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Rechtsprechung
   BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,28975
BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24 (https://dejure.org/2024,28975)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 (https://dejure.org/2024,28975)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2024 - VII ZR 10/24 (https://dejure.org/2024,28975)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • rechtsinformationen.bund.de

    VOB-Vertrag über einen Museumsneubau: Vorliegen einer Anordnung des Auftraggebers nach Vertragsstörung aufgrund einer Behinderung; Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs des Auftragnehmers wegen Bauzeitverzögerung

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 133 BGB, § 157 BGB, § 642 BGB, § 2 Abs 5 VOB/B, § 6 Abs 2 Nr 1 VOB/B
    VOB-Vertrag über einen Museumsneubau: Vorliegen einer Anordnung des Auftraggebers nach Vertragsstörung aufgrund einer Behinderung; Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs des Auftragnehmers wegen Bauzeitverzögerung

  • IWW

    § 2 Abs. 5 VOB/B, § ... 6 Abs. 2 VOB/B, § 6 Abs. 6 VOB/B, § 3 Abs. 1 VOB/B, § 642 BGB, § 313 BGB, § 543 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 305c Abs. 2 BGB, § 1 Abs. 3 VOB/B, § 6 Abs. 2 Nr. 1 VOB/B, § 6 VOB/B, § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B, § 6 Abs. 6 Satz 2 VOB/B, §§ 133, 157 BGB, § 4 Abs. 1 Nr. 1 VOB/B, § 6 Abs. 2 Nr. 1a) VOB/B, § 276 BGB, § 286 ZPO, § 287 ZPO, § 564 Satz 1 ZPO, § 642 Abs. 2 BGB, § 313 Abs. 1 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    BGB §§ 133, 157; VOB/B § 2 Abs. 5, § 6 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 6
    Kein Anspruch des Auftragnehmers auf Ersatz von Mehrkosten wegen verlängerter Bauzeit - fehlende Anordnung des Auftraggebers

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Auslegung eines Verhaltens oder einer Erklärung des Auftraggebers als Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B ; Bauzeitverzögerung als Folge einer Störung des Vertrags aufgrund einer Behinderung; Übermittlung von Bauablaufplänen als Reaktion auf behinderungsbedingte ...

  • datenbank.nwb.de

    VOB-Vertrag über einen Museumsneubau: Vorliegen einer Anordnung des Auftraggebers nach Vertragsstörung aufgrund einer Behinderung; Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs des Auftragnehmers wegen Bauzeitverzögerung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Übergabe angepasster Bauablaufpläne ist keine Bauzeitanordnung!

Kurzfassungen/Presse (3)

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Mehrkosten am Bau: "Anordnung" nach der VOB/B setzt Anweisung des Bauherrn voraus

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Keine Bauzeitanordnung durch Übergabe angepasster Bauablaufpläne

  • arber-seminare.de (Kurzinformation)

    Bauverträge: Kein Schadensersatzanspruch des Auftragnehmers bei Verzögerungen durch fehlende Vorleistungen anderer Unternehmer

Besprechungen u.ä. (7)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Behinderung ist keine Bauzeitanordnung! (IBR 2024, 614)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Übergabe der Ausführungsplanung ist im VOB/B-Vertrag eine Vertragspflicht! (IBR 2025, 8)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Auch die Übergabe angepasster Bauablaufpläne ist keine Bauzeitanordnung! (IBR 2024, 615)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Kein Schadensersatz wegen Behinderungen durch Vorunternehmer! (IBR 2024, 616)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Die konkrete bauablaufbezogene Darstellung ist und bleibt ein Muss! (IBR 2024, 617)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Entschädigung aus § 642 BGB gefordert: Was muss der Auftragnehmer darlegen? (IBR 2024, 618)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    BGH zur bauablaufbezogenen Darstellung (IBR 2025, 1037)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 241, 306
  • NJW 2024, 3716
  • NZBau 2025, 176
  • WM 2025, 528
 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (18)

  • BGH, 30.01.2020 - VII ZR 33/19

    Anspruch auf Entschädigung von dem beklagten Land aus einem nach einem …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Der Anspruch ist auf die Dauer des Annahmeverzugs begrenzt (vgl. BGH, Urteil vom 30. Januar 2020 - VII ZR 33/19 Rn. 42, BGHZ 224, 328;… Urteil vom 26. Oktober 2017 - VII ZR 16/17 Rn. 18 ff., BGHZ 216, 319).

    Dabei ist die angemessene Entschädigung im Ausgangspunkt an den auf die unproduktiv bereitgehaltenen Produktionsmittel entfallenden Vergütungsanteilen einschließlich der Anteile der allgemeinen Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn zu orientieren (BGH, Urteil vom 30. Januar 2020 - VII ZR 33/19 Rn. 47, BGHZ 224, 328).

  • BGH, 24.02.2005 - VII ZR 141/03

    Anforderungen an den Nachweis einer Behinderung des Auftragnehmers; Vereinbarung …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Dazu ist in der Regel eine konkrete, bauablaufbezogene Darstellung der jeweiligen Behinderung erforderlich (vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 2005 - VII ZR 141/03, BGHZ 162, 259, juris Rn. 13 m.w.N.).

    Weder der Umstand, dass überhaupt eine Behinderung vorliegt, noch die Ursächlichkeit der Pflichtverletzung für die Behinderung ist einer einschätzenden Bewertung im Sinne des § 287 ZPO zugänglich (BGH, Urteil vom 24. Februar 2005 - VII ZR 141/03, BGHZ 162, 259, juris Rn. 16).

  • BGH, 26.10.2017 - VII ZR 16/17

    Bauvertrag: Entschädigungsanspruch des Unternehmers bei Unterlassen einer dem …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Störungen aufgrund von Behinderungen führen nach der Systematik der VOB/B daher nicht zu einem Mehrvergütungsanspruch nach § 2 Abs. 5 VOB/B, sondern zu Schadensersatz- und Entschädigungsansprüchen nach § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B beziehungsweise § 6 Abs. 6 Satz 2 VOB/B in Verbindung mit § 642 BGB, wenn der Auftraggeber vertragliche Verpflichtungen oder ihm obliegende Mitwirkungshandlungen nicht erfüllt (vgl. BGH, Urteil vom 26. Oktober 2017 - VII ZR 16/17 Rn. 40, BGHZ 216, 319;… Urteil vom 20. April 2017 - VII ZR 194/13 Rn. 16, BGHZ 214, 340).

    Der Anspruch ist auf die Dauer des Annahmeverzugs begrenzt (vgl. BGH…, Urteil vom 30. Januar 2020 - VII ZR 33/19 Rn. 42, BGHZ 224, 328; Urteil vom 26. Oktober 2017 - VII ZR 16/17 Rn. 18 ff., BGHZ 216, 319).

  • BGH, 21.10.1999 - VII ZR 185/98

    Schadensersatz wegen Behinderung durch verspätet fertiggestellte Vorgewerke

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung dieses Anspruchs (Bestätigung von BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, NZBau 2006, 108; BGH, Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, WM 2000, 916 und BGH, Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, NJW 1998, 456).

    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung eines Anspruchs aus § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, BauR 2006, 371 = NZBau 2006, 108, juris Rn. 22; Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, BGHZ 143, 32, juris Rn. 10;… Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, BGHZ 137, 35, juris Rn. 33).

  • BGH, 16.10.1997 - VII ZR 64/96

    Verantwortlichkeit der Bundesrepublik Deutschland für die Überflutung des …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung dieses Anspruchs (Bestätigung von BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, NZBau 2006, 108; BGH, Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, WM 2000, 916 und BGH, Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, NJW 1998, 456).

    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung eines Anspruchs aus § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, BauR 2006, 371 = NZBau 2006, 108, juris Rn. 22;… Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, BGHZ 143, 32, juris Rn. 10; Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, BGHZ 137, 35, juris Rn. 33).

  • BGH, 20.10.2005 - VII ZR 190/02

    Kündigung wegen Unterbrechung der Bauausführung

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung dieses Anspruchs (Bestätigung von BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, NZBau 2006, 108; BGH, Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, WM 2000, 916 und BGH, Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, NJW 1998, 456).

    Umstände aus der Risikosphäre des Auftraggebers, die nicht auf einer Pflichtverletzung beruhen, genügen nicht als Voraussetzung eines Anspruchs aus § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 190/02, BauR 2006, 371 = NZBau 2006, 108, juris Rn. 22;… Urteil vom 21. Oktober 1999 - VII ZR 185/98, BGHZ 143, 32, juris Rn. 10;… Urteil vom 16. Oktober 1997 - VII ZR 64/96, BGHZ 137, 35, juris Rn. 33).

  • BGH, 19.01.2023 - VII ZR 34/20

    Bauvertrag: Wirksamkeit der Regelung über die Kündigung des Auftraggebers aus …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Rn. 17 aa) Bei den Regelungen der VOB/B handelt es sich um Allgemeine Geschäftsbedingungen im Sinne des § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn sie - wie hier - von einer Vertragspartei der anderen Vertragspartei bei Abschluss des Vertrags gestellt werden (vgl. BGH, Urteil vom 19. Januar 2023 - VII ZR 34/20 Rn. 18, BGHZ 236, 96;… Urteil vom 24. Juli 2008 - VII ZR 55/07 Rn. 10 m.w.N., BGHZ 178, 1).

    Außer Betracht bleiben Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fernliegend und nicht ernstlich in Erwägung zu ziehen sind (vgl. BGH, Urteil vom 19. Januar 2023 - VII ZR 34/20 Rn. 29 f., BGHZ 236, 96;… Urteil vom 5. Mai 2022 - VII ZR 176/20 Rn. 29 f., BauR 2022, 1337 = NZBau 2022, 648, jeweils m.w.N.).

  • BGH, 27.06.1985 - VII ZR 23/84

    Keine Haftung des Auftraggebers für den Vorunternehmer

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Der Auftraggeber kommt damit vielmehr nur seiner Koordinierungsaufgabe gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 1 VOB/B nach, bei einem Bauvorhaben mit aufeinander aufbauenden Leistungen das Zusammenwirken der verschiedenen Auftragnehmer zu regeln und an die behinderungsbedingten Störungen anzupassen (vgl. zur Aufstellung eines Bauzeitenplans als Koordinierungsaufgabe BGH, Urteil vom 27. Juni 1985 - VII ZR 23/84, BGHZ 95, 128, juris Rn. 21).

    Rn. 27 d) Soweit älteren Entscheidungen des Senats entnommen werden könnte, dass Vorgaben des Auftraggebers zur Bauzeit als Folge von Behinderungen, die aus dem Risikobereich des Auftraggebers herrühren, regelmäßig Mehrvergütungsansprüche gemäß § 2 Abs. 5 VOB/B rechtfertigen können (vgl. BGH, Urteil vom 27. Juni 1985 - VII ZR 23/84, BGHZ 95, 128, juris Rn. 25;… Urteil vom 21. Dezember 1970 - VII ZR 184/69, juris Rn. 43;… Urteil vom 21. März 1968 - VII ZR 84/67, BGHZ 50, 25, juris Rn. 21), hält der Senat hieran nicht fest.

  • BGH, 09.04.1992 - VII ZR 129/91

    Vergütung bei leistungsändernden Anordnungen des Auftraggebers

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Eine Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B erfordert eine rechtsgeschäftliche Erklärung des Auftraggebers, mit der einseitig eine Änderung der Vertragspflichten des Auftragnehmers herbeigeführt werden soll (Fortführung von BGH, Urteil vom 9. April 1992 - VII ZR 129/91, WM 1992, 1501).

    Rn. 16 § 2 Abs. 5 VOB/B ist dahin auszulegen, dass eine solche Anordnung eine rechtsgeschäftliche Erklärung des Auftraggebers erfordert, mit der einseitig eine Änderung der Vertragspflichten des Auftragnehmers herbeigeführt werden soll (vgl. in diesem Sinne bereits BGH, Urteil vom 9. April 1992 - VII ZR 129/91, BauR 1992, 759, juris Rn. 8).

  • BGH, 17.08.2023 - VII ZR 228/22

    Kündigung des Bauvertrags nach erfolgloser Bestimmung einer angemessenen Frist …

    Auszug aus BGH, 19.09.2024 - VII ZR 10/24
    Sie lässt keinen Verstoß gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder die Denkgesetze erkennen (st. Rspr., vgl. zum Maßstab etwa BGH, Urteil vom 17. August 2023 - VII ZR 228/22 Rn. 22, BauR 2023, 2075 = NZBau 2024, 208).
  • BGH, 20.08.2009 - VII ZR 205/07

    Geltendmachung eines Anspruchs auf Abschlagszahlung nach Abnahme einer …

  • KG, 29.01.2019 - 21 U 122/18

    VOB-Vertrag: Entschädigungsanspruch des Werkunternehmers bei Mitwirkungsverzug …

  • BGH, 20.04.2017 - VII ZR 194/13

    Mehrvergütungsanspruch des Bauunternehmers wegen witterungsbedingten …

  • BGH, 24.07.2008 - VII ZR 55/07

    Keine Privilegierung der VOB/B bei Verwendung gegenüber Verbrauchern

  • OLG Köln, 21.12.2023 - 7 U 68/22

    Mehrvergütung; Bauzeitverlängerung; Nachtragsangebot; baustellenbezogene …

  • BGH, 05.05.2022 - VII ZR 176/20

    Zur Auslegung des Begriffs "Abrechnungssumme" in einer vom Besteller gestellten …

  • BGH, 21.03.1968 - VII ZR 84/67

    Verjährung von Ersatzansprüchen für Mehraufwand

  • BGH, 21.12.1970 - VII ZR 184/69

    Schadensersatzanspruch nach § 6 Nr. 5 Abs. 2 VOB (B) gegen den Auftraggeber: …

  • OLG Düsseldorf, 11.09.2026 - 1 CC 3/25

    Planübergabe ist auch im VOB/B-Vertrag keine Vertragspflicht!

    Das überzeugt schon deshalb nicht, weil zwischen den verschiedenen Anspruchsgrundlagen und ihren Rechtsfolgen unterschieden werden muss (BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716 Rn. 37;… OLG Dresden, Urt. v. 09.01.2013 - 1 U 1554/09).

    Hinderungsgründe, auch wenn sie aus der Risikosphäre des Auftraggebers stammen, genügen als Voraussetzung dieses Anspruchs nicht, wenn ihnen keine Vertragspflichtverletzung zugrunde liegt (BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716 Rn. 29;… Urt. v. 20.10.2005 - VII ZR 190/02, NJW-RR 2006, 306, Rn. 22).

    Bei der Pflicht zur Freigabe und Bereitstellung der jeweiligen Arbeitsbereiche durch die Beklagte handelt es sich nur um Obliegenheiten, auf deren Ausbleiben daher ein Schadensersatzanspruch gem. § 6 Abs. 6 VOB/B nicht gestützt werden kann (s.o.; BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716, Rn. 30).

    Der Schadensersatzanspruch gem. § 6 Abs. 2 Nr. 1 a) VOB/B knüpft an ein Vertretenmüssen der Behinderung durch den Auftragnehmer an und setzt damit ein Verschulden im Sinne von § 276 BGB und eine zurechenbare objektive Verletzung vertraglicher Pflichten voraus (BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716, Rn. 30;… Ganten/Jansen/Voit/Vowinckel, 4. Aufl. 2023, VOB/B § 6 Abs. 6, Rn. 65).

    Weder der Umstand, dass überhaupt eine Behinderung vorliegt, noch die Ursächlichkeit der Pflichtverletzung für die Behinderung ist einer einschätzenden Bewertung iSd § 287 ZPO zugänglich (BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716, Rn. 36;… BGH Urt. v. 24.2.2005 - VII ZR 141/03, NJW 2005, 1653, Rn. 28).

    Soweit die Beklagte auf Störungen hingewiesen und modifizierte Bauzeitpläne übersandt hat, ist nicht von einer Anordnung auszugehen, sondern von einer Störungsmitteilung der Beklagten (BGH, Urt. v. 19.09.2024 - VII ZR 10/24, NJW 2024, 3716).

  • OLG Celle, 14.01.2026 - 14 U 58/25

    Rechtsgeschäftlicher Wille als Voraussetzung für einen Mehrvergütungsanspruch …

    (Anschluss an: BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306-321).

    Es wiederholt und vertieft den erstinstanzlichen Sachvortrag, u.a. unter Bezugnahme auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24.

    Die fernmündliche Weisung durch Herrn D. im Telefonat mit dem Zeugen S. am 12.11.2020 sei auch im Licht der Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24) als Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B zu werten.

    Es bedarf einer rechtsgeschäftlichen Erklärung des Auftraggebers, mit der einseitig eine Änderung der Vertragspflichten des Auftragnehmers herbeigeführt werden soll (vgl. nur zuletzt BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306-321, 1. Leitsatz m. w. N., juris).

    Ob eine Erklärung oder ein Verhalten des Auftraggebers als Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B auszulegen ist, beurteilt sich nach §§ 133, 157 BGB (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306-321, 2. Leitsatz, juris).

    Derartige Störungen können nicht als Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B gewertet werden (BGH - VII ZR 10/24 a.a.O., Rn. 19).

    Denn der Auftraggeber bestätigt damit nur das, was durch die Behinderung ohnehin gegeben ist (BGH - VII ZR 10/24 a.a.O., Rn. 21 unter Hinweis auf Kniffka in Kniffka/Koeble/Jurgeleit/Sacher, Kompendium des Baurechts, 5. Aufl., Teil 4 Rn. 172; in diesem Sinne auch OLG Köln…, Urteil vom 21.12.2023 - I-7 U 68/22 -, Rn. 61, juris).

    Entgegenstehende ältere Rechtsprechung gab der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs ausdrücklich auf (BGH - VII ZR 10/24 a. a. O., Rn. 27).

  • OLG Stuttgart, 24.03.2026 - 10 U 72/25

    Mangelbedingte Verzögerungsschäden vor Abnahme einer Architekten- oder …

    Dies setzt in der Regel eine konkrete, bauablaufbezogene Darstellung hinsichtlich der jeweiligen einzelnen Behinderung voraus (vgl. zu Ansprüchen des Auftragnehmers BGH, Urteil vom 19. September 2024 - VII ZR 10/24 = BGHZ 241, 306 - 321).

    Weder der Umstand, dass überhaupt eine Pflichtverletzung vorliegt, noch die Ursächlichkeit derselben für eine Behinderung ist einer einschätzenden Bewertung im Sinne des § 287 ZPO zugänglich (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 = BGHZ 241, 306 - 321 Rn. 36).

    Für den Fall, dass eine Einbeziehung erfolgt sein sollte, könnte sich ein entsprechender Anspruch der Generalunternehmerin gegenüber der Klägerin aus § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B wegen verspäteter Übermittlung der Bewehrungsplanung ergeben (BGH, Urteil vom 19.09.20204 - VII ZR 10/24 = BGHZ 241, 306 - 321 Rn. 34).

    Eine solche Obliegenheit kann jedoch nicht Anknüpfungspunkt für eine Haftung der Klägerin nach § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B sein, da die Verletzung von Obliegenheiten bereits generell für den Vertragspartner weder Erfüllungsansprüche noch Schadensersatzansprüche begründet (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 = BGHZ 241, 306-321 Rn. 30;… Grüneberg/Grüneberg, 85. Auflage 2026, vor § 241 Rn. 13).

    Rn. 71 Ungeachtet dessen, dass damit ein Schadensersatzanspruch der Generalunternehmerin gegenüber der Klägerin dem Grunde nach bereits an einer fehlenden Pflichtverletzung scheitert, ist weder vorgetragen noch ersichtlich, dass die Generalunternehmerin den von ihr geltend gemachten Schadensersatzanspruch wegen Baubehinderungen und -verzögerungen durch eine konkrete, bauablaufbezogene Darstellung der jeweiligen Behinderungen unterlegt hat, wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung verlangt (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 = BGHZ 241, 306 - 321 Rn. 36).

    Es wird von der Klägerin weder vorgetragen noch ist es ersichtlich, dass die Generalunternehmerin ihren Anspruch nach Maßgabe des unproduktiven Vorhalts von Produktionsmitteln während der Dauer eines Annahmeverzugs der Beklagten bemessen hat, sondern sie hat Mehrkosten aufgrund der Verlängerung der ursprünglich vorgesehenen Bauzeit geltend gemacht (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 = NJW 2024, 3716 Rn. 40).

  • OLG Frankfurt, 27.04.2026 - 21 U 32/25

    Anderweitig eingesetztes Personal ist nicht unproduktiv!

    Für die "andere Anordnung" im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B kann insoweit unabhängig von der Frage, welche Anordnungen darunter fallen können und unter welchen sonstigen Voraussetzungen sie möglich sind - nach Wortlaut, Systematik sowie Sinn und Zweck der Regelung nichts anderes gelten (so zuletzt BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 15 ff., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Störungen aufgrund von Behinderungen führen nach der Systematik der VOB/B daher nicht zu einem Mehrvergütungsanspruch nach § 2 Abs. 5 VOB/B, sondern zu Schadensersatz- und Entschädigungsansprüchen nach § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B bzw. § 6 Abs. 6 Satz 2 VOB/B i.V.m. § 642 BGB, wenn der Auftraggeber vertragliche Verpflichtungen oder ihm obliegende Mitwirkungshandlungen nicht erfüllt (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - ZR 10/24 Rn. 19, BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Der Auftraggeber kommt damit vielmehr nur seiner Koordinierungsaufgabe gem. S 4 Abs. 1 Nr. 1 VOB/B nach, bei einem Bauvorhaben mit aufeinander aufbauenden Leistungen das Zusammenwirken der verschiedenen Auftragnehmer zu regeln und an die behinderungsbedingten Störungen anzupassen (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 20 ff., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Anhaltspunkte für eine einseitige Änderung durch den Beklagten liegen hingegen nicht vor (vgl. hierzu auch BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 24, BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Auch ist nicht ersichtlich, dass die weiteren, von der Klägerin vorgetragenen Behinderungsumstände auf Pflichtverletzungen - und nicht nur etwaigen Obliegenheitsverletzungen - des Beklagten beruhten (vgl. zum Ganzen auch BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 34 ff., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Ferner hat der Auftragnehmer jedenfalls darzulegen, inwieweit er während der Dauer des Annahmeverzugs Leistungen nicht zu der nach dem Vertrag vorgesehenen Zeit ausführen konnte und deshalb Personal, Geräte und Kapital, also die Produktionsmittel zur Herstellung der Werkleistung, vergeblich bereitgehalten hat (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 39 m.w.N., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Vielmehr ist, wie schon ausgeführt, konkret darzulegen, inwieweit der Unternehmer "während der Dauer des Annahmeverzugs Leistungen nicht zu der nach dem Vertrag vorgesehenen Zeit ausführen konnte und deshalb Personal, Geräte und Kapital, also die Produktionsmittel zur Herstellung der Werkleistung, vergeblich bereitgehalten hat" (BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 20 ff., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

  • BGH, 07.05.2026 - VII ZR 107/25

    Wann ist eine "nicht verwendete Sicherheit" zurückzugeben?

    Außer Betracht bleiben Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fernliegend und nicht ernstlich in Erwägung zu ziehen sind (st. Rspr., siehe nur BGH, Urteil vom 19. September 2024 - VII ZR 10/24 Rn. 17, BGHZ 241, 306;… Urteil vom 19. Januar 2023 - VII ZR 34/20 Rn. 29 f., BGHZ 236, 96, jeweils m.w.N.).
  • OLG Hamm, 08.07.2025 - 21 U 2/23

    Vergütungspflicht aufgrund einer Eigenart des Baugrundes; ergänzende …

    Rn. 37 aa) Voraussetzung ist in beiden Fällen eine auftraggeberseitige Veranlassung, nämlich eine rechtsgeschäftliche Erklärung des Auftraggebers gegenüber dem Auftragnehmer, mit der einseitig eine Änderung der Vertragspflichten des Auftragnehmers herbeigeführt werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306, juris Rn. 16 zu § 2 Abs. 5 VOB/B;… siehe auch Kapellmann/Messerschmidt/Markus, VOB Teile A und B, 9. Aufl., § 2 VOB/B Rn. 366).

    Die Behinderung als solche stellt jedoch keine Anordnung bzw. Forderung im Sinne von § 2 Abs. 5 oder 6 VOB/B dar (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306, juris Rn. 21).

    Nach dem gesetzlichen sowie über die Einbeziehung der VOB/B vertraglichen Regelungskonzept führen derartige Störungen im Bauablauf nicht zu einem Mehrvergütungsanspruch des Auftragnehmers, sondern allenfalls zu Schadensersatz- und Entschädigungsansprüchen nach § 6 Abs. 6 Satz 1 VOB/B bzw. § 6 Abs. 6 Satz 2 VOB/B in Verbindung mit § 642 BGB oder aber nach §§ 280 ff. BGB (vgl. auch BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306, juris Rn. 19).

    Rn. 58 c) Unabhängig davon scheitert ein Entschädigungsanspruch der Klägerin nach § 6 Abs. 6 Satz 2 VOB/B in Verbindung mit § 642 BGB aber auch schon daran, dass die Klägerin einen etwaigen Anspruch (insbesondere wegen der Stillstandskosten) schon im Ansatz nicht nach Maßgabe des unproduktiven Vorhalts von Produktionsmitteln während der Dauer eines Annahmeverzugs der Beklagten bemisst (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306, juris Rn. 39 zur Bestimmung der angemessenen Entschädigung nach § 642 BGB).

  • OLG Düsseldorf, 27.03.2025 - 5 U 148/23

    Restliche Vergütung aus einem Vertrag über Gleiserneuerungsarbeiten; Änderung des …

    Rn. 135 Eine Anordnung im Sinne des § 2 Abs. 5 VOB/B erfordert eine rechtsgeschäftliche Erklärung des Auftraggebers, mit der einseitig eine Änderung der Vertragspflichten des Auftragnehmers herbeigeführt werden soll (vgl. BGH, NJW 2024, 3716, beck-online).

    Seitens des Bestellers muss also eine Änderung der Vertragspflicht verlangt werden (vgl. BGH, NJW 2024, 3716).

    Ob eine Erklärung oder ein Verhalten des Auftraggebers als Anordnung iSd § 2 Abs. 5 VOB/B auszulegen ist, beurteilt sich nach §§ 133, 157 BGB (vgl. BGH, NJW 2024, 3716 Rn. 20, beck-online).

  • OLG Frankfurt, 22.06.2026 - 21 U 32/25

    Anderweitig eingesetztes Personal ist nicht unproduktiv!

    Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 19.09.2024 (VII ZR 10/24, BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176), der sich der Senat anschließt, ist insoweit eindeutig.

    Dass die Anzeige von Behinderungen zu einer Änderung der vertraglich vereinbarten Ausführungsfristen nach § 6 Abs. 2 Nr. 1 VOB/B führen kann, führt, anders als die Berufung in ihrem Schriftsatz vom 09.06.2026 meint, ebenfalls nicht dazu, hierin gleichsam eine Anordnung im Sinne von § 2 Abs. 5 VOB/B zu erblicken (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 19, 22, BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

    Erst wenn dies geschehen wäre, hätte gegebenenfalls ermittelt werden können, welche Vergütungsanteile einschließlich der Anteile der allgemeinen Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn auf diese entfallen sind (vgl. BGH, Urteil vom 19.09.2024 - VII ZR 10/24 Rn. 39 m.w.N., BGHZ 241, 306 = NZBau 2025, 176).

  • LG Stuttgart, 28.04.2026 - 7 O 91/25

    Nur eindeutige Fristen sind Vertragsfristen!

    Gerade im Bauablauf, der typischerweise von einer Vielzahl von Einflussfaktoren geprägt ist, hätte es hierzu einer differenzierten, bauablaufbezogenen Darstellung der Kausalität bedurft (vgl. zum Schadensersatzanspruch des Auftragnehmers wegen Bauzeitverzögerung etwa BGH, Urteil vom 19. September 2024 - VII ZR 10/24 -, BGHZ 241, 306, Rn. 34 ff.; LG Karlsruhe, Urteil vom 5. Oktober 2018 - 6 O 340/15).
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