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Rechtsprechung
   BFH, 28.02.2024 - II R 7/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,14493
BFH, 28.02.2024 - II R 7/22 (https://dejure.org/2024,14493)
BFH, Entscheidung vom 28.02.2024 - II R 7/22 (https://dejure.org/2024,14493)
BFH, Entscheidung vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 (https://dejure.org/2024,14493)
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Volltextveröffentlichungen (9)

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  • openjur.de
  • Bundesfinanzhof

    AO § 5, AO § ... 163 Abs 1 S 1, AO § 169 Abs 1 S 1, AO § 169 Abs 2 S 1 Nr 2, AO § 170 Abs 2 S 1 Nr 1, FGO § 102, FGO § 121, GG Art 3 Abs 1, GG Art 20 Abs 3, GrEStG § 1 Abs 3 Nr 1, GrEStG § 19 Abs 1 S 1 Nr 4, GrEStG § 19 Abs 3, FGO § 101
    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker") - Kein Vertrauensschutz

  • rechtsinformationen.bund.de

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker") - Kein Vertrauensschutz

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 5 AO, § 163 Abs 1 S 1 AO, § 169 Abs 1 S 1 AO, § 169 Abs 2 S 1 Nr 2 AO, § 170 Abs 2 S 1 Nr 1 AO
    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker") - Kein Vertrauensschutz

  • IWW

    § 1 Abs. 3 Nr. 1 des Grunderwerbsteuergesetzes, § ... 163 der Abgabenordnung, § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG, § 1 Abs. 3a GrEStG, § 1 Abs. 3 GrEStG, Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes (GG), Art. 3 GG, § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO, § 19 GrEStG, § 163 AO, Art. 3 Abs. 1 GG, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, Art. 20 Abs. 3 GG, Art. 108 Abs. 7 GG, § 169 Abs. 1 Satz 1 AO, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 GrEStG, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 GrEStG, § 19 Abs. 3 GrEStG, § 163 Abs. 1 Satz 1 AO, § 5 AO, §§ 102, 121 FGO, § 135 Abs. 2 FGO

  • Betriebs-Berater

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker") - Kein Vertrauensschutz

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker"); Rückwirkende Anwendung des BFH-Urteils vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94 , BStBl II 2018, 667 ) auf einen Anteilserwerb im Jahr 2012

  • datenbank.nwb.de

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft ("RETT-Blocker") - Kein Vertrauensschutz

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Grunderwerbsteuerrechtliche Behandlung einer Kapitalgesellschaft mit zwischengeschalteten Gesellschaften nach Erwerb von Grundbesitz

Sonstiges (3)

  • IWW (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 1 Abs 3 Nr 1, AO § 163
    Grunderwerbsteuer, Mittelbare Beteiligung, Mittelbare Anteilsvereinigung, Personengesellschaft, Zwischengeschaltete Personengesellschaft, RETT-Blocker, Vertrauensschutz, Billigkeitsantrag

  • Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)

    AO § 163 ; GrEStG § 1 Abs 3 Nr 1

  • Bundesfinanzhof (Terminmitteilung)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BB 2024, 1557 (Ls.)
  • NZG 2025, 237
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (16)

  • BFH, 27.09.2017 - II R 41/15

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar an einer grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist, ist als Anteil im Sinne von § 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 des Grunderwerbsteuergesetzes --wie bei einer zwischengeschalteten Kapitalgesellschaft-- die Beteiligung am Gesellschaftskapital und nicht die sachenrechtliche Beteiligung am Gesamthandsvermögen maßgebend (Anschluss an Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27.09.2017 - II R 41/15, BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667).

    Die rückwirkende Anwendung des BFH-Urteils vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667) auf einen Anteilserwerb im Jahr 2012 verstößt nicht gegen Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes, da kein schutzwürdiges Vertrauen des Steuerpflichtigen in die frühere Rechtslage bestehen konnte.

    Rn. 10 Die erst durch das BFH-Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667) erfolgte Änderung der Rechtsprechung zur Auslegung des Anteilsbegriffs bei zwischengeschalteten Personengesellschaften habe nicht auf den Zeitpunkt des streitgegenständlichen Erwerbsvorgangs am 09.02.2012 zurückwirken können.

    Für die Klägerin habe danach keine Pflicht zur Anzeigenerstattung, auch nicht rückwirkend aufgrund des BFH-Urteils vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667), bestanden.

    Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667) entschieden hat, kann auch der Anteilserwerb bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft zu einer mittelbaren Anteilsvereinigung im Sinne von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG führen, wenn dem Erwerber nach dem Anteilserwerb mindestens 95 % der Beteiligung am Gesellschaftskapital der Personengesellschaft zuzurechnen sind.

    Rn. 22 aa) Ein dem Schutz vor einer verschärfenden Gesetzesänderung entsprechender oder jedenfalls angenäherter Vertrauensschutz ist bei einer Rechtsprechungsänderung nur dann geboten, wenn die Entscheidung des BFH von einer Jahrzehnte währenden höchstrichterlichen Rechtsprechung abweicht, die langjährige Rechtsprechung Eingang in die Richtlinien der Finanzverwaltung (Art. 108 Abs. 7 GG) gefunden hat und der BFH bei einem derartigen Rechtsfindungsprozess ähnlich einem Normgeber tätig geworden ist (BFH-Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15, BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, Rz 32, m.w.N.).

    Wie der Senat in seinem Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, Rz 34) entschieden hat, gab es bereits im Jahr 2005 keine Jahrzehnte währende höchstrichterliche Rechtsprechung des BFH mit dem Inhalt, dass bei einer Personengesellschaft auch auf der Beteiligungsebene die gesamthänderische Mitberechtigung maßgeblich sein soll.

    Diese bildete sich erst durch die BFH-Urteile vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) und vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667).

    In seinem Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, Rz 18 ff.) hat der BFH diese Sichtweise dann ausdrücklich für eine Konstellation wie im Streitfall bestätigt, bei der eine zwischengeschaltete Personengesellschaft an einer grundbesitzenden Kapitalgesellschaft beteiligt ist.

    Rn. 28 cc) Die "rückwirkende" Anwendung der Grundsätze des BFH-Urteils vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667) auf den Streitfall verletzt auch nicht das Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG.

    Anzeigepflichtig ist auch die Vereinigung von mindestens 95 % der Anteile einer Gesellschaft, wenn zum Vermögen der Gesellschaft ein Grundstück gehört (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 GrEStG; BFH-Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15, BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, Rz 37).

    Die Anlaufhemmung einer Festsetzungs- oder Feststellungsfrist tritt deshalb unabhängig von subjektiven Merkmalen schon bei objektiver Anzeigepflichtverletzung ein (BFH-Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15, BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, Rz 39).

    Dies hat der BFH im Urteil vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667) ausdrücklich erkannt.

  • BFH, 12.03.2014 - II R 51/12

    Mittelbare Anteilsvereinigung bei grundbesitzender GmbH & Co. KG - Kriterien zur …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Anlass zu einer anderen Auslegung des Anteilsbegriffs im Sinne des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG habe erst das BFH-Urteil vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) gegeben.

    Die Finanzverwaltung habe jedoch in ihrem Nichtanwendungserlass vom 09.12.2015 (BStBl I 2016, 477) zu dem BFH-Urteil vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) ausgeführt, dass trotz der Änderung des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG durch das StEntlG 1999/2000/2002 an der bisherigen unterschiedlichen Behandlung von zwischengeschalteten Personen- und Kapitalgesellschaften festgehalten werde.

    Diese bildete sich erst durch die BFH-Urteile vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) und vom 27.09.2017 - II R 41/15 (BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667).

    Rn. 26 Mit Urteil vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz 20) hat der BFH für das Jahr 2004 im Hinblick auf die Auslegung des Anteilsbegriffs im Sinne des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft und einer grundbesitzenden Personengesellschaft entschieden, dass die zwischengeschaltete Personengesellschaft ebenso zu behandeln ist wie eine zwischengeschaltete Kapitalgesellschaft und es nicht auf die Beteiligung aller Gesellschafter am Gesamthandsvermögen, sondern auf die Beteiligung am Gesellschaftskapital der zwischengeschalteten Personengesellschaft ankommt.

    Die von der Klägerin angeführten gleich lautenden Erlasse vom 09.10.2013 zur Anwendung des § 1 Abs. 3a GrEStG (BStBl I 2013, 1364) und der Nichtanwendungserlass vom 09.12.2015 (BStBl I 2016, 477) zu dem BFH-Urteil vom 12.03.2014 - II R 51/12 (BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) waren zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs am 09.02.2012 noch nicht in Kraft.

  • BFH, 08.08.2001 - II R 66/98

    Grunderwerbsteuer bei Anteilsvereinigung

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Seit dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 08.08.2001 - II R 66/98 (BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156) sei für die Auslegung des Anteilsbegriffs bei zwischengeschalteten Personengesellschaften auf die sachenrechtliche Beteiligung am Gesamthandsvermögen abgestellt worden.

    Auch das von der Klägerin erwähnte BFH-Urteil vom 08.08.2001 - II R 66/98 (BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156) erging zu dieser alten Rechtslage.

    In Rz 21 dieses Urteils hat er klarstellend dargelegt, dass er an der im BFH-Urteil vom 08.08.2001 - II R 66/98 (BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156) zum Anteilsbegriff des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. geäußerten Rechtsauffassung nicht mehr festhält.

  • BFH, 17.05.2022 - VIII R 26/20

    Berücksichtigung einer Leasingsonderzahlung bei Anwendung der sog. …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Eine für den Steuerpflichtigen ungünstige Rechtsfolge, die der Gesetzgeber bewusst angeordnet oder in Kauf genommen hat, rechtfertigt dagegen keine Billigkeitsmaßnahme (BFH-Urteil vom 17.05.2022 - VIII R 26/20, BFHE 277, 218, BStBl II 2022, 829, Rz 15).

    Hingegen ist das Gericht nicht befugt, eine eigene Ermessensentscheidung zu treffen und diese an die Stelle der behördlichen Ermessensentscheidung zu setzen (BFH-Urteil vom 17.05.2022 - VIII R 26/20, BFHE 277, 218, BStBl II 2022, 829, Rz 17).

  • BFH, 30.03.1988 - II R 76/87

    Anteilsvereinigung i. S. des § 1 Abs. 3 GrEStG kann auch teils unmittelbar, teils …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Darauf hätten beispielsweise die BFH-Urteile vom 11.06.1975 - II R 38/69 (BFHE 116, 406, BStBl II 1975, 834) und vom 30.03.1988 - II R 76/87 (BFHE 153, 63, BStBl II 1988, 550) hingewiesen.

    Rn. 25 Die von der Klägerin angeführten BFH-Urteile vom 11.06.1975 - II R 38/69 (BFHE 116, 406, BStBl II 1975, 834) und vom 30.03.1988 - II R 76/87 (BFHE 153, 63, BStBl II 1988, 550) sind noch zu einer anderen Rechtslage ergangen.

  • BFH, 11.06.1975 - II R 38/69

    Anteilsvereinigung - Anteilserwerber - Grundbesitz - Gesellschaftsanteile

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Darauf hätten beispielsweise die BFH-Urteile vom 11.06.1975 - II R 38/69 (BFHE 116, 406, BStBl II 1975, 834) und vom 30.03.1988 - II R 76/87 (BFHE 153, 63, BStBl II 1988, 550) hingewiesen.

    Rn. 25 Die von der Klägerin angeführten BFH-Urteile vom 11.06.1975 - II R 38/69 (BFHE 116, 406, BStBl II 1975, 834) und vom 30.03.1988 - II R 76/87 (BFHE 153, 63, BStBl II 1988, 550) sind noch zu einer anderen Rechtslage ergangen.

  • FG Münster, 22.02.2011 - 8 K 3034/08

    Zur Grunderwerbsteuer bei Anteilsvereinigung

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Diese Pro-Kopf-Betrachtung sei kurz vor dem Rechtsvorgang am 09.02.2012 durch das Urteil des FG Münster vom 22.02.2011 - 8 K 3034/08 GrE (EFG 2011, 1274) bestätigt worden.

    Nicht ausschlaggebend ist, ob das FG Münster in seinem Urteil vom 22.02.2011 - 8 K 3034/08 GrE (EFG 2011, 1274) eine andere Auffassung vertrat.

  • BFH, 11.07.2017 - IX R 36/15

    Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften - Nachträgliche …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Für den Vertrauensschutz ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem der Steuerpflichtige die für ihn endgültige wirtschaftliche Disposition getroffen hat (BFH-Urteil vom 11.07.2017 - IX R 36/15, BFHE 258, 427, BStBl II 2019, 208, Rz 42).
  • BVerfG, 05.11.2015 - 1 BvR 1667/15

    Nichtannahmebeschluss: Zur rückwirkenden Berücksichtigung der Änderung einer …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Die Änderung einer ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes grundsätzlich dann unbedenklich, wenn sie hinreichend begründet ist und sich im Rahmen einer vorhersehbaren Entwicklung hält (Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 05.11.2015 - 1 BvR 1667/15, Der Betrieb 2015, 2927, Rz 12).
  • BFH, 27.05.2020 - II R 45/17

    Mittelbare Anteilsvereinigung an einer grundbesitzenden Personengesellschaft bei …

    Auszug aus BFH, 28.02.2024 - II R 7/22
    Es kommt entscheidend auf die rechtlich begründeten Einflussmöglichkeiten auf die grundbesitzende Gesellschaft an (BFH-Urteil vom 27.05.2020 - II R 45/17, BFHE 270, 247, BStBl II 2021, 315, Rz 12 ff.).
  • BFH, 30.10.2014 - IV R 61/11

    Wegfall der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen bei einem Land- und …

  • BFH, 17.07.2019 - III R 64/18

    Erlassunwürdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung

  • BFH, 07.09.2016 - I R 23/15

    Höchstbetragsberechnung für Atomanlagenrückstellungen - Grundsatz von Treu und …

  • BFH, 19.05.2022 - III R 16/20

    Erlass der Kindergeldrückforderung bei Nichtanzeige des Haushaltswechsels des …

  • BFH, 03.08.1976 - VII R 103/75

    Volkswirt - Kraft anderer Fachrichtung - Entscheidung der Verwaltung - …

  • FG Hessen, 27.01.2022 - 5 K 640/20

    Billigkeitsfestsetzung der Grunderwerbsteuer anlässlich des Anteilserwerbs

  • FG Schleswig-Holstein, 03.06.2025 - 3 K 47/23

    Kein allgemeiner Vertrauensschutz im Hinblick auf Grunderwerbsteuer nach …

    Nur in den Fällen der sogenannten Ermessensreduzierung auf Null ist es befugt, seine Entscheidung an die Stelle der Ermessensentscheidung der Verwaltungsbehörde zu setzen (vgl. zu alldem: BFH, Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, a.a.O., m.w.N.).

    Es kommt entscheidend auf die rechtlich begründeten Einflussmöglichkeiten auf die grundbesitzende Gesellschaft an (vgl. BFH-Urteile vom 27. September 2017 - II R 41/15 -, BFHE 260, 94, BStBl II 2018, 667, vom 27. Mai 2020 - II R 45/17, BFHE 270, 247, BStBl II 2021, 315, und vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, BFHE nn, BFH/NV 2024, 1008).

    Rn. 85 (BFH, Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, a.a.O., so auch in weiten Teilen: BFH-Urteil vom 27. September 2017 - II R 41/15 -, a.a.O.).

    Die Änderung einer ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes grundsätzlich dann unbedenklich, wenn sie hinreichend begründet ist und sich im Rahmen einer vorhersehbaren Entwicklung hält (vgl. zu alldem: BFH, Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, a.a.O. unter Verweis auf den Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 5. November 2015 - 1 BvR 1667/15 -, ZIP 2015, 2371).

    Die (z.T. gleich lautenden) Erlasse sprechen lediglich mittelbar die Auffassung der Finanzverwaltung zum Anteilsbegriff bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft in ihrem jeweiligen Regelungskreis an, entfalten darüber hinaus aber keine Vertrauensschutzwirkung; der Steuerpflichtige kann lediglich dann verlangen, nach Maßgabe der Verwaltungsanweisung besteuert zu werden, wenn der Sachverhalt offensichtlich von der Verwaltungsanweisung gedeckt ist, was vorliegend nicht der Fall ist (vgl. BFH-Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, a.a.O.).

  • BFH, 06.06.2025 - II B 43/24

    Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft

    Den Finanzbehörden ist es danach verwehrt, in Einzelfällen, die offensichtlich vom Wortlaut der Verwaltungsanweisung gedeckt werden, deren Anwendung ohne triftige Gründe im Rahmen des ihnen prinzipiell eingeräumten Ermessens abzulehnen (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 28.02.2024 - II R 7/22, BFH/NV 2024, 1008, Rz 27; vom 17.05.2022 - VIII R 26/20, BFHE 277, 218, BStBl II 2022, 829, Rz 25 und vom 14.11.1990 - II R 126/87, BFHE 163, 218, BStBl II 1991, 556).
  • FG Baden-Württemberg, 16.05.2025 - 5 V 846/25

    Ablehnung der Aussetzung der Vollziehung eines Grunderwerbsteuerbescheids - …

    Die grunderwerbsteuerrechtliche Anzeigepflicht nach § 19 GrEStG besteht unabhängig davon, ob und inwieweit die Beteiligten erkannt haben, dass der Rechtsvorgang der Grunderwerbsteuer unterliegt beziehungsweise wussten, dass insoweit eine Anzeigepflicht besteht, da die Anzeigepflichten objektiver Natur sind (BFH, Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH [BFH/NV] 2024, 1008, Rn. 32).
  • FG Baden-Württemberg, 17.02.2023 - 5 K 1440/21

    Mündliche Verhandlung: Zulässigkeit einer Videokonferenz unter Ausschluss der …

    Rn. 81 Aufgrund des beim BFH anhängigen Revisionsverfahrens (II R 7/22) gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 27.01.2022 (5 K 649/20) hat der Berichterstatter mit Schreiben vom 27.05.2022 den Beteiligten das Ruhen des Verfahrens gem. § 251 Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. § 155 Satz 1 Finanzgerichtsordnung (FGO) vorgeschlagen.
  • FG Baden-Württemberg, 29.01.2025 - 5 V 846/25
    Die grunderwerbsteuerrechtliche Anzeigepflicht nach § 19 GrEStG besteht unabhängig davon, ob und inwieweit die Beteiligten erkannt haben, dass der Rechtsvorgang der Grunderwerbsteuer unterliegt beziehungsweise wussten, dass insoweit eine Anzeigepflicht besteht, da die Anzeigepflichten objektiver Natur sind (BFH, Urteil vom 28. Februar 2024 - II R 7/22 -, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH [BFH/NV] 2024, 1008, Rn. 32).
  • FG Münster, 16.01.2025 - 8 K 2751/21

    Grunderwerbsteuergesetz: Vermögensmäßige Beteiligung am Gesellschaftskapital

    Hieran hält er nicht mehr fest, sondern behandelt zwischengeschaltete Personengesellschaften und zwischengeschaltete Kapitalgesellschaften gleich, indem er in beiden Fällen auf die Beteiligung am Gesellschaftskapital abstellt: Der Anteil am Vermögen der Personengesellschaft von mindestens 95 % vermittelt regelmäßig die rechtliche Möglichkeit für den beteiligten Gesellschafter, den Willen in der Personengesellschaft in grunderwerbsteuerlich erheblicher Weise durchzusetzen (…BFH Urteil vom 12.03.2014 II R 51/12, BFHE 245, 381, BStBl. II 2016, 356, Rn. 20;… BFH Urteil vom 27.09.2017 II R 41/15, BFHE 260, 94, BStBl. II 2018, 667, Rn. 19 ff.;… BFH Urteil vom 27.05.2020 II R 45/17, BFHE 270, 247, BStBl. II 2021, 315, Rn. 16; BFH Urteil vom 28.02.2024 II R 7/22, BFH/NV 2024, 1008, Rn. 19).
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