Rechtsprechung
   BGH, 01.03.2016 - VI ZR 34/15   

Volltextveröffentlichungen (18)

  • lexetius.com

    BGB § 823; § 1004; TMG § 7; § 10; ZPO § 138

  • IWW

    § 823 Abs. 1, § ... 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG, § 10 TMG, § 7 Abs. 2 Satz 1 TMG, Richtlinie 2000/31/EG, Art. 8 Abs. 1 EMRK, Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 EMRK, Art. 12 Abs. 1 GG, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, § 13 Abs. 6 TMG, § 12 Abs. 1 TMG, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 138 Abs. 3 ZPO

  • openjur.de

    §§ 1004, 823 BGB; § 138 ZPO; §§ 7, 10 TMG

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 823 Abs 1 BGB, § 1004 Abs 1 S 2 BGB, § 7 TMG, § 10 TMG, § 138 ZPO
    Haftung eines Hostproviders als mittelbarer Störer: Umfang der Prüfungspflichten bei behaupteter Persönlichkeitsrechtsverletzung durch einen ins Netz gestellten Beitrag; Interessenabwägung; vom Betreiber eines Arztbewertungsportals zu verlangender Prüfungsaufwand

  • Telemedicus

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen

  • webshoprecht.de

    01.03.2016: Erhöhte Überprüfungspflichten von Online-Bewertungsportalen

  • JurPC

    Jameda.de

  • Jurion
  • debier datenbank

    Art. 8 Abs. 1, 10 EMRK

  • kanzlei.biz

    BGH konkretisiert Prüfpflichten für Betreiber von Bewertungsportalen

  • online-und-recht.de

    Verantwortlichkeit von Jameda II

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zu den Pflichten des Betreibers eines Arztbewertungsportals, wenn der Arzt geltend macht, ein von einem Nutzer eingestellter Beitrag verletze ihn in seinem Persönlichkeitsrecht

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Jameda.de II

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zur Haftung des Betreibers eines Internet-Bewertungsportals für Persönlichkeitsrechtsverletzungen (hier: Ärztebewertungsportal "jameda")

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (71)

  • lhr-law.de (Kurzinformation)

    Bewertungsplattformen

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Jameda muss Bewertung von Arzt überprüfen

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Betreiber von Ärzte-Bewertungsportal www.jameda.de muss zu Unrecht bewerteten Arzt umfassend Auskunft zu dem bewertenden Nutzer erteilen

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Betreiber von Ärzte-Bewertungsportal www.jameda.de muss zu Unrecht bewertetem Arzt umfassend Auskunft zu dem bewertenden Nutzer erteilen

  • ferner-alsdorf.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Bewertungsportale

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Antrag auf Löschung einer Marke wegen Bestehen eines absoluten Schutzhindernisses muss Angabe des konkreten absoluten Schutzhindernisses enthalten

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Jameda.de - Ärztebewertungsportal hat gesteigerte Pflichten und muss ggf Informationen und Unterlagen bei negativen Bewertungen vom Verfasser anfordern

  • mueller-roessner.net (Pressemitteilung)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals konkretisiert

  • raheinemann.de (Kurzinformation)

    Konkretisierung der Betreiberpflichten eines Ärztebewertungsportals

  • ra-skwar.de (Pressemitteilung)

    Bewertungsportal - Prüfungspflichten Betreiber

  • meyer-koering.de (Kurzinformation)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)

    Strengere Prüfpflichten für Bewertungsportale

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Haftung eines Bewertungsportals für Ärzte

  • christmann-law.de (Kurzinformation)

    Jameda.de muss bei Einspruch des Arztes prüfen, ob der Bewertende überhaupt bei dem Arzt in Behandlung war

  • tagesschau.de (Pressebericht, 01.03.2016)

    Bewertungsportale müssen strenger prüfen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Bewertungsportale - und die Haftung ihres Betreibers

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Zu den Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • Jurion (Kurzinformation)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals konkretisiert

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz)

    § 312b
    Hostprovider, Interessenabwägung

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • Jurion (Kurzinformation)

    Haftung des Betreibers eines Arztbewertungsportals für negative Bewertungen durch die Nutzer

  • rabüro.de (Kurzinformation)

    BGH konkretisiert Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Rechte Betroffener bei Negativbewertungen im Internet gestärkt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Haftung eines Bewertungsportal-Betreibers

  • urheberrecht-leipzig.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale wie Jameda oder Sanego müssen prüfen und Belege liefern

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Prüfpflichten von Bewertungsportalen

  • kpw-law.de (Kurzinformation)

    Erweiterte Prüfpflichten für Bewertungsportal?

  • ra-herrle.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale können zu Nachforschungen verpflichtet sein

  • dlapiper.com (Kurzinformation)

    Bewertungsportale unter Druck

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale können zu Nachforschungen verpflichtet sein

  • zl-legal.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale für Ärzte - Prüfungspflichten der Portalbetreiber verschärft

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ärzteportal Jameda

  • hartmannbund.de (Kurzinformation)

    Portale müssen Arztbewertungen strenger prüfen

  • juve.de (Kurzinformation)

    Zahnarzt gewinnt gegen Bewertungsportal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ärztebewertungsportale (jameda) haben weitgehende Prüfungspflichten bei negativen Bewertungen

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Ärztebewertungsportal und Prüfpflicht

  • spiegel.de (Pressebericht, 01.03.2016)

    Arztkritik: Bewertungsportale müssen Belege liefen

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Ärzte-Portal Jameda.de muss Zahnarzt Auskunft zu Bewertungen geben

  • raschlegal.de (Kurzinformation)

    Prüfpflichten von Bewertungsportalen

  • roggelin.de (Kurzinformation)

    Ärztebewertungsportale

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • matzen-partner.de (Kurzinformation)

    Prüfpflichten für Betreiber von Ärztebewertungsportalen

  • rechtsanwalt-it-medienrecht.de (Kurzinformation)

    Negative Bewertung bei Jameda - Pflichten des Betreibers

  • blog-it-recht.de (Kurzinformation)

    Gesteigerte Prüfpflichten von Bewertungsportalen wie Jameda

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Negativbewertungen im Internet

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Erhöhte Handlungspflichten von Online-Bewertungsportalen (Jameda II)

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    In einem Internetbewertungsportal negativ bewertete Betroffene sind nicht wehrlos

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Ärztebewertung im Internet

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Betreiber eines Ärztebewertungsportals haftet für Bewertungen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Reputationsschutz: Bewertungsportal Jameda muss konkrete Nachweise bei Negativbewertung fordern

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Schutz gegen Fake-Bewertungen verbessert

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Arztrechte gegenüber Jameda gestärkt

  • onlinehaendler-news.de (Kurzinformation)

    Negative Bewertungen im Internet

  • etl-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Jameda-Urteil - Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals konkretisiert

  • rechtsanwalts-kanzlei-wolfratshausen.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale zu strengerer Kontrolle anonymer Bewertungen verpflichtet

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ärger mit Bewertungsplattformen - wie Ärzte gegen Portale wie jameda oder sanego vorgehen können

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Betreiber eines Ärztebewertungsportals haftet für Bewertungen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ärzte-Bewertung auf "jameda" und anderen Portalen: Wie können Ärzte sich wehren?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Jameda: Hilfe bei negativen Internet-Bewertungen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Jameda-Bewertung löschen lassen | Negative Bewertung nicht hinnehmen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Höhere Anforderungen an Bewertungsportale

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Erhöhte Prüfpflichten der Betreiber eines Ärztebewertungsportals

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Arztrechte gegenüber "jameda" gestärkt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anforderungen an Betreiber von Bewertungsportalen konkretisiert

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Jameda-Urteil: Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals im Falle einer schlechten Bewertung durch einen anonymen Nutzer

  • lhr-law.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Bewertungsportale: Grenzen des Rechts auf Anonymität?

Besprechungen u.ä. (7)

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    "Bashing" auf Bewertungsportalen: Der Preis der Anonymität

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Pflichten des Betreibers eines Arztbewertungsportals

  • new-media-law.net (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Ärztebewertungen im Netz bei Jameda und Co: Wann kann gelöscht werden?

  • new-media-law.net (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Ärztebewertungen im Internet: Erhöhte Prüfpflichten für Jameda

  • ipjaeschke.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Rechte Betroffener bei Negativbewertungen im Internet gestärkt

  • aufrecht.de (Entscheidungsbesprechung)

    Jameda-Entscheidung

  • anwalt.de (Entscheidungsbesprechung)

    Anspruch gegen Jameda und andere Bewertungsportale auf Nachweise der Echtheit des Verfassers

Sonstiges (3)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Haftung des Betreibers eines Ärztebewertungsportals für behauptete persönlichkeitsrechtsverletzende Bewertungen von Portalnutzern - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 01.03.2016" von Karl-Nikolaus Peifer, original erschienen in: MedR 2017, 29 - 36.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Bewegung bei Bewertungsportalen - wie Unternehmen ihren Ruf im Netz besser schützen können" von RA/FA Urheber- und Medienrecht Dominik Höch, original erschienen in: BB 2016, 1475 - 1480.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "jameda.de ll - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 01.03.2016" von RA Dr. Volker Herrmann und RA Christian Schwarz, original erschienen in: WRP 2016, 731 - 738.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 209, 139
  • NJW 2016, 2106
  • ZIP 2016, 869
  • MDR 2016, 518
  • GRUR 2016, 855
  • VersR 2016, 666
  • WM 2016, 1950
  • MMR 2016, 418
  • BB 2016, 1484
  • K&R 2016, 329
  • AnwBl 2016, 142
  • afp 2016, 253



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Wird zitiert von ... (24)  

  • BGH, 04.04.2017 - VI ZR 123/16  

    Bewertungsportal macht sich Nutzerbewertungen zu Eigen und haftet für falsche

    Für ein Zu-Eigen-Machen spricht es, wenn der Portalbetreiber eine inhaltlich-redaktionelle Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit vornimmt (vgl. Senatsurteile vom 1. März 2016, VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 18 und vom 27. März 2012, VI ZR 144/11, AfP 2012, 264 Rn. 11; BGH, Urteile vom 19. März 2015, I ZR 94/13, AfP 2015, 543 Rn. 25 mwN und vom 12. November 2009, I ZR 166/07, AfP 2010, 369 Rn. 24, 27).

    Dabei ist bei der Annahme einer Identifikation mit fremden Inhalten grundsätzlich Zurückhaltung geboten (vgl. Senatsurteile vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 17 - jameda.de II; vom 27. März 2012 - VI ZR 144/11, AfP 2012, 264 Rn. 11 - RSS-Feeds; vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 19; BGH, Urteil vom 19. März 2015 - I ZR 94/13, AfP 2015, 543 Rn. 25 - Hotelbewertungsportal).

    Für ein Zu-Eigen-Machen spricht es aber, wenn der Portalbetreiber eine inhaltlich-redaktionelle Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit vornimmt (vgl. Senatsurteile vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 18 - jameda.de II; vom 27. März 2012 - VI ZR 144/11, AfP 2012, 264 Rn. 11 - RSS-Feeds; BGH, Urteile vom 19. März 2015 - I ZR 94/13, AfP 2015, 543 Rn. 25 mwN - Hotelbewertungsportal; vom 12. November 2009 - I ZR 166/07, AfP 2010, 369 Rn. 24, 27 - marions-kochbuch.de).

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. Senatsurteile vom 29. November 2016 - VI ZR 382/15, GRUR 2017, 304 Rn. 15; vom 27. September 2016 - VI ZR 250/13, AfP 2017, 48 Rn. 19 - "Mal PR-Agent, mal Reporter"; vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 30 - jameda.de II; jeweils mwN).

    Als Meinung zu qualifizieren ist auch eine Äußerung, in der Tatsachen und Meinungen sich vermengen, wenn sie durch die Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt ist (Senatsurteile vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 33 - jameda.de II; vom 19. Januar 2016 - VI ZR 302/15, AfP 2016, 248 Rn. 16 - Nerzquäler; vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, AfP 2015, 41 Rn. 8 - Hochleistungsmagneten; BVerfG, Beschluss vom 4. August 2016 - 1 BvR 2619/13, juris Rn. 13; jeweils mwN), wenn diese Elemente aus Sicht des Empfängers gegenüber den zugrunde liegenden Tatsachen also nicht in den Hintergrund treten (vgl. Senatsurteil vom 22. Februar 2011 - VI ZR 120/10, AfP 2011, 259 Rn. 11 - Bonitätsbeurteilungen; BVerfGE 61, 1, 9).

  • BGH, 03.05.2016 - II ZR 311/14  

    Deliktshaftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Vorenthaltung von

    Die Auferlegung einer sekundären Darlegungslast findet ihre Rechtfertigung darin, dass der primär darlegungsbelastete Geschädigte außerhalb des von ihm vorzutragenden Geschehensablaufs steht und keine nähere Kenntnis der maßgebenden Umstände besitzt, während der Anspruchsgegner die wesentlichen Tatsachen kennt oder unschwer in Erfahrung bringen kann und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; Urteil vom 22. März 2004 - II ZR 75/02, juris Rn. 12; Urteil vom 8. Januar 2014 - I ZR 169/12, BGHZ 200, 76 Rn. 17 - BearShare; Urteil vom 10. Februar 2015 - VI ZR 343/13, ZIP 2015, 790 Rn. 11; Urteil vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, juris Rn. 47; Beschluss vom 3. März 2016 - IX ZB 65/14, WM 2016, 753 Rn. 22).

    Eine sekundäre Darlegungslast besteht nicht, soweit für die primär darlegungsbelastete Partei eine weitere Sachverhaltsaufklärung möglich und zumutbar ist (vgl. BGH, Urteil vom 8. Januar 2014 - I ZR 169/12, BGHZ 200, 76 Rn. 17 - BearShare; Urteil vom 10. Februar 2015 - VI ZR 343/13, ZIP 2015, 790 Rn. 11; Urteil vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, juris Rn. 47).

  • OLG Karlsruhe, 14.12.2016 - 6 U 2/15  

    Google muss verletzenden Link nicht löschen

    Das gilt insbesondere dann, wenn eine Trennung der wertenden und der tatsächlichen Gehalte den Sinn der Äußerung aufhöbe oder verfälsche (BGH AfP 2015, 425 Rn. 24; BGH AfP 2015, 41 Rn. 8 - Hochleistungsmagneten; BGH GRUR 2016, 855 Rn. 33 - jameda.de II).

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. BGH GRUR 2016, 855 Rn. 30 - jameda.de II; BGHZ 199, 237 Rn. 22 - Sächsische Korruptionsaffäre).

    a) Nachdem die Beklagte als Betreiberin einer Suchmaschine die beiden von den Klägern als rechtswidrig und persönlichkeitsverletzend angesehenen Berichte nicht selbst verfasst oder veröffentlicht hat, würde eine Haftung der Beklagten als unmittelbare Störerin bzw. Täterin voraussetzen, dass sie nicht nur eine adäquat-kausale Ursache zur Rechtsverletzung durch das Auffindbar-Machen der Berichte gesetzt hat, sondern sich die beanstandeten Äußerung zu eigen gemacht hat (vgl. BGH AfP 2012, 264 Rn. 10f. RSS-Feeds; BGH AfP 2009, 494 Rn. 19 - Domainverpächter; BGH NJW 2015, 3443 Rn. 25 - Hotelbewertungsportal; BGH GRUR 2016, 855 Rn. 17 - jameda.de II).

    Die Geltendmachung eines Unterlassungsanspruches, der seine Grundlage - wie hier - in einer vorangegangenen Rechtsverletzung findet, wird durch das Haftungsprivileg der §§ 8 - 10 TMG nicht eingeschränkt (BGH GRUR 2016, 855 Rn. 19 - jameda.de II mit weiteren Nachweisen; vgl. auch EuGH, Urt. v. 15.09.2016 - C-484/14 GRUR 2016, 1146 Rn. 76 f. (zu Art. 12 Abs. 3 d. RL 2000/31)).

    Dabei kann als Beitrag auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der in Anspruch genommene die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (BGH GRUR 2016, 855 Rn. 22 - jameda.de II mit weiteren Nachweisen).

    Weist ein Betroffener den Hostprovider auf eine Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte durch den Nutzer seines Angebots hin, kann der Hostprovider verpflichtet sein, künftig derartige Störungen zu verhindern (BGH GRUR 2016, 855 Rn. 23 - jameda.de II).

  • BGH, 16.08.2016 - VI ZR 634/15  

    Wundinfektion nach stationärem Krankenhausaufenthalt: Wer muss wass beweisen?

    Dieser Grundsatz bedarf aber einer Einschränkung, wenn die primär darlegungsbelastete Partei außerhalb des von ihr vorzutragenden Geschehensablaufs steht und ihr eine nähere Substantiierung nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Prozessgegner alle wesentlichen Tatsachen kennt oder unschwer in Erfahrung bringen kann und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 179/04, BGHZ 163, 210 Rn. 18; vom 10. Februar 2013 - VI ZR 343/13, NJW-RR 2015, 1279 Rn. 11; vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, VersR 2016, 666 Rn. 47 f. - jameda.de II; vom 28. Juni 2016 - VI ZR 559/14, juris Rn. 18; BGH, Urteil vom 3. Mai 2016 - II ZR 311/14, WM 2016, 1231 Rn. 19).
  • OLG München, 07.06.2017 - 18 W 826/17  

    Google darf gelöschte rechtswidrige Inhalte nicht mittelbar über die

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als mittelbaren Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Verhinderung der Verletzung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 01.03.2016 - VI ZR 34/15, MDR 2016, 518; BGH, Urteil vom 15.04.2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213; BGH, Urteil vom 25.10.2011 - VI ZR 93/10, BGHZ 191, 219).
  • OLG Köln, 13.10.2016 - 15 U 173/15  

    Haftung des Betreibers einer Internetsuchmaschine für Links zu Internetseiten

    Dabei ist bei der Annahme einer Identifikation mit fremden Inhalten grundsätzlich Zurückhaltung geboten (vgl. BGH, Urt. v. 1.3.2016, VI ZR 34/15 - jameda.de II, juris Rn. 16).

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als mittelbaren Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Verhinderung der Verletzung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15, MDR 2016, 518, juris Rn. 22 m.w.N.; BGH, Urt. v. 14.5.2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213; BGH, Urt. v. 25.10.2011 - VI ZR 93/10, BGHZ 191, 219; BGH, Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08, NJW-RR 2009, 1413).

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. BGH, Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15, MDR 2016, 518, juris Rn. 30 m.w.N.).

  • OLG Köln, 13.10.2016 - 15 U 189/15  
    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. BGH, Urt. v. 01.03.2016 - VI ZR 34/15, MDR 2016, 518, juris Tz. 30 m.w.N.).

    Ist eine Äußerung danach insgesamt als Werturteil anzusehen, fällt bei der Abwägung zwischen den widerstreitenden Interessen allerdings ebenfalls der Wahrheitsgehalt ihrer tatsächlichen Bestandteile ins Gewicht (vgl. BGH, Urt. vom 01.03.2016 - VI ZR 34/15 - jameda.de II, NJW 2016, 2106, juris Tz. 33, 36).

    Dabei ist bei der Annahme einer Identifikation mit fremden Inhalten grundsätzlich Zurückhaltung geboten (vgl. BGH, Urt. v. 01.03.2016, VI ZR 34/15 - jameda.de II, NJW 2016, 2 1106, juris Tz. 10).

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als mittelbaren Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Verhinderung der Verletzung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 01.03.2016 - VI ZR 34/15, MDR 2016, 518, juris Tz. 22 m.w.N.; BGH, Urt. v. 14.05.2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213; BGH, Urt. v. 25.10.2011 - VI ZR 93/10, BGHZ 191, 219; BGH, Urt. v. 30.06.2009 - VI ZR 210/08, NJW-RR 2009, 1413).

  • LG Frankfurt/Main, 09.02.2017 - 3 S 16/16  

    Beweislast beim Recht auf Vergessenwerden

    Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als mittelbaren Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalls eine Verhinderung der Verletzung zuzumuten ist (BGH GRUR 2016, 855 [BGH 01.03.2016 - VI ZR 34/15] - Ärztebewertungsportal III m.w.N.).

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist daher grundsätzlich nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (BGH GRUR 2016, 855 [BGH 01.03.2016 - VI ZR 34/15] - Ärztebewertungsportal III m.w.N.).

  • OLG Köln, 05.01.2017 - 15 U 121/16  

    Rechtmäßigkeit der Speicherung von Beurteilungen über Ärzte und deren

    Auch der Möglichkeit einer anonymen Bewertung komme nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urt. v. 01.03.2016 - VI ZR 34/15, GRUR 2016, 855, K II) gerade bei Arztbewertungen besondere Bedeutung zu.
  • BAG, 15.12.2016 - 8 AZR 418/15  

    Benachteiligung iSd. AGG - Alter - Geschlecht - ethnische Herkunft -

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist deshalb nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. etwa BGH 1. März 2016 - VI ZR 34/15  - Rn. 30 , BGHZ 209, 139 ; 8. Mai 2012 -  VI ZR 217/08  - Rn. 35 ; 24. Januar 2006 -  XI ZR 384/03  - Rn. 107 mwN, BGHZ 166, 84 ) .
  • BGH, 27.09.2016 - VI ZR 250/13  

    Umfang zulässiger Kritik an journalistischer Arbeit

  • BAG, 15.09.2016 - 8 AZR 351/15  

    "Mobbing" - Auslegung von Klageanträgen - Ersatz des materiellen Schadens -

  • OLG Köln, 31.05.2016 - 15 U 197/15  
  • OLG Hamburg, 30.06.2016 - 5 U 58/13  

    Löschungsanspruch eines Hotelbetreibers bei negativen Bewertungen in einem

  • BGH, 28.06.2016 - VI ZR 559/14  

    Keine echte Vorabentscheidung des Prozesses: Grundurteil unzulässig!

  • OLG München, 02.03.2017 - 29 U 2874/16  

    Voraussetzungen der Teilnehmer- und Störerhaftung eines Sharehostingdienstes

  • OLG Frankfurt, 04.04.2017 - 11 W 41/16  

    Zur Haftung für eine Verlinkung auf eine von einer Konzerngesellschaft

  • OLG München, 02.03.2017 - 29 U 1799/16  

    Voraussetzungen der Teilnehmer- und Störerhaftung eines Sharehostingdienstes

  • OLG Düsseldorf, 16.03.2017 - 15 U 67/16  
  • LG Hamburg, 24.03.2017 - 324 O 148/16  
  • BPatG, 26.04.2017 - 2 Ni 14/17  
  • OLG Köln, 23.03.2017 - 15 U 172/16  
  • OLG München, 02.03.2017 - 29 U 1819/16  

    Voraussetzungen der Teilnehmerhaftung eines Sharehostingdienstes

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 06.12.2016 - 2 Sa 157/16  

    Schadensersatz und Entschädigung wegen Mobbing

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