Webinar: Kostenloses Webinar zum neuen KI-Assistenten morgen, 14. Oktober 2026 11:30 Uhr Unverbindlich anmelden
×
×
Doctrine-WebinarNicht verpassen
Kostenloses Webinar zum neuen KI-Assistenten morgen, 14. Oktober 2026 11:30 - 12:00 Uhr
Unverbindlich anmelden

Rechtsprechung
   BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,18020
BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22 (https://dejure.org/2024,18020)
BVerwG, Entscheidung vom 25.07.2024 - 3 CN 3.22 (https://dejure.org/2024,18020)
BVerwG, Entscheidung vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 (https://dejure.org/2024,18020)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2024,18020) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (8)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • openjur.de
  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 und 3, Art. 20 Abs. 3; IfSG i. d. F. des Gesetzes vom 27. März 2020 § 28 Abs. 1, § 32; SächsCoronaSchVO vom 17. April 2020 § 7
    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie

  • rechtsinformationen.bund.de

    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie (hier: Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 3 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 14 Abs 3 GG, Art 20 Abs 3 GG
    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie (hier: Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche)

  • doev.de PDF

    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie; Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche

  • datenbank.nwb.de

    Beschränkungen des Einzelhandels anlässlich der Corona-Pandemie

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 17. April 2020 war rechtmäßig

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Corona-Lockdown - und die Einzelhandelsgeschäfte über 800 m²

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Corona-Pandemie: Schließung großer Geschäfte war zulässig

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Zulässigkeit der Schließung großer Einzelhandelsgeschäfte durch Corona-Verordnung

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 183, 119
  • NVwZ 2025, 79
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (25)Zitiert selbst (27)

  • BVerwG, 22.11.2022 - 3 CN 1.21

    Corona-Verordnungen: Sächsische Kontaktbeschränkungen waren verhältnismäßig

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Dass die Voraussetzungen, unter denen nach diesen Vorschriften Ge- oder Verbote zur Bekämpfung einer übertragbaren Krankheit erlassen werden konnten, vorlagen und Ge- oder Verbote, die - wie hier - unabhängig von einem Krankheits- oder Ansteckungsverdacht an jeden im Geltungsbereich der Verordnung gerichtet sind, notwendige Schutzmaßnahmen im Sinne der infektionsschutzrechtlichen Generalklausel sein können, hat der Senat für andere Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17. April 2020 bereits entschieden (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 15 ff. …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 18 und Rn. 20 ff. ).

    Rn. 14 3. § 32 i. V. m. § 28 Abs. 1 IfSG war in dieser Auslegung (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 21 ff.) bei Erlass der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17. April 2020 und auch während ihrer Geltungsdauer eine verfassungsgemäße Grundlage für die angegriffene Verordnungsvorschrift.

    In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass die Generalklausel des (§ 32 Satz 1 i. V. m.) § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG als Grundlage für Rechtsverordnungen zur Bekämpfung von COVID-19 in der hier maßgeblichen Zeit den Anforderungen des Bestimmtheitsgebotes (Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG) sowie des Demokratie- und Rechtsstaatsprinzips (Art. 20 Abs. 2 und 3 GG) entsprach (BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 34 ff. …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 27 f.; ebenso BVerwG…, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 21 ff. ).

    Rn. 32 Der Senat hat bereits entschieden, dass die Kontaktbeschränkungen (§ 2 Abs. 1), das Abstandsgebot (§ 2 Abs. 2), die Untersagung der Öffnung von Sporteinrichtungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1) und die Schließung von Gastronomiebetrieben (§ 5 Satz 1 SächsCoronaSchVO) verhältnismäßig waren (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 47 ff. …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 18).

    Rn. 33 a) Das vom Verordnungsgeber mit dem Erlass der Vorschrift verfolgte Ziel, die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 und der Krankheit COVID-19 zu verlangsamen (…UA Rn. 43 i. V. m. Rn. 42, 58), stand mit dem Zweck der Verordnungsermächtigung im Einklang (BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 49 …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 31).

    Die Annahme des Verordnungsgebers, dass dieses Ziel ohne die erlassenen Beschränkungen des Einzelhandels gefährdet und die Gefahr wegen einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems dringlich war, hatte eine tragfähige Grundlage (…UA Rn. 43 i. V. m. Rn. 42, 45; BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 52 ff. …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - a. a. O. Rn. 32 ff.).

    Rn. 35 Es hat einen zutreffenden Maßstab für die Prüfung der Eignung zugrunde gelegt und angenommen, dass dem Verordnungsgeber seinerzeit bei der Beurteilung der Eignung einer Regelung ein tatsächlicher Einschätzungsspielraum zustand, der in Bezug auf die Einhaltung seiner Grenzen verwaltungsgerichtlicher Kontrolle unterliegt (…UA Rn. 60 f.; BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 59 …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 36).

    Auch insoweit ist es von einem zutreffenden Maßstab ausgegangen (…UA Rn. 62; BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 63 …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 37, jeweils m. w. N.).

    Rn. 41 d) Das Oberverwaltungsgericht hat ohne Verstoß gegen Bundesrecht angenommen, dass die in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO angeordneten Beschränkungen des Einzelhandels angemessen und damit verhältnismäßig im engeren Sinne waren (zum Maßstab: BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 75 …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 44, jeweils m. w. N.).

    Rn. 42 Die Eingriffe in die Berufsausübungsfreiheit der betroffenen Grundrechtsträger (Art. 12 Abs. 1 GG) hatten Gewicht (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 82 f. ).

    Gemildert wurde das Gewicht der Grundrechtseingriffe durch die Möglichkeit des Onlinehandels (…UA Rn. 69) sowie durch staatliche Hilfsprogramme, die für die von den Öffnungsverboten betroffenen Geschäfte und Betriebe vorgesehen waren (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 82 f. …und vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 69, jeweils m. w. N.).

    Die Annahme des Oberverwaltungsgerichts, der Verordnungsgeber habe mit der Regelung in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO einen angemessenen Ausgleich zwischen dem Gewicht der Grundrechtseingriffe und den mit ihnen verfolgten besonders bedeutsamen Gemeinwohlbelangen gefunden (…UA Rn. 67 ff.), ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 81, 83 …und vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - a. a. O. Rn. 72).

  • BVerwG, 21.06.2023 - 3 CN 1.22

    Untersagung von Versammlungen durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Rn. 11 b) Ist die angegriffene Norm - wie hier - während der Anhängigkeit des Normenkontrollantrags außer Kraft getreten, besteht ein Rechtsschutzbedürfnis trotz Erledigung des ursprünglichen Rechtsschutzziels unter anderem dann fort, wenn ein gewichtiger Grundrechtseingriff von solcher Art geltend gemacht wird, dass gerichtlicher Rechtsschutz dagegen typischerweise nicht vor Erledigungseintritt erlangt werden kann (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 13 …und vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - juris Rn. 14, jeweils m. w. N.).

    Dass die Voraussetzungen, unter denen nach diesen Vorschriften Ge- oder Verbote zur Bekämpfung einer übertragbaren Krankheit erlassen werden konnten, vorlagen und Ge- oder Verbote, die - wie hier - unabhängig von einem Krankheits- oder Ansteckungsverdacht an jeden im Geltungsbereich der Verordnung gerichtet sind, notwendige Schutzmaßnahmen im Sinne der infektionsschutzrechtlichen Generalklausel sein können, hat der Senat für andere Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17. April 2020 bereits entschieden (…vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 15 ff. und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 18 und Rn. 20 ff. ).

    In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass die Generalklausel des (§ 32 Satz 1 i. V. m.) § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG als Grundlage für Rechtsverordnungen zur Bekämpfung von COVID-19 in der hier maßgeblichen Zeit den Anforderungen des Bestimmtheitsgebotes (Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG) sowie des Demokratie- und Rechtsstaatsprinzips (Art. 20 Abs. 2 und 3 GG) entsprach (…BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 34 ff. und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 27 f.; ebenso BVerwG…, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 21 ff. ).

    Es ist nicht ersichtlich, dass sie die durch das Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) und das Willkürverbot (Art. 3 Abs. 1 GG) gezogenen Auslegungsgrenzen (vgl. BVerwG, Urteile vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 16 …und vom 15. Februar 2024 - 3 CN 17.22 - juris Rn. 18, jeweils m. w. N.) übersteigt.

    Rn. 32 Der Senat hat bereits entschieden, dass die Kontaktbeschränkungen (§ 2 Abs. 1), das Abstandsgebot (§ 2 Abs. 2), die Untersagung der Öffnung von Sporteinrichtungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1) und die Schließung von Gastronomiebetrieben (§ 5 Satz 1 SächsCoronaSchVO) verhältnismäßig waren (…vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 47 ff. und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 18).

    Rn. 33 a) Das vom Verordnungsgeber mit dem Erlass der Vorschrift verfolgte Ziel, die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 und der Krankheit COVID-19 zu verlangsamen (…UA Rn. 43 i. V. m. Rn. 42, 58), stand mit dem Zweck der Verordnungsermächtigung im Einklang (…BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 49 und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 31).

    Die Annahme des Verordnungsgebers, dass dieses Ziel ohne die erlassenen Beschränkungen des Einzelhandels gefährdet und die Gefahr wegen einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems dringlich war, hatte eine tragfähige Grundlage (…UA Rn. 43 i. V. m. Rn. 42, 45;… BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 52 ff. und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - a. a. O. Rn. 32 ff.).

    Rn. 35 Es hat einen zutreffenden Maßstab für die Prüfung der Eignung zugrunde gelegt und angenommen, dass dem Verordnungsgeber seinerzeit bei der Beurteilung der Eignung einer Regelung ein tatsächlicher Einschätzungsspielraum zustand, der in Bezug auf die Einhaltung seiner Grenzen verwaltungsgerichtlicher Kontrolle unterliegt (…UA Rn. 60 f.;… BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 59 und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 36).

    Auch insoweit ist es von einem zutreffenden Maßstab ausgegangen (…UA Rn. 62;… BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 63 und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 37, jeweils m. w. N.).

    Rn. 37 Die Prognose des Verordnungsgebers, ihm hätten zur Erreichung des Ziels, physische Kontakte zu beschränken, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen, keine anderen, gleich wirksamen, aber weniger belastenden Maßnahmen zur Verfügung gestanden, beruhte nach den im angefochtenen Urteil getroffenen, für das Revisionsverfahren verbindlichen (§ 137 Abs. 2 VwGO) Feststellungen auf tragfähigen tatsächlichen Annahmen und war plausibel (…vgl. zum Einschätzungsspielraum des Verordnungsgebers: BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 2.21 - BVerwGE 177, 92 Rn. 17 ff. und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 38, jeweils m. w. N).

    Rn. 41 d) Das Oberverwaltungsgericht hat ohne Verstoß gegen Bundesrecht angenommen, dass die in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO angeordneten Beschränkungen des Einzelhandels angemessen und damit verhältnismäßig im engeren Sinne waren (…zum Maßstab: BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60 Rn. 75 und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 44, jeweils m. w. N.).

    Den gewichtigen Grundrechtseingriffen standen Gemeinwohlbelange von überragender Bedeutung gegenüber (BVerwG, Urteil vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 49 m. w. N.).

  • BVerwG, 24.11.2005 - 4 C 10.04

    Großflächiger Einzelhandelsbetrieb; Großflächigkeit; Verkaufsfläche; …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    In der vom Oberverwaltungsgericht in Bezug genommenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 11 Abs. 3 BauNVO ist auch der Begriff der Verkaufsfläche geklärt; mithilfe ihrer Größe wird das Merkmal der Großflächigkeit bestimmt (vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 …und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10).

    Dazu gehören auch Bereiche eines Ladengeschäfts, die vom Kunden (aus betrieblichen und hygienischen Gründen) zwar nicht betreten werden dürfen, in denen aber die Ware für ihn sichtbar ausliegt (z. B. Käse-, Fleisch- und Wursttheke u. ä.), ebenso Flächen des Windfangs und des Kassenvorraums, einschließlich eines Bereichs zum Einpacken der Ware und Entsorgen des Verpackungsmaterials (BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 …und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10), nicht aber die Abstellfläche für Einkaufswagen außerhalb des Gebäudes (BVerwG…, Urteil vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - a. a. O. Rn. 11 ff.).

    Sie soll den Einzelhandel an den Standorten sichern, die in das städtebauliche Ordnungssystem funktionsgerecht eingebunden sind, und verhindern, dass durch die Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben an peripheren Standorten die wirtschaftliche Existenz derjenigen Betriebe bedroht wird, die eine verbrauchernahe Versorgung gewährleisten (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. August 2002 - 4 C 5.01 - BVerwGE 117, 25 , vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 …und vom 24. April 2024 - 4 C 1.23 - juris Rn. 28).

    Sie ist ein Maß, um in städtebaulicher Hinsicht die Attraktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Einzelhandelsbetrieben typisierend zu erfassen (BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - a. a. O. …und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10, 12).

    Mit dem Begriff der Großflächigkeit im Sinne des § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BauNVO sollen Betriebe mit einem Warenangebot auf großer Fläche erfasst werden, weil solche Betriebe im Allgemeinen auch einen großen Einzugsbereich haben (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. Mai 1987 - 4 C 19.85 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 9 S. 2, vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 …und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 12).

    Sie wird zudem durch die Wertung des § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BauNVO gestützt, wonach die Nutzungsart der in dieser Vorschrift genannten Einkaufszentren typischerweise ein Beeinträchtigungspotential aufweist, das es rechtfertigt, sie einem städtebaurechtlichen Sonderregime zu unterwerfen (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. August 2002 - 4 C 5.01 - BVerwGE 117, 25 und vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 ).

  • BVerwG, 16.05.2023 - 3 CN 6.22

    Schließung von Einrichtungen des Freizeitsports mit zugelassener Ausnahme durch …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Die Antragstellerin kann geltend machen, durch die angegriffene Rechtsvorschrift in ihren Rechten verletzt worden zu sein, und sie hat das erforderliche berechtigte Interesse an der Feststellung, dass die Rechtsvorschrift unwirksam war (zu den Zulässigkeitsvoraussetzungen vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 9 f. m. w. N.).

    Dass die Antragstellerin in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung beruflich tätig ist, führt nicht zu einer anderen Bewertung (BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 12, 16 …und vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - juris Rn. 14;… vgl. auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 23. März 2022 - 1 BvR 1295/21 - NJW 2022, 1672 Rn. 25).

    In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass die Generalklausel des (§ 32 Satz 1 i. V. m.) § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG als Grundlage für Rechtsverordnungen zur Bekämpfung von COVID-19 in der hier maßgeblichen Zeit den Anforderungen des Bestimmtheitsgebotes (Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG) sowie des Demokratie- und Rechtsstaatsprinzips (Art. 20 Abs. 2 und 3 GG) entsprach (…BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 34 ff. …und vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 27 f.; ebenso BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 21 ff. ).

    Gemildert wurde das Gewicht der Grundrechtseingriffe durch die Möglichkeit des Onlinehandels (…UA Rn. 69) sowie durch staatliche Hilfsprogramme, die für die von den Öffnungsverboten betroffenen Geschäfte und Betriebe vorgesehen waren (…vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 82 f. und vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 69, jeweils m. w. N.).

    Die Annahme des Oberverwaltungsgerichts, der Verordnungsgeber habe mit der Regelung in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO einen angemessenen Ausgleich zwischen dem Gewicht der Grundrechtseingriffe und den mit ihnen verfolgten besonders bedeutsamen Gemeinwohlbelangen gefunden (…UA Rn. 67 ff.), ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden (…vgl. BVerwG, Urteile vom 22. November 2022 - 3 CN 1.21 - a. a. O. Rn. 81, 83 und vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - a. a. O. Rn. 72).

    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 75 …und vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 14, jeweils m. w. N.).

  • BVerwG, 09.11.2016 - 4 C 1.16

    Abstellen von Einkaufswagen; Einkaufswagen; Einzelhandelsbetrieb; Gebäude; …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    In der vom Oberverwaltungsgericht in Bezug genommenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 11 Abs. 3 BauNVO ist auch der Begriff der Verkaufsfläche geklärt; mithilfe ihrer Größe wird das Merkmal der Großflächigkeit bestimmt (vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10).

    Dazu gehören auch Bereiche eines Ladengeschäfts, die vom Kunden (aus betrieblichen und hygienischen Gründen) zwar nicht betreten werden dürfen, in denen aber die Ware für ihn sichtbar ausliegt (z. B. Käse-, Fleisch- und Wursttheke u. ä.), ebenso Flächen des Windfangs und des Kassenvorraums, einschließlich eines Bereichs zum Einpacken der Ware und Entsorgen des Verpackungsmaterials (BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10), nicht aber die Abstellfläche für Einkaufswagen außerhalb des Gebäudes (BVerwG, Urteil vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - a. a. O. Rn. 11 ff.).

    Sie ist ein Maß, um in städtebaulicher Hinsicht die Attraktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Einzelhandelsbetrieben typisierend zu erfassen (…BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - a. a. O. und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 10, 12).

    Mit dem Begriff der Großflächigkeit im Sinne des § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BauNVO sollen Betriebe mit einem Warenangebot auf großer Fläche erfasst werden, weil solche Betriebe im Allgemeinen auch einen großen Einzugsbereich haben (vgl. BVerwG, Urteile vom 22. Mai 1987 - 4 C 19.85 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 9 S. 2, vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 und vom 9. November 2016 - 4 C 1.16 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 220 Rn. 12).

  • BVerwG, 18.04.2024 - 3 CN 8.22

    2G-Zugangsbeschränkungen für nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienende …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Rn. 11 b) Ist die angegriffene Norm - wie hier - während der Anhängigkeit des Normenkontrollantrags außer Kraft getreten, besteht ein Rechtsschutzbedürfnis trotz Erledigung des ursprünglichen Rechtsschutzziels unter anderem dann fort, wenn ein gewichtiger Grundrechtseingriff von solcher Art geltend gemacht wird, dass gerichtlicher Rechtsschutz dagegen typischerweise nicht vor Erledigungseintritt erlangt werden kann (…stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168 Rn. 13 und vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - juris Rn. 14, jeweils m. w. N.).

    Dass die Antragstellerin in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung beruflich tätig ist, führt nicht zu einer anderen Bewertung (…BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 12, 16 und vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - juris Rn. 14;… vgl. auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 23. März 2022 - 1 BvR 1295/21 - NJW 2022, 1672 Rn. 25).

    Es genügt, wenn sich mithilfe der anerkannten Auslegungsregeln feststellen lässt, unter welchen tatbestandlichen Voraussetzungen die Rechtsfolge eintreten soll (stRspr, vgl. BVerfG…, Beschluss vom 27. April 2022 - 1 BvR 2649/21 - BVerfGE 161, 299 Rn. 142 m. w. N.;… BVerwG, Urteile vom 15. Februar 2024 - 3 CN 17.22 - juris Rn. 21 und vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - juris Rn. 40).

    Rn. 46 Seine Annahme, dieser Maßstab gelte auch für den Verordnungsgeber, dessen Gestaltungsspielraum aber nur in dem von der gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage abgesteckten Rahmen bestehe (…UA Rn. 74), unterliegt keinen Bedenken; sie entspricht den Anforderungen des Art. 80 Abs. 1 GG (BVerwG, Urteile vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 15 und - 3 CN 8.22 - juris Rn. 21, jeweils m. w. N.).

  • BVerwG, 16.05.2023 - 3 CN 4.22

    Schließung von Gastronomiebetrieben Ende Oktober 2020 auf der Grundlage der …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Des Weiteren hat der Senat bereits entschieden, dass das Fehlen einer gesetzlichen Regelung zu Entschädigungs- und Ausgleichszahlungen für auf § 32 i. V. m. § 28 Abs. 1 IfSG gestützte vorübergehende Schließungen von Gastronomiebetrieben keinen verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 60 ff. und - 3 CN 5.22 - NVwZ 2023, 1846 Rn. 57 ff.).

    Zu einer Enteignung im Sinne von Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG haben die in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO geregelten Beschränkungen des Einzelhandels nicht geführt (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 63).

    Ein etwaiger Schutz des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs geht hier jedenfalls nicht weiter als der durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistete Schutz (vgl. BVerfG…, Urteil vom 6. Dezember 2016 - 1 BvR 2821/11 u. a. - BVerfGE 143, 246 Rn. 240 m. w. N.;… Beschluss vom 30. Juni 2020 - 1 BvR 1679/17 u. a. - BVerfGE 155, 238 Rn. 86; BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - a. a. O. Rn. 65 f.).

  • BVerwG, 18.04.2024 - 3 CN 7.22

    Corona-Pandemie: Oberverwaltungsgericht des Saarlandes muss erneut über die …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Ein solches Präjudizinteresse ist allerdings nicht bereits deshalb zu verneinen, weil ein Entschädigungs- oder Schadensersatzanspruch für einen Eingriff durch eine rechtswidrige Verordnungsvorschrift von vornherein ausgeschlossen wäre (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 10; BGH…, Urteil vom 3. August 2023 - III ZR 54/22 - BGHZ 238, 105 Rn. 29).

    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 75 und vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 14, jeweils m. w. N.).

    Rn. 46 Seine Annahme, dieser Maßstab gelte auch für den Verordnungsgeber, dessen Gestaltungsspielraum aber nur in dem von der gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage abgesteckten Rahmen bestehe (…UA Rn. 74), unterliegt keinen Bedenken; sie entspricht den Anforderungen des Art. 80 Abs. 1 GG (BVerwG, Urteile vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 15 und - 3 CN 8.22 - juris Rn. 21, jeweils m. w. N.).

  • BVerwG, 01.08.2002 - 4 C 5.01

    Factory Outlet Center; Einkaufszentrum; Außenbereichsvorhaben; Beeinträchtigung …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Sie soll den Einzelhandel an den Standorten sichern, die in das städtebauliche Ordnungssystem funktionsgerecht eingebunden sind, und verhindern, dass durch die Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben an peripheren Standorten die wirtschaftliche Existenz derjenigen Betriebe bedroht wird, die eine verbrauchernahe Versorgung gewährleisten (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. August 2002 - 4 C 5.01 - BVerwGE 117, 25 , vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 …und vom 24. April 2024 - 4 C 1.23 - juris Rn. 28).

    Sie wird zudem durch die Wertung des § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BauNVO gestützt, wonach die Nutzungsart der in dieser Vorschrift genannten Einkaufszentren typischerweise ein Beeinträchtigungspotential aufweist, das es rechtfertigt, sie einem städtebaurechtlichen Sonderregime zu unterwerfen (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. August 2002 - 4 C 5.01 - BVerwGE 117, 25 und vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 ).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.09.2022 - 13 D 38/20

    Untersagung des Betriebs von Handelseinrichtungen mit einer Verkaufsfläche von …

    Auszug aus BVerwG, 25.07.2024 - 3 CN 3.22
    Rn. 54 (b) Danach beruhte die Einschätzung des Verordnungsgebers, Ladengeschäfte mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche hätten aufgrund des umfangreicheren Warensortiments regelmäßig eine größere Attraktivität und zögen mehr Kunden an als kleinere Geschäfte, auf ausreichend tragfähigen Annahmen und war plausibel (vgl. OVG Bremen…, Urteil vom 19. April 2022 - 1 D 104/20 - juris Rn. 87 ff.; OVG Saarlouis…, Urteil vom 15. September 2022 - 2 C 121/20 - juris Rn. 46; OVG Münster, Urteil vom 22. September 2022 - 13 D 38/20.NE - juris Rn. 354 i. V. m. Rn. 245 ff. m. w. N.; VG Hamburg…, Urteil vom 21. Dezember 2022 - 2 K 1670/20 - juris Rn. 196; VG Berlin…, Urteil vom 13. Januar 2023 - 14 K 58/20 - juris Rn. 76).

    Ausgehend von seinem - plausiblen - Schutzkonzept der schrittweisen Lockerungsmaßnahmen (…UA Rn. 43 i. V. m. Rn. 42, 61) war es deshalb vertretbar, Elektronikfachmärkte zunächst weiter geschlossen zu halten (vgl. zur Privilegierung von Buchläden: OVG Münster, Urteil vom 22. September 2022 - 13 D 38/20.NE - juris Rn. 377 ff. m. w. N.; a. A.: VGH München…, Urteil vom 6. Oktober 2022 - 20 N 20.794 - BayVBl. 2023, 224 Rn. 88).

  • BVerwG, 15.02.2024 - 3 CN 17.22

    Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie

  • BVerfG, 06.12.2016 - 1 BvR 2821/11

    Die Dreizehnte Novelle des Atomgesetzes ist im Wesentlichen mit dem Grundgesetz …

  • BVerwG, 22.11.2022 - 3 CN 2.21

    Corona-Verordnungen: Ausgangsbeschränkung in Bayern war unverhältnismäßig

  • BVerfG, 30.06.2020 - 1 BvR 1679/17

    Verfassungsbeschwerden gegen Windenergie-auf-See-Gesetz wegen fehlender …

  • BVerwG, 24.11.2005 - 4 C 14.04

    Großflächiger Einzelhandelsbetrieb; Großflächigkeit; Verkaufsfläche; …

  • BVerwG, 24.04.2024 - 4 C 1.23

    Abwehrrechte einer Nachbargemeinde gegen die Genehmigung eines großflächigen …

  • BVerwG, 22.05.1987 - 4 C 19.85

    Großflächiger Einzelhandelsbetrieb

  • VGH Bayern, 06.10.2022 - 20 N 20.794

    Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern: Verstoß von Betriebsschließungen gegen …

  • OVG Bremen, 19.04.2022 - 1 D 104/20

    Verkaufsflächenbeschränkung auf 800 m² im April 2020 - 800 m²; Einzelhandel; …

  • OVG Saarland, 15.09.2022 - 2 C 121/20

    Untersagung der Öffnung von Ladenlokalen mit mehr als 800 m² Verkaufsfläche …

  • VG Hamburg, 21.12.2022 - 2 K 1670/20

    Corona-Krise; Verkaufsflächenbeschränkung auf 800 m² für Warenhäuser; Hamburg

  • VG Berlin, 13.01.2023 - 14 K 58.20
  • BVerfG, 27.04.2022 - 1 BvR 2649/21

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Pflicht zum Nachweis einer Impfung …

  • BGH, 03.08.2023 - III ZR 54/22

    Keine Entschädigung für coronabedingte Einnahmeausfälle eines Berufsmusikers in …

  • BVerfG, 23.03.2022 - 1 BvR 1295/21

    Verfassungsbeschwerde gegen die Gastronomiebeschränkungen durch die …

  • BVerwG, 16.05.2023 - 3 CN 5.22

    Schließung von Gastronomiebetrieben Ende Oktober 2020 auf der Grundlage der …

  • BVerwG, 21.02.2013 - 7 C 4.12

    Bundesrecht; Landesrecht; Verweisung; Bezugnahme; Rezeption; Anknüpfung; …

  • OVG Saarland, 09.09.2025 - 2 C 142/24

    Corona-Krise; Schließung von Ladengeschäften des Einzelhandels Frühjahr 2020 im …

    Die in den vorzitierten Fassungen des § 32 Satz 1 IfSG i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG a.F. enthaltene infektionsschutzrechtliche Generalklausel war - was das Bundesverwaltungsgericht auch fallbezogen mit Urteil vom 4.7.2024 (Az.: 3 CN 15/22) nochmals klargestellt hat - zum Zeitpunkt des Erlasses von § 5 Abs. 4 und Abs. 5 VO-CP und während der zweiwöchigen Geltungsdauer dieser Regelung eine verfassungsgemäße Grundlage für den Erlass von Rechtsverordnungen zur Bekämpfung von COVID-19 und zugleich für die Schließung von Ladengeschäften.[vgl. BVerwG, Urteil vom 4.7.2024 - 3 CN 15/22 -, juris, Rn. 10 unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 22.11.2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60, Rn. 15 ff., 34 ff. und vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 -, BVerwGE 178, 322, Rn. 17 ff. jeweils zur Schließung von Gastronomiebetrieben und Sporteinrichtungen; vergleiche hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 13-14 zum Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche basierend auf § 7 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17.4.2020][vgl. BVerwG, Urteil vom 4.7.2024 - 3 CN 15/22 -, juris, Rn. 10 unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 22.11.2022 - 3 CN 1.21 - BVerwGE 177, 60, Rn. 15 ff., 34 ff. und vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 -, BVerwGE 178, 322, Rn. 17 ff. jeweils zur Schließung von Gastronomiebetrieben und Sporteinrichtungen; vergleiche hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 13-14 zum Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche basierend auf § 7 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17.4.2020].

    In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist ebenso geklärt, dass die Generalklausel des § 32 Satz 1 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG a.F. in der hier maßgeblichen Zeit den Anforderungen des Bestimmtheitsgebotes (Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG) sowie des Demokratie- und Rechtsstaatsprinzips (Art. 20 Abs. 2 und 3 GG) entsprach.[vgl. BVerwG, Urteile vom 22.11.2022 - 3 CN 1/21 -, BVerwGE 177, 60-92, Rn. 34 ff. und vom 21.6.2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168, Rn. 27 f.; ebenso BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 21 ff. zur Schließung von Gastronomiebetrieben und Sporteinrichtungen durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 30.10.2020][vgl. BVerwG, Urteile vom 22.11.2022 - 3 CN 1/21 -, BVerwGE 177, 60-92, Rn. 34 ff. und vom 21.6.2023 - 3 CN 1.22 - BVerwGE 179, 168, Rn. 27 f.; ebenso BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 21 ff. zur Schließung von Gastronomiebetrieben und Sporteinrichtungen durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 30.10.2020] Zu den notwendigen Schutzmaßnahmen im Sinne von § 32 Satz 1 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 IfSG a.F. zählen u.a. Regelungen zur Beschränkung von Kontakten und zur Schließung von Einrichtungen und Betrieben, die - wie hier - unabhängig von einem Krankheits- oder Ansteckungsverdacht an jeden im Geltungsbereich der Verordnung gerichtet sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 13 sowie vom 22.11.2022 - 3 CN 1/21 -, BVerwGE 177, 60-92, juris, Rn. 21][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 13 sowie vom 22.11.2022 - 3 CN 1/21 -, BVerwGE 177, 60-92, juris, Rn. 21] Das Fehlen einer gesetzlichen Regelung zu Entschädigungs- und Ausgleichszahlungen für auf § 32 i. V. m. § 28 Abs. 1 IfSG gestützte vorübergehende Schließungen von Gastronomiebetrieben begegnet ebenfalls keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.[vgl. BVerwG, Urteile vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, BVerwGE 178, 298, Rn. 60 ff. und - 3 CN 5.22 -, NVwZ 2023, 1846 Rn. 57 ff. zur Schließung von Gastronomiebetrieben][vgl. BVerwG, Urteile vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, BVerwGE 178, 298, Rn. 60 ff. und - 3 CN 5.22 -, NVwZ 2023, 1846 Rn. 57 ff. zur Schließung von Gastronomiebetrieben] Für die hier in Streit stehenden vorübergehenden Beschränkungen des Einzelhandels ergibt sich nichts Anderes.[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 14 zum Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche und die Ausnahmen nach § 7 Abs. 1 und 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17.4.2020][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 14 zum Verbot der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche und die Ausnahmen nach § 7 Abs. 1 und 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17.4.2020].

    Dazu gehören auch Bereiche eines Ladengeschäfts, die vom Kunden (aus betrieblichen und hygienischen Gründen) zwar nicht betreten werden dürfen, in denen aber die Ware für ihn sichtbar ausliegt (z. B. Käse-, Fleisch- und Wursttheke u. ä.), ebenso Flächen des Windfangs und des Kassenvorraums, einschließlich eines Bereichs zum Einpacken der Ware und Entsorgen des Verpackungsmaterials, nicht aber die Abstellfläche für Einkaufswagen außerhalb des Gebäudes.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 22 unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 24.11.2005 - 4 C 10.04 -, BVerwGE 124, 364 und vom 9.11.2016 - 4 C 1.16 -, juris, Rn. 11 ff.][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 22 unter Hinweis auf: BVerwG, Urteile vom 24.11.2005 - 4 C 10.04 -, BVerwGE 124, 364 und vom 9.11.2016 - 4 C 1.16 -, juris, Rn. 11 ff.] Etwaige Unsicherheiten bei der Normanwendung verblieben insoweit nicht.

    Der Verordnungsgeber versuchte damit seiner aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Satz 2 GG resultierenden staatlichen Schutzpflicht nachzukommen und folglich das Leben und die körperliche Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.[vgl. hierzu bereits Urteil des Senats vom 15.19.2022 - 2 C 121/20 -, juris, Rn. 45][vgl. hierzu bereits Urteil des Senats vom 15.19.2022 - 2 C 121/20 -, juris, Rn. 45] Die Annahme des Verordnungsgebers, dass dieses Ziel ohne die erlassenen Beschränkungen des Einzelhandels gefährdet und die Gefahr wegen einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems dringlich war, hatte - wie bereits dargetan - eine tragfähige Grundlage.[vgl. hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 34][vgl. hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 34].

    Das Verordnungsgeber durfte davon ausgehen, das im Falle einer Öffnung weiterer Geschäfte beziehungsweise größerer Verkaufsflächen wegen des dann insgesamt größeren Warenangebots mit einem vermehrten Zustrom von Menschen in die Innenstädte, Einkaufszentren, Einkaufsstraßen und Geschäfte hätte gerechnet werden müssen, mit der Folge, dass sich die physischen Kontakte auf den Wegen von und zu den Geschäften und damit die Infektionsgefahren erhöht hätten.[vgl. hierzu: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 - sowie nachfolgend: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38][vgl. hierzu: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 - sowie nachfolgend: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38] Hierbei konnte erschwerend berücksichtigt werden, dass in den ersten Monaten der Pandemie Schutz durch Impfung, eine spezifische Medikation oder eine infektionsmedizinisch hinreichend sichere Mund-Nasen-Bedeckung nicht zur Verfügung stand;[so auch: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, Rn. 42-43, 64][so auch: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, Rn. 42-43, 64]ebenso verhielt es sich mit SARS-CoV-2 Antigen Schnell-Tests.

    Rn. 150 Im Übrigen ist zu sehen, dass die streitbezogene Regelung des § 5 Abs. 4 VO-CP - anders als beispielsweise die parallel geltende Regelung in Sachsen (vgl. § 7 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 3 SächsCoronaSchVO vom 17.4.2020) -[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris] die Öffnung von Ladengeschäften des großflächigen Einzelhandels nicht generell untersagte, sondern nur die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche, wobei eine Absperrung der Ladenfläche zulässig war.

    Soweit die Antragstellerin die Unverhältnismäßigkeit der angegriffenen Regelung wegen der "vollständigen Schließung" ihres Marktes "von Lebensmitteln abgesehen" behauptet, lässt sie folglich unbeachtet, dass es ihr erlaubt gewesen wäre - was auch seitens der Verfahrensbeteiligten im Rahmen des vorangegangenen Eilrechtsschutzverfahrens nicht in Abrede gestellt wurde -, die Verkaufsfläche ihrer Warenhäuser durch die Abtrennung einer Verkaufsfläche in dem begrenzten Umfang von 800 qm unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln zu betreiben.[vgl. hierzu bereits Beschluss des Senats vom 27.4.2020 - 2 B 141/20 -, juris; demgegenüber zur Rechtmäßigkeit des Ausschlusses einer Teilabsperrung: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 40][vgl. hierzu bereits Beschluss des Senats vom 27.4.2020 - 2 B 141/20 -, juris; demgegenüber zur Rechtmäßigkeit des Ausschlusses einer Teilabsperrung: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 40].

    Rn. 152 Zu einer Enteignung im Sinne von Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG haben die in § 5 Abs. 4 und 5 VO-CP geregelten Beschränkungen des Einzelhandels nicht geführt.[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 43 zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, BVerwGE 178, 298, juris, Rn. 63][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 43 zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, BVerwGE 178, 298, juris, Rn. 63] Ob und inwieweit die von den Beschränkungen erfassten Betreiber von Einzelhandelsbetrieben und Ladengeschäften in ihrem durch Art. 14 Abs. 1 GG geschützten Eigentum betroffen wurden, bedarf keiner abschließenden Klärung, denn ein etwaiger Schutz des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs geht vorliegend jedenfalls nicht weiter als der durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistete Schutz.[vgl. BVerfG, Urteil vom 6.12.2016 - 1 BvR 2821/11 -, u. a. - BVerfGE 143, 246, Rn. 240 m. w. N.; Beschluss vom 30.6.2020 - 1 BvR 1679/17 u. a. -, BVerfGE 155, 238, Rn. 86; BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, a. a. O. Rn. 65 f.][vgl. BVerfG, Urteil vom 6.12.2016 - 1 BvR 2821/11 -, u. a. - BVerfGE 143, 246, Rn. 240 m. w. N.; Beschluss vom 30.6.2020 - 1 BvR 1679/17 u. a. -, BVerfGE 155, 238, Rn. 86; BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4.22 -, a. a. O. Rn. 65 f.] Die durch § 5 Abs. 4 und 5 VO-CP bewirkten Eingriffe in Art. 12 Abs. 1 GG waren - wie dargelegt - gerechtfertigt.

    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 -, BVerwGE 178, 322, juris, Rn. 75 und vom 18.4.2024 - 3 CN 7.22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N..][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6.22 -, BVerwGE 178, 322, juris, Rn. 75 und vom 18.4.2024 - 3 CN 7.22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N..].

    Rn. 156 Dieser Maßstab gilt auch für den Verordnungsgeber, dessen Gestaltungsspielraum aber nur in dem von der gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage abgesteckten Rahmen besteht.[vgl. BVerwG, Urteile vom 18.4.2024 - 3 CN 7.22 -, juris, Rn. 15 und - 3 CN 8.22 -, juris, Rn. 21, jeweils m. w. N.][vgl. BVerwG, Urteile vom 18.4.2024 - 3 CN 7.22 -, juris, Rn. 15 und - 3 CN 8.22 -, juris, Rn. 21, jeweils m. w. N.] Auch soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Maßnahmen auf den Einzelnen und die Allgemeinheit können Differenzierungen des Verordnungsgebers rechtfertigen.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 46][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 46] Ob die Aufrechterhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufhebung von Beschränkungen in anderen Bereichen mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, hängt vom Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung ab.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 47][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 47].

    Es erweist sich entgegen dem Vorbringen der Antragstellerin als tragfähig, insbesondere auf die Infektionsgefahr infolge der Anziehung größerer Kundenströme und nicht auf die Kundenbewegung im jeweiligen Geschäft abzustellen.[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 49][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 49] Vor diesem Hintergrund war die Ungleichbehandlung von großflächigen Einzelhandelsgeschäften aus infektiologischen Gründen gerechtfertigt.

    Der Verzicht auf eine Differenzierung nach dem Standort des Geschäfts (wie z. B. Innenstadtbereich oder Stadtrand/ländlicher Raum) war ebenfalls gerechtfertigt; er war in der damaligen Pandemie-Situation von der Typisierungsbefugnis des Verordnungsgebers gedeckt.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 59][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 59].

    Dieser Sachgrund konnte die Privilegierung der Geschäfte rechtfertigen.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 67][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, Rn. 67].

    Dies erweist sich als vom Einschätzungsspielraum des Verordnungsgebers gedeckt.[vgl. hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 68 m.w.N.][vgl. hierzu auch: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, BVerwGE 183, 119-143, juris, Rn. 68 m.w.N.] Gleiches gilt für die seitens der Antragstellerin benannten Zeitungskioske.

  • BVerwG, 26.06.2025 - 3 CN 3.23

    Schließung von Einzelhandel anlässlich der Corona-Pandemie

    Sie hat auch das erforderliche berechtigte Interesse an der Feststellung, dass die Vorschrift unwirksam war (…vgl. BVerwG, Urteile vom 18. April 2024 - 3 CN 8.22 - NVwZ 2025, 195 Rn. 14 und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 11, jeweils m. w. N.).

    Der erkennende Senat hat bereits entschieden, dass Ge- oder Verbote, die - wie hier durch § 10 Abs. 1b Satz 1 NdsCoronaVO - unabhängig von einem Krankheits- oder Ansteckungsverdacht an jeden im Geltungsbereich der Verordnung gerichtet sind, notwendige Schutzmaßnahmen im Sinne von § 32 Satz 1 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG sein können (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 23 f. und - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 20 und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 13, jeweils m. w. N.).

    Rn. 19 a) Die vom Verordnungsgeber mit den Betriebsschließungen nach § 10 Abs. 1b Satz 1 NdsCoronaVO verfolgten Ziele, zum Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung die Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) zu verhindern sowie eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden (UA S. 25 f.), standen mit dem Zweck der Verordnungsermächtigung (§ 32 Satz 1, § 28 Abs. 1 Satz 1, § 28a Abs. 1, Abs. 3 Satz 1 IfSG) im Einklang (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 55 f. und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 33 m. w. N.; BVerfG…, Beschluss vom 19. November 2021 - 1 BvR 781/21 u. a. - BVerfGE 159, 223 Rn. 174 ff.).

    Rn. 50 (2) Den gewichtigen Grundrechtseingriffen standen Gemeinwohlbelange von überragender Bedeutung gegenüber (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 19. November 2021 - 1 BvR 781/21 u. a. - BVerfGE 159, 223 Rn. 176; BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 42 m. w. N.).

    Ein etwaiger Schutz des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs geht hier jedenfalls nicht weiter als der durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistete Schutz (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 43 m. w. N.).

    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 45 m. w. N.).

    Im Einklang mit § 28a Abs. 6 Satz 2 und 3 IfSG hat es zugrunde gelegt, dass auch soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Maßnahmen auf den Einzelnen und die Allgemeinheit Differenzierungen rechtfertigen können (…BVerwG, Urteile vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 15 und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 46).

    Die Bewertung des Oberverwaltungsgerichts, dieser Sachgrund habe die vom Verordnungsgeber vorgenommene Differenzierung gerechtfertigt, ist nicht zu beanstanden (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 67).

  • BVerwG, 28.07.2026 - 3 BN 8.25

    Erfolglose Beschwerden der Antragstellerinnen gegen Nichtzulassung der Revision …

    Rn. 9 Der beschließende Senat hat im Hinblick auf vorübergehende Schließungen von Gastronomiebetrieben oder Beschränkungen des Einzelhandels, die auf § 32 i. V. m. § 28 Abs. 1 IfSG i. d. F. des Gesetzes vom 27. März 2020 gestützt waren, bereits entschieden, dass aus dem Verhältnismäßigkeitsgebot keine Verpflichtung des Gesetzgebers hergeleitet werden konnte, zugleich mit den von ihm ermöglichten Grundrechtseingriffen gesetzlich auch Entschädigungsansprüche der Betroffenen zu regeln (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 60 ff. und - 3 CN 5.22 - NVwZ 2023, 1846 Rn. 57 ff. und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 14).

    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind (vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 45 m. w. N.).

  • OVG Saarland, 09.09.2025 - 2 C 140/24

    Schließung von Einzelhandel anlässlich der Corona-Pandemie

    Rn. 111 Darüber hinaus durfte der Verordnungsgeber annehmen, dass im Falle einer Öffnung weiterer Geschäfte wegen des dann insgesamt größeren Warenangebots mit einem vermehrten Zustrom von Menschen in die Innenstädte, Einkaufszentren, Einkaufsstraßen und Geschäfte hätte gerechnet werden müssen mit der Folge, dass sich die physischen Kontakte, auch auf den Wegen von und zu den Geschäften, und damit die Infektionsgefahren erhöht hätten.[vgl. hierzu OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, sowie nachfolgend BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38][vgl. hierzu OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, sowie nachfolgend BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38] Zum maßgeblichen Zeitpunkt war zwar - wie dargestellt - eine rückläufige Tendenz im Hinblick auf das Infektionsgeschehen zu erkennen, gleichwohl hatte sich die Lage nicht so stabilisiert, dass ein derart weitreichender Schritt wie die Öffnung sämtlicher Einzelhandelsgeschäfte hätte initiiert werden können.

    Rn. 121 Zu einer Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG haben die in § 7 Abs. 3 VO-CP geregelten Beschränkungen des Einzelhandels nicht geführt.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63] Eine (entschädigungspflichtige) Enteignung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf die vollständige oder teilweise Entziehung konkreter subjektiver, durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gewährleisteter Rechtspositionen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet.

    Diese bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.].

    Der Verordnungsgeber muss im wohlverstandenen Sinn der ihm erteilten Ermächtigung handeln und darf keine Differenzierungen vornehmen, wenn sie über die Grenzen einer formell und materiell verfassungsmäßigen Ermächtigung hinaus eine Korrektur der Entscheidungen des Gesetzgebers bedeuten würden.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332] Anordnungen von Betriebsschließungen und Beschränkungen von Betrieben hatten sich vorliegend mithin an den Zwecken der Verordnungsermächtigung nach § 32 Satz 1 i. V. m. § 28a IfSG auszurichten, wenn sie Ungleichbehandlungen vornahmen.

    Rn. 128 Ob die Aufrechterhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufhebung von Beschränkungen in anderen Bereichen mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, hängt vom Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung ab.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47] Eine schwerwiegende Betroffenheit grundrechtlich geschützter Freiheiten liegt bei vielen Infektionsschutzmaßnahmen - auch bei dem hier streitgegenständlichen Öffnungsverbot - vor.

    Dieser Sachgrund konnte deren Privilegierung rechtfertigen (vgl. § 28a Abs. 6 Satz 2 und 3 IfSG).[vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67][vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67].

  • OVG Saarland, 09.09.2025 - 2 C 138/24

    Schließung von Einzelhandel anlässlich der Corona-Pandemie

    Rn. 120 Darüber hinaus durfte der Verordnungsgeber annehmen, dass im Falle einer Öffnung weiterer Geschäfte wegen des dann insgesamt größeren Warenangebots mit einem vermehrten Zustrom von Menschen in die Innenstädte, Einkaufszentren, Einkaufsstraßen und Geschäfte hätte gerechnet werden müssen, mit der Folge, dass sich die physischen Kontakte, auch auf den Wegen von und zu den Geschäften, und damit die Infektionsgefahren erhöht hätten.[vgl. hierzu: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 - sowie nachfolgend: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38][vgl. hierzu: OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 - sowie nachfolgend: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38] Zum maßgeblichen Zeitpunkt war zwar - wie dargestellt - eine rückläufige Tendenz im Hinblick auf das Infektionsgeschehen zu erkennen, gleichwohl hatte sich die Lage nicht so stabilisiert, dass ein derart weitreichender Schritt wie die Öffnung sämtlicher Einzelhandelsgeschäfte hätte initiiert werden können.

    Rn. 132 Zu einer Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG haben die in § 7 Abs. 3 VO-CP geregelten Beschränkungen des Einzelhandels nicht geführt.[vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63][vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63] Eine (entschädigungspflichtige) Enteignung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf die vollständige oder teilweise Entziehung konkreter subjektiver, durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gewährleisteter Rechtspositionen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet.

    Diese bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.].

    Der Verordnungsgeber muss im wohlverstandenen Sinn der ihm erteilten Ermächtigung handeln und darf keine Differenzierungen vornehmen, wenn sie über die Grenzen einer formell und materiell verfassungsmäßigen Ermächtigung hinaus eine Korrektur der Entscheidungen des Gesetzgebers bedeuten würden.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332] Anordnungen von Betriebsschließungen und Beschränkungen von Betrieben hatten sich vorliegend mithin an den Zwecken der Verordnungsermächtigung nach § 32 Satz 1 i. V. m. § 28a IfSG auszurichten, wenn sie Ungleichbehandlungen vornahmen.

    Rn. 139 Ob die Aufrechterhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufhebung von Beschränkungen in anderen Bereichen mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, hängt vom Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung ab.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47] Eine schwerwiegende Betroffenheit grundrechtlich geschützter Freiheiten liegt bei vielen Infektionsschutzmaßnahmen - auch bei dem hier streitgegenständlichen Öffnungsverbot - vor.

    Dieser Sachgrund konnte deren Privilegierung rechtfertigen.[vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67][vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67] Dass in gewissem Umfang eine Wettbewerbsverzerrung dadurch eintrat, dass Kunden infolge der Schließung des Betriebs der Antragstellerin in die privilegierten Geschäfte auswichen, um dort ihren Bedarf an (Klein-)Möbeln zu decken, mag zutreffend sein.

  • OVG Saarland, 09.09.2025 - 2 C 141/24

    Schließung von Einzelhandel anlässlich der Corona-Pandemie

    Rn. 109 Darüber hinaus durfte der Verordnungsgeber annehmen, dass im Falle einer Öffnung weiterer Geschäfte wegen des dann insgesamt größeren Warenangebots mit einem vermehrten Zustrom von Menschen in die Innenstädte, Einkaufszentren, Einkaufsstraßen und Geschäfte hätte gerechnet werden müssen mit der Folge, dass sich die physischen Kontakte, auch auf den Wegen von und zu den Geschäften, und damit die Infektionsgefahren erhöht hätten.[vgl. hierzu OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, sowie nachfolgend BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38][vgl. hierzu OVG Sachsen, Urteil vom 17.5.2022 - 3 C 16/20 -, juris, sowie nachfolgend BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 38] Zum maßgeblichen Zeitpunkt war zwar - wie dargestellt - eine rückläufige Tendenz im Hinblick auf das Infektionsgeschehen zu erkennen, gleichwohl hatte sich die Lage nicht so stabilisiert, dass ein derart weitreichender Schritt wie die Öffnung sämtlicher Einzelhandelsgeschäfte hätte initiiert werden können.

    Rn. 119 Zu einer Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG haben die in § 7 Abs. 3 VO-CP geregelten Beschränkungen des Einzelhandels nicht geführt.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 43, zu den in § 7 Abs. 1 und 2 SächsCoronaSchVO vom 16.4.2020 geregelten Beschränkungen des Einzelhandels unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 16.5.2023 - 3 CN 4/22 -, juris, Rn. 63] Eine (entschädigungspflichtige) Enteignung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf die vollständige oder teilweise Entziehung konkreter subjektiver, durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gewährleisteter Rechtspositionen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet.

    Diese bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.].

    Der Verordnungsgeber muss im wohlverstandenen Sinn der ihm erteilten Ermächtigung handeln und darf keine Differenzierungen vornehmen, wenn sie über die Grenzen einer formell und materiell verfassungsmäßigen Ermächtigung hinaus eine Korrektur der Entscheidungen des Gesetzgebers bedeuten würden.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332] Anordnungen von Betriebsschließungen und Beschränkungen von Betrieben hatten sich vorliegend mithin an den Zwecken der Verordnungsermächtigung nach § 32 Satz 1 i. V. m. § 28a IfSG auszurichten, wenn sie Ungleichbehandlungen vornahmen.

    Rn. 126 Ob die Aufrechterhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufhebung von Beschränkungen in anderen Bereichen mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, hängt vom Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung ab.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47] Eine schwerwiegende Betroffenheit grundrechtlich geschützter Freiheiten liegt bei vielen Infektionsschutzmaßnahmen - auch bei dem hier streitgegenständlichen Öffnungsverbot - vor.

    Dieser Sachgrund konnte deren Privilegierung rechtfertigen (vgl. § 28a Abs. 6 Satz 2 und 3 IfSG).[vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67][vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67].

  • VerfG Brandenburg, 20.06.2025 - VfGBbg 45/20
    Rn. 108 Dies gilt auch, soweit § 28 Abs. 1 Satz 2 IfSG Regelungen zu "Ansammlungen von Menschen" trifft, von denen Versammlungen i. S. d. Art. 8 Abs. 1 GG mit umfasst sind (…vgl. BVerwG, Urteile vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 -, Rn. 24, und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 -, Rn. 13, juris).

    Auch das Bundesverwaltungsgericht hat seither die hinreichende Bestimmtheit der infektions- schutzrechtlichen Generalklausel des § 32 i. V. m. § 28 Abs. 1 IfSGin mehreren Entscheidungen bestätigt (vgl. zuletzt BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 -, juris).

    Jedoch zitieren § 28 Abs. 1 Satz 4 und § 32 Satz 3 IfSG die Versammlungsfreiheit nach Art. 8 GG ausdrücklich als eines der Grundrechte, die durchSchutzmaßnahmen eingeschränkt werden können (…BVerwG, Urteile vom 21. Juni 2023 - 3 CN 1.22 -, Rn. 24, und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 -, Rn. 13, juris).

  • OVG Saarland, 09.09.2025 - 2 C 139/24

    Beschränkung von Einzelhandel anlässlich der Corona-Pandemie

    Diese bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind.[vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.][vgl. BVerwG, Urteile vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 45, vom 16.5.2023 - 3 CN 6/22 -, juris, Rn. 75, und vom 18.4.2024 - 3 CN 7/22 -, juris, Rn. 14, jeweils m. w. N.].

    Der Verordnungsgeber muss im wohlverstandenen Sinn der ihm erteilten Ermächtigung handeln und darf keine Differenzierungen vornehmen, wenn sie über die Grenzen einer formell und materiell verfassungsmäßigen Ermächtigung hinaus eine Korrektur der Entscheidungen des Gesetzgebers bedeuten würden.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 46; OVG NRW, Urteil vom 22.9.2022 - 13 D 38/20.NE -, juris, Rn. 332] Anordnungen von Betriebsschließungen und Beschränkungen von Betrieben hatten sich vorliegend mithin an den Zwecken der Verordnungsermächtigung nach § 32 Satz 1 und 2, § 28 Abs. 1 Satz 1 und § 28a Abs. 7 Satz 1 Nr. 4 IfSG auszurichten, wenn sie Ungleichbehandlungen vornahmen.

    Rn. 144 Ob die Aufrechterhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufhebung von Beschränkungen in anderen Bereichen mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, hängt vom Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung ab.[vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47][vgl. BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 47] Eine schwerwiegende Betroffenheit grundrechtlich geschützter Freiheiten liegt bei vielen Infektionsschutzmaßnahmen - auch bei den hier streitgegenständlichen 2G-Zugangsbeschränkungen samt Kontrollpflicht - vor.

    Dieser Sachgrund konnte deren Privilegierung rechtfertigen (vgl. § 28a Abs. 6 Satz 2 und 3 i. V. m. § 28a Abs. 7 Satz 3).[vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67][vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25.7.2024 - 3 CN 3/22 -, juris, Rn. 67].

  • BVerwG, 10.04.2026 - 3 BN 10.24
    Rn. 50 a) Die aufgeworfenen Fragen würden sich in einem Revisionsverfahren nur insofern stellen können, als § 32 Satz 1 und 2 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1, § 28a Abs. 1 Nr. 11 und 12 IfSG eine Landesregierung für die hier maßgebliche Zeit (23. April bis 4. Juni 2021) ermächtigt hat, durch Rechtsverordnung Maßnahmen wie die streitigen Betriebsschließungen und -beschränkungen zu erlassen (…vgl. zum maßgeblichen Zeitpunkt z. B. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 60, vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 14 …und vom 26. Juni 2025 - 3 CN 3.23 - BVerwGE 186, 204 Rn. 16 f.).

    Geklärt ist des Weiteren, dass aus dem Verhältnismäßigkeitsgebot keine Verpflichtung des Gesetzgebers hergeleitet werden konnte, zugleich mit den von ihm ermöglichten Grundrechtseingriffen gesetzlich auch Entschädigungsansprüche der Betroffenen zu regeln (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 4.22 - BVerwGE 178, 298 Rn. 60 ff. und - 3 CN 5.22 - NVwZ 2023, 1846 Rn. 57 ff. und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 14).

  • BVerwG, 19.12.2025 - 3 BN 6.25
    Differenzierungen bedürfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgründe, die dem Differenzierungsziel und dem Ausmaß der Ungleichbehandlung angemessen sind (…vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 75…, vom 18. April 2024 - 3 CN 7.22 - juris Rn. 14 und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 45, jeweils m. w. N.).

    Rn. 10 Der Senat hat bereits entschieden, dass bei auf § 28 Abs. 1, § 32 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) gestützten Maßnahmen soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Maßnahmen auf den Einzelnen und die Allgemeinheit Differenzierungen des Verordnungsgebers rechtfertigen können und die Bedeutung eines Betriebes für die Versorgung der Bevölkerung einen zulässigen Differenzierungsgrund darstellen kann (…BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2023 - 3 CN 6.22 - BVerwGE 178, 322 Rn. 84 und vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 67).

    Rn. 15 Sie macht geltend, hiermit sei der Verwaltungsgerichtshof von einem Rechtssatz des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - (BVerwGE 183, 119) abgewichen.

    Dies gilt schon deshalb, weil der Senat in der gleichen Entscheidung die Ausnahmen vom generellen Öffnungsverbot im Einzelhandel für Ladengeschäfte des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung sowie für Großhandelsgeschäfte aufgrund der besonderen Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung als gerechtfertigt erachtet hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2024 - 3 CN 3.22 - BVerwGE 183, 119 Rn. 67).

  • OVG Sachsen, 05.12.2025 - 3 C 17/21

    Zur Schließung von Sonnenstudios im Frühjahr 2021 zur Bekämpfung des Coronavirus; …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 29.10.2025 - 6 B 6.24

    Pandemiebedingten Überlassungsverbote für Feuerwerk der Kategorie F2; Herstellung …

  • VGH Baden-Württemberg, 05.02.2025 - 1 S 1592/23

    Rechtmäßigkeit des Veranstaltungsverbots in Coronazeiten

  • VGH Baden-Württemberg, 26.02.2025 - 1 S 767/23

    Corona-Krise; Betriebsuntersagung für ein kosmetisches Nagelstudio und …

  • VGH Baden-Württemberg, 13.02.2025 - 1 S 1721/23

    Ausfertigungsmangel einer notverkündeten Coronaverordnung

  • BVerwG, 19.02.2025 - 3 CN 5.23

    Corona-Pandemie: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof muss erneut über die …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 03.07.2025 - 13 D 70/21

    Untersagung der Bereitstellung von Übernachtungsangeboten eines Hotelbetreibers …

  • OVG Sachsen, 16.01.2025 - 3 C 85/21

    Normenkontrollverfahren auf Feststellung der Unwirksamkeit von Regelungen der …

  • VGH Bayern, 18.06.2025 - 20 N 20.844

    Erfolgloser Normenkontrollantrag gegen coronabedingte Betriebsuntersagungen …

  • VGH Bayern, 19.03.2026 - 20 N 20.1444

    Coronavirus, SARS-CoV-2, Corona-Pandemie, Beschränkung des schulischen …

  • VGH Bayern, 10.03.2025 - 20 N 21.2746

    Corona-Pandemie, Untersagung der Öffnung von Gastronomie- und …

  • BVerwG, 23.02.2026 - 3 B 5.25

    Verwaltungsprozessrecht: Zum Fortsetzungsfeststellungsinteresse im …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2025 - 13 D 48/21

    Untersagung des Betriebs von nicht in § 11 Abs. 1 CoronaSchVO genannten …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.11.2024 - 13 D 5/22

    Normenkontrolle auf Feststellung der Unwirksamkeit der wegen der …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.11.2024 - 13 D 245/20
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BVerwG
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht