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Weitere Entscheidung unten: OLG Köln, 17.03.2020

Rechtsprechung
   OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,11206
OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,11206)
OLG Celle, Entscheidung vom 13.05.2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,11206)
OLG Celle, Entscheidung vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,11206)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    BGB § 138 Abs. 1; BGB § 640; BGB § 648 S. 1; BGB § 650g Abs. 4 S. 2; ZPO § 138; ZPO § 529; ZPO § 531 Abs. 2 Nr. 2; ZPO § 533 Nr. 1 Alt. 1; ZPO § 533 Nr. 1 Alt. 2; HOAI § 7 Abs. 1
    Wirksamkeit einer mündlich geschlossenen Honorarvereinbarung; Rechtsfolgen der Unterschreitung der Mindestsätze der HOAI; Wirksamkeit einer Pauschalhonorarvereinbarung; Abrechnung bei vorzeitiger Beendigung eines Pauschalpreisvertrages

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    HOAI-Mindestsätze dürfen unterschritten werden!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä. (4)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    HOAI-Mindestsätze dürfen (auch mündlich) unterschritten werden! (IBR 2020, 411)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Wann darf nach freier Kündigung "von unten" abgerechnet werden? (IBR 2020, 355)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Neue Schlussrechnung in der Berufung: Welche Einwände sind zulässig? (IBR 2020, 382)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Abnahme nach freier Kündigung entbehrlich? (IBR 2020, 467)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2020, 3663
  • NZBau 2020, 657
 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (29)

  • EuGH, 04.07.2019 - C-377/17

    Verbindliche Honorare mit Mindest- und Höchstsätzen in HOAI für …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Im Hinblick auf die Entscheidung des EuGH in der Rechtssache C-377/17 sei die HOAI hier nicht heranzuziehen, vielmehr sei die Pauschalhonorarabrede verbindlich.

    Neben der Wiederholung seines erstinstanzlichen Vorbringens macht er insbesondere geltend, die Entscheidung des EuGH in der Rechtssache C-377/17 tangiere den streitgegenständlichen Honoraranspruch nicht, die Rechtsauffassung des Senats sei unzutreffend.

    Rn. 59 Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 4. Juli 2019 in dem Vertragsverletzungsverfahren <C-377/17> ist die Verbindlichkeit des HOAI-Preisrechts hinfällig geworden.

    Die Entscheidung des EuGH C-377/17 ist auch in laufenden Verfahren umzusetzen (…vgl. u.a. Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 45).

    Rn. 61 Soweit es das Hilfsvorbringen des Klägers anbelangt, ist im Übrigen festzuhalten, dass ein Architekt auch vor der Entscheidung des EuGH vom 4. Juli 2019 im Vertragsverletzungsverfahren <C-377/17> nicht gehindert war, ein unter den Mindestsätzen liegendes Pauschalhonorar geltend zu machen (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 13.09.2001 - VII ZR 380/00, juris-Rn. 19;… BGH, Urt. v. 13.01.2005 - VII ZR 353/03, juris-Rn. 12).

    Diese beiden formalen Kriterien sind nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019 in dem Vertragsverletzungsverfahren <C-377/17> nicht mehr heranzuziehen (…Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 53;… Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris-Rn. 38).

    Darüber hinaus haben sich das OLG München (Beschluss vom 8. Oktober 2019 - 20 U 94/19 -) und das OLG Dresden (Beschluss vom 30. Januar 2020 - 10 U 1402/17 -) jeweils in einem Hinweisbeschluss der in einem Hinweis des KG (Beschluss vom 19. August 2019 - 21 U 20/19 -, ohne Entscheidung) vertretenen Ansicht angeschlossen, dass die Entscheidung des EuGH vom 4. Juli 2019 - C 377/17 - sich nicht auf Rechtsstreitigkeiten "zwischen Privaten" auswirke.

  • OLG Celle, 08.01.2020 - 14 U 96/19

    Folgen eines Verstoßes gegen die Formvorschriften des § 7 Abs. 1 HOAI für …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Die - vorliegend als maßgeblich in Betracht kommende - Mindestsatzfiktion gem. § 7 Abs. 5 HOAI verstößt gegen Art. 15 der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt ("Dienstleistungsrichtlinie") und ist in der Folge wegen des Anwendungsvorbehaltes des Europarechts von den nationalstaatlichen Gerichten nicht mehr anzuwenden (…vgl. u.a. Senat, Urt. v. 14.08.2019 - 14 U 198/18, juris-Rn. 20 m. Anm. Thode, jurisPR-PrivBauR 11/2019 Anm. 1; s. auch zum aktuellen Meinungsstand in Rechtsprechung und Literatur: Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 35 ff. mit Rechtsprechungs- und Literaturnachweisen;… Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris).

    Die Entscheidung des EuGH C-377/17 ist auch in laufenden Verfahren umzusetzen (vgl. u.a. Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 45).

    Diese beiden formalen Kriterien sind nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019 in dem Vertragsverletzungsverfahren <C-377/17> nicht mehr heranzuziehen (Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 53;… Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris-Rn. 38).

    Der Zusammenhang mit den Mindest- und Höchstsätzen ist so eng, dass die Norm nicht teilbar ist und sich der Anwendungsvorrang des Unionsrechts auf den gesamten § 7 Abs. 1 HOAI bezieht (im Einzelnen s. Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 54-62).

    Die HOAI-Mindestsätze können jedenfalls nicht als Marktpreis im Sinne einer üblichen Vergütung gemäß § 632 Abs. 2 BGB angesehen werden (vgl. Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 76).

    Die Auffassung des Senats zur unionsrechtskonformen Auslegung der Vorschriften der HOAI, die Mindest- und Höchstsätze regeln (Urteile vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18 -, vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18 -, vom 14. August 2019 - 14 U 198/18 -, vom 08. Januar 2020 - 14 U 96/19 - sowie in der vorliegenden Sache), wird geteilt vom KG (Urteil vom 13. September 2019 - 7 U 87/18 -), dem OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18 -), dem OLG Schleswig (Urteil vom 25. Oktober 2019 - 1 U 74/18 -), überdies von der VK Bund (Beschluss vom 30. August 2019 - VK 2-60/19 -), der VK Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 24. Oktober 2019 - 1 VK LSA 04/19 -) sowie verschiedenen Landgerichten (LG Bonn, Urteil vom 18. September 2019 - 20 O 299/16 - LG München I, Beschluss vom 24. September 2019 - 5 O 13187/19 - sowie LG Hannover in der vorliegenden Sache).

  • OLG Celle, 23.07.2019 - 14 U 182/18

    Anspruch auf Architektenhonorar; Zulässigkeit einer Höchstsatzüberschreitung oder …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Es wäre nämlich auch das Verhältnis der bewirkten Teilleistung zur vereinbarten Gesamtleistung und des Pauschalansatzes für die Teilleistung zum Pauschalpreis darzulegen gewesen (vgl. insofern Senat, Urt. v. 23. Juli 2019 - 14 U 182/18, 5. LS, juris; s. auch BGH…, Urteil vom 11. März 1999 - VII ZR 371/97 -, Rn. 7 m.w.N., juris), was indes nicht geschehen ist.

    Die Auffassung des Senats zur unionsrechtskonformen Auslegung der Vorschriften der HOAI, die Mindest- und Höchstsätze regeln (Urteile vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18 -, vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18 -, vom 14. August 2019 - 14 U 198/18 -, vom 08. Januar 2020 - 14 U 96/19 - sowie in der vorliegenden Sache), wird geteilt vom KG (Urteil vom 13. September 2019 - 7 U 87/18 -), dem OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18 -), dem OLG Schleswig (Urteil vom 25. Oktober 2019 - 1 U 74/18 -), überdies von der VK Bund (Beschluss vom 30. August 2019 - VK 2-60/19 -), der VK Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 24. Oktober 2019 - 1 VK LSA 04/19 -) sowie verschiedenen Landgerichten (LG Bonn, Urteil vom 18. September 2019 - 20 O 299/16 - LG München I, Beschluss vom 24. September 2019 - 5 O 13187/19 - sowie LG Hannover in der vorliegenden Sache).

  • OLG Celle, 14.08.2019 - 14 U 198/18

    Die Mindest- und Höchstsätze der HOAI sind europarechtswidrig und nicht mehr …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Die - vorliegend als maßgeblich in Betracht kommende - Mindestsatzfiktion gem. § 7 Abs. 5 HOAI verstößt gegen Art. 15 der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt ("Dienstleistungsrichtlinie") und ist in der Folge wegen des Anwendungsvorbehaltes des Europarechts von den nationalstaatlichen Gerichten nicht mehr anzuwenden (vgl. u.a. Senat, Urt. v. 14.08.2019 - 14 U 198/18, juris-Rn. 20 m. Anm. Thode, jurisPR-PrivBauR 11/2019 Anm. 1;… s. auch zum aktuellen Meinungsstand in Rechtsprechung und Literatur: Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 35 ff. mit Rechtsprechungs- und Literaturnachweisen;… Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris).

    Die Auffassung des Senats zur unionsrechtskonformen Auslegung der Vorschriften der HOAI, die Mindest- und Höchstsätze regeln (Urteile vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18 -, vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18 -, vom 14. August 2019 - 14 U 198/18 -, vom 08. Januar 2020 - 14 U 96/19 - sowie in der vorliegenden Sache), wird geteilt vom KG (Urteil vom 13. September 2019 - 7 U 87/18 -), dem OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18 -), dem OLG Schleswig (Urteil vom 25. Oktober 2019 - 1 U 74/18 -), überdies von der VK Bund (Beschluss vom 30. August 2019 - VK 2-60/19 -), der VK Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 24. Oktober 2019 - 1 VK LSA 04/19 -) sowie verschiedenen Landgerichten (LG Bonn, Urteil vom 18. September 2019 - 20 O 299/16 - LG München I, Beschluss vom 24. September 2019 - 5 O 13187/19 - sowie LG Hannover in der vorliegenden Sache).

  • OLG Celle, 01.04.2020 - 14 U 185/19

    Honoraranspruch aus einem Architektenvertrag; Wirksamkeit einer …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Die - vorliegend als maßgeblich in Betracht kommende - Mindestsatzfiktion gem. § 7 Abs. 5 HOAI verstößt gegen Art. 15 der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt ("Dienstleistungsrichtlinie") und ist in der Folge wegen des Anwendungsvorbehaltes des Europarechts von den nationalstaatlichen Gerichten nicht mehr anzuwenden (…vgl. u.a. Senat, Urt. v. 14.08.2019 - 14 U 198/18, juris-Rn. 20 m. Anm. Thode, jurisPR-PrivBauR 11/2019 Anm. 1;… s. auch zum aktuellen Meinungsstand in Rechtsprechung und Literatur: Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 35 ff. mit Rechtsprechungs- und Literaturnachweisen; Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris).

    Diese beiden formalen Kriterien sind nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019 in dem Vertragsverletzungsverfahren <C-377/17> nicht mehr heranzuziehen (…Senat, Urt. v. 08.01.2020 - 14 U 96/19, juris-Rn. 53; Senat, Urt. v. 01.04.2020 - 14 U 185/19, juris-Rn. 38).

  • BGH, 25.11.2004 - VII ZR 394/02

    Abrechnung eines vorzeitig beendeten Pauschalpreisvertrages

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Der Auftragnehmer, der bis zur vorzeitigen Beendigung eines Pauschalpreisvertrages nur geringfügige Teilleistungen erbracht hat, kann die ihm zustehende Mindestvergütung in der Weise abrechnen, dass er die gesamte Leistung als nicht erbracht zugrunde legt und von dem Pauschalpreis die hinsichtlich der Gesamtleistung ersparten Aufwendungen absetzt (BGH, Urteil vom 25. November 2004 - VII ZR 394/02 -, juris).

    In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25.11.2004, VII ZR 394/02, ist ausgeführt, eine solche Abrechnung trotz Erbringung von Leistungen sei "jedenfalls dann zulässig, wenn nur ein kleiner Teil der geschuldeten Leistung erbracht worden ist" (…BGH, a.a.O., Rn. 18, juris).

  • BGH, 19.01.2017 - VII ZR 235/15

    Bauvertrag: Geltendmachung von Mängelrechten vor Abnahme der Werkleistung nach …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Rn. 87 (2) Einer Abnahme bedarf es ausnahmsweise u.a. dann nicht, wenn der Auftraggeber nicht mehr Erfüllung des Vertrages, sondern z.B. Minderung verlangt oder Gegenansprüche geltend macht, weil damit das Vertragsverhältnis in ein Abrechnungsverhältnis umgewandelt wird; eine Abnahme ist auch dann nicht erforderlich, wenn der Auftraggeber die Abnahme ernsthaft und endgültig ablehnt und damit zu verstehen gibt, dass er die Leistungen des Auftragnehmers nicht mehr annehmen will und das Vertragsverhältnis als endgültig beendet ansieht (vgl. insofern u.a. BGH, Urteil vom 19. Januar 2017 - VII ZR 235/15 -, BGHZ 213, 319-338, Rn. 45;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 15. Auflage, Rn. 1787 mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen).
  • OLG Hamm, 23.07.2019 - 21 U 24/18

    HOAI-Mindestsätze sind trotz EuGH-Urteil bindend

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Anderer Ansicht ist das OLG Hamm (Urteil vom 23. Juli 2019 - 21 U 24/18 -, anhängig BGH - VII ZR 174/19 -).
  • BGH, 25.03.1993 - X ZR 17/92

    Darlegungs- und Beweislast bei Werklohnanspruch für Teilwerk nach …

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Eine Umkehr der Beweislast folgt auch nicht daraus, dass - was vorliegend in Betracht käme - der Besteller die Mängel im Wege der Ersatzvornahme hat beseitigen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1993, X ZR 17/92, Rn. 21, juris).
  • OLG Düsseldorf, 17.09.2019 - 23 U 155/18

    Honorar für Architektenleistungen

    Auszug aus OLG Celle, 13.05.2020 - 14 U 71/19
    Die Auffassung des Senats zur unionsrechtskonformen Auslegung der Vorschriften der HOAI, die Mindest- und Höchstsätze regeln (Urteile vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18 -, vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18 -, vom 14. August 2019 - 14 U 198/18 -, vom 08. Januar 2020 - 14 U 96/19 - sowie in der vorliegenden Sache), wird geteilt vom KG (Urteil vom 13. September 2019 - 7 U 87/18 -), dem OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18 -), dem OLG Schleswig (Urteil vom 25. Oktober 2019 - 1 U 74/18 -), überdies von der VK Bund (Beschluss vom 30. August 2019 - VK 2-60/19 -), der VK Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 24. Oktober 2019 - 1 VK LSA 04/19 -) sowie verschiedenen Landgerichten (LG Bonn, Urteil vom 18. September 2019 - 20 O 299/16 - LG München I, Beschluss vom 24. September 2019 - 5 O 13187/19 - sowie LG Hannover in der vorliegenden Sache).
  • BGH, 30.06.2016 - VII ZR 188/13

    Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Bauträgers: Wirksamkeit einer die Abnahme …

  • OLG Celle, 17.07.2019 - 14 U 188/18

    Honorarnachforderungen aus Ingenieurverträgen; Bindung an die ursprüngliche …

  • BGH, 08.05.2018 - XI ZR 538/17

    Rechtsbeschwerde gegen Berufungszurückweisungsbeschluss: Statthaftigkeit der …

  • KG, 19.08.2019 - 21 U 20/19

    Zivilrechtsstreit zwischen einem Architekten und seinem privaten Auftraggeber: …

  • VK Bund, 30.08.2019 - VK 2-60/19

    Verbindliche Honorare nach HOAI in Vergabeunterlagen nach EuGH vom 04.07.2019; …

  • KG, 13.09.2019 - 7 U 87/18

    Anwendbarkeit der Regelungen der HOAI nach der EuGH-Entscheidung

  • OLG Celle, 04.12.2019 - 14 U 127/19

    Verkehrsunfall im Zusammenhang mit dem Ein- und Aussteigen zur Fahrbahnseite

  • LG München I, 24.09.2019 - 5 O 13187/19

    HOAI unwirksam: Auch Umbauzuschlag ist europarechtswidrig!

  • OLG Schleswig, 25.10.2019 - 1 U 74/18

    Architektenhaftung und Architektenhonorar: Nutzungsentschädigung bei …

  • OLG München, 08.10.2019 - 20 U 94/19

    § 7 HOAI ist auch nach der Entscheidung des EuGH zum Verstoß der Mindest- und …

  • OLG Dresden, 04.07.2019 - 10 U 1402/17

    HOAI-Mindestsatz gilt in Sachsen (zunächst) auch weiterhin!

  • BGH, 24.11.1998 - X ZR 21/96

    Fälligkeitstermin und Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung bei einem Werkvertrag

  • BGH, 11.03.1999 - VII ZR 371/97

    Abrechnung eines vorzeitig durch Kündigung beendeten Pauschalpreisvertrages

  • LG Bonn, 18.09.2019 - 20 O 299/16

    § 7 Abs. 5 HOAI 2013 ist europarechtswidrig!

  • OLG Celle, 16.07.1998 - 14 U 198/97
  • VK Sachsen-Anhalt, 24.10.2019 - 1 VK LSA 4/19

    Vergabenachprüfungsverfahren: Verbindliche Vorgabe HOAI-Preisrechts; …

  • BGH, 04.09.2019 - VII ZR 69/17

    Prüfungsmaßstab des Berufungsgerichts

  • BGH, 13.01.2005 - VII ZR 353/03

    Anforderungen an die Prüffähigkeit einer Architekten-Schlußrechnung nach …

  • BGH, 13.09.2001 - VII ZR 380/00

    Darlegungs- und Beweislast für einen Verstoß gegen das Preisrecht der HOAI

  • OLG Celle, 10.08.2020 - 14 U 54/20

    Treuwidrigkeit der Nachforderung eines Architektenhonorars in Höhe der …

    Der Senat hat die Problematik in einer Reihe von Entscheidungen zu beurteilen gehabt (Urteil vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18; Urteil vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18; Urteil vom 14. August 2019 - 14 U 198/18; Urteil vom 8. Januar 2020 - 14 U 96/19; Urteil vom 1. April 2020 - 14 U 185/19; Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19).

    Rn. 65 Dass die Pauschalpreisvereinbarung aus anderen Gründen sittenwidrig ist (§ 138 Abs. 1 BGB - dazu Senat, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19, juris-Rn. 64 ff.), ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht.

    Die Abrechnung müsste auf der Grundlage des Vertrages erfolgen und den Besteller in die Lage versetzen, sich sachgerecht zu verteidigen (vgl. nur BGH, Urteil vom 11. März 1999 - VII ZR 371/97; Senat, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19, juris-Rn. 71 - je mwN).

  • OLG Celle, 07.02.2024 - 14 U 12/23

    Anspruch eines Architekten auf Zahlung des Honorar für seine …

    Das Erfordernis der Abnahme entfällt dann (BGH…, Urteil vom 19. Januar 2017 - VII ZR 301/13, Rn. 44; vgl. Senat, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19, Rn. 88; Senat…, Urteil vom 18. September 2019 - 14 U 30/19, Rn. 82, alle juris).
  • OLG Hamm, 16.03.2021 - 24 U 101/20

    Anspruch auf Architektenhonorar; Einwand von Planungsfehlern und …

    Rn. 132 Dabei kann hier dahinstehen, ob aufgrund dieser Entscheidung die Vorschriften zu den Mindestsätzen in der HOAI in laufenden Gerichtsverfahren zwischen Privatpersonen durch die deutschen Gerichte nicht mehr anzuwenden sind (vgl. OLG Celle, Beschluss vom 09. Dezember 2020 - 14 U 92/20 - zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19 - zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 08. Januar 2020 - 14 U 96/19 - zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 14. August 2019 - 14 U 198/18 - zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18 - zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 17. Juli 2019 - 14 U 188/18 - zitiert nach juris; OLG München, Entscheidung vom 07. Juli 2020 - 9 U 2001/19 Bau - zitiert nach juris; KG Berlin, Urteil vom 13. September 2019 - 7 U 87/18 - zitiert nach juris; Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 25. Oktober 2019 - 1 U 74/18 - zitiert nach juris; OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. September 2019 - I-23 U 155/18 - zitiert nach juris; LG München I, Beschluss vom 31. Januar 2020 - 8 O 1866/13 - zitiert nach juris; Wessel, MDR 2019, 1349 (1354); Fuchs/van der Hout/Opitz, NZBau 2019, 483 (483); Schwenker, in: jurisPR-PrivBauR 10/2019 Anm. 1; Thode, in: zitiert nach jurisPR-PrivBauR 11/2019 Anm. 1) oder mit der Gegenansicht, welcher der BGH zuzuneigen scheint (vgl. BGH, EuGH-Vorlage vom 14. Mai 2020 - VII ZR 174/19 - NJW 2020, 2328), davon auszugehen ist, dass die Mindestsätze der HOAI in laufenden Gerichtsverfahren zwischen Privatpersonen weiterhin Geltung beanspruchen, bis der nationale Gesetz- und Verordnungsgeber den verbindlichen Preisrahmen aufhebt (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 23. Juli 2019 - 21 U 24/18 - zitiert nach juris; KG Berlin, Urteil vom 12. Mai 2020 - 21 U 125/19 - zitiert nach juris; KG Berlin, Urteil vom 27. August 2019 - 21 U 160/18 - zitiert nach juris; KG Berlin, Beschluss vom 19. August 2019 - 21 U 20/19 - zitiert nach juris; OLG Dresden, Beschluss vom 30. Januar 2020 - 10 U 1402/17 - zitiert nach juris; Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 13. April 2017 - 1 U 48/11 - zitiert nach juris; Gundel, BauR 2020, 23; Sturmberg, BauR 2019, 1505).
  • OLG Celle, 09.12.2020 - 14 U 92/20

    Preisrecht der HOAI 2009/2013 findet auch "zwischen Privaten" keine Anwendung

    Dies jeweils mit unterschiedlicher Begründung (…KG Urt. v. 13.9.2019, Az.: 7 U 87/18;… OLG Schleswig Urt. v. 25.10.2019, Az.: 1 U 74/18; OLG München, Beschl. v. 7.7.2020, Az.: 9 U 2001/19 Bau;… OLG Düsseldorf Urt. v. 28.1.2020, Az.: 21 U 21/19;… Urt. v. 17.9.2019, Az.: 23 U 155/18; OLG Celle, Urt. v. 13.5.2020, Az.: 14 U 71/19;… Urt. v. 8.1.2020, Az.: 14 U 96/19;… Urt. v.14.8.2019, Az.: 14 U 198/18;… Urt. v. 23.7.2019, Az.: 14 U 182/18;… Urt. v. 17.7.2019, Az.: 14 U 188/18; LG München I Beschl. v. 31.1.2020, Az.: 8 O 1866/13; Fuchs BauR 2020, 348; Fuchs/van der Hout/Opitz NZBau 2019, 483, 486; Sienz BauR 2020, 1069, 1070; Wessel MDR 2019, 1349, 1354; Orlowski NJW 2019, 2505, 2506; Ehlers JZ 2019, 889, 892; Bitzer/Wittig NZBau 2019, 683; Steeger IBR 2019, 1144; Oriwol/Honer NVwZ 2019, 1123, 1125; Thode jurisPR-PrivBauR 11/2019 Anm. 1; Schwenker jurisPR-PrivBauR 10/2019, Anm. 1; Lederer jurisPR-PrivBauR 8/2019, Anm. 1).
  • OLG Düsseldorf, 22.02.2021 - 23 U 45/20

    Kein Vertragsschluss mangels Schriftform Kündigungsrecht nach erfolgloser …

    Rn. 60 Dem Unternehmer steht es nach einer Kündigung frei, so abzurechnen, als hätte er keine Leistungen erbracht, wenn die tatsächlich ausgeführten Leistungen die geschuldeten Leistungen nicht überwiegen (OLG Celle, Urt. v. 13.05.2020 - 14 U 71/19, Rn. 74, zitiert nach juris).
  • OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 113/20
    § 7 Abs. 5 HOAI ist gleichfalls nicht mehr anzuwenden [Senat, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19 -, Rn. 59; Senat, Urteil vom 1. April 2020 - 14 U 185/19 -, Leitsatz und Rn. 34; beide zitiert nach juris].
  • LG Saarbrücken, 11.12.2025 - 13 S 92/25
    Hierbei handelt es sich schon um keine Geldschuld i.S.d. § 291 Abs. 1 Satz 1 BGB (vgl. hierzu auch OLG Celle, Urteil vom 13. Mai 2020 - 14 U 71/19 -, juris, Rn. 105; LG Frankfurt…, Urteil vom 19. Dezember 2019 - 2-23 O 471/14 -, juris, Rn. 39).
  • OLG Düsseldorf, 28.09.2020 - 23 U 45/20

    Vertrag nicht unterschrieben: Auftraggeber muss übliche Vergütung zahlen!

    Dem Unternehmer steht es nach einer Kündigung frei, so abzurechnen, als hätte er keine Leistungen erbracht, wenn die tatsächlich ausgeführten Leistungen die geschuldeten Leistungen nicht überwiegen (OLG Celle, Urt. v. 13.05.2020 - 14 U 71/19).
  • LG Bonn, 13.04.2026 - 41 O 241/25
    Ein auffälliges Missverhältnis liegt vor, wenn der Wert der Leistung rund doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung, denn dann besteht eine tatsächliche Vermutung für ein Handeln aus verwerflicher Gesinnung, die die Prozessparteien allerdings nicht von ihrer Behauptungslast befreit, auch wenn an diese wiederum keine hohen Anforderungen zu stellen sind (OLG Celle Urt. v. 13.5.2020 - 14 U 71/19, BeckRS 2020, 9402 Rn. 52, 53, beck-online).
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Rechtsprechung
   OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,23277
OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,23277)
OLG Köln, Entscheidung vom 17.03.2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,23277)
OLG Köln, Entscheidung vom 17. März 2020 - 14 U 71/19 (https://dejure.org/2020,23277)
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (39)

  • OLG Köln, 10.03.2020 - 4 U 204/19
    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Entsprechend dieser selbstverständlichen Käufererwartung ist dem Inverkehrbringen des Fahrzeugs der Erklärungswert beizumessen, dass auch die materiellen Voraussetzungen für die Erteilung der EG-Typgenehmigung vorlagen (vgl. statt vieler OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff. = juris, Rn. 24 ff; zuletzt OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, m.w.N. - noch nicht veröffentlicht).

    Nach diesen Grundsätzen liegt der Schaden der Klägerin als Käuferin eines Kraftfahrzeugs in der Belastung mit einer ungewollten Verbindlichkeit, weil der abgeschlossene Vertrag als für einen vernünftigen Käufer nachteilig anzusehen ist, da dem Fahrzeug aufgrund der eingebauten Umschaltlogik die Entziehung der EG-Typgenehmigung bzw. die Anordnung von Nebenbestimmungen sowie bei deren Nichterfüllung, also bei Verbleib des Fahrzeugs im Auslieferungszustand, die Stilllegung drohte (ebenso z.B. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.03.2019 - 13 U 142/18 -, ZIP 2019, 863 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19-, jeweils m.w.N.).

    Liegt der Schaden aufgrund dessen bereits in dem Vertragsschluss und nicht erst in der Gefahr des Erlöschens der Betriebserlaubnis, stellt das Aufspielen des Software-Updates keine Schadenskompensation dar (ebenso etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff = juris Rn. 98; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 - NJW-RR 2019, 1428 Rn. 52; auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020, 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Sowohl die bestehenden Zweifel, ob das Software-Update nicht zu einem höheren Verschleiß und/oder Verbrauch führt, wie auch die Gefahr, dass auch nach einem Software-Update im Falle des Wiederverkaufs ein Wertverlust verbleibt, stellen hinreichende Gründe dar, eine solche Leistung an Erfüllungs statt als nicht gleichwertig abzulehnen (vgl. zu allem überzeugend OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Ein irgendwie gearteter Wille, die Beklagte aus der Haftung zu entlassen, war damit - auch aus Sicht der Beklagten - nicht verbunden (vgl. auch insoweit OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Rn. 52 Nach diesem Maßstab ist von einem sittenwidrigen Verhalten der Beklagten auszugehen (vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Die Beklagte trifft jedoch vorliegend eine sekundäre Darlegungslast, weil die Klägerin außerhalb des für ihren Anspruch erheblichen Geschehensablaufs steht, während die Beklagte alle wesentlichen Tatsachen kennt und ihr nähere Angaben zumutbar sind (OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Der Beklagten wäre es auch ohne Weiteres möglich und zumutbar, dazu vorzutragen, warum die von der Klägerin vorgetragenen Indizien den Schluss auf eine Beteiligung ihres Vorstandes nicht zulassen sollten (vgl. so auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2019 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Der Senat schätzt - in Abweichung zum Landgericht - in Anwendung des § 287 ZPO die Gesamtfahrleistung des Fahrzeugs auf 300.000 km und bewegt sich damit innerhalb des üblichen Schätzungsrahmens, der inzwischen bei Personenkraftwagen zwischen 150.000 bis 350.000 km liegt (OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris Rn. 88 ff; OLG Köln Urteile vom 21.11.2019 - 28 U 21/19 - und vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -).

    Rn. 74 b) Die Gegenauffassung bejaht die Anwendbarkeit des § 849 BGB auch in Fallkonstellationen wie der vorliegenden (vgl. zuletzt OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 - OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 110 ff.; jeweils mit zahlreichen Nachweisen; Staudinger, NJW 2020, 641, 645f.).

  • OLG Koblenz, 12.06.2019 - 5 U 1318/18

    Schadensersatz gegen VW wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung im …

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Entsprechend dieser selbstverständlichen Käufererwartung ist dem Inverkehrbringen des Fahrzeugs der Erklärungswert beizumessen, dass auch die materiellen Voraussetzungen für die Erteilung der EG-Typgenehmigung vorlagen (vgl. statt vieler OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff. = juris, Rn. 24 ff; zuletzt OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, m.w.N. - noch nicht veröffentlicht).

    Liegt der Schaden aufgrund dessen bereits in dem Vertragsschluss und nicht erst in der Gefahr des Erlöschens der Betriebserlaubnis, stellt das Aufspielen des Software-Updates keine Schadenskompensation dar (ebenso etwa OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff = juris Rn. 98; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 - NJW-RR 2019, 1428 Rn. 52; auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020, 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Diese Täuschung wirkt bei allen weiteren Verkäufen in der Käuferkette (jedenfalls vor Aufdeckung der Abschalteinrichtung) fort (vgl. OLG Köln…, Beschluss vom 29.04.2019 - 16 U 30/19 -, juris Rn. 6; OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 73 ff).

    Auf den lediglich öffentlich-rechtlichen Schutzcharakter des europäischen Verordnungsrechts kommt es in diesem Zusammenhang nicht an (vgl. OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Rn. 52 Nach diesem Maßstab ist von einem sittenwidrigen Verhalten der Beklagten auszugehen (vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Rn. 59 Auf den Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises muss sich die Klägerin allerdings aus Gründen der schadensrechtlichen Vorteilsausgleichung noch Wertersatz für die von ihr gezogenen Nutzungen anrechnen lassen (OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris, Rn. 82 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 108; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Es ist insbesondere nicht Aufgabe des Schadensrechts, das Verhalten des Schädigers in einer über die faktische Rückabwicklung hinausgehenden Weise zu sanktionieren (vgl. hierzu etwa OLG Koblenz, Urt. v. 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris Rn. 105; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -).

    Der Senat schätzt - in Abweichung zum Landgericht - in Anwendung des § 287 ZPO die Gesamtfahrleistung des Fahrzeugs auf 300.000 km und bewegt sich damit innerhalb des üblichen Schätzungsrahmens, der inzwischen bei Personenkraftwagen zwischen 150.000 bis 350.000 km liegt (OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris Rn. 88 ff; OLG Köln Urteile vom 21.11.2019 - 28 U 21/19 - und vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -).

  • OLG Düsseldorf, 18.12.2019 - 18 U 16/19

    Unzulässige Abschalteinrichtung: Hersteller muss Dieselfahrzeuge zurücknehmen

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Nach diesen Grundsätzen liegt der Schaden der Klägerin als Käuferin eines Kraftfahrzeugs in der Belastung mit einer ungewollten Verbindlichkeit, weil der abgeschlossene Vertrag als für einen vernünftigen Käufer nachteilig anzusehen ist, da dem Fahrzeug aufgrund der eingebauten Umschaltlogik die Entziehung der EG-Typgenehmigung bzw. die Anordnung von Nebenbestimmungen sowie bei deren Nichterfüllung, also bei Verbleib des Fahrzeugs im Auslieferungszustand, die Stilllegung drohte (ebenso z.B. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.03.2019 - 13 U 142/18 -, ZIP 2019, 863 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19-, jeweils m.w.N.).

    Denn Zweck des Autokaufs ist grundsätzlich - abgesehen von hier nicht einschlägigen Sonderkonstellationen - der Erwerb zur Fortbewegung im öffentlichen Straßenverkehr (so auch OLG Köln…, Beschluss vom 16.07.2018 - 27 U 10/18 -, juris Rn. 11 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Auf den lediglich öffentlich-rechtlichen Schutzcharakter des europäischen Verordnungsrechts kommt es in diesem Zusammenhang nicht an (vgl. OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Rn. 52 Nach diesem Maßstab ist von einem sittenwidrigen Verhalten der Beklagten auszugehen (vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Die Beklagte trifft jedoch vorliegend eine sekundäre Darlegungslast, weil die Klägerin außerhalb des für ihren Anspruch erheblichen Geschehensablaufs steht, während die Beklagte alle wesentlichen Tatsachen kennt und ihr nähere Angaben zumutbar sind (OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Rn. 59 Auf den Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises muss sich die Klägerin allerdings aus Gründen der schadensrechtlichen Vorteilsausgleichung noch Wertersatz für die von ihr gezogenen Nutzungen anrechnen lassen (OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris, Rn. 82 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 108; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Die in diesem Zusammenhang (…etwa OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 27.11.2019 - 17 U 290/18 -, juris Rn. 37 ff.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106, m.w.N.) vertretene Annahme, die Vorschrift des § 849 BGB passe nach ihrem Normzweck nicht auf den im Wege des Schadensersatzes zu erstattenden Kaufpreis, weil der Erwerber hierfür in Gestalt des Pkw eine Gegenleistung erhalten habe, die er uneingeschränkt habe nutzen können und auch weiter nutze, vermag der Senat nicht zu teilen.

  • OLG Köln, 13.02.2020 - 18 U 147/19

    Dieselproblematik; Nutzungsersatz

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Nach diesen Grundsätzen liegt der Schaden der Klägerin als Käuferin eines Kraftfahrzeugs in der Belastung mit einer ungewollten Verbindlichkeit, weil der abgeschlossene Vertrag als für einen vernünftigen Käufer nachteilig anzusehen ist, da dem Fahrzeug aufgrund der eingebauten Umschaltlogik die Entziehung der EG-Typgenehmigung bzw. die Anordnung von Nebenbestimmungen sowie bei deren Nichterfüllung, also bei Verbleib des Fahrzeugs im Auslieferungszustand, die Stilllegung drohte (ebenso z.B. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.03.2019 - 13 U 142/18 -, ZIP 2019, 863 ff; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19-, jeweils m.w.N.).

    Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Erwerber der Fahrzeuge vor 2016 überhaupt keinen realisierbaren Nachbesserungsanspruch hatten, weil die Beklagte auch heute noch die Mangelhaftigkeit der von ihr hergestellten Fahrzeuge in Abrede stellt und sich zur Entwicklung des Software-Updates erst unter dem Druck des Kraftfahrt-Bundesamtes bereit gefunden hat (so überzeugend OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332).

    Liegt der Schaden aufgrund dessen bereits in dem Vertragsschluss und nicht erst in der Gefahr des Erlöschens der Betriebserlaubnis, stellt das Aufspielen des Software-Updates keine Schadenskompensation dar (ebenso etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff = juris Rn. 98; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 - NJW-RR 2019, 1428 Rn. 52; auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020, 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Sowohl die bestehenden Zweifel, ob das Software-Update nicht zu einem höheren Verschleiß und/oder Verbrauch führt, wie auch die Gefahr, dass auch nach einem Software-Update im Falle des Wiederverkaufs ein Wertverlust verbleibt, stellen hinreichende Gründe dar, eine solche Leistung an Erfüllungs statt als nicht gleichwertig abzulehnen (vgl. zu allem überzeugend OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Ein irgendwie gearteter Wille, die Beklagte aus der Haftung zu entlassen, war damit - auch aus Sicht der Beklagten - nicht verbunden (vgl. auch insoweit OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Es ist insbesondere nicht Aufgabe des Schadensrechts, das Verhalten des Schädigers in einer über die faktische Rückabwicklung hinausgehenden Weise zu sanktionieren (…vgl. hierzu etwa OLG Koblenz, Urt. v. 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris Rn. 105; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -).

    Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Anspruch des § 849 BGB gerade für die Schadensabwicklung von dem Vorhandensein des konkreten Nutzungsausfalls der Sache gelöst wird und stattdessen zu einem abstrakten Mindestbetrag führt (ebenso OLG Köln…, Urteil vom 30.01.2020 - 7 U 141/19 -, juris Rn. 35; OLG Köln, Urteil vom 13. Februar 2020 - 18 U 147/19 -, juris, Rn. 44).

  • OLG Köln, 19.02.2020 - 5 U 47/19
    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Liegt der Schaden aufgrund dessen bereits in dem Vertragsschluss und nicht erst in der Gefahr des Erlöschens der Betriebserlaubnis, stellt das Aufspielen des Software-Updates keine Schadenskompensation dar (ebenso etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff = juris Rn. 98; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 - NJW-RR 2019, 1428 Rn. 52; auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020, 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Rn. 52 Nach diesem Maßstab ist von einem sittenwidrigen Verhalten der Beklagten auszugehen (vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Es erscheint lebensfremd, dass die Beklagte das mit der Verwendung der Abschaltsoftware verbundene erhebliche Risiko ohne wirtschaftlichen Vorteil eingegangen wäre (ebenso OLG Köln…, Beschluss vom 16.07.2018 - 27 U 10/18 -, juris Rn. 20; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 -).

    Der Beklagten wäre es auch ohne Weiteres möglich und zumutbar, dazu vorzutragen, warum die von der Klägerin vorgetragenen Indizien den Schluss auf eine Beteiligung ihres Vorstandes nicht zulassen sollten (vgl. so auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2019 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Es ist nicht nur davon auszugehen, dass die Installation der Abschalteinrichtung in der Motorsteuerungssoftware mit Wissen und Wollen eines oder mehrerer Mitglieder des Vorstands der Beklagten bzw. eines oder mehrerer Repräsentanten im Sinne des § 31 BGB erfolgt und somit der Beklagten zuzurechnen ist, sondern auch davon, dass der Vorstand oder sonstige verfassungsmäßig berufene Vertreter in der Vorstellung handelten, dass die Motoren in Fahrzeugen der Beklagten oder deren Tochterunternehmen eingebaut würden und für diese die EG-Typgenehmigung beantragt würde, obwohl die materiellen Voraussetzungen hierfür nicht vorlagen, und die Fahrzeuge sodann in den Verkehr gebracht werden würden (OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 -).

    Rn. 59 Auf den Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises muss sich die Klägerin allerdings aus Gründen der schadensrechtlichen Vorteilsausgleichung noch Wertersatz für die von ihr gezogenen Nutzungen anrechnen lassen (OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris, Rn. 82 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 108; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

  • OLG Oldenburg, 02.10.2019 - 5 U 47/19

    Rechte des Käufers eines vom sog. Diesel-Abgasskandal betroffenen Pkw; …

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Liegt der Schaden aufgrund dessen bereits in dem Vertragsschluss und nicht erst in der Gefahr des Erlöschens der Betriebserlaubnis, stellt das Aufspielen des Software-Updates keine Schadenskompensation dar (ebenso etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff = juris Rn. 98; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 - NJW-RR 2019, 1428 Rn. 52; auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 13.02.2020, 18 U 147/19, BeckRS 2020, 2332; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19, jeweils m.w.N.).

    Rn. 52 Nach diesem Maßstab ist von einem sittenwidrigen Verhalten der Beklagten auszugehen (vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Es erscheint lebensfremd, dass die Beklagte das mit der Verwendung der Abschaltsoftware verbundene erhebliche Risiko ohne wirtschaftlichen Vorteil eingegangen wäre (ebenso OLG Köln…, Beschluss vom 16.07.2018 - 27 U 10/18 -, juris Rn. 20; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 -).

    Der Beklagten wäre es auch ohne Weiteres möglich und zumutbar, dazu vorzutragen, warum die von der Klägerin vorgetragenen Indizien den Schluss auf eine Beteiligung ihres Vorstandes nicht zulassen sollten (vgl. so auch OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 11.03.2019 - 4 U 204/19 -, jeweils m.w.N.).

    Es ist nicht nur davon auszugehen, dass die Installation der Abschalteinrichtung in der Motorsteuerungssoftware mit Wissen und Wollen eines oder mehrerer Mitglieder des Vorstands der Beklagten bzw. eines oder mehrerer Repräsentanten im Sinne des § 31 BGB erfolgt und somit der Beklagten zuzurechnen ist, sondern auch davon, dass der Vorstand oder sonstige verfassungsmäßig berufene Vertreter in der Vorstellung handelten, dass die Motoren in Fahrzeugen der Beklagten oder deren Tochterunternehmen eingebaut würden und für diese die EG-Typgenehmigung beantragt würde, obwohl die materiellen Voraussetzungen hierfür nicht vorlagen, und die Fahrzeuge sodann in den Verkehr gebracht werden würden (OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Köln, Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 -).

    Rn. 59 Auf den Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises muss sich die Klägerin allerdings aus Gründen der schadensrechtlichen Vorteilsausgleichung noch Wertersatz für die von ihr gezogenen Nutzungen anrechnen lassen (OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris, Rn. 82 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 108; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

  • OLG Karlsruhe, 19.11.2019 - 17 U 146/19

    Deliktische Haftung des Kfz-Herstellers im Rahmen des sog. Abgasskandals: …

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Rn. 59 Auf den Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises muss sich die Klägerin allerdings aus Gründen der schadensrechtlichen Vorteilsausgleichung noch Wertersatz für die von ihr gezogenen Nutzungen anrechnen lassen (OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, juris, Rn. 82 ff; OLG Oldenburg, Urteil vom 02.10.2019 - 5 U 47/19 -, BeckRS 2019, 23205; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 108; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 -, BeckRS 2019, 32106).

    Rn. 74 b) Die Gegenauffassung bejaht die Anwendbarkeit des § 849 BGB auch in Fallkonstellationen wie der vorliegenden (vgl. zuletzt OLG Köln, Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. November 2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 110 ff.; jeweils mit zahlreichen Nachweisen; Staudinger, NJW 2020, 641, 645f.).

    Der Klägerin stand nach Zahlung des Kaufpreises für das streitgegenständliche Fahrzeug das hierfür von ihr eingesetzte Kapital nicht mehr für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung (OLG Karlsruhe, Urteil vom 19.11.2019 - 17 U 146/19 -, juris Rn. 110 ff; Staudinger, NJW 2020, 641, 645).

  • OLG Karlsruhe, 06.11.2019 - 13 U 37/19

    Deliktischer Schadensersatzanspruch des Käufers eines vom sog. VW-Diesel-Skandal …

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Der Senat beurteilt die insoweit zur Entscheidung stehenden Rechtsfragen in Übereinstimmung mit der Auffassung anderer Senate des Hauses (vgl. nur OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18; Beschluss vom 27.06.2019 - 27 U 14/19; Urteil vom 17.07.2019 - 16 U 199/18; jeweils zitiert nach juris; vgl. Urteil vom 13.02.2020 - 18 U 147/19 -, BeckRS 2020, 2332; Urteil vom 19.02.2020 - 5 U 47/19 - Urteil vom 11.03.2020 - 4 U 204/19 -) sowie anderer Oberlandesgerichte (vgl. etwa OLG Koblenz…, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237 Rn. 79; KG, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 51/19 - OLG Oldenburg, Urteil vom 21.10.2019 - 13 U 73/19 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2019 - 18 U 16/19 - a.A. OLG Braunschweig, Urteil vom 19.02.2019 - 7 U 134/17 -, OLG München, Urteil vom 04.12.2019 - 3 U 2420/19 -, jeweils zitiert nach juris).

    Rn. 73 a) Eine Auffassung lehnt die Anwendung des § 849 BGB auf diese Fälle ab, weil § 849 BGB weder nach seinem Wortlaut noch nach seinem Normzweck einschlägig sei (vgl. - jeweils mit weiteren Nachweisen - u.a. OLG Celle…, Urteil vom 22.11.2020 - 7 U 445/18 -, juris Rn. 72 f.;… OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 27.11.2019 - 17 U 290/18 -, juris Rn. 37 ff.; OLG Hamm…, Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 -, juris Rn. 97 ff; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 -, juris Rn. 134 ff.).

    Rn. 77 Soweit weiter eingewandt wird, der Erwerber hätte bei Kenntnis von der Abschaltautomatik das als Kaufpreis für das streitgegenständliche Fahrzeug eingesetzte Kapital für den Erwerb eines anderen Fahrzeugs verwendet (vgl. z.B. OLG Karlsruhe, Urteil vom 6.11.2019 - 13 U 37/19 -, juris Rn. 139), verfängt dieser Einwand nach der Ansicht des Senats ebenfalls nicht.

  • BGH, 12.06.2018 - KZR 56/16

    Zur Verjährung von Schadensersatzansprüchen bei Kartellverstößen

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Eine Sachentziehung im Sinne des § 849 BGB kann auch in der durch unerlaubte Handlung veranlassten Zahlung von Geld liegen (BGH, Urteil vom 12.06.2018 - KZR 56/16 -, NJW 2018, 2479 Rn. 45; m.w.N.;… BeckOK BGB/Spindler, 53. Ed. 1.2.2020, BGB § 849 Rn. 2).

    Zwar kennt das deutsche Recht keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung vom Zeitpunkt seiner Entstehung an mit dem gesetzlichen Zinssatz zu verzinsen sei (vgl. BGH, Urteil vom 28.09.1993 - III ZR 91/92 -, NVwZ 1994, 409, 410; BGH, Urteil vom 12.06.2018 - KZR 56/16 -, NJW 2018, 2479 Rn. 45;… BeckOK BGB/Spindler, 53. Ed. 1.2.2020, BGB § 849 Rn. 1).

  • BGH, 13.09.2004 - II ZR 276/02

    Begriff des Repräsentanten einer ausländischen Investmentgesellschaft; Haftung …

    Auszug aus OLG Köln, 17.03.2020 - 14 U 71/19
    Es genügt bedingter Vorsatz hinsichtlich der für möglich gehaltenen Schadensfolgen, wobei dieser nicht den konkreten Kausalverlauf und den genauen Umfang des Schadens, sondern nur Art und Richtung des Schadens umfassen muss (vgl. BGH, Urteil vom 13.09.2004 - II ZR 276/02 -, juris Rn. 38; KG…, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 77/18 -, juris Rn. 78).

    Rn. 57 b) Darüber hinaus muss der Schädiger im Rahmen des § 826 BGB Kenntnis der tatsächlichen Umstände haben, die das Sittenwidrigkeitsurteil begründen (BGH, Urteil vom 13.09.2004 - II ZR 276/02 -, juris Rn. 36).

  • OLG Köln, 16.07.2018 - 27 U 10/18

    Rechtsstellung des Käufers eines vom sog. Diesel-Abgasskandal betroffenen …

  • OLG Frankfurt, 27.11.2019 - 17 U 290/18

    VW-Diesel-Skandal: Deliktische Haftung "Abgasskandal" (hier: Deliktszinsen gem. § …

  • BGH, 28.09.1993 - III ZR 91/92

    Verzinsung entgangenen Gewinns aus einer amtspflichtwidrig verhinderten …

  • OLG Köln, 30.01.2020 - 7 U 141/19

    Dieselskandal; Kausalität; deliktische Zinsen; anderweitige Nutzungsmöglichkeit

  • OLG Hamm, 10.09.2019 - 13 U 149/18

    Abgasskandal: VW muss Schadensersatz an Kundin zahlen

  • BGH, 28.06.2016 - VI ZR 536/15

    Sittenwidrige Schädigung bei der Beteiligung an einer Fondsgesellschaft: …

  • BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06

    Verzinsung von deliktischen Schadensersatzansprüchen

  • OLG Köln, 29.04.2019 - 16 U 30/19

    Anspruch auf Rücknahme eines manipulierten KFZ mit Dieselmotor des Typs EA

  • BGH, 15.10.2013 - VI ZR 124/12

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch Bankmitarbeiter im Zusammenhang mit …

  • BGH, 14.03.2013 - III ZR 296/11

    Haftung bei Kapitalanlageberatung: Repräsentantenhaftung einer …

  • BGH, 09.12.2014 - VIII ZR 196/14

    Gebrauchtwagenkauf: Ermittlung der Nutzungsentschädigung bei Rückabwicklung des …

  • BGH, 20.12.2011 - VI ZR 309/10

    Haftung aus Schutzgesetzverletzung durch Kapitalanlagebetrug bzw. sittenwidriger …

  • BGH, 30.10.1967 - VII ZR 82/65

    Teilzahlungsverkäufer

  • BGH, 17.02.2004 - X ZR 108/02

    Sekundäre Darlegungslast des Schuldners für die Ersparnis von Aufwendungen

  • OLG Celle, 22.01.2020 - 7 U 445/18

    Schadensersatz anlässlich des Erwerbs eines Kraftfahrzeugs des VW-Konzerns; …

  • BGH, 11.11.1985 - II ZR 109/84

    Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen Konkursverschleppung einer …

  • KG, 26.09.2019 - 4 U 77/18
  • OLG Köln, 21.11.2019 - 28 U 21/19
  • BGH, 08.01.2019 - VIII ZR 225/17

    Dieselskandal: Zur Frage des Anspruchs des Käufers eines mangelhaften …

  • OLG Karlsruhe, 05.03.2019 - 13 U 142/18

    VW-Abgasskandal, vorsätzliche sittenwidrige Schädigung, Rückzahlung des …

  • OLG Köln, 03.01.2019 - 18 U 70/18

    Abgasskandal - Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung des Kunden

  • OLG Braunschweig, 19.02.2019 - 7 U 134/17

    Kein Schadensersatz von VW für Käufer von Diesel mit Abschaltautomatik

  • BGH, 19.07.2004 - II ZR 402/02

    Persönliche Haftung der Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft für …

  • BGH, 28.10.2014 - VI ZR 15/14

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung: Schadenseintritt bei Erschleichung eines …

  • OLG Köln, 27.06.2019 - 27 U 14/19

    Schadensersatzanspruch wegen des Inverkehrbringens eines Kfz mit einer …

  • OLG Oldenburg, 21.10.2019 - 13 U 73/19

    Haftung des Fahrzeugherstellers im Abgasskandal: Rückabwicklung des mit Drittem …

  • KG, 26.09.2019 - 4 U 51/19

    Rechte von Käufern eines Diesel-Pkw mit einer sog. Abschalteinrichtung

  • OLG Köln, 17.07.2019 - 16 U 199/18

    Vom Dieselskandal betroffenes Kraftfahrzeug mit einem Dieselmotor des Typs EA 189 …

  • OLG München, 04.12.2019 - 3 U 2420/19

    Diesel-Skandal: Kein Schadensersatzanspruch gegen Hersteller eines Motors mit …

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