Rechtsprechung
| BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13 |
Volltextveröffentlichungen (15)
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Berufung im Arzthaftungsprozess: Gehörsverletzung bei verfahrensfehlerhafter Präklusion von Parteivortrag durch den Tatrichter; Voraussetzungen für die Berücksichtigungsfähigkeit neuen Vortrags
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Art 103 Abs 1 GG, § 85 Abs 2 ZPO, § 139 Abs 2 ZPO, § 531 Abs 2 S 1 Nr 1 ZPO, § 531 Abs 2 S 1 Nr 3 ZPO
Berufung im Arzthaftungsprozess: Gehörsverletzung bei verfahrensfehlerhafter Präklusion von Parteivortrag durch den Tatrichter; Voraussetzungen für die Berücksichtigungsfähigkeit neuen Vortrags - IWW
§ 531 Abs. 2 ZPO, § 544 Abs. 7 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 139 Abs. 2 ZPO, § 85 Abs. 2 ZPO, § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO
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- Wolters Kluwer
Ausschluss des Angriffs- oder Verteidigungsmittels einer Partei durch den Tatrichter
- Betriebs-Berater
Berücksichtigungsfähigkeit neuen Vortrags in der Berufungsinstanz
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Ausschluss des Angriffs- oder Verteidigungsmittels einer Partei durch den Tatrichter
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Angriffs- oder Verteidigungsmittel zu Unrecht ausgeschlossen: Gehörsverstoß!
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Kurzfassungen/Presse (6)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Neuer Vortrag in der Berufungsinstanz - und seine Berücksichtigungsfähigkeit
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HGB § 87a Abs. 1 Satz 3, § 84 Abs. 1
Rechtliches Gehör, Verletzung rechtlichen Gehörs - wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Neuer Vortrag in einem Arzthaftungsprozess in der Berufungsinstanz und seine Berücksichtigungsfähigkeit
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Berücksichtigungsfähigkeit neuen Vortrags in der Berufungsinstanz
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Neuer Vortrag in einem Arzthaftungsprozess in der Berufungsinstanz und seine Berücksichtigungsfähigkeit
- Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht
, S. 77 (Leitsatz und Kurzinformation)
Arzthaftung | Fehlerhafte Präklusion von Parteivortrag durch den Tatrichter
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe, 29.08.2012 - 3 O 54/10
- OLG Karlsruhe, 09.10.2013 - 7 U 146/12
- BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13
Papierfundstellen
- NJW 2015, 3248
- NJW-RR 2015, 1278
- MDR 2015, 536
- NJ 2015, 346
- FamRZ 2015, 1021
- VersR 2015, 1313
- BB 2015, 961
Wird zitiert von ... (29) Zitiert selbst (4)
- BGH, 21.12.2011 - VIII ZR 166/11
Neues Verteidigungsmittel in der Berufungsinstanz: Beeinflussung des …
Auszug aus BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13
Weiter verlangt § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, dass die nach Auffassung des Berufungsgerichts fehlerhafte Rechtsauffassung des erstinstanzlichen Gerichts zumindest mitursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in die Berufungsinstanz verlagert hat (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 19;… Zöller/Heßler, 30. Aufl., § 531 Rn. 27;… Hk-ZPO/Wöstmann, 6. Aufl., § 531 Rn. 7; jeweils mwN), was schon dann in Betracht kommt, wenn das Gericht des ersten Rechtszugs, hätte es die später vom Berufungsgericht für zutreffend erachtete Rechtsauffassung geteilt, zu einem Hinweis nach § 139 Abs. 2 ZPO verpflichtet gewesen wäre (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, aaO Rn. 20;… Zöller/Heßler aaO;… Hk-ZPO/Wöstmann aaO).Das Berufungsgericht verkennt insoweit bereits, dass die Nachlässigkeit der Partei - anders als im Falle des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO - die Anwendung des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO nicht ausschließt (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 17 f.).
- BGH, 17.07.2012 - VIII ZR 273/11
Rechtzeitigkeit des Vorbringens innerhalb einer Instanz
Auszug aus BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13
Rn. 7 a) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG dann verletzt ist, wenn der Tatrichter Angriffs- oder Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat (…BGH, Beschlüsse vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 28/13, NJW-RR 2014, 1431 Rn. 10;… vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10; vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 273/11, NJW 2012, 3787 Rn. 9; jeweils mwN). - BGH, 01.10.2014 - VII ZR 28/13
Berufungszurückweisung wegen eines vom Berufungskläger übersehenen …
Auszug aus BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13
Rn. 7 a) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG dann verletzt ist, wenn der Tatrichter Angriffs- oder Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat (BGH, Beschlüsse vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 28/13, NJW-RR 2014, 1431 Rn. 10;… vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10;… vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 273/11, NJW 2012, 3787 Rn. 9; jeweils mwN). - BGH, 21.03.2013 - VII ZR 58/12
Werklohnprozess: Rechtzeitigkeit des Parteivorbringens; Verbot der Auswechslung …
Auszug aus BGH, 03.03.2015 - VI ZR 490/13
Rn. 7 a) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG dann verletzt ist, wenn der Tatrichter Angriffs- oder Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat (…BGH, Beschlüsse vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 28/13, NJW-RR 2014, 1431 Rn. 10; vom 21. März 2013 - VII ZR 58/12, NJW-RR 2013, 655 Rn. 10;… vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 273/11, NJW 2012, 3787 Rn. 9; jeweils mwN).
- BGH, 01.07.2015 - VIII ZR 226/14
Neues Vorbringen im Berufungsverfahren: Beeinflussung des erstinstanzlichen …
Denn eine Zulassung neuen Vorbringens nach § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO ist nicht schon dann ausgeschlossen, wenn eine Partei Sachvortrag aus Gründen unterlassen hat, die eine Nachlässigkeit im Sinne von § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO darstellt (BGH…, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 17 f.; Beschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, MDR 2015, 536 Rn. 12).Rn. 25 cc) Weiter setzt die Anwendung des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO voraus, dass die Rechtsansicht des erstinstanzlichen Gerichts zumindest mitursächlich für die Verlagerung des Parteivorbringens in das Berufungsverfahren geworden ist (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urteile vom 29. Juni 2011 - VIII ZR 212/08, NJW 2011, 3361 Rn. 27;… vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, aaO Rn. 19; Beschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, aaO Rn. 10; jeweils mwN).
- OLG Stuttgart, 30.03.2016 - 9 U 171/15
Bausparvertrag: Kündbarkeit durch die Bausparkasse nach Eintritt der …
Die Einlagen des Bausparers stellen daher ein Darlehen an die Bausparkasse dar, für dessen Rückerstattung eine Zeit nicht bestimmt ist (Senat, Beschluss vom 14. Oktober 2011 - 9 U 151/11, juris, und Beschluss vom 4. Februar 2014 - 9 U 202/13; Mülbert/Schmitz FS Horn (2006), S. 777; Edelmann/Suchowerskyj, BB 2015, 1800; Weber, BB 2015, 961). - BGH, 19.07.2016 - VI ZR 75/15
Arzthaftung: Einwand rechtmäßigen Alternativverhaltens bei Vornahme des Eingriffs …
Rn. 16 3. Es kommt daher nicht darauf an, ob das Berufungsgericht das Bestreiten des Klägers hinsichtlich des von dem Berufungsgericht angenommenen hypothetischen Kausalverlaufs hätte zurückweisen dürfen (§ 531 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 103 Abs. 1 GG; vgl. Senat, Beschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 10 ff.).
- BGH, 16.05.2017 - VI ZR 89/16
Rechtliches Gehör: Fehlerhafte Anwendung einer Präklusionsvorschrift beim …
Rn. 8 a) Nach ständiger höchstrichterlicher und verfassungsgerichtlicher Rechtsprechung liegt ein Gehörsverstoß dann vor, wenn der Tatrichter Angriffs- oder Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet (…vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 31. Mai 2015 - VI ZR 305/15, NJW 2016, 3785 Rn. 11; vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7; BVerfG, Beschluss vom 26. Oktober 1999 - 2 BvR 1292/96, NJW 2000, 945, 946). - BGH, 14.05.2024 - XI ZR 327/22
Bankenhaftung im mehrgliedrigen Überweisungsverkehr: Anwendung der Grundsätze der …
Ungeschriebene weitere Voraussetzung für die Zulassung neuen Vortrags nach dieser Regelung ist, dass die nach Auffassung des Berufungsgerichts fehlerhafte Rechtsansicht des erstinstanzlichen Gerichts zumindest mitursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in die Berufungsinstanz verlagert hat (BGH, Beschlüsse vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 10 mwN …und vom 26. Januar 2021 - VI ZR 1304/20, NJW-RR 2021, 249 Rn. 11). - BGH, 29.05.2018 - VI ZR 370/17
Berufung im Arzthaftungsprozess: Grenzen ärztlicher Risikoaufklärungspflicht; …
Art. 103 Abs. 1 GG ist jedenfalls dann verletzt, wenn die Anwendung der Präklusionsvorschrift durch das Fachgericht offenkundig unrichtig ist (vgl. BVerfGE 69, 145, 149;… BVerfG, Beschlüsse vom 26. Oktober 1999 - 2 BvR 1292/96, NJW 2000, 945, juris Rn. 12 f.;… vom 7. Oktober 2016 - 2 BvR 1313/16, juris Rn. 9; Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, VersR 2015, 1313 mwN).Zwar findet die Vorschrift nur unter der ungeschriebenen Voraussetzung Anwendung, dass die Rechtsansicht des Gerichts den erstinstanzlichen Sachvortrag der Partei beeinflusst hat und daher, ohne dass deswegen ein Verfahrensfehler gegeben wäre, (mit-)ursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in das Berufungsverfahren verlagert hat (Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, VersR 2015, 1313 Rn. 10; BGH…, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 19).
Hiervon ist aber bereits dann auszugehen, wenn das Gericht des ersten Rechtszugs, hätte es die später vom Berufungsgericht für zutreffend erachtete Rechtsauffassung geteilt, zu einem Hinweis nach § 139 Abs. 2 ZPO verpflichtet gewesen wäre (vgl. Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, aaO; BGH…, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, aaO Rn. 20;… Musielak/Ball, ZPO, 15. Auflage, § 531 Rn. 17;… Hk-ZPO/Wöstmann, 7. Aufl., § 531 Rn. 7; jeweils mwN).
Das Berufungsgericht übersieht insoweit, dass die Nachlässigkeit der Partei die Zulassung neuen Vorbringens - anders als im Falle des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO - gemäß § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO nicht ausschließt (BGH…, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 17 f.; Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, aaO Rn. 12).
- BGH, 26.01.2021 - VI ZR 1304/20
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Fristen zur …
Rn. 9 a) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG dann verletzt ist, wenn der Tatrichter Angriffs- und Verteidigungsmittel einer Partei in offenkundig fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift zu Unrecht für ausgeschlossen erachtet hat (vgl. nur Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7 mwN).Ungeschriebene weitere Voraussetzung für die Zulassung neuen Vortrags nach dieser Regelung ist, dass die nach Auffassung des Berufungsgerichts fehlerhafte Rechtsansicht des erstinstanzlichen Gerichts zumindest mitursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in die Berufungsinstanz verlagert hat (Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 10 mwN).
Das kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das Gericht des ersten Rechtszugs, hätte es die Rechtsauffassung des Berufungsgerichts geteilt, zu einem Hinweis nach § 139 Abs. 2 ZPO verpflichtet gewesen wäre, den jetzt - falls noch erforderlich - das Berufungsgericht nachzuholen hat, oder wenn die Partei durch die Prozessleitung des Erstrichters oder dessen sonst erkennbare rechtliche Beurteilung des Streitverhältnisses davon abgehalten worden ist, zu bestimmten Gesichtspunkten (weiter) vorzutragen (Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 10; BGH…, Urteil vom 19. Februar 2004 - III ZR 147/03, NJW-RR 2004, 927, 928, juris Rn. 19).
Die Erwägung des Berufungsgerichts, dass nicht ersichtlich sei, weshalb die nunmehrigen Beweisantritte in erster Instanz "ohne Nachlässigkeit unterblieben" seien, übersieht zudem, dass Nachlässigkeit der Partei die Zulassung neuen Vortrags gemäß § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO (anders als im Fall der Nr. 3) nicht ausschließt (Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 12).
- BGH, 19.03.2019 - XI ZR 9/18
Anforderungen an das Aushandeln einer Klausel in allgemeinen Geschäftsbedingungen
Nichts anderes gilt, wenn das Berufungsgericht Vorbringen einer Partei in offensichtlich fehlerhafter Anwendung des § 531 Abs. 2 ZPO nicht zulässt (BGH, Beschlüsse vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7…, vom 6. Mai 2015 - VII ZR 53/13, NJW-RR 2015, 1109 Rn. 9 …und vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, juris Rn. 9). - OLG Oldenburg, 14.05.2021 - 2 U 122/20
Mängel einer Glasfassade wegen unterbliebener Abstimmung der beteiligten …
Als ungeschriebenes Tatbestandmerkmal verlangt § 531 Absatz 2 Nr. 1 ZPO darüber hinaus, dass gerade diese Sachbehandlung durch die erste Instanz mitursächlich dafür geworden ist, dass sich Parteivorbringen in die Berufungsinstanz verlagert hat (…vgl. BGH a.a.O.; NJW-RR 2015, 1278 Rn.10).Das ist dann der Fall, wenn das erstinstanzliche Gericht durch seine Prozessleitung oder seine erkennbare rechtliche Beurteilung des Streitverhältnisses die Parteien davon abgehalten hat, zu bestimmten Gesichtspunkten (weiter) vorzutragen (vgl. BGH NJW-RR 2012, 341, 342f) oder wenn das Landgericht ausgehend von der Rechtsauffassung des Berufungsgerichts einen Hinweis nach § 139 Abs. 2 ZPO hätte erteilen müssen (…vgl. BGH a.a.O.; NJW-RR 2015, 1278 Rn.10).
- BGH, 18.09.2018 - XI ZR 74/17
Verletzung rechtlichen Gehörs durch fehlerhaft angenommene Präklusion eines …
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG bereits dann verletzt ist, wenn das Berufungsgericht Tatsachenvortrag unter offensichtlich fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift für ausgeschlossen erachtet hat (BGH, Beschlüsse vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7…, vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, BauR 2016, 1209 Rn. 8 …und vom 13. Dezember 2017 - IV ZR 319/16, VersR 2018, 890 Rn. 10, jeweils mwN). - BGH, 11.07.2024 - III ZR 176/22
Haftung bei fehlgeschlagener Kapitalanlage: Feststellung der subjektiven …
- BGH, 01.08.2023 - VI ZR 191/22
Gehörsverstoß in einem Schadensersatzprozess
- BGH, 14.11.2017 - VI ZR 92/17
Schadensersatz bei Verletzung durch einen Verkehrsunfall: Ausgrenzung späterer …
- OLG Düsseldorf, 13.02.2025 - 2 U 54/23
Arbeitnehmererfinder; offene Teilklage; Arbeitnehmererfindervergütung; …
- BGH, 11.07.2024 - I ZR 4/24
Verletzung der urheberrechtlichen Nutzungsrechte an einer Gebrauchsanweisung
- OLG Düsseldorf, 13.02.2025 - 2 U 55/23
Arbeitnehmererfinder; offene Teilklage; Arbeitnehmererfindervergütung; …
- BGH, 12.11.2024 - VI ZR 361/23
Gehörsverstoß bei unzutreffender Würdigung des Parteivortrags; Fehlerhafte …
- OLG Düsseldorf, 13.12.2018 - 2 U 37/18
Wettbewerbswidrigkeit der Bezeichnung eines mit dem An- und Verkauf von …
- BGH, 19.11.2024 - VI ZR 35/23
Gehörsverstoß bei unzutreffender Anwendung einer Präklusionsvorschrift - …
- KG, 08.05.2023 - 8 U 2/21
Zur Auslegung von Schreiben eines Jobcenters, die als 'Information über den …
- OLG Bamberg, 18.08.2016 - 1 U 24/16
Darlegung bedingungsgemäßer Arbeitsunfähigkeit durch den Versicherungsnehmer …
- BGH, 18.08.2015 - VI ZR 302/14
Schadensersatz aufgrund Falschberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von …
- BGH, 06.04.2016 - VII ZR 40/15
Neues Vorbringen im Berufungsverfahren: Konkretisierung eines schlüssigen …
- OLG Düsseldorf, 18.12.2023 - 22 U 98/23
Zusätzliche Leistungen werden nach tatsächlichen Kosten vergütet!
- OLG Düsseldorf, 02.12.2022 - 22 U 113/22
Vager Hinweis ist keine ordnungsgemäße Bedenkenanmeldung!
- OLG Düsseldorf, 16.12.2022 - 22 U 113/22
Mängel eines Bauvorhabens Mangelhaftigkeit von Betonarbeiten Kostenerstattung …
- BGH, 14.11.2024 - III ZR 42/24
Berufungsgericht will von Vorinstanz abweichen: Hinweis erforderlich!
- OLG Düsseldorf, 16.02.2024 - 22 U 98/23
Zusätzliche Leistungen werden nach tatsächlichen Kosten vergütet!
- OLG Frankfurt, 18.09.2020 - 10 U 201/19
Diesel-Skandal: Keine Ansprüche wegen Fahrzeug mit Dieselmotor EA 897
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Rechtsprechung
| BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
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Stufenklage auf Kindesunterhalt: Berufungsbeschwer des zur Auskunftserteilung verurteilten Elternteils
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 1605 BGB, § 61 Abs 1 FamFG
Stufenklage auf Kindesunterhalt: Berufungsbeschwer des zur Auskunftserteilung verurteilten Elternteils - IWW
§ 117 Abs. 1 Satz 4 FamFG, §§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 103 Abs. 1 GG, § 20 JVEG, § 61 Abs. 1 FamFG, § 1605 BGB
- Wolters Kluwer
Bemessung der Beschwer des zur Auskunft Verpflichteten in einem Unterhaltsverfahren
- ra.de
- rechtsportal.de
BGB § 1605; FamFG § 61 Abs. 1
Bemessung der Beschwer des zur Auskunft Verpflichteten in einem Unterhaltsverfahren - datenbank.nwb.de
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Auskunftspflicht und Beschwer - Auskünfte grundsätzlich nur in der Freizeit!
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Bemessung der Beschwer des zur Auskunft Verpflichteten
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Bemessung der Beschwer des zur Auskunft Verpflichteten
Besprechungen u.ä.
- Jurion (Entscheidungsbesprechung)
Bemessung der Beschwer des zur Auskunft Verpflichteten
Verfahrensgang
- AG Berlin-Schöneberg, 21.11.2013 - 87 F 229/13
- KG, 02.06.2014 - 25 UF 122/13
- BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
- BGH, 22.04.2015 - XII ZB 317/14
Papierfundstellen
- NJW-RR 2015, 1153
- MDR 2015, 536
- FamRZ 2015, 838
Wird zitiert von ... (34) Zitiert selbst (7)
- BGH, 28.11.2012 - XII ZB 620/11
Beschwerde in der abgetrennten Folgesache "Güterrecht" nach Ehescheidung: …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Der Auskunftspflichtige, der in Abweichung hiervon behauptet, dass ihm dies nicht möglich sei, hat die Gründe hierfür im Einzelnen darzulegen und glaubhaft zu machen (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 28. November 2012, XII ZB 620/11, FamRZ 2013, 105 und vom 29. September 2010, XII ZB 49/09, FuR 2011, 110).Rn. 16 (1) Zur Bewertung des vom Auskunftspflichtigen aufzuwendenden Zeitaufwands ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich auf die Stundensätze zurückzugreifen, die der Auskunftspflichtige als Zeuge in einem Zivilprozess erhalten würde, wenn er mit der Erteilung der Auskunft weder eine berufstypische Leistung erbringt noch einen Verdienstausfall erleidet (Senatsbeschluss vom 28. November 2012 - XII ZB 620/11 - FamRZ 2013, 105 Rn. 10 f. mwN).
Rn. 17 Dabei ist regelmäßig davon auszugehen, dass die zur Auskunftserteilung erforderlichen Tätigkeiten in der Freizeit erbracht werden können (vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. November 2012 - XII ZB 620/11 - FamRZ 2013, 105 Rn. 14 …und vom 29. September 2010 - XII ZB 49/09 - FuR 2011, 110 Rn. 7).
- BGH, 02.04.2014 - XII ZB 486/12
Zugewinnausgleichsverfahren: Wert des Beschwerdegegenstandes bei einer …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Dieses Verfahrensgrundrecht verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (st. Rspr., vgl. Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 6 …und vom 22. Januar 2014 - XII ZB 278/13 - FamRZ 2014, 644 Rn. 3, jeweils mwN).Dabei kann die vom Beschwerdegericht vorgenommene Schätzung wegen des ihm hierbei eingeräumten Ermessensspielraums im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Gericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 11 f. …und vom 11. September 2013 - XII ZB 161/13 - juris Rn. 8 f., jeweils mwN).
Rn. 22 cc) Daher ist es rechtlich nicht zu beanstanden, dass das Beschwerdegericht den Zeitaufwand des Antragsgegners entsprechend den Bestimmungen des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) über die Entschädigung von Zeugen bewertet und dabei auf den in § 20 JVEG festgelegten Stundensatz von 3, 50 EUR zurückgegriffen hat (vgl. Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 17 …und vom 22. Januar 2014 - XII ZB 278/13 - FamRZ 2014, 644 Rn. 12 mwN).
- BGH, 22.01.2014 - XII ZB 278/13
Auskunftspflicht des Unterhaltspflichtigen über seine Einkünfte: Bemessung des …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Dieses Verfahrensgrundrecht verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (…st. Rspr., vgl. Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 6 und vom 22. Januar 2014 - XII ZB 278/13 - FamRZ 2014, 644 Rn. 3, jeweils mwN).Rn. 22 cc) Daher ist es rechtlich nicht zu beanstanden, dass das Beschwerdegericht den Zeitaufwand des Antragsgegners entsprechend den Bestimmungen des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) über die Entschädigung von Zeugen bewertet und dabei auf den in § 20 JVEG festgelegten Stundensatz von 3, 50 EUR zurückgegriffen hat (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 17 und vom 22. Januar 2014 - XII ZB 278/13 - FamRZ 2014, 644 Rn. 12 mwN).
- BGH, 29.09.2010 - XII ZB 49/09
Statthaftigkeit der Berufung: Wert der Beschwer bei Verurteilung zur Erteilung …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Der Auskunftspflichtige, der in Abweichung hiervon behauptet, dass ihm dies nicht möglich sei, hat die Gründe hierfür im Einzelnen darzulegen und glaubhaft zu machen (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 28. November 2012, XII ZB 620/11, FamRZ 2013, 105 und vom 29. September 2010, XII ZB 49/09, FuR 2011, 110).Rn. 17 Dabei ist regelmäßig davon auszugehen, dass die zur Auskunftserteilung erforderlichen Tätigkeiten in der Freizeit erbracht werden können (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. November 2012 - XII ZB 620/11 - FamRZ 2013, 105 Rn. 14 und vom 29. September 2010 - XII ZB 49/09 - FuR 2011, 110 Rn. 7).
- BGH, 16.04.2008 - XII ZB 192/06
Gericht muss eindeutigen Hinweis nicht wiederholen
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Auch die Kosten der Zuziehung einer sachkundigen Hilfsperson können nur berücksichtigt werden, wenn sie zwangsläufig entstehen, weil der Auskunftspflichtige zu einer sachgerechten Auskunftserteilung nicht in der Lage ist (…st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 14. Mai 2014 - XII ZB 487/13 - FamRZ 2014, 1286 Rn. 14 und vom 16. April 2008 - XII ZB 192/06 - FamRZ 2008, 1336 Rn. 17, jeweils mwN). - BGH, 14.05.2014 - XII ZB 487/13
Familiensache: Bemessung des Werts des Beschwerdegegenstandes bei der …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Auch die Kosten der Zuziehung einer sachkundigen Hilfsperson können nur berücksichtigt werden, wenn sie zwangsläufig entstehen, weil der Auskunftspflichtige zu einer sachgerechten Auskunftserteilung nicht in der Lage ist (st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 14. Mai 2014 - XII ZB 487/13 - FamRZ 2014, 1286 Rn. 14 …und vom 16. April 2008 - XII ZB 192/06 - FamRZ 2008, 1336 Rn. 17, jeweils mwN). - BGH, 11.09.2013 - XII ZB 161/13
Wert des Beschwerdegegenstandes im Zusammenhang mit Vermögensauskunft i.R.d. …
Auszug aus BGH, 11.03.2015 - XII ZB 317/14
Dabei kann die vom Beschwerdegericht vorgenommene Schätzung wegen des ihm hierbei eingeräumten Ermessensspielraums im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Gericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (…st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 11 f. und vom 11. September 2013 - XII ZB 161/13 - juris Rn. 8 f., jeweils mwN).
- BGH, 22.11.2017 - XII ZB 230/17
Zugewinnausgleich: Bewertung einer freiberuflichen Praxis zum Stichtag
Rn. 8 Zu Recht und in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Senats ist das Oberlandesgericht weiter davon ausgegangen, dass zur Bewertung des vom Auskunftspflichtigen aufzubringenden Zeitaufwands grundsätzlich auf die Stundensätze zurückzugreifen ist, die der Auskunftspflichtige als Zeuge in einem Zivilprozess erhalten würde (…vgl. Senatsbeschluss vom 27. April 2016 - XII ZB 527/15 - FamRZ 2016, 1154 Rn. 9), während die Kosten für die Hinzuziehung einer sachkundigen Hilfsperson nur berücksichtigt werden können, wenn sie zwangsläufig entstehen, weil der Auskunftspflichtige zu einer sachgerechten Auskunftserteilung nicht in der Lage ist (vgl. Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 14 mwN). - BGH, 25.01.2017 - XII ZB 504/15
Familienstreitsache: Voraussetzung der ordnungsgemäßen Verkündung der …
Dieses Verfahrensgrundrecht verbietet es den Gerichten, den Beteiligten den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht zu rechtfertigender Weise zu erschweren (vgl. Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 5 mwN.). - BGH, 28.02.2017 - I ZR 46/16
Anspruch des Filmurhebers auf Fairnessausgleich: Wert der Beschwer des im Wege …
Rn. 10 Zwar kann nach der von der Beschwerdeerwiderung herangezogenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs die vom Beschwerdegericht vorgenommene Schätzung des gemäß § 61 Abs. 1 FamFG erforderlichen Wertes des Beschwerdegegenstands im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Beschwerdegericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (st. Rspr., vgl. BGH, Beschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14, NJW-RR 2015, 1153 Rn. 1 mwN).
- OLG Düsseldorf, 16.11.2020 - 12 U 29/20
Zuständigkeitsstreitwert einer Auskunftsklage; Reichweite eines …
Ein Nachteil bei der Haushaltsführung i.S. des § 21 JVEG ist - anders als bei seiner Schwester, der Beklagten zu 1) - nicht geltend gemacht, so dass sein Zeitaufwand für die Erteilung der Auskünfte gemäß § 20 JVEG mit 3, 50 EUR pro Stunde zu bewerten ist (vgl. BGH, Beschl. v. 11.03.2015 - XII ZB 317/14, Rn. 17, 22 juris;… MüKoZPO/Rimmelspacher, vor § 511, Rn. 37). - BGH, 11.05.2016 - XII ZB 12/16
Wert des Beschwerdegegenstands für die Beschwerde gegen einen zur …
Die entsprechenden Ausführungen des Beschwerdegerichts, das im Übrigen insbesondere mit der Annahme einer Stundensatzhöhe von 14 EUR zugunsten der Antragstellerin gerechnet hat (vgl. dazu etwa Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 22), sind rechtlich nicht zu beanstanden. - BGH, 02.09.2015 - XII ZB 132/15
Unterhaltsstufenklage: Bemessung des Beschwerdewerts nach Verurteilung des …
Nur im ersten Fall erhöht der für die Erstellung erforderliche Aufwand an Zeit und Kosten (vgl. dazu etwa Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 13 ff.) den Beschwerdewert.Dahinstehen kann demnach auch, dass weder in der Rechtsbeschwerde noch in dem Schriftsatz des Antragsgegnervertreters an das Oberlandesgericht vom 12. Dezember 2014 ausreichende Umstände bezeichnet sind, weshalb insoweit abweichend vom Regelfall (vgl. dazu etwa Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 14) auf die durch die Hinzuziehung eines Steuerberaters entstehenden Kosten abzustellen sein soll.
Zwar kann die vom Beschwerdegericht vorgenommene Schätzung wegen des ihm hierbei eingeräumten Ermessensspielraums im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Gericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 11 …und vom 2. April 2014 - XII ZB 486/12 - FamRZ 2014, 1012 Rn. 11 f.).
- BGH, 28.10.2015 - XII ZB 524/14
Isoliertes Verfahren über den Zugewinnausgleich: Wert des Beschwerdegegenstandes …
Dieses Verfahrensgrundrecht verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (st. Rspr., vgl. Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 5 mwN).Dabei kann die vom Beschwerdegericht vorgenommene Schätzung wegen des ihm hierbei eingeräumten Ermessensspielraums im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Gericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (vgl. Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 11 mwN zur Auskunftspflicht innerhalb eines Unterhaltsverfahrens).
Soweit die Rechtsbeschwerde rügt, das Beschwerdegericht habe in seinem Hinweisbeschluss darauf abgestellt, dass die Antragsgegnerin im bereits anhängigen Zugewinnausgleichsverfahren ohnehin Auskunft zu erteilen habe, es mithin an der Kausalität fehle (vgl. dazu auch Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 12), hat das Beschwerdegericht ersichtlich nicht mehr an seiner Auffassung festgehalten.
- BGH, 09.12.2015 - XII ZB 614/14
Ehe- und Familienstreitsache: Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde gegen einen …
Rn. 16 b) Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 128, 85 = FamRZ 1995, 349; Senatsbeschluss vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 16 ff.).Der Beschwerdeführer hat die den Wert bestimmenden Tatsachen darzulegen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 30. Juli 2014 - XII ZB 85/14 - FamRZ 2014, 1696 Rn. 9 [zum Geheimhaltungsinteresse] und vom 11. März 2015 - XII ZB 317/14 - FamRZ 2015, 838 Rn. 17 [zur Darlegung eines Verdienstausfalls]).
- OLG Frankfurt, 02.04.2026 - 5 UF 88/25
Umfang des Auskunftsanspruchs nach § 1605 Abs. 1 BGB
(a) Hinsichtlich des dafür nötigen Zeitaufwandes ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein Stundensatz von 4,- EUR (§ 20 JVEG) zugrunde zu legen (vgl. BGH, Beschluss vom 11.03.2015 - XII ZB 317/14, NJW-RR 2015, 1153 Rn. 16 mwN). - OLG Düsseldorf, 26.01.2017 - 5 UF 231/16
Bewertung der Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft
Dabei ist regelmäßig davon auszugehen, dass die zur Auskunftserteilung erforderlichen Tätigkeiten in der Freizeit erbracht werden können, so dass der in § 20 JVEG festgelegte Stundensatz von 3, 50 EUR zugrundezulegen ist, was die Beschwerde auch nicht in Frage stellt (vgl. BGH FamRZ 2015, 838; FamRZ 2014, 1012; FamRZ 2014, 644).Daher wäre es nicht gerechtfertigt, die Bewertung danach auszurichten, welche Vergütung ein Dritter fordern kann, wenn er die vom Auskunftspflichtigen geschuldete Leistung beruflich erbringt (vgl. BGH FamRZ 2015, 838).
Rn. 10 Auch die Kosten der Zuziehung einer sachkundigen Hilfsperson können nur berücksichtigt werden, wenn sie zwangsläufig entstehen, weil der Auskunftspflichtige zu einer sachgerechten Auskunftserteilung nicht in der Lage ist (vgl. BGH FamRZ 2015, 838).
- BGH, 18.07.2018 - XII ZB 637/17
Familiensache: Wert der Beschwer für die Beschwerde gegen einen zur Auskunft und …
- OLG Hamm, 19.02.2024 - 4 UF 142/21
Anspruch in der dem Scheidungsverfahren nachfolgenden Güterrechtsache auf …
- BGH, 13.01.2016 - XII ZB 653/14
Rechtsanwaltsverschulden bei Fristversäumung durch Telefaxübersendung einer nicht …
- BGH, 27.04.2016 - XII ZB 527/15
Beschwerde gegen die Verurteilung zur Auskunftserteilung: Bemessung des Werts des …
- OLG Brandenburg, 13.10.2015 - 13 UF 90/13
Stufenklage auf Kindesunterhalt: Bemessung der Beschwer des Auskunftspflichtigen
- BGH, 26.06.2019 - XII ZB 11/19
Bestimmung des Werts der Beschwer bei Verpflichtung zur Auskunftserteilung in …
- BGH, 08.03.2017 - XII ZB 471/16
Rechtsmittel gegen die Verurteilung zur Auskunftserteilung: Bemessung des Werts …
- OLG Frankfurt, 27.11.2019 - 4 UF 193/19
Ansatz von Übersetzungskosten bei Beschwer eines zur Auskunft verurteilten …
- OLG Frankfurt, 30.06.2015 - 6 UF 68/15
Wertausgleich bei Tod eines Ehegatten nach rechtskräftig durchgeführtem …
- OLG Hamm, 16.02.2024 - 4 UF 154/23
Wert des Beschwerdegegenstandes in einem Trennungsverfahren auf …
- BGH, 19.02.2019 - II ZR 376/17
Unzulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde aufgrund des Nichterreichens des …
- OLG Köln, 30.03.2017 - 10 UF 187/16
- BGH, 08.07.2015 - XII ZB 286/14
Zulässigkeit der Beschwerde in einer Unterhaltssache: Beschwer bei Verpflichtung …
- OLG Frankfurt, 06.01.2016 - 1 UF 18/15
Beschwerdewert bei Auskunftsbegehren
- BGH, 17.09.2019 - II ZR 140/18
Bemessung der Beschwer bei Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Verurteilung …
- OLG Köln, 27.07.2017 - 10 UF 53/17
Streitwert und Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft
- OLG Frankfurt, 28.07.2016 - 1 UF 24/16
Familienrecht: Beschwerdewert für Auskunft über Vermögen
- OLG Köln, 08.11.2018 - 27 UF 180/18
Unzulässigkeit einer Beschwerde wegen Nichterreichen des Beschwerdewertes
- OLG Stuttgart, 31.08.2023 - 17 UF 130/23
Verwerfung der unzulässigen Beschwerde wegen Nichterreichens des …
- OLG Hamm, 09.01.2023 - 5 UF 208/22
Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft
- OLG Brandenburg, 20.10.2022 - 15 UF 96/22
Auskunftsklage bezüglich der Ermittlung des Zugewinnausgleichs Stufenklage …
- OLG Hamm, 10.08.2023 - 10 U 38/23
- OLG Brandenburg, 24.06.2021 - 13 UF 69/21
Rechtsmittelbeschwer bei Verpflichtung zur Erteilung einer Auskunft im …
- OLG Brandenburg, 21.10.2022 - 15 UF 96/22
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