(1) Das Mahnverfahren findet nicht statt für Ansprüche eines Unternehmers aus einem Vertrag, für den das Verbraucherkreditgesetz gilt, wenn der nach dem Verbraucherkreditgesetz anzugebende effektive oder anfängliche effektive Jahreszins den bei Vertragsschluss geltenden Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs um mehr als zwölf Prozentpunkte übersteigt.
(2) § 690 Abs. 1 Nr. 3 der Zivilprozessordnung findet auf Verträge, für die das Verbraucherkreditgesetz gilt, mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle der Angabe des nach den §§ 492, 502 des Bürgerlichen Gesetzbuchs anzugebenden effektiven oder anfänglichen effektiven Jahreszinses die Angabe des nach dem Verbraucherkreditgesetz anzugebenden effektiven oder anfänglichen effektiven Jahreszinses tritt.
Hinweis der Redaktion zu Absatz 1:Entgegen dem Gesetzeswortlaut ist zu beachten, daß es bei Vertragsabschlüssen unter der Geltung des zum 1.1.2002 außer Kraft getretenen Verbraucherkreditgesetzes einen "Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs" nicht gab. Vielmehr war maßgeblich der Basiszinssatz nach § 1 des Diskontsatz-Überleitungs-Gesetzes (DÜG) vom 9. Juni 1998 (BGBl. I S. 1242).
Literatur im Internet zu § 28 EGZPO
Querverweise
- Zivilprozessordnung (ZPO)
- Mahnverfahren
- § 688 II Nr. 1 (Zulässigkeit) (zu § 28 I)
Rechtsberatung
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