Rechtsprechung
| BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
BGB § 638 a. F.
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
BGB § 638 a.F.
- IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Zurechnung des arglistigen Verschweigens einer mangelhaften Ausführung durch den von einem Bauunternehmer eingesetzten Subunternehmer; Annahme eines arglistigen Verhaltens des Bauleiters in Anbetracht eines für einen Fachkundigen offensichtlichen Mangels; Zurechnung ...
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
BGB § 638 a. F.
Keine Verjährung bei arglistigem Verschweigen des Mangels durch Subunternehmer - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 638 (a.F.)
Zurechnung des Verschuldens von Mitarbeitern des Subunternehmers bei der Prüfung des Werks - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Haftung für arglistiges Verschweigen des Subunternehmers?
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- onlineurteile.de (Kurzmitteilung)
Baumängel verjährt? - Nicht, wenn ein Subunternehmer diese arglistig verschwiegen hat
- wgk.eu (Leitsatz und Auszüge)
Zurechnung der Arglist eines Subunternehmers zu Lasten des Unternehmers
- anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)
Fehler des Nachunternehmers - Haftung bei Arbeitsteilung
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Arglistiges Verschweigen des SubU ist dem GU zurechenbar! (IBR 2006, 667)
Verfahrensgang
- LG Traunstein, 11.04.2005 - 3 O 1231/04
- OLG München, 13.09.2005 - 13 U 3001/05
- BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
- OLG München, 08.05.2007 - 13 U 3001/05
Papierfundstellen
- BGHZ 169, 255
- NJW 2007, 366
- MDR 2007, 267
- DNotZ 2007, 115
- NZBau 2007, 96
- WM 2006, 2377
- DB 2007, 1465
- BauR 2007, 114
- ZfBR 2007, 47
Wird zitiert von ... (34) Zitiert selbst (8)
- BGH, 30.11.2004 - X ZR 43/03
Anforderungen an die Organisation des Werkunternehmers bei arbeitsteiliger …
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Denn arglistig handelt nur derjenige, der bewusst einen offenbarungspflichtigen Umstand verschweigt (so schon BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 66; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).Erfüllungsgehilfe in diesem Sinne ist in der Regel derjenige, der mit der Ablieferung des Werkes an den Besteller betraut ist oder dabei mitwirkt (BGH, Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).
Damit würde den Interessen des Bestellers, im Hinblick auf die Zurechnung der Arglist keine unangemessenen Nachteile durch die arbeitsteilige Organisation erdulden zu müssen (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 68; Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550, 551), nicht ausreichend Rechnung getragen.
Gegenstand der Prüfung im Revisionsverfahren war nicht die Frage, ob die Beklagte die Überwachung des Herstellungsprozesses ausreichend organisiert hat, so dass keine verlängerte Verjährungsfrist gemäß § 638 BGB angenommen werden kann (dazu BGH, Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).
- BGH, 20.12.1973 - VII ZR 184/72
Zurechnung des arglistigen Verschweigens durch eine Hilfsperson
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Denn arglistig handelt nur derjenige, der bewusst einen offenbarungspflichtigen Umstand verschweigt (so schon BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 66; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).Dazu gehört in aller Regel der von dem Unternehmer zur Überwachung der Bauleistungen eingesetzte Bauleiter (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 69).
Auf dieser Grundlage hat es der Senat für möglich gehalten, dass dem Unternehmer die Kenntnis des arglistigen Subunternehmers (BGH, Urteil vom 15. Januar 1976 - VII ZR 96/74, BGHZ 66, 43, 45) oder eines arglistigen Kolonnenführers (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 70) jedenfalls dann zugerechnet wird, wenn deren Leistungen nicht überwacht werden.
Damit würde den Interessen des Bestellers, im Hinblick auf die Zurechnung der Arglist keine unangemessenen Nachteile durch die arbeitsteilige Organisation erdulden zu müssen (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 68; Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550, 551), nicht ausreichend Rechnung getragen.
- BGH, 12.03.1992 - VII ZR 5/91
Verjährung der werkvertraglichen Gewährleistungsansprüche bei arbeitsteiliger …
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Erfüllungsgehilfe in diesem Sinne ist in der Regel derjenige, der mit der Ablieferung des Werkes an den Besteller betraut ist oder dabei mitwirkt (BGH, Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).Damit würde den Interessen des Bestellers, im Hinblick auf die Zurechnung der Arglist keine unangemessenen Nachteile durch die arbeitsteilige Organisation erdulden zu müssen (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 68; Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550, 551), nicht ausreichend Rechnung getragen.
Gegenstand der Prüfung im Revisionsverfahren war nicht die Frage, ob die Beklagte die Überwachung des Herstellungsprozesses ausreichend organisiert hat, so dass keine verlängerte Verjährungsfrist gemäß § 638 BGB angenommen werden kann (dazu BGH, Urteil vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318, 320; Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 43/03, BauR 2005, 550).
- BGH, 11.05.2001 - V ZR 14/00
Arglistiges Verschweigen bei nicht erinnerten Mängeln
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Dieses Bewusstsein fehlt, wenn ein Mangel nicht als solcher wahrgenommen wird (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 2001 - V ZR 14/00, BauR 2001, 1431, 1432 = NZBau 2001, 494). - BGH, 17.06.2004 - VII ZR 345/03
Arglistiges Verschweigen unterlassener Bauüberwachung
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Zu Unrecht beruft sich die Klägerin insoweit auf eine Entscheidung des Senats (BGH, Beschluss vom 17. Juni 2004 - VII ZR 345/03, BauR 2004, 1476). - BGH, 15.01.1976 - VII ZR 96/74
Haftung des Hauptunternehmers für arglistiges Verschweigen eines Mangels durch …
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Auf dieser Grundlage hat es der Senat für möglich gehalten, dass dem Unternehmer die Kenntnis des arglistigen Subunternehmers (BGH, Urteil vom 15. Januar 1976 - VII ZR 96/74, BGHZ 66, 43, 45) oder eines arglistigen Kolonnenführers (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 70) jedenfalls dann zugerechnet wird, wenn deren Leistungen nicht überwacht werden. - OLG Köln, 01.07.1994 - 11 U 29/94
Haftung des Werkunternehmers für unzureichende Überwachung der Herstellung des …
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Insbesondere kommt es für die Prüfung der Organisationspflichtverletzung grundsätzlich nicht darauf an, inwieweit der Bauleiter die Baustelle tatsächlich besichtigt hat (tendenziell abweichend die vom Berufungsgericht zitierten Entscheidungen OLG Oldenburg, BauR 1995, 105 und OLG Köln, BauR 1995, 107). - OLG Oldenburg, 15.12.1993 - 2 U 147/93
Mängel; Arglistiges Verschweigen
Auszug aus BGH, 12.10.2006 - VII ZR 272/05
Insbesondere kommt es für die Prüfung der Organisationspflichtverletzung grundsätzlich nicht darauf an, inwieweit der Bauleiter die Baustelle tatsächlich besichtigt hat (tendenziell abweichend die vom Berufungsgericht zitierten Entscheidungen OLG Oldenburg, BauR 1995, 105 und OLG Köln, BauR 1995, 107).
- BGH, 27.11.2008 - VII ZR 206/06
Zurechenbarkeit eines Verschuldens des vom Bauherrn eingesetzten Planers i.R.d. …
Allein die Kenntnis dieses kompetenten Personals versetzt die Beklagte in die Lage, ihrer Offenbarungspflicht bei der Abnahme des Architektenwerks zu genügen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255, 260 m.w.N.).Eines solchen detaillierten Vortrages bedarf es nicht, wie der Senat in anderem Zusammenhang bereits entschieden hat (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255, 260 f.).
- BGH, 11.10.2007 - VII ZR 99/06
Organisationspflichten des Werkunternehmers; Zurechnung des …
Dieses Bewusstsein fehlt, wenn ein Mangel nicht als solcher wahrgenommen wird (BGH, Urteil vom 11. Mai 2001 - V ZR 14/00, BauR 2001, 1431, 1432 = NZBau 2001, 494; Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 72/05, BauR 2007, 114, 115 = ZfBR 2007, 47 = NZBau 2007, 96).Daneben muss er sich die Arglist des Nachunternehmers nach den von der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen zurechnen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1976 - VII ZR 96/74, BGHZ 66, 43, 45; Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255).
- OLG Braunschweig, 18.11.2021 - 3 Kap 1/16
Erwerb eines vom Dieselskandal betroffenen VW mit einem Motor der Baureihe EA …
Rn. 82 Soweit ohne Anführung des Gleichstellungsarguments für eine Wissenszurechnung auf den Verkehrsschutz oder Vertrauensschutz abgestellt und dies mit der Wissensaufspaltung in arbeitsteiligen Organisationen begründet wird (…vgl. etwa BGH, Urteile vom 1. Juni 1989 - III ZR 261/87 -, WM 1989, 1364 = NJW 1989, 2879, Rn. 21-27,vom 24. Januar 1992 - V ZR 262/90 -, BGHZ 117, 104, Rn. 11 f.;… vom 2. Februar 1996 - V ZR 239/94 -, BGHZ 132, 30 = NJW 1996, 1339, Rn. 22; vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05 -, Rn. 15;… vom 20. Oktober 2011 - III ZR 252/10 -, VersR 2012, 587, Rn. 21; jeweils juris), wird man für eine entsprechende Anwendung dieses Gedankens auf den Bereich der Ad-hoc-Mitteilungspflicht verlangen müssen, dass die Haftungsnormen der §§ 37b und 37c WpHG a.F. eine entsprechende Verkehrs- oder Vertrauenserwartung rechtfertigen (vgl. Sajnovitz, WM 2016, 765, 768;… Schubert, in MüKo-BGB, 9. Aufl. 2021, § 166, Rn. 64, 69 f.).
- OLG München, 31.07.2015 - 13 U 1818/13
Gymnasium Neufahrn bei Freising: Baufirma und Architekt zu Schadensersatz in …
Arglistig handelt ein Werkunternehmer dann, wenn er den Mangel bzw. die für diesen ursächliche vertragswidrige Ausführung der Werkleistung kennt (BGH, Urteil vom 12.10.2006 - VII ZR 272/05 = NJW 2007, 366;… BGH, Urt. v. 8.3.2012 - VII ZR 116/10 = NJW 2012, 1653; Beck Online) oder die Möglichkeit seines Vorhandenseins billigend in Kauf nimmt, sich bewusst ist, dass der Mangel für die Entscheidung des Bestellers über die Abnahme erheblich ist und den Mangel nicht offenbart, obwohl er nach Treu und Glauben dazu verpflichtet ist (…vgl. Palandt-Sprau, 74. Aufl., § 634a Rn. 20 m.w.N.).Die fehlende Überwachung ist nicht Voraussetzung für die Zurechnung der Arglist (vgl. BGH, Urteil vom 12.10.2006 - VII ZR 272/05 = NJW 2007, 366; Beck Online).
Arglistig handelt ein Werkunternehmer dann, wenn er den Mangel bzw. die für diesen ursächliche vertragswidrige Ausführung der Werkleistung kennt (BGH, Urteil vom 12.10.2006 - VII ZR 272/05 = NJW 2007, 366;… BGH, Urt. v. 8.3.2012 - VII ZR 116/10 = NJW 2012, 1653; Beck Online) oder die Möglichkeit seines Vorhandenseins billigend in Kauf nimmt, sich bewusst ist, dass der Mangel für die Entscheidung des Bestellers über die Abnahme erheblich ist und den Mangel nicht offenbart, obwohl er nach Treu und Glauben dazu verpflichtet ist (…vgl. Palandt-Sprau, 74. Aufl., § 634a Rn. 20 m.w.N.).
- OLG Köln, 11.10.2018 - 3 U 45/16
Mängelbeseitigungskosten für ein Bauvorhaben; Einrede der Verjährung; Hemmung …
Rn. 126 "Dafür, dass eine der Personen, die für die Beklagten mit der Ablieferung des Werks an die Klägerin betraut waren oder die daran mitgewirkt haben (etwa weil sie auf Seiten der Beklagten mit der Prüfung des Werks auf Mangelfreiheit betraut waren), positive Kenntnis von den Mängeln hatten (vgl. dazu BGH, NJW 2007, 366, juris Tz. 14), lässt sich dem Vorbringen der Klägerin nichts entnehmen.Allein die Tatsache, dass eine dieser Personen die Mängel bei ordnungsgemäßer Kontrolle hätte feststellen können, ist nicht ausreichend, um von einem arglistigen Verschweigen auszugehen (vgl. BGH, NJW 2008, 145, juris Tz. 13; NJW 2007, 366, juris Rz. 11).
Nachdem die Beklagten substantiiert zur Organisation der Bauüberwachung vorgetragen haben (keines detaillierten Vortrags bedarf es dazu, wie die Baustellenüberwachung im Einzelnen stattgefunden hat, vgl. BGH, NJW 2009, 582, juris Tz. 24 und BGH, NJW 2007, 366, juris Tz. 17), wäre es Sache der für sämtliche die Arglist begründenden Umstände beweispflichtigen Klägerin gewesen, dem unter entsprechendem Beweisantritt substantiiert entgegenzutreten.
- OLG Stuttgart, 21.04.2008 - 5 U 22/08
Architektenhaftung: Überwachungsbedürftigkeit der Abdichtung eines Balkons; …
Erfüllungsgehilfe in diesem Sinn ist in der Regel derjenige, der mit der Ablieferung des Werks an den Besteller betraut ist oder dabei mitwirkt (BGH NJW 2007, 366; 2005, 893). - OLG Schleswig, 26.08.2015 - 1 U 154/14
Verjährung von Gewährleistungsansprüchen wegen der Errichtung einer …
Dabei kann allein aus dem Vorliegen eines gravierenden Mangels, der bei einer Kontrolle entdeckt worden wäre, nicht auf das notwendige Bewusstsein geschlossen werden, weil die Frage, ob sich jemand arglistig verhält, einer typisierten Beurteilung nicht zugänglich ist, sondern von den individuellen Umständen des Einzelfalls abhängt, und solange ein unsorgfältiges, auch grob fahrlässiges Verhalten in Betracht kommt (BGH NZBau 2007, 96, 97; OLG Hamm NJW-RR 1999, 171, 172; OLG Schleswig, Urteil vom 12. März 2004, 14 U 9/03, juris). - OLG Köln, 14.09.2018 - 16 U 105/17
Beginn der Verjährung von Gewährleistungsansprüchen aus einem Bauvertrag bei …
Rn. 66 aa) Hinsichtlich der Arglist gelten folgende Grundsätze (vgl. BGH Urt. v. 11.10.2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255 = BauR 2007, 255 = NJW 2007, 366;… Urt. vom 11.10.2007 - VII ZR 99/06, BGHZ 174, 32 = BauR 2008, 87 = NJW 2008, 145;… OLG Düsseldorf Urt. v. 15.5.2018 - 21 U 63/17, BeckRS 2018, 17821 Rz. 49):.Diese Zurechnung gilt jedoch nur ausnahmsweise (vgl. BGHZ 169, 255, 258 ff. = BauR 2007, 114, 116 = NJW 2007, 366, 367).
- LG Karlsruhe, 08.01.2010 - 2 O 234/02
Verjährung beim Bauvertrag: Beweislast für arglistiges Verschweigen eines …
Dieses Bewusstsein fehlt, wenn ein Mangel nicht als solcher wahrgenommen wird (BGH, Urteil vom 11. Mai 2001 - V ZR 14/00, BauR 2001, 1431, 1432; Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 72/05, BauR 2007, 114, 115 ).Allein die Kenntnis dieses kompetenten Personals versetzt die Beklagte in die Lage, ihrer Offenbarungspflicht bei der Abnahme des Werks zu genügen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255, 260 m.w.N.).
Daneben muss er sich die Arglist des Nachunternehmers nach den von der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen zurechnen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1976 - VII ZR 96/74, BGHZ 66, 43, 45; Urteil vom 12. Oktober 2006 - VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255).
- OLG Hamburg, 26.11.2010 - 1 U 163/09
Bauvertrag: Verlängerung der Gewährleistungsfrist wegen einer der Arglist …
Unterlässt er dies, so verjähren Gewährleistungsansprüche des Bestellers in der bei arglistigem Verschweigen eines Mangels geltenden Frist, wenn der Mangel bei richtiger Organisation entdeckt worden wäre (ständige Rechtsprechung des BGH seit dem Urteil vom 12. März 1992, VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318 ff.; vgl. weiter: Urteil vom 30. November 2004, X ZR 43/03, NJW 2005, 893 f.; Urteil vom 12. Oktober 2006, VII ZR 272/05, BGHZ 169, 255 ff.; Urteil vom 11. Oktober 2007, VII ZR 99/06, BGHZ 174, 32 ff.; Urteil vom 27. November 2008, VII ZR 206/06, BGHZ 179, 55 ff.;… Urteil vom 22. Juli 2010, VII ZR 77/08, a.a.O., hier zitiert nach juris, Rdn. 13).Etwas Anderes kann z.B. gelten, wenn die Bauüberwachung vom Unternehmer in einer Weise organisiert ist, die es dem Bauleiter nicht möglich macht, die ihm obliegenden Aufgaben zu erfüllen (BGH, Urteil vom 12. Oktober 2006, VII ZR 272/05, a.a.O., hier zitiert nach juris, Rdn. 17).
- OLG Saarbrücken, 04.03.2015 - 1 U 84/13
Verjährung von Schadensersatzansprüchen des Bauherrn wegen arglistigen …
- OLG Schleswig, 01.02.2023 - 12 U 63/20
Montage einer Aufdach-Photovoltaikanlage: Mängel verjähren in fünf Jahren!
- OLG Düsseldorf, 24.06.2014 - 21 U 145/13
Muss der Auftragnehmer auch auf geringfügige Abweichungen hinweisen?
- OLG München, 20.12.2011 - 13 U 877/11
Wann steht Organisationverschulden arglistigem Verschweigen gleich?
- OLG Köln, 29.08.2012 - 16 U 30/11
Sind NU-Arbeiten durch eigenes Personal zu überwachen?
- OLG Dresden, 12.12.2013 - 10 U 1954/12
Schlussrechnung vollständig bezahlt: Architektenleistung (konkludent) abgenommen!
- OLG Düsseldorf, 13.02.2007 - 21 U 117/06
Anspruch auf Schadensersatz, hilfsweise Vorschuss wegen anscheinend mangelhafter …
- LG Berlin, 15.04.2014 - 14 O 171/13
Ausführung entgegen der Herstellerrichtlinie: Verschwiegene Arglist?
- OLG Dresden, 25.06.2009 - 10 U 1559/07
Architekten & Ingenieure: Verjährung und Arglisthaftung
- OLG Hamm, 14.03.2012 - 12 U 118/10
Haftung des Unternehmers wegen Arglist
- OLG Frankfurt, 30.11.2010 - 5 U 76/02
Streit um Ansprüche aus Baumängelgewährleistung
- OLG Celle, 01.12.2011 - 16 U 95/11
Schadensersatzanspruch wegen Abbruchs von Vertragsverhandlungen bei einem …
- OLG Naumburg, 07.06.2023 - 2 U 24/22
Brandschutz - Schadensersatz wegen mangelhafter Herstellung des Brandschutzes …
- OLG Dresden, 11.08.2009 - 10 U 149/09
Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Architekten wegen …
- OLG Karlsruhe, 27.10.2010 - 7 U 170/08
Handwerkliche Nachlässigkeiten begründen keine Arglisthaftung!
- OLG Hamm, 12.06.2014 - 21 U 155/12
Rückverankerung nicht überwacht: Zimmermann haftet nach 12 Jahren noch für …
- KG, 18.10.2016 - 7 U 90/15
Außerordentliche Kündigung eines VOB-Vertrages bei nicht genehmigtem Einsatz von …
- OLG Hamburg, 17.12.2010 - 6 U 79/09
Werkvertrag: Mangel des eigenen Gewerks bei Beschädigung eines anderen Gewerks; …
- LG Wuppertal, 27.06.2013 - 7 O 67/12
- LG Kiel, 15.04.2008 - 11 O 303/07
- OLG Düsseldorf, 07.06.2010 - 6 UF 175/09
- LG Köln, 22.08.2013 - 37 O 88/12
- KG, 28.05.2009 - 27 U 27/08
Bauvertrag: Verlängerung der Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche bei …
- OLG Düsseldorf, 19.01.2010 - 6 UF 175/09
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Celle, 03.08.2006 - 13 U 72/06 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- openjur.de
Vorlage an den Europäischen Gerichtshof zur Vorabentscheidung über die Frage einer Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit bei gesetzlicher Verpflichtung der öffentlichen Auftraggeber zur Vergabe von Bauleistungen nur an tariftreue Bauunternehmen
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Art. 49 EG; Art. 234 EG; § 8 Abs. 1 Landesvergabegesetz Nds; § 307 Abs. 1 S. 1 BGB
Gesetzliche Pflicht eines öffentlichen Auftraggebers zur Verpflichtung des Auftragnehmers zur Gewährung tarifvertraglicher Löhne als Beschränkung der europarechtlichen Dienstleistungsfreiheit; Fall der Unwirksamkeit einer Vertragsklausel in Allgemeinen ... - Judicialis
EG-Vertrag Art. 49; ; Landesvergabegesetz Nds
- oeffentliche-auftraege.de
Tariftreue: Rechtmäßigkeit von Tariftreuegesetzen (Niedersachsen) - Vorlage an den EuGH
- hensche.de
Dienstleistungsfreiheit, Tariftreue
- VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- rechtsportal.de
EGV Art. 49; Landesvergabegesetz Nds
Vorlagebeschluss: Zur Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit nach den EG-Vertrag - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Gesetzliche Pflicht eines öffentlichen Auftraggebers zur Verpflichtung des Auftragnehmers zur Gewährung tarifvertraglicher Löhne als Beschränkung der europarechtlichen Dienstleistungsfreiheit; Fall der Unwirksamkeit einer Vertragsklausel in Allgemeinen ...
- ibr-online
Verstößt Tariftreueverpflichtung gegen Dienstleistungsfreiheit?
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Dienstleistungsfreiheit und Tariftreuepflicht
Besprechungen u.ä. (2)
- dstgb-vis.de (Kurzanmerkung)
Niedersächsisches Vergabegesetz (Tariftreue)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Verstößt Tariftreueverpflichtung gegen Dienstleistungsfreiheit? (IBR 2006, 513)
Verfahrensgang
- LG Hannover - 18 O 47/05
- OLG Celle, 03.08.2006 - 13 U 72/06
- EuGH, 20.09.2006 - C-346/06
- Generalanwalt beim EuGH, 20.09.2007 - C-346/06
- EuGH, 03.04.2008 - C-346/06
- OLG Celle, 09.07.2008 - 13 U 72/06
Papierfundstellen
- ZIP 2006, 1908
- NZBau 2006, 660
- BauR 2006, 1952 (Ls.)
- BauR 2007, 387
- VergabeR 2006, 756
- ZfBR 2006, 808
- ZfBR 2007, 47
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (1)
- BGH, 18.01.2000 - KVR 23/98
Verlangen nach Abgabe von Tariftreueerklärungen bei Straßenbauaufträgen nicht …
Auszug aus OLG Celle, 03.08.2006 - 13 U 72/06
c) Stehen die europarechtlichen Vorschriften der Anwendbarkeit des Landesvergabegesetzes Nds. nicht entgegen, so muss zunächst geprüft werden, ob sich die Ungültigkeit des Gesetzes aus nationalen Vorschriften ergibt (vgl. Vorlageschluss des Bundesgerichtshofs an das Bundesverfassungsgerichts vom 18. Januar 2000, Aktenzeichen KVR 23/98, betreffend das Berliner Vergabegesetz).
- VK Niedersachsen, 15.05.2015 - VgK-09/15
Rechtmäßigkeit eines Vergabeverfahrens zur Durchführung von Schülerbeförderung im …
Der EuGH hat mit Urteil vom 03.04.2008 - Rs. C-346/06 - aufgrund einer Vorlage des Oberlandesgerichts Celle zur Vorabentscheidung gemäß § 234 EG-Vertrag (dortiger Beschluss vom 03.08.2006, Az.: 13 U 72/06; VergabeR 2006, S. 756 = NZBau 2006, S. 660) entschieden, dass die im seinerzeitigen Niedersächsischen Landesvergabegesetz (LVergabeG) festgelegten Regelungen zur Auferlegung und Einhaltung von Tariftreuepflichten im Rahmen von öffentlichen Aufträgen nicht mit den Bestimmungen der Gemeinschaftsrichtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern - 96/71/EG - und damit auch nicht mit dem durch Art. 49 EG-Vertrag geregelten Verbot der Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs vereinbar sind. - VerfGH Bayern, 20.06.2008 - 14-VII-00
Popularklage: Aus Gemeinwohlgründen keine Verletzung der negativen …
Die gemeinschaftsrechtliche Zulässigkeit derartiger Tariftreueregelungen war vor der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs umstritten und noch vor kurzem vom Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof bejaht worden (vgl. Schlussanträge des Generalanwalts vom 20.9.2007 im Verfahren Rs. C-346/06; vgl. auch BGH vom 18.1.2000 = DVBl 2000, 1056; OLG Celle vom 3.8.2006 = VergabeR 2006, 756 m. w. N.). - VK Niedersachsen, 15.05.2008 - VgK-12/08
Europaweite Ausschreibung der Erbringung von Eisenbahnverkehrsleistungen im …
Der EuGH hat zwischenzeitig mit Urteil vom 03.04.2008 - RS.C-346/06 - auf Grund einer Vorlage des Oberlandesgerichtes Celle zur Vorabentscheidung gem. Art. 234 EG-Vertrag (dortiger Beschluss vom 03.08.2006, Az.: 13 U 72/06; VergabeR 2006, S. 756; NZBau 2006, S. 660) entschieden, dass die im niedersächsischen Landesvergabegesetz (LVergabeG) festgelegten Regelungen zur Auferlegung und Einhaltung von Tariftreuepflichten im Rahmen von öffentlichen Aufträgen nicht mit den Bestimmungen der Gemeinschaftsrichtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern - 96/71/EG - und damit auch nicht mit dem durch Art. 49 EG-Vertrag geregelten Verbot der Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs vereinbar sind.Dies gilt um so mehr, als auch dem Urteil des EuGH vom 03.04.2008 in der Rs. C-346/06 und der entsprechenden Vorlage zur Vorabentscheidung durch das OLG Celle mit Beschluss vom 03.08.2006 - 13 U 72/06 - ein Sachverhalt zu Grunde lag, in dem die strittige Tariftreueregelung deshalb zum Zuge kam, weil ein an sich tarifgebundenes inländisches Unternehmen ein Unternehmen aus einem anderen Mitgliedsstaat als Nachunternehmen einsetzte, das wiederum seine Mitarbeiter unter Tarif entlohnte.
- VK Baden-Württemberg, 07.03.2008 - 1 VK 1/08
Kommunale Grundstückskaufverträge nicht ausschreibungspflichtig!
Rn. 100 b) Es liegt hingegen nahe, in Übereinstimmung mit dem BayObLG, NZBau 2002, 108 und dem VGH Kassel, ZfBR 2006, 808 daran festzuhalten, dass es sich bei städtebaulichen Verträgen und darin enthaltenen Bauverpflichtungen nicht um vergaberelevante "Beschaffungsmaßnahmen" handelt. - VK Niedersachsen, 06.08.2015 - VgK-26/15
Ausschreibung von Schülerbeförderungsleistungen im sog. freigestellten …
Der EuGH hat mit Urteil vom 03.04.2008 - Rs. C-346/06 - aufgrund einer Vorlage des OLG Celle zur Vorabentscheidung gemäß § 234 EG-Vertrag (dortiger Beschluss vom 03.08.2006, Az.: 13 U 72/06; VergabeR 2006, S. 756 = NZBau 2006, S. 660 [OLG Celle 03.08.2006 - 13 U 72/06]) entschieden, dass die im seinerzeitigen Niedersächsischen Landesvergabegesetz (LVergabeG) festgelegten Regelungen zur Auferlegung und Einhaltung von Tariftreuepflichten im Rahmen von öffentlichen Aufträgen nicht mit den Bestimmungen der Gemeinschaftsrichtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern - 96/71/EG - und damit auch nicht mit dem durch Art. 49 EG-Vertrag geregelten Verbot der Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs vereinbar sind.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- IWW
- oeffentliche-auftraege.de
Nachprüfungsverfahren: Anforderungen an die Schadensdarlegung (Grundsätze)
- VERIS
- brueggen-ra.de
- ibr-online
Ausschluss wegen fehlendem Gewerbezentralregisterauszug
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Gewerbezentralregisterauszug als Nachweisdokument
- streifler.de (Kurzinformation)
Vergaberecht: Ohne Auszug aus dem Gewerbezentralregister geht
- kommunen-in-nrw.de (Kurzinformation)
Notwendigkeit eines Gewerbezentralregisterauszugs
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ausschluss eines Bieters aus der Vergabeauswertung wegen eines nicht fristgerecht beigebrachten Gewerbezentralregisterauszuges; Zulässige und relevante Erklärungen eines Bieters für die Angebotsauswertung im Rahmen eines Vergabeverfahrens; Ledigliche Wertung der ...
Besprechungen u.ä. (4)
- dstgb-vis.de (Kurzanmerkung)
Zum Wertungsausschluss im Falle fehlender Erklärungen
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Bauvergabe: Bekanntmachung muss keine genauen Nachweisanforderungen enthalten! (IBR 2006, 412)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Fehlender Gewerbezentralregisterauszug führt zwingend zum Angebotsausschluss! (IBR 2006, 414)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Abweichende Angaben zur Umsatzsteuer führen nicht zwingend zum Ausschluss! (IBR 2006, 413)
Verfahrensgang
- VK Schleswig-Holstein, 17.01.2006 - VK-SH 32/05
- OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
- VK Schleswig-Holstein, 19.10.2006 - VK-SH 32/05
- OLG Schleswig, 29.12.2006 - 1 Verg 5/06
Papierfundstellen
- NZBau 2007, 257
- ZfBR 2006, 607
- ZfBR 2007, 47
- ZfBR 2007, 51
Wird zitiert von ... (26) Zitiert selbst (19)
- OLG Schleswig, 10.03.2006 - 1 (6) Verg 13/05
Vollständigkeit der Nachunternehmererklärungen
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Die Unzulässigkeit des Nachprüfungsantrags der Bgg könnte daraus nur abgeleitet werden, wenn die Ausschlussgründe evident vorlägen (vgl. Beschl. des Senats v. 10.03.2006 1 (6) Verg 13/05).Insofern unterscheidet sich der vorliegende Fall von dem Fall, der dem Senatsbeschluss vom 10.03.2006, 1 (6) Verg 13/05, [Mitt NWStGemB 2006, 151] zugrunde lag; dort war der Gewerbezentralregisterauszug nur ,,auf Verlangen" der Vergabestelle gefordert.
2.213 Der Senat hat erwogen, die ,,scharfe" Rechtsfolge des Angebotsausschlusses gem. § 21 Nr. 1 Abs. 1, § 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A teleologisch einzuschränken, weil zum einen aus den Auszügen vom 30.09./28.10.2005 ersichtlich ist, dass die Eignung der Bf1 gegeben ist und zum anderen durch die nach Angebotsabgabefrist erfolgte Nachreichung zwischen den Bietern wettbewerblich nichts ,,verschoben" wird (vgl. das obiter dictum im Beschluss des Senats v. 10.03.2006, a.a.O., zu II.1.a der Gründe).
- BGH, 18.05.2004 - X ZB 7/04
Anforderungen an die Darlegung von Vergabefehlern im Nachprüfungsantrag; …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Die Bgg war lediglich gehalten, eine Vergaberechtsverletzung und einen ihr drohenden Schaden schlüssig darzutun (EuGH NZBau 2003, 509 ff. - "Hackermüller"; BVerfG Beschl. vom 29.07.2004, VergabeR 2004, 597/599 f.; BGH NZBau 2004, 457 ff.).Demgegenüber war zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 08.09.1998, X ZR 85/97, NJW 1998, 3634;… Urt. v. 07.01.2003, X ZR 50/01, NZBau 2003, 406; Beschl. v. 18.02.2003, X ZB 43/02, BGHZ 154, 32; Beschl. v. 18.05.2004, X ZB 7/04, BGHZ 159, 186, Urt. v. 07.06.2005, X ZR 19/02, NZBau 2005, 709) im Interesse eines korrekten Wettbewerbs und der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) ein strenger Maßstab an die Prüfung von Ausschlussgründen anzulegen ist.
- OLG München, 21.04.2006 - Verg 8/06
Beurteilung der Zuverlässigkeit eines Bieters im Vergabeverfahren
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Auch über den Rahmen der in § 149 Abs. 2 GewO erfassten Fälle hinausgehende Ausschlussgründe kann die Vergabestelle ermitteln (vgl. zum Fall einer strafgerichtlichen Verurteilung: OLG München, Beschl. v. 21.04.2006, Verg 8/06, n. v.).
- BGH, 23.04.1980 - VIII ZR 80/79
Formularmäßige Vereinbarung der Preisanpassung bei Änderung des …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Soweit die Bf1 auf die Rechtsprechung zu § 309 BGB verweist, betrifft dies die Abwälzung von Umsatzsteuererhöhungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf (End-)Verbraucher (BGH Urt. v. 23.04.1980 VIII ZR 80/79, BGHZ 77, 79, und vom 28.01.1981, VIII ZR 165/79, NJW 1981, 979), mithin nicht die hier gegebene Problematik. - BGH, 28.01.1981 - VIII ZR 165/79
Unterlassungsanspruch bei unwirksamen Bestimmungen in allgemeinen …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Soweit die Bf1 auf die Rechtsprechung zu § 309 BGB verweist, betrifft dies die Abwälzung von Umsatzsteuererhöhungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf (End-)Verbraucher (…BGH Urt. v. 23.04.1980 VIII ZR 80/79, BGHZ 77, 79, und vom 28.01.1981, VIII ZR 165/79, NJW 1981, 979), mithin nicht die hier gegebene Problematik. - BGH, 18.02.2003 - X ZB 43/02
Zulässigkeit einer Vorlage; Anfechtbarkeit der Aufhebung einer Ausschreibung
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Demgegenüber war zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 08.09.1998, X ZR 85/97, NJW 1998, 3634;… Urt. v. 07.01.2003, X ZR 50/01, NZBau 2003, 406; Beschl. v. 18.02.2003, X ZB 43/02, BGHZ 154, 32;… Beschl. v. 18.05.2004, X ZB 7/04, BGHZ 159, 186, Urt. v. 07.06.2005, X ZR 19/02, NZBau 2005, 709) im Interesse eines korrekten Wettbewerbs und der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) ein strenger Maßstab an die Prüfung von Ausschlussgründen anzulegen ist. - BVerfG, 29.07.2004 - 2 BvR 2248/03
Zu den Anforderungen an die Antragsbefugnis im vergaberechtlichen …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Die Bgg war lediglich gehalten, eine Vergaberechtsverletzung und einen ihr drohenden Schaden schlüssig darzutun (EuGH NZBau 2003, 509 ff. - "Hackermüller"; BVerfG Beschl. vom 29.07.2004, VergabeR 2004, 597/599 f.; BGH NZBau 2004, 457 ff.). - BGH, 07.06.2005 - X ZR 19/02
Schadensersatzansprüche eines zwingend von der Ausschreibung auszuschließenden …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Demgegenüber war zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 08.09.1998, X ZR 85/97, NJW 1998, 3634;… Urt. v. 07.01.2003, X ZR 50/01, NZBau 2003, 406; Beschl. v. 18.02.2003, X ZB 43/02, BGHZ 154, 32; Beschl. v. 18.05.2004, X ZB 7/04, BGHZ 159, 186, Urt. v. 07.06.2005, X ZR 19/02, NZBau 2005, 709) im Interesse eines korrekten Wettbewerbs und der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) ein strenger Maßstab an die Prüfung von Ausschlussgründen anzulegen ist. - BGH, 07.01.2003 - X ZR 50/01
Zulässigkeit eines Grund- und eines Teilurteils; Abgrenzung der Erläuterung eines …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Demgegenüber war zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 08.09.1998, X ZR 85/97, NJW 1998, 3634; Urt. v. 07.01.2003, X ZR 50/01, NZBau 2003, 406; Beschl. v. 18.02.2003, X ZB 43/02, BGHZ 154, 32;… Beschl. v. 18.05.2004, X ZB 7/04, BGHZ 159, 186, Urt. v. 07.06.2005, X ZR 19/02, NZBau 2005, 709) im Interesse eines korrekten Wettbewerbs und der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) ein strenger Maßstab an die Prüfung von Ausschlussgründen anzulegen ist. - OLG Naumburg, 26.02.2004 - 1 Verg 17/03
Rechtsfolgen unterschiedlicher Veröffentlichung der Anforderungen an die …
Auszug aus OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Mit diesen Ausführungen weicht der Senat nicht von den von Bf1 angeführten Entscheidungen des OLG Düsseldorf vom 25.11.2002 (Verg 56/02, Juris), vom 22.12.2004 (Verg 81/04, VergabeR 2005, 222), vom 16.01.2006 (VII-Verg 92/05; IBR 2006, 292) und vom 22.09.2005 (VII-Verg 50/05, Juris) bzw. des OLG Naumburg vom 09.09.2003 (1 Verg 5/03, NZBau 2004, 350) und vom 26.02.2004 (1 Verg 17/03, Juris) ab. - BGH, 08.09.1998 - X ZR 85/97
Ausschluß eines Angebots wegen Änderung der Verdingungsunterlagen; Aufbürdung …
- EuGH, 19.06.2003 - C-249/01
Hackermüller - "Öffentliche Aufträge - Richtlinie 89/665/EWG - …
- OLG Düsseldorf, 22.12.2004 - Verg 81/04
Anforderungen an die Eignung bei Nachunternehmereinsatz
- OLG Düsseldorf, 25.11.2002 - Verg 56/02
Nachweis der erforderlichen Fachkunde und Leistungsfähigkeit
- OLG Frankfurt, 23.12.2005 - 11 Verg 13/05
Vergabeverfahren: Zwingende Ausschlussgründe; Anspruch des Bieters auf Ausschluss …
- OLG Schleswig, 30.06.2005 - 6 Verg 5/05
Nachprüfung eines Vergabeverfahrens: Vergaberechtsschutz trotz Ausschluss des …
- OLG Düsseldorf, 16.01.2006 - Verg 92/05
Antrag auf Verlängerung der aufschiebenden Wirkung der sofortigen Beschwerde: …
- OLG Schleswig, 05.04.2005 - 6 Verg 1/05
Mindestanforderungen und Gleichwertigkeit eines Nebenangebotes
- OLG Naumburg, 09.09.2003 - 1 Verg 5/03
Benennung geforderter Eignungsnachweise bei EU-weiter Ausschreibung
- OLG Frankfurt, 15.07.2008 - 11 Verg 4/08
Vergabenachprüfungsverfahren: Erkennbarkeit eines Vergabeverstoßes; positive …
Die Rechtslage nach § 7 a Nr. 3 Abs. 2 a VOL stimmt mit derjengen nach den vergleichbaren Bestimmungen der VOB/A nicht vollständig überein (vgl. hierzu OLG Schleswig, ZfBR 06, 607).b) Mit dieser Entscheidung weicht der Senat nicht von dem Beschluss des OLG Schleswig vom 22.05.2006 (ZfBR 06, 607) ab.
- OLG Schleswig, 15.04.2011 - 1 Verg 10/10
Zulässigkeit von Nebenangeboten
Damit sind Entscheidungen in diesen Verfahren für eine Vorlage nach § 124 Abs. 2 GWB nicht tragfähig (vgl. Beschluss des Senats vom 22. Mai 2006, 1 Verg 5/06, NZBau 2007, 257, [Tn. 44] m.w.N.; OLG Celle, Beschluss vom 1. Juli 2004, 13 Verg 8/04, OLGR Celle 2004, 594;… Röwekamp, in: Kulartz u.a., a.a.O., § 124 GWB Rn. 17;… a.A.: Kuhlig, a.a.O., § 124 GWB Rn. 19 [bei Fn. 33]).Damit sind Entscheidungen in diesen Verfahren für eine Vorlage nach § 124 Abs. 2 GWB nicht tragfähig (vgl. Beschluss des Senats vom 22. Mai 2006, 1 Verg 5/06, NZBau 2007, 257, [Tn. 44] m.w.N.; OLG Celle, Beschluss vom 1. Juli 2004, 13 Verg 8/04, OLGR Celle 2004, 594;… Röwekamp, in: Kulartz u.a., a.a.O., § 124 GWB Rn. 17;… a.A.: Kuhlig, a.a.O., § 124 GWB Rn. 19 [bei Fn. 33]).
- OLG Düsseldorf, 26.11.2008 - Verg 54/08
Anforderungen an die Prüfung der Eignung eines Bewerbers im Vergabeverfahren
Dabei spielt keine Rolle, ob das Fehlen der geforderten Eignungsnachweise bzw. -angaben zum Ausschluss des Angebots nach § 25 Nr. 1 Abs. 1 lit. b) VOB/A (so OLG Naumburg, VergabeR 2004, 398; OLG Schleswig, Beschlüsse vom 10.03.2006 - 1 (6) Verg 13/05) und vom 22.06.2006 (1 Verg 5/06); OLG Celle, Beschluss vom 11.03.2006 - 13 Verg 3/04; dazu neigend auch OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06) oder nach § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOB/A (Senat, Beschlüsse vom 05.05.2003 - Verg 20/03, vom 06.09.2004 - VII-Verg 11/04; VergabeR 2005, 2222; VergabeR 2006, 547; Kulartz, in Kulartz/Kus/Portz, GWB-Vergaberecht, § 97 GWB Rdrn.
- OLG Frankfurt, 10.06.2008 - 11 Verg 3/08
Vergabenachprüfungsverfahren: Positive Kenntnis von einem Vergaberechtsverstoß …
Die Rechtslage nach § 7 a Nr. 3 Abs. 2 a VOL stimmt mit derjenigen nach den vergleichbaren Bestimmungen der VOB/A nicht vollständig überein (vgl. hierzu OLG Schleswig, ZfBR 06, 607).Rn. 63 b) Mit dieser Entscheidung weicht der Senat nicht von dem Beschluss des OLG Schleswig vom 22.05.2006 (ZfBR 06, 607) ab.
- OLG Düsseldorf, 12.12.2007 - Verg 34/07
Anforderungen an vom Auftraggeber geforderte Eignungsnachweise in öffentlichen …
In Verbindung mit der Bestimmung in § 17 Nr. 3 Abs. 1 S. 1 VOL/A, wonach das Anschreiben (Aufforderung zur Angebotsabgabe) alle Angaben enthält, d.h. enthalten muss, die für den Entschluss zur Abgabe eines Angebots notwendig sind, hat der Auftraggeber die mit dem Angebot vorzulegenden Eignungsnachweise jedoch mit der Angebotsaufforderung zu wiederholen (so auch OLG Schleswig, Beschl. v. 22.4.2006 - 1 Verg 5/06, NZBau 2007, 257, 259 zur identischen Rechtslage nach der VOB/A). - OLG München, 21.08.2008 - Verg 13/08
Vergabenachprüfungsverfahren: Angebotsausschluss wegen nicht vorliegender - …
Es kann dahinstehen, ob die unterlassene Beifügung geforderter Nachweise oder Erklärungen zur Eignung nach § 8 Nr. 3 Abs. 1 VOB/A bei Angebotsabgabe ein Angebot grundsätzlich unvollständig i.S.v. § 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A macht (bejahend OLG Schleswig vom 22.05.2006 - 1 Verg 5/06 = NZBau 2007, 257) oder ob er damit seine Eignung nicht nachgewiesen hat und deshalb nach § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOB/A auszuschließen ist, denn der Antragstellerin können diesbezügliche Versäumnisse nicht angelastet werden. - OLG Düsseldorf, 23.01.2008 - Verg 36/07
Zuverlässigkeitsnachweis des Bieters im Vergabeverfahren durch Bescheinigung des …
In Verbindung mit der Bestimmung in § 17 Nr. 3 Abs. 1 S. 1 VOL/A, wonach das Anschreiben (Aufforderung zur Angebotsabgabe) alle Angaben enthält, d.h. enthalten muss, die für den Entschluss zur Abgabe eines Angebots notwendig sind, hat der Auftraggeber die mit dem Angebot vorzulegenden Eignungsnachweise jedoch mit der Angebotsaufforderung zu wiederholen (vgl. OLG Düsseldorf, Beschl. v. 21.12.2007, VII Verg 34/07; Umdr. Bl. 5, so auch OLG Schleswig, Beschl. v. 22.4.2006 - 1 Verg 5/06, NZBau 2007, 257, 259 zur identischen Rechtslage nach der VOB/A). - OLG Düsseldorf, 06.06.2007 - Verg 8/07
Zur Vollständigkeit eines Angebots im Vergabeverfahren
Die Tatsache, dass sich diese Rechtsfolge nach der Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte (s. OLG Naumburg, Beschluss vom 26.02.2004 - 1 Verg 17/03; OLG Schleswig, Beschluss vom 22.06.2006 - 1 Verg 5/06; OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - Wverg 15/06 m.w.N.) aus § 25 Nr. 1 VOB/A ergibt, während dies nach der Rechtsprechung des Senats (Beschlüsse vom 09.06.2004 - VII-Verg 11/04; vom 05.05.2003 - Verg 20/03; vom 01.02.2006 - VII-Verg 38/05) aus § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/B folgt, ist unerheblich. - VK Schleswig-Holstein, 27.07.2006 - VK-SH 17/06
Aktualität der Nachweise
Im Unterschied zu der vorliegenden Konstellation war der Gewerbezentralregisterauszug dort nur ,,auf Verlangen" der Vergabestelle beizubringen und nicht ,,mit dem Angebot vorzulegen" - Ziff. 3.3 der Bewerbungsbedingungen (OLG Schleswig, Beschluss vom 22.05.2006, 1 Verg 5/06).Der Submissionstermin ist bei Vergaben im Rahmen der VOB/A der maßgebliche Zeitpunkt für die Vorlage aller geforderten Erklärungen (vgl. OLG Schleswig, Beschluss vom 22.05.2006, 1 Verg 5/06; VK Magdeburg, Beschluss vom 05.03.2003, VK 02/03; erkennende Kammer, Beschluss vom 31.01.2006, VK-SH 33/05; VK Halle, Beschluss vom 26.03.2004, 1 VK LVwA 07/04).
Auf Grund dieses Unterschieds zwischen VOL/A und VOB/A kann auch zu der hier behandelten Frage nicht unmittelbar auf den Beschluss des OLG Schleswig vom 22.05.2006 (Az. 1 Verg 5/06) zurückgegriffen werden.
- OLG München, 10.09.2009 - Verg 10/09
Vergabenachprüfungsverfahren: Festlegungspflicht des öffentlichen Auftraggebers …
Entgegen der Auffassung der Antragstellerin rechtfertigt die Nichtvorlage der testierten Jahresabschlüsse mit Angebotsabgabe bzw. spätere Vorlage der Nachweise auf Nachfrage der Vergabestelle nicht den Ausschluss der Beigeladenen, wobei dahinstehen kann, ob bei Nichtvorlage geforderter Nachweise der Ausschluss eines Bieters auf der Grundlage von § 25 Nr. 1 Abs. 2 lit. a VOL/A (so z.B. OLG Schleswig vom 22.06.2006, 1 Verg 5/06) oder von § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A (so OLG Düsseldorf vom 13.01.2006, Verg 8/05) erfolgt. - VK Bund, 13.06.2007 - VK 2-51/07
Bauleistungen zur Sicherung eines Seitenkanals
- VK Sachsen, 26.03.2008 - 1/SVK/005-08
Ausschreibung von Krankentransporte unterliegt dem Vergaberecht
- VK Schleswig-Holstein, 30.08.2006 - VK-SH 20/06
Umstellung der Abwasserentsorgung auf eine zentrale Entwässerung
- VK Hamburg, 26.05.2010 - VgK FB 2/10
Vergabe "D-Hamburg: Juristische Beratung und Vertretung" (EU-Bekanntmachung …
- OLG Düsseldorf, 13.08.2008 - Verg 43/07
Pflicht eines Bieters zur Vorlage eines Gewerbezentralregisterauszuges; …
- VK Sachsen, 08.06.2006 - 1/SVK/047-06
Es kann nur "erklärt" werden, was in der Hand des Bieters liegt
- VK Sachsen, 16.01.2008 - 1/SVK/084-07
Fehlende Erklärungen: Ausschluss!
- VK Sachsen, 18.06.2009 - 1/SVK/017-09
Ausschluss wegen fehlender Erklärung, wenn eindeutig gefordert?
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 28.11.2008 - 2 VK 7/08
Was sind Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse?
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 22.01.2008 - 3 VK 11/07
Unverzüglichkeit einer Rüge von Vergaberechtsverstößen; Auslösung der …
- VK Bund, 03.07.2007 - VK 2-45/07
Bauvorhaben - Institut für ..., Laboreinrichtung
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 29.12.2006 - 3 VK 12/06
Beantragung eines Nachprüfungsverfahrens nach Aufhebung eines …
- VK Schleswig-Holstein, 31.01.2007 - VK-SH 1/07
Kostentragungspflicht nach Erledigung
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 20.10.2006 - 3 VK 10/06
Zulässigkeit der Vornahme von Änderungen am Leistungsverzeichnis durch die …
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 10.08.2006 - 3 VK 8/06
Fehlende Antragsbefugnis zum Vergabenachprüfungsverfahren wegen von Anfang an …
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 31.05.2006 - 3 VK 5/06
Nichtberücksichtigung einer Bewerbung eines Unternehmens im Rahmen einer …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG München, 21.04.2006 - Verg 8/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Judicialis
VOL/A § 7 Nr. 5 Buchst. c; ; VOL/A § 25 Nr. 1 Abs. 2 Buchst. b
- oeffentliche-auftraege.de
Wertung: Beurteilungsspielraum und Grenzen der Überprüfung (nachweislich schwere Verfehlung)
- VERIS
- rechtsportal.de
Beurteilung der Zuverlässigkeit eines Bieters im Vergabeverfahren
- ibr-online
Ausschluss wegen Bewährungsstrafe für Geschäftsführer
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Zuverlässigkeit und Vorstrafe
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Zulässigkeit des Ausschluss eines Bieters im Rahmen einer Vergabeauswertung wegen einer strafrechtlichen Verurteilung des Geschäftsführers des betroffenen Bieters; Beurteilung der Zuverlässigkeit eines Anbieters im Hinblick auf die strafrechtliche Verurteilung des ...
Besprechungen u.ä.
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Vergabeausschluss wegen Bewährungsstrafe für Geschäftsführer? (IBR 2006, 417)
Verfahrensgang
- VK Nordbayern, 14.03.2006 - 21.VK-3194-07/06
- OLG München, 11.04.2006 - Verg 8/06
- OLG München, 21.04.2006 - Verg 8/06
Papierfundstellen
- NZBau 2006, 725 (Ls.)
- VergabeR 2006, 561
- ZfBR 2006, 507
- ZfBR 2007, 47
Wird zitiert von ... (41) Zitiert selbst (2)
- OLG Düsseldorf, 05.10.2005 - Verg 55/05
Voraussetzungen und Zulässigkeit hoher Eignungsanforderungen
Auszug aus OLG München, 21.04.2006 - Verg 8/06
aa) Die Frage der Eignung des Bieters nach § 7 Nr. 5 Buchst. c VOL/A, mithin die Frage, ob der Bieter zur Ausführung der anstehenden Leistung persönlich und sachlich geeignet ist, bemisst sich nach unbestimmten Rechtsbegriffen, die dem Auftraggeber einen bestimmten Beurteilungsspielraum lassen, der durch das Gericht nur eingeschränkt überprüfbar ist (vgl. BayObLG vom 3.7.02, Verg 13/02; OLG Düsseldorf vom 5.10.05, VII Verg 55/05, Weyand, VergabeR, § 97 GWB Rn. 240Daub/Eberstein VOL/A 5.Aufl. Rn. 32 zu § 25 VOL/A, m.w.N.; BayObLG vom 3.7.2002, Verg 13/02 ). - BayObLG, 03.07.2002 - Verg 13/02
Unzureichende Begründung der Vorabinformation - Zuschlagsverbot für Unterangebot …
Auszug aus OLG München, 21.04.2006 - Verg 8/06
aa) Die Frage der Eignung des Bieters nach § 7 Nr. 5 Buchst. c VOL/A, mithin die Frage, ob der Bieter zur Ausführung der anstehenden Leistung persönlich und sachlich geeignet ist, bemisst sich nach unbestimmten Rechtsbegriffen, die dem Auftraggeber einen bestimmten Beurteilungsspielraum lassen, der durch das Gericht nur eingeschränkt überprüfbar ist (vgl. BayObLG vom 3.7.02, Verg 13/02;… OLG Düsseldorf vom 5.10.05, VII Verg 55/05, Weyand, VergabeR, § 97 GWB Rn. 240Daub/Eberstein VOL/A 5.Aufl. Rn. 32 zu § 25 VOL/A, m.w.N.; BayObLG vom 3.7.2002, Verg 13/02 ).
- OLG Schleswig, 22.05.2006 - 1 Verg 5/06
Ausschluss wegen fehlendem Gewerbezentralregisterauszug
Auch über den Rahmen der in § 149 Abs. 2 GewO erfassten Fälle hinausgehende Ausschlussgründe kann die Vergabestelle ermitteln (vgl. zum Fall einer strafgerichtlichen Verurteilung: OLG München, Beschl. v. 21.04.2006, Verg 8/06, n. v.). - VG Düsseldorf, 24.03.2015 - 20 K 6764/13
"Schwere Verfehlung" setzt Verschulden voraus!
Rn. 133 Vgl. OLG München, Beschluss vom 21. April 2006 - Verg 8/06 -: zitiert nach juris. - OLG München, 26.06.2007 - Verg 6/07
Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz
Dieser ist nur dann überschritten, wenn das vorgeschriebene Verfahren nicht eingehalten wird oder wenn nicht von einem zutreffenden und vollständig ermittelten Sachverhalt ausgegangen wird oder wenn sachwidrige Erwägungen in die Wertung einbezogen werden oder wenn der sich im Rahmen der Beurteilungsermächtigung haltende Beurteilungsmaßstab nicht zutreffend angewendet wird OLG München vom 21.4.2006 Verg 8/06.
- VK Brandenburg, 22.09.2008 - VK 27/08
Ist Flughafenbetreiber Sektorenauftraggeber?
Seine Entscheidung ist einer Kontrolle im Nachprüfungsverfahren nur daraufhin zugänglich, ob die Grenzen des Beurteilungsspielraumes überschritten sind, d.h. der öffentliche Auftraggeber das vorgeschriebene Verfahren eingehalten hat, er von einem zutreffend und vollständig ermittelten Sachverhalt ausgegangen ist, er sachwidrige Erwägungen in die Wertung einbezogen hat oder er den sich im Rahmen der Beurteilungsermächtigung haltenden Beurteilungsmaßstab zutreffend angewendet hat (OLG München, Beschluss vom 21. April 2006 Verg 8/06; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 30. März 2004 11 Verg 4/04). - VK Niedersachsen, 07.01.2014 - VgK-40/13
Europaweite Ausschreibung der Geschäftsführung eines Bades im Wege eines …
Die Vergabekammer kann daher in Rahmen eines Nachprüfungsverfahrens die Entscheidung einer Kommission der Vergabestelle nur daraufhin überprüfen, ob die rechtlichen Grenzen dieses Beurteilungsspielraums überschritten sind (…vgl. Weyand, Vergaberecht, § 97, Rdnr. 396, m. w. N.; OLG München, Beschluss vom 21.04.2006, Az.: Verg 8/06; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 05.10.2005, Az.: VII-Verg 55/05). - VK Niedersachsen, 13.05.2016 - VgK-10/16
Vergabesperre und Ausschluss aus einem Vergabeverfahren; Ausschreibung der …
Der Nachweis der schweren Verfehlung ist zwar unzweifelhaft immer dann geführt, wenn sich der Auftraggeber auf einen rechtskräftigen Bußgeldbescheid oder eine rechtskräftige Verurteilung berufen kann (vgl. OLG München, Beschluss vom 21.04.2006 - Verg 8/06, zitiert nach ibr-online). - VK Niedersachsen, 01.12.2011 - VgK-53/11
Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer eines potenziellen öffentlichen …
Da die Prüfung der Eignung eines Unternehmens ein wertender Vorgang ist, in den zahlreiche Einzelumstände einfließen, ist der Auftraggeberin insoweit ein Beurteilungsspielraum einzuräumen, der nur einer eingeschränkten Kontrolle durch die Vergabekammer zugänglich ist (vgl. OLG München, Beschluss vom 21.04.2006, Az.: Verg 8/06; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 05.01.2005, Az.: VII-Verg 55/05, Weyand, Vergaberecht, 2. Auflage 2007, Rdnr. 396 m.w.N.).Der Nachweis ist zwar unzweifelhaft immer dann geführt, wenn sich der Auftraggeber auf einen rechtskräftigen Bußgeldbescheid oder eine rechtskräftige Verurteilung berufen kann (vgl. OLG München, Beschluss vom 21.04.2006 - Verg 8/06, zitiert nach ibr-online).
- KG, 27.11.2008 - 2 Verg 4/08
Öffentliche Auftragsvergabe: Feststellung der Eignung eines Bewerbers bei einem …
Die Entscheidung der Vergabestelle gemäß § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A ist in der Nachprüfungsinstanz nur danach zu überprüfen, ob das vorgeschriebene Verfahren eingehalten, der Sachverhalt vollständig und zutreffend ermittelt, die selbst aufgestellten Vorgaben beachtet und keine sachwidrigen oder gegen allgemeine Bewertungsgrundsätze verstoßenden Erwägungen angestellt wurden (OLG Schleswig, OLGR 2008, 493 [496];… Weyand, Praxiskommentar Vergaberecht, 2. Aufl. 2007, § 97 Rdnr. 396 a.E.; ähnlich für § 7 Nr. 5 Buchstabe c. VOL/A: OLG München, OLGR 2006, 594 [594]; anders OLG Frankfurt, OLGR 2005, 67 [70], wonach eine Verletzung des Beurteilungsspielraums sogar nur dann vorliegt, wenn die von der Vergabestelle getroffenen Sachverhaltsermittlungen und -feststellungen oder die Anwendung vergaberechtlicher Rechtsbegriffe auf willkürlichen und sachwidrigen Erwägungen beruhen;… ähnlich: Dreher in Immenga/Mestmäcker, GWB, 4. Aufl. 2007, § 97 Rdnr. 142, wonach die Entscheidung der Vergabestelle "daraufhin überprüfbar ist, ob die Eignungskriterien zutreffend bestimmt sind und ob im Rahmen der Eignungsprüfung sachwidrige Erwägungen angestellt wurden"; anders wiederum OLG Rostock, OLGR 2007, 24 [24], wonach "die Prüfung des Beschwerdegerichts in tatsächlicher Hinsicht darauf beschränkt ist, ob der Bewertung schwere, offenkundige Fehler anhaften, [weil z.B.] die Wertung der Vergabestelle willkürlich, unangemessen oder abweichend von der Bekanntmachung oder den Verdingungsunterlagen erfolgt";… in dieselbe Richtung: Weyand, Praxiskommentar Vergaberecht, 2. Aufl. 2007, § 97 Rdnr. 398, wonach "letztlich entscheidend ist, ob die subjektive Bewertung des Auftraggebers vertretbar und nicht völlig haltlos ist", m.w.N.). - OLG Naumburg, 22.09.2014 - 2 Verg 2/13
Leistungsverweigerung - Vergabeverfahren: Wiedereintritt in die Eignungsprüfung …
Wegen der einer Prognose immanenten Unsicherheiten steht dem öffentlichen Auftraggeber hierbei ein Beurteilungsspielraum zu, der von Nachprüfungsinstanzen nur daraufhin überprüft werden kann, ob das vorgeschriebene Verfahren eingehalten worden ist, ob der Auftraggeber die von ihm selbst aufgestellten Bewertungsvorgaben eingehalten hat, ob er den zugrunde gelegten Sachverhalt vollständig und zutreffend ermittelt hat sowie dass er bei seiner Entscheidung keine sachwidrigen Erwägungen angestellt bzw. nicht gegen allgemeine Bewertungsgrundsätze verstoßen hat (vgl. nur OLG Frankfurt, Beschluss v. 30.03.2004, 11 Verg 4/04; OLG München, Beschluss v. 21.04.2006, Verg 8/06; KG Berlin, Beschluss v. 27.11.2008, 2 Verg 4/08). - VK Niedersachsen, 18.11.2011 - VgK-50/11
Wettbewerbsrechtliche Relevanz von qualitativen Kriterien für die Ausschreibung …
Rn. 51 Bei der Festlegung der Kriterien für die Fachkunde und Eignung hat der jeweilige öffentliche Auftraggeber einen Ermessensspielraum ( OLG München, Beschluss vom 21.04.2006, Verg 8/06, Vergaberecht 2006, S. 561 (564); OLG Karlsruhe, Beschluss vom 06.04.2011, 15 Verg 3/11; VK Niedersachsen Beschluss vom 17.06.2011 - VgK-17/2011). - VK Niedersachsen, 11.08.2020 - VgK-16/20
Ausschreibung der Projektsteuerung zur Sanierung und Umbau einer Schule im …
- VK Niedersachsen, 05.07.2011 - VgK-22/11
Nachprüfungsantrag im Zusammenhang mit der Vergabe von Aufträgen im Bereich der …
- VK Niedersachsen, 09.10.2015 - VgK-39/15
Ausschreibung der Durchführung von Luftsicherheitskontrollen auf einem …
- VK Bund, 25.06.2008 - VK 3-68/08
Sohlstabilisierung, Grobkornanreicherung und Nassbaggerung
- OLG München, 31.08.2010 - Verg 12/10
Vergabenachprüfungsverfahren: Berücksichtigungsfähigkeit einer nach einer …
- VK Niedersachsen, 06.07.2016 - VgK-18/16
Ausschreibung der Vergabe von Planungsleistungen und Bauüberwachungsleistungen …
- OLG München, 11.06.2007 - Verg 6/07
Verdacht eines Vergaberechtsverstoßes: Rüge "ins Blaue" hinein?
- VK Niedersachsen, 06.03.2015 - VgK-02/15
Ausschreibung von bodengebundenen Rettungsdienstleistungen im offenen Verfahren …
- VK Niedersachsen, 08.10.2014 - VgK-37/14
Fortschreibung des Bedarfsplans für den Rettungsdienstbereich in Form eines …
- OLG Düsseldorf, 20.12.2007 - Verg 35/07
Anordnung und Verlängerung der aufschiebenden Wirkung der sofortigen Beschwerde …
- VK Niedersachsen, 18.12.2015 - VgK-45/15
Ausschreibunng der maschinellen Fahrbahnreinigung nach Unfällen mit …
- VK Sachsen, 09.02.2009 - 1/SVK/071-08
Beschränkung der Bewerberzahl
- VK Nordbayern, 24.01.2008 - 21.VK-3194-52/07
Zwingender Ausschluss
- VK Mecklenburg-Vorpommern, 27.09.2011 - 2 VK 5/11
Wann darf der Auftrag per Los vergeben werden?
- VK Hessen, 31.03.2008 - 69d-VK-09/08
Abschleppen Fahrzeuge aller Art bis 3.5 t, Verwaltung und Herausgabe
- OLG München, 05.11.2009 - Verg 13/09
Vergabeverfahren: Notwendige Trennung von formaler und materieller …
- VK Niedersachsen, 29.09.2014 - VgK-36/14
Anforderung an die Vergabe von Planungsleistungen im Rahmen eines …
- VK Niedersachsen, 23.11.2012 - VgK-43/12
Europaweite Ausschreibung von Entsorgungsdienstleistungen bzgl. Abfuhr von …
- VK Sachsen, 17.07.2007 - 1/SVK/046-07
Was sind schwere Verfehlungen?
- VK Niedersachsen, 21.01.2014 - VgK-45/13
Europaweite Ausschreibung von Straßenreinigungsleistungen im offenen Verfahren; …
- VK Niedersachsen, 11.07.2013 - VgK-21/13
Zuschlagskriterium des niedrigsten Preises bei der Vergabe von Abbrucharbeiten …
- VK Niedersachsen, 24.01.2013 - VgK-55/12
Bieter insolvent: Ausschluss?
- VK Niedersachsen, 10.07.2012 - VgK-21/12
Angebotsausschluss in einem Vergabeverfahren wegen Beteiligung eines sehr jungen …
- VK Niedersachsen, 11.02.2009 - VgK-56/08
Ausschluss der Bewerbung des Bieters durch den Auftraggeber aufgrund seiner …
- VK Bund, 25.08.2015 - VK 1-51/15
Nachprüfungsverfahren: Winterdienstleistungen
- VK Niedersachsen, 13.12.2013 - VgK-42/13
Nachprüfung eines Vergabeverfahrens zur Neueinrichtung einer …
- VK Niedersachsen, 04.10.2012 - VgK-38/12
Rechtmäßigkeit des Ausschlusses eines Bieters/Bewerbers von einem …
- VK Niedersachsen, 04.09.2009 - VgK-37/09
Nachprüfungsverfahren hinsichtlich der Rechtmäßigkeit eines Vergabeverfahrens für …
- VK Niedersachsen, 07.08.2009 - VgK-32/09
Ausschluss mangels Zuverlässigkeit nach durchgeführter Eignungsprüfung
- VK Baden-Württemberg, 21.12.2011 - 1 VK 64/11
Unterkostenangebot: Wann ist Auftraggeber zum Ausschluss verpflichtet?
- VK Niedersachsen, 10.06.2010 - VgK-17/10
Beurteilungsspielraum der Vergabestelle bei Eignungsprüfung
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 05.01.2006 - Verg W 12/05 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- openjur.de
- Judicialis
VOL/A § 25 Nr. 1 Abs. 1 f); ; VOL/A § 25 Nr. 2 Abs. 1; ; VOL/A § 25 Nr. 2 Abs. 2; ; VOL/A § 25 Nr. 2 Abs. 3 A; ; VOL/A § 25 Nr. 3; ; VgV § 13; ; GWB § 118 Abs. 1 Satz 3; ; GWB § 118 Abs. 2
- oeffentliche-auftraege.de
Eignung: Zeitpunkt der technischen Leistungsfähigkeit
- VERIS
- rechtsportal.de
Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gemäß § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A - Auslegung von Mindestanforderungen
- Wolters Kluwer
Vergabe eines öffentlichen Auftrags zur Entsorgung von Klärschlamm und Schmutzwasser; Anforderungen an die Formulierung der von den Bietern einzuhaltenen Mindestanforderungen; Prüfung der Geeignetheit der Bieter als Prognoseentscheidung des Auftraggebers
- ibr-online
Auslegung ungenauer Mindestanforderungen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Formulierung von Mindestbedingungen
Besprechungen u.ä.
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Mindestanforderungen: Unklarheiten gehen nicht zu Lasten des Bieters! (IBR 2006, 162)
Verfahrensgang
- VK Brandenburg, 08.12.2005 - 2 VK 72/05
- OLG Brandenburg, 05.01.2006 - Verg W 12/05
- OLG Brandenburg, 03.05.2006 - Verg W 12/05
Papierfundstellen
- VergabeR 2006, 554
- ZfBR 2006, 503
- ZfBR 2007, 47
Wird zitiert von ... (16)
- VK Sachsen, 21.08.2018 - 1/SVK/016-18
Unwirtschaftliches Einzellos kann aufgehoben werden!
Auch ist es den sich um öffentliche Aufträge bewerbenden Entsorgungsfachbetrieben weder zumutbar, noch ist es objektiv erforderlich, dass sie bereits im Stadium der Angebotsabgabe stets eine den ausgeschriebenen Auftrag abdeckende logistische Reserve vorweisen können (OLG Brandenburg, B. v. 05.01.2006 - Verg W 12/05; OLG Frankfurt, B. v. 30.01.2014 - 11 Verg 15/13; VK Lüneburg, B. v. 08.05.2006 - VgK-07/2006; VK Niedersachsen, B. v. 21.01.2014 - VgK-45/2013). - OLG Jena, 11.01.2007 - 9 Verg 9/06
Fehlende Leistungsangaben, Unzuläsige Rechtsausübung, Akteneinsichtsrecht
Verbleiben hierbei Zweifel, muss eine Auslegung wegen der für den Bieter damit verbundenen Nachteile restriktiv erfolgen (vgl. OLG Brandenburg VergabeR 2006, 554, 558). - VK Sachsen, 19.05.2009 - 1/SVK/008-09
Mindestbedingungen sind bindend - auch für den Auftraggeber!
Formuliert jedoch der öffentliche Auftraggeber Mindestbedingungen wie z.B. Mindestumsätze oder eine Mindestbetriebsgröße, die er für die Ausführung des Auftrags für erforderlich hält, so ist er hieran gebunden (vgl. OLG Brandenburg, B. v. 5.1.2006 - Verg W 12/05).
- OLG Düsseldorf, 10.08.2022 - 3 Kart 117/21
Die Vertragskonformität des Verhaltens eines Netzbetreibers unterliegt nicht …
Unzureichend ist deshalb die bloße pauschale Bezugnahme auf das Vorbringen im behördlichen Verfahren (…Huber in Kment, EnWG 2. Auflage § 78 Rn. 6; vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05, juris Rn. 78).Unter solchen Umständen hat sich die Beschwerdebegründung in Anlehnung an die Rechtsprechung zur zivilprozessualen Berufungsbegründung (BGH…, Urteil vom 23. Juni 2015 - II ZR 166/14, NJW 2015, 3040 Rn. 11 m.w.N.) auf alle vom Begehren umfassten Teile des Streitstoffs zu erstrecken (vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05, juris Rn. 78).
- VK Brandenburg, 31.05.2016 - VK 6/16
Ist Betonbauweise gefordert, genügt Referenz zu Asphaltbauweise nicht!
Allerdings müssten diese klar und eindeutig gestellt worden sein (so: OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05), was bereits durch die Mehrfachverweisung von Punkt 3.2 zu 3.1.2 zu 2.1 zu Pkt.Die Entscheidung des OLG Brandenburg (Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05) ist demgegenüber zu einem Sachverhalt ergangen, in dem Mindest-anforderungen nicht konkret mittels der Verwendung von Fachbegriffen definiert wurden.
- OLG Düsseldorf, 10.08.2022 - 3 Kart 75/21
Beschwerde gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur Vertragskonformität des …
Unzureichend ist deshalb die bloße pauschale Bezugnahme auf das Vorbringen im behördlichen Verfahren (…Huber in Kment, EnWG 2. Auflage § 78 Rn. 6; vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05, juris Rn. 78).Unter solchen Umständen hat sich die Beschwerdebegründung in Anlehnung an die Rechtsprechung zur zivilprozessualen Berufungsbegründung (BGH…, Urteil vom 23. Juni 2015 - II ZR 166/14, NJW 2015, 3040 Rn. 11 m.w.N.) auf alle vom Begehren umfassten Teile des Streitstoffs zu erstrecken (vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05, juris Rn. 78).
- VK Münster, 11.11.2008 - VK 18/08
Nichtvorlage von eindeutig geforderten Erklärungen
Wenn hierbei Zweifel verbleiben, muss eine Auslegung wegen der für den Bieter damit verbundenen Nachteile restriktiv erfolgen, OLG Brandenburg, 05.01.2006, Verg W 12/05.Wenn aber ein Auftraggeber die Vorlage bestimmter Nachweise nicht zu Mindestanforderungen macht, dann steht ihm insoweit bei der Beurteilung der Eignung der Bieter ein Ermessen zu, das im Nachprüfungsverfahren nur daraufhin überprüft werden kann, ob Ermessensfehler vorliegen, OLG Brandenburg, 05.01.2006, Verg W 12/05.
- VK Bund, 15.05.2009 - VK 2-21/09
Leistungskatalog gesetzl. Krankenvers. in Form von Richtlinien
Es ist unstrittig, dass Bewerber für derartig ausgeschriebene Aufträge das erforderliche Personal erst dann einzustellen brauchen, wenn sie einen Zuschlag auch tatsächlich erhalten haben (Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05; VK Lüneburg, Beschluss vom 8. Mai 2006 - VgK-07/2006). - VK Brandenburg, 26.02.2013 - VK 46/12
Fachkunde und Zuverlässigkeit: Eignungs-, keine Zuschlagskriterien!
Die Begrifflichkeiten "wirtschaftlichstes" Angebot und "wirtschaftlich günstigstes" Angebot werden dabei in der vergaberechtlichen Spruchpraxis synonym gebraucht (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1999 - X ZR 101/97; OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05). - VK Brandenburg, 01.08.2011 - VK 22/11
Beanstandung der Verfahrensart: Ausschluss aus Vergabeverfahren?
Angebote, die die in den Verdingungsunterlagen aufgestellten Mindestanforderungen von vornherein nicht einhalten, sind auszuschließen (OLG Brandenburg, Beschluss vom 5. Januar 2006 - Verg W 12/05). - VK Schleswig-Holstein, 14.09.2015 - VK-SH 11/15
Forderung nach Tariftreue ist unverzüglich rügen!
- VK Sachsen, 07.08.2007 - 1/SVK/051-07
Fehlende Bietererklärung: Kein genereller Angebotsausschluss!
- VK Brandenburg, 26.01.2010 - VK 54/09
Ausschluss bei Nichteinhaltung der Mindesbedingungen
- VK Brandenburg, 15.06.2007 - 1 VK 19/07
"Wirtschaftlichstes" Angebot = "wirtschaftlich günstigstes" Angebot
- VK Brandenburg, 15.10.2010 - VK 48/10
Zurückweisung ohne mündliche Verhandlung stets als Ausnahme!
- VK Brandenburg, 31.08.2006 - 1 VK 33/06
Ausschluss eines Bewerbers aus dem Vergabeverfahren wegen der Unterbreitung eines …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Justiz Sachsen
Direkte Verlinkung leider nicht möglich. Bitte geben Sie das Aktenzeichen in das Suchformular auf der Folgeseite ein. Hier klicken, um das Aktenzeichen in Ihre Zwischenablage zu kopieren.
- Judicialis
- VERIS
- rechtsportal.de
VOL/A § 7 Nr. 4 § 25 Nr. 1 Abs. 2a
Vergabeverfahren: Zwingender Ausschluß eines Angebots wegen fehlender Angaben zur Zuverlässigkeit, Ausschlussermessen des Auftraggebers - ibr-online
Geforderte Nachweise fehlen: Zwingender Ausschluss
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Kostenpflicht bei Antragsrücknahme
- ra-dp.de (Kurzinformation)
Ausschluss bei fehlenden Nachweisen
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen für eine Verlängerung der aufschiebenden Wirkung einer sofortigen Beschwerde; Anforderungen an eine europaweite Ausschreibung von Dienstleistungen zum Sammeln, Transportieren, Verwerten und Beseitigen von Abfall ; Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit ...
Besprechungen u.ä.
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Zuverlässigkeitsnachweis fehlt: Zwingender Ausschluss! (IBR 2007, 46)
Verfahrensgang
- VK Sachsen, 20.09.2006 - 1/SVK/085-06
- VK Sachsen, 04.10.2006 - 1/SVK/085-06
- OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
- OLG Dresden, 16.11.2006 - WVerg 15/06
Papierfundstellen
- BauR 2007, 937
- VergabeR 2007, 215
- ZfBR 2007, 47
- ZfBR 2007, 48
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (6)
- VK Sachsen, 19.07.2006 - 1/SVK/059-06
Ausreichend fähige Einzelunternehmen: Bietergemeinschaft unzulässig!
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Sie hat dazu die Auffassung vertreten, die Vergabekammer sei an der beanstandeten Entscheidung schon durch ihren eigenen, unstreitig in Rechtskraft erwachsenen Beschluss im früheren Verfahren 1/SVK/59-06 gehindert gewesen.An der sich daraus ergebenden Entscheidung zum Nachteil der Beschwerdeführerin ist der Senat durch den in Bestandskraft erwachsenen Beschluss der Vergabekammer zum vorangegangenen Verfahren 1/SVK/59-06 nicht gehindert.
- BGH, 18.02.2003 - X ZB 43/02
Zulässigkeit einer Vorlage; Anfechtbarkeit der Aufhebung einer Ausschreibung
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Der Bundesgerichtshof hat nämlich das Gebot der Vollständigkeit von Bieterangaben in seinem Beschluss vom 18.02.2003 (VergR 2003, 313) vor dem Hintergrund der Erwägung, dass nur in jeder Hinsicht vergleichbare Angebote eine sinnvolle Wertung im Bieterwettbewerb ermöglichen, unmittelbar aus § 97 GWB abgeleitet. - OLG Dresden, 06.04.2004 - WVerg 1/04
Rügefrist; Fehlen geforderter Angaben; Ermessensreduzierung; Wertungskriterien …
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Dies liegt um so näher, als die VOL/A (im Gegensatz zu § 21 VOB/A) die Vorlage der geforderten Bieterangaben mit dem Angebot unmissverständlich einfordert (§ 21 Nr. 1 Abs. 1 S. 1 VOL/A); nur die dann auf der Wertungsebene folgerichtige Ermessensreduzierung auf Null ist geeignet, den ansonsten unvermeidbaren, aber mit § 97 GWB nicht vereinbaren Wertungswiderspruch zu verhindern, den der unterschiedliche Wortlaut der Verdingungsordnungen im Ansatz eröffnet (vgl. Senatsbeschluss vom 06.04.2004, WVerg 1/04).
- OLG Düsseldorf, 22.12.2004 - Verg 81/04
Anforderungen an die Eignung bei Nachunternehmereinsatz
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Dabei kann der Senat offen lassen, ob der fehlende Nachweis der Zuverlässigkeit dazu führt, dass die Offerte unmittelbar nach § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A unberücksichtigt bleiben muss (so OLG Düsseldorf, VergR 2005, 222 und VergR 2006, 547), oder ob es sich um einen Fall fehlender Angaben und Erklärungen handelt, so dass sich der Angebotsausschluss nach § 25 Nr. 1 Abs. 2 a i.V.m. § 21 Nr. 1 Abs. 1 S. 1 VOL/A bestimmen würde (vgl. OLG Schleswig, Beschluss vom 22.06.2006, 1 Verg 5/06). - OLG Dresden, 10.07.2003 - WVerg 16/02
Aufhebung einer Ausschreibung; Nachverhandlungen; Wertungsstufen; Ausschluss …
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Der hierzu ergangene Kammerbeschluss setzte zwar voraus, dass die Kammer nach damaligem Erkenntnisstand von einem wertungsfähigen Angebot der Antragstellerin ausgegangen ist; in Rechtskraft erwächst ein solches Vorverständnis, eben weil es nicht den eigentlichen Verfahrensgegenstand, sondern nur eine Vorfrage betrifft, indessen nicht (vgl. schon Senatsbeschluss vom 10.07.2003, WVerg 16/02); in Vergabenachprüfungsverfahren gilt insoweit nichts anderes als nach anderen Verfahrensordnungen. - OLG Düsseldorf, 01.02.2006 - Verg 38/05
Auszug aus OLG Dresden, 17.10.2006 - WVerg 15/06
Dabei kann der Senat offen lassen, ob der fehlende Nachweis der Zuverlässigkeit dazu führt, dass die Offerte unmittelbar nach § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A unberücksichtigt bleiben muss (so OLG Düsseldorf, VergR 2005, 222 und VergR 2006, 547), oder ob es sich um einen Fall fehlender Angaben und Erklärungen handelt, so dass sich der Angebotsausschluss nach § 25 Nr. 1 Abs. 2 a i.V.m. § 21 Nr. 1 Abs. 1 S. 1 VOL/A bestimmen würde (vgl. OLG Schleswig, Beschluss vom 22.06.2006, 1 Verg 5/06).
- OLG Düsseldorf, 26.11.2008 - Verg 54/08
Anforderungen an die Prüfung der Eignung eines Bewerbers im Vergabeverfahren
Dabei spielt keine Rolle, ob das Fehlen der geforderten Eignungsnachweise bzw. -angaben zum Ausschluss des Angebots nach § 25 Nr. 1 Abs. 1 lit. b) VOB/A (so OLG Naumburg, VergabeR 2004, 398; OLG Schleswig, Beschlüsse vom 10.03.2006 - 1 (6) Verg 13/05) und vom 22.06.2006 (1 Verg 5/06); OLG Celle, Beschluss vom 11.03.2006 - 13 Verg 3/04; dazu neigend auch OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06) oder nach § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOB/A (Senat, Beschlüsse vom 05.05.2003 - Verg 20/03, vom 06.09.2004 - VII-Verg 11/04; VergabeR 2005, 2222; VergabeR 2006, 547; Kulartz, in Kulartz/Kus/Portz, GWB-Vergaberecht, § 97 GWB Rdrn. - OLG Karlsruhe, 23.03.2011 - 15 Verg 2/11
Vergabeverfahren: Differenzierung zwischen Aufklärungs- und …
Dies galt insbesondere dann, wenn eine Ergänzung fehlender Angaben die Wettbewerbsstellung des betreffenden Bieters ändern würde (…Vergabekammer Sachsen v. 19.07.2006, a.a.O., Rn. 99 nach Juris) bzw. das Erklärungsdefizit des Bieters für dessen Position im Wettbewerb von Bedeutung ist (vgl. OLG Dresden v. 17.10.2006 - WVerg 15/06 = VergabeR 2007, 215, Rn. 12 nach Juris). - VK Sachsen, 24.05.2007 - 1/SVK/029-07
Unterlassene Kennzeichnung: Gravierender Vergaberechtsverstoß
(OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06).
- VK Sachsen, 22.02.2007 - 1/SVK/110-06
Zuschlagsverbot bei gleichwertigen Mängeln der Angebote
Unter Bezugnahme auf den Beschluss des OLG Dresden vom 17.10.2006 (Az.: WVerg 15/06) sei das Angebot der Beigeladenen aufgrund der Nichtvorlage der genannten Unterlagen auszuschließen.Gemäß § 7 Nr. 4 VOL/A zulässigerweise geforderte, aber mit dem Angebot nicht abgegebene Nachweise zur Zuverlässigkeit eines Bieters führen dazu, dass dieses Angebot von der Wertung zwingend auszuschließen ist, ohne dass es darauf ankommt, ob der Auftraggeber sich insoweit ein Ausschlussermessen vorbehalten oder sich, gleich in welchem Stadium der Wertung, auf diesen Ausschlussgrund berufen hat (OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06).
- OLG Düsseldorf, 13.08.2008 - Verg 43/07
Pflicht eines Bieters zur Vorlage eines Gewerbezentralregisterauszuges; …
Eine Meinungsverschiedenheit besteht allein darin, ob sich diese Rechtsfolge aus § 25 Nr. 1 Abs. 2 lit. a) VOL/A (so OLG Naumburg, VergabeR 2004, 387; OLG Schleswig, Beschlüsse vom 10.03.2006 - 1 (6) Verg 13/05 - und vom 22.06.2006 - 1 Verg 5/06; OLG Celle, Beschluss vom 11.03.2006 - 13 Verg 3/04; dazu neigend auch OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06) oder aus § 25 Nr. 2 Abs. 1 VOL/A ergibt (so der Senat, s. Beschlüsse vom 05.05.2003 - Verg 20/03, vom 06.09.2004 - VII-Verg 11/04; VergabeR 2005, 222; VergabeR 2006, 547;… Kulartz, in Kulartz/Kus/Portz, GWB-Vergaberecht, § 97 GWB Rdnr. 89;… Dittmann, in Kulartz/Marx/Portz/Prieß, VOL/A, § 25 Rdnr. 83). - VK Sachsen, 09.02.2009 - 1/SVK/071-08
Beschränkung der Bewerberzahl
Soweit die Antragstellerin auf die Rechtsprechung des OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06 verweist und insoweit vorträgt, es sei vergaberechtswidrig, sich bei zwingenden Anforderungen ein Ausschlussermessen vorzubehalten, so ist diesem entgegenzuhalten, dass der vom OLG Dresden insoweit entschiedene Fall anders lag, da man sich dort das Ausschlussermessen im Nachgang, nämlich in den Verdingungsunterlagen vorbehalten hatte. - OLG Jena, 29.08.2008 - 9 Verg 5/08
22% Differenz: Angebotpreis nicht unangemessen!
Aus dem übergeordneten Gleichbehandlungsgrundsatz folgt, dass Angebote, die nicht alle geforderten Angaben und Erklärungen enthalten, zwingend ausgeschlossen werden müssen, weil nur vollständige und damit in jeder Hinsicht vergleichbare Angebote einen fairen Bieterwettbewerb ermöglichen (vgl. OLG Dresden, Beschluss v. 17.10.2006, VergR 2007, 215). - VK Rheinland, 09.04.2020 - VK 59/19
Fehlende Unterlagen führen auch im Sektorenbereich zum Ausschluss!
Ein etwaiges Vertrauen eines Unternehmens in das vergaberechtswidrige Verhalten eines öffentlichen Auftraggebers ist nicht schützenswert, siehe OLG Dresden, Beschluss vom 17.10.2006 - WVerg 15/06; Dittmann a.a.O., m.w.N. - VK Baden-Württemberg, 10.10.2008 - 1 VK 31/08
Ausschluss wegen Fehlens geforderter Erklärungen und Nachweise
Rn. 171 Auch das OLG Dresden und die Vergabekammer Münster haben im Rahmen des § 7 VOL/A entschieden, dass die Anforderung von Führungszeugnissen bereits mit dem Angebot rechtens ist (Beschlüsse vom 17.10.2006, WVerg 15/06 bzw. vom 27.4.2007, VK 6/07.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/2006, Verg 1/06 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Judicialis
GWB § 97 Abs. 5; ; VOB/A § 25 Nr. 1 Abs. 1 Buchstabe b); ; VOB/A § 21 Nr. 1 Abs. 1; ; VOB/A § 21 Nr. 1 Abs. 2
- oeffentliche-auftraege.de
Eignung: Leistungsfähigkeit (Verfügbarkeit von Geräten bedeutet nicht Eigentum an den Geräten)
- VERIS
- rechtsportal.de
Berücksichtigung weiterer Kriterien bei der Vergabe; Vorlage einer Geräteliste; Berücksichtigung eines "unangemessen niedrigen" Angebots
- Wolters Kluwer
Überprüfung der Erteilung des Zuschlags für das wirtschaftlichste Gebot; Zulässigkeit eines Vergabenachprüfungsverfahrens; Beurteilungsspielraum bei einer Vergabeentscheidung; Berücksichtigung des Kriteriums der Folgekosten; Sinn und Zweck einer Geräteliste
- ibr-online
Geräteliste: Muss Bieter Eigentümer der Geräte sein?
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Angebotsausschluss und Unterpreis
Verfahrensgang
- VK Bremen, 06.01.2006 - VK 13/05
- OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/2006, Verg 1/06
Papierfundstellen
- ZfBR 2006, 719
- ZfBR 2007, 47
- ZfBR 2007, 50
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (11)
- VK Bremen, 06.01.2006 - VK 13/05
Entwässerung und Deponierung von Baggergut
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Auf die sofortigen Beschwerden der Antragsgegnerin und der Beigeladenen wird der Beschluss der 2. Vergabekammer der Freien Hansestadt Bremen beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr vom 6. Januar 2006 - VK 13/05 - abgeändert und der Vergabenachprüfungsantrag der Antragstellerin als unbegründet zurückgewiesen.Die 2. Vergabekammer der Freien Hansestadt Bremen beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr hat auf die mündliche Verhandlung vom 6. Januar 2006 mit Beschluss vom selben Tage - VK 13/05 - festgestellt, dass die Antragstellerin in ihren Rechten nach § 97 Abs. 7 GWB verletzt sei, die Antragsgegnerin verpflichtet, den Zuschlag nicht aufgrund ihrer Vergabeentscheidung zu erteilen, sondern die Wertung der Angebote unter Beachtung der Rechtsauffassung der Vergabekammer neu durchzuführen, der Antragsgegnerin und der Beigeladenen die Kosten des Verfahrens einschließlich der zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlichen Kosten der Antragstellerin als Gesamtschuldner auferlegt, die Verfahrensgebühr auf EUR 5.700,-- festgesetzt und die Hinzuziehung eines Bevollmächtigten der Antragstellerin für zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich bezeichnet.
den Beschluss der 2. Vergabekammer der Freien Hansestadt Bremen beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr (Aktenzeichen VK 13/05) vom 6. Januar 2006 abzuändern und den Nachprüfungsantrag zurückzuweisen sowie der Antragstellerin die Kosten des Verfahrens und die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung der Antragsgegnerin erforderlichen Kosten aufzuerlegen und die Hinzuziehung von Bevollmächtigten durch die Antragsgegnerin für erforderlich zu erklären.
die Entscheidung der Vergabekammer Az.: VK 13/05 vom 6. Januar 2006 aufzuheben und den Vergabenachprüfungsantrag der Antragstellerin zurückzuweisen;.
- OLG Düsseldorf, 17.06.2002 - Verg 18/02
Zulässigkeit der privatwirtschaftlichen Abfallsammeltätigkeit eines …
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Selbst wenn mit dem OLG Düsseldorf (VergabeR 2001, 129; 2002, 471, 475) eine solche anzunehmen sein sollte, bestehen grundsätzlich keine Bedenken, den Zuschlag auf ein derartiges Angebot zu erteilen, sofern die Vergabestelle vom Bieter schriftlich Aufklärung über die Ermittlung der Preise für die Gesamtleistung oder für Teilleistungen verlangt und erhalten hat (§ 25 Nr. 3 Abs. 2 Satz 1 VOB/A).Einen vermittelnden Standpunkt nimmt der Vergabesenat des OLG Düsseldorf in seinen Entscheidungen vom 19. Dezember 2000 - Verg. 28/00 - VergabeR 2001, 128 - und vom 17. Juni 2002 - Verg 18/02 - VergabeR 2002, 471, 475 - ein.
- BGH, 08.01.1992 - 2 StR 102/91
Strafbarkeit wegen Betrug bei der Vergabe von Bauleistungen (Submissionskartell; …
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Der Bundesgerichtshof (Strafsenat) hat sich in zwei Entscheidungen dagegen ausgesprochen, dass ein Bieter vor seinem eigenen, zu niedrigen Angebot zu schützen sei (Urteil vom 8. Januar 1992 - 2 StR 102/91 - BauR 1992, 383, 385 - und Beschluss vom 31. August 1994 - 2 StR 256/94 - NJW 1995, 737).
- BGH, 31.08.1994 - 2 StR 256/94
Einstellung wegen Geringfügigkeit - Verstoß gegen das Kartellrecht - Ausschluss …
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Der Bundesgerichtshof (Strafsenat) hat sich in zwei Entscheidungen dagegen ausgesprochen, dass ein Bieter vor seinem eigenen, zu niedrigen Angebot zu schützen sei (Urteil vom 8. Januar 1992 - 2 StR 102/91 - BauR 1992, 383, 385 - und Beschluss vom 31. August 1994 - 2 StR 256/94 - NJW 1995, 737). - BGH, 03.06.2004 - X ZR 30/03
Anforderungen an die Überprüfbarkeit eines Angebots
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Etwas anderes gilt auch nicht mit Rücksicht auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 3. Juni 2004 - X ZR 30/03 - "Klärschlamm" - VergabeR 2004, 604, auf die der Bevollmächtigte der Antragstellerin in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat hingewiesen hat. - OLG Jena, 22.12.1999 - 6 Verg 3/99
Vergabeprüfung Leibis (Hauptsache)
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Während das Bayerische Oberste Landesgericht in einem Beschluss vom 12. September 2000 - Verg 4/00 - VergabeR 2001, 65, 69 [rechte Spalte dritter Absatz a.E.] den Standpunkt vertreten hat, die Vorschrift über das Verbot des Zuschlags auf ein Angebot mit unangemessen niedrigem Preis diene allein den Belangen des öffentlichen Auftraggebers, haben die Vergabesenate der Oberlandesgerichte Celle (Beschluss vom 30. April 1999 - 13 Verg 1/99 - BauR 2000, 405), Jena (Beschluss vom 22. Dezember 1999 - 6 Verg 3/99- BauR 2000, 396, 401 -, und Saarbrücken (Beschluss vom 29. Oktober 2003 - 1 Verg 2/03 - NZBau 2004, 117, 118 [rechte Spalte letzter Absatz]) gegenteilig entschieden, wobei allerdings jeweils weitgehend eine Begründung fehlt. - OLG Saarbrücken, 29.10.2003 - 1 Verg 2/03
Grenzen des Amtsermittlungsgrundsatzes
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Während das Bayerische Oberste Landesgericht in einem Beschluss vom 12. September 2000 - Verg 4/00 - VergabeR 2001, 65, 69 [rechte Spalte dritter Absatz a.E.] den Standpunkt vertreten hat, die Vorschrift über das Verbot des Zuschlags auf ein Angebot mit unangemessen niedrigem Preis diene allein den Belangen des öffentlichen Auftraggebers, haben die Vergabesenate der Oberlandesgerichte Celle (Beschluss vom 30. April 1999 - 13 Verg 1/99 - BauR 2000, 405), Jena (Beschluss vom 22. Dezember 1999 - 6 Verg 3/99- BauR 2000, 396, 401 -, und Saarbrücken (Beschluss vom 29. Oktober 2003 - 1 Verg 2/03 - NZBau 2004, 117, 118 [rechte Spalte letzter Absatz]) gegenteilig entschieden, wobei allerdings jeweils weitgehend eine Begründung fehlt. - OLG Düsseldorf, 19.12.2000 - Verg 28/00
Drittbezogenheit des Zuschlagsverbots auf einen unangemessen niedrigen Preis; …
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Einen vermittelnden Standpunkt nimmt der Vergabesenat des OLG Düsseldorf in seinen Entscheidungen vom 19. Dezember 2000 - Verg. 28/00 - VergabeR 2001, 128 - und vom 17. Juni 2002 - Verg 18/02 - VergabeR 2002, 471, 475 - ein. - OLG Düsseldorf, 25.02.2004 - Verg 77/03
Besondere Eignung ist doch berücksichtigungsfähig!
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Zwar hat der Vergabesenat des OLG Düsseldorf in seinem Beschluss vom 25. Februar 2004 - Verg 77/03 - "Teltowkanal" - VergabeR 2004, 537 zum Sinn und Zweck einer Geräteliste ausgeführt, diese solle dem öffentlichen Auftraggeber einen Überblick über diejenige technische Ausrüstung geben, die der Bieter zur Auftragsausführung zum Einsatz bringen wolle und über die er im Zeitpunkt der Auftragsausführung auch sicher verfügen werde. - OLG Celle, 30.04.1999 - 13 Verg 1/99
Antrag auf Nicherteilung des Zuschlages durch die Vergabekammer an Konkurrenten …
Auszug aus OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/06
Während das Bayerische Oberste Landesgericht in einem Beschluss vom 12. September 2000 - Verg 4/00 - VergabeR 2001, 65, 69 [rechte Spalte dritter Absatz a.E.] den Standpunkt vertreten hat, die Vorschrift über das Verbot des Zuschlags auf ein Angebot mit unangemessen niedrigem Preis diene allein den Belangen des öffentlichen Auftraggebers, haben die Vergabesenate der Oberlandesgerichte Celle (Beschluss vom 30. April 1999 - 13 Verg 1/99 - BauR 2000, 405), Jena (Beschluss vom 22. Dezember 1999 - 6 Verg 3/99- BauR 2000, 396, 401 -, und Saarbrücken (Beschluss vom 29. Oktober 2003 - 1 Verg 2/03 - NZBau 2004, 117, 118 [rechte Spalte letzter Absatz]) gegenteilig entschieden, wobei allerdings jeweils weitgehend eine Begründung fehlt. - BayObLG, 12.09.2000 - Verg 4/00
Zur Prüfung der Gleichwertigkeit im Vergabeverfahren
- OLG Jena, 05.06.2009 - 9 Verg 5/09
Keine Berücksichtigung sicher erwarteter Gesetzesänderungen im Angebot
Daneben kämen noch Angebote in Betracht, die im konkreten Einzelfall den Bieter selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen, so dass er den Auftrag nicht vertragsgerecht durchführen kann (z.B. OLG Düsseldorf, 49/06; Beschluss v. 29.09.2008, Az.: VII Verg 50/08; OLG Koblenz, Beschluss v. 26.10.2005, 1 Verg 4/05; offen, aber wohl mit Tendenz wie OLG Düsseldorf: OLG Bremen, Beschluss v. 24.05.2006, Az.: Verg 1/06; Kulartz/Marx/Portz/ Prieß-Witke, VOL/A, § 25 Rn 148). - VK Bund, 20.03.2009 - VK 3-22/09
Rabattvereinbarungen nach § 130 a Abs. 8 SGB V
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang aber vorrangig darauf, dass die Vorgabe, wonach ungewöhnlich niedrigen Angeboten der Zuschlag nicht erteilt werden darf, vom Grundsatz her nicht drittschützend ist; die ASt, die keine Ausnahme von diesem Grundsatz geltend gemacht hat, kann sich daher ohnehin nicht mit Erfolg auf diese Vorgabe berufen, es fehlt insoweit an der Antragsbefugnis (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28.9.2006, VII-Verg 49/06; Beschluss vom 22.8.2007, VII-Verg 27/07; Hanseatisches OLG Bremen, Beschluss vom 24.5.2006, Verg 1/2006). - KG, 27.05.2016 - Verg 12/15
Vergabenachprüfungsverfahren: Voraussetzungen einer Divergenzvorlage; …
Die wettbewerbsbeschränkende Wirkung ist in den zuletzt genannten Fällen in der begründeten Besorgnis zu erkennen, dass die am Vergabeverfahren beteiligten Wettbewerber, die die Leistung zu einem angemessenen Preis angeboten haben, nicht mehr in die Ausführung des Vertrages eintreten können" (OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 31. Oktober 2012 - VII-Verg 17/12, Verg 17/12 -, Rn. 46, juris;… Beschluss vom 28. April 2008 - VII-Verg 55/07 -, Rn. 26, juris; ebenso: OLG Celle…, Beschluss vom 18. Dezember 2003 - 13 Verg 22/03 -, Rn. 73, juris; OLG Jena, Beschluss vom 05. Juni 2009 - 9 Verg 5/09 -, juris; OLG Koblenz…, Beschluss vom 26. Oktober 2005 - 1 Verg 4/05 -, Rn. 108, juris, OLG Brandenburg…, Beschluss vom 14. Januar 2013 - Verg W 12/12 -, Rn. 22, juris; offengelassen: OLG Bremen, Beschluss vom 24. Mai 2006 - Verg 1/2006, Verg 1/06 -, Rn. 91, juris; OLG Dresden…, Beschluss vom 07. Mai 2010 - WVerg 0006/10, WVerg 6/10 -, Rn. 11, juris; eher zweifelnd: OLG München…, Beschluss vom 11. Mai 2007 - Verg 4/07, Verg 04/07 -, Rn. 38, juris).
- OLG München, 13.06.2018 - 27 U 3268/17
Schadensersatz wegen fehlerhafter Durchführung eines Vergabeverfahrens
Zum anderen fallen unter "Folgekosten" nur solche Kosten, die zusätzlich in Zukunft aufzuwenden sind, um das mit der Leistung verfolgte Ergebnis auch in Zukunft zu erhalten (vgl. OLG Bremen, Beschluss vom 24.05.2006, Verg1/2006 in ZfBR 2006, 719). - VK Bund, 20.03.2009 - VK 3-34/09
Rabattvereinbarungen nach § 130 a Abs. 8 SGB V
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang aber vorrangig darauf, dass die Vorgabe, wonach ungewöhnlich niedrigen Angeboten der Zuschlag nicht erteilt werden darf, vom Grundsatz her nicht drittschützend ist; die ASt, die keine Ausnahme von diesem Grundsatz geltend gemacht hat, kann sich daher ohnehin nicht mit Erfolg auf diese Vorgabe berufen, es fehlt insoweit an der Antragsbefugnis (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28.9.2006, VII-Verg 49/06; Beschluss vom 22.8.2007, VII-Verg 27/07; Hanseatisches OLG Bremen, Beschluss vom 24.5.2006, Verg 1/2006). - VK Bund, 26.03.2009 - VK 3-43/09
Rabattvereinbarungen nach § 130 a Abs. 8 SGB V
Eine drittschützende Wirkung ist diesen Bestimmungen nur in Ausnahmefällen beizumessen, und hierfür ist weder vorgetragen noch sind insoweit Anhaltspunkte erkennbar (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28.9.2006, VII-Verg 49/06, sowie vom 22.8.2007, VII-Verg 27/07; Hanseatisches OLG Bremen, Beschluss vom 24.5.2006, Verg 1/2006). - VK Bremen, 06.01.2006 - VK 13/05
Entwässerung und Deponierung von Baggergut
OLG Bremen, 24.05.2006 - Verg 1/2006 .
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
- Wolters Kluwer
Ausschluss vom Vergabeverfahren bei Vergabe freiberuflicher Leistungen; Zwingender Ausschluss formal unvollständiger Angebote; Anforderungen an Preisangaben unter Berücksichtigung des Gebots der Gleichbehandlung und Transparenz; Fehlen von Preisangaben bei pauschaler ...
- ibr-online
Ausschluss unvollständiger Angebote zwingend?
Besprechungen u.ä. (3)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Ausschluss wegen Mischkalkulation bei der VOF-Vergabe von Planungsleistungen? (IBR 2006, 294)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Referenzen dürfen nur als Eignungskriterium, nicht als Zuschlagskriterium berücksichtigt werden! (IBR 2006, 293)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Anregung eines Verhandlungsgesprächs ist keine Rüge! (IBR 2006, 297)
Verfahrensgang
- VK Hessen, 08.11.2005 - 69d-VK-67/05
- OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
- OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 15/05
Papierfundstellen
- VergabeR 2006, 382
- ZfBR 2007, 47
- ZfBR 2007, 50
- ZfBR 2007, 53
- ZfBR 2007, 54
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (13)
- BGH, 18.05.2004 - X ZB 7/04
Anforderungen an die Darlegung von Vergabefehlern im Nachprüfungsantrag; …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Zwar hat der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden ( BGH VergR 04, 473 - Mischkalkulationen m.w.N; VergR 03, 558 -Erdbaumaßnahmen), dass Angebote, die den § 21 Nr. 1 Abs. 1 und 2 VOB/A nicht entsprechen, weil ihnen geforderte Erklärungen fehlen, zwingend von der Vergabe auszuschließen sind (§ 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A).Entscheidend ist, dass bei einer sog. "Mischkalkulation" - von der in der Entscheidung des BGH ( BGH VergR 04, 473 ) auszugehen war - durch Abpreisen bestimmter ausgeschriebener Leistungen und Aufpreisen der Einheitspreise anderer angebotener Positionen Preise benannt werden, die die für die jeweiligen Leistungen geforderten tatsächlichen Preise weder vollständig noch zutreffend wiedergeben.
- OLG München, 05.07.2005 - Verg 9/05
Zulässigkeit der Preisangabe "in vorgenannter Type enthalten" und der …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Sie ist als Preisangabe "null" zu verstehen (OLG München, IBR 2005, 510 = VergR 2005, 794 ). - EuGH, 19.06.2003 - C-315/01
GAT - "Öffentliche Aufträge - Richtlinie 89/665/EWG - Nachprüfungsverfahren im …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
So ist es grundsätzlich unzulässig, wenn der Auftraggeber die Zahl der Referenzen über die von den Bietern anderen Kunden angebotenen Produkte nicht als Kriterium für die Prüfung der fachlichen Eignung, sondern als Zuschlagskriterium berücksichtigt ( EuGH, IBR 2003, 439).
- OLG Stuttgart, 28.11.2002 - 2 Verg 14/02
Vergabenachprüfungsverfahren: Ausschluss von Angeboten unterhalb der …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Für diese Auffassung hat sich auch das OLG Stuttgart (VergR 2003, 235, 238) entschieden. - BGH, 05.12.1979 - IV ZB 75/79
Voraussetzungen zur Erteilung eines Zeugnisses über die Rechtskraft einer …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Die - unzulässige - Beschwerde ist jedoch als Anschlussbeschwerde anzusehen, die auch im Vergabenachprüfungsverfahren zulässig ist (… Reidt/Stickler/Glahs, Vergaberecht, 2. Aufl. § 117 Rn. 8a;… Byok / Jaeger a.a.O. § 120 Rn. 1208; jew. m.w.N.) und keine Beschwer voraussetzt ( BGH NJW 1980, 702). - VK Schleswig-Holstein, 11.01.2006 - VK-SH 28/05
unzulässige Auftragskriterien in einem VOF-Verfahren
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Die Eignungskriterien Fachkunde, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sind nach Durchschreiten der Eignungsprüfung gem. §§ 10, 12 und 13 VOF für das abschließende Auswahlverfahren nach § 16 VOF verbraucht ( VK Schleswig -Holstein, Beschluss v. 11.01.2006, VK -SH 28/05 ). - EuGH, 24.11.2005 - C-331/04
ATI EAC u.a. - Öffentliche Dienstleistungsaufträge - Richtlinien 92/50/EWG und …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Eine Änderung von Wertungskriterien ist jedenfalls nicht mehr zulässig, wenn sie, wären sie im Zeitpunkt der Angebotsvorbereitung bekannt gewesen, diese Vorbereitung hätten beeinflussen können ( vgl. auch EuGH, ZfBR 2006, 184 für die nachträgliche Aufteilung von Punkten zur Gewichtung von Unterkriterien ) . - BGH, 07.01.2003 - X ZR 50/01
Zulässigkeit eines Grund- und eines Teilurteils; Abgrenzung der Erläuterung eines …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Zwar hat der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden ( BGH VergR 04, 473 - Mischkalkulationen m.w.N; VergR 03, 558 -Erdbaumaßnahmen), dass Angebote, die den § 21 Nr. 1 Abs. 1 und 2 VOB/A nicht entsprechen, weil ihnen geforderte Erklärungen fehlen, zwingend von der Vergabe auszuschließen sind (§ 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A). - OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 15/05
Vergabeverfahren: Doppelverwertung von Referenzen als Eignungs- und …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
11 Verg 15/05 11 Verg 16/05. - OLG Stuttgart, 28.11.2002 - 2 Verg 10/02
Vergabenachprüfungsverfahren: Angabe der Auftragskriterien im VOF-Verfahren; …
Auszug aus OLG Frankfurt, 28.02.2006 - 11 Verg 16/05
Durch die Bekanntgabe können sie erkennen, in welchem Maße sie der Aufgabe gerecht werden können, wo deren Schwerpunkte liegen und wo sie Schwerpunkte setzen müssen und zu setzen vermögen ( OLG Stuttgart, VergR 2003, 226, 229 ). - OLG Düsseldorf, 16.11.2005 - Verg 59/05
Veröffentlichung der Bewertungsmatrix
- OLG Jena, 16.01.2002 - 6 Verg 7/01
Antragsbegründung; Antragsbefugnis; Rügefrist
- VK Hessen, 08.11.2005 - 69d-VK-67/05
Sektorenauftrag: Vergabe freiberuflicher Leistungen
- OLG Celle, 12.05.2016 - 13 Verg 10/15
Umfang der Dokumentationspflichten gem. § 32 Abs. 1 SektVO
Es genügt, dass der den Nachprüfungsantrag stellende Bieter schlüssig behauptet, dass und welche vergaberechtlichen Vorschriften im Verlauf des Vergabeverfahrens verletzt worden sein sollen und er ohne die Rechtsverletzung eine Chance auf Erteilung des Zuschlags hätte, weshalb der behauptete, eingetretene oder drohende Schaden auf Verletzung vergaberechtlicher Vorschriften zurückzuführen ist (vgl. OLG Frankfurt, Beschluss vom 28. Februar 2006 - 11 Verg 15 und 16/05, VergR 2006, 382 ff., juris Rn. 59). - OLG Frankfurt, 05.03.2014 - 11 Verg 2/14
Vergaberecht: Ausschluss eines Angebots wegen Abweichung von zwingenden Vorgaben
Die Ausschlussregelungen des § 4 Abs. 6 bis 9 VOF, die als abschließend angesehen werden (…vgl. Stolz in: Zieckow/Völlink, § 4 VOF Rdnr. 16;… Weyand aaO § VOF Rdnr. 12265; Senat, Beschluss vom 28.2.2006, 11 Verg 15/05, VergabeR 2006, 382 - zur entsprechenden Regelung des früheren § 11 VOF) sind hier nicht einschlägig, da sie lediglich bieterbezogene Ausschlussgründe beinhalten, um die es vorliegend nicht geht.Soweit die Formulierung in dem Beschluss des Senats vom 28.2.2006, 11 Verg 15/05, VergabeR 2006, 382 dahingehend verstanden werden könnte, dass im Rahmen eines VOF-Verfahrens ein Angebotsausschluss unter direktem Rückgriff auf die allgemeinen Bestimmungen der §§ 97 ff GWB nicht möglich sein solle (wiewohl es in jener Entscheidung auf diese Frage nicht ankam), hält der Senat hieran nicht fest.
- OLG Frankfurt, 09.08.2007 - 11 Verg 6/07
Vergabe von Architektenleistungen: Versteckte Unterschreitung des …
Es gilt insoweit der Grundsatz der weitgehend freien Verhandelbarkeit von Angeboten freiberuflicher Leistungen (Senat, VergabeR 2006, 382, 385 mit Anm. Voppel S.390 f).Ein Angebot, dessen Preis sich nicht im durch die Gebühren- oder Honorarordnung vorgegebenen Rahmen hält, insbesondere unterhalb der vorgegebenen Mindestsätze liegt, darf nicht zum Zuge kommen, auch wenn es im Übrigen die Zuschlagskriterien erfüllt ( Senat, VergabeR 06, 382, 389).
- BayObLG, 29.05.2024 - Verg 20/23
Ausschluss eines Bieters im laufenden Vergabeverfahren
Diese Kommentierung stützt sich auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt (Beschluss vom 28. Februar 2006, 11 Verg 16/05, VergabeR 2006, 382, 389), in der sich die dortige Antragstellerin gegen den Ausschluss ihres Angebots wandte und erstmals in der Beschwerdeinstanz den Ausschluss des Angebots der Beigeladenen begehrte (…OLG Frankfurt a. a. O. [juris Rn. 28 f., 47, 90]). - OLG Düsseldorf, 13.08.2008 - Verg 28/08
Ausschluss vorbefasster Unternehmen vom Wettbewerb; Anforderungen an die …
Es kann offen bleiben, unter welchen Umständen Angebote trotz Fehlens einer § 25 Nr. 1 Abs. 1 lit. a), Abs. 2 VOB/A, § 25 Nr. 1 Abs. 1 lit. e), Nr. 2 VOL/A entsprechenden Vorschrift in der VOF Angebote wegen fehlender Erklärungen/Nachweise ausgeschlossen werden können (vgl. Rude, VergabeR 2008, 183, 187; OLG Frankfurt, VergabeR 2006, 382). - VK Nordbayern, 01.02.2008 - 21.VK-3194-53/07
Eignungskriterien sind keine "Zuschlagskriterien"!
Auch wenn man davon ausgeht, dass im Anwendungsbereich der VOF eine strikte Trennung von personen- und auftragsbezogenen Aspekten auf Schwierigkeiten trifft, da dabei die Besonderheiten geistig-schöpferischer, nicht hinreichend beschreibbarer Leistungen nur unzulänglich berücksichtigt werden, so muss festgestellt werden, dass die personenbezogenen Eignungskriterien auch dann nur z.B. im Rahmen des Qualitätskriteriums im Sinne des § 16 Abs. 3 VOF herangezogen werden können, soweit sie nicht bereits im Rahmen der Bewerberauswahl als Eignungskriterium verbraucht wurden, ferner ein konkreter Bezug zur Erbringung der streitgegenständlichen Leistung herzustellen ist und ihnen kein überwiegendes Gewicht beikommt (OLG Frankfurt vom 28.02.2006 11 Verg 16/05).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".