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Rechtsprechung
   BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,1080
BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22 (https://dejure.org/2025,1080)
BGH, Entscheidung vom 23.01.2025 - IX ZR 229/22 (https://dejure.org/2025,1080)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22 (https://dejure.org/2025,1080)
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Volltextveröffentlichungen (12)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Berücksichtigung von vollstreckbarem Titel bei Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 17 Abs 2 S 1 InsO, § 133 Abs 1 S 1 InsO
    Berücksichtigung von vollstreckbarem Titel bei Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit

  • IWW

    § 133 Abs. 1 Satz 1 InsO, Art. ... 103j Abs. 1 EGInsO, § 17 Abs. 2 Satz 2 InsO, § 286 ZPO, § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO, § 417 BGB, § 271 Abs. 1 BGB, § 14 Abs. 1 Satz 1 InsO, § 16 InsO, § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO, § 179 Abs. 2 InsO, § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO, § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 564 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO

  • Betriebs-Berater

    Berücksichtigung eines vorläufig vollstreckbaren Titels über streitige Forderung bei Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit durch Schuldner

  • zvi-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zur Berücksichtigung einer titulierten Forderung im Rahmen der Zahlungsunfähigkeit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    InsO § 17 Abs. 2 ; ff InsO § 129

  • rechtsportal.de

    InsO § 17 Abs. 2 ; ff InsO § 129

  • datenbank.nwb.de

    Berücksichtigung von vollstreckbarem Titel bei Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Vorläufig vollstreckbare Titel sind bei Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit zu berücksichtigen!

Kurzfassungen/Presse

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Vorläufig vollstreckbarer Titel über streitige Forderung: Berücksichtigung in Höhe des Nennwerts?

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2025, 1074
  • ZIP 2025, 329
  • NZI 2025, 269
  • WM 2025, 266
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (17)

  • BGH, 05.03.2015 - IX ZR 133/14

    Qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Der Gestaltungsspielraum der an einer Rangrücktrittsvereinbarung beteiligten Parteien ist weit (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2015 - IX ZR 133/14, BGHZ 204, 231 Rn. 15).

    Der Gestaltungsspielraum bezieht sich zum einen auf die Rangtiefe und reicht hier von einem Rücktritt hinter bestimmte einzelne Gläubiger (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2015, aaO) bis hin zur Erklärung des Gläubigers, er wolle wegen der Forderung erst nach der Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger und - bis zur Abwendung der Krise - auch nicht vor, sondern nur zugleich mit den Einlagerückgewähransprüchen der Gesellschafter berücksichtigt, also so behandelt werden, als handele es sich bei der Forderung um statutarisches Kapital (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2015, aaO Rn. 17).

    Schließlich kann er in seinen Wirkungen auf das eröffnete Insolvenzverfahren beschränkt werden oder auch bereits vorinsolvenzliche Wirkungen entfalten (BGH, Urteil vom 5. März 2015, aaO Rn. 19).

    Die vorinsolvenzlichen Wirkungen können darin bestehen, dass der Gläubiger vor Verfahrenseröffnung keine Befriedigung seiner Forderung von der Gesellschaft verlangen kann, sofern bei dieser als Folge einer Zahlung Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zumindest einzutreten droht (qualifizierter Rangrücktritt; BGH, Urteil vom 5. März 2015, aaO Rn. 22).

    Rn. 17 Welchen Inhalt ein vereinbarter Rangrücktritt hat, richtet sich nach der getroffenen Vereinbarung, die einer Auslegung zugänglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2015 - IX ZR 133/14, BGHZ 204, 231 Rn. 17).

    Soll eine Rangrücktrittsvereinbarung etwa die Vermeidung einer Insolvenz sicherstellen, kann eine hierzu dem engen Wortsinne nach unzureichende Vereinbarung dahingehend auszulegen sein, dass der dafür erforderliche umfassende Rangrücktritt gewollt war (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2015, aaO Rn. 22 ff).

  • BGH, 23.06.2016 - IX ZB 18/15

    Insolvenzeröffnungsverfahren: Nachweis der Forderung als Eröffnungsgrund bei auf …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Rn. 38 (a) Eine Zahlungspflicht im Sinne von § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO wird hier allein dadurch nachgewiesen, dass für eine Geldforderung ein vorläufig vollstreckbarer Titel vorgelegt wird (vgl. BGH…, Beschluss vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3 zu einem vorläufig vollstreckbaren Vorbehaltsurteil im Urkundenprozess; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6; vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 13 f jeweils zu einer notariellen Unterwerfungserklärung im Sinne des § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO).

    Mit dieser Rechtsprechung hat er angeknüpft an die Lage im eröffneten Verfahren, in dem es gemäß § 179 Abs. 2 InsO dem Bestreitenden obliegt, den Widerspruch zu verfolgen, wenn ein vollstreckbarer Schuldtitel oder ein Endurteil vorliegt (BGH…, Beschluss vom 29. Juni 2006 - IX ZB 245/05, WM 2006, 1632 Rn. 11;… vom 29. November 2007, aaO; vom 23. Juni 2016, aaO Rn. 15).

    Es ist Sache des Schuldners, Einwendungen gegen die titulierte Forderung oder gegen deren Vollstreckbarkeit in den für den jeweiligen Einwand vorgesehenen Verfahren (etwa § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO) überprüfen zu lassen (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 6;… vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3; vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

    Rn. 40 (c) Die Frage, ob Einwendungen gegen den vollstreckbaren Titel ausnahmsweise nicht im dafür vorgesehenen Verfahren verfolgt werden müssen, wenn die Tatsachen, die dem Titel entgegenstehen, unstreitig oder offensichtlich sind, hat der Bundesgerichtshof zuletzt offengelassen (vgl. BGH…, Beschluss vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 7;… vom 2. Dezember 2010 - IX ZB 121/10, WM 2011, 135 Rn. 2; vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

  • BGH, 29.11.2007 - IX ZB 12/07

    Zulässigkeit des Insolvenzantrags eines vollständig dinglich gesicherten …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Rn. 38 (a) Eine Zahlungspflicht im Sinne von § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO wird hier allein dadurch nachgewiesen, dass für eine Geldforderung ein vorläufig vollstreckbarer Titel vorgelegt wird (vgl. BGH…, Beschluss vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3 zu einem vorläufig vollstreckbaren Vorbehaltsurteil im Urkundenprozess; vgl. auch BGH, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 13 f jeweils zu einer notariellen Unterwerfungserklärung im Sinne des § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO).

    Mit dieser Rechtsprechung hat er angeknüpft an die Lage im eröffneten Verfahren, in dem es gemäß § 179 Abs. 2 InsO dem Bestreitenden obliegt, den Widerspruch zu verfolgen, wenn ein vollstreckbarer Schuldtitel oder ein Endurteil vorliegt (BGH…, Beschluss vom 29. Juni 2006 - IX ZB 245/05, WM 2006, 1632 Rn. 11; vom 29. November 2007, aaO;… vom 23. Juni 2016, aaO Rn. 15).

    Es ist Sache des Schuldners, Einwendungen gegen die titulierte Forderung oder gegen deren Vollstreckbarkeit in den für den jeweiligen Einwand vorgesehenen Verfahren (etwa § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO) überprüfen zu lassen (vgl. BGH, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 6;… vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

    In einer früheren Entscheidung ist er - nicht tragend - davon ausgegangen, dass in offensichtlichen Fällen das Insolvenzgericht die Prüfung nachholen könne (vgl. BGH, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9).

  • BGH, 06.05.2010 - IX ZB 176/09

    Insolvenzrecht: Steuerforderungen aus einem vollziehbaren Steuerbescheid als …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Dies hat der Bundesgerichtshof auch angenommen für einen Steuerbescheid über Forderungen, über die noch ein finanzgerichtliches Verfahren anhängig war, in dem auch über die Rechtzeitigkeit des Einspruchs zu entscheiden war (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 3, 6 f).

    Es ist Sache des Schuldners, Einwendungen gegen die titulierte Forderung oder gegen deren Vollstreckbarkeit in den für den jeweiligen Einwand vorgesehenen Verfahren (etwa § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO) überprüfen zu lassen (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6; vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 6;… vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

    Rn. 40 (c) Die Frage, ob Einwendungen gegen den vollstreckbaren Titel ausnahmsweise nicht im dafür vorgesehenen Verfahren verfolgt werden müssen, wenn die Tatsachen, die dem Titel entgegenstehen, unstreitig oder offensichtlich sind, hat der Bundesgerichtshof zuletzt offengelassen (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 7;… vom 2. Dezember 2010 - IX ZB 121/10, WM 2011, 135 Rn. 2;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

  • BGH, 14.01.2010 - IX ZB 177/09

    Insolvenzeröffnungsverfahren: Vollstreckbare Urkunde als Grundlage des …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Rn. 38 (a) Eine Zahlungspflicht im Sinne von § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO wird hier allein dadurch nachgewiesen, dass für eine Geldforderung ein vorläufig vollstreckbarer Titel vorgelegt wird (vgl. BGH…, Beschluss vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3 zu einem vorläufig vollstreckbaren Vorbehaltsurteil im Urkundenprozess; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9; vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 13 f jeweils zu einer notariellen Unterwerfungserklärung im Sinne des § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO).

    Es ist Sache des Schuldners, Einwendungen gegen die titulierte Forderung oder gegen deren Vollstreckbarkeit in den für den jeweiligen Einwand vorgesehenen Verfahren (etwa § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO) überprüfen zu lassen (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5; vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 6;… vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

  • BGH, 17.06.2010 - IX ZB 250/09

    Beweispflichten des antragstellenden Gläubigers einer einzigen Forderung i.R.d. …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Rn. 38 (a) Eine Zahlungspflicht im Sinne von § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO wird hier allein dadurch nachgewiesen, dass für eine Geldforderung ein vorläufig vollstreckbarer Titel vorgelegt wird (vgl. BGH, Beschluss vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3 zu einem vorläufig vollstreckbaren Vorbehaltsurteil im Urkundenprozess; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 13 f jeweils zu einer notariellen Unterwerfungserklärung im Sinne des § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO).

    Es ist Sache des Schuldners, Einwendungen gegen die titulierte Forderung oder gegen deren Vollstreckbarkeit in den für den jeweiligen Einwand vorgesehenen Verfahren (etwa § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO) überprüfen zu lassen (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. November 2007 - IX ZB 12/07, WM 2008, 227 Rn. 9;… vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5;… vom 14. Januar 2010 - IX ZB 177/09, WM 2010, 660 Rn. 6;… vom 6. Mai 2010 - IX ZB 176/09, ZInsO 2010, 1091 Rn. 6; vom 17. Juni 2010 - IX ZB 250/09, juris Rn. 3;… vom 23. Juni 2016 - IX ZB 18/15, WM 2016, 1461 Rn. 14).

  • BGH, 22.02.2024 - IX ZR 226/20

    Vorsatzanfechtung: Gläubigerbenachteiligung durch Veräußerung eines …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Die einzelnen Beweisanzeichen dürfen dabei nicht schematisch angewandt werden (BGH, Urteil vom 22. Februar 2024 - IX ZR 226/20, ZInsO 2024, 1011 Rn. 19 mwN; st. Rspr.).

    Geht es im Insolvenzanfechtungsprozess um die erkannte Zahlungsunfähigkeit, wird diese häufig über die gesetzliche Vermutung des § 17 Abs. 2 Satz 2 InsO zu erschließen sein (BGH, Urteil vom 22. Februar 2024 - IX ZR 226/20, ZInsO 2024, 1011 Rn. 24 mwN).

  • BGH, 24.02.2022 - IX ZR 250/20

    Rückgewährklage eines Insolvenzverwalters nach Insolvenzanfechtung: …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Der Schluss liegt zwingend nahe, wenn sich ein redlich Denkender, der vom Gedanken auf den eigenen Vorteil nicht beeinflusst ist, angesichts der ihm bekannten Tatsachen der Einsicht nicht verschließen kann, der Schuldner sei zahlungsunfähig (BGH, Urteil vom 24. Februar 2022 - IX ZR 250/20, ZInsO 2022, 757 Rn. 24 mwN).

    Rn. 27 Insoweit stützt sich das Berufungsgericht zu Unrecht auf das Urteil des Senats vom 24. Februar 2022 (IX ZR 250/20, ZInsO 2022, 757 Rn. 26).

  • BGH, 19.12.2017 - II ZR 88/16

    Insolvenzrecht: BGH lehnt "Bugwellen"-Theorie für Feststellung der …

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Rn. 42 (a) Hierfür spricht das erklärte Ziel der Insolvenzordnung, durch eine frühzeitige Verfahrenseröffnung eine geordnete und gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger sicherzustellen und im Interesse des Rechtsverkehrs eine fortgesetzte Teilnahme von Schuldnern mit erheblichen Liquiditätsschwierigkeiten am Rechts- und Geschäftsverkehr zu verhindern (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 2017 - II ZR 88/16, BGHZ 217, 129 Rn. 51).
  • BGH, 19.07.2007 - IX ZB 36/07

    Begriff der Zahlungsunfähigkeit; Fälligkeit von Forderungen

    Auszug aus BGH, 23.01.2025 - IX ZR 229/22
    Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er wegen eines objektiven, kurzfristig nicht zu behebenden Mangels an Zahlungsmitteln nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen (BGH, Beschluss vom 19. Juli 2007 - IX ZB 36/07, BGHZ 173, 286 Rn. 8).
  • BGH, 14.05.2009 - IX ZR 63/08

    Zur Berücksichtigung fälliger Forderungen bei der Prüfung der Zahlungsunfähigkeit

  • BGH, 29.06.2006 - IX ZB 245/05

    Antragsberechtigung bei Forderungen aus einem gegenseitigen Vertrag

  • BGH, 02.12.2010 - IX ZB 121/10

    Abweisung der Insolvenzverfahrenseröffnung mangels Masse: Berücksichtigung der …

  • BGH, 17.09.2009 - IX ZB 26/08

    Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Forderung des Gläubigers im …

  • BGH, 06.05.2021 - IX ZR 72/20

    Insolvenz, Vorsatzanfechtung, Gläubigerbenachteiligungsvorsatz

  • BGH, 03.03.2022 - IX ZR 78/20

    Rückforderungsklage des Insolvenzverwalters nach Insolvenzanfechtung: …

  • BGH, 20.02.2014 - IX ZR 137/13

    Formularmäßiger Darlehensvertrag zu einem Unterrichtsvertrag mit einem privaten …

  • BGH, 21.05.2026 - IX ZR 168/24

    Zahlungseinstellung und Benachteiligungsvorsatz beim Sale-and-lease-back

    Zwar zählt auch bei Abschluss eines schuldrechtlichen Geschäfts zu den Beweisanzeichen, die für den Benachteiligungsvorsatz des Schuldners sprechen, die erkannte Zahlungsunfähigkeit (vgl. BGH…, Urteil vom 6. Mai 2021 - IX ZR 72/20, BGHZ 230, 28 Rn. 13;… vom 3. März 2022 - IX ZR 78/20, BGHZ 233, 70 Rn. 22; vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, WM 2025, 266 Rn. 12).
  • BGH, 06.03.2025 - IX ZR 209/23

    Anfechtbarkeit der Übertragung des Eigentums an zwei Hausgrundstücken vom …

    Bei zutreffender rechtlicher Bewertung dieses Umstands ergab sich für die Beklagten zweifelsfrei (vgl. BGH…, Urteil vom 24. Februar 2022 - IX ZR 250/20, ZInsO 2022, 757 Rn. 20; vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, DB 2025, 381 Rn. 25), dass es einen entsprechenden (vorläufig) vollstreckbaren Schuldtitel geben musste und der Titelgläubiger aus dem Titel vollstreckt hatte.

    Damit war die titulierte Forderung bei der Prüfung der Zahlungseinstellung der Schuldnerin zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2025, aaO Rn. 28 ff).

  • BGH, 22.05.2025 - IX ZB 38/24

    Insolvenzantrag nach Zahlungsurteil - und die vorläufige Einstellung der …

    Insoweit ist der Schuldner ebenfalls auf den Prozessweg zu verweisen, dem - in Eilfällen auch kurzfristig - hinreichende Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die Vollstreckbarkeit auf den dafür vorgesehenen prozessualen Wegen zu beseitigen (etwa nach § 712 Abs. 1 Satz 2, § 714 Abs. 1 ZPO oder § 719 Abs. 1 Satz 1, § 707 Abs. 1 Satz 2 ZPO oder § 769 Abs. 1 Satz 2 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, WM 2025, 266 Rn. 39 mwN).

    Rn. 16 (1) Die gesetzliche Wertung in § 179 Abs. 2 InsO gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich bereits im Insolvenzeröffnungsverfahren (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. Juni 2006 - IX ZB 245/05, ZIP 2006, 1452 Rn. 11; Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, WM 2025, 266 Rn. 38 mwN).

    Rn. 22 bb) Die Frage, ob von dem Erfordernis der (vorläufigen) Beseitigung der Vollstreckbarkeit des von dem Gläubiger erwirkten Titels, mit dem Ziel, dessen Beweiswirkung auszuschließen, bei unstreitigen oder offensichtlichen Sachverhalten eine Ausnahme zu machen ist (vgl. zu dieser Erwägung BGH…, Beschluss vom 17. September 2009 - IX ZB 26/08, ZInsO 2009, 2072 Rn. 5; Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, WM 2025, 266 Rn. 40 mwN), kann auch im Streitfall und an dieser Stelle offenbleiben.

  • BGH, 17.07.2025 - IX ZR 184/22

    Voraussetzungen für die Annahme eines Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes; Prüfung …

    Der Schuldner benötigte allein zur Abwendung der eingeleiteten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen liquide Mittel in Höhe von 7.000.000 EUR nebst 20 % Zinsen (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22, WM 2025, 266 Rn. 41, 44).
  • BGH, 11.03.2025 - II ZR 139/23

    Vorliegen einer Verbindlichkeit im Hinblick auf die Feststellung der …

    Für die Frage, ob eine Verbindlichkeit bei der Feststellung der Zahlungsunfähigkeit zu berücksichtigten ist, kommt es daher auf den materiellen Bestand der Verbindlichkeit an (BGH…, Urteil vom 24. Februar 2022 - IX ZR 250/20, ZIP 2022, 654 Rn. 23 f.; Urteil vom 19. September 2024 - IX ZR 229/22, juris Rn. 14 ff., 34).
  • LAG Köln, 08.01.2026 - 8 SLa 382/25
    Dreh- und Angelpunkt der Vorsatzanfechtung ist nach diesem Verständnis der Nachweis, dass Schuldner und Anfechtungsgegner von der zumindest drohenden Zahlungsunfähigkeit oder den auf eine solche hindeutenden Tatsachen Kenntnis hatten (…vgl. BGH 20. November 2008 - IX ZR 188/07 - Rn. 10;… 03.03.2022 - IX ZR 78/20 Rn. 22; 23.0.2025 - IX ZR 229/22 Rn. 12).

    Der erforderliche Vorsatz ist nur dann gegeben, wenn der Schuldner die Benachteiligung der Gläubiger im Allgemeinen als Erfolg seiner Rechtshandlung gewollt oder als mutmaßliche Folge - sei es auch als unvermeidliche Nebenfolge eines an sich erstrebten anderen Vorteils - erkannt und gebilligt hat (Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern…, Urteil vom 28. Februar 2023 - 2 Sa 143/22 -, Rn. 46, juris. Es ist Aufgabe des Tatrichters, die ihm unterbreiteten Hilfstatsachen auf der Grundlage des Gesamtergebnisses der mündlichen Verhandlung und einer etwaigen Beweisaufnahme umfassend und widerspruchsfrei zu würdigen (BGH, Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22 -, Rn. 11, juris).

  • OLG Hamburg, 09.06.2026 - 11 U 137/24
    Wie der Bundesgerichtshof unlängst festgehalten hat, ist bei der Feststellung der Zahlungsunfähigkeit eine solche streitige Forderung grundsätzlich berücksichtigungsfähig, über die ein vorläufig vollstreckbarer Titel existiert, wenn die Voraussetzungen der Vollstreckung vorliegen und der Titelgläubiger die Vollstreckung eingeleitet hat (BGH, Urteil vom 23. Januar 2025 - IX ZR 229/22).
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