Rechtsprechung
| BFH, 02.07.2004 - II R 73/01 |
Volltextveröffentlichungen (6)
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BGB § 2087; ; BGB ... § 1939; ; BGB § 2087 Abs. 1; ; BGB § 2171; ; BewG § 138 Abs. 5 Satz 2 Nr. 2; ; BewG § 70 Abs. 1; ; BewG § 138 Abs. 1; ; BewG § 138 Abs. 3; ; BewG § 138 Abs. 5; ; BewG § 2 Abs. 1 Satz 4; ; AO 1977 § 182 Abs. 1 Satz 1; ; AO 1977 § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2; ; AO 1977 § 179 Abs. 2 Satz 2; ; ErbStG § 12 Abs. 3; ; ErbStG § 10 Abs. 5 Nr. 2
- Wolters Kluwer
Einheitliche Feststellung eines Grundstückswertes durch Bescheid eines Finanzamts - Festsetzung der Höhe einer anfallenden Erbschaftssteuer anhand des Wertes eines geerbten Grundstücks - Steuerrechtliche Bewertung eines Vorausvermächtnisses - Bindungswirkung einer ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Feststellungsbescheid über Grundstückswert - Bindungswirkung für ErbSt
- datenbank.nwb.de
Bedeutung verbindlicher Teilungsanordnungen des Erblassers für Besteuerung der Erbanteile; Auslegung einer testamentarischen Anordnung als Vorausvermächtnis oder Teilungsanordnug
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Hessen, 18.09.2001 - 1 K 4081/99
- BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Papierfundstellen
- HFR 2005, 329
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (12)
- BVerfG, 22.06.1995 - 2 BvR 552/91
Erbschaftssteuer
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Mit dem Ergehen des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 22. Juni 1995 2 BvR 552/91 (BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671) bestand kein schutzwürdiges Vertrauen in den Fortbestand der bisherigen Regelungen zur Bewertung des Grundvermögens für Erbschaftsteuerzwecke mehr. - BGH, 06.12.1989 - IVa ZR 59/88
Auslegung einer sogenannten wertverschiebenden Teilungsanordnung
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Anhaltspunkte dafür, dass die Erblasserin den Begriff des Vorausvermächtnisses verkannt hat, bestehen nicht; vielmehr kommt dieser Wortwahl aufgrund des von einem Notar beurkundeten Testaments ein besonderes Gewicht zu (Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 6. Dezember 1989 IVa ZR 59/88, Neue Juristische Woche - Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1990, 391). - BFH, 20.12.2000 - I R 50/00
Bekanntgabe von Feststellungsbescheiden nach § 18 AStG
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Darüber hinaus ist dieser Feststellungsbescheid mangels vollständiger Angabe der Inhaltsadressaten unwirksam (§ 124 Abs. 3, § 125 Abs. 1 AO 1977); ein nichtiger Grundlagenbescheid löst keine Bindung aus (BFH-Urteil vom 20. Dezember 2000 I R 50/00, BFHE 194, 1, BStBl II 2001, 381, m.w.N.;… Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 10. Aufl., § 182 AO 1977 Rz. 9).
- BFH, 05.05.2004 - II R 45/01
Bedarfsbewertung bei einem erbbaurechtsbelasteten Grundstück
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Das BVerfG hatte ausdrücklich angeordnet, dass das bisherige Recht für Erwerbe ab dem 1. Januar 1996 der Besteuerung nur noch vorläufig gemäß § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AO 1977 zugrunde gelegt werden durfte (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. Mai 2004 II R 45/01, BFHE 204, 570). - BFH, 10.11.1982 - II R 85/78
Erbschaftsteuerliche Auswirkungen einer Teilungsanordnung
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Im Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BFH-Urteile vom 10. November 1982 II R 85-86/78, BFHE 137, 500, BStBl II 1983, 329;… vom 5. Februar 1992 II R 7/89, BFH/NV 1993, 100) hat das FG angenommen, dass auch verbindliche Teilungsanordnungen des Erblassers für die Besteuerung des Erbanteils der einzelnen Erben ohne Bedeutung sind. - BFH, 01.04.1992 - II R 21/89
Keine Relevanz von Teilungsanordnungen für Erbenbesteuerung
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Die Erblasserin wollte --wie für das Vorausvermächtnis kennzeichnend (vgl. BFH-Urteile vom 1. April 1992 II R 21/89, BFHE 167, 562, BStBl II 1992, 669;… vom 1. August 2001 II R 47/00, BFH/NV 2002, 788)-- der durch die Anordnung begünstigten Klägerin zusätzlich zum Erbteil einen Vermögensvorteil i.S. von § 1939 BGB zuwenden. - BFH, 01.08.2001 - II R 47/00
ErbSt; Kaufrechtsvermächtnis
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Die Erblasserin wollte --wie für das Vorausvermächtnis kennzeichnend (vgl. BFH-Urteile vom 1. April 1992 II R 21/89, BFHE 167, 562, BStBl II 1992, 669; vom 1. August 2001 II R 47/00, BFH/NV 2002, 788)-- der durch die Anordnung begünstigten Klägerin zusätzlich zum Erbteil einen Vermögensvorteil i.S. von § 1939 BGB zuwenden. - BFH, 24.10.1990 - II R 82/88
Mehrere wirtschaftliche Einheiten beim Wohnungseigentum, wenn sich die zu ihm …
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Maßgebend sind danach neben objektiven Merkmalen auch subjektive, die allerdings außer Betracht bleiben müssen, wenn sie im Widerspruch zu objektiven Merkmalen stehen (BFH-Urteile vom 16. Februar 1979 III R 67/76, BFHE 127, 58, BStBl II 1979, 279; vom 24. Oktober 1990 II R 82/88, BFHE 162, 372, BStBl II 1991, 503). - BFH, 17.09.1997 - II R 49/95
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Feststellungsbescheide müssen ebenso wie Steuerbescheide hinreichend deutlich erkennen lassen, für wen sie inhaltlich bestimmt sind (BFH-Urteil vom 17. September 1997 II R 49/95, BFH/NV 1998, 417). - BFH, 16.02.1979 - III R 67/76
Eine an ein Einfamilienhausgrundstück angrenzende unbebaute Fläche kann eine …
Auszug aus BFH, 02.07.2004 - II R 73/01
Maßgebend sind danach neben objektiven Merkmalen auch subjektive, die allerdings außer Betracht bleiben müssen, wenn sie im Widerspruch zu objektiven Merkmalen stehen (BFH-Urteile vom 16. Februar 1979 III R 67/76, BFHE 127, 58, BStBl II 1979, 279; vom 24. Oktober 1990 II R 82/88, BFHE 162, 372, BStBl II 1991, 503). - FG Hessen, 18.09.2001 - 1 K 4081/99
Bedarfsfeststellung; Grundlagenbescheid; Grundstück; Lagefinanzamt; …
- BFH, 05.02.1992 - II R 7/89
Erbschaftsteuerliche Bemessung eines Erbanteils
- BFH, 06.10.2010 - II R 29/09
Abgrenzung und erbschaftsteuerrechtliche Bedeutung von Vorausvermächtnissen und …
War die Zuwendung des Gegenstands so gemeint, liegt unabhängig von den vom Erblasser verwendeten Begriffen und von den Wertverhältnissen ein von der Erbeinsetzung unabhängiger Geltungsgrund vor, der zum Vorliegen eines Vermächtnisses führt (BGH-Urteil vom 7. Dezember 1994 IV ZR 281/93, NJW 1995, 721;… vgl. BFH-Urteile vom 1. August 2001 II R 47/00, BFH/NV 2002, 788, und vom 2. Juli 2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214).Der Wortwahl im Testament des V kommt dabei besonderes Gewicht zu, weil es notariell beurkundet ist (vgl. BFH-Urteil in BFH/NV 2005, 214; BGH-Urteil vom 6. Dezember 1989 IVa ZR 59/88, NJW-RR 1990, 391).
- BFH, 30.09.2015 - II R 31/13
Gesonderte und einheitliche Feststellung des Grundbesitzwertes gegenüber mehreren …
Feststellungsbescheide müssen ebenso wie Steuerbescheide hinreichend deutlich erkennen lassen, für wen sie inhaltlich bestimmt sind (…BFH-Urteile vom 17. September 1997 II R 49/95, BFH/NV 1998, 417; vom 2. Juli 2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, …und vom 7. Juli 2004 II R 77/01, BFH/NV 2005, 73). - FG Hamburg, 27.10.2017 - 3 K 141/16
Grundbesitzwert (Bedarfswert) für wirtschaftliche Einheit - Bestimmung der …
Rn. 233 Der eine nicht existierende wirtschaftliche Einheit bewertende Grundbesitzwertbescheid geht als Grundlagenbescheid (§ 171 Abs. 10 AO) ins Leere und entfaltet keine Bindungswirkung (§ 182 Abs. 1 Satz 1 AO) für die Erbschaftsteuer nach § 12 Abs. 3 ErbStG (Urteile BFH vom 02.07.2004 II R 73/01, HFR 2005, 329, BFH/NV 2005, 214;… FG Nürnberg vom 14.01.2016 4 K 814/15, EFG 2016, 1401 Rz. 29).
- BFH, 06.05.2021 - II R 34/18
Gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts gegenüber einem Vermächtnisnehmer
In einem solchen Falle ist der Bescheid nicht an alle gerichtet, für die er tatsächlich inhaltlich bestimmt ist (vgl. BFH-Urteil vom 02.07.2004 - II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, unter II.4.b). - FG Nürnberg, 14.01.2016 - 4 K 814/15
Ermittlung des Grundbesitzwerts eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs …
Feststellungsbescheide über die einheitliche und gesonderte Feststellung von Grundstückswerten für nicht existierende wirtschaftliche Einheiten gehen ins Leere und entfalten keine Bindungswirkung für die Erbschaftsteuer (BFH-Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214). - FG Münster, 11.10.2018 - 3 K 533/17
Erbschaftsteuer/Verfahrensrecht - Zur Frage, wer an einem Feststellungsverfahren …
Rn. 62 1. Wird ein Feststellungsbescheid, mit dem die Besteuerungsgrundlagen für mehrere Personen einheitlich festgestellt werden, nicht an alle Beteiligten gerichtet, für die er inhaltlich bestimmt ist, ist er inhaltlich nicht hinreichend bestimmt (§ 119 Abs. 1 AO) und damit gemäß § 125 Abs. 1 AO nichtig (BFH-Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214). - FG Münster, 21.06.2018 - 3 K 310/16
Bewertung/Erbschaft- und Schenkungsteuer - Feststellungsbescheid, …
Feststellungsbescheide müssen ebenso wie Steuerbescheide hinreichend deutlich erkennen lassen, für wen sie inhaltlich bestimmt sind (BFH-Urteile vom 30.09.2015 II R 31/13, BStBl II 2016, 637;… vom 07.07.2004 II R 77/01, BFH/NV 2005, 73; vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214 und 17.09.1997 II R 49/95, BFH/NV 1998, 417).Der vom Beklagten erlassene Feststellungsbescheid gegenüber dem Vermächtnisnehmer ist nicht nur rechtswidrig, sondern, da er nicht an alle Beteiligten gerichtet ist, für die er inhaltlich bestimmt ist, nichtig; vgl. BFH-Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01.
- FG Berlin-Brandenburg, 26.03.2024 - 16 K 3081/22
Sachgebiet
Rn. 48 Der BFH hat mit Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, Juris Rn. 15, 18 ausgesprochen, dass ein Bescheid nichtig ist, wenn nicht alle Inhaltsadressaten angegeben sind, an die sich der Bescheid richtigerweise richten müsste.Rn. 50 Jedoch hat der BFH mit Urteil vom 06.05.2021 II R 34/18, BFH/NV 2021, 1223, Juris Rn. 32, 37 - nach Einschätzung des erkennenden Gerichts in Abweichung vom Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, jedoch ohne die Änderung der Rechtsprechung offenzulegen bzw. als solche zu benennen - ausgesprochen, dass lediglich ersichtlich sein muss, an wen das FA den Bescheid richten wollte.
Rn. 61 Sollte der BFH diese Rechtsfrage anders beantworten als das erkennende Gericht, erscheint weiter klärungswürdig und klärungsbedürftig, welche Rechtsfolgen es hat, wenn ein Bedarfswertfeststellungsbescheid nicht alle Feststellungsbeteiligten benennt, da der BFH diese Frage im Urteil vom 06.05.2021 II R 34/18, BFH/NV 2021, 1223, Juris Rn. 32, 37 mit der Formulierung "allenfalls anfechtbar" offengelassen hat, außerdem hat er dabei nach Auffassung des erkennenden Gerichts nicht klargestellt, ob er damit seine frühere anderslautende Rechtsprechung im Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, Juris Rn. 15, 18 aufgegeben hat oder wie sonst sich beide Entscheidungen zueinander verhalten.
- FG Berlin-Brandenburg, 06.05.2024 - 16 K 3081/22
Sachgebiet: Finanzgerichtsordnung Überschrift: Angabe der Vertretungsberechtigten …
Der BFH hat mit Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, Juris Rn. 15, 18 ausgesprochen, dass ein Bescheid nichtig ist, wenn nicht alle Inhaltsadressaten angegeben sind, an die sich der Bescheid richtigerweise richten müsste.Jedoch hat der BFH mit Urteil vom 06.05.2021 II R 34/18, BFH/NV 2021, 1223, Juris Rn. 32, 37 - nach Einschätzung des erkennenden Gerichts in Abweichung vom Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, jedoch ohne die Änderung der Rechtsprechung offenzulegen bzw. als solche zu benennen - ausgesprochen, dass lediglich ersichtlich sein muss, an wen das FA den Bescheid richten wollte.
Sollte der BFH diese Rechtsfrage anders beantworten als das erkennende Gericht, erscheint weiter klärungswürdig und klärungsbedürftig, welche Rechtsfolgen es hat, wenn ein Bedarfswertfeststellungsbescheid nicht alle Feststellungsbeteiligten benennt, da der BFH diese Frage im Urteil vom 06.05.2021 II R 34/18, BFH/NV 2021, 1223, Juris Rn. 32, 37 mit der Formulierung "allenfalls anfechtbar" offengelassen hat, außerdem hat er dabei nach Auffassung des erkennenden Gerichts nicht klargestellt, ob er damit seine frühere anderslautende Rechtsprechung im Urteil vom 02.07.2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, Juris Rn. 15, 18 aufgegeben hat oder wie sonst sich beide Entscheidungen zueinander verhalten.
- BFH, 25.01.2006 - I R 52/05
VA - Adressat
Das aber reicht für eine wirksame Benennung des Inhaltsadressaten nicht aus (…BFH-Beschluss vom 29. Juni 1988 IV B 70/88, BFH/NV 1989, 613, 614;… BFH-Urteile vom 19. August 1999 IV R 34/98, BFH/NV 2001, 409; vom 2. Juli 2004 II R 73/01, BFH/NV 2005, 214, 216). - FG Baden-Württemberg, 08.12.2006 - 9 K 23/05
Übernahmevermächtnis als begünstigter Erwerb von Todes wegen im Sinne des § 13a …
- FG Münster, 12.09.2019 - 3 K 22/17
Bedarfsbewertung/Verfahrensrecht - Zur Nichtigkeit eines Bescheids über die …
- FG Berlin-Brandenburg, 27.02.2026 - 16 K 3017/20
Benennung des Schenkers in Bedarfswertbescheiden für die Schenkungsteuer
- FG München, 22.03.2006 - 4 K 4978/03
Vorausvermächtnis in Gestalt eines Kaufrechts
- FG Baden-Württemberg, 11.06.2021 - 5 K 1231/20
Wirksamkeit eines negativen, einheitlichen Feststellungsbescheids bei Bekanntgabe …
- FG Hamburg, 11.03.2015 - 2 K 194/13
Keine Hemmung des Ablaufs der Feststellungsfrist durch Anfechtung eines nichtigen …
- FG Sachsen, 18.10.2012 - 6 V 1129/12
Nichtigkeit eines Einheitswertsbescheides wegen fehlender Klarheit über den …
- FG Hessen, 12.12.2002 - 1 K 1546/01
Schenkung; Grundstück; Koppelung; Geldschenkung; unentgeltliche Übertragung; …
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