Rechtsprechung
| BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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GmbHG §§ 34 Abs. 3, 15 Abs. 3, 30
Ausscheiden eines GmbH-Gesellschafters bei Kündigung - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Erstattung von Abfindungszahlungen einer GmbH zu Lasten ihres Stammkapitals; Gläubigerbenachteiligung durch Herbeiführung einer Unterbilanz; Finanzierung des Abfindungsentgelts durch Eigenkapital ersetzendes Gesellschafterdarlehen; Vollzug des Gesellschafteraustritts ...
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Abfindung, Ausschluss, Einziehung, Gesellschafter, Gesellschaftsrecht, Kündigung, Satzung
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GmbHG § 15 Abs. 3 §§ 30 34 Abs. 3
Zeitpunkt des Ausscheidens eines kündigenden Gesellschafters - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Ausscheidung vor Abfindung?
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Gesellschaftsrecht; Austritt eines GmbH-Gesellschafters im Wege der Kündigung
Besprechungen u.ä. (2)
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, S. 47 (Entscheidungsbesprechung)
§§ 15 Abs. 3, 30, 34 Abs. 3 GmbHG; § 9 GesO
Gesellschaftsrecht - Ausscheiden eines GmbH-Gesellschafters - hammermann-ehlers.de
(Entscheidungsbesprechung)
§§ 15 Abs. 3, 30, 34 Abs. 3 GmbHG; § 9 GesO
Vergleich über Abfindungsanspruch bei Ausscheiden eines GmbH-Gesellschafters
Papierfundstellen
- NJW 2004, 1865 (Ls.)
- NJW-RR 2003, 1265
- ZIP 2003, 1544
- MDR 2003, 1188
- DNotZ 2004, 62
- NJ 2003, 653
- WM 2003, 1770
- BB 2003, 1749
- DB 2003, 2058
- GmbHR 2003, 1062
- NZG 2003, 871
Wird zitiert von ... (31) Zitiert selbst (10)
- BGH, 25.01.1960 - II ZR 22/59
Versäumung der Frist für die Berichtigung des Tatbestandes
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
Jedenfalls kann aber die Satzung eine hiervon abweichende Regelung treffen und selbst für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluß anordnen, daß der Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert (vgl. Senat, BGHZ 32, 17, 23;… Sen.Urt. v. 20. Juni 1983 - II ZR 237/82, WM 1983, 956).Ob der - in diesem Fall bestehenbleibende (vgl. BGHZ 32, 17, 23) - Geschäftsanteil mangels gegenteiliger Satzungsanordnung bis zu seiner Verwertung durch die Gesellschaft trägerlos wird (…so Hachenburg/Ulmer, GmbHG 8. Aufl. § 34 Rdn. 36 f.;… Roth/Altmeppen aaO, § 60 Rdn. 93; ebenso zu § 21 GmbHG, Senat, BGHZ 42, 89, 92) oder ihr vorübergehend treuhänderisch anfällt (…vgl. Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG 17. Aufl. § 21 Rdn. 12 m.N.), bedarf hier wegen der Regelung in der Satzung der GmbH keiner Entscheidung.
- BGH, 26.10.1983 - II ZR 87/83
Ruhen des Stimmrechts nach Kündigung
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
a) Zwar bedarf der - im GmbHG nicht geregelte, aber bei entsprechender Satzungsregelung zulässige - Austritt aus einer GmbH im Wege der Kündigung regelmäßig eines Vollzuges durch Einziehung oder Übernahme des Geschäftsanteils durch einen oder mehrere Mitgesellschafter (Senat, BGHZ 88, 320, 322 f.), wobei die Wirksamkeit der sog. "entgeltlichen Einziehung" nach überwiegender Auffassung im Anschluß an das - eine Ausschließungsklage ohne statutarische Regelung betreffende - Senatsurteil BGHZ 9, 157 ff., 173 unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung des Abfindungsentgelts stehen soll (…vgl. Lutter/Hommelhoff, GmbHG 15. Aufl. § 34 Rdn. 10 ff.;… Scholz/Westermann, GmbHG 9. Aufl. § 34 Rdn. 53, jew. m.w.N.; offengelassen in BGHZ 139, 299, 301 f.), was zu einer schwierigen Schwebelage führt (…krit. Roth/Altmeppen, GmbHG 4. Aufl. § 34 Rdn. 22 ff.; Goette, FS Lutter, S. 399, 405 ff.).Für einen Austritt durch Kündigung gilt nichts anderes (wovon auch BGHZ 88, 320, 322 ausgeht).
- BGH, 16.12.1991 - II ZR 58/91
Abfindung der GmbH-Gesellschafter bei Zwangseinziehung des Geschaftsanteils
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
b) Die Regelung der Kündigungsfolgen in der Satzung der GmbH hat korporativen, auch künftige Gesellschafter betreffenden Charakter, weshalb der Senat deren Auslegung durch das Berufungsgericht unbeschränkt nachprüfen kann (BGHZ 116, 359, 364; 142, 116, 143 f.).
- BGH, 01.04.1953 - II ZR 235/52
Sternbrauerei Regensburg
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
a) Zwar bedarf der - im GmbHG nicht geregelte, aber bei entsprechender Satzungsregelung zulässige - Austritt aus einer GmbH im Wege der Kündigung regelmäßig eines Vollzuges durch Einziehung oder Übernahme des Geschäftsanteils durch einen oder mehrere Mitgesellschafter (Senat, BGHZ 88, 320, 322 f.), wobei die Wirksamkeit der sog. "entgeltlichen Einziehung" nach überwiegender Auffassung im Anschluß an das - eine Ausschließungsklage ohne statutarische Regelung betreffende - Senatsurteil BGHZ 9, 157 ff., 173 unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung des Abfindungsentgelts stehen soll (…vgl. Lutter/Hommelhoff, GmbHG 15. Aufl. § 34 Rdn. 10 ff.;… Scholz/Westermann, GmbHG 9. Aufl. § 34 Rdn. 53, jew. m.w.N.; offengelassen in BGHZ 139, 299, 301 f.), was zu einer schwierigen Schwebelage führt (…krit. Roth/Altmeppen, GmbHG 4. Aufl. § 34 Rdn. 22 ff.; Goette, FS Lutter, S. 399, 405 ff.). - BGH, 21.09.1994 - VIII ZR 257/93
Heilung des formnichtigen Verkaufs von GmbH-Geschäftsanteilen
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
Dies ist im Wege einer durch den Austritt eines Gesellschafters aufschiebend bedingten Teilung (§ 17 Abs. 3 GmbHG) und Abtretung des Geschäftsanteils (§ 15 Abs. 3 GmbHG) ohne weiteres möglich (vgl. zu bedingter Abtretung BGHZ 127, 129, 133;… Scholz/Winter aaO, § 15 Rdn. 37 a). - BGH, 14.09.1998 - II ZR 172/97
Entstehung des Anspruchs auf Auszahlung des Gewinns; Rechtsfolgen der Einziehung …
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
a) Zwar bedarf der - im GmbHG nicht geregelte, aber bei entsprechender Satzungsregelung zulässige - Austritt aus einer GmbH im Wege der Kündigung regelmäßig eines Vollzuges durch Einziehung oder Übernahme des Geschäftsanteils durch einen oder mehrere Mitgesellschafter (Senat, BGHZ 88, 320, 322 f.), wobei die Wirksamkeit der sog. "entgeltlichen Einziehung" nach überwiegender Auffassung im Anschluß an das - eine Ausschließungsklage ohne statutarische Regelung betreffende - Senatsurteil BGHZ 9, 157 ff., 173 unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung des Abfindungsentgelts stehen soll (…vgl. Lutter/Hommelhoff, GmbHG 15. Aufl. § 34 Rdn. 10 ff.;… Scholz/Westermann, GmbHG 9. Aufl. § 34 Rdn. 53, jew. m.w.N.; offengelassen in BGHZ 139, 299, 301 f.), was zu einer schwierigen Schwebelage führt (…krit. Roth/Altmeppen, GmbHG 4. Aufl. § 34 Rdn. 22 ff.; Goette, FS Lutter, S. 399, 405 ff.). - BGH, 28.06.1999 - II ZR 272/98
Pflicht des Gesellschafters zur Erhaltung der Liquidität der GmbH; …
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
b) Die Regelung der Kündigungsfolgen in der Satzung der GmbH hat korporativen, auch künftige Gesellschafter betreffenden Charakter, weshalb der Senat deren Auslegung durch das Berufungsgericht unbeschränkt nachprüfen kann (BGHZ 116, 359, 364; 142, 116, 143 f.). - BGH, 20.06.1983 - II ZR 237/82
Ausschluss eines Gesellschafters einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung …
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
Jedenfalls kann aber die Satzung eine hiervon abweichende Regelung treffen und selbst für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluß anordnen, daß der Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert (vgl. Senat, BGHZ 32, 17, 23; Sen.Urt. v. 20. Juni 1983 - II ZR 237/82, WM 1983, 956). - BGH, 26.03.1984 - II ZR 14/84
Fortgeltung der Regeln zu Eigenkapitalersatz nach Einführung der §§ 32a, 32b …
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
Infolgedessen war der Darlehensrückzahlungsanspruch des Gesellschafters S. gegenüber der GmbH in gleicher Weise entsprechend § 30 GmbHG gesperrt (vgl. Senat, BGHZ 90, 370, 376 ff. und st. Rspr.) wie der Abfindungsanspruch der Beklagten (§§ 34 Abs. 3, 30 Abs. 1 GmbHG), der durch die Zahlung gemäß §§ 267 oder 362 BGB teilweise erfüllt wurde. - BGH, 13.07.1964 - II ZR 110/62
Zusammenlegung von GmbH-Geschäftsanteilen
Auszug aus BGH, 30.06.2003 - II ZR 326/01
Ob der - in diesem Fall bestehenbleibende (vgl. BGHZ 32, 17, 23) - Geschäftsanteil mangels gegenteiliger Satzungsanordnung bis zu seiner Verwertung durch die Gesellschaft trägerlos wird (…so Hachenburg/Ulmer, GmbHG 8. Aufl. § 34 Rdn. 36 f.;… Roth/Altmeppen aaO, § 60 Rdn. 93; ebenso zu § 21 GmbHG, Senat, BGHZ 42, 89, 92) oder ihr vorübergehend treuhänderisch anfällt (…vgl. Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG 17. Aufl. § 21 Rdn. 12 m.N.), bedarf hier wegen der Regelung in der Satzung der GmbH keiner Entscheidung.
- BGH, 30.11.2009 - II ZR 208/08
GmbH-Satzung - Zulässigkeit und Umsetzung des Austritts - Wettbewerbsverbot
In diesem Fall tritt der Verlust der Gesellschafterstellung erst mit dem Vollzug der Austrittsentscheidung durch Einziehung des Geschäftsanteils oder durch seine Verwertung ein (st. Rspr., BGHZ 88, 320, 322;… Sen. Urt. v. 17. Oktober 1983 - II ZR 80/83, WM 1983, 1354; v. 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1545 f.). - BGH, 10.05.2016 - II ZR 342/14
GmbH: Entstehungszeitpunkt der persönlichen Haftung der Gesellschafter für die …
Es ist schon zweifelhaft, ob mit dieser Vorschrift nicht nur klargestellt werden soll, dass die Wirksamkeit der Einziehung nicht unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der (gesamten) Abfindung stehen solle, wie es von der damals herrschenden Meinung angenommen wurde (s. die Nachweise in BGH…, Urteil vom 24. Januar 2012 - II ZR 109/11, BGHZ 192, 236 Rn. 10 ff.) und was durch eine entsprechende Satzungsgestaltung abbedungen werden konnte (BGH, Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546 für den vergleichbaren Fall der Ausschließung), und ob diese Regelung nicht ohnehin nur die Einziehung gegen den Willen des betroffenen Gesellschafters erfassen soll.Es ist schon zweifelhaft, ob mit dieser Vorschrift nicht nur klargestellt werden soll, dass die Wirksamkeit der Einziehung nicht unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der (gesamten) Abfindung stehen solle, wie es von der damals herrschenden Meinung angenommen wurde (s. die Nachweise in BGH…, Urteil vom 24. Januar 2012 - II ZR 109/11 , BGHZ 192, 236 Rn. 10 ff.) und was durch eine entsprechende Satzungsgestaltung abbedungen werden konnte ( BGH, Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01 , ZIP 2003, 1544, 1546 für den vergleichbaren Fall der Ausschließung), und ob diese Regelung nicht ohnehin nur die Einziehung gegen den Willen des betroffenen Gesellschafters erfassen soll.
- BGH, 11.07.2023 - II ZR 116/21
Ausschließungsklage gegen Gesellschafter bei Zwei-Personen-GmbH
Diese sog. Haftungslösung vermeidet die erheblichen Nachteile der Schwebelage, die nach der Bedingungslösung entsteht (kritisch zur Schwebelage bereits BGH, Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546).Rn. 30 Hat ein rechtmäßiger Ausschließungsbeschluss der Gesellschafterversammlung nach der Satzung der GmbH die Wirkung, dass der betroffene Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert, tritt diese Wirkung unabhängig von der Zahlung der dem Gesellschafter zustehenden Abfindung ein (vgl. BGH, Urteil vom 25. Januar 1960 - II ZR 22/59, BGHZ 32, 17, 23; Urteil vom 20. Juni 1983 - II ZR 237/82, NJW 1983, 2880, 2881; Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546;… Beschluss vom 8. Dezember 2008 - II ZR 263/07, ZIP 2009, 314 Rn. 6;… Urteil vom 5. April 2011 - II ZR 263/08, ZIP 2011, 1104 Rn. 21;… Urteil vom 4. August 2020 - II ZR 171/19, ZIP 2020, 1757 Rn. 26).
- BGH, 04.08.2020 - II ZR 171/19
Streit um die Ausschließung eines Gesellschafters aus einer GmbH wegen nicht …
Die Satzung einer GmbH kann für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluss anordnen, dass der betroffene Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert (BGH, Urteil vom 25. Januar 1960 - II ZR 22/59, BGHZ 32, 17, 23; Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544 Rn. 14;… Beschluss vom8. Dezember 2008 - II ZR 263/07, ZIP 2009, 314 Rn. 5, 6;… Urteil vom 5. April 2011 - II ZR 263/08, ZIP 2011, 1104 Rn. 21).Rn. 26 Hat, wie vorliegend, ein rechtmäßiger Ausschließungsbeschluss der Gesellschafterversammlung nach der Satzung der GmbH die Wirkung, dass der betroffene Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert, tritt diese Wirkung unabhängig von der Zahlung der dem Gesellschafter zustehenden Abfindung ein (vgl. BGH, Urteil vom 25. Januar 1960 - II ZR 22/59, BGHZ 32, 17, 23; Urteil vom 20. Juni 1983 - II ZR 237/82, NJW 1983, 2880, 2881; Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546;… Beschluss vom 8. Dezember 2008 - II ZR 263/07, ZIP 2009, 314 Rn. 6;… Urteil vom 5. April 2011 - II ZR 263/08, ZIP 2011, 1104 Rn. 21).
- BGH, 05.04.2011 - II ZR 263/08
Persönliche Haftung von GmbH-Gesellschaftern nach Abtretung einer Forderung der …
Rn. 21 b) Anders als das Berufungsgericht meint, steht der Anwendung des § 30 Abs. 1 GmbHG nicht entgegen, dass die Ausschließung nach dem Inhalt des Gesellschaftsvertrags mit Zugang des Beschlusses wirksam wird, und zwar unabhängig davon, "ob der betroffene Gesellschafter ein Entgelt beanspruchen kann" (zur Zulässigkeit derartiger Klauseln s. BGH, Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546). - BGH, 08.12.2008 - II ZR 263/07
Gesellschafterausschluss -Verlust der Gesellschafterstellung mit sofortiger …
a) Die Satzung einer GmbH kann für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluss anordnen, dass der betroffene Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung - also auch schon vor Zahlung seiner Abfindung - verliert (BGHZ 32, 17, 23 ; Sen. Urt. v. 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544).Im Urteil vom 30. Juni 2003 (II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544), der einen Austrittsfall betraf, hat der Senat unmissverständlich ausgesprochen, dass die Satzung eine von der dem Urteil BGHZ 9, 157 zugrunde liegenden Konstellation abweichende Regelung treffen und selbst für den Fall des Ausschlusses eines Gesellschafters durch Gesellschafterbeschluss anordnen kann, dass der Gesellschafter seine Gesellschafterstellung mit sofortiger Wirkung verliert.
- OLG München, 28.07.2011 - 23 U 750/11
GmbH: Einziehung des Gesellschaftsanteils nach außerordentlicher Kündigung des …
Für einen Austritt durch Kündigung gilt nichts anderes (BGH, Urteil vom 30.06.2003, II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544 ff.).Der Kläger wäre aufgrund seiner gesellschaftlichen Treuepflicht gehalten gewesen, seine Abfindungsansprüche nach Erhalt des ablehnenden Schreibens der Beklagten zu 1) vom 22.12.2006 (Anlage B 12) und des Beschlusses vom 08.02.2007 - u.U. gerichtlich - weiter zu verfolgen, um die "schwierige Schwebelage" (BGH, Urteil vom 30.06.2003, II ZR 326/01, Tz. 14) zu beenden.
- BGH, 16.06.2026 - II ZR 13/25
Möglichkeit einer mündlichen oder konkludenten Zustimmung zur …
Rn. 23 (1) Eine Regelung in der Satzung der Gesellschaft über die Beschlussfassung der Gesellschafter ist mitgliedschaftlicher Natur und hat korporativen, auch künftige Gesellschafter betreffenden Charakter, weshalb der Senat deren Auslegung durch das Berufungsgericht unbeschränkt nachprüfen kann (BGH, Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 58/91, BGHZ 116, 359, 364; Urteil vom 11. Oktober 1993 - II ZR 155/92, BGHZ 123, 347, 350 f.; Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 123 f.; Urteil vom 30. Juni 2003 - II ZR 326/01, ZIP 2003, 1544, 1546;… Urteil vom 27. September 2011 - II ZR 279/09, ZIP 2011, 2357 Rn. 8;… Urteil vom 25. März 2025 - II ZR 208/22, BGHZ 243, 253 Rn. 29). - OLG Frankfurt, 17.01.2011 - 20 W 378/10
Prüfungspflichten des Registergerichts bei Gesellschafterliste
Eine automatische Übertragung des Geschäftsanteils auf die Gesellschaft mit Fassung des Ausschlussbeschlusses ohne weiteren Verwertungsakt erfolgt jedoch nicht (davon ausgehend auch BGH, Urteil vom 30.06.2003, Az. II ZR 326/01, zitiert nach juris).Ob dieser Auffassung zu folgen ist, hat der BGH in seinem Urteil vom 30.06.2003 (Az. II ZR 326/01, zitiert nach juris) offen gelassen.
Rn. 57 Durch die satzungsmäßige Trennung der Beschlussfassung über den Ausschluss, die fehlende Regelung über die sodann erfolgende Verwertung und die dann wiederum davon getrennte Zubilligung einer Entschädigung in dem gesonderten Punkt § 12 d), also gerade ohne ausdrückliche Verknüpfung der erforderlichen Verwertungshandlung mit der Leistung der Entschädigung, ist es zumindest denkbar, dass die Satzung auch dahingehend ausgelegt werden kann, dass diese Leistung der Entschädigung keine Voraussetzung der Wirksamkeit der erfolgten Verwertungshandlung sein soll, der ausgeschlossene Gesellschafter also mit sofortiger Wirkung durch die vorgenommene Verwertungshandlung seine Gesellschafterstellung verlieren soll ( zu dieser Möglichkeit im Falle einer entsprechenden Satzungsreglung BGH, Urteil vom 20.06.1983, Az. II ZR 237/82; BGH Urteil vom 30.06.2003, Az. II ZR 326/01, bestätigt durch Beschluss vom 08.12.2008, Az. II ZR 263/07 jeweils zitiert nach juris).
Auch in seinem Urteil vom 30.06.2003 (Az. II ZR 326/01, zitiert nach juris) hat er nochmals darauf hingewiesen, dass er die Entscheidung dieser Frage bislang offen gelassen hat, dabei aber auch darauf hingewiesen, dass eine solche aufschiebende Bedingung, die er in seinem Urteil vom 01.04.1953 (Az. II ZR 235/52, zitiert nach juris) für die Frage der Ausschließungsklage gegen einer Gesellschafter bei fehlender Satzungsreglung in diesem Sinne entschieden hat, zu einer schwierigen Schwebelage führe.
- OLG Jena, 05.10.2005 - 6 U 162/05
Gesellschafterausschluss; Anfechtungsklage; rechtliches Gehör
Das rechtsgestaltende Ausschließungsurteil darf - mangels abweichender Regelung in der Satzung (dazu nur BGH NZG 2003, 871) - nach herrschender, wenngleich nicht unbestrittener Auffassung nur unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der im Urteil festzusetzenden Abfindung ergehen, sofern die dem auszuschließenden Gesellschafter zustehende Abfindung nicht bis zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung hinterlegt ist.Wird die dem auszuschließenden Gesellschafter zustehende Abfindung nicht bis zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung ordnungsgemäß hinterlegt (…vgl. Scholz/Winter, GmbHG, 9. Aufl., § 15 Rn 145), so darf das rechtsgestaltende Ausschließungsurteil - mangels abweichender Regelung in der Satzung (dazu nur BGH NZG 2003, 871) - nach herrschender, wenngleich nicht unbestrittener Auffassung nur unter der aufschiebenden Bedingung der Zahlung der im Urteil festzusetzenden Abfindung ergehen (BGH 9, 157, 174; OLG Düsseldorf GmbHR 1999, 543, 547;… Scholz/Westermann, GmbHG, 9. Aufl., § 34 Rn 53;… aA etwa Roth/Altmeppen, GmbHG, 4. Aufl., § 60 Rn 54;… Hachenburg/Ulmer, GmbHG, 8. Aufl., Anh § 34 Rn 35).
- OLG Düsseldorf, 20.12.2006 - 15 U 39/06
Zur Wirksamkeit des Ausschlusses eines GmbH-Gesellschafters
- OLG Frankfurt, 12.10.2010 - 5 U 189/09
GmbH-Recht: Zwangsweise Entziehung eines Geschäftsanteils
- OLG München, 11.12.2007 - 31 Wx 48/07
Verbindung des Gesellschafters mit einem Wettbewerber schließt Anspruch auf …
- OLG München, 04.01.2008 - 31 Wx 82/07
Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters: Vollstreckungsgegenantrag des …
- OLG München, 16.01.2025 - 23 U 5949/22
Übertragung eines GmbH-Geschäftsanteils auf einen Mitgesellschafter nach …
- OLG Hamm, 11.11.2010 - 15 W 191/10
Anforderungen an die Form des Beschlusses über eine vereinfachte …
- OLG Hamm, 20.10.2008 - 8 U 4/08
Wirksamkeit des Ausschlusses eines Gesellschafters einer GmbH wegen …
- OLG Düsseldorf, 23.11.2006 - 6 U 283/05
Verstoß gegen das Stammkapitalerhaltungsgebot hindert wirksame Einziehung von …
- BGH, 17.07.2006 - II ZR 313/05
Verkehrswert eines Unternehmens
- FG Niedersachsen, 10.01.2011 - 6 K 208/10
Widerruf der Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft wegen des Haltens von …
- OLG Koblenz, 08.06.2005 - 1 U 1343/04
Zwangsvollstreckung und Gesellschaftsrecht: Pfändung eingezogener …
- OLG Düsseldorf, 07.02.2007 - 15 U 130/06
Einziehung des Gesellschaftsanteiles einer GmbH wegen Pfändung im Rahmen der …
- OLG Düsseldorf, 20.05.2011 - 14 U 36/11
Vorliegen einer abgestuften Darlegungslast und Beweislast i.R.d. Geltendmachung …
- OLG Dresden, 09.12.2003 - 2 U 1530/03
GmbH-Satzungsklausel betreffend die Erstattungspflicht der Gesellschafter bei …
- OLG Saarbrücken, 15.03.2011 - 4 U 224/10
Wirksamkeit der Anfechtung von Beschlussfassungen der Gesellschafterversammlung …
- OLG Nürnberg, 11.06.2008 - 12 U 1646/07
Ausschließung einer Erbengemeinschaft aus einer GmbH: Prozessführungsbefugnis …
- KG, 06.02.2006 - 23 U 206/04
GmbH: Mitgliedschaftsrechte eines durch Einziehungsbeschluss ausgeschiedenen …
- FG Sachsen-Anhalt, 28.06.2016 - 2 K 620/13
Grunderwerbsteuer: Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 GrEStG bei Einziehung …
- FG Hessen, 02.07.2007 - 11 K 283/06
Vorliegen eines Veräußerungsgeschäftes bei Austritt eines Gesellschafters aus …
- OLG Hamburg, 16.09.2019 - 11 U 233/18
- OLG Karlsruhe, 19.01.2010 - 8 U 35/09
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Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 20.03.2003 - 6 U 850/00 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
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GmbHG § 43 Abs. 2; ; BGB § 255; ; BGB §§ 284 ff a.F.; ; BGB § 812; ; ZPO § 92 Abs. 2; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711
- IWW
- rechtsportal.de
Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für eine Minderung des Gesellschaftsvermögens infolge missbräuchlicher Anweisung durch den Alleingesellschafter
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
GmbH-Geschäftsführer haftet auch bei Weisung durch Vertreter des Gesellschafters
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Entlastung durch Weisungen, Haftung nach § 43 GmbHG, Pflichtverletzung nach § 43 Abs. 2 GmbHG, Weisung der Gesellschafter
- jurawelt.com (Pressemitteilung)
GmbH-Geschäftsführer haftet trotz Befolgung e. Weisung durch Vertreter d. Gesellschafters für e. durch ihn herbeigeführte Minderung d. GmbH-Vermögens, wenn für ihn erkennbar d. Weisung unter Missbrauch d. Vertret
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Haftung des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); Minderung des Gesellschaftsvermögens; Befolgung einer Weisung durch Vertreter des Gesellschafters; Pflichtwidrigkeit des Geschäftsführers; Missbrauch der Vertretungsbefugnis
Verfahrensgang
- LG Trier, 07.06.2000 - 7 HKO 232/99
- OLG Koblenz, 20.03.2003 - 6 U 850/00
Papierfundstellen
- GmbHR 2003, 1062
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (2)
- BGH, 31.01.2000 - II ZR 189/99
Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers einer GmbH
Auszug aus OLG Koblenz, 20.03.2003 - 6 U 850/00
Der Geschäftsführer einer GmbH haftet zwar grundsätzlich nicht für eine durch ihn herbeigeführten Minderung des Gesellschaftsvermögens, wenn er lediglich eine Weisung des Gesellschafters befolgt (BGH, Urteil vom 31. Januar 2000, Aktenzeichen: II ZR 189/99). - BGH, 14.03.1983 - II ZR 103/82
Anspruch einer GmbH auf Schadensersatz wegen Pflichtwidrigkeit des …
Auszug aus OLG Koblenz, 20.03.2003 - 6 U 850/00
Ein entsprechendes Versäumnis entlastet den Beklagten nicht (vgl. BGH NJW 1983, 1856).
- OLG Koblenz, 25.04.2008 - 2 W 724/07
Zulässigkeit einer Beschwerde wegen Besorgnis
In dem Verfahren 6 U 850/00 OLG Koblenz habe die XYZ GmbH, deren Handlungen sich die Beklagte in vollem Umfange zurechnen lassen müsse, einen Betrag in Höhe von 424.410,86 DM aus der Bürgschaft über 900.000,--DM zugunsten des SV T. als gezahlt bezeichnet und abgezogen, so dass eine Restforderung von 475.589,14 DM verbleibe.
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - I-14 U 21/03 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Gesellschaftsrecht; Verwertung eines GmbH-Mantels
Papierfundstellen
- ZIP 2003, 1501
- GmbHR 2003, 1062
- NZG 2004, 380
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BGH, 09.12.2002 - II ZB 12/02
Wirtschaftliche Neugründung einer GmbH durch Verwendung eines Mantels; Anwendung …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - 14 U 21/03
Die zur registergerichtlichen Kontrolle vom Bayerischen Oberlandesgericht vertretene gegenteilige Auffassung (BayObLG, Beschl. v. 24.3.1999, GmbHR 1999, 607, dazu EWiR 1999, 647 (Heublein) ) erachtet der BGH ausdrücklich nicht als durchgreifend (vgl. BGH NJW 2003, 892, 893 = ZIP 2003, 251, 252 (m. Bespr. Nolting, S. 651), dazu EWiR 2003, 327 (Keil) ). - BGH, 16.03.1992 - II ZB 17/91
Beschwerdeberechtigung bei Anmeldung der Aktiengesellschaft - Gründung von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - 14 U 21/03
Bedenken im Hinblick auf eine Gesetzesumgehung, die im Zusammenhang mit der späteren Verwendung des Mantels zu besorgen sei, sprächen daher dafür, ihnen bei einer späteren wirtschaftlichen Neugründung durch eine sinngemäße entsprechende Anwendung der Gründungsvorschriften bei der Mantelverwendung Rechnung zu tragen (vgl. BGH ZIP 1992, 689, 692 = NJW 1992, 1824, 1826, dazu EWiR 1992, 673 (Kraft) ). - BayObLG, 24.03.1999 - 3Z BR 295/98
Verwertung einer Mantel- oder Vorrats-GmbH
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - 14 U 21/03
Die zur registergerichtlichen Kontrolle vom Bayerischen Oberlandesgericht vertretene gegenteilige Auffassung (BayObLG, Beschl. v. 24.3.1999, GmbHR 1999, 607, dazu EWiR 1999, 647 (Heublein) ) erachtet der BGH ausdrücklich nicht als durchgreifend (vgl. BGH NJW 2003, 892, 893 = ZIP 2003, 251, 252 (m. Bespr. Nolting, S. 651), dazu EWiR 2003, 327 (Keil) ). - OLG Frankfurt, 04.11.1998 - 21 U 264/97
Geltung der Kapitalaufbringungsvorschriften beim Kauf eines GmbH-Mantels
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - 14 U 21/03
Soweit der BGH die Ausgestaltung der entsprechenden Anwendung der Gründungsvorschriften auf die (materiellrechtliche) Haftungsebene offen gelassen hat, ist es zur Vermeidung einer Gesetzesumgehung sachgerecht und geboten, außer den Vorschriften der §§ 3, 5, 8 Abs. 2, § 9a GmbHG auch die Bestimmungen der § 16 Abs. 3, § 19 GmbHG analog anzuwenden (vgl. dazu OLG Frankfurt/M. GmbHR 1999, 32 ff. m. Anm. Börner, dazu EWiR 1999, 359 (Keil) ). - LG Düsseldorf, 22.10.2002 - 6 O 460/01
Rechtmäßigkeit der Haftung des Veräußerers und des Erwerbers für rückständige …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.06.2003 - 14 U 21/03
Das Landgericht hat der Klage stattgegeben (ZIP 2002, 2215) .
- BGH, 06.03.2012 - II ZR 56/10
Zur Haftung bei unterbliebener Offenlegung der wirtschaftlichen Neugründung einer …
Der erkennende Senat teilt darüber hinaus die herrschende Meinung in Rechtsprechung und Literatur, dass gegen den Veräußerer begründete Ansprüche aus Unterbilanzhaftung unter dem Gesichtspunkt einer wirtschaftlichen Neugründung rückständige Leistungen auf den Geschäftsanteil im Sinne des § 16 Abs. 3 GmbHG aF darstellen (OLG Frankfurt, NZG 1999, 450, 451; OLG Düsseldorf, NZG 2004, 380, 381; OLG Celle, GmbHR 2005, 1496, 1497; Böken, GmbHR 2005, 1166, 1167 f.; Hermanns, ZNotP 2010, 242, 245; Herresthal/Servatius, ZIP 2012, 197, 203; Wachter, BB 2010, 1242, 1243 f.; Wicke, NZG 2005, 409, 414;… Bayer in Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 17. Aufl., § 16 Rn. 42;… Ulmer in Ulmer/Habersack/Winter, GmbHG, § 3 Rn. 159;… MünchKommGmbHG/Heidinger, § 16 Rn. 166;… Hueck/Fastrich in Baumbach/Hueck, GmbHG, 19. Aufl., § 3 Rn. 13, § 16 Rn. 22;… Ebbing in Michalski, GmbHG, 2. Aufl., § 16 Rn. 137;… Pfisterer in Saenger/Inhester, GmbHG, § 16 Rn. 23;… Schäfer in Bork/Schäfer, GmbHG, § 3 Rn. 19;… Wicke, GmbHG, 2. Aufl., § 16 Rn. 12; aA Krolop, ZIP 2011, 305, 311; Podewils, GmbHR 2010, 684, 688; Wahl/Schult, NZG 2010, 611, 612). - OLG Jena, 01.09.2004 - 4 U 37/04
Kapitalaufbringung bei Verwendung eines GmbH-Mantels
Diese Abgrenzung ist im Einzelfall schwierig, weil der BGH - anders als der Beklagte - nicht auf die Vermögenslosigkeit des GmbH-Mantels abstellt (so aber auch noch OLG Düsseldorf ZIP 2003, 1501 und OLG Stuttgart GmbHR 1999, 610), sondern allein darauf, ob (noch) aktiv ein Unternehmen betrieben wird (vgl. BGHZ 155, 318, 324; Ulrich WM 2004, 915, 920). - OLG Düsseldorf, 20.07.2012 - 16 U 55/11
Erfüllung der Verpflichtung zur Leistung der Stammeinlage bei Verwendung des …
Rn. 30 Die von dem Kläger im Schriftsatz vom 19. April 2012 in Bezug genommenen Entscheidungen (OLG Düsseldorf, Urteil vom 27.06.2003 - I-14 U 21/03 und Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 19.11.2004 - 11 U 45/04), die auf die Verwertung eines GmbH-Mantels §§ 16 Abs. 3 und 19 GmbH entsprechend anwenden, sind nach Einschätzung des Senats mit der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht in Einklang zu bringen. - OLG Celle, 11.05.2005 - 9 U 218/04
Pflicht zur Erbringung der Stammeinlage bei wirtschaftlicher Neugründung einer …
Die Verwertung eines GmbH-Mantels steht hinsichtlich der Geltung der Gründungsvorschriften der Errichtung einer GmbH gleich; dies gilt sowohl für die die registergerichtliche Kontrolle betreffenden Normen als auch für die der Gewährleistung der Kapitalausstattung dienenden Gründungsvorschriften des GmbHG, und zwar nicht nur im Fall der Verwendung des Mantels einer "auf Vorrat" gegründeten Gesellschaft (BGH ZIP 2003, 251), sondern auch für die Verwendung so genannter gebrauchter, leerer GmbH-Mäntel (vgl. auch OLG Düsseldorf, ZIP 2003, 1501, 1502 l. Sp.).Diese Rechtsprechung ist also ausdrücklich im Hinblick auf die materielle Haftungsebene bestätigt und gleichzeitig bezogen worden nicht nur auf die "Vorrats-GmbH", sondern auf die "Verwendung so genannter gebrauchter, leerer GmbH-Mäntel" (vgl. auch OLG Düsseldorf, ZIP 2003, 1501, 1502 l. Sp.).
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Rechtsprechung
| LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- ZIP 2003, 1398
- BB 2003, 1404
- DB 2003, 1378
- GmbHR 2003, 1062
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (8)
- OLG Brandenburg, 28.01.2002 - 8 Wx 60/01
Registergerichtliche Kontrolle bei der Verwendung der Mantelgesellschaft
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
So OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 619 (621); OLG Frankfurt GmbHR 1999 S. 32 (33); OLG Brandenburg DB 2002 S. 1600 = GmbHR 2002 S. 851 (853); LG Dresden GmbHR 2000 S. 1151 (1152); Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG, 17. Aufl., § 3 Rdn. 15; Hachenburg/Ulmer, GmbHG, § 3 Rdn. 39; Priester, DB 1983 S. 2291 (2296); Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, § 4 III, S. 72 ff.; a. A.: OLG Frankfurt DB 1991 S. 2328 = GmbHR 1992 S. 456; BayObLG DB 1999 S. 954 = GmbHR 1999 S. 607; Bärwaldt/Schabacker, GmbHR 1998 S. 1005 (1008 ff.); Lutter/Hommelhoff, GmbHG, § 3 Rdn. 8.OLG Brandenburg DB 2002 S. 1600 = GmbHR 2002 S. 851 ( 853); OLG Stuttgart, a.a.O. (Fn. 6), S. 611.
- OLG Frankfurt, 04.11.1998 - 21 U 264/97
Geltung der Kapitalaufbringungsvorschriften beim Kauf eines GmbH-Mantels
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
So OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 619 (621); OLG Frankfurt GmbHR 1999 S. 32 (33); OLG Brandenburg DB 2002 S. 1600 = GmbHR 2002 S. 851 (853); LG Dresden GmbHR 2000 S. 1151 (1152); Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG, 17. Aufl., § 3 Rdn. 15; Hachenburg/Ulmer, GmbHG, § 3 Rdn. 39; Priester, DB 1983 S. 2291 (2296); Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, § 4 III, S. 72 ff.; a. A.: OLG Frankfurt DB 1991 S. 2328 = GmbHR 1992 S. 456; BayObLG DB 1999 S. 954 = GmbHR 1999 S. 607; Bärwaldt/Schabacker, GmbHR 1998 S. 1005 (1008 ff.); Lutter/Hommelhoff, GmbHG, § 3 Rdn. 8.OLG Frankfurt DB 1999 S. 1600 = GmbHR 1999 S. 32 (33); KG GmbHR 1998 S. 197; Hachenburg/Ulmer, a.a.O. (Fn. 1), § 3 Rdn. 35; Priester, a.a.O. (Fn. 1); Karsten Schmidt, a.a.O. (Fn. 1), § 4 III, S. 71.
- BGH, 09.12.2002 - II ZB 12/02
Wirtschaftliche Neugründung einer GmbH durch Verwendung eines Mantels; Anwendung …
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
BGH vom 9.12.2002, DB 2003 S. 330 = GmbHR 2003 S. 227 (228) = NJW 2003 S. 892 (893).
- BGH, 16.03.1992 - II ZB 17/91
Beschwerdeberechtigung bei Anmeldung der Aktiengesellschaft - Gründung von …
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
BGH DB 1992 S. 1228 (1229) = GmbHR 1992 S. 451 (454) = NJW 1992 S. 1824 (1826). - BayObLG, 24.03.1999 - 3Z BR 295/98
Verwertung einer Mantel- oder Vorrats-GmbH
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
So OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 619 (621); OLG Frankfurt GmbHR 1999 S. 32 (33); OLG Brandenburg DB 2002 S. 1600 = GmbHR 2002 S. 851 (853); LG Dresden GmbHR 2000 S. 1151 (1152); Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG, 17. Aufl., § 3 Rdn. 15; Hachenburg/Ulmer, GmbHG, § 3 Rdn. 39; Priester, DB 1983 S. 2291 (2296); Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, § 4 III, S. 72 ff.; a. A.: OLG Frankfurt DB 1991 S. 2328 = GmbHR 1992 S. 456; BayObLG DB 1999 S. 954 = GmbHR 1999 S. 607; Bärwaldt/Schabacker, GmbHR 1998 S. 1005 (1008 ff.); Lutter/Hommelhoff, GmbHG, § 3 Rdn. 8. - OLG Koblenz, 19.01.1989 - 6 U 1221/87
Haftung des Geschäftsführers gem. § 11 Abs. 2 GmbHG
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 610 (611); OLG Koblenz DB 1989 S. 373. - OLG Frankfurt, 14.05.1991 - 20 W 419/90
Registerrechtliche Behandlung eines sog. Mantelkaufs einer GmbH
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
So OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 619 (621); OLG Frankfurt GmbHR 1999 S. 32 (33); OLG Brandenburg DB 2002 S. 1600 = GmbHR 2002 S. 851 (853); LG Dresden GmbHR 2000 S. 1151 (1152); Baumbach/Hueck/Fastrich, GmbHG, 17. Aufl., § 3 Rdn. 15; Hachenburg/Ulmer, GmbHG, § 3 Rdn. 39; Priester, DB 1983 S. 2291 (2296); Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, § 4 III, S. 72 ff.; a. A.: OLG Frankfurt DB 1991 S. 2328 = GmbHR 1992 S. 456; BayObLG DB 1999 S. 954 = GmbHR 1999 S. 607; Bärwaldt/Schabacker, GmbHR 1998 S. 1005 (1008 ff.); Lutter/Hommelhoff, GmbHG, § 3 Rdn. 8. - OLG Stuttgart, 02.12.1998 - 3 U 44/98
Haftung eines Geschäftsführers bzgl. eines Anspruchs auf gutgeschriebene …
Auszug aus LG Berlin, 01.04.2003 - 102 T 5/03
OLG Stuttgart GmbHR 1999 S. 610 (611); OLG Koblenz DB 1989 S. 373.
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