Rechtsprechung
| BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22 |
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FGO § 52a Abs 4 S 1 Nr 2, FGO § 52d S 1, FGO § 52d S 2, BRAO § 31a, BRAO § 31b, BRAO § 59c, BRAO § 59l, GG Art 19 Abs 4, BRAO § 31a, BRAO § 59b, BRAO § 59l, FGO § 62 Abs 2 S 1, VwGO § 55d
Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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§ 52a Abs 4 S 1 Nr 2 FGO, § 52d S 1 FGO, § 52d S 2 FGO, § 31a BRAO vom 12.05.2017, § 31b BRAO vom 07.07.2021
Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH - IWW
§§ 52a, ... 52d der Finanzgerichtsordnung (FGO), 52d FGO, § 52d Satz 1 FGO, § 52d FGO, §§ 52d, 52a FGO, § 55 Abs. 1 FGO, § 31b der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), § 52a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 FGO, § 59l BRAO, § 62 Abs. 2 FGO, § 55 Abs. 2 FGO, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO, § 47 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 64 Abs. 1 FGO, § 52d Satz 2 FGO, § 3 Nr. 2 und 3 des Steuerberatungsgesetzes, § 62 Abs. 2 Satz 3 FGO, § 52a Abs. 3 Satz 1 FGO, § 31a BRAO, § 31a Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 31b Abs. 1 BRAO, §§ 59b ff. BRAO, § 59c Abs. 1 BRAO, § 59l Satz 1 BRAO, § 59l Satz 2 BRAO, § 59l Satz 3 BRAO, § 59b BRAO, § 31b BRAO, § 62 Abs. 2 Satz 1 FGO, § 3 Nr. 2 und 3 StBerG, § 13 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), § 62 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 1 FGO, § 59c BRAO, § 62 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 2 FGO, § 35 Abs. 1 Satz 1 GmbHG, Art. 19 Abs. 4 Satz 1 des Grundgesetzes, Art. 19 Abs. 4 GG, Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG, § 55d Satz 1 VwGO, § 55a Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 VwGO, § 55d Satz 2 VwGO, § 55a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 VwGO, § 52d Satz 1 oder 2 FGO, § 3 StBerG, § 11 Abs. 3 Satz 1 FGO, § 11 Abs. 2 FGO, § 130d Satz 1 der Zivilprozessordnung, § 46g des Arbeitsgerichtsgesetzes, § 143 Abs. 2 FGO
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Keine Pflicht zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH als Bevollmächtigte vor dem 01.08.2022
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Keine beA-Nutzungspflicht für RA-GmbH vor August 2022!
Kurzfassungen/Presse (7)
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Leitsatz)
BeA-Nutzungspflicht für RA-Gesellschaft mbH? Nicht vor dem 01.08.2022
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Rechtsanwaltsgesellschaften - und keine beA-Nutzungspflicht vor dem Finanzgericht vor dem 1. August 2022
- Bundesfinanzhof (Pressemitteilung)
Zur Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vor dem 01.08.2022
- beck-aktuell.de (Kurzinformation)
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH musste beA vor August 2022 nicht nutzen
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Keine Pflicht zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH als Bevollmächtigte
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Zur Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vor August 2022 - Keine beA-Nutzungspflicht für RA-GmbH vor August 2022
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Nutzungspflicht des beA für eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Sonstiges (3)
Verfahrensgang
- FG Berlin-Brandenburg, 06.07.2022 - 9 K 9009/22
- BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Papierfundstellen
- NJW 2024, 1981
- ZIP 2024, 2848
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (29)
- BFH, 18.10.2023 - XI R 39/22
Zur Zulässigkeit einer im Jahr 2022 durch eine Steuerberatungsgesellschaft mbH …
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Diese haben --allerdings für eine Steuerberatungsgesellschaft mbH-- entschieden, dass eine (noch) nicht nutzungspflichtige Prozessbevollmächtigte in Gestalt einer GmbH nicht dadurch (im Sinne des § 52d Satz 1 FGO) nutzungspflichtig wird, dass für sie ein gesetzlicher Vertreter handelt, der in seiner beruflichen Funktion als Rechtsanwalt nach § 52d Satz 1 FGO nutzungspflichtig wäre, wenn er als solcher selbst dem Gericht gegenüber auftreten würde (BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 21; BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216).Rn. 46 (1) Allerdings haben der IX. und der XI. Senat des BFH im Zusammenhang mit der Nutzungspflicht einer Steuerberatungsgesellschaft mbH gemäß § 52d Satz 1 FGO Folgendes ausgeführt: Auch "gemischte" Berufsausübungsgesellschaften, bei denen neben Steuerberatern auch andere Berufsträger (Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Notare) tätig seien und die neben steuerlichen Beratungsleistungen auch Dienstleistungen anböten, die über die Befugnisse des § 3 StBerG hinausgingen, könnten nach § 52d Satz 1 FGO ab dem 01.01.2022 nutzungspflichtig sein, wenn ein verantwortlicher, im Briefkopf der Berufsausübungsgesellschaft namentlich aufgeführter Berufsträger mit Mehrfachzulassung ("Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater") einen (vorbereitenden oder) bestimmenden Schriftsatz an das Gericht übermittele; ein solches Dokument dürfe nach dem 31.12.2021 nicht mehr schrift(sätz)lich oder per Telefax, sondern nur noch elektronisch bei Gericht eingereicht werden (BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 19; BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216; ebenso Schallmoser in HHSp, § 52d FGO Rz 15, 5.
Ebenso handelte es sich bei den zitierten Ausführungen des XI. Senats im BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22 (BFHE 282, 216) um ein obiter dictum.
Mit einem Rechtsanwalt, der --wie vorliegend-- als gesetzlicher Vertreter einer prozessbevollmächtigten Rechtsanwaltsgesellschaft mbH handelt, ist dies nicht vergleichbar (vgl. BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216).
Rn. 52 Soweit das BAG mit Beschluss vom 21.09.2023 - 10 AZR 512/20 die Nutzungspflicht eines Verbandsvertreters, der nicht als Syndikusrechtsanwalt zugelassen ist, selbst für den Fall verneint hat, dass dieser außerhalb des Arbeitsverhältnisses zum Verband über eine Zulassung als Rechtsanwalt verfügt, stützt dies die Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216).
- BFH, 25.10.2022 - IX R 3/22
Zur Zulässigkeit einer im Jahr 2022 von einer Steuerberatungsgesellschaft mbH per …
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Rn. 22 (1) § 52d Satz 1 FGO verpflichtet seit dem 01.01.2022 --neben Behörden und juristischen Personen des öffentlichen Rechts-- lediglich Rechtsanwälte, die in ihrer beruflichen Funktion als Rechtsanwalt selbständig tätig sind und nach § 31a BRAO ein beA unterhalten müssen, vorbereitende und bestimmende Schriftsätze unter Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs als elektronisches Dokument zu übermitteln (vgl. BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 14 und 18; BFH-Beschluss vom 23.08.2022 - VIII S 3/22, BFHE 276, 566, BStBl II 2023, 83, Rz 3; Schallmoser in HHSp, § 52d FGO Rz 13, 1.Diese haben --allerdings für eine Steuerberatungsgesellschaft mbH-- entschieden, dass eine (noch) nicht nutzungspflichtige Prozessbevollmächtigte in Gestalt einer GmbH nicht dadurch (im Sinne des § 52d Satz 1 FGO) nutzungspflichtig wird, dass für sie ein gesetzlicher Vertreter handelt, der in seiner beruflichen Funktion als Rechtsanwalt nach § 52d Satz 1 FGO nutzungspflichtig wäre, wenn er als solcher selbst dem Gericht gegenüber auftreten würde (BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 21;… BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216).
Rn. 46 (1) Allerdings haben der IX. und der XI. Senat des BFH im Zusammenhang mit der Nutzungspflicht einer Steuerberatungsgesellschaft mbH gemäß § 52d Satz 1 FGO Folgendes ausgeführt: Auch "gemischte" Berufsausübungsgesellschaften, bei denen neben Steuerberatern auch andere Berufsträger (Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Notare) tätig seien und die neben steuerlichen Beratungsleistungen auch Dienstleistungen anböten, die über die Befugnisse des § 3 StBerG hinausgingen, könnten nach § 52d Satz 1 FGO ab dem 01.01.2022 nutzungspflichtig sein, wenn ein verantwortlicher, im Briefkopf der Berufsausübungsgesellschaft namentlich aufgeführter Berufsträger mit Mehrfachzulassung ("Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater"
) einen (vorbereitenden oder) bestimmenden Schriftsatz an das Gericht übermittele; ein solches Dokument dürfe nach dem 31.12.2021 nicht mehr schrift(sätz)lich oder per Telefax, sondern nur noch elektronisch bei Gericht eingereicht werden (BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 19; BFH-Urteil vom 18.10.2023 - XI R 39/22, BFHE 282, 216; ebenso Schallmoser in HHSp, § 52d FGO Rz 15, 5.Rn. 48 Im BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22 (BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267) war mandatierte Prozessbevollmächtigte der Kläger im Verwaltungs- und Klageverfahren die X-Steuerberatungsgesellschaft mbH, gesetzlich vertreten durch den Rechtsanwalt und Steuerberater A und weiterhin vertreten durch den abhängig beschäftigten Rechtsanwalt B. Entscheidungserheblich war in diesem Fall, dass es sich um eine Steuerberatungsgesellschaft mbH handelte, die nach § 52d Satz 2 FGO grundsätzlich erst ab dem 01.01.2023 zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs verpflichtet war (BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 16).
- BVerfG, 21.10.2015 - 2 BvR 912/15
Klageerzwingungsverfahren (erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die …
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Rn. 35 (aa) Nach Art. 19 Abs. 4 GG darf der Zugang zu den Gerichten und den vorgesehenen Instanzen nicht in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschwert werden (Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 21.10.2015 - 2 BvR 912/15, Rz 22 und vom 02.03.1993 - 1 BvR 249/92, BVerfGE 88, 118, unter B.I.1. der Gründe).Er darf ein von der jeweiligen Rechtsordnung eröffnetes Rechtsmittel nicht durch eine überstrenge Handhabung verfahrensrechtlicher Vorschriften ineffektiv machen und für den Beschwerdeführer leer laufen lassen (BVerfG-Beschlüsse vom 21.10.2015 - 2 BvR 912/15, Rz 22 und vom 30.04.1997 - 2 BvR 817/90, 2 BvR 728/92, 2 BvR 802/95, 2 BvR 1065/95, BVerfGE 96, 27, unter B.I. der Gründe).
Formerfordernisse dürfen nicht weiter gehen, als es durch ihren Zweck geboten ist, da von ihnen die Gewährung des Rechtsschutzes abhängt (BVerfG-Beschlüsse vom 21.10.2015 - 2 BvR 912/15, Rz 22 und vom 04.09.2008 - 2 BvR 967/07, BVerfGK 14, 211, unter II.1.a der Gründe, m.w.N.).
- BVerfG, 02.03.1993 - 1 BvR 249/92
Impliziter Einspruch
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Rn. 35 (aa) Nach Art. 19 Abs. 4 GG darf der Zugang zu den Gerichten und den vorgesehenen Instanzen nicht in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschwert werden (Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 21.10.2015 - 2 BvR 912/15, Rz 22 und vom 02.03.1993 - 1 BvR 249/92, BVerfGE 88, 118, unter B.I.1. der Gründe).Eine solche Einschränkung des Gebots des effektiven Rechtsschutzes ist anerkanntermaßen insofern zulässig, dass die gerichtliche Rechtsschutzgewährung der normativen Ausgestaltung durch die Verfahrensordnungen bedarf; diese dürfen auch besondere formelle Voraussetzungen und Einschränkungen für den Rechtsuchenden vorsehen (BVerfG-Beschluss vom 02.03.1993 - 1 BvR 249/92, BVerfGE 88, 118, unter B.I.1. der Gründe).
- BGH, 24.11.2022 - IX ZB 11/22
Notwendigkeit der elektronischen Übermittlung einer Beschwerdeschrift im …
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Rn. 50 bb) Soweit der BGH mit Beschlüssen vom 24.11.2022 - IX ZB 11/22 (zu einem anwaltlichen Insolvenzverwalter), vom 31.01.2023 - XIII ZB 90/22 (zu einem anwaltlichen Verfahrenspfleger) und vom 31.05.2023 - XII ZB 428/22 (zu einem anwaltlichen Berufsbetreuer) die Pflicht zur Nutzung des beA des jeweils betreffenden Rechtsanwalts bejaht hat, folgte dies aus dem unmittelbaren anwaltlichen Vertretungsverhältnis im jeweiligen gerichtlichen Verfahren.Der BGH hat bei dem anwaltlichen Insolvenzverwalter zur Begründung der Nutzungspflicht des elektronischen Rechtsverkehrs gemäß § 130d Satz 1 der Zivilprozessordnung explizit darauf abgestellt, dass es sich bei dem Insolvenzverwalter um einen im eigenen Namen handelnden anwaltlichen Amtsträger handelte (BGH-Beschluss vom 24.11.2022 - IX ZB 11/22, Rz 14).
- BFH, 23.08.2022 - VIII S 3/22
Unzulässigkeit einer im Jahr 2022 lediglich per Telefax erhobenen Anhörungsrüge
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Rn. 22 (1) § 52d Satz 1 FGO verpflichtet seit dem 01.01.2022 --neben Behörden und juristischen Personen des öffentlichen Rechts-- lediglich Rechtsanwälte, die in ihrer beruflichen Funktion als Rechtsanwalt selbständig tätig sind und nach § 31a BRAO ein beA unterhalten müssen, vorbereitende und bestimmende Schriftsätze unter Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs als elektronisches Dokument zu übermitteln (vgl. BFH-Zwischenurteil vom 25.10.2022 - IX R 3/22, BFHE 278, 21, BStBl II 2023, 267, Rz 14 und 18; BFH-Beschluss vom 23.08.2022 - VIII S 3/22, BFHE 276, 566, BStBl II 2023, 83, Rz 3;… Schallmoser in HHSp, § 52d FGO Rz 13, 1.Rn. 36 (bb) Ein Verstoß gegen die Formvorschrift des § 52d FGO führt nach allgemeiner Auffassung zur Unwirksamkeit der Prozesshandlung
; sie gilt als nicht vorgenommen (ständige Rechtsprechung, BFH-Beschlüsse vom 27.04.2022 - XI B 8/22, Rz 12; vom 23.08.2022 - VIII S 3/22, BFHE 276, 566, BStBl II 2023, 83, Rz 9; vom 29.11.2022 - VIII B 88/22, Rz 6 und vom 28.04.2023 - XI B 101/22, BFHE 279, 523, BStBl II 2023, 763, Rz 11; FG Düsseldorf, Urteil vom 23.11.2022 - 7 K 504/22 K, EFG 2023, 344, Rz 30; FG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 12.07.2022 - 4 V 1340/22, EFG 2022, 1547, Rz 12; FG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 08.03.2022 - 8 V 8020/22, EFG 2022, 846, Rz 13; FG Münster, Beschluss vom 22.02.2022 - 8 V 2/22, EFG 2022, 592, Rz 17; Schallmoser in HHSp, § 52d FGO Rz 22 und 35; Brandis in Tipke/Kruse, § 52a FGO Rz 14 und § 52d FGO Rz 2; Schmieszek in Gosch, FGO § 52d Rz 8;… Gräber/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 52a Rz 31). - FG Berlin-Brandenburg, 06.07.2022 - 9 K 9009/22
Unzulässigkeit einer im Jahr 2022 von einer Rechtsanwaltsgesellschaft nicht als …
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 06.07.2022 - 9 K 9009/22 aufgehoben.Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2022, 1665 veröffentlicht.
- BFH, 25.09.2018 - GrS 2/16
Beschluss des Großen Senats des BFH zur erweiterten Kürzung bei der Gewerbesteuer
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Die hier betroffene Rechtsfrage war für die Entscheidungen des IX. und des XI. Senats des BFH nicht entscheidungserheblich (zur Notwendigkeit einer Entscheidungserheblichkeit für § 11 Abs. 2 FGO: Beschlüsse des Großen Senats des BFH vom 25.09.2018 - GrS 2/16, BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262, Rz 34 und vom 14.04.2015 - GrS 2/12, BFHE 250, 338, BStBl II 2015, 1007, Rz 31 ff.; BFH-Urteil vom 16.03.2021 - X R 34/19, BFHE 272, 423, BStBl II 2021, 844, Rz 26 ff.; Müller-Horn in Gosch, FGO § 11 Rz 7;… Gräber/Teller, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 11 Rz 11). - BVerfG, 30.04.1997 - 2 BvR 817/90
Durchsuchungsanordnung I
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Er darf ein von der jeweiligen Rechtsordnung eröffnetes Rechtsmittel nicht durch eine überstrenge Handhabung verfahrensrechtlicher Vorschriften ineffektiv machen und für den Beschwerdeführer leer laufen lassen (BVerfG-Beschlüsse vom 21.10.2015 - 2 BvR 912/15, Rz 22 und vom 30.04.1997 - 2 BvR 817/90, 2 BvR 728/92, 2 BvR 802/95, 2 BvR 1065/95, BVerfGE 96, 27, unter B.I. der Gründe). - BFH, 16.03.2021 - X R 34/19
Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auch in Fällen geringer Bedeutung
Auszug aus BFH, 16.01.2024 - VII R 34/22
Die hier betroffene Rechtsfrage war für die Entscheidungen des IX. und des XI. Senats des BFH nicht entscheidungserheblich (zur Notwendigkeit einer Entscheidungserheblichkeit für § 11 Abs. 2 FGO: Beschlüsse des Großen Senats des BFH vom 25.09.2018 - GrS 2/16, BFHE 263, 225, BStBl II 2019, 262, Rz 34 und vom 14.04.2015 - GrS 2/12, BFHE 250, 338, BStBl II 2015, 1007, Rz 31 ff.; BFH-Urteil vom 16.03.2021 - X R 34/19, BFHE 272, 423, BStBl II 2021, 844, Rz 26 ff.; Müller-Horn in Gosch, FGO § 11 Rz 7;… Gräber/Teller, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 11 Rz 11). - BFH, 14.04.2015 - GrS 2/12
Ansparabschreibung nach Buchwerteinbringung
- BAG, 23.05.2023 - 10 AZB 18/22
Elektronischer Rechtsverkehr - Verbandssyndikusrechtsanwalt - aktive …
- BVerfG, 04.09.2008 - 2 BvR 967/07
Verfassungsmäßigkeit der Zurückweisung eines Klageerzwingungantrags wegen …
- BGH, 31.05.2023 - XII ZB 428/22
Pflicht zur Einreichung eines Beschwerdeschrift durch Berufsbetreuer in …
- BFH, 28.04.2023 - XI B 101/22
Steuerberater sind ab 01.01.2023 zur aktiven Nutzung des besonderen …
- BGH, 31.01.2023 - XIII ZB 90/22
Freiheitsentziehungssache: Pflicht des anwaltlichen Verfahrenspflegers zur …
- BFH, 27.04.2022 - XI B 8/22
Zu den Folgen einer unterlassenen elektronischen Übermittlung einer …
- BAG, 21.09.2023 - 10 AZR 512/20
Revisionsrücknahme - elektronischer Rechtsverkehr - Nutzungspflicht - …
- FG Berlin-Brandenburg, 08.03.2022 - 8 V 8020/22
Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (§ 69 Abs. 3 FGO) - Einkommensteuer 2017
- FG Rheinland-Pfalz, 12.07.2022 - 4 V 1340/22
Umfassender beA-Nutzungszwang für bestimmende Schriftsätze eines …
- FG Düsseldorf, 23.11.2022 - 7 K 504/22
Unzulässigkeit einer Anfechtungsklage bei Übermittlung der Klageschrift als …
- FG Münster, 22.02.2022 - 8 V 2/22
Übermittlung des Klageantrags als elektronisches Dokument hinsichtlich der …
- BFH, 29.11.2022 - VIII B 88/22
Formunwirksamkeit einer Beschwerdebegründung per E-Mail
- FG Rheinland-Pfalz, 06.10.2022 - 4 K 1341/22
Auch-Rechtsanwalt; beA; bestimmende Schriftsätze; Formunwirksamkeit; …
- OVG Sachsen, 15.09.2022 - 1 A 189/22
Elektronisches Dokument; sicherer Übermittlungsweg; De-Mail; besonderes …
- OVG Sachsen, 09.08.2022 - 3 A 364/22
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA); aktive Nutzungspflicht; …
- BGH, 06.05.2019 - AnwZ (Brfg) 69/18
Einrichtung eines besonderen elektronischen Anwaltspostfaches als …
- BFH, 22.06.2016 - V R 49/15
Zur Zulässigkeit einer Klage gegen einen auf 0 EUR lautenden …
- BFH, 17.05.2023 - II B 36/22
Schriftsätze als elektronische Dokumente
- FG Düsseldorf, 31.03.2026 - 10 K 71/26 Rn. 39 Nichts anderes folgt aus den vom Kläger angebrachten Entscheidungen des BFH vom 16.01.2024 (VII R 34/22, BStBl. II 2025, 972) sowie vom 17.09.2025 (…X R 11, 12/24, BFH/NV 2026, 93).
Rn. 41 Gegenstand der Entscheidung VII R 34/22 war die Frage, ob eine Rechtsanwaltsgesellschaft zur Nutzung des beA verpflichtet ist.
Im Zuge dessen hat der BFH zwar ausgeführt, dass in Zweifelsfällen - etwa dann, wenn es unklar erscheint, ob eine Rechtsanwaltsgesellschaft von dem Normbefehl des § 52d FGO erfasst ist oder nicht - einer rechtsschutzgewährenden Auslegung der Norm der Vorrang einzuräumen und die Klage als zulässig anzusehen ist (BFH-Urteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BStBl. II 2025, 972 Rz. 37).
Die Einreichung von Schriftsätzen für bestimmte Gruppen professioneller Verfahrensteilnehmer darf daher an die Form des elektronischen Rechtsverkehrs geknüpft werden (BFH-Urteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BStBl. II 2025, 972 Rz. 37).
- BFH, 24.02.2026 - VII R 34/24
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - sicherer Übermittlungsweg
Die Sache ist zurückzuverweisen, da sich das FG noch nicht umfassend mit dem Vorbringen der Beteiligten in der Sache befasst und den Sachverhalt nicht vollständig festgestellt hat (vgl. Senatsurteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFHE 283, 206, BStBl II 2025, 972, Rz 11; Bergkemper in Hübschmann/Hepp/Spitaler --HHSp--, § 126 FGO Rz 38).Hierdurch wird zugleich der Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG, § 96 Abs. 2 FGO verletzt (vgl. Senatsurteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFHE 283, 206, BStBl II 2025, 972, Rz 11; BFH-Urteile vom 22.06.2016 - V R 49/15, Rz 21, und vom 25.09.2013 - VIII R 17/11, Rz 30; vgl. auch Krumm in Tipke/Kruse, § 126 FGO Rz 53; Bergkemper in HHSp, § 126 FGO Rz 57).
- BFH, 05.11.2024 - XI R 10/22
Elektronischer Rechtsverkehr: Anforderungen an die sichere Übermittlung einfach …
In seiner eigenen Verantwortung liegt es, das Dokument gemäß § 52a Abs. 3 Satz 1 FGO entweder mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen oder die Einreichung des einfach signierten elektronischen Dokuments auf einem sicheren Übermittlungsweg (insbesondere mittels beA nach § 52a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 FGO) vorzunehmen (zu diesen Alternativen z.B. BFH-Beschluss vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFH/NV 2024, 1041, Rz 15; Brandis in Tipke/Kruse, § 52a FGO Rz 8).
- FG Hessen, 10.10.2024 - 10 K 1032/23
Rollenbezogenes Verständnis der Pflicht zur Nutzung des elektronischen …
Ein Verstoß gegen § 52d FGO führt zur Unwirksamkeit der Prozesshandlung; sie gilt als nicht vorgenommen (BFH-Urteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFH/NV 2024, 1041 Rn. 36;… BFH-Beschluss vom 23.08.2022 - VIII S 3/22, BFHE 276, 566 Rn. 9).Dies ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass eine Klage nur dann aufgrund eines Verstoßes gegen die Pflicht zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs nach § 52d FGO als unzulässig abgewiesen werden darf, wenn ein eindeutiger Verstoß gegen § 52d FGO vorliegt: In Zweifelsfällen --etwa dann, wenn es unklar erscheint, ob die handelnde Person von dem Normbefehl erfasst ist oder nicht-- ist einer rechtsschutzgewährenden Auslegung der Norm der Vorrang einzuräumen und die Klage als zulässig anzusehen (BFH-Urteil vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFH/NV 2024, 1041 Rn. 37).
- BFH, 30.07.2025 - V B 63/23
Indizwirkung des mit einem "OK-Vermerk" versehenen Sendeberichts bei der …
Für die damit verbundene Annahme, dass die Klage nicht --wie von der Klägerin behauptet und zu diesem Zeitpunkt (noch) zulässig (zum Inkrafttreten des § 52d Satz 1 FGO vgl. BFH-Beschluss vom 16.01.2024 - VII R 34/22, BFHE 283, 206, Rz 13)-- bereits am 08.10.2020 per Fax beim FG eingegangen ist, lassen sich der Entscheidung des FG keine tatsächlichen Grundlagen entnehmen (FG-Urteil S. 10 unter 2.a). - FG Hamburg, 27.01.2025 - 6 K 87/23
Unzulässigkeit einer nach Ablauf der Klagefrist eingegangenen Klage - …
Vor diesem Hintergrund, da es sich bei der Berufsausübungsgesellschaft schon nicht um die "verantwortende Person" i.S.d. § 52a Abs. 3 Satz 1 FGO handelt, ist eine Entscheidung darüber entbehrlich, ob dies auch für "gemischte" Berufsausübungsgesellschaften (vgl. zu dem Begriff BFH, Urteil vom 16. Januar 2024, VII R 34/22, BFH/NV 2024, 1041) wie die C gilt. - FG Hamburg, 19.07.2024 - 3 K 102/22
Finanzgerichtsordnung: Einreichung elektronischer Dokumente nach § 52a FGO
Rn. 20 Zwar ist eine Berufsausübungsgesellschaft eine "vertretungsberechtigte Person" im Sinne des § 52d Satz 2 FGO (BFH, Urteil vom 16. Januar 2024, VII R 34/22, DStR 2024, 1414, juris, Rn. 20). - FG Berlin-Brandenburg, 15.02.2024 - 9 K 9191/23
Inhalt einer Rechtsbehelfsbelehrung zur Einspruchsentscheidung im Hinblick auf § …
Gemäß dem Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 6. Juli 2022 - 9 K 9009/22 , Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2022, 1665 m. Anm. Wackerbeck (Az. des Revisionsverfahrens beim BFH: VII R 34/22) sei die Klage eines Rechtsanwaltes bei Nichteinhaltung der Form des § 52d FGO auch dann unzulässig, wenn die Rechtsbehelfsbelehrung in der betreffenden Einspruchsentscheidung keinen Hinweis auf § 52d FGO enthalte.
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