Rechtsprechung
| BFH, 19.01.2000 - I R 117/97 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- Judicialis
AO 1977 § 42; ; AO 1977 § ... 39; ; FGO § 122 Abs. 2 Satz 2; ; AStG § 7 ff.; ; AStG § 7 Abs. 1; ; AStG § 10 Abs. 1; ; AStG § 10 Abs. 5; ; AStG § 10 Abs. 6; ; KStG § 26 Abs. 7; ; EStG § 2 Abs. 1; ; EStG § 20 Abs. 1; ; KAGG § 1 Abs. 1; ; EGV Art. 92 Abs. 3; ; DBA-Irland Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3; ; DBA-Irland Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst. aa
- Wolters Kluwer
Ausländische Lebensversicherungsgesellschaft - Beteiligungen - Ermäßigter Körperschaftsteuersatz - Dublin-Docks-Gesellschaften - Gestaltungsmßbrauch
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Gestaltungsmissbrauch; sog. Outsourcing in Kapitalanlagegesellschaften in den "Dublin-Docks"
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Baden-Württemberg, 17.07.1997 - 10 K 309/96
- BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
Papierfundstellen
- HFR 2000, 555
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (10)
- BFH, 10.06.1992 - I R 105/89
Rechtsmissbrauch durch Zwischenschaltung von Basisgesellschaften im Ausland
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.b) Der Senat ist des Weiteren davon ausgegangen, dass die Anwendung des § 42 AO 1977 aus logischen Gründen vorrangig vor derjenigen der §§ 7 ff. AStG sei (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, und in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026).
Die im Streitfall gewählte Vorgehensweise ist sonach für Kapitalanlagegeschäfte geradezu typisch; sie rechtfertigt ohne Hinzutreten weiterer, hier nicht ersichtlicher Umstände, wie sie bei bloßen Briefkastenfirmen bestehen mögen (siehe dazu den Sachverhalt, über den der Senat durch Urteil in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029 entschieden hat; ferner Senatsurteile vom 27. August 1997 I R 8/97, BFHE 184, 329, BStBl II 1998, 163), keine von den zivilrechtlichen Vorgaben abweichende steuerliche Zuordnung (s.a. Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, ebenda; Tulloch, DB 1992, 1444, 1449).
cc) In Anbetracht dessen übersieht die Vorinstanz, dass das Außensteuergesetz (jedenfalls in seiner noch für das Streitjahr maßgeblichen Fassung) gerade die Einschaltung derartiger, passiv tätiger Kapitalanlagegesellschaften uneingeschränkt akzeptiert und einem Missbrauchsverdikt entzieht (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026).
- BFH, 23.10.1991 - I R 40/89
Ausländische Basisgesellschaften - Logisch vorrangige Anwendung - Mißbrauch von …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.b) Der Senat ist des Weiteren davon ausgegangen, dass die Anwendung des § 42 AO 1977 aus logischen Gründen vorrangig vor derjenigen der §§ 7 ff. AStG sei (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, und in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026).
cc) In Anbetracht dessen übersieht die Vorinstanz, dass das Außensteuergesetz (jedenfalls in seiner noch für das Streitjahr maßgeblichen Fassung) gerade die Einschaltung derartiger, passiv tätiger Kapitalanlagegesellschaften uneingeschränkt akzeptiert und einem Missbrauchsverdikt entzieht (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026).
- BFH, 27.08.1997 - I R 8/97
Gestaltungsmißbrauch durch beschränkt Steuerpflichtige
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
Die im Streitfall gewählte Vorgehensweise ist sonach für Kapitalanlagegeschäfte geradezu typisch; sie rechtfertigt ohne Hinzutreten weiterer, hier nicht ersichtlicher Umstände, wie sie bei bloßen Briefkastenfirmen bestehen mögen (siehe dazu den Sachverhalt, über den der Senat durch Urteil in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029 entschieden hat; ferner Senatsurteile vom 27. August 1997 I R 8/97, BFHE 184, 329, BStBl II 1998, 163), keine von den zivilrechtlichen Vorgaben abweichende steuerliche Zuordnung (s.a. Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, ebenda; Tulloch, DB 1992, 1444, 1449).Zum einen ist es durchaus denkbar, dass auch ein innerstaatliches "Outsourcing" steuerliche und sonstige wirtschaftliche Vorteile nach sich ziehen kann (beispielsweise bei Einbringung in Stiftungsgesellschaften oder bei Kapitalanlagen im Beitrittsgebiet), ohne dass dies von der deutschen Steuerrechtsordnung grundsätzlich missbilligt würde (vgl. auch Senatsurteil in BFHE 184, 329, BStBl II 1998, 163).
- BFH, 24.10.1984 - I R 228/81
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
und PLC., nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.), auch nicht bei der Unlimited Company, unabhängig davon, dass letztere als inländische juristische Person i.S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. z. B. Senatsurteil vom 24. Oktober 1984 I R 228/81, nicht veröffentlicht;… Rosenthal in Debatin/ Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17;… Beckmann, daselbst, Vor Art. 1 Großbritannien Rz. 11; FinMin Mecklenburg-Vorpommern, Erlass vom 9. August 1995, Recht der Internationalen Wirtschaft --RIW-- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz, Verfügung vom 8. August 1997, RIW 1997, 1066). - EuGH, 14.01.2016 - C-395/14
Vodafone - Vorlage zur Vorabentscheidung - Gemeinsamer Rechtsrahmen für …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
Es handelt sich hierbei um eine von der EG-Kommission genehmigte und mehrfach verlängerte (vgl. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften --ABlEG-- 1998/C 395/14 ff. vom 18. Dezember 1998; Koschyk, Steuervergünstigungen als Beihilfen nach Art. 92 EG-Vertrag, 1999, 261, m.w.N.) Fördermaßnahme gemäß Art. 92 Abs. 3 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft --EGV-- (= Art. 86 Abs. 3 nach der Zählung des Vertrages von Amsterdam zur Änderung des Vertrages über die Europäische Union, der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften sowie einiger damit zusammenhängender Rechtsakte, ABlEG Nr. C-340/173). - BFH, 09.12.1980 - VIII R 11/77
Basisgesellschaft - Rechtsmißbrauch - Einschaltung der Basisgesellschaft - …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - BFH, 29.01.1975 - I R 135/70
Ausländische Basisgesellschaft - Rechtsmißbrauch - Errichtung - Wirtschaftliche …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - BFH, 05.03.1986 - I R 201/82
Rechtsmißbrauch - Zwischenschaltung von Basisgesellschaften - Niedrig besteuertes …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - BFH, 29.07.1976 - VIII R 142/73
Basisgesellschaft - Ausland - Tatbestand des Rechtsmißbrauchs - Sitz - Rechtsform …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - FG Baden-Württemberg, 17.07.1997 - 10 K 309/96
Voraussetzung für das außer Kraft setzen einer inländischen Rechtsvorschrift; …
Auszug aus BFH, 19.01.2000 - I R 117/97
- Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 1997, 1442 wiedergegeben.
- BFH, 25.02.2004 - I R 42/02
Zwischenschaltung einer ausländischen Kapitalgesellschaft
Die nicht nur vorüber gehend angelegte Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuerten Ausland innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (hier: an einer gemeinschaftsrechtlich geförderten sog. IFSC-Gesellschaft in den irischen Dublin Docks) ist jedenfalls nicht deshalb missbräuchlich i.S. des § 42 Abs. 1 AO 1977, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft erfolgt (Bestätigung der Senatsurteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824).Einkünfte aus Dividenden werden nach Art. XXII Abs. 2 Buchst. a DBA-Irland auch dann von der deutschen Steuer freigestellt, wenn die Dividenden von einer irischen "Unlimited Company having a share capital" ausgeschüttet werden (Abweichung von den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824, und vom BMF-Schreiben vom 30. Juli 1999, BStBl I 1999, 698).
Bei den irischen Anlagegesellschaften handelte es sich nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) um Kapitalanlagegesellschaften mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung im International Finance and Service Centre (IFSC) in Dublin ("Dublin Docks"), gleichermaßen solchen wie jene Beteiligungsgesellschaften, über die der Senat in seinen Urteilen vom 19. Januar 2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (BFH/NV 2000, 824) zu entscheiden hatte.
Das FG folgte den Grundsätzen der Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824: Es ging davon aus, dass die Einschaltung der C und der W nicht gestaltungsmissbräuchlich sei.
Auf dieser Grundlage ist das FG der bisherigen Rechtsprechung des Senats zur Einschaltung sog. Dublin-Docks-Gesellschaften in den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 gefolgt.
Der Senat hat sich mit ihnen bereits auseinander gesetzt, so dass es, um Wiederholungen zu vermeiden, im Wesentlichen genügt, auf die zitierten Urteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zu verweisen.
Vor diesem Hintergrund können die Sachverhalte, die den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zugrunde lagen, und der Sachverhalt, über den im Streitfall zu entscheiden ist, nicht unterschiedlich beurteilt werden.
Da sich die Vorinstanz in vollem Umfang den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 angeschlossen und der Klägerin das Schachtelprivileg des Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst.
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 490/97
Kein Gestaltungsmissbrauch durch "Outsourcing" einer inländischen Bank in …
Aufgrund dieser Umstände entwickelten sowohl die Banken des ... als auch andere Bankengruppen das hier streitige Kapitalanlagemodell, über das der Bundesfinanzhof (BFH) bereits durch zwei Urteile (Irland I und Irland II) vom 19.01.2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257 , BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (BFH/NV 2000, 824 ) entschied.Durch Schriftsatz vom 13.11.2000, auf den Bezug genommen wird, wies die Klin darauf hin, dass das hier streitige Modell mit dem vom BFH in den Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. entschiedenen Modell übereinstimme und die vom BFH wiedergegebenen Entscheidungsgründe deshalb in gleicher Weise gelten.
Dies hatte der BFH in den zitierten Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. ausdrücklich verneint.
Der Bundesfinanzhof hat zur Einschaltung irischer Kapitalanlagegesellschaften in seinen Urteilen vom 19.1.2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 und I R 117/97 IStR 2000, 192 ff verneint, dass die Voraussetzungen des § 42 AO vorliegen und hierzu folgende Rechtsgrundsätze aufgestellt:.
und PLC., nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.), auch nicht bei der Unlimited Company, unabhängig davon, dass letztere als inländische juristische Person i. S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 I R 228/81, nicht veröffentlicht;… Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17;… Beckmann, daselbst, Vor Art. 1 Großbritannien Rz. 11; FinMin Mecklenburg-Vorpommern, Erlass vom 9. August 1995, Recht der Internationalen Wirtschaft - RIW- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz, Verfügung vom 8. August 1997, RIW 1997, 1066; Zum Vorstehenden BFH-Urteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 mit Nichtanwendungserlaß vom 19.3.2001, BStBl I 2001, 243 und I R 117/97 IStR 2000, 182 ff, HFR 2000, 553).
Der BFH kannte in der Entscheidung I R 117/97 a.a.O. die abweichende Auffassung von Häuselmann in IStR 2000, 8, legt jedoch die englische Originalfassung seiner Auslegung zugrunde.
Der BFH hat im Urteil I R 117/97 a.a.O. als Indiz darauf abgestellt, dass nur solche Kapitalgesellschaften begünstigt sind, die die 1%igen Verkehrssteuern zahlen.
Nach den Grundsätzen des BFH im Urteil I R 117/97 a.a.O. spricht dies ebenfalls dafür, dass die Schachtelbegünstigung im Streitfall nicht zu gewähren ist.
Die Revision war nicht zuzulassen, da die Rechtsfragen sämtlich vom BFH mit den Entscheidungen I R 117/97 a.a.O. und I R 94/97 a.a.O. sowie bezüglich der Frage des Vertrauensschutzes durch die übrigen, zitierten Entscheidungen des BFH entschieden sind, so dass eine grundsätzliche Bedeutung nach Auffassung des Senats nicht vorliegt und der Senat nicht von einer Entscheidung des BFH abweicht.
- BFH, 20.03.2002 - I R 63/99
Gestaltungsmissbrauch bei Zwischenschaltung einer Finanzierungsgesellschaft
b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.Entscheidend ist vielmehr, dass die A sowohl in eigenem Namen als auch für eigene Rechnung handelte, auch dann, wenn sie sich dabei dritter und entsprechend versierter Fachkräfte gegen Leistung entsprechender (angemessener) Entgelte bediente, die jedoch nicht der Klägerin zugerechnet werden können (vgl. auch Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824, jeweils unter II. 1. c aa der Entscheidungsgründe).
Um § 42 AO 1977 daneben anwenden zu können, müssen deshalb weitere Umstände hinzutreten, die die Gestaltung als missbräuchlich kennzeichnen, was namentlich bei Einschaltung bloßer Briefkastenfirmen der Fall ist (vgl. Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824).
Der spezielleren Vorschrift kommt hiernach im Hinblick auf die allgemeine Regelung eine Abschirmwirkung zu (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824; vom 17. Mai 2000 I R 19/98, BFHE 192, 282, BStBl II 2000, 619).
- BFH, 20.03.2002 - I R 38/00
Kapitalertragsteuer-Erstattung an ausländische Basisgesellschaft
b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn hierfür wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - FG Hamburg, 06.12.2001 - VI 123/00
Anteile an "Dublin-Docks" - Kapitalanlagegesellschaften bei der Einheitsbewertung
Der Bundesfinanzhof habe in BStBl II 2001, 222 und in IStR 2000, 182 für vergleichbare Fälle entschieden, dass ein Gestaltungsmissbrauch nicht vorliege, denn die Hinzurechnungsbesteuerung regele derartige Fälle abschließend und lasse für die Anwendung des § 42 AO keinen Raum, wenn nicht über den mit dem Außensteuergesetz verfolgten Regelungszweck hinaus weitere Kriterien für einen Gestaltungsmissbrauch sprächen.Der Bundesfinanzhof hat jedoch in seinen Urteilen vom 19.1.2000 ( I R 94/97, BStBl II 2001, 222 - Kapitalanlagegesellschaft eines Presseunternehmens und einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft - und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192 - Kapitalanlagegesellschaft einer Lebensversicherungsgesellschaft -) ausgeführt, dass die Einschaltung irischer Kapitalanlagegesellschaften nicht ohne weiteres die Voraussetzungen des § 42 AO erfüllt.
Dem stimmt der BFH zu (Urteile vom 19.1.2000, I R 94/97, BStBl II 2001, 222 und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192; ebenso FG Baden- Württemberg v. 28.06.2001, 6 K 490/97, EFG 2001, 1350; a.A. Häuselmann, IStR 2000, 8; Raupach/Burwitz, IStR 2000, 385; Clausen, DB 2001, 2515; Philipowski, IStR 2001, 676).
Um eine "Company limited by Shares" handelt es sich (…vgl. BMF-Schreiben vom 24. Dezember 1999, BStBI I 1999, 1076, Tabelle 1, S. 1116) nur bei der Public sowie der Private Company limited by Shares, nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.) und der Unlimited Company, obwohl letztere als inländische juristische Person i.S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. BFH v. 19.1.2000, I R 94/97 und I R 117/97, a.a.O.; BFH v. 24.10.1984, I R 228/81, juris [nicht veröffentlicht];… Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17; BMF vom 19.3.2001, BStBI I 2001, 243; FinMin Mecklenburg-Vorpommern 9.8.1995, Recht der Internationalen Wirtschaft -RIW- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz v. 8.8.1997, RIW 1997, 1066).
An beidem fehlt es: Weder liegt in den Urteilen des BFH vom 19.1.2000 ( I R 94/97, BStBl II 2001, 222 und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192) eine Rechtsprechungsänderung noch gab es eine allgemeine Verwaltungsvorschrift, nach der die Schachtelvergünstigung für Beteiligungen an irischen Unlimited Companies zu gewähren war, und die vom BFH für rechtswidrig gehalten wurde.
- BFH, 14.11.2012 - I R 53/11
Anwendungsbereich und Wirkung einer Änderung nach § 174 Abs. 4 AO - Keine …
Die Klagen gegen die geänderten Körperschaftsteuerbescheide für die Folgejahre ruhten zunächst bis zum Abschluss der beim Bundesfinanzhof (BFH) anhängigen Revisionsverfahren I R 94/97 und I R 117/97.Nachdem der erkennende Senat in jenen Verfahren entschieden hatte, dass die Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an Kapitalanlagegesellschaften im niedrig besteuerten Ausland nicht rechtsmissbräuchlich i.S. des § 42 AO ist, wenn die ausländische Gesellschaft auf eine gewisse Dauer angelegt ist und über ein Mindestmaß an personeller und sachlicher Ausstattung verfügt, die die unternehmerische Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit sicherstellt (vgl. Senatsurteile vom 25. Februar 2004 I R 42/02, BFHE 206, 5, BStBl II 2005, 14; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, Internationales Steuerrecht 2000, 182), wurden diese Klageverfahren wieder aufgenommen und außergerichtlich in der Weise erledigt, dass die Beteiligung an der B nicht länger als rechtsmissbräuchlich angesehen wurde.
- BFH, 18.07.2001 - I R 48/97
Gestaltungsmissbrauch bei Anteilsrotation
Dieser Vorrang ist jedoch inhaltlich an der Vorschrift des § 17 EStG und ihrer Entwicklung zu messen (Senatsurteil vom 19. Januar 2000 I R 117/97, Internationales Steuerrecht 2000, 182, BFH/NV 2000, 824; vgl. auch Senatsurteil in BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527). - FG Münster, 12.05.2003 - 9 K 4810/00
Mißbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten
In jüngeren Entscheidungen habe der BFH nicht mehr auf ein treuhandähnliches Verhältnis abgestellt (…BFH/NV 2000, 776; BFH/NV 2000, 824).Die Einschaltung einer Kapitalgesellschaft im Ausland als auch im Inland bedürfe nach der BFH-Entscheidung BFH/NV 2000, 824 für die steuerliche Anerkennung regelmäßig nicht der Angabe so genannter außersteuerlicher Gründe.
Das sog. Outsourcing im Bereich der Vermögensanlage und der Vermögensverwaltung wird dabei unter Hinweis auf das Gesetz über die Kapitalanlagegesellschaften grundsätzlich anerkannt, soweit nicht bloße Briefkastenfirmen zwischengeschaltet werden (BFH vom 19.01.2000 I R 94/97, BStBl. II 2001, 222; vom 19.01.2000 I R 117/97, HFR 2000, 553).
- FG Baden-Württemberg, 28.10.2004 - 6 K 170/02
Irische Kapitalgesellschaft (ISFC Dublin Docks) und Niedrigbesteuerung nach § 8 …
Rn. 65 Die nicht nur vorübergehend angelegte Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft im niedrig besteuerten Ausland innerhalb der Europäischen Gemeinschaft ist nicht deshalb rechtsmissbräuchlich, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft erfolgt (BFH-Urteile vom 25. Februar 2004 I R 42/02 IStR 2004, 527; vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BFHE 191, 257 BStBl II 2001, 222 und I R 117/97 BFH/NV 2000, 824).Rn. 89 Die ursprüngliche Steuerbelastung von 10 % war - wie der BFH in seinen Urteilen Irland I - III (BFH-Urteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222; I R 117/97 BFH/NV 2000, 824;… vom 25. Februar 2004 I R 42/02 a.a.O.) ausdrücklich dargelegt hat - als Beihilfe von der EU genehmigt und daher rechtmäßig.
- BFH, 23.10.2002 - I R 39/01
Kapitalertragsteuererstattung gem. § 50 d EStG; Rechtsmissbrauch
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - FG Köln, 09.06.2011 - 13 K 3702/07
Änderung nach § 174 Abs. 4 AO
- FG Baden-Württemberg, 11.05.2010 - 6 K 285/06
Gewerblichkeit der Einkünfte einer britischen Limited Partnership - Inländische …
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 392/97
Angemessenheit der Gesamtausstattung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; …
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 393/97
Angemessenheit der Gesamtausstattung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; …
- FG Köln, 27.08.2020 - 2 K 694/15
Anspruch auf Erlass einer Freistellungsbescheinigung
- FG Köln, 27.08.2020 - 2 K 693/15
Diskriminierung im Ausland ansässiger Steuerpflichtiger gegenüber den im Inland …
- FG Baden-Württemberg, 19.09.2002 - 10 K 51/00
Anwendung des Schachtelprivilegs des Art. 22 DBA Irl. auf Dividenden einer …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- Judicialis
EStG § 10d; ; EStG § ... 10d Abs. 1 Satz 2; ; EStG § 10d Abs. 1 Satz 3; ; FGO § 100 Abs. 2 Satz 2; ; FGO § 155; ; FGO § 116; ; FGO § 115 Abs. 3; ; FGO § 116; ; FGO § 120; ; FGO § 125 Abs. 1 Satz 1; ; FGO § 115 Abs. 5 Satz 3; ; FGO § 126 Abs. 3 Nr. 1; ; ZPO § 705; ; AO 1977 § 171 Abs. 3 Satz 1; ; AO 1977 § 171 Abs. 3 Satz 2; ; BFHEntlG Art. 1 Nr. 1
- Wolters Kluwer
Verlustrücktrag - Feststellung des Verlustes - Festsetzungsverjährung - Hemmung der Festsetzungsfrist
- rechtsportal.de
AO § 171 Abs. 3; BFHEntlG Art. 1 Nr. 1, 5
Unwirksame Revision; Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Köln, 27.08.1997 - 14 K 4101/96
- BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Papierfundstellen
- HFR 2000, 555
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (16)
- BFH, 11.02.1991 - X R 149/90
Keine Klageänderung gem. § 68 FGO nach Einlegung einer unzulässigen Revision; zur …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Das Erfordernis der Zulassung der Revision stellt sich im Sinne der Entscheidung des GmS-OGB nicht als Frage der Statthaftigkeit, sondern als eine sonstige Zulässigkeitsvoraussetzung des Rechtsmittel dar (…vgl. Gräber/Ruban, a.a.O., Vor § 115 Tz. 9; BFH-Beschluss vom 11. Februar 1991 X R 149/90, BFHE 163, 307, BStBl II 1991, 462).Das FA konnte deshalb bis zur Rechtskraft des Beschlusses vom 23. April 1996 den angefochtenen Bescheid 1987 nach den Grundsätzen über die Änderung nicht bestandskräftiger Verwaltungsakte (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 163, 307, BStBl II 1991, 462) und damit auch den Einkommensteuerbescheid 1985 nach § 10d Abs. 1 Satz 2 EStG ändern.
- BVerfG, 16.06.1983 - 1 BvR 371/83
Verfassungsmäßigkeit des § 46 Abs. 2 , Abs. 3 AO
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Die früher vertretene Auffassung, die Rechtskraft des angefochtenen Urteils trete nicht erst in dem Augenblick ein, in dem der Verwerfungsbeschluss formell rechtskräftig werde, weil der Verwerfungsbeschluss nur deklaratorische Wirkung habe (vgl. BFH in BFHE 103, 36, BStBl II 1971, 805) ist durch den Beschluss des GmS-OGB (in HFR 1984, 591) überholt (…BFH-Beschluss vom 26. November 1986 VIII R 295/81, BFH/NV 1987, 108).Der dort verwendete Begriff der Statthaftigkeit stellt darauf ab, ob das Rechtsmittel "an sich" statthaft ist (vgl. GmS-OGB in HFR 1984, 591), d.h. für eine Entscheidung dieser Art überhaupt gegeben ist (…vgl. Gräber/Ruban, a.a.O., Vor § 115 Tz. 8) und das angefochtene Urteil damit --von besonderen Zulässigkeitsvoraussetzungen abgesehen-- noch durch eine höhere Instanz überprüft werden kann (…vgl. Tipke/Kruse, a.a.O., Vor § 115 Tz. 6, § 115 Tz. 3, 8, § 124 Tz. 2).
- BFH, 14.07.1971 - I R 127/70
Fehlende Revisionsbegründung - Unzulässige Revision - Rechtsschutzbedürfnis - …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Letzteres ist erst dann der Fall, wenn die Entscheidung über die Anfechtung weder im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren noch im Klageverfahren vor dem FG oder BFH weiter angefochten werden kann (Hartmann/ Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 171 AO Anm. 22, 27), d.h. das Urteil im Instanzenzug unabänderbar, also formell rechtskräftig geworden ist (BFH-Beschluss vom 14. Juli 1971 I R 127, 154/70, BFHE 103, 36, BStBl II 1971, 805).Die früher vertretene Auffassung, die Rechtskraft des angefochtenen Urteils trete nicht erst in dem Augenblick ein, in dem der Verwerfungsbeschluss formell rechtskräftig werde, weil der Verwerfungsbeschluss nur deklaratorische Wirkung habe (vgl. BFH in BFHE 103, 36, BStBl II 1971, 805) ist durch den Beschluss des GmS-OGB (in HFR 1984, 591) überholt (…BFH-Beschluss vom 26. November 1986 VIII R 295/81, BFH/NV 1987, 108).
- BGH, 15.11.1989 - IVb ZR 3/89
Formelle Rechtskraft von Urteilen der Oberlandesgerichte in Ehesachen; …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
In diesem Sinne bedeutet Unstatthaftigkeit eines Rechtsmittels die generelle Unanfechtbarkeit der gerichtlichen Entscheidung kraft Gesetzes, ohne dass es noch eines richterlichen Rechtsfindungsaktes bedürfte, sei es durch das FG, sei es durch den BFH (vgl. BGH-Urteil vom 15. November 1989 IVb ZR 3/89, BGHZ 109, 211). - BFH, 30.07.1991 - VIII B 88/89
- Vollmachtvorlage grundsätzlich im Original für jeweiliges Verfahren - …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Auch in diesem Fall erweist sich die Einlegung des Rechtsmittels als unwirksam mit der Folge, dass es wegen Fehlens einer Sachentscheidungsvoraussetzung und Prozesshandlungsvoraussetzung (…vgl. Koch/Gräber, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., § 62 Tz. 2, 48, 78;… BFH-Urteil vom 16. November 1993 VIII R 7/93, BFH/NV 1994, 891) durch Prozessurteil als unzulässig zu verwerfen ist (vgl. BFH-Beschluss vom 30. Juli 1991 VIII B 88/89, BFHE 165, 22, BStBl II 1991, 848, m.w.N.). - GemSOGB, 24.10.1983 - GmS-OGB 1/83
Rechtskraft bei Verwerfung eines Rechtsmittels
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes (GmS-OGB) vom 24. Oktober 1983 GmS-OGB 1/83 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1984, 591) tritt bei der Verwerfung eines an sich statthaften (vgl. hierzu unter 3.) und rechtzeitig eingelegten (vgl. hierzu unter 2.) Rechtsmittels die Rechtskraft des Urteils i.S. des § 705 ZPO --erst-- mit der Rechtskraft der Verwerfungsentscheidung ein. - BFH, 16.08.1979 - I R 95/76
Postulationsfähige Person - Revision - Einlegung der Revision - Frist - …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
c) Die vorgenommene Beurteilung steht nicht im Widerspruch zu der im Anschluss an die BFH-Entscheidung vom 16. August 1979 I R 95/76 (BFHE 129, 1, BStBl II 1980, 47) ergangenen BFH-Rechtsprechung, derzufolge die von einer nicht postulationsfähigen Person eingelegte Revision nicht geeignet ist, die für die Einlegung der Revision gesetzlich vorgeschriebene Frist zu wahren, so dass Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht kommen kann. - BFH, 16.11.1993 - VIII R 7/93
Voraussetzungen für die Erteilung einer Prozessvollmacht
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Auch in diesem Fall erweist sich die Einlegung des Rechtsmittels als unwirksam mit der Folge, dass es wegen Fehlens einer Sachentscheidungsvoraussetzung und Prozesshandlungsvoraussetzung (…vgl. Koch/Gräber, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., § 62 Tz. 2, 48, 78; BFH-Urteil vom 16. November 1993 VIII R 7/93, BFH/NV 1994, 891) durch Prozessurteil als unzulässig zu verwerfen ist (vgl. BFH-Beschluss vom 30. Juli 1991 VIII B 88/89, BFHE 165, 22, BStBl II 1991, 848, m.w.N.). - BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94
Zurücknahme einer durch einen nicht zugelassenen Rechtsanwalt eingelegten …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
a) Eine durch einen nach Art. 1 Nr. 1 Satz 1 BFHEntlG nicht Postulationsfähigen eingelegte Revision ist zwar unwirksam, sie ist aber "kein unbeachtliches Nichts", das zu keiner gerichtlichen Amtshandlung Anlass gäbe, sondern ein tatsächliches Geschehen; sie ist lediglich wegen fehlender Postulationsfähigkeit des Rechtsmittelführers als unzulässig zu verwerfen (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 18. Februar 1987 II R 7/87, BFH/NV 1988, 238, und vom 31. Januar 1978 VII K 2/77, BFHE 124, 156, BStBl II 1978, 232;… Rüsken in Beermann, a.a.O., § 120 FGO Rz. 42; für Rücknahme der Berufung eines nicht postulationsfähigen Rechtsanwalts Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 22. März 1994, XI ZB 3/94, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1994, 759 unter 2.). - BFH, 21.04.1997 - VIII R 26/97
Zulässigkeit der Revision bei fehlender Vertretung durch einen …
Auszug aus BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Darauf, dass die konkret eingelegte Revision nach Art. 1 Nr. 5 BFHEntlG nicht statthaft war, weil sie weder vom FG oder BFH zugelassen worden war, noch mit ihr ein wesentlicher Verfahrensmangel i.S. von § 116 Abs. 1 FGO schlüssig gerügt wurde (…zur ständigen Rechtsprechung vgl. BFH-Beschlüsse vom 27. September 1988 III R 26/88, BFH/NV 1989, 378;… vom 12. August 1996 VIII R 33/96, BFH/NV 1997, 138, und vom 21. April 1997 VIII R 26/97, BFH/NV 1997, 797), kommt es nicht an. - BFH, 28.09.1995 - X B 114/95
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei unverschuldeter Verhinderung der …
- BFH, 31.01.1978 - VII K 2/77
Klageerhebung - Bevollmächtigter - Vertretung - Rücknahme der Klage
- BFH, 12.08.1996 - VIII R 33/96
Zulassungsfreie Revision wegen Vorliegens eines Verfahrensmangels
- BFH, 26.11.1986 - VIII R 295/81
Rechtskraft der Verwerfungsentscheidung im Verhältnis zur Rechtskraft des Urteils
- BFH, 27.09.1988 - III R 26/88
Voraussetzung der Revision ohne Zulassung
- BFH, 18.02.1987 - II R 7/87
Folgen der Einlegung eines Rechtsbehelfs ohne vorgeschriebene Prozessvertretung
- FG Baden-Württemberg, 26.10.2017 - 1 K 2431/17
Zurechnung von Umsätzen bei Verkäufen über "ebay" - widerstreitende …
Nach dieser Vorschrift läuft die Festsetzungsfrist nicht ab, bevor über einen gegen den Steuerbescheid gerichteten Rechtsbehelf (Einspruch oder Klage) unanfechtbar entschieden ist.Im Klageverfahren liegt eine unanfechtbare Entscheidung vor, wenn das Urteil des Finanzgerichts formell rechtskräftig geworden oder eine abschließende Entscheidung des Bundesfinanzhofs im Revisionsverfahren ergangen ist (BFH-Urteile vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067;vom 18. Juli 2013 II R 46/11, BFHE 242, 292, BStBl II 2016, 631). - BFH, 18.07.2013 - II R 46/11
Voraussetzungen für die Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 3a Satz 3 AO
Im Klageverfahren liegt eine unanfechtbare Entscheidung vor, wenn das Urteil des FG formell rechtskräftig geworden oder eine abschließende Entscheidung des BFH im Revisionsverfahren ergangen ist (BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067). - BFH, 19.06.2006 - III B 37/05
AgB: Beseitigung von Baumängeln
Rechtskraft konnte deshalb erst mit der Entscheidung über die Nichtzulassungsbeschwerde eintreten, gleich ob diese als unzulässig verworfen oder als unbegründet zurückgewiesen wird (Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 24. Oktober 1983 GmS-OGB 1/83, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1984, 591, Neue Juristische Wochenschrift 1984, 1027, sowie BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., § 116 Rz. 69).
- BFH, 29.10.2004 - XI B 213/02
Übergehen von Beweisanträgen
Ob die Änderung des Verfahrensgegenstandes nach § 68 FGO tatsächlich nur eintritt, wenn die Nichtzulassungsbeschwerde selbst zulässig ist oder aber lediglich Voraussetzung ist, dass die Beschwerde statthaft und rechtzeitig eingelegt worden ist (vgl. Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 24. Oktober 1983 GmS-OGB 1/83, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1984, 591, sowie BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, HFR 2000, 555, BFH/NV 2000, 1067), braucht der Senat im Streitfall nicht zu entscheiden, da die Beschwerde unbegründet ist. - FG Niedersachsen, 17.11.2022 - 1 K 136/18
Zutreffende Feststellung des anteiligen Grundstückswerts für Wohnungseigentum im …
Im Klageverfahren liegt eine unanfechtbare Entscheidung vor, wenn das Urteil des Finanzgerichts formell rechtskräftig geworden oder eine abschließende Entscheidung des BFH im Revisionsverfahren ergangen ist (vgl. BFH-Urteile vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067 und vom 18. Juli 2013 II R 46/11, BStBl II 2016, 631). - BFH, 10.12.2003 - X B 134/02
NZB: analoge Anwendung des § 126 Abs. 4 FGO; Hinterziehungszinsen bei …
Auch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Frage, wann i.S. des § 171 Abs. 3 Satz 1 AO 1977 "unanfechtbar entschieden" ist, differenziert ebenso zwischen der fristgerechten Erhebung des Rechtsmittels einerseits und sonstigen Zulässigkeitsvoraussetzungen andererseits (BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067). - BFH, 14.12.2004 - III B 115/03
Prozessfähigkeit; Genossenschaft
Fehlt sie, so ist die Einlegung des Rechtsmittels unwirksam und dieses als unzulässig zu verwerfen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067, …und vom 11. Dezember 2001 VI R 19/01, BFH/NV 2002, 651, unter II. 3. a, jeweils m.w.N.). - BFH, 19.07.2006 - VIII B 81/06
Nichtbeachtung des Vertretungszwangs; keine hinreichende Bezeichnung von …
Die Einlegung der Beschwerde ist mangels Postulationsfähigkeit der Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin) sowie ihres Bevollmächtigten unwirksam (BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067). - BFH, 15.12.1999 - XI R 76/97
Verlustrücktrag - Feststellung des Verlustes - Festsetzungsverjährung - Hemmung …
Der Senat verweist im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen auf seine zwischen den gleichen Beteiligten ergangene Entscheidung XI R 75/97 vom heutigen Tage. - FG Sachsen, 11.09.2013 - 8 K 788/10
Unanfechtbarkeit und Änderbarkeit von infolge einer gerichtlichen …
Unanfechtbarkeit in diesem Sinne liegt bei formeller Bestandskraft der Bescheide vor (vgl. BFH, Urteil vom 15.12.1999, XI R 75/97, BFH/NV 2000, 1067 ).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".