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Rechtsprechung
   BFH, 08.08.2024 - III R 24/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,30405
BFH, 08.08.2024 - III R 24/22 (https://dejure.org/2024,30405)
BFH, Entscheidung vom 08.08.2024 - III R 24/22 (https://dejure.org/2024,30405)
BFH, Entscheidung vom 08. August 2024 - III R 24/22 (https://dejure.org/2024,30405)
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Volltextveröffentlichungen (8)

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  • openjur.de
  • Bundesfinanzhof

    AO § 227, EStG § 65 S 1 Nr 2, EStG § 68 Abs 1 S 1, EStG VZ 2014, EStG VZ 2015, EStG VZ 2016, EStG VZ 2017
    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse

  • rechtsinformationen.bund.de

    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 227 AO, § 65 S 1 Nr 2 EStG 2009, § 68 Abs 1 S 1 EStG 2009, EStG VZ 2014, EStG VZ 2015
    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse

  • IWW

    § 68 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § ... 68 EStG, § 65 EStG, § 70 Abs. 2 EStG, § 90 der Abgabenordnung, § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 11 des Finanzverwaltungsgesetzes, § 72 EStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung, § 227 AO, § 6 Abs. 2 Nr. 6 AO, § 102 Satz 1 FGO, § 102 Satz 2 FGO, § 37 AO, § 68 Abs. 1 EStG, § 68 Abs. 1 Satz 1 EStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO, § 118 Abs. 2 FGO, § 135 Abs. 1 FGO

  • Betriebs-Berater

    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse; Zurechnung eines Verschuldens der Vereinten Nationen hinsichtlich der Ablehnung kindbezogener Leistungen ("Dependent Child ...

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers - und die Rückforderung des Kindergelds

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Zulässigkeit der Erhebung von Rückforderungen von Kindergeldbeträgen

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Kein Erlass einer Kindergeld-Rückforderung bei Mitwirkungspflichtverletzung des Kindergeldempfängers und fehlendem Verschulden der Familienkasse

Sonstiges (2)

  • Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)

    AO § 227 ; EStG § 68 ; EStG § 66 ; EStG § 31

  • IWW (Verfahrensmitteilung)

    EStG § 68, AO § 227, EStG § 66, EStG § 31
    Kindergeld, Erlass, Sozialleistung, Mitwirkungspflicht, Ermessen

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (15)

  • BFH, 27.05.2020 - III R 45/19

    Billigkeitserlass bei Kindergeldrückforderung

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    NV: Ein Erlass aus Billigkeitsgründen scheidet regelmäßig aus, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten gemäß § 68 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht nachgekommen ist und kein überwiegendes behördliches Mitverschulden der Familienkasse vorliegt (Bestätigung der Senatsrechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283).

    Rn. 30 Nach § 102 Satz 1 FGO kann die Ermessensentscheidung der Finanzbehörde im finanzgerichtlichen Verfahren nur daraufhin überprüft werden, ob die Grenzen der Ermessensausübung eingehalten worden sind (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 12; vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 18 …und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Rn. 31 bb) Eine Unbilligkeit aus sachlichen Gründen, die vorliegend allein in Betracht kommt, ist anzunehmen, wenn die Geltendmachung eines Anspruchs aus dem Steuerschuldverhältnis (§ 37 AO) im Einzelfall zwar dem Wortlaut einer Vorschrift entspricht, nach dem Zweck des zugrundeliegenden Gesetzes aber nicht (mehr) zu rechtfertigen ist oder dessen Wertungen zuwiderläuft (sog. Gesetzesüberhang, vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 14; vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 19;… vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 15).

    Rn. 33 Ein Erlass aus Billigkeitsgründen scheidet regelmäßig aus, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten (§ 68 Abs. 1 EStG) nicht nachgekommen ist und dies die maßgebliche Ursache für die Überzahlung darstellt (Senatsurteil vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 26); dies gilt entsprechend für die Erstattung oder Anrechnung bereits entrichteter Beträge.

    In diesem Fall liegt auch kein Gesetzesüberhang vor, der einen Billigkeitserlass gebieten könnte (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 19 und vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 24).

    Ein Anspruch auf einen Billigkeitserlass kann demgemäß in Betracht kommen, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist und der Grund für die Rückforderung durch ein überwiegendes Verschulden oder eine fehlerhafte Arbeitsweise der Behörde entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 21 f.; vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 16;… vom 08.11.2018 - III R 31/17, BFH/NV 2019, 557, Rz 21 f.; vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 25); dies gilt entsprechend für die Erstattung oder Anrechnung bereits entrichteter Beträge.

  • BFH, 13.09.2018 - III R 19/17

    Billigkeitserlass bei Kindergeldrückforderung

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Die Entscheidung über den Erlass, die Erstattung oder die Anrechnung im Billigkeitswege ist eine Ermessensentscheidung (vgl. dazu den grundlegenden Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70, BFHE 105, 101, BStBl II 1972, 603 und aus der ständigen BFH-Rechtsprechung zu § 227 AO die Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 13;… vom 17.07.2019 - III R 64/18, BFH/NV 2020, 7, Rz 11 …und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Rn. 31 bb) Eine Unbilligkeit aus sachlichen Gründen, die vorliegend allein in Betracht kommt, ist anzunehmen, wenn die Geltendmachung eines Anspruchs aus dem Steuerschuldverhältnis (§ 37 AO) im Einzelfall zwar dem Wortlaut einer Vorschrift entspricht, nach dem Zweck des zugrundeliegenden Gesetzes aber nicht (mehr) zu rechtfertigen ist oder dessen Wertungen zuwiderläuft (sog. Gesetzesüberhang, vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 14;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 19;… vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 15).

    In diesem Fall liegt auch kein Gesetzesüberhang vor, der einen Billigkeitserlass gebieten könnte (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 19 …und vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 24).

    Ein Anspruch auf einen Billigkeitserlass kann demgemäß in Betracht kommen, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist und der Grund für die Rückforderung durch ein überwiegendes Verschulden oder eine fehlerhafte Arbeitsweise der Behörde entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 21 f.; vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 16;… vom 08.11.2018 - III R 31/17, BFH/NV 2019, 557, Rz 21 f.;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 25); dies gilt entsprechend für die Erstattung oder Anrechnung bereits entrichteter Beträge.

  • BFH, 19.05.2022 - III R 16/20

    Erlass der Kindergeldrückforderung bei Nichtanzeige des Haushaltswechsels des …

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Die Entscheidung über den Erlass, die Erstattung oder die Anrechnung im Billigkeitswege ist eine Ermessensentscheidung (vgl. dazu den grundlegenden Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70, BFHE 105, 101, BStBl II 1972, 603 und aus der ständigen BFH-Rechtsprechung zu § 227 AO die Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 13;… vom 17.07.2019 - III R 64/18, BFH/NV 2020, 7, Rz 11 und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Rn. 30 Nach § 102 Satz 1 FGO kann die Ermessensentscheidung der Finanzbehörde im finanzgerichtlichen Verfahren nur daraufhin überprüft werden, ob die Grenzen der Ermessensausübung eingehalten worden sind (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 12;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 18 und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Rn. 31 bb) Eine Unbilligkeit aus sachlichen Gründen, die vorliegend allein in Betracht kommt, ist anzunehmen, wenn die Geltendmachung eines Anspruchs aus dem Steuerschuldverhältnis (§ 37 AO) im Einzelfall zwar dem Wortlaut einer Vorschrift entspricht, nach dem Zweck des zugrundeliegenden Gesetzes aber nicht (mehr) zu rechtfertigen ist oder dessen Wertungen zuwiderläuft (sog. Gesetzesüberhang, vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 14;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 19; vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 15).

  • FG Köln, 30.03.2022 - 5 K 1464/21

    Vorliegen der Voraussetzungen für einen Anspruch eines Steuerpflichtigen auf …

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 30.03.2022 - 5 K 1464/21 aufgehoben.

    Rn. 21 Der daraufhin erhobenen Versagungsgegenklage gab das FG mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2022, 1674 veröffentlichten Urteil vom 30.03.2022 - 5 K 1464/21 statt.

    das Urteil des FG Köln vom 30.03.2022 - 5 K 1464/21 aufzuheben und die Klage abzuweisen.

  • BFH, 13.09.2018 - III R 48/17

    Billigkeitserlass bei Kindergeldrückforderung; Anrechnung des Kindergelds auf …

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Rn. 30 Nach § 102 Satz 1 FGO kann die Ermessensentscheidung der Finanzbehörde im finanzgerichtlichen Verfahren nur daraufhin überprüft werden, ob die Grenzen der Ermessensausübung eingehalten worden sind (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 12;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 18 …und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Ein Anspruch auf einen Billigkeitserlass kann demgemäß in Betracht kommen, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist und der Grund für die Rückforderung durch ein überwiegendes Verschulden oder eine fehlerhafte Arbeitsweise der Behörde entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 21 f.; vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 16;… vom 08.11.2018 - III R 31/17, BFH/NV 2019, 557, Rz 21 f.;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 25); dies gilt entsprechend für die Erstattung oder Anrechnung bereits entrichteter Beträge.

  • BFH, 17.07.2019 - III R 64/18

    Erlassunwürdigkeit bei Mitwirkungspflichtverletzung

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Die Entscheidung über den Erlass, die Erstattung oder die Anrechnung im Billigkeitswege ist eine Ermessensentscheidung (vgl. dazu den grundlegenden Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70, BFHE 105, 101, BStBl II 1972, 603 und aus der ständigen BFH-Rechtsprechung zu § 227 AO die Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 13; vom 17.07.2019 - III R 64/18, BFH/NV 2020, 7, Rz 11 …und vom 19.05.2022 - III R 16/20, BFH/NV 2022, 1160, Rz 14).

    Dabei hat das Gericht grundsätzlich auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung als der letzten Verwaltungsentscheidung abzustellen (Senatsurteil vom 17.07.2019 - III R 64/18, BFH/NV 2020, 7, Rz 19; zur Maßgeblichkeit der Sach- und Rechtslage im Entscheidungszeitpunkt der Tatsacheninstanz bei Verpflichtungsklagen auf einen gebundenen Verwaltungsakt vgl. BFH-Urteile vom 14.03.2012 - XI R 33/09, BFHE 236, 283, BStBl II 2012, 477, Rz 26 …und vom 11.10.2017 - IX R 2/17, BFH/NV 2018, 322, Rz 20).

  • BFH, 28.11.2016 - GrS 1/15

    Steuererlass aus Billigkeitsgründen nach dem sog. Sanierungserlass des BMF - …

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Rn. 32 Wie der Große Senat des BFH in seinem Beschluss vom 28.11.2016 - GrS 1/15 (BFHE 255, 482, BStBl II 2017, 393) zum sogenannten Sanierungserlass betont hat, handelt es sich bei dem Begriff der Unbilligkeit im Sinne von § 227 AO um einen gerichtlich überprüfbaren Rechtsbegriff und um die gesetzliche Voraussetzung einer behördlichen Ermessensentscheidung (ebenso BFH-Urteil vom 27.02.2019 - VII R 34/17, BFHE 264, 563, Rz 17).
  • BFH, 08.11.2018 - III R 31/17

    Billigkeitserlass bei Kindergeldrückforderung

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Ein Anspruch auf einen Billigkeitserlass kann demgemäß in Betracht kommen, wenn der Kindergeldberechtigte seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist und der Grund für die Rückforderung durch ein überwiegendes Verschulden oder eine fehlerhafte Arbeitsweise der Behörde entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 13.09.2018 - III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl II 2019, 187, Rz 21 f.; vom 13.09.2018 - III R 48/17, BFHE 262, 488, BStBl II 2019, 189, Rz 16; vom 08.11.2018 - III R 31/17, BFH/NV 2019, 557, Rz 21 f.;… vom 27.05.2020 - III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rz 25); dies gilt entsprechend für die Erstattung oder Anrechnung bereits entrichteter Beträge.
  • BFH, 27.02.2019 - VII R 34/17

    Keine Erstattung der Branntweinsteuer wegen sachlicher Unbilligkeit

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Rn. 32 Wie der Große Senat des BFH in seinem Beschluss vom 28.11.2016 - GrS 1/15 (BFHE 255, 482, BStBl II 2017, 393) zum sogenannten Sanierungserlass betont hat, handelt es sich bei dem Begriff der Unbilligkeit im Sinne von § 227 AO um einen gerichtlich überprüfbaren Rechtsbegriff und um die gesetzliche Voraussetzung einer behördlichen Ermessensentscheidung (ebenso BFH-Urteil vom 27.02.2019 - VII R 34/17, BFHE 264, 563, Rz 17).
  • BFH, 19.11.2008 - III R 108/06

    Sozialrechtliche Regelungen über Vertrauensschutz bei Rückforderung von …

    Auszug aus BFH, 08.08.2024 - III R 24/22
    Rn. 44 dd) Aus der im FG-Urteil herangezogenen Erlassentscheidung der Familienkasse in dem einer Verfassungsbeschwerde zugrundeliegenden Fall kann keine entsprechende Verpflichtung der Familienkasse im vorliegenden Fall abgeleitet werden (vgl. dazu den Hinweis in der Ausgangsentscheidung des Senats vom 19.11.2008 - III R 108/06, BFH/NV 2009, 357, unter II.4., dass im damaligen Streitfall ein Billigkeitserlass nach § 227 AO gerechtfertigt sein könnte; dieser Erlass wurde von der Familienkasse anschließend gewährt, sodass die Verfassungsbeschwerde 1 BvR 292/09 in der Hauptsache für erledigt erklärt werden konnte).
  • BFH, 23.01.2020 - III R 16/19

    Billigkeitserlass bei Kindergeldrückforderung - kein Eingriff in das Recht auf …

  • BVerfG - 1 BvR 292/09 (anhängig)
  • BFH, 14.03.2012 - XI R 33/09

    Elektronische Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen - Gleichmäßigkeit der …

  • BFH, 11.10.2017 - IX R 2/17

    Schlichter Änderungsantrag nach Einspruchsentscheidung innerhalb der Klagefrist - …

  • GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70

    Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …

  • FG Bremen, 05.02.2026 - 2 K 102/24

    Erlass einer Kindergeldrückforderung wegen Anrechnung des Kindergeldes auf …

    Dabei hat das Gericht grundsätzlich auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung als der letzten Verwaltungsentscheidung abzustellen (BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

    Bei dem Begriff der Unbilligkeit im Sinne des § 227 AO handelt es sich damit um einen gerichtlich überprüfbaren Rechtsbegriff und um die gesetzliche Voraussetzung einer behördlichen Ermessensentscheidung (BFH, Urteil vom 27. Februar 2019 - VII R 34/17 -, BFHE 264, 563; BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

    Rn. 63 Die Unbilligkeit der Einziehung der Rückforderung ist danach insbesondere dann zu verneinen, wenn und soweit der Kindergeldempfänger die Überzahlung maßgeblich durch die Verletzung seiner Mitwirkungspflichten verursacht hat, indem er die Familienkasse nicht über Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse informiert hat, die für den Anspruch auf Kindergeld von Bedeutung sind (BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

    Zudem sind alle tatsächlichen Umstände mitzuteilen, deren potentielle Relevanz für den Kindergeldanspruch erkennbar sind (vgl. BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

    Zwar wird diese Verpflichtung durch die Mitwirkungspflicht des Kindergeldberechtigten begrenzt (BFH…, Urteil vom 17. August 2023 - III R 24/21 -, BFH/NV 2024, 1), so dass sich die Familienkasse grundsätzlich darauf verlassen darf, dass ihr jeder Kindergeldberechtigte unaufgefordert die seine persönliche Sphäre betreffenden Änderungen mitteilt (BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17) und das Fehlen einer zeitnahen Überprüfung durch die Familienkasse - auch bei mangelnder Beachtung von intern vorgegebenen Prüfungsintervallen - für sich genommen nicht zu einer Suspendierung der Mitwirkungspflichten des Kindergeldbeziehers führt (BFH…, Urteil vom 27. Mai 2020 - III R 45/19 -, BFH/NV 2020, 1283).

  • FG Düsseldorf, 14.11.2024 - 9 K 1606/24
    Dann liegt kein Gesetzesüberhang vor, der einen Billigkeitserlass gebietet (BFH…, Urteil vom 13.09.2018, III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl. II 2019, 187, Rn. 19; zuletzt bestätigt durch BFH, Urteil vom 08.08.2024, III R 24/22, Rn. 33).

    In diesem Fall liegt auch kein Gesetzesüberhang vor, der einen Billigkeitserlass gebieten könnte (BFH…, Urteil vom 13.09.2018, III R 19/17, BFHE 262, 483, BStBl. II 2019, 187, Rn. 19; BFH…, Urteil vom 27.05.2020, III R 45/19, BFH/NV 2020, 1283, Rn. 24; BFH, Urteil vom 08.08.2024, III R 24/22, Rn. 33).

  • FG Bremen, 09.07.2025 - 2 K 71/23

    Erlass einer Kindergeldrückforderung - gerichtliche Überprüfung der Entscheidung …

    Dabei hat das Gericht grundsätzlich auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung als der letzten Verwaltungsentscheidung abzustellen (BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

    Bei dem Begriff der Unbilligkeit im Sinne des § 227 AO handelt es sich damit um einen gerichtlich überprüfbaren Rechtsbegriff und um die gesetzliche Voraussetzung einer behördlichen Ermessensentscheidung (BFH, Urteil vom 27. Februar 2019 - VII R 34/17 -, BFHE 264, 563; BFH, Urteil vom 8. August 2024 - III R 24/22 -, BFH/NV 2025, 17).

  • FG Münster, 10.12.2024 - 1 K 3869/18

    Sonderausgaben - Besteuerung eines Kirchensteuer-Erstattungsüberhangs, wenn sich …

    Dabei hat das Gericht grundsätzlich auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung als der letzten Verwaltungsentscheidung abzustellen (vgl. etwa BFH-Urteil vom 08.08.2024 III R 24/22, juris, m.w.N.).
  • VG Würzburg, 15.12.2025 - W 8 K 24.1549

    Versagungsgegenklage auf Verbescheidung eines Erlassantrages, Corona-Soforthilfe, …

    Rn. 39 Das maßgebliche Abstellen bei einem Erlass auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung entspricht etwa auch der finanzgerichtlichen Rechtsprechung zum Erlass nach § 227 AO (siehe nur BFH, U.v. 8.8.2024 - III R 24/22 - juris Rn. 30;… Oosterkamp in BeckOK AO, Pfirrmann/Rosenke/Wagner, 34. Ed., Stand 17.10.2025, § 227 AO Rn. 86 und 87) sowie der sozialgerichtlichen Rechtsprechung (…Conradis in Berlit/Conradis/Pattar, Existenzsicherungsrecht, 4. Aufl. 2025, Kap. 59 Rn. 20 mit Verweis auf BSG, U.v. 9.2.1995 - 7 RAr 78/93 - juris Rn .63).
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