Rechtsprechung
| BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19 |
Volltextveröffentlichungen (15)
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§ 132 Abs. 2, Abs. 3 GVG; § 266a Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 StGB; § 78a Satz 1 StGB
Anfrage- und Vorlageverfahren; Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (Verjährungsbeginn) - openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 266a StGB
- IWW
§ 266a Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 StGB, § ... 78c Abs. 3 Satz 2 StGB, § 132 Abs. 2, 3 GVG, § 78a Satz 1 StGB, § 266a Abs. 1 StGB, § 266a Abs. 2 Nr. 2 StGB, § 266a Abs. 2 StGB, Abs. 2 StGB, § 266a StGB, § 23 SGB IV, § 266a Abs. 2 Nr. 1 StGB, § 168 Satz 1 AO, § 370 AO, § 370 Abs. 1 AO, § 25 Abs. 1 Satz 2 SGB IV, § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB, § 242 Abs. 1, § 263 Abs. 1, § 223 Abs. 1 StGB, § 78a Abs. 3 StGB, § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO, § 168 AO, § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO, § 370 Abs. 4 AO, § 14 Abs. 1 StGB, §§ 286 ff. InsO, § 55 Abs. 1 StGB, § 349 Abs. 2 StPO
- Wolters Kluwer
Beginn der Verjährungsfrist bei Steuerhinterziehung mit dem Verstreichenlassen des Fälligkeitszeitpunktes; Änderung der Rechtsprechung zum Verjährungsbeginn bei Taten nach § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB; Anfrageverfahren wegen Beabsichtigung der Änderung der ...
- Betriebs-Berater
Beginn der Verjährungsfrist
- ra.de
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- rechtsportal.de
Beginn der Verjährungsfrist bei Steuerhinterziehung mit dem Verstreichenlassen des Fälligkeitszeitpunktes; Änderung der Rechtsprechung zum Verjährungsbeginn bei Taten nach § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB ; Anfrageverfahren wegen Beabsichtigung der Änderung der ...
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Verjährungsrist bei Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Verjährungsrist bei Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (Update)
- anwalt.de (Kurzinformation)
Verjährungsbeginn bei Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
- anwalt.de (Kurzinformation)
Verjährung bei Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, § 266a StGB
Besprechungen u.ä.
- lto.de (Entscheidungsbesprechung)
Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen: Rechtsfrieden statt Unverjährbarkeit
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- NStZ 2020, 159
- NZS 2020, 196
- StV 2020, 245
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (20)
- BGH, 28.10.2008 - 5 StR 166/08
Insolvenzverschleppung (kein Entfallen der Insolvenzantragspflicht des Schuldners …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19; vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).Zur Begründung der Anknüpfung an das Erlöschen der Beitragspflicht verweist der Bundesgerichthof auf den Charakter von § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB als echte Unterlassungsdelikte (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4; vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6), was bedeutet, dass sich das tatbestandsmäßige Verhalten in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots erschöpft, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (st. Rspr.; vgl. BGH…, Beschluss vom 19. Oktober 2011 - 1 StR 233/11, BGHSt 57, 28 Rn. 13 mwN).
- 2. Strafsenat: Beschluss vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6 (tragend); - 4. Strafsenat: Beschluss vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17 (tragend); vgl. zudem Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5 (nicht tragend); - 5. Strafsenat: Beschluss vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 (nicht tragend).
- BGH, 07.03.2012 - 1 StR 662/11
Verhältnis des Betruges zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17; vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).Gleiches soll für das Vorenthalten von Arbeitgeberbeiträgen gemäß § 266a Abs. 2 Nr. 2 StGB gelten (BGH, Beschluss vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4).
Zur Begründung der Anknüpfung an das Erlöschen der Beitragspflicht verweist der Bundesgerichthof auf den Charakter von § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB als echte Unterlassungsdelikte (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11; Beschlüsse vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6), was bedeutet, dass sich das tatbestandsmäßige Verhalten in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots erschöpft, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (st. Rspr.; vgl. BGH…, Beschluss vom 19. Oktober 2011 - 1 StR 233/11, BGHSt 57, 28 Rn. 13 mwN).
- BGH, 27.09.1991 - 2 StR 315/91
Vorenthalten von Arbeitnehmeranteilen der Beiträge zur Sozialversicherung im …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).Zur Begründung der Anknüpfung an das Erlöschen der Beitragspflicht verweist der Bundesgerichthof auf den Charakter von § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB als echte Unterlassungsdelikte (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6), was bedeutet, dass sich das tatbestandsmäßige Verhalten in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots erschöpft, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (st. Rspr.; vgl. BGH…, Beschluss vom 19. Oktober 2011 - 1 StR 233/11, BGHSt 57, 28 Rn. 13 mwN).
- 2. Strafsenat: Beschluss vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6 (tragend); - 4. Strafsenat: Beschluss vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17 (tragend); vgl. zudem Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5 (nicht tragend); - 5. Strafsenat: Beschluss vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 (nicht tragend).
- BGH, 11.08.2011 - 1 StR 295/11
Unmöglichkeit der Beitragsentrichtung bei illegalen Beschäftigungsverhältnissen …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
Der Bundesgerichtshof hat dessen Einordnung als echtes Unterlassungsdelikt stets ausdrücklich abgelehnt (…BGH, Beschlüsse vom 15. März 2012 - 5 StR 288/11, BGHSt 57, 175 Rn. 22 und vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11, BGHR StGB § 266a Abs. 2 Leistungsfähigkeit 1) und den Charakter als Erfolgsdelikt betont (vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11 aaO …und vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19).Das tatbestandliche Verhalten dieses Delikts erschöpft sich nicht im schlichten Nichtzahlen der fälligen Sozialversicherungsbeiträge; das Vorenthalten ist vielmehr Folge der vorausgegangenen tatbestandsmäßigen Handlungen (so zuletzt insbesondere BGH, Beschluss vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11, BGHR StGB § 266a Abs. 2 Leistungsfähigkeit 1).
- BGH, 18.05.2010 - 1 StR 111/10
Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (Tenorierung; Konkurrenzen; …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4; vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).Der Bundesgerichtshof hat dessen Einordnung als echtes Unterlassungsdelikt stets ausdrücklich abgelehnt (…BGH, Beschlüsse vom 15. März 2012 - 5 StR 288/11, BGHSt 57, 175 Rn. 22 …und vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11, BGHR StGB § 266a Abs. 2 Leistungsfähigkeit 1) und den Charakter als Erfolgsdelikt betont (…vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11 aaO und vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19).
- BGH, 19.12.2018 - 1 StR 444/18
Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen (Beginn der Verjährung: Erlöschen …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).Zur Begründung der Anknüpfung an das Erlöschen der Beitragspflicht verweist der Bundesgerichthof auf den Charakter von § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB als echte Unterlassungsdelikte (BGH, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6), was bedeutet, dass sich das tatbestandsmäßige Verhalten in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots erschöpft, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (st. Rspr.; vgl. BGH…, Beschluss vom 19. Oktober 2011 - 1 StR 233/11, BGHSt 57, 28 Rn. 13 mwN).
- BGH, 17.12.2013 - 4 StR 374/13
Ablehnung eines Beweisantrags wegen Bedeutungslosigkeit (fehlender Zusammenhang …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11; Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).- 2. Strafsenat: Beschluss vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6 (tragend); - 4. Strafsenat: Beschluss vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17 (tragend); vgl. zudem Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5 (nicht tragend); - 5. Strafsenat: Beschluss vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 (nicht tragend).
- BGH, 01.09.2016 - 4 StR 341/16
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung (Zäsurwirkung bei mehreren Vorverurteilungen)
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
a) Nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt bei Taten nach § 266a Abs. 1 StGB Beendigung erst ein, wenn die Beitragspflicht erloschen ist (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17;… vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6; vgl. auch BGH, Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5).- 2. Strafsenat: Beschluss vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6 (tragend); - 4. Strafsenat: Beschluss vom 17. Dezember 2013 - 4 StR 374/13 Rn. 17 (tragend); vgl. zudem Beschluss vom 1. September 2016 - 4 StR 341/16 Rn. 5 (nicht tragend); - 5. Strafsenat: Beschluss vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 (nicht tragend).
- BGH, 19.10.2011 - 1 StR 233/11
Aussetzung durch Im Stich lassen als Unterlassungsdelikt (keine …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
Zur Begründung der Anknüpfung an das Erlöschen der Beitragspflicht verweist der Bundesgerichthof auf den Charakter von § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB als echte Unterlassungsdelikte (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2018 - 1 StR 444/18 Rn. 11;… Beschlüsse vom 7. März 2012 - 1 StR 662/11 Rn. 4;… vom 28. Oktober 2008 - 5 StR 166/08 Rn. 41 …und vom 27. September 1991 - 2 StR 315/91 Rn. 6), was bedeutet, dass sich das tatbestandsmäßige Verhalten in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots erschöpft, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 19. Oktober 2011 - 1 StR 233/11, BGHSt 57, 28 Rn. 13 mwN). - BGH, 15.03.2012 - 5 StR 288/11
Vorlageverfahren; Unterschreiten von Mindestlöhnen; Strafklageverbrauch; …
Auszug aus BGH, 13.11.2019 - 1 StR 58/19
Der Bundesgerichtshof hat dessen Einordnung als echtes Unterlassungsdelikt stets ausdrücklich abgelehnt (BGH, Beschlüsse vom 15. März 2012 - 5 StR 288/11, BGHSt 57, 175 Rn. 22 …und vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11, BGHR StGB § 266a Abs. 2 Leistungsfähigkeit 1) und den Charakter als Erfolgsdelikt betont (…vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 11. August 2011 - 1 StR 295/11 aaO …und vom 18. Mai 2010 - 1 StR 111/10 Rn. 19). - BGH, 19.06.2008 - 3 StR 90/08
Freisprüche vom Vorwurf der Bestechung und Bestechlichkeit im Zusammenhang mit …
- BGH, 04.04.1979 - 3 StR 488/78
Anforderungen an die Formvorschrift des § 344 Abs. 2 S. 2 Strafprozessordnung …
- BGH, 19.01.2011 - 1 StR 640/10
Vollendung der Steuerhinterziehung bei Fälligkeitssteuern und …
- BGH, 26.10.2017 - 1 StR 279/17
Beginn der Verjährung bei der Hinterziehung von Umsatzsteuer (Beginn mit Abgabe …
- OLG Jena, 20.05.2005 - 1 Ss 252/04
Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
- BGH, 26.07.2017 - 1 StR 180/17
Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (Beendigung)
- KG, 08.01.2013 - 121 Ss 210/12
Strafzumessung: Zumessung von Einzelstrafen; Verhängung kurzer Freiheitsstrafen; …
- LG Baden-Baden, 12.11.2018 - 6 Ns 305 Js 5919/16
Beginn der Verjährung bei Taten nach § 266a StGB
- OLG Dresden, 18.01.2010 - 3 Ss 603/09
Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Beendigungszeitpunkt für das Vorenthalten …
- BGH, 15.12.1982 - 3 StR 421/82
Verwerfung eines Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen …
- BGH, 08.03.2023 - 1 StR 188/22
Scheinselbständige Rechtsanwälte, freie Mitarbeiter, Schwarzarbeiter
Bei § 266a Abs. 1 StGB handelt es sich um ein echtes Unterlassungsdelikt; das tatbestandsmäßige Verhalten erschöpft sich in der bloßen Nichterfüllung eines Handlungsgebots bei Handlungsfähigkeit, ohne dass ein darüberhinausgehender Erfolg eintreten muss (vgl. BGH, Beschluss vom 13. November 2019 - 1 StR 58/19 BGHSt 65, 136 Rn. 11 f.). - OLG Karlsruhe, 18.01.2023 - 2 Rv 34 Ss 589/22
Beginn der Strafantragsfrist bei Beleidigungen in sozialen Netzwerken
Rn. 18 Diesem Befund steht auch nicht, wie das Landgericht meint, die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Beschluss vom 13.11.2019, 1 StR 58/19, NStZ 2020, 159) zum Verjährungsbeginn bei Taten nach § 266a StGB entgegen, wonach für den Beginn der Verjährung nicht mehr an das Erlöschen der Beitragspflicht anzuknüpfen sei, sondern bereits mit dem Verstreichen des Fälligkeitszeitpunktes die Verjährung beginne. - OLG Bremen, 09.09.2026 - 1 ORs 11/26
Verjährungsbeginn; Volksverhetzung; Tatbeendigung; Internetpostings
Rn. 34 Nach dem vom Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung angewendeten materiellen Beendigungsbegriff ist eine Tat erst beendet, wenn der Täter sein rechtsverneinendes Tun insgesamt abschließt, das Tatunrecht mithin tatsächlich in vollem Umfang verwirklicht ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom 14.03.2016 - 1 StR 337/15, NZI 2016, 419, m.w.N. und vom 13.11.2019 - 1 StR 58/19, NStZ 2020, 159).Erforderlich ist insoweit, dass für das jeweils geschützte Rechtsgut eine spezifische Gefahrenlage aufgrund der nachfolgenden Untätigkeit über den Zeitpunkt der Vollendung der Tat hinaus fortbesteht (vgl. BGH, Beschluss vom 13.11.2019 - 1 StR 58/19, NStZ 2020, 159).
Hierzu zählen eine Disziplinierungsfunktion staatlicher Organe, die zu einer ökonomischen und effizienten Verfahrensgestaltung angehalten werden sollen, eine Entlastung der Justiz sowie der mit der Zeit voranschreitende Beweismittelschwund (vgl. BGH, Beschluss vom 13.11.2019 - 1 StR 58/19, BeckRS 2019, 34412 Rn. 23).
Rn. 39 Auch die Bezugnahme auf die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 19.06.2008 (3 StR 90/08, juris, NStZ 2008, 567) und vom 13.11.2019 (1 StR 58/19, juris, NStZ 2020, 159) führen zu keiner anderen Bewertung.
Im Hinblick auf den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 13.11.2019 (BGH, Beschluss vom 13.11.2019 - 1 StR 58/19 -, NStZ 2020, 150, 160) vermag die Argumentation schon deshalb nicht zu überzeugen, da der Beschluss bezüglich der Änderung der Rechtsprechung zur Verfolgungsverjährung bei Taten nach § 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB erfolgte.
- OLG Brandenburg, 08.12.2021 - 1 OLG 53 Ss OWi 255/21
Verjährung bei Verstößen gegen Mindestlohngesetz; Beginn der Verjährung nach § …
Das Amtsgericht bezieht sich hierzu auf die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. November 2019, 1 StR 58/19, NStZ 2020, 159 ff. und vom 1. September 2020, 1 StR 58/19, ZIP 2020, 2404 ff.; ebenso: BGH, Beschluss vom 4. Februar 2020, 3 AR 1/20; BGH, Beschluss vom 6. Februar 2020, 5 AR 1/20, zit. jeweils nach juris) zu der Strafnorm des § 266a StGB (Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt), wonach die Verjährung hinsichtlich dieser Norm nicht erst mit Wegfall der Zahlungsfrist, sondern bereits mit der Nichtzahlung im Zeitpunkt der Fälligkeit beginne.b) Soweit der Bundesgerichtshof im Bereich des Strafrechts für Straftaten des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB) seine Rechtsprechung zur Verjährung geändert hat und nunmehr für den Verjährungsbeginn auf den Zeitpunkt der Fälligkeit abstellt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. November 2019, 1 StR 58/19, NStZ 2020, 159 ff. und vom 1. September 2020, 1 StR 58/19, ZIP 2020, 2404 ff.), sind diese Grundsätze auf das Ordnungswidrigkeitenverfahren und damit auf Verstöße nach dem Mindestlohngesetz nicht ohne weiteres übertragbar; auch besteht kein Bedürfnis für eine Vorverlagerung des Verjährungsbeginns bei Ordnungswidrigkeiten.
- AG Potsdam, 16.03.2021 - 73 OWi 466 Js OWi 45665/20 Dies ist nach der überzeugenden geänderten Rechtsprechung des BGH zu den parallel gelagerten Verstößen gegen § 226a StGB nicht (mehr) erst dann der Fall, wenn der Anspruch auf Zahlung des Mindestlohns erloschen ist (so noch BGH 1. Strafsenat, Urteil vom 19.12.2018, Az.: 1 StR 444/18), sondern bereits mit der Nichtzahlung im Zeitpunkt der Fälligkeit (so BGH, 1. Strafsenat, Beschluss vom 13.11.2019, Az.: 1 StR 58/19, dem folgend: BGH, 3. Strafsenat, Beschluss vom 04.02.2020, Az.: 3 AR 1/20 sowie BGH 5 Strafsenat, Beschluss vom 06.02.2020, Az: 5 AR 1/20).
Dementsprechend entfällt mit der Vollendung des Straftatbestandes die strafbewehrte Pflicht zum Entrichten der Beiträge, so dass die Tat gleichzeitig beendet ist (BGH, Beschluss vom 13. November 2019 - 1 StR 58/19 -, Rn. 15, juris, m.w.N.).
- BGH, 23.06.2020 - 5 StR 161/20
Verwerfung der Revision als unbegründet mit Anm. des Senats zum Verjährungsbeginn
Die Taten sind auch unter Berücksichtigung der vom Senat geteilten (vgl. Beschlüsse vom 6. Februar 2020 - 5 ARs 1/20; vom 3. März 2020 - 5 StR 595/19) Rechtsauffassung des 1. Strafsenats zum Verjährungsbeginn bei § 266a Abs. 1 StGB (vgl. Anfragebeschluss vom 13. November 2019 - 1 StR 58/19) nicht verjährt. - LG Duisburg, 14.08.2020 - 51 KLs 5/20 Rn. 28 Selbst wenn sich die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Verjährung von Taten nach § 266a StGB infolge des Vorlagebeschlusses des ersten Senates vom 13. November 2019, 1 StR 58/19 ändern sollte, würde dies die Höhe des Gesamtschadens nicht maßgeblich beeinflussen.
- LG Chemnitz, 15.02.2024 - 4 Qs 424/23
Faktischer Geschäftsführer, Prokurist, Anklageschrift
Wie das Amtsgericht zutreffend ausführt, beginnt die Verjährung mit der Beendigung der Tat, bei der Nichtanmeldung von Sozialversicherungsbeiträgen mit Verstreichenlassen des Fälligkeitszeitpunktes (vgl. BGH, Beschluss vom 13.11.2019, 1 StR 58/19). - LG Lübeck, 29.09.2022 - 6 Qs 21/22 Die jeweilige Verjährungsfrist begann mit dem Verstreichenlassen des jeweiligen Fälligkeitszeitpunktes (vgl. § 23 Abs. 1 SGB IV) zu laufen (BGH, Beschluss vom 13.11.2019 - 1 StR 58/19) und wurde durch den Erlass des Durchsuchungsbeschlusses am 28.2.2022 gemäß § 78c Abs. 1 S. 1 Nr. 4 StGB unterbrochen.
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