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Weitere Entscheidungen unten: OLG Köln, 24.04.1996 | OLG Karlsruhe, 19.03.1997

Rechtsprechung
   OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1996,1333
OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,1333)
OLG Celle, Entscheidung vom 20.03.1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,1333)
OLG Celle, Entscheidung vom 20. März 1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,1333)
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Unternehmer-Life-Spiel

Schneeballsystem, § 138, § 817 S. 2 BGB;

§§ 823 Abs. 2, 826 BGB, §§ 284, 286 StGB

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    Rückforderung des Spieleinsatzes für "Life-Spiel" (hier: Schneeballsystem)

  • vdai.de PDF

    Sittenwidrigkeit der Vereinbarung über Teilnahme am "Unternehmer-Life-Spiel" nach § 138 BGB; Vorliegen eines Einsatzes; Rückforderung des Spieleinsatzes nach § 817 Satz 2 BGB bei Aufklärung über Hintergründe des Spiels; Schadensersatzanspruch nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB ...

Kurzfassungen/Presse (2)

  • transgallaxys.com (Kurzinformation)

    Schneeballsystem, Sittenwidrigkeit, Rückzahlungsanspruch

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 138 § 817 Satz 2
    Sittenwidrigkeit einer Vereinbarung über die Teilnahme an einem nach dem Schneeballsystem konzipierten "Life-Spiel"

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1996, 2660
  • NJW 1997, 2932
 
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Wird zitiert von ... (30)Zitiert selbst (8)

  • BGH, 31.05.1990 - VII ZR 336/89

    Wertersatz bei Schwarzarbeit

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Ein Rückforderungsrecht ist nicht deshalb zu bejahen, weil sonst eine Vermögensverschiebung endgültig Bestand hätte, die gerade von der Rechtsordnung nicht gewollt wird (vgl. BGHZ 111, 308, 312;… Palandt, § 817 Rdn. 20;… Ermann-H.P. Westermann, § 817 Rdn. 15).
  • BGH, 02.12.1982 - III ZR 90/81

    Nichtigkeit eines Darlehensvertrages - Umfang der Bereicherung bei Nichtigkeit …

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Ausreichend für die Anwendbarkeit des Rückforderungsausschlusses gemäß § 817 Satz 2 BGB ist, daß der Kläger sich leichtfertig der Einsicht der Sittenwidrigkeit seines Tuns verschlossen hat (vgl. BGH NJW 1992, 310, 311 [BGH 09.10.1991 - VIII ZR 19/91]; NJW 1983, 1420, 1423 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81]; OLG Oldenburg FamRZ 1991, 981;… Erman-H.P. Westermann, BGB-Kommentar, 9. Aufl. § 817 Rdn. 13;… Staudinger-Lorenz, BGB-Kommentar, 13. Aufl., § 817 Rdn. 21 m.w.N. Palandt, BGB-Kommentar, 55. Aufl., § 817 Rdn. 11).
  • BGH, 09.10.1991 - VIII ZR 19/91

    Keine Anspruchminderung wegen grober Fahrlässigkeit bei vorsätzlich …

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Ausreichend für die Anwendbarkeit des Rückforderungsausschlusses gemäß § 817 Satz 2 BGB ist, daß der Kläger sich leichtfertig der Einsicht der Sittenwidrigkeit seines Tuns verschlossen hat (vgl. BGH NJW 1992, 310, 311 [BGH 09.10.1991 - VIII ZR 19/91]; NJW 1983, 1420, 1423 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81]; OLG Oldenburg FamRZ 1991, 981;… Erman-H.P. Westermann, BGB-Kommentar, 9. Aufl. § 817 Rdn. 13;… Staudinger-Lorenz, BGB-Kommentar, 13. Aufl., § 817 Rdn. 21 m.w.N. Palandt, BGB-Kommentar, 55. Aufl., § 817 Rdn. 11).
  • BGH, 29.09.1986 - 4 StR 148/86

    Begriff des Glücksspiels; Kettenbriefaktion

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Der Gewinn kann nur dann realisiert werden, wenn selbst weitere Mitspieler gewonnen werden, die verlorene Zahlungen leisten (vgl. BGHSt 34, 171, 177; BayObLG, GRUR 1991, 245, 246; a.A. OLG Karlsruhe NJW 1972, 1963).
  • BGH, 22.05.1978 - III ZR 153/76

    Im Reisegewerbe vermittelter Darlehensvertrag

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Der "Spielvertrag" ist aus gleichgelagerten Gründen unwirksam, welche in Rechtsprechung und Literatur zur Annahme einer Sittenwidrigkeit des Systems der progressiven Kundenwerbung im Leistungsvertrieb geführt haben (vgl. BGH WM 1978, 875; OLG München NJW 1986, 1880 m.w.Nachw.;… Soergel-Hefermehl, BGB-Kommentar, 12. Aufl., § 138 Rn. 160).
  • OLG München, 12.09.1985 - 5 U 4430/85

    Schneeballsystem; Sittenwidrigkeit; Progressive Kundenwerbung; Kundenwerbung; …

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Der "Spielvertrag" ist aus gleichgelagerten Gründen unwirksam, welche in Rechtsprechung und Literatur zur Annahme einer Sittenwidrigkeit des Systems der progressiven Kundenwerbung im Leistungsvertrieb geführt haben (vgl. BGH WM 1978, 875; OLG München NJW 1986, 1880 m.w.Nachw.;… Soergel-Hefermehl, BGB-Kommentar, 12. Aufl., § 138 Rn. 160).
  • OLG Oldenburg, 14.12.1990 - 2 W 113/90
    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Ausreichend für die Anwendbarkeit des Rückforderungsausschlusses gemäß § 817 Satz 2 BGB ist, daß der Kläger sich leichtfertig der Einsicht der Sittenwidrigkeit seines Tuns verschlossen hat (vgl. BGH NJW 1992, 310, 311 [BGH 09.10.1991 - VIII ZR 19/91]; NJW 1983, 1420, 1423 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81]; OLG Oldenburg FamRZ 1991, 981;… Erman-H.P. Westermann, BGB-Kommentar, 9. Aufl. § 817 Rdn. 13;… Staudinger-Lorenz, BGB-Kommentar, 13. Aufl., § 817 Rdn. 21 m.w.N. Palandt, BGB-Kommentar, 55. Aufl., § 817 Rdn. 11).
  • OLG Karlsruhe, 16.12.1971 - 1 Ss 243/71

    Strafrechtliche Würdigung einer Beihilfe zur unbefugten Veranstaltung einer …

    Auszug aus OLG Celle, 20.03.1996 - 13 U 146/95
    Der Gewinn kann nur dann realisiert werden, wenn selbst weitere Mitspieler gewonnen werden, die verlorene Zahlungen leisten (vgl. BGHSt 34, 171, 177; BayObLG, GRUR 1991, 245, 246; a.A. OLG Karlsruhe NJW 1972, 1963).
  • OLG Braunschweig, 23.02.2023 - 9 U 3/22

    Online-Glücksspiel; unerlaubtes Glücksspiel; Glücksspiel; Spiel; Internet; …

    Ein leichtfertiges Handeln liege nach der Rechtsprechung bei der Teilnahme an Glücksspielen unter anderem dann vor, wenn der Spieler trotz des Hinweises in den Nutzungsbedingungen bzw. trotz Kenntnis von der Konzeption des Spiels nicht einmal eine einfache Internetrecherche vornehme, um die Rechtmäßigkeit seines Handelns zu prüfen (vgl. u.a. OLG Celle, NJW 1996, 2660, 2661 [OLG Celle 20.03.1996 - 13 U 146/95]).

    Der erforderliche subjektive Tatbestand ist vorliegend auch nicht aufgrund der von der Beklagten (BB S. 36 = Bl. 1205 d. A.) zitierten Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle (OLG Celle, NJW 1996, 2660, 2661 [OLG Celle 20.03.1996 - 13 U 146/95]) anzunehmen.

  • BGH, 10.11.2005 - III ZR 72/05

    Rückzahlung von im Rahmen eines" Schenkkreises" gezahltem Geld

    Dem Berufungsgericht ist jedenfalls darin zuzustimmen, dass der Grund und der Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion (§ 138 Abs. 1 BGB) hier - ausnahmsweise - gegen eine Kondiktionssperre gemäß § 817 Satz 2 BGB sprechen (vgl. zu einer solchen Einschränkung des § 817 Satz 2 BGB im Hinblick auf den Zweck eines Verbotsgesetzes in Verbindung mit dem Grundsatz von Treu und Glauben: BGHZ 111, 308, 312 f einerseits, BGHZ [Senat] 118, 142, 150, [X. Zivilsenat] 182, 193 und BGH, Urteil vom 14. Juli 1993 - XII ZR 262/91 - WM 1993, 1765, 1767 andererseits; s. ferner OLG Celle NJW 1996, 2660, 2661; OLG Köln NJW 2005, 3290, 3291 f;… MünchKommBGB-Lieb 4. Aufl. 2004 § 817 Rn. 13;… Erman/H.P. Westermann, BGB 11. Aufl. 2004 § 817 Rn. 15;… Larenz/Canaris, Lehrbuch des Schuldrechts Bd. II Besonderer Teil 2. Halbband 13. Aufl. 1994 S. 166).
  • BGH, 22.04.1997 - XI ZR 191/96

    Gewinnspiele nach dem "Schneeballsystem" sind sittenwidrig

    Ein solches Spielsystem, das darauf anlegt, daß die ersten Mitspieler einen (meist) sicheren Gewinn erzielen, während die große Masse der späteren Teilnehmer ihren Einsatz verlieren muß, weil angesichts des Vervielfältigungsfaktors in absehbarer Zeit keine neuen Mitspieler mehr geworben werden können, verstößt gegen die guten Sitten (vgl. z.B. OLG Celle, NJW 1996, 2660 [OLG Celle 20.03.1996 - 13 U 146/95]; OLG München, NJW 1986, 1880 [OLG München 12.09.1985 - 5 U 4430/85]; OLG Karlsruhe GRUR 1989, 615, 616; LG Gießen, NJW-RR 1996, 796, 797 [LG Gießen 13.12.1995 - 1 S 390/95]; vgl. auch die Rechtsprechung zum "Schneeballsystem" als System der progressiven Kundenwerbung BGHZ 15, 356 ff.;… Baumbach-Hefermehl, Wettbewerbsrecht 19. Aufl. § 1 UWG Rdn. 172).
  • OLG Köln, 07.02.2006 - 15 U 157/05

    Rückforderungsanspruch in Schenkkreis

    Soweit in der Rechtsprechung verschiedentlich die Auffassung vertreten wurde, dass der Zahlende keinen Rückforderungsanspruch habe, wenn und weil er sich der Sittenwidrigkeit des Spiels bewusst gewesen sei oder sich dieser Einsicht zumindest leichtfertig verschlossen habe (…z.B. OLG Köln, Urt. v. 06.05.2005 - 20 U 129/04, NJW 2005, S. 3290;… LG Bonn, Urt. v. 14.07.2004 - 2 O 30/04, NJW-RR 2005, S. 490, 491; OLG Celle, Urt. v. 20.03.1996 - 13 U 146/95, NJW 1996, S. 2660 f.), ist diesem Standpunkt im Hinblick auf die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 10.11.2005 (…- III ZR 72/05, NJW 2006, S. 45) der Boden entzogen worden.

    Hinzutreten müssen vielmehr besondere Umstände, die das schädigende Verhalten wegen seines Zwecks oder wegen des angewandten Mittels oder mit Rücksicht auf die dabei gezeigte Gesinnung nach den Maßstäben des anständig Geltenden verwerflich machen (…vgl. OLG Köln, Urt. v. 06.05.2005 - 20 U 129/04, NJW 2005, S. 3290, 3292; OLG Celle, Urt. v. 20.03.1996 - 13 U 146/95, NJW 1996, S. 2660 ff).

    Initiatoren des Spiels können nach § 826 BGB haftbar gemacht werden, wenn sie andere Spieler nicht entsprechend über die wesentlichen Merkmale des Spielsystems und die Tatsache der verlorenen Einsatzzahlung aufgeklärt haben (…vgl. OLG Köln, Urt. v. 06.05.2005 - 20 U 129/04, NJW 2005, S. 3290, 3292;… OLG Bamberg, Urt. v. 07.03.2001 - 3 U 105/00, NJW-RR 2002, S. 1393, 1394; OLG Celle, Urt. v. 20.03.1996 - 13 U 146/95, NJW 1996, S. 2660, 2661;… Staudinger-Oechsler, 2003, § 826, Rn. 161).

  • BVerfG, 14.04.2010 - 1 BvR 299/10

    Nichtannahmebeschluss: Mangelnde Rechtswegerschöpfung bei Erfolglosigkeit eines …

    Übergeht der Betroffene vorsätzlich eine gleichsam auf der Hand liegende Kenntnisnahmemöglichkeit, die jeder andere in seiner Lage wahrgenommen hätte, so ist sein Berufen auf Unkenntnis rechtsmissbräuchlich und verstößt gegen Treu und Glauben (…vgl. BGH, NJW 1993, S. 1596 ;… NJW 1995, S. 332 ;… BAG, NZA 2003, S. 453, jeweils zu § 586 ZPO; BGHZ 129, 136 ; BGHZ 176, 281 ; BGH, WM S. 1989, 1047 ;… BGH, NJW-RR 2009, S. 1207 , jeweils zu § 826 BGB; BGHZ 133, 192 ;… BGH, NJW 1998, S. 988;… BAG, NZA 2003, S. 453; OLG Celle, NJW 1996, S. 2660;… vgl. ferner für Fälle einer sogenannten Zugangsvereitelung BGH, NJW 1998, S. 976;… BAG, NZA 2006, S. 204).
  • OLG Köln, 06.05.2005 - 20 U 129/04

    Wirksamkeit eines Vertrages über die Teilnahme an einem sog. "Schenkkreis"

    Ein solches System verstößt bereits an sich gegen die guten Sitten (…vgl. BGH, NJW 1997, S. 2314; OLG Celle NJW 1996, S. 2660;… OLGR Celle 2000, S. 255;… OLG Frankfurt/Main OLGR Frankfurt 2000, S. 143;… OLG Bamberg NJW-RR 2002, S. 1393).

    Das OLG Celle (NJW 1996, 2660) hat Entsprechendes alleine aus der Kenntnis des Teilnehmers von der Konzeption des Spiels gefolgert.

    Erforderlich ist mithin ein sittlich verwerfliches Handeln des Schädigers gegenüber dem Geschädigten (vgl. OLG Celle, NJW 1996, S. 2660 ).

  • AG Wuppertal, 03.02.2005 - 35 C 430/04
    Überdies kommt es zu einer unerwünschten und sozialschädlichen Kommerzialisierung des Privatlebens, denn die neuen Mitspieler müssen zumeist aus dem Freundes- und Bekanntenkreis rekrutiert und dabei ihrerseits mit exorbitanten Gewinnaussichten gelockt werden (OLG Celle NJW 1996, 2660).

    Rn. 32 Es kommt vielmehr ganz wesentlich darauf an, ob der jeweilige Teilnehmer Einsicht in die Voraussetzungen und Abläufe des Systems erlangt hat (OLG Celle NJW 1996, 2660).

    Dem können beispielsweise eine besonders undurchsichtige Spielgestaltung oder verschleiernde Regeln entgegenstehen (BGH NJW 1997, 1212; Willingmann, NJW 1997, 2932, 2934).

    Dieser Gedanke verdient hier gleichermaßen Beachtung (vgl. OLG Celle NJW 1996, 2660, 2661), selbst wenn mangels eines Einsatzes kein "Spiel" im eigentlichen Sinne vorliegt.

  • AG Köln, 18.02.2004 - 112 C 551/03

    Rückzahlunganspruch einer Geldschenkung i.R. Pyramidenspiels; Teilnahme an einem …

    Bei vorliegendem Herzkreis ist jedoch der Einsatz der neueintretenden Mitspieler - jedenfalls auf der Grundlage des Spielsystems - bereits unwiderruflich dadurch verloren, daß dieser Einsatz - sinngemäß zum Erwerb einer Teilnahmeberechtigung - an den Inhaber der Spitzenposition ausgezahlt wird, mithin nicht Gegenstand einer Ausspielung wurde (BGH JR 1987, 381f, OLG Celle NJW 1996, 2660).

    Rn. 25 Da hiernach die gesetzliche Regelung eines Spiel- und Wettvertrag gemäß § 762 BGB auf Systemgewinnspiele mit vorliegenden Funktionsprinzip nicht anwendbar ist (anders OLG Celle NJW 1996, 2660), kann in diesem Zusammenhang mithin dahingestellt bleiben, unter welchen ggfs. besonderen Voraussetzungen Spiel- oder Wettverträge sei es illegal oder nach § 138 BGB sittenwidrig sind, insbesondere ob bzw. in welcher Weise sich zumindest der gesetzgeberische Rechtsgedanke, der dem Rückforderungsausschluß des Abs. 1 S.1 zugrunde liegt, auf die Anwendbarkeit der Kondiktionssperre nach § 817 S.2 BGB auswirkt.

    Denn aufgrund der bereits angeführten, zwangsläufig eintretenden Marktverengung besteht die generelle Gefahr, daß zu einem, wenn auch zeitlich nicht vorhersehbaren Zeitpunkt gerade finanziell schlechter gestellte oder unerfahrene Personen sich dazu veranlaßt sehen können, sich aufgrund einer unrealistischen Gewinnerwartung vorzugsweise an Freundes- oder Verwandtenkreise zu wenden, um ihre finanzielle Situation mit einem Schlage zu verbessern oder gar zu diesem Zwecke wegen der scheinbare einfachen Geldmaximierung einen entsprechenden Kredit aufzunehmen, den sie wegen der gescheiterten Gewinnaussicht nicht mehr zurückzahlen können (vgl. OLG Celle NJW 1996, 2660 f.).

    Denn im Bereicherungsrecht ist die Abwägung des beiderseitigen Grades des Sittenverstoßes weder vorgesehen noch zulässig (OLG Celle NJW 1996, 2660 (2661);… Staudinger-Lorenz, aaO, Rdr.21 m.N.).

  • LG Köln, 22.04.2005 - 20 O 503/03
    Dies führt, wie das OLG Celle in überzeugender Weise ausgeführt hat, zu einer nicht wünschenswerten Kommerzialisierung der Privatsphäre und dadurch zu unerwünschten Belastungen des sozialen Umfelds des Teilnehmers (OLG Celle, NJW 1996, 2660), da es zur Vermeidung von eigenen Verlusten notwendig erscheint, nahestehende Personen ebenfalls in die Gefahr zu bringen, einen Schaden infolge der Marktverengung zu erleiden.

    Für die Anwendbarkeit des Rückforderungsausschlusses ist es vielmehr ausreichend, dass sich der Leistende leichtfertig der Einsicht der Sittenwidrigkeit seines Tuns verschlossen hat (BGH NJW 1992, 310 (311); NJW 1993, 1420 (1423); OLG Celle NJW 1996, 2660).

    Der Gewinn kann vielmehr nur dann realisiert werden, wenn der einzahlende Mitspieler selbst aufgrund eigener Bemühungen neue Teilnehmer aquiriert, die verlorene Zahlungen leisten (OLG Celle, NJW 1996, 2660 (2661) m.w.N.).

    Daraus, dass der Herzkreis sittenwidrig im Sinne des § 138 BGB ist, folgt noch nicht, dass zwingend ein Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB besteht, da beide Vorschriften sich in ihren Voraussetzungen und Rechtsfolgen unterscheiden (OLG Celle, NJW 1996, 2660 (2661)).

  • LG Bonn, 30.11.2021 - 5 S 70/21
    Denn der Rückforderungsausschluss bezweckt, demjenigen die Rechtsordnung zur Durchsetzung der Ansprüche zu versagen, der sich bewusst oder leichtfertig über sie hinweggesetzt hat (OLG Celle, Urteil vom 20. März 1996 - 13 U 146/95 -, Rn. 24, juris).
  • LG Koblenz, 16.03.2005 - 12 S 270/04

    Voraussetzungen des Rückzahlungsanspruchs wegen ungerechtfertigter Bereicherung …

  • BGH, 10.11.2005 - III ZR 73/05

    Rückzahlung von im Rahmen eines" Schenkkreises" gezahltem Geld

  • LG Koblenz, 16.03.2005 - 12 S 276/04

    Anspruch auf Rückzahlung eines Betrages auf Grund ungerechtfertigter …

  • LG Göttingen, 30.09.2005 - 9 S 26/05

    Konduktionsanspruch: Ausschluss der Rückforderung einer Zuwendung im Rahmen eines …

  • AG München, 19.07.2007 - 261 C 32560/06
  • LG Bonn, 26.04.2022 - 7 O 178/21
  • AG Köln, 08.06.2005 - 118 C 143/05
  • LG Bielefeld, 21.04.2004 - 22 S 300/03
  • LG Köln, 08.03.2005 - 11 S 114/04
  • OLG München, 28.07.2009 - 5St RR 132/09

    Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels: Abgrenzung eines …

  • OLG Bamberg, 07.03.2001 - 3 U 105/00

    Haftung des Veranstalters eines Computer-"Systemspiels" nach dem …

  • AG Euskirchen, 31.05.2021 - 13 C 158/21

    Rückforderungsanspruch von Wetteinsätzen gegen ausländischen …

  • LG Köln, 05.10.2020 - 3 O 191/20

    Keine Rückzahlung von Spielverlusten aus Online-Casino, § 817 S.2 BGB

  • LG Bonn, 14.07.2004 - 2 O 3/04

    Schenkkreise

  • LG München II, 18.06.2024 - 14 O 1122/23

    Vertragsnichtigkeit, Rückforderungsanspruch, Spielerschutz, Online-Glücksspiel, …

  • LG Bonn, 14.07.2004 - 2 O 30/04

    Rückforderung von im Rahmen eines sog. Schenkreises gezahlten Beträgen

  • LG Köln, 07.11.2006 - 11 S 463/05
  • LG Freiburg, 29.06.2006 - 5 O 409/05

    Rückzahlung von entrichteten Zahlungen i.R.e. sog. "Herzkreises" an die an der …

  • LG Köln, 03.12.2007 - 13 S 301/07

    Verjährung eines Rückforderungsanspruchs gegen einen Teilnehmer eines …

  • AG Stadthagen, 13.06.2007 - 40 C 15/07
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Rechtsprechung
   OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1996,5910
OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,5910)
OLG Köln, Entscheidung vom 24.04.1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,5910)
OLG Köln, Entscheidung vom 24. April 1996 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1996,5910)
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Volltextveröffentlichungen (3)

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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (14)

  • BGH, 23.06.1987 - VI ZR 188/86

    Pflichten eines Kraftfahrers bei Dunkelheit; Berechnung des Unterhaltsanspruchs …

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Selbst wenn ein Kraftfahrer seine Geschwindigkeit nicht auch auf solche Hindernisse einzurichten hat, die wegen ihrer Beschaffenheit ungewöhnlich schwer erkennbar sind, so gilt diese Einschränkung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedoch gerade nicht für auf der Straße liegengebliebene Kraftfahrzeuge, mögen sie auch unbeleuchtet sein (BGH NJW-RR 1987, 1235, 1236; NJW 1984, 2412).

    In vergleichbaren Fällen hat die Rechtsprechung bislang stets den weitaus größeren Verursachungsanteil zu Lasten desjenigen angenommen, der ein Hindernis auf der Bundesautobahn geschaffen hat (vgl. BGH VersR 1965, 88; BGH NJW-RR 1987, 1235; OLG Hamm NZV 1992, 407 f.; vgl. auch für einen Sonderfall OLG Köln, 19. Zivilsenat, NZV 1993, 271 f.).

    Da "Halten" immer eine gewollte, nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung gebotene Fahrunterbrechung ist, verstößt das Liegenbleiben wegen etwaiger Störungen nicht gegen § 18 Abs. 8 StVO (vgl. BGH NJW-RR 1987, 1235, 1236;… Jagusch/Hentschel, StVO, § 18 Rdnr. 25).

  • BGH, 15.05.1984 - VI ZR 161/82

    Pflichten des Kraftfahrers auf Autobahnen bei Dunkelheit

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Nach ständiger Rechtsprechung darf ein Kraftfahrzeugführer bei Dunkelheit auch auf der Autobahn grundsätzlich nur so schnell fahren, daß er innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann (BGH VersR 1965, 88 f.; NJW 1984, 2412; NJW 1987, 1075; OLG Hamm NZV 1988, 64 f. und NZV 1992, 407 f.; OLG Frankfurt NZV 1990, 154 f.; OLG Köln NZV 1993, 271;… Jagusch/Hentschel, StVO, § 3 Rdnr. 35).

    Selbst wenn ein Kraftfahrer seine Geschwindigkeit nicht auch auf solche Hindernisse einzurichten hat, die wegen ihrer Beschaffenheit ungewöhnlich schwer erkennbar sind, so gilt diese Einschränkung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedoch gerade nicht für auf der Straße liegengebliebene Kraftfahrzeuge, mögen sie auch unbeleuchtet sein (BGH NJW-RR 1987, 1235, 1236; NJW 1984, 2412).

  • OLG Köln, 06.11.1992 - 19 U 103/92

    Haftungsverteilung bei Auffahren in ein auf der Autobahn querstehendes Fahrzeug

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Nach ständiger Rechtsprechung darf ein Kraftfahrzeugführer bei Dunkelheit auch auf der Autobahn grundsätzlich nur so schnell fahren, daß er innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann (BGH VersR 1965, 88 f.; NJW 1984, 2412; NJW 1987, 1075; OLG Hamm NZV 1988, 64 f. und NZV 1992, 407 f.; OLG Frankfurt NZV 1990, 154 f.; OLG Köln NZV 1993, 271;… Jagusch/Hentschel, StVO, § 3 Rdnr. 35).

    In vergleichbaren Fällen hat die Rechtsprechung bislang stets den weitaus größeren Verursachungsanteil zu Lasten desjenigen angenommen, der ein Hindernis auf der Bundesautobahn geschaffen hat (vgl. BGH VersR 1965, 88; BGH NJW-RR 1987, 1235; OLG Hamm NZV 1992, 407 f.; vgl. auch für einen Sonderfall OLG Köln, 19. Zivilsenat, NZV 1993, 271 f.).

  • OLG Hamm, 21.01.1992 - 27 U 161/91
    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Nach ständiger Rechtsprechung darf ein Kraftfahrzeugführer bei Dunkelheit auch auf der Autobahn grundsätzlich nur so schnell fahren, daß er innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann (BGH VersR 1965, 88 f.; NJW 1984, 2412; NJW 1987, 1075; OLG Hamm NZV 1988, 64 f. und NZV 1992, 407 f.; OLG Frankfurt NZV 1990, 154 f.; OLG Köln NZV 1993, 271;… Jagusch/Hentschel, StVO, § 3 Rdnr. 35).

    In vergleichbaren Fällen hat die Rechtsprechung bislang stets den weitaus größeren Verursachungsanteil zu Lasten desjenigen angenommen, der ein Hindernis auf der Bundesautobahn geschaffen hat (vgl. BGH VersR 1965, 88; BGH NJW-RR 1987, 1235; OLG Hamm NZV 1992, 407 f.; vgl. auch für einen Sonderfall OLG Köln, 19. Zivilsenat, NZV 1993, 271 f.).

  • BGH, 24.02.1987 - VI ZR 19/86

    Sorgfaltspflichten des Kraftfahrers bei breiten Straßen

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Der Beklagte zu 3) mußte bei pflichtgemäßer Führung seines Kraftfahrzeuges das Warnblinklicht auch zur Kenntnis nehmen, denn ein Kraftfahrer ist grundsätzlich auch bei breiten Straßen verpflichtet, die gesamte vor ihm liegende Fahrbahn zu beobachten (BGH NJW 1987, 2377 f.).
  • OLG Karlsruhe, 13.07.1987 - 1 U 288/86

    Haftungsverteilung bei Auffahrunfall wegen einer die Fahrbahn überquerenden …

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Insoweit fehlt es für ein Abbremsen oder auch für Ausweichbewegungen an einem sachlichen und ausreichenden Grund (vgl. OLG Karlsruhe NJW-RR 1988, 28 f.).
  • OLG Köln, 11.12.1984 - Ss 671/84

    Warnzeichen; Geschwindigkeit von Kfz; Eingeschaltete Warnblinkanlage

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Wenn diese Möglichkeit gegeben ist, wird der nachfolgende Verkehr in der Regel seine Geschwindigkeit zugleich soweit herabzusetzen haben, daß er einer plötzlich auftretenden Fahrtbehinderung wirksam begegnen kann (OLG Köln VRS 68, 354, 356).
  • BGH, 07.11.1978 - VI ZR 128/76

    Gesamtschuldnerische Haftung zweier Unfallverursacher

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der abzuweichen der Senat keinen Anlaß sieht, ist für die Anwendung dieser Bestimmung insoweit kein Raum, als die Auswirkungen des zweiten Unfalls dem Verursacher des ersten Unfalls haftungsrechtlich zuzurechnen sind (BGHZ 72, 355 ff. = NJW 1979, 544 f.).
  • BGH, 17.03.1992 - VI ZR 62/91

    Unabwendbarkeit eines Verkehrsunfalls bei Überschreitung der Richtgeschwindigkeit

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Dazu gehören erheblich über den Maßstab der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt im Sinne des § 276 BGB hinausgehende Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und Umsicht sowie ein sachgemäßes, geistesgegenwärtiges Handeln im Augenblick der Gefahr im Rahmen des Menschenmöglichen, also das Verhalten eines "Idealfahrers" (vgl. BGHZ 113, 164, 166; 117, 337, 340; OLG Köln NZV 1992, 233;… Jagusch/Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 33. Aufl., StVG, § 7 Rdnr. 30).
  • BGH, 13.12.1990 - III ZR 14/90

    Haftung einer öffentlichen Körperschaft für die Verursachung eines …

    Auszug aus OLG Köln, 24.04.1996 - 13 U 146/95
    Dazu gehören erheblich über den Maßstab der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt im Sinne des § 276 BGB hinausgehende Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und Umsicht sowie ein sachgemäßes, geistesgegenwärtiges Handeln im Augenblick der Gefahr im Rahmen des Menschenmöglichen, also das Verhalten eines "Idealfahrers" (vgl. BGHZ 113, 164, 166; 117, 337, 340; OLG Köln NZV 1992, 233;… Jagusch/Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 33. Aufl., StVG, § 7 Rdnr. 30).
  • BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85

    Pflichten des Kraftfahrers auf einer Autobahn; Abstand zu einem vorausfahrenden …

  • OLG Frankfurt, 21.06.1989 - 7 U 190/88

    Grobes Verschulden bei Fahren mit Abblendlicht auf der Bundesautobahn

  • OLG Köln, 20.03.1991 - 2 U 206/89

    Haftungsverteilung bei Kollision mit einem Kind auf der Landstraße in der Nähe …

  • OLG Hamm, 06.05.1987 - 13 U 157/86
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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 19.03.1997 - 13 U 146/95   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1997,15058
OLG Karlsruhe, 19.03.1997 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1997,15058)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 19.03.1997 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1997,15058)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 19. März 1997 - 13 U 146/95 (https://dejure.org/1997,15058)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • VersR 1997, 818
 
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Wird zitiert von ... (4)

  • OLG Düsseldorf, 14.11.2000 - 4 U 216/99

    Beamtenklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung - Prüfung der …

    Ist nach der Zurruhesetzungsverfügung lediglich die besondere Polizeidienstfähigkeit entfallen, so stellt dies nach Auffassung des Bundesgerichtshofs keine Versetzung in den Ruhestand dar, an welche die entsprechende Klausel der BUZ anknüpft, wenn dort eine Zurruhesetzung wegen "Dienstunfähigkeit" vorausgesetzt ist; was allgemeine Dienstunfähigkeit meine (vgl. auch OLG Karlsruhe VersR 1997, 818).
  • OLG Düsseldorf, 10.06.2003 - 4 U 186/02

    Ansprüche eines wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand …

    Je nach Fassung der Klausel (vgl. dazu OLG Bamberg VersR 1992, 1074; OLG Karlsruhe r+s 1998, 257) wird insoweit- vertreten, dass eine Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit im Sinne der Klausel nicht schon dann vorliegt, wenn der Beamte wegen Wegfalls der - besonderen - Polizeidienstfähigkeit vorzeitig pensioniert wird.
  • LG Heidelberg, 20.01.2004 - 2 O 319/03

    Berufsunfähigkeitsversicherung: Berufsunfähigkeit eines Polizeibeamten auf Probe

    Rn. 21 Soweit das OLG Karlsruhe (VersR 1997, 818) entschieden hat, dass allein die Polizeidienstunfähigkeit nicht für die Annahme einer Berufsunfähigkeit ausreiche, lag dem gerade ein Fall einer sogenannten Beamtenklausel zugrunde.
  • OLG Düsseldorf, 10.06.2003 - 4 U 185/02
    Je nach Fassung der Klausel (vgl. dazu OLG Bamberg VersR 1992, 1074; OLG Karlsruhe r+s 1998, 257) wird insoweit- vertreten, dass eine Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit im Sinne der Klausel nicht schon dann vorliegt, wenn der Beamte wegen Wegfalls der - besonderen - Polizeidienstfähigkeit vorzeitig pensioniert wird.
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