Rechtsprechung
| BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04 (2) |
Volltextveröffentlichungen (10)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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Bindung an Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)
- Wolters Kluwer
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Abänderung einer vorinstanzlichen Entscheidung im Verfahren der Untätigkeitsbeschwerde
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (6)
- Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Ausschluss des Umgangsrechts in Sachen Görgülü
- nomos.de
, S. 34 (Kurzinformation)
Art. 3, 6, 20, 101 GG; Art. 8 EMRK
Befugnisse des mit einer Untätigkeitsbeschwerde angerufenen Gerichts - jurawelt.com (Pressemitteilung)
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Ausschluss des Umgangsrechts in Sachen Görgülü
- efkir.de
, S. 2 (Leitsatz)
GG Art. 101 I 2 i.V. mit Art. 33 I, 6 II 1 i. V. mit Art. 20 III; BGB §§ 1684, 1696
Verfassungswidrigkeit des Ausschlusses des Umgangsrechts eines nichtehelichen Vaters - spiegel.de (Pressebericht, 23.12.2005)
Kind im Kreidekreis
- juraforum.de (Kurzinformation)
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Ausschluss des Umgangsrechts
In Nachschlagewerken
- Wikipedia(Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)+9Weitere Entscheidungen mit demselben BezugOLG Naumburg, 06.10.2008 - 1 Ws 504/07
Anforderungen an die Sachaufklärung hinsichtlich des Vorwurfs der Rechtsbeugung
AG Wittenberg, 28.08.2008 - 4 F 621/07Fall Görgülü
BGH, 26.09.2007 - XII ZB 229/06Sorgerechtsantrag eines Vaters für sein nichtehelich geborenes Kind (Fall
BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 217/07Verfassungsrechtliche Anforderungen an Gerichtsentscheidungen über das
BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Ausschluss des Umgangsrechts in Sachen
BVerfG, 05.04.2005 - 1 BvR 1664/04Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Sorgerechtsentscheidung des OLG Naumburg
BVerfG, 28.12.2004 - 1 BvR 2790/04Vater erhält vorläufig Umgangsrecht
OLG Naumburg, 20.12.2004 - 14 WF 234/04Zulässigkeit einer Beschwerde wegen Untätigkeit des Familiengerichts
BVerfG, 14.10.2004 - 2 BvR 1481/04EGMR-Entscheidungen
EGMR, 26.02.2004 - 74969/01Görgülü ./. Deutschland: Verweigerung des Sorgerechts und Umgangsrechts mit dem
Fall Görgülü
Verfahrensgang
- AG Wittenberg, 20.06.2000 - 5 F 21/00
- AG Wittenberg, 19.01.2001 - 5 F 31/01
- AG Wittenberg, 08.02.2001 - 5 F 31/01
- OLG Naumburg, 26.02.2001 - 14 WF 30/01
- AG Wittenberg, 09.03.2001 - 5 F 31/01
- AG Wittenberg, 09.04.2001 - 5 F 21/00
- OLG Naumburg, 10.04.2001 - 14 WF 30/01
- OLG Naumburg, 27.04.2001 - 14 UF 52/01
- AG Wittenberg, 19.06.2001 - 5 F 31/01
- OLG Naumburg, 19.06.2001 - 14 WF 75/01
- BVerfG, 31.07.2001 - 1 BvR 1174/01
- OLG Naumburg, 10.08.2001 - 14 UF 52/01
- AG Wittenberg, 28.12.2001 - 14 XVI 16/99
- LG Dessau, 30.10.2002 - 8 (9) T 47/02
- EGMR, 20.03.2003 - 74969/01
- OLG Naumburg, 24.07.2003 - 10 Wx 9/02
- EGMR, 26.02.2004 - 74969/01
- AG Wittenberg, 19.03.2004 - 5 F 463/02
- AG Wittenberg, 19.03.2004 - 5 F 741/02
- OLG Naumburg, 30.03.2004 - 14 WF 64/04
- OLG Naumburg, 30.06.2004 - 14 WF 64/04
- OLG Naumburg, 09.07.2004 - 14 UF 60/04
- LG Dessau, 26.07.2004 - 8 (2/9) T 47/02
- BVerfG, 14.10.2004 - 2 BvR 1481/04
- AG Wittenberg, 02.12.2004 - 5 F 463/02
- OLG Naumburg, 08.12.2004 - 14 WF 236/04
- OLG Naumburg, 20.12.2004 - 14 WF 234/04
- OLG Naumburg, 20.12.2004 - 14 WF 236/04
- BVerfG, 28.12.2004 - 1 BvR 2790/04
- BVerfG, 01.02.2005 - 1 BvR 2790/04
- BVerfG, 05.04.2005 - 1 BvR 1664/04
- AG Wittenberg, 20.05.2005 - 5 F 463/02
- BVerfG, 07.06.2005 - 2 BvR 1481/04
- BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04 (2)
- OLG Naumburg, 11.07.2005 - 8 WF 100/05
- AG Wittenberg, 15.07.2005 - 5 F 463/02
- AG Wittenberg, 14.09.2005 - 5 F 463/02
- OLG Naumburg, 09.11.2005 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 13.12.2005 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 28.02.2006 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 09.03.2006 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 17.08.2006 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 15.12.2006 - 8 UF 84/05
- OLG Naumburg, 20.12.2006 - 8 Wx 27/06
- BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 125/07
- BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 217/07
- BGH, 26.09.2007 - XII ZB 229/06
- AG Wittenberg, 10.04.2008 - 14 XVI 16/99
- LG Dessau-Roßlau, 06.06.2008 - 5 T 137/08
- OLG Naumburg, 15.07.2008 - 8 Wx 15/08
Papierfundstellen
- BVerfGK 5, 316
- NJW 2005, 2685
- FamRZ 2005, 1233
Wird zitiert von ... (38) Zitiert selbst (20)
- BVerfG, 28.12.2004 - 1 BvR 2790/04
Vater erhält vorläufig Umgangsrecht
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Rn. 12 7. Hierauf hat das Bundesverfassungsgericht im Wege der einstweiligen Anordnung die vom Amtsgericht getroffene Umgangsregelung im Wesentlichen wieder in Vollzug gesetzt (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 28. Dezember 2004, FamRZ 2005, S. 173).Schließlich ist wegen der vom Bundesverfassungsgericht erlassenen einstweiligen Anordnung vom 28. Dezember 2004 (FamRZ 2005, S. 173) und der hier zu treffenden Sachentscheidung, die sich jeweils auch zu der Entscheidung des Oberlandesgerichts vom 8. Dezember 2004 verhalten, eine fortdauernde Beeinträchtigung des Beschwerdeführers durch die gegenstandlos gewordene Anordnung nicht zu besorgen.
Die Auswertung der nunmehr vorliegenden Akten des Ausgangsverfahrens hat die im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Dezember 2004 (vgl. BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 ) zunächst nur summarisch vorgenommene entsprechende Bewertung bestätigt.
Rn. 27 (aa) Wie im Beschluss vom 28. Dezember 2004 bereits dargelegt (vgl. BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 m.w.N.), ist Verfahrensgegenstand der - weder in der Zivilprozessordnung noch im Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gesetzlich geregelten - Untätigkeitsbeschwerde ausschließlich die Untätigkeit des (erstinstanzlichen) Gerichts, nicht aber die Überprüfung einer bereits bestehenden Entscheidung, zu der die dafür von der Zivilprozessordnung vorgesehenen Rechtsmittel gereichen (…vgl. Gummer, in: Zöller, ZPO, 24. Aufl., § 567 Rn. 21, 21 a).
Die Gerichte können bei Begründetheit der Untätigkeitsbeschwerde nach der fachgerichtlichen Rechtsprechung und Literatur schließlich auch nur angewiesen werden, dem Verfahren Fortgang zu geben (vgl. BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 m.w.N.;… anders aber OLG Naumburg , FGPrax 2005, S. 26).
Rn. 29 (bb) Bei dieser Sach- und Rechtslage sind die Ausführungen des Oberlandesgerichts, dass der gemäß § 620 b Abs. 1 Satz 1 ZPO erforderliche Antrag als "zumindest konkludent" gestellt "oder alternativ im Wege entsprechender Umdeutung der diesbezüglich gesetzessystematisch nachrangigen und daher unzulässigen Beschwerde analog § 140 BGB" anzunehmen sei, wie schon im Beschluss vom 28. Dezember 2004 ausgeführt (BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 ), nicht mehr nachvollziehbar.
Rn. 31 (b) Nach der Auswertung der fachgerichtlichen Akten hat sich bestätigt, dass das Oberlandesgericht mit dem auf § 620 b Abs. 1 Satz 1 ZPO gestützten einstweiligen Umgangsrechtsausschluss die Vorschrift des § 620 c Satz 2 ZPO umgangen hat (vgl. auch BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 ).
Dazu war es indes nicht befugt, weil die Beschwerde gegen eine einstweilige Anordnung zum Umgang gemäß § 621 g in Verbindung mit § 620 c Satz 2 ZPO offensichtlich unstatthaft ist (vgl. BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 m.w.N.).
Deshalb bedürfen die bereits im Beschluss vom 28. Dezember 2004 (vgl. BVerfG, FamRZ 2005, S. 173 ) angestellten Erwägungen, wonach sich das Oberlandesgericht auch nicht hinreichend mit den vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aufgeworfenen Fragen auseinander gesetzt hat, keiner weiteren Vertiefung.
- BVerfG, 14.10.2004 - 2 BvR 1481/04
EGMR-Entscheidungen
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Rn. 5 2. Auf die hiergegen vom Beschwerdeführer eingelegte Verfassungsbeschwerde hob das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 14. Oktober 2004 - 2 BvR 1481/04 - (FamRZ 2004, S. 1857) die vorgenannte Entscheidung auf und verwies die Sache an einen anderen Zivilsenat des Oberlandesgerichts Naumburg zurück; das Oberlandesgericht habe das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht hinreichend beachtet.Die für die Beurteilung der Verfassungsbeschwerde maßgeblichen verfassungsrechtlichen Fragen sind durch das Bundesverfassungsgericht bereits entschieden; das gilt sowohl für die willkürliche Außerachtlassung einer Zuständigkeitsnorm (vgl. BVerfGE 3, 359 ; 29, 45 ) als auch für die Frage der Bindungswirkung einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vgl. BVerfG, Beschluss vom 14. Oktober 2004, FamRZ 2004, S. 1857).
Zu einer entsprechenden Begründung hätte sich der 14. Zivilsenat umso mehr veranlasst sehen müssen, als kurz zuvor bereits der 8. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Naumburg in demselben Umgangsrechtsverfahren ausdrücklich auf die Unzulässigkeit der Beschwerde (bezogen auf die vorangegangene einstweilige Anordnung) hingewiesen hatte (vgl. auch den Hinweis des Bundesverfassungsgerichts in seinem Beschluss vom 14. Oktober 2004, FamRZ 2004, S. 1857 ).
Nach dem aus Anlass dieser Entscheidung ergangenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, FamRZ 2004, S. 1857 ) erstreckt sich die Bindungswirkung einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte auf alle staatlichen Organe und verpflichtet diese grundsätzlich, im Rahmen ihrer Zuständigkeit und ohne gegen die Bindung an Gesetz und Recht zu verstoßen (Art. 20 Abs. 3 GG), einen fortdauernden Konventionsverstoß zu beenden und einen konventionsgemäßen Zustand herzustellen.
Dabei hat sich das Gericht in nachvollziehbarer Weise damit auseinander zu setzen, wie das betroffene Grundrecht in einer den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland entsprechenden Art und Weise ausgelegt werden kann (vgl. BVerfG, FamRZ 2004, S. 1857 ).
Rn. 35 (b) Ein Beschwerdeführer kann in einem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht unter Bezugnahme auf das in seinem Schutzbereich berührte Grundrecht in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip rügen, staatliche Organe hätten eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte missachtet oder nicht berücksichtigt (vgl. BVerfG, FamRZ 2004, S. 1857 ).
Zwar wäre das Oberlandesgericht bei der rechtlichen Würdigung insbesondere neuer Tatsachen, der Abwägung der widerstreitenden Grundrechtspositionen und der Einordnung des Einzelfalls in den Gesamtzusammenhang familienrechtlicher Fälle mit Bezug zum Umgangsrecht im konkreten Ergebnis nicht gebunden gewesen (vgl. BVerfG, FamRZ 2004, S. 1857 ).
- OLG Naumburg, 20.12.2004 - 14 WF 234/04
Zulässigkeit einer Beschwerde wegen Untätigkeit des Familiengerichts
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts Naumburg vom 20. Dezember 2004 - 14 WF 234/04 -, b) den Beschluss des Oberlandesgerichts Naumburg vom 8. Dezember 2004 - 14 WF 236/04 - .Der Beschluss des Oberlandesgerichts Naumburg vom 20. Dezember 2004 - 14 WF 234/04 - verletzt den Beschwerdeführer in seinen Grundrechten aus Artikel 101 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes sowie aus Artikel 6 Absatz 2 Satz 1 in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes, soweit er in Abänderung der einstweiligen Anordnung des Amtsgerichts Wittenberg vom 2. Dezember 2004 - 5 F 463/02 UG - den Umgang zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn bis zur abschließenden Entscheidung des Amtsgerichts zum Umgangsrecht in der Hauptsache ausschließt (Ziffer II des Tenors).
Rn. 10 5. Zudem wies das Oberlandesgericht auf die Untätigkeitsbeschwerde des Amtsvormundes und der Pflegeeltern ebenfalls mit Beschluss vom 20. Dezember 2004 - 14 WF 234/04 - das Amtsgericht an, das Hauptsacheverfahren zum Umgangsrecht "mit äußerster Beschleunigung weiterzuführen und zum Abschluss zu bringen"; dabei erteilte es dem Amtsgericht konkrete Weisungen zum weiteren Verfahrensablauf (Ziffer I des Tenors).
Rn. 15 Die Kammer nimmt die Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung an, soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der im Beschluss des Oberlandesgerichts vom 20. Dezember 2004 - 14 WF 234/04 - unter Ziffer I des Tenors getroffenen Anordnungen begehrt und soweit er mit seiner ursprünglichen Verfassungsbeschwerde die Feststellung anstrebt, der Beschluss des Oberlandesgerichts vom 8. Dezember 2004 sei verfassungswidrig gewesen (1.).
- BVerfG, 30.04.2003 - 1 PBvU 1/02
Rechtsschutz gegen den Richter I
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Danach müssen die Rechtsbehelfe in der geschriebenen Rechtsordnung geregelt und in ihren Voraussetzungen für die Bürger erkennbar sein (Beschluss des Plenums des Bundesverfassungsgerichts vom 30. April 2003, BVerfGE 107, 395 ).Das rechtsstaatliche Erfordernis der Messbarkeit und Vorhersehbarkeit staatlichen Handelns führt zu dem Gebot, dem Rechtsuchenden den Weg zur Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen klar vorzuzeichnen (vgl. BVerfGE 49, 148 ; 87, 48 ; 107, 395 ).
Die rechtliche Ausgestaltung des Rechtsmittels soll dem Bürger insbesondere die Prüfung ermöglichen, ob und unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist (vgl. BVerfGE 107, 395 ).
- BVerfG, 05.06.1973 - 1 BvR 536/72
Der Soldatenmord von Lebach
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Sie kommt nur in Betracht, wenn die Fachgerichte noch Spielraum für eine eigene Entscheidung haben (vgl. BVerfGE 35, 202 ; 79, 69 ).Eine Zurückverweisung ist schließlich auch nicht wegen der Kostenentscheidung geboten (vgl. hierzu etwa BVerfGE 35, 202 ; 79, 69 ), da diese nicht von der Aufhebung erfasst wird.
- BVerfG, 25.10.1988 - 2 BvR 745/88
Eidespflicht
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Sie kommt nur in Betracht, wenn die Fachgerichte noch Spielraum für eine eigene Entscheidung haben (vgl. BVerfGE 35, 202 ; 79, 69 ).Eine Zurückverweisung ist schließlich auch nicht wegen der Kostenentscheidung geboten (vgl. hierzu etwa BVerfGE 35, 202 ; 79, 69 ), da diese nicht von der Aufhebung erfasst wird.
- BVerfG, 19.11.1991 - 1 BvR 1521/89
Auslagenerstattung bei Erledigung der Verfassungsbeschwerde
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Rn. 46 b) Hinsichtlich der gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 8. Dezember 2004 erhobenen Verfassungsbeschwerde richtet sich die Entscheidung über die Auslagenerstattung gemäß § 34 a Abs. 3 BVerfGG nach Billigkeitsgesichtspunkten (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 87, 394 ).In diesem Fall ist es billig, die öffentliche Hand ohne weitere Prüfung an ihrer Auffassung festzuhalten und dem Beschwerdeführer die Erstattung seiner Auslagen in gleicher Weise zuzubilligen, wie wenn seiner Verfassungsbeschwerde stattgegeben worden wäre (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 87, 394 ).
- BVerfG, 30.06.1970 - 2 BvR 48/70
Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen Richter
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Die für die Beurteilung der Verfassungsbeschwerde maßgeblichen verfassungsrechtlichen Fragen sind durch das Bundesverfassungsgericht bereits entschieden; das gilt sowohl für die willkürliche Außerachtlassung einer Zuständigkeitsnorm (vgl. BVerfGE 3, 359 ; 29, 45 ) als auch für die Frage der Bindungswirkung einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 14. Oktober 2004, FamRZ 2004, S. 1857).Rn. 24 aa) (1) Ein Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG liegt unter anderem dann vor, wenn sich eine Entscheidung des Gerichts bei der Auslegung und Anwendung einer Zuständigkeitsnorm so weit von dem sie beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters entfernt hat, dass sie nicht mehr zu rechtfertigen, also willkürlich ist (vgl. BVerfGE 3, 359 ; 29, 45 ).
- BVerfG, 26.02.1954 - 1 BvR 537/53
Tatsachenfeststellung
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Die für die Beurteilung der Verfassungsbeschwerde maßgeblichen verfassungsrechtlichen Fragen sind durch das Bundesverfassungsgericht bereits entschieden; das gilt sowohl für die willkürliche Außerachtlassung einer Zuständigkeitsnorm (vgl. BVerfGE 3, 359 ; 29, 45 ) als auch für die Frage der Bindungswirkung einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 14. Oktober 2004, FamRZ 2004, S. 1857).Rn. 24 aa) (1) Ein Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG liegt unter anderem dann vor, wenn sich eine Entscheidung des Gerichts bei der Auslegung und Anwendung einer Zuständigkeitsnorm so weit von dem sie beherrschenden verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters entfernt hat, dass sie nicht mehr zu rechtfertigen, also willkürlich ist (vgl. BVerfGE 3, 359 ; 29, 45 ).
- BVerfG, 24.11.1992 - 2 BvR 2033/89
Voraussetzungen für die Erstatung der notwendigen Auslagen in einem …
Auszug aus BVerfG, 10.06.2005 - 1 BvR 2790/04
Rn. 46 b) Hinsichtlich der gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 8. Dezember 2004 erhobenen Verfassungsbeschwerde richtet sich die Entscheidung über die Auslagenerstattung gemäß § 34 a Abs. 3 BVerfGG nach Billigkeitsgesichtspunkten (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 87, 394 ).In diesem Fall ist es billig, die öffentliche Hand ohne weitere Prüfung an ihrer Auffassung festzuhalten und dem Beschwerdeführer die Erstattung seiner Auslagen in gleicher Weise zuzubilligen, wie wenn seiner Verfassungsbeschwerde stattgegeben worden wäre (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 87, 394 ).
- EGMR, 26.02.2004 - 74969/01
Görgülü ./. Deutschland: Verweigerung des Sorgerechts und Umgangsrechts mit dem …
- BVerfG, 09.04.2003 - 1 BvR 1493/96
Biologischer Vater
- BVerfG, 01.08.1978 - 2 BvR 1013/77
Kontaktsperre-Gesetz
- BVerfG, 09.08.1978 - 2 BvR 831/76
Ermessen bei Revisionsannahme
- BVerfG, 14.07.1994 - 1 BvR 1595/92
Fernsehaufnahmen im Gerichtssaal I
- BVerfG, 07.07.1992 - 2 BvR 1631/90
Verletzung des Rechtsstaatsprinzips durch Anwendung der geänderten Vorschrift …
- BVerfG, 30.11.1989 - 2 BvR 3/88
Erledigung der Hauptsache
- BVerfG, 28.07.1971 - 1 BvR 40/69
Vorgeprüfte Apothekaranwärter
- OLG Naumburg, 19.07.2004 - 14 WF 38/04
Sachentscheidung des Oberlandesgerichts über Einbenennung nach …
- BVerfG, 01.02.2005 - 1 BvR 2790/04
Widerspruch gegen einstweilige Anordnung des BVerfG in Sachen Görgülü erfolglos
- BGH, 01.02.2017 - XII ZB 601/15
Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts
Wie auch bei anderen, im Vergleich zum Wechselmodell weniger weitreichenden Umgangsregelungen begegnet es daher - insbesondere bei bestehender gemeinsamer elterlicher Sorge - keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass ein Rechtsmittel gegen eine das Wechselmodell anordnende einstweilige Anordnung nicht statthaft ist (vgl. BVerfG FamRZ 2005, 1233, 1235). - BGH, 26.09.2007 - XII ZB 229/06
Sorgerechtsantrag eines Vaters für sein nichtehelich geborenes Kind (Fall …
- Mit weiterem Beschluss vom 10. Juni 2005 (FamRZ 2005, 1233) hob das Bundesverfassungsgericht den Beschluss des 14. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 20. Dezember 2004 auf, soweit er das Umgangsrecht in Abänderung der einstweiligen Anordnung des Amtsgerichts Wittenberg vom 2. Dezember 2004 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache ausgeschlossen hatte. - BVerfG, 22.07.2016 - 1 BvR 2534/14
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
In diesem Fall entspricht die Auslagenerstattung durch die zuständige Gebietskörperschaft der Billigkeit, ohne dass es auf die Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerde ankommt (vgl. BVerfGE 33, 247 ; 85, 109 ; 87, 394 ; 91, 146 ; BVerfGK 5, 316 ; stRspr).
- BVerfG, 19.07.2016 - 1 BvR 2584/14
Nichtannahmebeschluss: Erfolglose Verfassungsbeschwerde eines Syndikusanwalts …
In diesem Fall entspricht die Auslagenerstattung durch die zuständige Gebietskörperschaft der Billigkeit, ohne dass es auf die Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerde ankommt (vgl. BVerfGE 33, 247 ; 85, 109 ; 87, 394 ; 91, 146 ; BVerfGK 5, 316 ; stRspr). - BAG, 22.11.2012 - 2 AZR 570/11
Restitutionsklage - festgestellter Konventionsverstoß
Rn. 31 (1) Das rechtsstaatliche Erfordernis der Messbarkeit und Vorhersehbarkeit staatlichen Handelns als Grundlage des Rechtsfriedens erfordert es, die Voraussetzungen, unter denen gerichtliche Entscheidungen einer Überprüfung unterliegen, hinreichend klar zu bestimmen (BVerfG 10. Juni 2005 - 1 BvR 2790/04 - zu II 2 a aa (2) (a) (aa) der Gründe, NJW 2005, 2685). - BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 217/07
Verfassungsrechtliche Anforderungen an Gerichtsentscheidungen über das …
Rn. 6 Einen nochmals vom Amtsgericht dem Beschwerdeführer im Wege der einstweiligen Anordnung am 2. Dezember 2004 eingeräumten Umgang schloss das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 20. Dezember 2004 bis zur Hauptsacheentscheidung ebenfalls aus, woraufhin das Bundesverfassungsgericht mit einstweiliger Anordnung vom 28. Dezember 2004 die Umgangsregelung des Amtsgerichts vom 2. Dezember 2004 im Wesentlichen wieder in Vollzug setzte und schließlich in der Hauptsacheentscheidung mit Beschluss vom 10. Juni 2005 die Entscheidung des Oberlandesgerichts insoweit aufhob (BVerfGK 5, 316). - BVerfG, 09.02.2007 - 1 BvR 125/07
Verfassungsrechtliche Anforderungen an die gerichtliche Entscheidungen über das …
Rn. 6 Einen nochmals vom Amtsgericht dem Kindesvater im Wege der einstweiligen Anordnung am 2. Dezember 2004 eingeräumten Umgang schloss das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 20. Dezember 2004 bis zur Hauptsacheentscheidung ebenfalls aus, woraufhin das Bundesverfassungsgericht mit einstweiliger Anordnung vom 28. Dezember 2004 die Umgangsregelung des Amtsgerichts vom 2. Dezember 2004 im Wesentlichen wieder in Vollzug setzte und schließlich in der Hauptsacheentscheidung mit Beschluss vom 10. Juni 2005 die Entscheidung des Oberlandesgerichts insoweit aufhob (BVerfGK 5, 316). - BSG, 21.05.2007 - B 1 KR 4/07 S
Richterrechtliche Untätigkeitsbeschwerde - fehlende vorwerfbare Untätigkeit des …
Unter solchen Umständen sieht es das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) - jedenfalls außerhalb des Bereichs gerichtlicher Untätigkeit bei freiheitsentziehenden Maßnahmen - als fraglich an, ob die gesetzlich nicht geregelte Untätigkeitsbeschwerde dem aus dem Rechtsstaatsgebot abzuleitenden Gebot der Rechtsmittelklarheit genügen kann (vgl BVerfG 1. Kammer 1. Senat, Beschluss vom 10.6.2005 - 1 BvR 2790/04 - NJW 2005, 2685 RdNr 29;… generell ablehnend: Beschluss des Plenums des BVerfG vom 30.4.2003, BVerfGE 107, 395, 416 = SozR 4-1100 Art. 103 Nr. 1). - BVerwG, 07.09.2005 - 4 B 49.05
Gericht der Hauptsache; Nichtabhilfebeschluss, verfrühter; FFH-Gebiet, …
Das gilt jedenfalls, wenn das Ausgangsgericht nicht willkürlich vor Ablauf der Beschwerdeeinlegungs- und -begründungsfrist über die Nichtabhilfe entschieden hat, denn dann wäre der Anspruch der Beteiligten aus Art. 101 Abs. 1 GG auf den gesetzlichen Richter verletzt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 10. Juni 2005 - 1 BvR 2790/04 - EuGRZ 2005, 1233; BVerfGE 29, 45 ; BVerwG, Beschluss vom 17. Februar 1984 - BVerwG 4 B 191.83 - BVerwGE 69, 30 ). - BGH, 15.12.2005 - III ZR 10/05
Kein Anspruch des Grundstückseigentümers aus Gewissensgründen gegen den …
Der Konventionstext und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte - hier die Entscheidung vom 29. April 1999 in der Sache Chassagnou u.a. ./. Frankreich (NJW 1999, 3695) - dienen auf der Ebene des Verfassungsrechts insoweit als Auslegungshilfen (BVerfGE 111, 307, 315 ff. = NJW 2004, 3407, 3408 ff.; s. ferner BVerfG NJW 2005, 1765 f.; 2005, 2685, 2688). - BAG, 28.02.2006 - 5 AS 19/05
Rechtswidrige Rechtswegverweisung
- BVerfG, 20.09.2007 - 1 BvR 775/07
Verfassungsrechtliche Anorderungen an die Dauer und Förderung eines umfangreichen …
- BVerfG, 29.08.2011 - 1 BvR 280/09
Anordnung der Auslagenerstattung für das Verfassungsbeschwerdeverfahren nach …
- BVerfG, 17.07.2024 - 1 BvR 3156/15
Kammerbeschluss: Anordnung der Auslagenerstattung nach Erledigterklärung im …
- BGH, 12.03.2020 - IX ZB 68/18
Sofortige Beschwerde des Insolvenzverwalters gegen die Ablehnung seines …
- BVerfG, 22.11.2019 - 2 BvR 894/19
Anordnung der Auslagenerstattung im Verfassungsbeschwerdeverfahren gem § 34a Abs …
- OLG Schleswig, 18.01.2011 - 10 WF 3/11
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die unterbliebene Terminierung innerhalb der …
- BVerfG, 04.12.2023 - 1 BvR 229/16
Trennung eines unmittelbar gegen das Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht …
- BVerfG, 15.05.2019 - 2 BvR 351/19
Gegenstandswertfestsetzung im Verfassungsbeschwerdeverfahren und im Verfahren …
- OLG Düsseldorf, 16.01.2008 - 24 W 109/07
Untätigkeitsbeschwerde bei "Rechtsverweigerung"
- BVerfG, 15.03.2017 - 2 BvR 144/17
Ablehnung der Auslagenerstattung (§ 34a Abs 3 BVerfGG) im …
- BVerfG, 04.12.2023 - 1 BvR 2023/16
Anordnung der Auslagenerstattung im Verfassungsbeschwerdeverfahren nach …
- BVerfG, 08.06.2022 - 2 BvR 13/21
Anordnung der Auslagenerstattung sowie Gegenstandswertfestsetzung nach …
- OLG Naumburg, 11.10.2005 - 8 WF 190/05
Zur Zulässigkeit einer Untätigkeitsbeschwerde
- VerfG Brandenburg, 21.10.2011 - VfGBbg 15/11
Rechtsschutz gegen die Entscheidung einer Eildienstrichterin in einer …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 06.08.2007 - L 8 B 139/07
Beschwerde wegen unangemessener Verzögerung des Verfahrens bei einem Streit über …
- OLG Brandenburg, 22.10.2007 - 10 WF 237/07
Untätigkeitsbeschwerde wegen Anberaumung eines Prozesskostenhilfe-Prüfungstermins …
- OLG Bremen, 20.04.2006 - 4 U 41/05
- OLG Rostock, 04.09.2009 - 3 W 74/09
Mietrechtsstreit: Zulässigkeitsvoraussetzungen einer Untätigkeitsbeschwerde
- OLG Brandenburg, 02.10.2006 - 10 WF 203/06
Untätigkeitsbeschwerde in Umgangsrechtsverfahren: Unangemessen lange …
- OLG Naumburg, 06.03.2006 - 4 WF 2/06
Die sofortige Beschwerde zum OLG gegen eine einstweilige Anordnung, die das …
- OLG Naumburg, 11.06.2007 - 4 WF 81/07
Zur Zulässigkeit einer Untätigkeitsbeschwerde
- OLG Brandenburg, 22.01.2009 - 10 WF 253/08
Untätigkeitsbeschwerde: Verfahrensförderungspflicht im Zusammenhang mit der …
- OLG Düsseldorf, 24.07.2006 - 23 W 35/06
Zur Zulässigkeit einer sofortigen Beschwerde gegen ein langdauerndes Verfahren
- LAG Sachsen, 14.03.2008 - 4 Ta 347/07
Untätigkeitsbeschwerde bei ausstehender Rechtswegentscheidung
- BSG, 19.12.2007 - B 1 KR 5/07 S
- LSG Sachsen-Anhalt, 30.10.2008 - L 2 B 23/08
- VG Dessau, 11.07.2006 - 3 A 123/06
Vater ruft in Wittenberger Sorgerechtsfall ohne Erfolg das Verwaltungsgericht an
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