abs. 2 Nr. 1 FamFG, § 1931 BGB, § 1371 Abs. 1 BGB, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 6 Abs. 1 GG, § 1922 Abs. 1 BGB, Art. 1 Abs. 1 GG, § 7 FamFG, § 74 Abs. 5, Abs. 6 Satz 2 FamFG
- Wolters Kluwer
Bindung das Beschwerdegerichts an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung nach Aufhebung und Zurückverweisung an das Ausgangsgericht; Beschwerdeberechtigung der Ehefrau des Verstorbenen in einem postmortalen ...
- Anwaltsblatt
§ 7 FamFG, § 59 FamFG, § 172 FamFG, § 184 FamFG
Gericht an eigene Rechtsauffassung gebunden - ra.de
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Bindung das Beschwerdegerichts an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung nach Aufhebung und Zurückverweisung an das Ausgangsgericht; Beschwerdeberechtigung der Ehefrau des Verstorbenen in einem postmortalen ...
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Abstammungssache: Bindung des Beschwerdegerichts an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung; Beschwerdeberechtigung der Ehefrau des Verstorbenen in einem postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren
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Kurzfassungen/Presse (4)
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Das postmortale Vaterschaftsfeststellungsverfahren
- famrz.de (Kurzinformation)
Beschwerderecht im postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren
- Anwaltsblatt (Leitsatz)
§ 7 FamFG, § 59 FamFG, § 172 FamFG, § 184 FamFG
Gericht an eigene Rechtsauffassung gebunden - Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Beschwerderecht einer Ehefrau im postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren
Verfahrensgang
- AG Dillingen, 27.07.2015 - 1 F 137/11
- OLG München, 23.10.2015 - 4 UF 1299/15
- BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Papierfundstellen
- NJW 2017, 1480
- MDR 2017, 478
- FamRZ 2017, 623
- AnwBl 2017, 673
- AnwBl Online 2017, 355
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (12)
- BGH, 29.10.2014 - XII ZB 20/14
Exhumierung zur Feststellung der Vaterschaft
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Im Übrigen sind familienrechtliche Positionen und Beziehungen wie das allgemeine Persönlichkeitsrecht (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014 - XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 31) unvererblich, soweit sie den Status einer Person betreffen und deshalb Ausdruck höchstpersönlicher Beziehungen sind (…Staudinger/Kunz BGB [2017] § 1922 Rn. 330;… s. auch Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 - XII ZB 671/14 - FamRZ 2015, 1787 Rn. 38).Hingegen besteht kein Schutz des Verstorbenen durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht gemäß Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG, weil Träger dieses Grundrechts nur die lebende Person ist (Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014 - XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 31 mwN; aA wohl Löhnig FamRZ 2009, 1798, 1799 f.;… Borth/Grandel in Musielak/Borth FamFG 5. Aufl. § 184 Rn. 12 iVm § 172 Rn. 2).
Schutz genießt aber auch der sittliche, personale und soziale Geltungswert, den die Person durch ihre eigene Lebensleistung erworben hat (Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014- XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 31 mwN).
Rn. 37 Zwar kann der Totenfürsorgeberechtigte ein eigenes Recht auf ein ungestörtes Andenken des Verstorbenen haben, was regelmäßig bei dessen Verunglimpfung zum Tragen kommt (Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014 - XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 32).
Hinzu kommt, dass im Rahmen einer Vaterschaftsfeststellung bzw. -anfechtung dieses Recht ohnehin regelmäßig nicht berührt ist (Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014 - XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 32).
- BGH, 27.04.2005 - XII ZB 184/02
Beschwerdebefugnis im nachträglichen Vaterschaftsfeststellungsverfahren
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
In einem postmortalen Vaterschaftsfeststellungsverfahren ist die Ehefrau des Verstorbenen grundsätzlich nicht beschwerdeberechtigt, auch wenn sie im erstinstanzlichen Verfahren beteiligt worden ist (Abgrenzung zu BGH, 27. April 2005, XII ZB 184/02, BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067).Rn. 27 Zwar ist der Rechtsbeschwerde einzuräumen, dass der Senat in seiner - noch zum früheren Recht ergangenen - Entscheidung aus dem Jahr 2005 ausgeführt hat, dass die Feststellung der Vaterschaft unmittelbar in die Rechtsstellung gesetzlicher Erben entfernterer Ordnung eingreife (Senatsbeschluss BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067 f.).
Der Senat hat im Übrigen in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2005 nicht den Schluss gezogen, dass aus dem Eingriff in die Rechtsposition der Erben bereits eine Beschwerdeberechtigung folgt (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067, 1068).
Vielmehr hat er ausgeführt, dass es im Ergebnis untragbar erscheint, beispielsweise einem testamentarischen Alleinerben des Mannes die Möglichkeit einzuräumen, die Rechtskraft einer Vaterschaftsfeststellung durch Rechtsmittel hinauszuzögern, nur weil er sich als Reflexwirkung dieser Entscheidung Pflichtteilsansprüchen des Kindes ausgesetzt sähe (Senatsbeschluss BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067).
Einen Instanzenzug schreibt die Verfassung indes nicht vor (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067, 1068).
Diesen Erwägungen ist von Verfassungs wegen jedoch kein Vorrang vor jenen einzuräumen, die gegen eine Ausweitung des Kreises der Beschwerdeberechtigten im Abstammungsverfahren sprechen (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067, 1068).
- BGH, 28.07.2015 - XII ZB 671/14
Vaterschaftsanfechtungsverfahren: Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde nach …
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Denn sämtliche verwandtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zum Kind stellen sich für sie nur als Reflex ihrer Ehe mit dem Kindesvater dar (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 - XII ZB 671/14 - FamRZ 2015, 1787 Rn. 26).Weder das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder die durch Art. 2 Abs. 1 GG geschützte allgemeine Handlungsfreiheit noch der in Art. 6 Abs. 1 GG verbriefte Schutz der Ehe vermitteln jedoch einen Schutz vor den wirtschaftlichen Folgen der Verwandtschaft, die auf verfassungsgemäßen Normen beruhen und nicht zu verfassungswidrigen Ergebnissen führen (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 - XII ZB 671/14 - FamRZ 2015, 1787 Rn. 42).
Im Übrigen sind familienrechtliche Positionen und Beziehungen wie das allgemeine Persönlichkeitsrecht (…vgl. dazu Senatsbeschluss vom 29. Oktober 2014 - XII ZB 20/14 - FamRZ 2015, 39 Rn. 31) unvererblich, soweit sie den Status einer Person betreffen und deshalb Ausdruck höchstpersönlicher Beziehungen sind (…Staudinger/Kunz BGB [2017] § 1922 Rn. 330; s. auch Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 - XII ZB 671/14 - FamRZ 2015, 1787 Rn. 38).
Inwieweit das postmortale Persönlichkeitsrecht eine förmliche Beteiligung des Ehegatten des Verstorbenen bzw. dessen nächster Verwandter gemäß § 7 FamFG nach sich zieht, hat der Senat bislang offengelassen (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 - XII ZB 671/14 - FamRZ 2015, 1787 Rn. 44).
- BGH, 18.09.1957 - V ZR 153/56
Erbbegräbnis
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Nach Aufhebung und Zurückverweisung an das Ausgangsgericht ist auch das Beschwerdegericht grundsätzlich an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung gebunden (im Anschluss an BGH, 28. Oktober 1954, IV ZB 48/54, BGHZ 15, 122 und BGH, 18. September 1957, V ZR 153/56, BGHZ 25, 200).Rn. 40 a) Nach Aufhebung der angefochtenen Entscheidung durch das Beschwerdegericht und Zurückverweisung an das Amtsgericht ist nicht nur dieses, sondern im erneuten Beschwerdeverfahren auch das Beschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung grundsätzlich gebunden ist (BGHZ 15, 122, 124 f.; 25, 200 = NJW 1958, 59, 60; BayObLGZ 1992, 96, 99 = Rpfleger 1992, 432).
Wie weit die Bindungswirkung reicht, muss gegebenenfalls durch Auslegung der Gründe der aufhebenden Entscheidung geklärt werden (BGHZ 25, 200 = NJW 1958, 59, 60; BayObLGZ 1992, 96, 99 = Rpfleger 1992, 432 mwN).
- BayObLG, 16.04.1992 - 3Z BR 8/92
Bindung einer landgerichtlichen Beschwerdeentscheidung in Verfahren der …
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Rn. 40 a) Nach Aufhebung der angefochtenen Entscheidung durch das Beschwerdegericht und Zurückverweisung an das Amtsgericht ist nicht nur dieses, sondern im erneuten Beschwerdeverfahren auch das Beschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung grundsätzlich gebunden ist (BGHZ 15, 122, 124 f.; 25, 200 = NJW 1958, 59, 60; BayObLGZ 1992, 96, 99 = Rpfleger 1992, 432).Wie weit die Bindungswirkung reicht, muss gegebenenfalls durch Auslegung der Gründe der aufhebenden Entscheidung geklärt werden (BGHZ 25, 200 = NJW 1958, 59, 60; BayObLGZ 1992, 96, 99 = Rpfleger 1992, 432 mwN).
- BGH, 28.10.1954 - IV ZB 48/54
Bindende Vorentscheidung in freiwilliger Gerichtsbarkeit
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Nach Aufhebung und Zurückverweisung an das Ausgangsgericht ist auch das Beschwerdegericht grundsätzlich an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung gebunden (im Anschluss an BGH, 28. Oktober 1954, IV ZB 48/54, BGHZ 15, 122 und BGH, 18. September 1957, V ZR 153/56, BGHZ 25, 200).Rn. 40 a) Nach Aufhebung der angefochtenen Entscheidung durch das Beschwerdegericht und Zurückverweisung an das Amtsgericht ist nicht nur dieses, sondern im erneuten Beschwerdeverfahren auch das Beschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung grundsätzlich gebunden ist (BGHZ 15, 122, 124 f.; 25, 200 = NJW 1958, 59, 60; BayObLGZ 1992, 96, 99 = Rpfleger 1992, 432).
- BGH, 04.06.2014 - XII ZB 353/13
Anordnung des Verbleibs des Kindes in der Pflegefamilie: Beteiligung eines …
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Nicht ausreichend sind des Weiteren rein mittelbare Auswirkungen einer Entscheidung oder die lediglich tatsächlich "präjudizielle" Wirkung auf andere, gleich gelagerte Fälle (Senatsbeschluss vom 4. Juni 2014 - XII ZB 353/13 - FamRZ 2014, 1357 Rn. 9).Es genügt für die Beschwerdebefugnis nicht, dass lediglich ideelle, soziale oder wirtschaftliche Interessen durch den Ausgang des Verfahrens berührt werden (Senatsbeschluss vom 4. Juni 2014 - XII ZB 353/13 - FamRZ 2014, 1357 Rn. 9).
- BGH, 16.03.1988 - IVa ZR 163/87
Aufnahme des Rechtsstreits durch den Testamentsvollstrecker
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Rn. 31 Zwar rücken die Erben grundsätzlich kraft Gesetzes anstelle des Erblassers in das Prozess- bzw. Verfahrensrechtsverhältnis ein, weil die Rechtsstellung als Beteiligter im Verfahren und damit auch die Beschwerdeberechtigung im Wege der Universalsukzession gemäß § 1922 Abs. 1 BGB vererblich ist (vgl. BGHZ 104, 1 = FamRZ 1988, 616; BGH Beschluss vom 2. März 1995 - BLw 70/94 - FamRZ 1995, 672). - BGH, 02.03.1995 - BLw 70/94
Anfechtung der Ablehnung einer negativen Hoferklärung durch das …
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Rn. 31 Zwar rücken die Erben grundsätzlich kraft Gesetzes anstelle des Erblassers in das Prozess- bzw. Verfahrensrechtsverhältnis ein, weil die Rechtsstellung als Beteiligter im Verfahren und damit auch die Beschwerdeberechtigung im Wege der Universalsukzession gemäß § 1922 Abs. 1 BGB vererblich ist (vgl. BGHZ 104, 1 = FamRZ 1988, 616; BGH Beschluss vom 2. März 1995 - BLw 70/94 - FamRZ 1995, 672). - BGH, 05.11.2014 - XII ZB 117/14
Anordnung einer rechtlichen Betreuung: Berechtigung des Vorsorgebevollmächtigten …
Auszug aus BGH, 18.01.2017 - XII ZB 544/15
Die Beschwerdebefugnis der Beteiligten zu 2 folgt für das Verfahren der Rechtsbeschwerde bereits daraus, dass ihre Beschwerde vom Oberlandesgericht verworfen worden ist (vgl. Senatsbeschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 117/14 - FamRZ 2015, 249 Rn. 4 mwN). - BGH, 19.01.2011 - XII ZB 326/10
Beschwerdebefugnis des Klägers eines Rechtsstreits hinsichtlich der Ablehnung der …
- BGH, 15.04.2015 - XII ZB 534/14
Vergütung des Betreuers eines durch Behindertentestament begünstigten …
- BGH, 27.05.2020 - XII ZB 54/18
Anerkennungsfähigkeit einer ausländischen Volljährigenadoption
Eine Rechtsbeeinträchtigung liegt danach vor, wenn der Entscheidungssatz des angefochtenen Beschlusses unmittelbar in ein dem Beschwerdeführer zustehendes Recht eingreift, wobei diese Beeinträchtigung auch in einer ungünstigen Beeinflussung oder Gefährdung des Rechts liegen kann (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 25. April 2018 - XII ZB 414/16 - FamRZ 2018, 1184 Rn. 11 und vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 25 mwN).Rn. 19 (1) Zwar hat der Senat in einer jüngeren Entscheidung für das postmortale Vaterschaftsfeststellungsverfahren ausgesprochen, dass die Ehefrau des Vaterschaftsprätendenten durch die verwandtschaftliche Zuordnung eines Abkömmlings zum Verstorbenen und durch die damit einhergehende Beeinträchtigung ihrer erbrechtlichen Position allenfalls mittelbar in eigenen Rechten betroffen werden kann (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 26 ff.).
- BGH, 25.04.2018 - XII ZB 414/16
Personenstandssache: Beschwerdeberechtigung des überlebenden Ehegatten bei …
Eine Beschwerdeberechtigung des Ehegatten des Verstorbenen folgt grundsätzlich auch nicht aus einer durch Erbschaft begründeten Rechtsnachfolge oder aus einer treuhänderischen Wahrnehmung des postmortalen Persönlichkeitsrechts des Verstorbenen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017, XII ZB 544/15, FamRZ 2017, 623).Eine Rechtsbeeinträchtigung liegt danach vor, wenn der Entscheidungssatz des angefochtenen Beschlusses unmittelbar in ein dem Beschwerdeführer zustehendes Recht eingreift, wobei diese Beeinträchtigung auch in einer ungünstigen Beeinflussung oder Gefährdung des Rechts liegen kann (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 25 mwN).
Im Übrigen sind familienrechtliche Positionen und Beziehungen wie das allgemeine Persönlichkeitsrecht unvererblich, soweit sie den Status einer Person betreffen und deshalb Ausdruck höchstpersönlicher Beziehungen sind (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 32 mwN).
Die Rechte des Verstorbenen hinsichtlich des postmortalen Persönlichkeitsrechts werden von dem Totenfürsorgeberechtigten gleichsam als Treuhänder wahrgenommen (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 34 mwN).
Zwar kann der Totenfürsorgeberechtigte ein eigenes Recht auf ein ungestörtes Andenken des Verstorbenen haben, was regelmäßig bei dessen Verunglimpfung zum Tragen kommt (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 37 mwN).
- BGH, 27.03.2024 - XII ZB 237/23
Beschwerdeberechtigung im Verfahren zur Berichtigung eines Adoptionsbeschlusses
Eine Beeinträchtigung lediglich wirtschaftlicher, rechtlicher oder sonstiger berechtigter Interessen ist nicht ausreichend (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 25. April 2018 - XII ZB 414/16 - FamRZ 2018, 1184 Rn. 11 und vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 15 mwN).Rn. 21 Zwar rücken die Erben grundsätzlich kraft Gesetzes anstelle des Erblassers in das Prozess- bzw. Verfahrensrechtsverhältnis ein, weil die Rechtsstellung als Beteiligter im Verfahren und damit auch die Beschwerdeberechtigung im Wege der Universalsukzession gemäß § 1922 Abs. 1 BGB vererblich ist (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 31 mwN).
Im Übrigen sind familienrechtliche Positionen und Beziehungen wie das allgemeine Persönlichkeitsrecht unvererblich, soweit sie Ausdruck höchstpersönlicher Beziehungen sind (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 32 mwN).
- BGH, 11.12.2019 - XII ZB 276/19
Zur Vergütung des berufsmäßig bestellten Verfahrenspflegers für den Aufgabenkreis …
Auch im Verfahren der Freiwilligen Gerichtsbarkeit bindet eine rechtskräftige Entscheidung des Landgerichts, die eine Aufhebung und Zurückverweisung ausspricht, im erneuten Beschwerdeverfahren sowohl das Beschwerdegericht als auch das Rechtsbeschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrundeliegende Rechtsauffassung (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623; Urteil vom 18. September 1957 - V ZR 153/56, BGHZ 25, 200 = NJW 1958, 59 und Beschluss vom 28. Oktober 1954 - IV ZB 48/54, BGHZ 15, 122 = NJW 1955, 21).Wie weit die Bindungswirkung reicht, muss gegebenenfalls durch Auslegung der Gründe der aufhebenden Entscheidung geklärt werden (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 40 mwN).
- BGH, 31.01.2018 - XII ZB 25/17
Verfahren der postmortalen Vaterschaftsfeststellung: Beschwerdeberechtigung der …
Gegen eine Endentscheidung im Verfahren der postmortalen Vaterschaftsfeststellung ist die Ehefrau des Verstorbenen nicht beschwerdeberechtigt (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017, XII ZB 544/15, FamRZ 2017, 623).Denn auch aus § 184 Abs. 3 FamFG folgt, wie das Oberlandesgericht richtig gesehen hat, keine Beschwerdebefugnis unabhängig von §§ 59 Abs. 1, 7 Abs. 2 Nr. 1 FamFG (Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 19 ff.).
Die Beteiligte zu 1 kann schließlich ebenso wie die Beteiligte zu 4 ein Beschwerderecht auch nicht aus § 184 Abs. 3 FamFG ableiten (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 19 ff.).
- OLG Brandenburg, 09.03.2023 - 13 UF 167/22
Verwandter als Beteiligter im Abstammungsverfahren; Beteiligtenfähigkeit des …
Lediglich ideelle, soziale oder wirtschaftliche Interessen, die durch den Ausgang des Verfahrens berührt werden, reichen für die Beschwerdebefugnis nicht aus (BGH, Beschluss vom 18.01.2017 - XII ZB 544/15, NJW 2017, 1480 Rn. 25, 26, beck-online; BGH…, Beschluss vom 17.03.2021 - XII ZB 415/19 -, Rn. 11, juris).Soweit der Beschwerdeführer seinen Vater beerbt haben sollte, entsteht aus dem mit der Vaterschaftsfeststellung verbundenen Hinzutreten eines Kindes des Erblassers nur eine mittelbare Beeinträchtigung, die für sich genommen noch keine Beschwerdebefugnis begründen kann (BGH, Beschluss vom 31.01.2018 - XII ZB 25/17 -, juris; BGH, Beschluss vom 18.1.2017 - XII ZB 544/15, NJW 2017, 1480 Rn. 25, 26, beck-online).
Mit der Beschwerde ist weder dargetan noch ist sonst ersichtlich, dass der allgemeine Achtungsanspruch oder der sittliche, personale und soziale Geltungswert des Verstorbenen vorliegend eines Schutzes bedürfen, geschweige denn, dass dazu die Ausübung des Beschwerderechts erforderlich ist (vgl. BGH, NJW 2017, 1480, beck-online).
Schließlich kann sich der Beschwerdeführer auch nicht auf seine etwaige Rolle als Totenfürsorgeberechtigter berufen (vgl. BGH, NJW 2017, 1480, beck-online).
- BGH, 11.02.2026 - XII ZB 158/24
Beschwerdebefugnis eines Elternteils für eine Beschwerde gegen eine ablehnende …
Nicht ausreichend sind des Weiteren rein mittelbare Auswirkungen einer Entscheidung oder die Beeinträchtigung von rechtlichen oder sonstigen Interessen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 27. März 2024 - XII ZB 237/23 - FamRZ 2024, 1115 Rn. 13 mwN; vom 18. Januar 2017 - XII ZB 544/15 - FamRZ 2017, 623 Rn. 25 …und vom 27. April 2016 - XII ZB 67/14 - FamRZ 2016, 1146 Rn. 8 mwN). - OLG Schleswig, 18.12.2025 - 3 Wx 49/24
Reichweite der Selbstbindung des Beschwerdegerichts im neuen Beschwerdeverfahren; …
Das führt zwangsläufig dazu, dass das Beschwerde- und das Rechtsbeschwerdegericht im Falle einer erneuten Beschwerde seiner zweiten Entscheidung keine andere Rechtsauffassung zugrunde legen kann als die, auf der sein zurückverweisender Beschluss beruhte (BGH NJW 2020, 1227 Rnrn. 10 f;… BGH NJW 2013, 1310, 1311 Rn. 18;… Burandt/Rojahn/ders, Erbrecht, 4. Aufl. 2022, § 69 Rn. 4 FamFG;… Prütting/Gehrlein/Oeley, ZPO, 17. Aufl. 2025, § 69 FamFG Rn. 4;… Prütting/Helms/Abramenko, FamFG, 6. Aufl. 2023, § 69 Rn. 19), selbst dann, wenn diese Rechtsauffassung gesetzeswidrig sein sollte (so im Fall BGH NJW 2017, 1480 bei zu Unrecht bejahter Beschwerdebefugnis; BGH NJW 1958, 59, 60).Rn. 22 Die Bindung geht dahin, dass der in der Entscheidung gezogene Schluss auf die darin ausgesprochene Rechtsfolge im weiteren Verfahren zugrunde zu legen ist (BGH NJW 2017, 1480, 1483 Rn. 40;… BayObLGZ 1992, 96, Rn. 11 bei juris).
Wie weit die Bindungswirkung jeweils reicht, ist ggf. durch Auslegung der Gründe der zurückverweisenden Entscheidung zu ermitteln (…BGH NJW 2020, 1227 Rn. 10; BGH NJW 2017, 1480, 1483 Rn. 40).
- OLG Schleswig, 01.06.2023 - 8 WF 50/23
Kostentragung in Verfahren postmortaler Abstammung
Verwandte und sonstige Erben des Vaters werden von der Abstammungssache jedoch nicht unmittelbar, sondern nur reflexartig betroffen und sind daher an dieser nach ganz überwiegender Ansicht nicht zu beteiligen (…vgl. BGH FamRZ 2015, 1787 juris Rn. 26, 42; BGH FamRZ 2017, 623 juris Rn. 25;… BGH FamRZ 2018, 764 juris Rn. 9;… Zöller/Greger a.a.O. § 172 FamFG Rn. 1;… BeckOK FamFG Hahne/Schlögel/Schlünder 46. Edition § 172 FamFG Rn. 7;… Hüßtege, in: Thomas/Putzo ZPO 44. Aufl. § 172 FamFG Rn. 1;… anderer Ansicht: OLG Celle FamRZ 2017, 910 juris Rn. 4). - OLG Hamm, 15.01.2026 - 24 U 9/18
Geruch; Geruchsimmission; Geruchsimmissions-Richtlinie; GIRL; Grenzwert; …
Rn. 47 bb) Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit einer Geruchsbeeinträchtigung kann, wie der Senat bereits mit Urteil vom 06.09.2016 (24 U 4/15, MDR 2017, 25) - nach § 563 Abs. 2 ZPO analog für dieses Verfahren bindend (vgl. BGH, Beschluss vom 18.01.2017 - XII ZB 544/15, NJW 2017, 1480 Rn. 40; Urteil vom 23.06.1992 - XI ZR 227/91, NJW 1992, 2831; OLG Brandenburg, Urteil vom 16.10.2012 - 11 U 102/11, NJW-RR 2013, 214) - entschieden hat, der Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz -V-3-8851.4.4- vom 05.11.2009 (…Feststellung und Beurteilung von Geruchsimmissionen - Geruchsimmissions-Richtlinie - GIRL, MBl. NRW 2009, Nr. 31 vom 27.11.2009, S. 529-544) herangezogen werden. - OLG Frankfurt, 13.03.2018 - 5 WF 214/17
Eltern des verstorbenen Putativvaters nicht Kostenschuldner im …
- OLG Köln, 19.12.2018 - 14 UF 185/18
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