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| OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24 |
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- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 1 Abs 3 BauGB, § 1 Abs 5 BauGB, § 1 Abs 6 Nr 7 lit a BauGB, § 1 Abs 7 BauGB, § 1a Abs 2 BauGB
Erfolgreiche Normenkontrolle eines Bebauungsplans; Überplanung eines bewaldeten Gebietes (hier: Belange des Arten- und Klimaschutzes) - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Alternative; Ausgleichsmaßnahmen; Baumhöhle; Bebauungsplan; Erfassung; Erforderlichkeit; Erhaltungszustand; Ermittlungsdefizit; Ermittlungsfehler; Fledermaus; Fledermauskästen; Höhlenbaum; Käfer; Klima; Langohr; Mausohr; Methodenmix; myotis; Normenkontrolle; ...
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Alternative; Ausgleichsmaßnahmen; Baumhöhle; Bebauungsplan; Erfassung; Erforderlichkeit; Erhaltungszustand; Ermittlungsdefizit; Ermittlungsfehler; Fledermaus; Fledermauskästen; Höhlenbaum; Käfer; Klima; Langohr; Mausohr; Methodenmix; myotis; Normenkontrolle; ...
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (79)
- VGH Hessen, 15.12.2021 - 3 C 1465/16
Erfolgreicher Normenkontrollantrag eines anerkannten Umweltverbandes gegen einen …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Welche Anforderungen an Art, Umfang und Tiefe der Untersuchungen zu stellen sind, hängt von den naturräumlichen Gegebenheiten im Einzelfall sowie von Art und Ausgestaltung des Vorhabens ab.[vgl. BVerwG Urteil vom 4.6.2020 - 7 A 1.18 -, BeckRS 2020, 24268, Rn. 81 sowie Urteil vom 9.7.2008 - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 und VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 200][vgl. BVerwG Urteil vom 4.6.2020 - 7 A 1.18 -, BeckRS 2020, 24268, Rn. 81 sowie Urteil vom 9.7.2008 - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 und VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 200] Liegen dem Plangeber konkrete Anhaltspunkte für nennenswerte Vorkommen von besonders schützenswerten Arten vor, löst dies das Erfordernis einer Befassung, gegebenenfalls auch in Gestalt einer aktiven Suche danach, aus.[vgl. OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 89 - 90 (m.w.N.)][vgl. OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 89 - 90 (m.w.N.)].Rn. 119 (1.) Eine fachgerechte Dokumentation der Erfassung von Fledermäusen erfordert es, für jede Begehung die Methodenart, das Datum und den Ort, die Uhrzeiten sowie die Witterungsbedingungen festzuhalten.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 361 mit zahlreichen Nachweisen sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 170][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 361 mit zahlreichen Nachweisen sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 170].
Rn. 130 Dieser Methodenmix bei der Erfassung von Fledermausvorkommen erweist sich insbesondere deswegen als geboten, weil es in Bezug auf bestimmte Fledermausarten wissenschaftlich belegt ist, dass die Rufe dieser Tiere kaum mittels Detektor erfasst werden können.[vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 171][vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 171] So hat auch die Gutachterin in dem Bericht vom 13.7.2017 zur "Erfassung der Fledermausvorkommen in zwei geplanten Erweiterungsflächen der Universität des Saarlandes in C-Stadt.
Folglich fehlen Angaben zu den konkreten Uhrzeiten sowie insbesondere Angaben, in welcher Struktur und in welcher Ausdehnung das jeweilige Untersuchungsgebiet genau begangen wurde.[vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429][vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429].
Rn. 147 Nach den Methodenstandards für die Erfassung von Spechten ist mit einer verlässlichen Aussage über das tatsächliche Vorkommen von Spechten grundsätzlich im Falle von Erhebungen in den Monaten März und April zu rechnen.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 321 unter Hinweis auf Südbeck et al.
2005, Übersicht S. 130 und S. 451, 455, 457, 461][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 321 unter Hinweis auf Südbeck et al.
Hierbei ist nach den Methodenstandards insbesondere für den Grünspecht zwecks Ermittlung eines Brutverdachts die zweimalige Feststellung von Reviermarkierungen im Abstand von mindestens 7 Tagen oder eine einmalige Feststellung von Reviermarkierungen und Beobachtung eines Altvogels zu verlangen, wovon jeweils eine zwischen Anfang März und Ende April liegen muss.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 321 unter Hinweis auf Südbecket al.
2005 S. 451, 455, 457, 461 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 202 zur Erfassung von Grünspechten in der Brutzeit zwischen Anfang März und Ende Juni an acht Terminen in den frühen Morgenstunden bei geeigneten Witterungsbedingungen (kein Niederschlag, kein stärkerer Wind); bei optischer und akustischer Erfassung spezifisch für die einzelnen Teillebensräume nebst einem Einsatz von Klangattrappen für die Suche nach Mittel- und Grünspecht][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 321 unter Hinweis auf Südbecket al.
Auch rechtsstaatliche Grundsätze sind in einem solchen Fall berührt; denn Recht, dessen Vollzugsunfähigkeit im Zeitpunkt seines Erlasses feststeht, ist sinnlos.[vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13 sowie vom 12.11.2020 - 4 BV 15/20 -, juris, Rn. 6 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 117][vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13 sowie vom 12.11.2020 - 4 BV 15/20 -, juris, Rn. 6 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 117].
Rn. 237 Die Umsetzung der mit einem Bebauungsplan getroffenen Festsetzungen ist unter anderem dann faktisch unmöglich, wenn infolge seines Vollzugs artenschutzrechtliche Zugriffsverbote im Sinne von § 44 BNatSchG verwirklicht würden und Ausnahmen und Befreiungen nicht in Betracht kommen.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)].
Dem Plangeber obliegt es deshalb, im Verfahren der Planaufstellung vorausschauend zu ermitteln und zu beurteilen, ob die vorgesehenen Festsetzungen auf überwindbare artenschutzrechtliche Hindernisse treffen würden, und von Festsetzungen, denen ein dauerhaft rechtliches Hindernis in Gestalt artenschutzrechtlicher Verbote entgegenstünde, Abstand zu nehmen.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)].
Das Vorliegen der Voraussetzungen des § 44 Abs. 5 BNatSchG führt dazu, dass der artenschutzrechtliche Konflikt bereits auf der Verbotsebene ausgeräumt ist.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 130 - 131 (m.w.N. und Erläuterungen)][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 130 - 131 (m.w.N. und Erläuterungen)].
Rn. 254 Werden - wie es hier der Fall ist - infolge der vorgesehenen vollständigen Rodung verschiedener Waldflächen ganze Brutreviere von Vögeln mit allen vorhandenen Brutplätzen vollständig beseitigt, ist auch in Ansehung des sogenannten engen Lebensstättenbegriffs von der Verwirklichung des Zerstörungstatbestands des § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG auszugehen.[vgl. jüngst: OVG Bremen, Urteil vom 24.6.2025 - 1 D 316/24 -, juris, Rn. 76, in Anschluss an: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 228, dieser unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 18.3.2009 - 9 A 39/07 -, juris, Rn. 75 sowie vom 21.6.2006 - 9 A 28/05 -, juris, Rn. 33][vgl. jüngst: OVG Bremen, Urteil vom 24.6.2025 - 1 D 316/24 -, juris, Rn. 76, in Anschluss an: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 228, dieser unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 18.3.2009 - 9 A 39/07 -, juris, Rn. 75 sowie vom 21.6.2006 - 9 A 28/05 -, juris, Rn. 33].
Hierbei ist zu sehen, dass der Europäische Gerichtshof die hohe Bedeutung eines vollständigen und wirksamen Schutzes aller wildlebenden europäischen Vogelarten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, ihrer Zugstrecke, ihrer Bedrohung und ihres konkreten gegenwärtigen Erhaltungszustands betont und hervorgehoben hat, dass die Mitgliedstaaten alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen haben, um die Bestände sämtlicher dieser Vogelarten auf einem Stand zu halten oder auf einen Stand zu bringen, der den ökologischen, wissenschaftlichen und kulturellen Erfordernissen entspricht.[vgl. EuGH, Urteil vom 4.3.2021 - C-473/19, C-474/19 -, juris, Rn. 33, 35, 36, 40, 42 sowie hierauf verweisend: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 173][vgl. EuGH, Urteil vom 4.3.2021 - C-473/19, C-474/19 -, juris, Rn. 33, 35, 36, 40, 42 sowie hierauf verweisend: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 173].
Denn was vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen gewährleisten müssen, hat erst recht für Ausweichhabitate zu gelten, die keine gezielten Aufwertungen erfahren.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 115-116][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 115-116] Überdies muss im Rahmen der Planung der Frage der vorfindlichen und entstehenden Nistplatz- und Nahrungskonkurrenz nachgegangen werden.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 349][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 349].
Zum einen bleibt völlig unklar, welche Ausweichhabitate für die betroffenen Vogelarten hier in den Blick genommen wurden und wie künftig Eingriffe in diese Flächen ausgeschlossen sein sollen,[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 163][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 163] zum anderen wurde der Aspekt der Nistplatz- und Nahrungskonkurrenz - dies gilt insbesondere im Hinblick auf den Wegfall von zahlreichen Höhlenbäumen und Totholzbereichen - nicht behandelt.
Da dieses Konzept auf dem Leitfaden der EU-Kommission zur FFH-Richtlinie beruht[vgl. EU-Leitfaden FFH, Begriffsdefinition S. 53, Kap. II.3.4.d Rn. 73 sowie EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-67 und hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 169 unter Hinweis auf die Begründung zum Gesetzesentwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des BNatSchG 2007, BT-Drucks. 16/5100, S. 12][vgl. EU-Leitfaden FFH, Begriffsdefinition S. 53, Kap. II.3.4.d Rn. 73 sowie EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-67 und hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 169 unter Hinweis auf die Begründung zum Gesetzesentwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des BNatSchG 2007, BT-Drucks. 16/5100, S. 12] und nach aktuellem Stand der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Bedenken hinsichtlich der Unionsrechtskonformität dieses Konzepts nicht bestehen,[vgl. u.a. BVerwG, Beschluss vom 15.7.2020 - 9 B 5/20 -, juris, Rn. 21][vgl. u.a. BVerwG, Beschluss vom 15.7.2020 - 9 B 5/20 -, juris, Rn. 21] müssen vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen im Sinne von § 44 Abs. 5 Satz 3 BNatSchG den für CEF-Maßnahmen im EU-Leitfaden FFH geregelten Anforderungen des Gemeinschaftsrechts entsprechen, was sowohl bei der Betroffenheit von Arten nach Anhang IV Buchstabe a der FFH-Richtlinie - wozu alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten zählen - als auch für sämtliche europäische Vogelarten gilt.
Überdies darf es im Zuge der CEF-Maßnahmen zu keinem Zeitpunkt zu einer Reduzierung oder einem Verlust der ökologischen Funktionalität einer Fortpflanzungs- oder Ruhestätte kommen.[vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 169 ff. (m.w.N.) unter Hinweis auf: OVG Niedersachsen, Urteil vom 31.7.2018 - 7 KS 17/16 -, juris, Rn. 303; vgl. auch EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-67 und S. 47 Anm. 2-73; Gellermann in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, 2020, § 44 BNatSchG Rn. 56][vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 169 ff. (m.w.N.) unter Hinweis auf: OVG Niedersachsen, Urteil vom 31.7.2018 - 7 KS 17/16 -, juris, Rn. 303; vgl. auch EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-67 und S. 47 Anm. 2-73; Gellermann in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, 2020, § 44 BNatSchG Rn. 56].
CEF- oder sonstige Ausgleichsmaßnahmen sind überdies nur dann geeignet, die Verwirklichung artenschutzrechtlicher Zugriffsverbote zu verhindern, wenn sie mit großer Sicherheit ausreichen, Beschädigungen oder Zerstörungen zu vermeiden, wobei die Erfolgsaussichten anhand objektiver Informationen zu beurteilen sind.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 175-177 u.a. unter Hinweis auf: EU-Leitfaden FFH, S. 54, Kap. II.3.4.d Rn. 76 sowie EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-69][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 175-177 u.a. unter Hinweis auf: EU-Leitfaden FFH, S. 54, Kap. II.3.4.d Rn. 76 sowie EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-69] Die Festsetzung der CEF-Maßnahmen muss dauerhaft sein und so erfolgen, dass die Vornahme und Verwirklichung der CEF-Maßnahmen bereits im Zuge des Bebauungsplans dauerhaft sichergestellt ist.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 178 unter Hinweis auf: EU-Leitfaden FFH, a.a.O., S. 54 Rn. 77; EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-68; vgl. VG Trier, Beschluss vom 20.2.2020 - 9 L 497/20.TR -, juris, Rn. 38][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 178 unter Hinweis auf: EU-Leitfaden FFH, a.a.O., S. 54 Rn. 77; EU-Leitfaden FFH 2021, S. 46 Anm. 2-68; vgl. VG Trier, Beschluss vom 20.2.2020 - 9 L 497/20.TR -, juris, Rn. 38].
Nicht die Ausnahme als solche, wohl aber das Vorliegen einer Ausnahmelage ist dabei Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit des Plans.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)] Liegt eine Ausnahmelage vor, ist es dem Plangeber aus Gründen des Artenschutzes nicht verwehrt, in diese "hineinzuplanen".[vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441][vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441].
- OVG Rheinland-Pfalz, 25.01.2024 - 1 C 10401/22
Bauplanerische Bewältigung von naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen (CEF); …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 19 sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 66][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 19 sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 66].Rn. 83 bb. Im Übrigen handelt es sich bei dem streitbezogenen Bebauungsplan jedenfalls um eine Entscheidung im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG i.V.m. § 2 Abs. 7 UVPG, für die gemäß Nr. 1.8 der Anlage 5 UVPG (Bauleitplan nach § 10 BauGB) eine Strategische Umweltprüfung (SUP) obligatorisch ist,[vgl. OVG NRW, Beschluss vom 28.4.2025 - 10 B 336/25.NE -, juris, Rn. 3][vgl. OVG NRW, Beschluss vom 28.4.2025 - 10 B 336/25.NE -, juris, Rn. 3] die gemäß § 50 Abs. 2 UVPG als Umweltprüfung nach den Vorschriften des Baugesetzbuches durchzuführen ist.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 68][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 68] Gegenstand der Umweltprüfung sind nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB die Belange des Umweltschutzes einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege, darunter u.a. die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungsgefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt sowie die in § 1a BauGB bezeichneten Belange, wozu etwa die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung (vgl. Abs. 3) oder der Habitat- und Vogelschutz (vgl. Abs. 4) zählen.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 68 sowie VGH Hessen, Urteil vom 14.2.2024 - 3 C 1905/17.N -, juris, Rn. 52][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 68 sowie VGH Hessen, Urteil vom 14.2.2024 - 3 C 1905/17.N -, juris, Rn. 52].
Rn. 92 Steht - wie vorliegend - eine Entscheidung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 lit. a UmwRG zur Überprüfung, ist grundsätzlich eine umfassende Rechtskontrolle nach § 2 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UmwRG geboten.[vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 29 sowie OVG Lüneburg, Urteil vom 2.10.2024 - 1 KN 34/23 -, juris, Rn. 22 (sog. Vollprüfung)][vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 29 sowie OVG Lüneburg, Urteil vom 2.10.2024 - 1 KN 34/23 -, juris, Rn. 22 (sog. Vollprüfung)] Insoweit ergibt sich allerdings zumindest fallbezogen gegenüber der Fallgruppe des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG kein veränderter Prüfungsumfang, da der Antragsteller ohnehin ausschließlich eine Verletzung umweltbezogener Rechtsvorschriften im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG geltend macht.[vgl. insoweit zum Prüfungsumfang: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 72][vgl. insoweit zum Prüfungsumfang: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 72].
Ungeachtet des Umstandes, dass vorliegend eine umfassende Prüfung veranlasst ist, ist jedenfalls offensichtlich die Frage der Ermittlungstiefe betreffend die artenschutzrechtlichen Belange betroffen, sodass umweltbezogene Rechtsvorschriften in Rede stehen.[vgl. hierzu: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, Rn. 72, 74 ff.][vgl. hierzu: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, Rn. 72, 74 ff.].
Welche Anforderungen an Art, Umfang und Tiefe der Untersuchungen zu stellen sind, hängt von den naturräumlichen Gegebenheiten im Einzelfall sowie von Art und Ausgestaltung des Vorhabens ab.[vgl. BVerwG Urteil vom 4.6.2020 - 7 A 1.18 -, BeckRS 2020, 24268, Rn. 81 sowie Urteil vom 9.7.2008 - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 und VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 200][vgl. BVerwG Urteil vom 4.6.2020 - 7 A 1.18 -, BeckRS 2020, 24268, Rn. 81 sowie Urteil vom 9.7.2008 - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 und VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 200] Liegen dem Plangeber konkrete Anhaltspunkte für nennenswerte Vorkommen von besonders schützenswerten Arten vor, löst dies das Erfordernis einer Befassung, gegebenenfalls auch in Gestalt einer aktiven Suche danach, aus.[vgl. OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 89 - 90 (m.w.N.)][vgl. OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 89 - 90 (m.w.N.)].
Die in diesem Rahmen getroffenen, auf fachgutachtliche Stellungnahmen gestützten Annahmen der Gemeinde bzw. Stadt unterliegen gerichtlicher Prüfung nur dahingehend, ob sie im Einzelfall naturschutzfachlich vertretbar sind und nicht auf einem Bewertungsverfahren beruhen, das sich als unzulängliches oder gar ungeeignetes Mittel erweist, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 9.7.2008, - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274 sowie zum Prüfungsmaßstab: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 9.7.2008, - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274 sowie zum Prüfungsmaßstab: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.].
Rn. 112 Somit kann zwar - wie vorliegend betreffend die Kartierungen aus den Jahren 2017 und 2018 geschehen - im Rahmen der artenschutzrechtlichen Prüfung auf frühere Ergebnisse und Kartierungen zurückgegriffen werden.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 84][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 84] Insoweit ist der Antragsgegnerin und dem Beigeladenen zuzugeben, dass die Biotopkartierungen aus dieser Zeit durchaus als Grundlage für die weitere artenschutzrechtliche Betrachtung dienen konnten, weil keine Anhaltspunkte dafür bestanden, dass sich die Biotopstrukturen im Plangebiet seit dem Jahr 2017 bzw. 2018 verändert haben.
Rn. 113 Hiervon ausgehend war vorliegend in Ergänzung zu den bereits vorhandenen Daten nach Aufstellung des Bebauungsplans eine aktualisierte Bestandsaufnahme der im Plangebiet vorhandenen und besonders geschützten Tierarten geboten.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 84-85][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 84-85] Indes erweisen sich die durch die Antragsgegnerin im Jahr 2023 vorgenommenen faunistischen Erhebungen teils nicht als methodengerecht und damit nicht als valide.
Nach § 44 Abs. 5 Satz 3 BNatSchG können, soweit erforderlich, auch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt werden (sog. CEF-Maßnahmen).[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 105][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 105].
Nicht ausreichend ist es folglich, dass der Eingriff keine messbaren Auswirkungen auf die Reproduktionsbedingungen bzw. Rückzugsmöglichkeiten der lokalen Population als Ganzes hat; es sind vielmehr die konkreten Lebensstätten der betroffenen Exemplare einer Art in den Blick zu nehmen.[vgl. Gellermann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Werkstand: 102 EL September 2023, § 44 BNatSchG Rn. 55 sowie BVerwG, Urteil vom 18.03.2009 - 9 A 39/07 -, juris, Rn. 67 und OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 114-115 (m.w.N.)][vgl. Gellermann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Werkstand: 102 EL September 2023, § 44 BNatSchG Rn. 55 sowie BVerwG, Urteil vom 18.03.2009 - 9 A 39/07 -, juris, Rn. 67 und OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 114-115 (m.w.N.)].
Denn was vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen gewährleisten müssen, hat erst recht für Ausweichhabitate zu gelten, die keine gezielten Aufwertungen erfahren.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 115-116][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 115-116] Überdies muss im Rahmen der Planung der Frage der vorfindlichen und entstehenden Nistplatz- und Nahrungskonkurrenz nachgegangen werden.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 349][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 349].
Rn. 265 Es steht nicht in Zweifel, dass die Rodung von Höhlenbäumen und Totholzbereichen in Bezug auf die im Plangebiet vorkommenden Fledermäuse angesichts der Nutzung von Höhlenbäumen als (Winter-) Quartier das Zerstörungsverbot nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG verwirklicht.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 113][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 113] Soweit der Umweltbericht auf der Annahme beruht, dass der "potentielle" Quartierverlust mittels "Fledermaus-Höhlenkästen" ausreichend kompensiert werden könne[vgl. S. 50 des Umweltberichts (Stand: Februar 2024)][vgl. S. 50 des Umweltberichts (Stand: Februar 2024)] und hierdurch eine Vermeidung der Verbotstatbestände des § 44 Abs. 1 BNatSchG eintrete, kann dies nicht überzeugen.
Rn. 271 Wird die Anzahl der benötigten Fledermauskästen erst im Zuge der Rodung - die zur Winterzeit stattfinden soll - bestimmt, ist nicht sichergestellt, dass die durch das Vorhaben beeinträchtigten Fortpflanzungs- und Ruhefunktionen der geschützten Tierart bereits im Zeitpunkt der Durchführung des Eingriffs in gleichartiger Weise erfüllt sind.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 128][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 128].
- BVerwG, 24.04.2024 - 4 CN 2.23
Verlängerung für den 1. FC Köln: Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans für die …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 19 sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 66][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 19 sowie OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 66].Dieses Verständnis entspricht dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers, nach dem insbesondere der Regelung zu den Städtebauprojekten in Nr. 18.7 der Anlage 1 die Funktion eines Auffangtatbestandes für solche Projekte zukommen soll, die angesichts ihrer Lage im Außenbereich und des Umfangs der Flächeninanspruchnahme regelmäßig Umweltrelevanz haben (vgl. BT-Drs. 14/4599 S. 121 f.).[eingehend hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 20 - 21, m.w.N.][eingehend hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 20 - 21, m.w.N.].
Rn. 77 Entsprechend der Funktion von Nr. 18.7 der Anlage 1 zum UVPG als Auffangtatbestand ist der Begriff des Städtebauprojekts weit auszulegen und beschränkt sich insbesondere nicht auf Infrastrukturprojekte im engeren Sinne.[vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23][vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23] Er umfasst die Errichtung von baulichen Anlagen, die eine gewisse räumliche Dimension erreichen und ihrem Wesen nach städtisch sind.[vgl. BT-Drs.
14/4599 S. 121 f.; EU-Kommission, Die Auslegung der Definitionen der in den Anhängen I und II der UVP-Richtlinie aufgeführten Projektkategorien, 2015, S. 57] Fallbezogen kann dahinstehen, ob die Annahme eines Städtebauprojekts stets eine "Vielheit baulicher Maßnahmen" voraussetzt.[vgl. im Einzelnen hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23][vgl. im Einzelnen hierzu: BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23] Angesichts des Umstands, dass nach den Festsetzungen des Bebauungsplans allein in den neu festgesetzten Sondergebieten (hier: S06, S07, S08 - S11) u.a. Einrichtungen und Anlagen der Universität für Forschung und Lehre nebst Verwaltungsgebäuden, Wirtschafts-/Werkstatt-/Technikgebäuden und -anlagen, hochschulnahe privatwirtschaftliche Institute, private Forschungseinrichtungen, Dienstleistungsgebäude und forschungsnahe Gewerbebetriebe, Anlagen für soziale Zwecke, die der Nahversorgung des Forschungscampus dienen, mobilitätsbezogene Nutzungen wie Fahrradservice und -verleih, Elektroladestationen für KFZ und Fahrräder, Car-Sharing-Service sowie weitere Serviceleistungen zur Mobilität, Stellplatzanlagen als unter- und oberirdische Garagengeschosse, gebietsversorgende gastronomische Betriebe und ferner Wohnungen für Studenten und Bedienstete sowie Gäste der Hochschule und der Forschungseinrichtungen nebst Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen zulässig sind, besteht an dem Vorliegen einer "Vielheit baulicher Maßnahmen" kein Zweifel.
Der Begriff "städtisch" verlangt weder, dass es sich um eine kommunale Einrichtung handelt, noch, dass das Vorhaben ausschließlich oder überwiegend von der Allgemeinheit genutzt wird.[vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23][vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 23].
Hierbei ist zu sehen, dass die Schwellenwerte der Nummern 18.1 bis 18.7 der Anlage 1 zum UVPG im Wesentlichen auf den Versiegelungsgrad bezogen sind (BT-Drs. 14/4599 S. 121).[vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 27][vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 27].
Rn. 92 Steht - wie vorliegend - eine Entscheidung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 lit. a UmwRG zur Überprüfung, ist grundsätzlich eine umfassende Rechtskontrolle nach § 2 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UmwRG geboten.[vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 29 sowie OVG Lüneburg, Urteil vom 2.10.2024 - 1 KN 34/23 -, juris, Rn. 22 (sog. Vollprüfung)][vgl. BVerwG, Urteil vom 24.4.2024 - 4 CN 2/23 -, BVerwGE 182, 200-214, Rn. 29 sowie OVG Lüneburg, Urteil vom 2.10.2024 - 1 KN 34/23 -, juris, Rn. 22 (sog. Vollprüfung)] Insoweit ergibt sich allerdings zumindest fallbezogen gegenüber der Fallgruppe des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG kein veränderter Prüfungsumfang, da der Antragsteller ohnehin ausschließlich eine Verletzung umweltbezogener Rechtsvorschriften im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG geltend macht.[vgl. insoweit zum Prüfungsumfang: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 72][vgl. insoweit zum Prüfungsumfang: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 72].
- VGH Baden-Württemberg, 18.04.2018 - 5 S 2105/15
Fortgeltung der Freistellung vom Biotopschutz - Auswirkungen von …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Rn. 119 (1.) Eine fachgerechte Dokumentation der Erfassung von Fledermäusen erfordert es, für jede Begehung die Methodenart, das Datum und den Ort, die Uhrzeiten sowie die Witterungsbedingungen festzuhalten.[vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 361 mit zahlreichen Nachweisen sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 170][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 361 mit zahlreichen Nachweisen sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 170].Allerdings sehen die einschlägigen Arbeitshilfen und Leitfäden für die Erfassung von Fledermäusen als Standardmethode einen Methodenmix aus Habitatanalyse und Geländeuntersuchungen unter Einsatz von Detektoren, Horchboxen, Netzfängen etc. vor und sind dabei - soweit sie nur regionale Geltung beanspruchen - auf die naturräumlichen Gegebenheiten einer Region abgestimmt.[vgl. BVerwG, Urteil vom 6.10.2022 - 7 C 4/21 -, BVerwGE 176, 313-328, Rn. 20 (m.w.N.) sowie Urteil vom 6.11.2013 - 9 A 14.12 - BVerwGE 149, 343, juris, Rn. 47 und VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 167 - 170][vgl. BVerwG, Urteil vom 6.10.2022 - 7 C 4/21 -, BVerwGE 176, 313-328, Rn. 20 (m.w.N.) sowie Urteil vom 6.11.2013 - 9 A 14.12 - BVerwGE 149, 343, juris, Rn. 47 und VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 167 - 170].
Rn. 130 Dieser Methodenmix bei der Erfassung von Fledermausvorkommen erweist sich insbesondere deswegen als geboten, weil es in Bezug auf bestimmte Fledermausarten wissenschaftlich belegt ist, dass die Rufe dieser Tiere kaum mittels Detektor erfasst werden können.[vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 171][vgl. hierzu: VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 429 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 171] So hat auch die Gutachterin in dem Bericht vom 13.7.2017 zur "Erfassung der Fledermausvorkommen in zwei geplanten Erweiterungsflächen der Universität des Saarlandes in C-Stadt.
2005 S. 451, 455, 457, 461 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 202 zur Erfassung von Grünspechten in der Brutzeit zwischen Anfang März und Ende Juni an acht Terminen in den frühen Morgenstunden bei geeigneten Witterungsbedingungen (kein Niederschlag, kein stärkerer Wind); bei optischer und akustischer Erfassung spezifisch für die einzelnen Teillebensräume nebst einem Einsatz von Klangattrappen für die Suche nach Mittel- und Grünspecht][vgl. VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 321 unter Hinweis auf Südbecket al.
2005 S. 451, 455, 457, 461 sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2018 - 5 S 2105/15 -, juris, Rn. 202 zur Erfassung von Grünspechten in der Brutzeit zwischen Anfang März und Ende Juni an acht Terminen in den frühen Morgenstunden bei geeigneten Witterungsbedingungen (kein Niederschlag, kein stärkerer Wind); bei optischer und akustischer Erfassung spezifisch für die einzelnen Teillebensräume nebst einem Einsatz von Klangattrappen für die Suche nach Mittel- und Grünspecht].
- OVG Hamburg, 01.04.2020 - 2 Es 1/20
Bebauungsplan Hamburg-Rahlstedt; Verletzung artenschutzrechtlicher …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Das Planungserfordernis i.S.d. § 1 Abs. 3 BauGB kann ebenso zu den umweltbezogenen Vorschriften zählen wie § 1 Abs. 7 BauGB, soweit auf dieser Grundlage die Belange des Umweltschutzes gerecht abzuwägen sind.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 43 unter Hinweise auf BVerwG, Urteil vom 10.10.2012 - 9 A 18/11 -, BVerwGE 144, 243-248, Rn. 12][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 43 unter Hinweise auf BVerwG, Urteil vom 10.10.2012 - 9 A 18/11 -, BVerwGE 144, 243-248, Rn. 12].Rn. 103 Betreffend die in einem Bebauungsplanverfahren gebotene Ermittlung der Betroffenheit streng oder besonders geschützter Arten gilt, dass nach außerrechtlichen, nämlich naturschutzfachlichen Kriterien zu beurteilen ist, wie der Bestand der geschützten Tiere zu bestimmen und die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln ist, dass ein geschütztes Tier im Falle der Realisierung des Bebauungsplans einem der Zugriffsverbote des § 44 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 BNatSchG unterfällt.[Für ein Bebauungsplanverfahren: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.][Für ein Bebauungsplanverfahren: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.] Zwar verpflichtet das Erfordernis einer ausreichenden Bestandsaufnahme der im Planbereich vorhandenen Arten, die in den Anwendungsbereich der Verbote fallen, und ihrer Lebensräume die Behörde nicht zur Fertigung eines lückenlosen Arteninventars.
Die in diesem Rahmen getroffenen, auf fachgutachtliche Stellungnahmen gestützten Annahmen der Gemeinde bzw. Stadt unterliegen gerichtlicher Prüfung nur dahingehend, ob sie im Einzelfall naturschutzfachlich vertretbar sind und nicht auf einem Bewertungsverfahren beruhen, das sich als unzulängliches oder gar ungeeignetes Mittel erweist, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 9.7.2008, - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274 sowie zum Prüfungsmaßstab: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 86 unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 9.7.2008, - 9 A 14.07 -, BVerwGE 131, 274 sowie zum Prüfungsmaßstab: OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 54 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 23.10.2018 - 1 BvR 2523/13 -, juris, Rn. 17 ff.].
Dem Plangeber obliegt es deshalb, im Verfahren der Planaufstellung vorausschauend zu ermitteln und zu beurteilen, ob die vorgesehenen Festsetzungen auf überwindbare artenschutzrechtliche Hindernisse treffen würden, und von Festsetzungen, denen ein dauerhaft rechtliches Hindernis in Gestalt artenschutzrechtlicher Verbote entgegenstünde, Abstand zu nehmen.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)].
Nicht die Ausnahme als solche, wohl aber das Vorliegen einer Ausnahmelage ist dabei Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit des Plans.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)] Liegt eine Ausnahmelage vor, ist es dem Plangeber aus Gründen des Artenschutzes nicht verwehrt, in diese "hineinzuplanen".[vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441][vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441].
- VGH Bayern, 04.09.2025 - 2 N 24.325
Unwirksamkeit eines Bebauungsplans wegen Ermittlungs- und Bewertungsdefiziten
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Damit wohnt § 1a BauGB eine Abwägungsdirektive inne.[vgl. Wagner, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, Werksstand: 158. EL Februar 2025, § 1a BauGB, Rn. 42b sowie Brinktrine, in: Brügelmann, Baugesetzbuch, 133. Erg.lfg., Januar 2025, § 1a BauGB, Rn. 86, m.w.N.][vgl. Wagner, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, Werksstand: 158. EL Februar 2025, § 1a BauGB, Rn. 42b sowie Brinktrine, in: Brügelmann, Baugesetzbuch, 133. Erg.lfg., Januar 2025, § 1a BauGB, Rn. 86, m.w.N.] Die hieraus resultierende besondere - qualifizierte - Abwägungs- und Begründungspflicht soll die Gemeinde dazu veranlassen, sich vor einer für den Flächenverbrauch wesentlichen Entscheidung, bislang land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen im Außenbereich als neues Bauland auszuweisen, intensiver mit den Argumenten dafür oder dagegen auseinanderzusetzen.[vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14 sowie Brinktrine, in: Brügelmann, Baugesetzbuch, 133. Erg.lfg., Januar 2025, § 1a BauGB, Rn. 80, m.w.N.][vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14 sowie Brinktrine, in: Brügelmann, Baugesetzbuch, 133. Erg.lfg., Januar 2025, § 1a BauGB, Rn. 80, m.w.N.].Der Gesetzgeber erwartet sich durch diese Anordnung einen Beitrag der Gemeinden zum Schutz des Bodens und zu weniger Flächenverbrauch (…Begründung des Regierungsentwurfs, BR-Drs. 474/12, S. 10).[vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14][vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14].
Wird durch die fehlende inhaltliche Auseinandersetzung mit den geschützten Belangen zugleich die Planung in wesentlichen Punkten materiell fehlerhaft, kann der Plan ebenfalls nicht aufrechterhalten werden, es kommt dann verschärfend § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BauGB zur Anwendung.[vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14][vgl. BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14].
Vor diesem Hintergrund fehlt es sowohl an einer Begründung betreffend nicht vorhandener Möglichkeiten der Innenentwicklung als auch an einer Ermittlung, ob solche Flächen grundsätzlich zur Verfügung stehen.[vgl. hierzu: BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14][vgl. hierzu: BayVGH, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 14].
Der festgestellte Mangel ist auch nicht im Nachhinein gemäß § 215 Abs. 1 BauGB unbeachtlich geworden, da er vom Antragsteller rechtzeitig gerügt wurde.[vgl. hierzu: VGH Bayern, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 17][vgl. hierzu: VGH Bayern, Beschluss vom 4.9.2025 - 2 N 24.325 -, juris, Rn. 17].
- BVerfG, 24.03.2021 - 1 BvR 2656/18
Verfassungsbeschwerden gegen das Klimaschutzgesetz teilweise erfolgreich
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Der IST-Zustand des Plangebiets sei damit weder quantitativ noch qualitativ ermittelt und beschrieben.Der Umweltbericht genüge überdies in Ansehung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 24.3.2021 (Az. 1 BvR 2656/18), der in Art. 20a GG enthaltenen Verpflichtung aller staatlichen Gewalt zum Klimaschutz und zur Herstellung von Klimaneutralität sowie des in § 13 KSG verankerten Berücksichtigungsgebots in keiner Weise den Anforderungen an die gebotene Ermittlung, Beschreibung und Bewertung des Schutzgutes Klima.Rn. 367 Das am 18.12.2019 in Kraft getretene Bundes-Klimaschutzgesetz vom 12.12.2019[BGBl. I S. 2513][BGBl. I S. 2513] (folgend: KSG) hat den maßgeblichen Rechtsrahmen für die nationale Klimapolitik geschaffen, das Klimaschutzziel des Grundgesetzes konkretisiert und durch § 1 Satz 3 KSG näher bestimmt.[vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18, 1 BvR 78, 96 und 288/20 -, BVerfGE 157, 30, Rn. 197, 208][vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18, 1 BvR 78, 96 und 288/20 -, BVerfGE 157, 30, Rn. 197, 208] Nach dem in § 13 Abs. 1 Satz 1 KSG normierten Berücksichtigungsgebot haben die Träger öffentlicher Aufgaben bei ihren Planungen und Entscheidungen den Zweck dieses Gesetzes und die zu seiner Erfüllung festgelegten Ziele zu berücksichtigen.
Die in § 1 Satz 3 KSG genannte Temperaturschwelle ist dabei als verfassungsrechtlich maßgebliche Konkretisierung des Klimaschutzziels des Grundgesetzes anzusehen.[vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18, 1 BvR 78, 96 und 288/20 -, BVerfGE 157, 30, Rn. 209][vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18, 1 BvR 78, 96 und 288/20 -, BVerfGE 157, 30, Rn. 209] Dementsprechend muss bei den Planungen und Entscheidungen die Frage in den Blick genommen werden, ob und inwieweit diese Einfluss auf die Treibhausgasemissionen haben und die Erreichung der Klimaziele gefährden können.[vgl. BVerwG, Urteil vom 4.5.2022 - 9 A 7/21 -, BVerwGE 175, 312-338, Rn. 77 - 78, m.w.N.][vgl. BVerwG, Urteil vom 4.5.2022 - 9 A 7/21 -, BVerwGE 175, 312-338, Rn. 77 - 78, m.w.N.].
Rn. 370 Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 24.3.2021 darauf hingewiesen, dass das relative Gewicht des Klimaschutzgebots in der Abwägung bei fortschreitendem Klimawandel weiter zunimmt.[vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18 u. a. -, Leitsatz 2a][vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.3.2021 - 1 BvR 2656/18 u. a. -, Leitsatz 2a] Dem Beigeladenen ist zwar zuzugeben, dass § 13 KSG auch im Lichte der "Klimaentscheidung" des Bundesverfassungsgerichts nicht im Sinne eines "Optimierungsgebotes" zu verstehen ist,[vgl. BVerwG, Beschluss vom 22.6.2023 - 7 VR 3/23 -, BVerwGE 179, 226-239, Rn. 40][vgl. BVerwG, Beschluss vom 22.6.2023 - 7 VR 3/23 -, BVerwGE 179, 226-239, Rn. 40] ihm also kein unbedingter Vorrang gegenüber anderen Belangen zukommt.[vgl. BT-Drs.
- BVerwG, 25.08.1997 - 4 NB 12.97
Bauplanungsrecht - Genehmigungsfähigkeit eines Eingriffe in Natur und Landschaft …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Auch rechtsstaatliche Grundsätze sind in einem solchen Fall berührt; denn Recht, dessen Vollzugsunfähigkeit im Zeitpunkt seines Erlasses feststeht, ist sinnlos.[vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13 sowie vom 12.11.2020 - 4 BV 15/20 -, juris, Rn. 6 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 117][vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13 sowie vom 12.11.2020 - 4 BV 15/20 -, juris, Rn. 6 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 117].Rn. 287 Es kann offen bleiben, ob ein "Hineinplanen in eine Befreiungslage"[vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14][vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14] zu Gunsten des Plangebers auch dann in Betracht kommen kann, wenn - wie hier - der Umweltbericht zu dem Ergebnis kommt, dass bereits entweder keine Zugriffsverbote griffen oder jedenfalls die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen für die Einhaltung der Vorgaben des § 44 BNatSchG ausreichend seien, sodass keine Ausnahmegenehmigungen erforderlich seien.[vgl. S. 51 des Umweltberichts][vgl. S. 51 des Umweltberichts] Stehen Zugriffsverbote in Rede und liegt kein gesetzlicher Ausnahmefall nach § 44 Abs. 5 BNatSchG, der Ausnahmen von den Verboten zulässt, vor, kann sich die Frage stellen, ob die Verwirklichung der in ihm vorgesehenen Festsetzungen durch Zulassung einer behördlichen Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG ermöglicht werden kann.
Nicht die Ausnahme als solche, wohl aber das Vorliegen einer Ausnahmelage ist dabei Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit des Plans.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)] Liegt eine Ausnahmelage vor, ist es dem Plangeber aus Gründen des Artenschutzes nicht verwehrt, in diese "hineinzuplanen".[vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441][vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441].
Rn. 335 Die Rechtsfolge der fehlenden Erforderlichkeit - hier in Gestalt der fehlenden Vollzugsfähigkeit - eines Bebauungsplanes ist die Nichtigkeit.[vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13][vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 13].
- BVerwG, 31.03.2023 - 4 A 10.21
Klagen gegen Höchstspannungsfreileitung im Bereich Gescher erfolglos
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Soweit das Bundesverwaltungsgericht in dem Urteil vom 31.3.2023, Az.: 4 A 10/21, ausgeführt habe, mit dem Verschließen von Baumhöhlen vor einer Gehölzentnahme und der damit bezweckten Verhinderung der Besiedlung als Winterquartier von Fledermäusen sollten Individuenverluste und folglich die Verwirklichung des Verbotstatbestands des Art. 12 Abs. 1 lit. a FFH-RL vermieden werden, wobei der damit einhergehende Verlust bestimmter von den Tieren genutzter Plätze bei einem weiter gefassten unionsrechtlichen Verständnis des Begriffs der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im Sinne eines funktionalen Verbundkomplexes den Verbotstatbestand des Art. 12 Abs. 1 lit. d FFH-RL nicht verwirkliche, wenn zugleich ein tauglicher Ersatz bestehe oder für einen solchen gesorgt werde, folge hieraus nichts anderes.Bei Hinweisen auf grundlegende Änderungen kann die Verwertbarkeit einer auch nur wenige Jahre zurückliegenden Bestandserfassung bereits erschüttert sein.[vgl. BVerwG, Urteile vom 31.3.2023 - 4 A 10.21 -, juris, Rn. 112, und vom 7.7.2022 - 9 A 1.21 -, juris, Rn. 96 sowie OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 63 - 64][vgl. BVerwG, Urteile vom 31.3.2023 - 4 A 10.21 -, juris, Rn. 112, und vom 7.7.2022 - 9 A 1.21 -, juris, Rn. 96 sowie OVG NRW, Urteil vom 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE -, juris, Rn. 63 - 64].
Rn. 275 Auch das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, dass eine Baumhöhlenkontrolle zusammen mit dem zugleich vorgesehenen Anbringen von Fledermauskästen als geeignete CEF-Maßnahme als Ersatz für verloren gegangene natürliche Quartiere anerkannt werden kann, wobei eine ausreichende Wirksamkeit belegt sein muss.[vgl. BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94][vgl. BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94].
UmweltR Nr. 68 Rn. 91] geht der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts gegenwärtig nicht mehr davon aus, dass der generalisierende Ansatz weiterhin den aktuell besten wissenschaftlichen Erkenntnisstand widerspiegelt, sondern verlangt - Fachkreisen folgend - eine artenbezogene Betrachtung.[vgl. BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94][vgl. BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94] Für eine artenbezogene Betrachtung spricht, dass die Akzeptanz von Ersatzhabitaten (hier: Fledermauskästen) bei den jeweiligen Fledermausarten ganz unterschiedlich ausgeprägt und bei manchen Arten von einer längeren Gewöhnungsphase zur Begründung einer "Kastentradition" abhängig ist.[vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94, 95 unter Hinweis auf die Untersuchungen von Zahn/Hammer (Zur Wirksamkeit von Fledermauskästen als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, Anliegen Natur 2017, 27 ff., Zahn/Hammer/Pfeiffer, Hinweisblatt zu artenschutzrechtlichen Maßnahmen für vorhabenbedingt zerstörte Fledermausquartiere, Anliegen Natur 2021, 11 ff.; sowie dieselben Autoren für die Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Bayern, Vermeidungs-, CEF- und FCS- Maßnahmen für vorhabenbedingt zerstörte Fledermausbaumquartiere, Stand Mai 2021) sowie auf Hurst (u. a.), Windkraft im Wald und Fledermausschutz - Überblick über den Kenntnisstand und geeignete Erfassungsmethoden und Maßnahmen, in: Voigt , Evidenzbasierter Fledermausschutz in Windkraftanlagen, 2020, S. 30 ff., 47; Veith u. a., Windkraft und Fledermausschutz im Wald - eine kritische Betrachtung der Planungs- und Zulassungspraxis, in: Voigt , Evidenzbasiertes Wildtiermanagement, 2023, S. 149 ff., 182 f.; siehe aus der Praxis der Planfeststellungsverfahren die artenschutzrechtliche Ersteinschätzung des Fachgutachters für TransnetBW im Verfahren 380-kV-Netzverstärkung Grafenrheinfeld - Kupferzell - Großgartach, Unterlagen zur Bundesfachplanung nach § 8 NABEG, vom 28.3.2019, S. 34, 98 ff.: kein Beleg für die Wirksamkeit von Fledermauskästen bei Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Kleiner Bartfledermaus und Mückenfledermaus][vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 31.3.2023 - 4 A 10/21 -, juris, Rn. 94, 95 unter Hinweis auf die Untersuchungen von Zahn/Hammer (Zur Wirksamkeit von Fledermauskästen als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, Anliegen Natur 2017, 27 ff., Zahn/Hammer/Pfeiffer, Hinweisblatt zu artenschutzrechtlichen Maßnahmen für vorhabenbedingt zerstörte Fledermausquartiere, Anliegen Natur 2021, 11 ff.; sowie dieselben Autoren für die Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Bayern, Vermeidungs-, CEF- und FCS- Maßnahmen für vorhabenbedingt zerstörte Fledermausbaumquartiere, Stand Mai 2021) sowie auf Hurst (u. a.), Windkraft im Wald und Fledermausschutz - Überblick über den Kenntnisstand und geeignete Erfassungsmethoden und Maßnahmen, in: Voigt , Evidenzbasierter Fledermausschutz in Windkraftanlagen, 2020, S. 30 ff., 47; Veith u. a., Windkraft und Fledermausschutz im Wald - eine kritische Betrachtung der Planungs- und Zulassungspraxis, in: Voigt , Evidenzbasiertes Wildtiermanagement, 2023, S. 149 ff., 182 f.; siehe aus der Praxis der Planfeststellungsverfahren die artenschutzrechtliche Ersteinschätzung des Fachgutachters für TransnetBW im Verfahren 380-kV-Netzverstärkung Grafenrheinfeld - Kupferzell - Großgartach, Unterlagen zur Bundesfachplanung nach § 8 NABEG, vom 28.3.2019, S. 34, 98 ff.: kein Beleg für die Wirksamkeit von Fledermauskästen bei Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Kleiner Bartfledermaus und Mückenfledermaus].
- OVG Hamburg, 11.04.2019 - 2 E 8/17
Normenkontrolle von Bauleitplänen; Abwägung mit naturschutzrechtlichen Belangen, …
Auszug aus OVG Saarland, 09.10.2025 - 2 C 168/24
Rn. 107 Zwar mag es denkbar sein, im Fall eines Angebotsbebauungsplans, mit dem ein überwiegend bebautes Gebiet oder auch eine Brachfläche überplant wird, eine Potenzialabschätzung in Bezug auf den Artenschutz ausreichen zu lassen.38[vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 29.10.2024 - 2 K 32/23 -, juris, Rn. 124][vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 29.10.2024 - 2 K 32/23 -, juris, Rn. 124] Auf Erkundungen vor Ort durch Begehung des Untersuchungsraums kann z.B. dann verzichtet werden, wenn im Wesentlichen nur intensiv genutzte Ackerflächen überplant werden, an die lediglich in Randbereichen neben der Bahn bzw. der vorhandenen Wohnbebauung einzelne Gärten angrenzen und die im Übrigen nur von einem schmalen Gehölzstreifen durchzogen werden.[vgl. OVG Hamburg, Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17.N -, juris, Rn. 66 zur Ermittlungstiefe in der Bauleitplanung (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17.N -, juris, Rn. 66 zur Ermittlungstiefe in der Bauleitplanung (m.w.N.)].Dem Plangeber obliegt es deshalb, im Verfahren der Planaufstellung vorausschauend zu ermitteln und zu beurteilen, ob die vorgesehenen Festsetzungen auf überwindbare artenschutzrechtliche Hindernisse treffen würden, und von Festsetzungen, denen ein dauerhaft rechtliches Hindernis in Gestalt artenschutzrechtlicher Verbote entgegenstünde, Abstand zu nehmen.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)].
Nicht die Ausnahme als solche, wohl aber das Vorliegen einer Ausnahmelage ist dabei Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit des Plans.[vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)][vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 1.4.2020 - 2 Es 1/20.N -, juris, Rn. 51 - 52 unter Hinweis auf das Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17 -, juris, Rn. 46 ff. (m.w.N.) sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N -, juris, Rn. 118-119 (m.w.N.)] Liegt eine Ausnahmelage vor, ist es dem Plangeber aus Gründen des Artenschutzes nicht verwehrt, in diese "hineinzuplanen".[vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441][vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.8.1997 - 4 NB 12/97 -, juris, Rn. 14 sowie Urteil vom 14.7.2011 - 9 A 12/10 -, BVerwGE 140, 149-178, Rn. 106; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5.7.2023 - 3 S 4259/20 -, juris, Rn. 47 sowie VGH Hessen, Urteil vom 15.12.2021 - 3 C 1465/16.N - juris, Rn. 441].
Drucksache 18/11939, S. 17] Denkbar wäre danach etwa, wichtige Infrastrukturvorhaben als ungeschriebenen Ausnahmegrund im Sinne des Art. 9 Abs. 1 VRL anzuerkennen.[vgl. hierzu: Gellermann, in: Landmann/Rohmer, UmweltR, 107. EL Mai 2025, BNatSchG § 45 Rn. 27 (m.w.N.) sowie OVG Hamburg, Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17.N -, juris, Rn. 59][vgl. hierzu: Gellermann, in: Landmann/Rohmer, UmweltR, 107. EL Mai 2025, BNatSchG § 45 Rn. 27 (m.w.N.) sowie OVG Hamburg, Urteil vom 11.4.2019 - 2 E 8/17.N -, juris, Rn. 59].
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Das Wolfsjagdverbot in Österreich ist gültig
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Umweltschützer unterliegen: Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen
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Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der A 26-Ost (Hamburg) …
- VGH Bayern, 18.01.2017 - 15 N 14.2033
Fortwirken von Mängeln des ursprünglichen Bebauungsplans auf eine Ergänzungs- …
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- BVerwG, 16.03.2006 - 4 A 1001.04
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- BVerwG, 06.10.2022 - 7 C 4.21
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Normenkontrolle; Bebauungsplan; Rechtsschutzinteresse; tatsächlicher Vorteil.
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- BVerwG, 18.01.2011 - 7 B 19.10
Ziele der Raumordnung; Abgrabung; Windenergieanlagen; Ausfuhrbeschränkung; …
- BVerwG, 22.05.2014 - 3 C 8.13
Schiedsstelle; Schiedsstellenentscheidung; Genehmigung des Schiedsspruchs; …
- BVerwG, 10.10.2012 - 9 A 18.11
Vereinigung; Klagebefugnis; Umweltverträglichkeitsprüfung; Umweltschutz; …
- VerfGH Bayern, 03.12.2013 - 8-VII-13
Popularklage gegen Bebauungsplan
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Abwägungsmangel bei der Planung zur Verhinderung von Immissionen; Ausweisung …
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Ein Mitgliedstaat darf eine Methode für den Fang von Vögeln, die zu Beifang …
- BVerwG, 30.06.2014 - 4 BN 38.13
Abwägungsrelevante Belange bei Angebotsbebauungsplan; Festsetzung eines …
- VGH Baden-Württemberg, 05.07.2023 - 3 S 4259/20
Pflicht zur korrekten Ausweisung einer klassifizierten Straße in einem …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 22.06.2023 - 2 D 347/21
Geltendmachung einer Verletzung des Abwägungsgebots durch Eigentümer eines …
- OVG Niedersachsen, 07.05.2024 - 7 MS 83/23
Vorläufiger Rechtsschutz gegen einen Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung …
- VGH Baden-Württemberg, 24.07.2019 - 5 S 2405/17
Notwendigkeit des Vorhandenenseins eines Entwässerungssystems bei Erlass des …
- OVG Saarland, 20.10.2011 - 2 C 510/09
Normenkontrollantrag eines Kiesabbau-Unternehmens gegen Bebauungsplan, der …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2025 - 10 B 336/25
Bebauungsplan; Normenkontrolleilverfahren; Vogelschutzgebiet; Unionsrecht; …
- OVG Sachsen-Anhalt, 29.10.2024 - 2 K 32/23
Festsetzung eines urbanen Gebiets
- EuGH, 11.01.2007 - C-183/05
Kommission / Irland - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Richtlinie …
- OVG Saarland, 25.11.2010 - 2 C 379/09
Normenkontrolle eines Bebauungsplans: Innenentwicklung; Erforderlichkeit; Eignung …
- EuGH, 10.09.2009 - C-76/08
Kommission / Malta - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Zulässigkeit - …
- BVerwG, 08.10.2025 - 9 A 4.24
Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der A 26-Ost (Hamburg) …
- OVG Schleswig-Holstein, 25.03.2025 - 1 KN 3/20
Unwirksamkeit eines Bebauungsplans
- VGH Bayern, 12.04.2023 - 15 N 22.1678
Unwirksamkeit eines Bebauungsplanes wegen Abwägungsmängeln
- VGH Bayern, 17.12.2024 - 15 N 23.1106
Erforderlichkeit eines Bebauungsplans
- VGH Bayern, 12.06.2023 - 2 NE 23.284
Eilverfahren gegen Bebauungsplan für Turnhalle mit Parkplatz und …
- VG Trier, 20.02.2020 - 9 L 497/20
Eilantrag gegen Rodung in Castelnau erfolglos
- VG Düsseldorf, 15.07.2025 - 8 K 3139/25
Streitwertkatalog, Niederlassungserlaubnis
- EuGH, 28.05.2020 - C-535/18
Land Nordrhein-Westfalen - Vorlage zur Vorabentscheidung - Umwelt - Übereinkommen …
- BVerfG, 23.03.2022 - 1 BvR 1187/17
Pflicht zur Beteiligung von Anwohnern und standortnahen Gemeinden an Windparks im …
- BVerwG, 05.08.2026 - 4 VR 1.26 Ob dies auch für das Bebauungsplanverfahren gilt oder das Baugesetzbuch für die Berücksichtigung des Klimaschutzes in der Bauleitplanung spezielle und abschließende Regelungen trifft, ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten (vgl. einerseits VGH Mannheim…, Urteil vom 18. Juli 2024 - 5 S 2374/22 - juris Rn. 83 f.; OVG Bremen…, Urteil vom 24. Juni 2025 - 1 D 316/24 - juris Rn. 113 f. und OVG Saarlouis, Urteil vom 9. Oktober 2025 - 2 C 168/24 - juris Rn. 364 ff.; andererseits OVG Schleswig…, Beschluss vom 7. Juli 2023 - 1 MR 9/20 - juris Rn. 65; OVG Lüneburg…, Urteil vom 2. Oktober 2024 - 1 KN 34/23 - juris Rn. 62) und hat dem Senat Anlass gegeben, die Revision zuzulassen.
- OVG Saarland, 28.04.2026 - 2 C 125/24
Erfolgreicher Normenkontrollantrag einer Umweltvereinigung gegen einen …
Rn. 83 Da es sich bei dem Antragsteller um eine anerkannte Vereinigung nach § 3 UmwRG handelt, steht es ihm gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 UmwRG frei, Rechtsbehelfe gegen Entscheidungen nach § 1 Abs. 1 Satz 1 UmwRG einzulegen, ohne eine Verletzung in eigenen Rechten im Sinne des § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO geltend machen zu müssen, wenn die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3, Satz 2 UmwRG eingehalten sind.[vgl. Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 72 sowie BayVGH, Beschluss vom 30.9.2024 - 1 NE 24.805 -, juris, Rn. 17][vgl. Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 72 sowie BayVGH, Beschluss vom 30.9.2024 - 1 NE 24.805 -, juris, Rn. 17] Eine solche Fallkonstellation liegt hier vor.Rn. 85 Es kann hier offenbleiben, ob es sich bei der in Streit stehenden 3. Änderung des Bebauungsplans "Garten Reden" um eine Zulassungsentscheidung im Sinne von § 2 Abs. 6 UVPG über die Zulässigkeit eines Vorhabens handelt, für das nach dem UVPG eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bestehen kann.[Im Einzelnen zu einer solchen Fallkonstellation: Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 74 ff.][Im Einzelnen zu einer solchen Fallkonstellation: Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 74 ff.].
Rn. 129 Auch formelle Rechtsvorschriften beziehungsweise Verfahrensfehler gehören zum Prüfungsumfang von Rechtsschutzbegehren einer anerkannten Naturschutzorganisation (vgl. § 2 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a UmwRG) und sind rügefähig, wenn ein Umweltbezug vorliegt.[vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 80 sowie Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 92][vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25.1.2024 - 1 C 10401/22.OVG -, juris, Rn. 80 sowie Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 92] Dies ist hier der Fall.
Fallbezogen tritt der Umstand hinzu, dass die Antragsgegnerin die "Zufahrt Halde" wohl als Anlage des öffentlichen Verkehrs (vgl. § 1 Abs. 2 Nr. 2 LBO) einordnet, sodass nicht von dem Bedürfnis einer gesonderten Baugenehmigung nach der Landesbauordnung ausgegangen wird[vgl. Beckmann, in: Stüer/Beckmann, Handbuch des Bau- und Fachplanungsrechts, 6. Auflage 2025, Rn. 5594 - 5596, Rn. 5603][vgl. Beckmann, in: Stüer/Beckmann, Handbuch des Bau- und Fachplanungsrechts, 6. Auflage 2025, Rn. 5594 - 5596, Rn. 5603] und daher der Prüfung der artenschutzrechtlichen Betroffenheit auf Ebene der Bauleitplanung besonderes Gewicht zukommt.[vgl. hierzu: Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 108][vgl. hierzu: Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 108].
Die Umweltprüfung genügt im Hinblick auf die Ermittlung der voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen nicht den Anforderungen des § 2 Abs. 4 BauGB i.V.m. der Anlage 1 zu § 2 Absatz 4 und den §§ 2a und 4c.[vgl. Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 96 - 97, 200 ff.][vgl. Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 96 - 97, 200 ff.].
- VGH Bayern, 10.02.2026 - 15 N 22.2160
Normenkontrollantrag anerkannter Umweltvereinigung, Bebauungsplan, Sondergebiet …
Der Bebauungsplan "SO am nördlichen L." leidet nicht an zum Prüfungsumfang gem. § 2 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UmwRG zählenden (…vgl. BVerwG, U.v. 24.4.2024 - 4 CN 2.23 - juris Rn. 29; OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24 - juris Rn. 92), beachtlichen Fehlern, die zu seiner Unwirksamkeit führen.Überall dort, wo materielles Bundesrecht auslegungsbedürftige Rechtsbegriffe verwendet oder Planungs-, Beurteilungs- oder Ermessensspielräume konstituiert, sind der Zweck und die Ziele des Bundes-Klimaschutzgesetzes als (mit-)entscheidungserhebliche Gesichtspunkte in die Erwägungen einzustellen (vgl. OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24 - juris Rn. 367).
Er begründet aber eine Pflicht zur Ermittlung der CO2-relevanten Auswirkungen im Verfahren der Bauleitplanung (vgl. OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 a.a.O. juris Rn. 374).
Unabhängig davon, ob eine solche Bilanzierung der CO2-Auswirkungen für erforderlich gehalten wird oder nicht (vgl. OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24 - juris Rn. 374;… a.A. OVG Nds, U.v. 2.10.2024 - 1 KN 34/23 - juris Rn. 64), hat ein eventueller Ermittlungsfehler i.S.d. § 2 Abs. 3 BauGB (vgl. OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 a.a.O. juris Rn. 375) hier aber keinen Einfluss auf das Abwägungsergebnis (§ 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BauGB).
Als Leitlinie für die Praxis mag es dabei im Ansatz sinnvoll sein, die Tauglichkeit der Datengrundlage an einer zeitlichen - i.d.R. - fünfjährigen Grenze auszurichten (…vgl. BVerwG, U.v. 31.3.2023 - 4 A 10.21 - juris Rn. 112;… OVG NW, U.v. 10.9.2025 - 10 D 228/24.NE - juris Rn. 63; OVG Saarl, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24 - juris Rn. 111).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.06.2026 - 22 D 33/24
Regionalplan Ruhr unwirksam
OVG, Urteil vom 9. Oktober 2025 - 2 C 168/24 -, KlimR 2026, 93 = juris Rn. 374. - OVG Nordrhein-Westfalen, 12.06.2026 - 22 D 75/25
Regionalplan Ruhr unwirksam
OVG, Urteil vom 9. Oktober 2025 - 2 C 168/24 -, KlimR 2026, 93 = juris Rn. 374. - OVG Nordrhein-Westfalen, 12.06.2026 - 22 D 261/24
Regionalplan Ruhr unwirksam
OVG, Urteil vom 9. Oktober 2025 - 2 C 168/24 -, KlimR 2026, 93 = juris Rn. 374. - VGH Bayern, 30.07.2026 - 9 NE 26.405
Einstweiliger Rechtsschutz im Normenkontrollverfahren, Verkehrslärm, …
Darüber hinaus sei - unter Verweis auf OVG Saarlouis, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24 - Seite 50 f. - wegen der Inanspruchnahme von 68.700 m² Nettobauland (allgemeine Wohngebiete 54.600 m², Mischgebiete 8.547 m², urbane Gebiete 3.391 m², Gemeinbedarfsflächen 2.161 m²) im bisherigen Außenbereich davon auszugehen, dass die Fallgruppe des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a UmwRG einschlägig sei.Da bereits die Erfassungen und Erhebungen der Artengruppen unzureichend erfolgt seien, hätte mangels geeigneter Datengrundlage eine belastbare Bewertung der Vermeidung des Eintritts von Verbotstatbeständen nicht erfolgen können (unter Verweis auf OVG Saarlouis, U.v. 9.10.2025 - 2 C 168/24).
- OVG Saarland, 07.08.2026 - 2 E 94/26
Zur Anwendbarkeit des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025
Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, wonach bei der Bestimmung des Streitwerts auf den Streitwertkatalog 2013 und nicht auf den Streitwertkatalog 2025 abzustellen ist, wenn eine Klage oder ein Antrag vor der Publikation des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025 anhängig geworden ist.[vgl. hierzu etwa Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 383, Beschluss des Senats vom 26.5.2026 - 2 E 21/26 -, n.v. Fn. 3 sowie OVG des Saarlandes, Beschluss vom 15.5.2026 - 1 E 210/25 -, juris; ebenso: BayVGH, Beschluss vom 14.4.2026 - 15 C 26.130 -, Rn. Juris unter Hinweis auf VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 7.7.2025 - 3 S 461/25 -, juris, Rn. 83][vgl. hierzu etwa Urteil des Senats vom 9.10.2025 - 2 C 168/24 -, juris, Rn. 383, Beschluss des Senats vom 26.5.2026 - 2 E 21/26 -, n.v. Fn. 3 sowie OVG des Saarlandes, Beschluss vom 15.5.2026 - 1 E 210/25 -, juris; ebenso: BayVGH, Beschluss vom 14.4.2026 - 15 C 26.130 -, Rn. Juris unter Hinweis auf VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 7.7.2025 - 3 S 461/25 -, juris, Rn. 83]. - OVG Saarland, 25.11.2025 - 1 A 182/24
Anerkennung einer Corona-Infektion als Dienstunfall/Diensterkrankung
Rn. 56 Die der erstinstanzlichen Entscheidung folgende Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 63 Abs. 2 Satz 1, 47 Abs. 1, 52 Abs. 2 GKG i.V.m. Ziff. 10.8 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2013.[vgl. zum maßgeblichen Zeitpunkt für die Streitwertfestsetzung im Hinblick auf den am 01.07.2025 in Kraft getretenen Streitwertkatalog für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025 (der im Übrigen in Ziff. 10.4 für die Anerkennung eines Dienstunfalls weiterhin den Auffangwert zugrunde legt): OVG des Saarlandes, Urteil vom 09.10.2025 - 2 C 168/24 -, UA S. 129, veröffentlicht unter https://www.saarland.de/ovg/DE/institution/aktuelle-meldungen/spruchpraxis] [vgl. zum maßgeblichen Zeitpunkt für die Streitwertfestsetzung im Hinblick auf den am 01.07.2025 in Kraft getretenen Streitwertkatalog für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025 (der im Übrigen in Ziff. 10.4 für die Anerkennung eines Dienstunfalls weiterhin den Auffangwert zugrunde legt): OVG des Saarlandes, Urteil vom 09.10.2025 - 2 C 168/24 -, UA S. 129, veröffentlicht unter https://www.saarland.de/ovg/DE/institution/aktuelle-meldungen/spruchpraxis].
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