Rechtsprechung
| OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- verkehrslexikon.de
Zur Haftungsabwägung bei einem Unfall eines bei Rot mit Blaulicht und Martinshorn in eine Kreuzung einfahrenden Feuerwehreinsatzfahrzeugs
- Judicialis
StVG § 17 Abs. 3; ; StVO § 35 Abs. 1; ; StVO § 35 Abs. 8; ; StVO § 38 Abs. 1
- IWW
Kurzfassungen/Presse (6)
- IWW (Kurzinformation)
Mithaftung - Mithaftung trotz Blaulicht und Martinshorn
- anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)
Vorfahrtsrecht und Sonderrechte eines Einsatzfahrzeugs
- feuerwehr-ub.de (Kurzinformation)
Feuerwehrwagen mit Martinshorn hat nicht immer Vorfahrt
- channelpartner.de (Rechtsprechungsübersicht)
"Schockstarre" ist die schlechteste Variante - Blaulicht und Martinshorn - wie verhalte ich mich richtig?
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Einsatzfahrer der Feuerwehr trägt Mitschuld an Unfall aufgrund Vorfahrtsverletzung trotz Sonderrechte - Sonderrechte erlauben kein rücksichtloses Fahren
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Erstattung eines Schadens im Rahmen eines Unfalls beim Betrieb eines Feuerwehrwagens; Unabwendbares Ereignis und Sonderrechte im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO); Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bei einer Sonderrechtsfahrt; Pflicht zur ...
Verfahrensgang
- LG Gera, 17.02.2005 - 6 O 953/04
- OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Papierfundstellen
- MDR 2007, 884
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (11)
- OLG Celle, 23.06.1998 - 17 U 3/98
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Denn die Klägerin muss sich so verhalten, dass sie beim Betrieb des Fahrzeugs ein Martinshorn jederzeit rechtzeitig hören kann (OLG Celle, Urteil vom 23.06.1998, Az: 17 U 3/98 = Schaden-Praxis 1999, 224-225).Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77).
- BGH, 29.10.1974 - VI ZR 42/73
Haftung des Schädigers für ohne Schuld des Geschädigten entstandenen höheren …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Dazu gehört auch die für die Einholung eines Gutachtens über die Reparaturwürdigkeit des Unfallwagens erforderliche Zeit (BGH, Urteil vom 29.10.1974, Az. VI ZR 42/73 = BGHZ 63, 182-189 = NJW 1975, 160-163) sowie eine angemessene Überlegungszeit, um die Entscheidung zu treffen, ob die Reparatur durchgeführt oder ein neuer Wagen angeschafft werden soll (…Oetker in Münchener Kommentar zum BGB, 4. Auflage 2001, § 249 Rn. 400;… Soergel/ Siebert, BGB, 12. Auflage 1990, § 249 Rn. 92); in Erfüllung seiner Schadensminderungspflicht ist der Geschädigte verpflichtet, sich unverzüglich zu entscheiden (…Rixecker in Geigel, Der Haftpflichtprozess, 24. Auflage 2004, 3. Kap. Rn. 70;… vgl. Tempel, Materielles Recht im Zivilprozess, 4. Auflage 2005, § 9 B III 1 a] [1]). - BGH, 15.02.2005 - VI ZR 74/04
Ersatzpflicht von Mietwagenkosten nach einem Unfallersatztarif
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Ob im Einzelfall Abzüge unter dem Gesichtspunkt eines Vorteilsaugleichs in Betracht kommen, unterliegt der tatrichterlichen Würdigung gemäß § 287 ZPO (BGH, Urteil vom 15.02.2005, Az. VI ZR 74/04 = NJW 2005, 1041-1043 = VersR 2005, 568-569).
- BGH, 17.12.1974 - VI ZR 207/73
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem unter Inanspruchnahme von …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - OLG Stuttgart, 06.10.1999 - 4 U 73/99
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem gesichert am rechten Fahrbahnrand …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Ob die Kosten für die An- und Abmeldung pauschal verlangt werden können, ist streitig (dafür: OLG Stuttgart, Urteil vom 06.10.1999, Az. 4 U 73/99 = DAR 2000, 35-36;… verneinend Palandt/Heinrichs, aaO, § 249 Rn. 21 m.w.N.;… vgl. Tempel, aaO, S. 703 FN 154), nach Auffassung des Senats zu bejahen und im vorliegenden Fall im Wege der Schadensschätzung gem. § 287 ZPO in Höhe von 15, 00 EUR gerechtfertigt. - BGH, 18.11.1957 - III ZR 117/56
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem Sonderrechte in Anspruch nehmenden …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - OLG Brandenburg, 28.10.2003 - 2 U 58/02
Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch wegen der unfallbedingten Schäden, die …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - OLG Düsseldorf, 28.05.1984 - 1 U 136/83
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem Sonderrechtsfahrzeug
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - OLG Nürnberg, 16.02.1976 - 5 U 172/75
Rettung von Menschenleben; Blaulicht; Einsatzhorn; Einfahren in Kreuzung; …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - OLG Dresden, 19.03.1996 - 13 U 2263/95
Kollision zwischen einem vorfahrtsberechtigten Fahrzeug und einem Einsatzfahrzeug …
Auszug aus OLG Jena, 20.12.2006 - 4 U 259/05
Das nach § 38 StVO bevorrechtigte Fahrzeug darf, falls die übrigen Verkehrsteilnehmer freie Bahn geschaffen haben, diese dann aber auch in Anspruch nehmen, wenn sich sein Fahrer davon überzeugt hat, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihn wahrgenommen und sich auf seine Absicht, die Kreuzung vor ihnen zu überqueren, eingestellt haben (BGH, Urteil vom 17.12.1974, Az: VI ZR 207/73 = BGHZ 63, 327-332 = NJW 1975, 648-649; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.10.2003, Az: 2 U 58/02; OLG Celle…, Urteil vom 23.06.1998, aaO; OLG Dresden, Urteil vom 19.03.1996, Az: 13 U 2263/95 = SP 1996, 235; KG, Urteil vom 22.03.1990, Az: 12 U 2971/89; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1984, Az: 1 U 136/83 = VersR 1985, 669; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.02.1976, Az: 5 U 172/75 = VersR 77, 64; vgl. BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az: III ZR 117/56 = BGHZ 26, 69-77). - KG, 22.03.1990 - 12 U 2971/89
- AG Landstuhl, 22.09.2014 - 2 OWi 4286 Js 13030/13
Absehen vom Regelfahrverbot: Verkennung einer Sonderrechtssituation durch einen …
Vielmehr ist § 35 Abs. 1 StVO im Hinblick auf die mit der Wahrnehmung von Sonderrechten verbundenen erheblichen Gefährdungen (anderer Verkehrsteilnehmer) eng auszulegen und als Ausnahmevorschrift zu bezeichnen (OLG Jena, SVR 2007, 299;… LG Bonn, Urt. v. 09.01.2012 - Az.: 1 O 276/11 - juris; OLG Celle, NJW-RR 2011, 1323; OLG Stuttgart, NZV 2002, 410). - OLG Brandenburg, 13.07.2010 - 2 U 13/09
Amtshaftung: Haftungsverteilung bei einer Kreuzungskollision zwischen einem bei …
Die allgemeinen Maßstäbe werden aber dahingehend abgewandelt, dass die andern Verkehrsteilnehmer auf ihr Vorfahrtsrecht vorübergehend verzichten müssen, wenn sie die besonderen Zeichen bemerkt haben.Das nach § 38 StVO mit Sonderrechten ausgestattete Fahrzeug darf daher nur dann bei rotem Ampellicht in die Kreuzung einfahren, wenn sich sein Fahrer vergewissert hat, dass die anderen Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug wahrgenommen und sich auf die Absicht, die Kreuzung zu überqueren, eingestellt haben (vgl. BGH NJW 1975, 648; Thüringer OLG MDR 2007, 884 m. w. N.). - LG Saarbrücken, 10.02.2012 - 13 S 199/11
Beweis des ersten Anscheins bei Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot im Kreisverkehr
Sind Meldekosten indes tatsächlich angefallen, sind diese grundsätzlich ersatzfähig und - bei fehlendem Kostennachweis - gem. § 287 ZPO zu schätzen (so wohl hM: OLG Stuttgart DAR 2000, 35; KG DAR 2004, 352; OLG Thüringen MDR 2007, 884; zum Ganzen auch Wenker in jurisPR-VerkR 14/2011 Anm. 5 mit Nachweisen zur Gegenansicht). - LG Itzehoe, 11.02.2011 - 9 S 107/10
Restwertangebote sind ohne Nennung im Gutachten durch Mitteilung an den …
Auch soweit die Möglichkeit einer pauschalen Abrechnung bzw. einer entsprechenden pauschalen Schätzung nach § 287 ZPO (so Thüringer Oberlandesgericht, Urt. v. 20.12.2006 - 4 U 259/05, zit. nach [...]) vertreten wird, setzt dies voraus, dass überhaupt ein ersatzfähiger Schaden entstanden ist. - LG Itzehoe, 14.01.2011 - 9 S 107/10
Schadensersatz aus Verkehrsunfall: Pauschale Abrechnung von An- und …
Auch soweit die Möglichkeit einer pauschalen Abrechnung bzw. einer entsprechenden pauschalen Schätzung nach § 287 ZPO (so Thüringer Oberlandesgericht, Urt. v. 20.12.2006 - 4 U 259/05, zit. nach juris) vertreten wird, setzt dies voraus, dass überhaupt ein ersatzfähiger Schaden entstanden ist.
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 27.09.2006 - 15 VA 8/06 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
BGB § 1309 Abs. 1; BGB § 1309 Abs. 2; EGBGB Art. 13 Abs. 1; AsylVfG § 15
D (A), Eheschließung, Ehefähigkeitszeugnis, Befreiung, Iran, Iraner, Identität ungeklärt, Staatsangehörigkeit ungeklärt, Passlosigkeit, Passbeschaffung, Zumutbarkeit, Asylbewerber - rechtsportal.de
BGB § 1309 Abs. 2; PStV § 11 Abs. 2; AsylVfG § 15
Befreiungsverfahren zum Ehefähigkeitszeugnis nur bei Nachweis von Identität und Staatsangehörigkeit des Ausländers - Wolters Kluwer
Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses bei einer Heirat zwischen einem iranischen Staatsangehörigen und einer Deutschen; Notwendigkeit der Überprüfung der Identität des heiratswilligen Asylbewerbers im Hinblick auf seine Nutzung eines gefälschten ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- iprspr.mpipriv.de (Auszüge)
BGB § 1309; EGBGB Art. 13
Ehe und andere familienrechtliche Lebens- und Risikogemeinschaften --> Eingehung, Wirksamkeit - Wolters Kluwer (Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 2007, 1555 (Ls.)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 02.12.1991 - 9 C 126.90
Asylverfahren - Anerkennung als Asylberechtigter - Erlöschen
Auszug aus OLG Hamm, 27.09.2006 - 15 VA 8/06
Denn in diesem Tun kommt noch nicht der für die Anwendung des § 15 AsylVerfG erforderliche Wille zum Ausdruck, dauerhaft die rechtlichen Beziehungen zu seinem Heimatland wiederherzustellen (BVerwG NVwZ 1992, 679). - BVerwG, 20.10.1987 - 9 C 277.86
Verfolgungsgefahr - Asylbewerber - Erneuerung/Verlängerung des Passes
Auszug aus OLG Hamm, 27.09.2006 - 15 VA 8/06
Abgesehen davon, dass diese Vorschrift auf Asylbewerber nicht anwendbar ist (BVerwG NVwZ 1988, 160), liegen diese Voraussetzungen nach höchstrichterlicher Rechtsprechung auch nicht vor, wenn der Asylberechtigte zum Zweck der Eheschließung die Ausstellung eines Nationalpasses oder die Verlängerung von dessen Geltungsdauer beantragt. - BGH, 12.05.1971 - IV AR (Vz) 38/70
Ausländisches Eheverbot der Religionsverschiedenheit
Auszug aus OLG Hamm, 27.09.2006 - 15 VA 8/06
In diesem Rahmen hat er an Stelle der ausländischen Behörde zu prüfen, ob der Verlobte nach seinem Heimatrecht die beabsichtigte Ehe eingehen darf oder ob ihr Ehehindernisse entgegenstehen (vgl. BGHZ 56, 180; Senat OLG Köln StAZ1989, 260;… Palandt/Brudermüller, a.a.O. Rn. 13). - KG, 27.06.2000 - 1 VA 32/99
Auszug aus OLG Hamm, 27.09.2006 - 15 VA 8/06
Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass der Nachweis der Identität und der Staatsangehörigkeit des Antragstellers im Befreiungsverfahren nach § 1309 BGB - wie im Verfahren der Anmeldung der Eheschließung selbst - grundsätzlich durch Vorlage eines gültigen Reiseausweises zu führen ist (vgl. KG FGPrax 2000, 198 = StAZ 2000, 303 m.w.N.).
- LG Bochum, 19.11.2008 - 7 T 41/08
Erfordernis des Identitätsnachweises durch Ausweisvorlage bei Eheschließung unter …
Bei Personen, die nicht Deutsche sind, ist der Nachweis der Identität und der Staatsangehörigkeit im Verfahren der Anmeldung ebenso wie im Befreiungsverfahren nach § 1309 BGB grundsätzlich durch Vorlage eines gültigen Reiseausweises zu führen (OLG Hamm StAZ 2007, 177; vgl. auch KG StAZ 200, 303 m. w. N.).Das Oberlandesgericht Hamm (StAZ 2007, 177) hat insoweit zu dieser Vorschrift u. a. ausgeführt:.
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Rechtsprechung
| OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Judicialis
- rechtsportal.de
ZPO § 93 § 935
Kostenentscheidung nach Anerkenntnis im einstweiligen Verfügungsverfahren - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Tragung der durch den Erlass einer einstweiligen Verfügung verursachten Kosten; Statthaftigkeit der sofortigen Beschwerde gegen eines auf einen Kostenwiderspruch hin ergehendes Urteil; Anerkennung einer einstweiligen Verfügung in der Hauptsache durch Einlegung eines auf ...
Verfahrensgang
- LG Landau/Pfalz, 11.05.2006 - 4 O 424/05
- OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Papierfundstellen
- NJW-RR 2007, 1164
- MDR 2007, 925
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (10)
- BGH, 30.05.2006 - VI ZB 64/05
Voraussetzungen des sofortigen Anerkenntnisses im schriftlichen Vorverfahren
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Die Norm soll den Beklagten vor allem vor dem Kostenrisiko übereilter Klagen schützen (vgl. BGH NJW 2006, 2490, 2491).Hiervon ist nur dann auszugehen, wenn das Verhalten einer Partei aus der Sicht des Klägers (Antragstellers) bei vernünftiger Betrachtung hinreichenden Anlass für die Annahme bietet, er werde ohne Inanspruchnahme der Gerichte nicht zu seinem Recht kommen (BGH NJW 2006, 2490).
- OLG Braunschweig, 06.12.2004 - 2 W 237/04
Bestehen eines Abmahnerfordernisses im einstweiligen Verfügungsverfahren bei …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Hierbei handelt es sich um Sequestrationsansprüche, die zusammen mit wettbewerbsrechtlichen, urheberrechtlichen oder markenrechtlichen Unterlassungsansprüchen geltend gemacht werden, bei denen eine vorherige Abmahnung regelmäßig gefordert wird (vgl. etwa OLG Frankfurt, Magazindienst 2006, 60 f.; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1064; LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 191).Die Rechtsbeschwerde ist im Hinblick auf § 542 Abs. 2 ZPO nicht statthaft (BGH NJW 2003, 1531; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103, 104).
- BGH, 27.02.2003 - I ZB 22/02
Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde im Verfahren auf Erlaß eines Arrestes oder …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Die Rechtsbeschwerde ist im Hinblick auf § 542 Abs. 2 ZPO nicht statthaft (BGH NJW 2003, 1531; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103, 104).
- OLG Köln, 12.02.1992 - 11 U 196/91
Anspruch auf Rückzahlung von Zinsen auf ein vereinbartes Disagio ; Verbot der …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Dies ist offensichtlich, wenn der Verfügungsgrund gesetzlich vermutet wird, wie etwa bei den §§ 885 Abs. 1 Satz 2, 899 Abs. 2 Satz 1 BGB und in den Fällen, in denen die Gefährdung des Anspruchs nicht auf einem Verhalten des Antragsgegners beruht (vgl. OLG Stuttgart, NJW 1955, 1192; OLG Köln, NJW-RR 1988, 1341; OLG Frankfurt, OLGR 1992, 140;… Stein/Jonas/Bork, aaO m.w.N.; Lemke, DRiZ 1982, 339, 340;… Liesegang, aaO, 98; Nikisch, NJW 1955, 1192, 1193). - OLG Düsseldorf, 28.10.1996 - 2 W 55/96
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Hierbei handelt es sich um Sequestrationsansprüche, die zusammen mit wettbewerbsrechtlichen, urheberrechtlichen oder markenrechtlichen Unterlassungsansprüchen geltend gemacht werden, bei denen eine vorherige Abmahnung regelmäßig gefordert wird (vgl. etwa OLG Frankfurt, Magazindienst 2006, 60 f.; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1064; LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 191). - OLG München, 03.09.2001 - 29 W 2377/01
Streitwert für einstweilige Verfügung - Beschränkung des Widerspruchs auf Kosten
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Der Streitwert für das Verfahren über den auf die Kosten beschränkten Widerspruch gegen eine im Beschlusswege erlassene einstweilige Verfügung bemisst sich nach den Kosten, die bis zur Einlegung des Widerspruchs angefallen sind (OLG München, ZUM-RD 2002, 244). - LG Hamburg, 19.03.2004 - 308 O 58/04
Sofortiges Anerkenntnis: Veranlassung der Beantragung einer einstweiligen …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Hierbei handelt es sich um Sequestrationsansprüche, die zusammen mit wettbewerbsrechtlichen, urheberrechtlichen oder markenrechtlichen Unterlassungsansprüchen geltend gemacht werden, bei denen eine vorherige Abmahnung regelmäßig gefordert wird (vgl. etwa OLG Frankfurt, Magazindienst 2006, 60 f.; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1064; LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 191). - OLG Karlsruhe, 10.02.1986 - 15 W 12/85
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Daneben wird eine vorherige Abmahnung zur Vermeidung der Kostenfolge des sofortigen Anerkenntnisses im einstweiligen Verfügungsverfahren bei Unterlassungsansprüchen wegen Ehrverletzungen diskutiert (vgl. KG KGR 1999, 392; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1987, 105). - OLG Frankfurt, 05.06.1992 - 26 W 10/92
Anfechtung einer Entscheidung hinsichtlich eines isolierten Kostenwiderspruchs …
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Gegen das auf einen Kostenwiderspruch hin ergehende Urteil ist gemäß §§ 99 Abs. 2, 567 Abs. 1 Nr. 1 ZPO analog die sofortige Beschwerde statthaft (OLG Frankfurt, OLGR 1992, 150; Magazindienst 2006, 60 f.; KG, KGR 1999, 392 m. z. N.;… Musielak/Wolst, ZPO, 4. Aufl., § 99 Rdn. 9;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 25. Aufl., § 925 Rdn. 5 und 11 und § 99 Rn. 17 beide m. w. N.). - OLG Köln, 03.02.1988 - 22 W 75/87
Auszug aus OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06
Dies ist offensichtlich, wenn der Verfügungsgrund gesetzlich vermutet wird, wie etwa bei den §§ 885 Abs. 1 Satz 2, 899 Abs. 2 Satz 1 BGB und in den Fällen, in denen die Gefährdung des Anspruchs nicht auf einem Verhalten des Antragsgegners beruht (vgl. OLG Stuttgart, NJW 1955, 1192; OLG Köln, NJW-RR 1988, 1341; OLG Frankfurt, OLGR 1992, 140;… Stein/Jonas/Bork, aaO m.w.N.; Lemke, DRiZ 1982, 339, 340;… Liesegang, aaO, 98; Nikisch, NJW 1955, 1192, 1193).
- OLG Naumburg, 13.11.2014 - 12 W 35/14
Kostenentscheidung im einstweiligen Verfügungsverfahren: Klageveranlassung bei …
Der Verfügungsgrund darf vielmehr nicht schematisch mit einem Anlass zur Verfahrenseinleitung gleichgesetzt werden, was zur Folge hätte, dass die Anwendung der Norm zu Gunsten der Verfügungsbeklagten im einstweiligen Verfügungsverfahren aufgrund der Bindung des Gerichts an das Anerkenntnis per se ausscheiden würde (vgl. OLG Zweibrücken MDR 2007, 925;… Herget in Zöller, ZPO, 30. Aufl., Rdn. 6 zu § 93 ZPO).Die nach einem Anerkenntnis eintretende Bindung des Gerichts, die dem erkennenden Gericht eine sachliche Überprüfung von Verfügungsgrund und Verfügungsanspruch versagt, enthebt es jedoch nicht der Verpflichtung, in dem konkreten Einzelfall zu überprüfen, ob der Verfügungsbeklagte durch sein Verhalten kostenrechtlich relevanten Anlass zur Einleitung eines einstweiligen Verfügungsverfahrens gegeben hat (vgl. OLG Zweibrücken MDR 2007, 925).
Rn. 45 Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren bemisst sich nach dem Kosteninteresse des Verfügungsklägers (vgl. OLG Zweibrücken MDR 2007, 925).
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