Rechtsprechung
| BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
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Zulässigkeit der Revision; Beschwer; Verhältnis von Feststellungsbescheiden; gesonderte und einheitliche Feststellung bei Tod eines Feststellungsbeteiligten
- Judicialis
AO § 179 Abs. 2 Satz 2; ; AO § ... 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a; ; AO § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b; ; AO § 182; ; AO § 182 Abs. 3; ; FGO § 10 Abs. 3; ; FGO § 40 Abs. 2; ; FGO § 74; ; FGO § 100 Abs. 1; ; FGO § 126 Abs. 1; ; FGO § 135 Abs. 2; ; BGB § 1913; ; BGB §§ 1960 ff.; ; BGB §§ 1964 ff.
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de
Durchführung eines einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellungsverfahren ist gegenüber der nur gesonderten Gewinnfeststellung vorrangig
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Nachträgliche Feststelllung der Unternehmereigenschaft bzw. Mitunternehmereigenschaft im Rahmen des Gaststättengewerbes; Voraussetzungen des Vorliegens einer formellen Beschwer gem. § 40 Abs. 2 Finanzgerichtsordnung (FGO); Anforderungen an das Vorliegen eines ...
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Düsseldorf, 06.07.2006 - 11 K 1681/04
- BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Papierfundstellen
- BFH/NV 2008, 1298
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (22)
- BFH, 01.02.1983 - VIII R 30/80
Revision - Steuerherabsetzung - Steuerumgehung - Gestaltungsmöglichkeiten - …
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Auch kommt es nicht darauf an, ob --wie vorliegend-- das FG die Revision zugelassen hat (BFH-Beschluss vom 1. Februar 1983 VIII R 30/80, BFHE 138, 4, BStBl II 1983, 534, unter I.4. der Gründe).Soweit der BFH --fallgruppenbezogen-- Ausnahmen von diesem Grundsatz anerkannt und das Rechtsschutzbedürfnis auch dann bejaht hat, wenn der Kläger lediglich materiell beschwert ist und mit seinem Rechtsmittel --trotz Stattgabe seiner Klage-- lediglich rechtliche Nachteile abwenden will, die mit den Entscheidungsgründen des FG-Urteils verbunden sind (vgl. --zusammenfassend-- BFH-Beschluss in BFHE 138, 4, BStBl II 1983, 534, sowie --ergänzend-- Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., Vor § 115 Rz 13), vermögen diese für das anhängige Verfahren keine andere Beurteilung zu rechtfertigen.
b) Zum anderen kann das Rechtsschutzbedürfnis nicht deshalb bejaht werden, weil nach der Rechtsprechung des BFH eine anzuerkennende materielle Beschwer des Klägers darin gesehen wird, dass er sich --ohne die Höhe der Steuerfestsetzung anzugreifen-- gegen den Ansatz von Besteuerungsgrundlagen wendet, die mit bindender Wirkung für zukünftige Veranlagungszeiträume festgestellt werden (BFH-Urteile vom 7. November 1963 IV 210/62 S, BFHE 78, 172, BStBl III 1964, 70, unter VI. der Gründe; vom 4. April 1974 IV R 7/71, BFHE 112, 331, BStBl II 1974, 522, und BFH-Beschluss in BFHE 138, 4, BStBl II 1983, 534).
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 7/97
Überschusserzielungsabsicht bei Kapitaleinkünften aus Aktien
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
c) Das Rechtsschutzbedürfnis der Klägerin für die anhängige Revision (betreffend die gesonderte Gewinnfeststellung) lässt sich schließlich nicht aus den Grundsätzen des Urteils des BFH vom 28. Oktober 1999 VIII R 7/97 (BFH/NV 2000, 564, unter II.4.a der Gründe) ableiten, nach denen eine die Revision eröffnende (materielle) Beschwer darin zu sehen sein kann, dass die Vorinstanz über einen vom Kläger im finanzgerichtlichen Verfahren nicht gestellten Antrag mit einem Urteilstenor entscheidet, der weder in der AO noch in den materiellen Steuergesetzen eine Rechtsgrundlage findet und der deshalb auch nicht getroffen werden durfte.Obgleich einem solchen Entscheidungssatz keine Bindungswirkung zukomme, müsse dem Kläger --so das BFH-Urteil in BFH/NV 2000, 564-- das Recht zustehen, den Rechtsschein des Urteilsspruchs zu beseitigen (…gl.A. Gräber/ Ruban, a.a.O., Vor § 115 Rz 13 a.E.).
- BFH, 01.04.2003 - I R 70/01
Grundordnung des Verfahrens; verfahrensmäßige Trennung zwischen KSt-Veranlagung …
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
bb) Das FG hätte im Verfahren betreffend die gesonderte Feststellung (§ 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b AO) nicht über die Mitunternehmerstellung der Klägerin entscheiden dürfen; vielmehr war es verpflichtet, das Klageverfahren nach § 74 FGO bis zum Abschluss des --vorgreiflichen-- gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellungsverfahrens auszusetzen (BFH-Urteil vom 1. April 2003 I R 70/01, BFH/NV 2003, 1282, m.w.N.;… Gräber/ Koch, a.a.O., § 74 Rz 12, m.w.N.).cc) Die Nichtbeachtung dieser Grundsätze begründet nicht nur einen Verstoß gegen die Grundordnung des Verfahrens (BFH-Urteil in BFH/NV 2003, 1282).
- BFH, 24.03.1999 - I R 114/97
Grenzüberschreitende doppelstöckige Personengesellschaft
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Der Bescheid ist --was das FA ausweislich der eingereichten Ablichtung des Feststellungsbescheids vom 7. November 2006 bisher nicht beachtet hat-- den Erben bekannt zu geben (vgl. --einschließlich des Erlasses eines Richtigstellungsbescheids gemäß § 182 Abs. 3 AO-- BFH-Urteile vom 25. November 1987 II R 227/84, BFHE 152, 10, BStBl II 1988, 410, und vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170); sind die Erben nicht bekannt, ist ein Pfleger zu bestellen (§§ 1913, 1960 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--; § 81 Abs. 1 Nr. 1 AO; vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1999 I R 114/97, BFHE 188, 315, BStBl II 2000, 399;… BFH-Beschluss vom 21. Dezember 2004 II B 110/04, BFH/NV 2005, 704). - BFH, 17.05.1995 - X R 64/92
Vereinbarung wertmindernder Beschränkung des Grundstückseigentums gegen Entgelt …
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Auch ist dem FG darin beizupflichten, dass von einer gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung nicht deshalb abgesehen werden kann, weil zum Zeitpunkt des Erlasses des Bescheids ein Feststellungsbeteiligter (hier: B) verstorben ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 17. Mai 1995 X R 64/92, BFHE 177, 478, BStBl II 1995, 640, unter II.3. der Gründe; BFH-Beschluss vom 28. September 1993 IX B 15/93, juris). - BFH, 07.03.2006 - VII R 12/05
Fiskalerbschaft - Gemeinschaftssteuer - Ertragshoheit - Verwaltungshoheit - …
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Nichts anderes würde im Ergebnis gelten, wenn das Erbrecht des Fiskus gemäß §§ 1964 ff. BGB festgestellt wird, da auch hierdurch --ungeachtet der Frage, ob Steuerforderung und Steuerschuld durch Konfusion erloschen sind-- die Durchführung des Verwaltungsverfahrens nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO nicht berührt wird (vgl. BFH-Urteile vom 9. Oktober 1985 II R 204/83, BFHE 145, 109, BStBl II 1986, 148; vom 18. Dezember 2002 II R 20/01, BFHE 200, 397, BStBl II 2003, 228, …und vom 18. November 2004 V R 66/03, BFH/NV 2005, 710; zur Vollstreckung s. BFH-Urteil vom 7. März 2006 VII R 12/05, BFHE 212, 388, BStBl II 2006, 584). - BFH, 18.12.2002 - II R 20/01
Bewertung eines Grundstücks mit leerstehendem Gebäude
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Nichts anderes würde im Ergebnis gelten, wenn das Erbrecht des Fiskus gemäß §§ 1964 ff. BGB festgestellt wird, da auch hierdurch --ungeachtet der Frage, ob Steuerforderung und Steuerschuld durch Konfusion erloschen sind-- die Durchführung des Verwaltungsverfahrens nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO nicht berührt wird (vgl. BFH-Urteile vom 9. Oktober 1985 II R 204/83, BFHE 145, 109, BStBl II 1986, 148; vom 18. Dezember 2002 II R 20/01, BFHE 200, 397, BStBl II 2003, 228, …und vom 18. November 2004 V R 66/03, BFH/NV 2005, 710; zur Vollstreckung s. BFH-Urteil vom 7. März 2006 VII R 12/05, BFHE 212, 388, BStBl II 2006, 584). - BFH, 12.11.1985 - IX R 85/82
Gesonderte und einheitliche Feststellung - Erforderlichkeit - Vorliegen von …
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Denn ein Verfahren zur gesonderten und einheitlichen Feststellung muss bereits dann durchgeführt werden, wenn ernstlich zweifelhaft ist, ob überhaupt einkommensteuerpflichtige Einkünfte erzielt werden und/oder ob diese mehreren Personen zuzurechnen sind, da auch über diese (Vor-)Fragen --entsprechend dem materiell-rechtlichen Zweck des Verfahrens, eine inhaltlich identische Sachbehandlung gegenüber allen potentiell betroffenen Steuerpflichtigen sicherzustellen-- nur einheitlich gegenüber allen (potentiell) an den Einkünften Beteiligten entschieden werden kann (BFH-Urteil vom 12. November 1985 IX R 85/82, BFHE 145, 308, BStBl II 1986, 239; Söhn in HHSp, § 179 AO Rz 52, § 180 AO Rz 158, m.w.N.). - BFH, 23.09.1999 - IV R 59/98
Richtigstellung bei fehlerhaftem Feststellungsbescheid
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Der Bescheid ist --was das FA ausweislich der eingereichten Ablichtung des Feststellungsbescheids vom 7. November 2006 bisher nicht beachtet hat-- den Erben bekannt zu geben (vgl. --einschließlich des Erlasses eines Richtigstellungsbescheids gemäß § 182 Abs. 3 AO-- BFH-Urteile vom 25. November 1987 II R 227/84, BFHE 152, 10, BStBl II 1988, 410, und vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170); sind die Erben nicht bekannt, ist ein Pfleger zu bestellen (§§ 1913, 1960 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--; § 81 Abs. 1 Nr. 1 AO; vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1999 I R 114/97, BFHE 188, 315, BStBl II 2000, 399;… BFH-Beschluss vom 21. Dezember 2004 II B 110/04, BFH/NV 2005, 704). - BFH, 21.12.2004 - II B 110/04
Nachlasspflegschaft; unbekannte Erben
Auszug aus BFH, 04.04.2008 - IV R 91/06
Der Bescheid ist --was das FA ausweislich der eingereichten Ablichtung des Feststellungsbescheids vom 7. November 2006 bisher nicht beachtet hat-- den Erben bekannt zu geben (vgl. --einschließlich des Erlasses eines Richtigstellungsbescheids gemäß § 182 Abs. 3 AO-- BFH-Urteile vom 25. November 1987 II R 227/84, BFHE 152, 10, BStBl II 1988, 410, und vom 23. September 1999 IV R 59/98, BFHE 190, 19, BStBl II 2000, 170); sind die Erben nicht bekannt, ist ein Pfleger zu bestellen (§§ 1913, 1960 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--; § 81 Abs. 1 Nr. 1 AO; vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1999 I R 114/97, BFHE 188, 315, BStBl II 2000, 399; BFH-Beschluss vom 21. Dezember 2004 II B 110/04, BFH/NV 2005, 704). - BFH, 18.11.2004 - V R 66/03
Finanzrechtsweg für Fiskus
- BFH, 25.11.1987 - II R 227/84
Einheitlicher Feststellungsbescheid - Einheitswertbescheid - Wirksamkeit - …
- BFH, 14.06.1994 - VIII R 20/93
Notwendigkeit der Beiladung sämtlicher Gesellschafter einer aufgelösten …
- BFH, 23.08.2006 - IV B 114/05
Für die Beschwer ist der Tenor maßgeblich und nicht die Begründung
- BFH, 09.10.1985 - II R 204/83
Steuerverwaltungsakt - Fiskus - Rechtsweg
- BFH, 04.04.1974 - IV R 7/71
Geltendmachung - Buchwert einer Beteiligung - Klage gegen Einkommensteuerbescheid …
- BFH, 29.07.1992 - IV B 44/91
Steuerliche Behandlung von Einkünften einer Erbengemeinschaft - Weiterführung …
- BFH, 07.11.1963 - IV 210/62 S
Steuerbegünstigung bzgl. aus einer Konkursmasse erzielten Veräußerungsgewinnen
- BFH, 15.11.1971 - GrS 7/70
Revision - Urteil des FG - Urteilsbestätigung in vollem Umfang
- BFH, 20.11.1969 - I B 34/69
Klage eines Vereins - Bejahung der Steuerpflicht - Überprüfung der Rechtsfrage - …
- BFH, 25.06.1975 - I R 78/73
Bindungswirkung - Zurückverweisendes Urteil - Urteilsgründe - Implizite Bejahung …
- BFH, 28.09.1993 - IX B 15/93
- BFH, 19.03.2009 - IV R 78/06
Grundstückvermietung an Filialbetrieb gewerbesteuerpflichtig
Obwohl mit dem angefochtenen Bescheid der Gewerbesteuermessbetrag auf 0 DM festgesetzt wurde, ist das Rechtsschutzbedürfnis zu bejahen, da die Gewerbesteuerpflicht der GbR (zu deren Klägerstellung s. unten) schlechthin bestritten und deshalb die ersatzlose Aufhebung der angegriffenen Bescheide erstrebt wird (vgl. BFH-Urteile vom 18. Januar 1984 I R 138/79, BFHE 140, 463, BStBl II 1984, 451; vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437; BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.). - BFH, 25.09.2008 - IV R 80/05
Prüfung der gewerblichen Prägung einer Personengesellschaft - …
Obwohl mit den angefochtenen Bescheiden die Gewerbesteuermessbeträge sowie die Gewerbesteuer auf jeweils 0 DM festgesetzt wurden, ist das Rechtsschutzbedürfnis zu bejahen, da die Klägerin ihre Gewerbesteuerpflicht schlechthin bestreitet und deshalb die ersatzlose Aufhebung der angegriffenen Bescheide erstrebt (vgl. BFH-Urteile vom 18. Januar 1984 I R 138/79, BFHE 140, 463, BStBl II 1984, 451; vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437; BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.). - BFH, 29.04.2009 - X R 16/06
Klagebefugnis des Hinzugezogenen gegen eine abhelfende Einspruchsentscheidung - …
Zu den im Revisionsverfahren erforderlichen Zulässigkeitsvoraussetzungen gehört die Beschwer, für die der Tenor des angefochtenen Urteils maßgeblich ist (vgl. BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., Vor § 115 Rz 12).
- FG Berlin-Brandenburg, 28.06.2023 - 11 K 11108/17
Sitz der Managementgesellschaft einer Immobilien-GmbH als …
Daher ist auch die Klage gegen den Gewerbesteuerbescheid zulässig (vergleiche zum Fall der sogenannten Null-Festsetzung zum Beispiel: BFH, Urteil vom 4. April 2008 - IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298). - BFH, 31.05.2010 - X B 162/09
Unterlassene Verfahrensaussetzung als Verstoß gegen die Grundordnung des …
Das FG hätte im Verfahren betreffend die gesonderte Feststellung (§ 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b AO) nicht über die mögliche Mitunternehmerstellung des Klägers entscheiden dürfen; vielmehr war es verpflichtet, das Klageverfahren nach § 74 FGO bis zum Abschluss des --vorgreiflichen-- einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellungsverfahrens auszusetzen (BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.).Grund dafür ist, dass über diese (Vor-)Fragen --entsprechend dem materiell-rechtlichen Zweck des Verfahrens, eine inhaltlich identische Sachbehandlung gegenüber allen potentiell betroffenen Steuerpflichtigen sicherzustellen-- nur einheitlich gegenüber allen (potentiell) an den Einkünften Beteiligten entschieden werden kann (BFH-Beschluss in BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.).
- BFH, 18.02.2009 - V R 81/07
Widerstreitende Steuerfestsetzung: Beteiligung eines Dritten am Verfahren über …
Maßgeblich für die Beschwer ist nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298) nur der Entscheidungssatz und damit der Tenor des angefochtenen Urteils. - FG München, 12.12.2012 - 1 K 3645/08
Eintritt der Festsetzungsverjährung bei Verzicht auf Schlussbesprechung erst nach …
Rn. 147 Daneben ist ein Verfahren zur gesonderten und einheitlichen Feststellung auch dann durchzuführen, wenn zweifelhaft ist, ob überhaupt einkommensteuerpflichtige Einkünfte erzielt werden und/oder ob diese mehreren Personen zuzurechnen sind, da auch über diese (Vor-) Fragen - entsprechend dem materiell-rechtlichen Zweck des Verfahrens, eine inhaltlich identische Sachbehandlung gegenüber allen potenziell betroffenen Steuerpflichtigen sicherzustellen - nur einheitlich gegenüber allen (potenziell) an den Einkünften Beteiligten entschieden werden kann (BFH, Urteil vom 12. November 1985 IX R 85/82, BFHE 145, 308, BStBl II 1986, 239; Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298). - BFH, 31.05.2010 - X B 163/09
Aussetzung des Verfahrens als Ermessensentscheidung - Ermessensnichtgebrauch als …
Grund dafür ist, dass über diese (Vor-)Fragen --entsprechend dem materiell-rechtlichen Zweck des Verfahrens, eine inhaltlich identische Sachbehandlung gegenüber allen potentiell betroffenen Steuerpflichtigen sicherzustellen-- nur einheitlich gegenüber allen (potentiell) an den Einkünften Beteiligten entschieden werden kann (BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1289, m.w.N.). - FG Köln, 24.06.2026 - 3 K 2419/25 Etwas anderes gilt insbesondere dann, wenn der Steuerpflichtige seine Steuerpflicht dem Grunde nach bestreitet und deshalb die ersatzlose Aufhebung der des angegriffenen Bescheids erstrebt, eine Fallgestaltung, die insbesondere bei der Gewerbesteuer häufig anzutreffen ist (vgl. BFH…, Urteil vom 25. September 2008 - IV R 80/05 -, BFHE 223, 86, BStBl II 2009, 266, Rn. 13; BFH-Urteile vom 18. Januar 1984 I R 138/79, BFHE 140, 463, BStBl II 1984, 451; vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437; BFH-Beschluss vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.).
- FG Baden-Württemberg, 12.11.2012 - 10 K 4639/10
Fall von offensichtlich geringer Bedeutung i.S. des § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 AO: …
Grund dafür ist, dass über diese (Vor-)Fragen - entsprechend dem materiell-rechtlichen Zweck des Verfahrens, eine inhaltlich identische Sachbehandlung gegenüber allen potentiell betroffenen Steuerpflichtigen sicherzustellen - nur einheitlich gegenüber allen (potentiell) an den Einkünften Beteiligten entschieden werden kann (BFH-Beschlüsse vom 4. April 2008 IV R 91/06, BFH/NV 2008, 1298, m.w.N.;… vom 31. Mai 2010 X B 162/09, BFH/NV 2010, 2011).
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