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Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.09.2025

Rechtsprechung
   BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,27322
BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24 (https://dejure.org/2025,27322)
BGH, Entscheidung vom 10.07.2025 - IX ZR 108/24 (https://dejure.org/2025,27322)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 2025 - IX ZR 108/24 (https://dejure.org/2025,27322)
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Volltextveröffentlichungen (12)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die gemeinsame Hausfinanzierung der Eheleuten - und der später insolvente Ehegatte

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Insolvenz und Unentgeltlichkeit von Tilgungsleistungen auf ein …

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Finanziertes Eigenheim: Anfechtbare Zahlungen des Schuldners auf die Darlehensverbindlichkeiten des Ehegatten

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    1. Nehmen Ehegatten gemeinsam ein Darlehen zur Finanzierung eines in ihrem hälftigen Miteigentum stehenden Grundstücks auf, können Zahlungen des Schuldners auf die Darlehensverbind... lichkeiten eine anfechtbare Leistung an den anderen Ehegatten enthalten, soweit der andere Ehegatte durch die Zahlung von seiner Mithaftung befreit wird und aufgrund der Zahlung lastenfreies Eigentum erwirbt.
    Unentgeltliche Leistung, Unterhalt

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Tilgungszahlungen für Ehepartner: Insolvenzrechtlich anfechtbar

Besprechungen u.ä.

  • heckschen-vandeloo.de (Entscheidungsbesprechung)

    Schenkungsanfechtung von erbrachten Leistungen des alleinverdienenden Ehepartners auf gemeinsame Darlehensverbindlichkeiten des Ehepaares

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 244, 198
  • NJW 2025, 3575
  • ZIP 2025, 2454
  • ZIP 2025, 2743
  • MDR 2025, 1406
  • NZI 2025, 979
  • NZM 2025, 884
  • FamRZ 2025, 1698
  • WM 2025, 1761
  • DB 2025, 2630
 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (39)

  • BGH, 13.02.2014 - IX ZR 133/13

    Nachlassinsolvenzverfahren: Anfechtbarkeit der Ablösung einer bei unentgeltlicher …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Rn. 10 Eine Zahlung kann mehrere Leistungen im Sinne von § 134 InsO umfassen, also - wie hier - mehrere rechtliche Wirkungen nach sich ziehen, die anfechtungsrechtlich gesondert zu betrachten sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 10).

    Auf diese Weise wurde das Vermögen der Beklagten gemehrt (vgl. BGH…, Urteil vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 15) und eine Leistung an die Beklagte bewirkt (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 100 f; vom 13. Februar 2014, aaO).

    Rn. 11 2. Die Rechtshandlungen erfolgten innerhalb des anfechtbaren Zeitraums, der für jede Teilleistung gesondert zu bestimmen ist (vgl. BGH, Urteil vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 17;… vom 19. Juli 2018 - IX ZR 307/16, WM 2018, 1560 Rn. 12).

    Für hypothetische, nur gedachte Kausalverläufe ist insoweit kein Raum (vgl. BGH…, Urteil vom 12. Juli 2007 - IX ZR 235/03, WM 2007, 2071 Rn. 15 mwN; vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 16).

    Die Beklagte hatte hierfür auch sonst keine Gegenleistung zu erbringen (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 101 f; vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 15).

    Denn diese vertragliche Verpflichtung betraf allein das Außenverhältnis des Schuldners zur Darlehensgeberin, nicht aber das hier maßgebliche Innenverhältnis zwischen den Eheleuten (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 100; vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 14;… vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 17).

  • BGH, 06.05.1980 - VI ZR 149/78

    Rentenberechtigung - Krankenversicherung - Versicherungsbeitrag - …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Da den Ehegatten insofern gleiches Recht und gleiche Verantwortung bei der Ausgestaltung ihres Ehe- und Familienlebens zukommt, sind auch die Leistungen, die sie im Rahmen der vereinbarten Arbeits- und Aufgabenzuweisung erbringen, als gleichwertig anzusehen (BVerfGE 49, 280, 285; BGH, Urteil vom 6. Mai 1980 - VI ZR 149/78, VersR 1980, 844;… vom 15. Oktober 2003, aaO).

    Mit der Haushaltsführung hat die Beklagte, die keinen finanziellen Anteil erbringen konnte, die sich aus § 1360 BGB ergebende Pflicht, zum Familienunterhalt beizutragen, erfüllt ( BVerfGE 49, 280, 285; BGH, Urteil vom 6. Mai 1980 - VI ZR 149/78, VersR 1980, 844; vom 27. November 1991 - IV ZR 164/90, BGHZ 116, 167, 171;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360 Rn. 25).

    Mit der Pflege und Erziehung der Kinder ist die Beklagte auch ihrer Verpflichtung nachgekommen, zum Unterhalt der Kinder beizutragen (§ 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1977 - IV ZR 4/77, BGHZ 70, 151, 155; vom 6. Mai 1980, aaO).

    Gerade die vom Gesetzgeber im Rahmen des Gleichberechtigungsgesetzes vom 18. Juni 1957 ( BGBl. 1957 I S. 609) verankerte Gleichwertigkeit von Erwerbsarbeit und Haushaltsführung (…vgl. BT-Drucks. 7/650, S. 99; BGH, Urteil vom 6. Mai 1980 - VI ZR 149/78, VersR 1980, 844), welche die Revision für ihren Standpunkt anführt, verbietet es, den Beitrag des nicht erwerbstätigen Ehegatten zum Familienunterhalt anfechtungsrechtlich als Entgelt oder als Gegenleistung eines Entgelts zu betrachten.

  • BGH, 04.03.1999 - IX ZR 63/98

    Anfechtbarkeit unentgeltlicher Verfügung

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Auf diese Weise wurde das Vermögen der Beklagten gemehrt (vgl. BGH…, Urteil vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 15) und eine Leistung an die Beklagte bewirkt (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 100 f;… vom 13. Februar 2014, aaO).

    Die Beklagte hatte hierfür auch sonst keine Gegenleistung zu erbringen (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 101 f;… vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 15).

    Denn diese vertragliche Verpflichtung betraf allein das Außenverhältnis des Schuldners zur Darlehensgeberin, nicht aber das hier maßgebliche Innenverhältnis zwischen den Eheleuten (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 100;… vom 13. Februar 2014 - IX ZR 133/13, WM 2014, 516 Rn. 14;… vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 17).

    Damit erbrachte der Schuldner auch mit der Erfüllung dieser Verpflichtung insoweit eine unentgeltliche Leistung (vgl. BGH, Urteil vom 4. März 1999 - IX ZR 63/98, BGHZ 141, 96, 100 f).

  • BGH, 13.03.1978 - VIII ZR 241/76

    Unentgeltliche Zuwendungen unter Ehegatten im Konkurs

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Eine ehebedingte Zuwendung des alleinverdienenden Ehegatten ist auch dann als unentgeltlich zu bewerten, wenn sie als Gegenleistung für die vom nicht erwerbstätigen Ehegatten erbrachte Haushaltsführung oder Kinderbetreuung vereinbart wird (Fortführung von BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 66 f.).

    Insbesondere umfasst nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich die überwiegende Auffassung in der Literatur angeschlossen hat, die zum Familienunterhalt gehörende Sorge für einen angemessenen Wohnbedarf in der Regel nicht Aufwendungen, die zum Erwerb oder zur Errichtung eines Eigenheims und zur Tilgung der auf einem bereits erworbenen Hausgrundstück lastenden Schulden erforderlich sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 67; vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50; vom 31. Mai 1988 - VI ZR 116/87, FamRZ 1988, 921, 923; vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Kaiser in Kaiser/Schnitzler/Schilling/Sanders, BGB Familienrecht, 4. Aufl., § 1360a Rn. 3;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7; aA OLG Braunschweig, VersR 1979, 1124;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27).

    Vielmehr bleibt im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft jeder Ehegatte allein Eigentümer seines Vermögens, auch desjenigen, was er nach der Eheschließung erwirbt (§ 1363 Abs. 2 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 67).

    Rn. 31 (4) Demnach waren die Haushaltsführung und die Kindererziehung als Beitrag der Beklagten zum Unterhalt - unabhängig von der Vereinbarung der Eheleute - geschuldet und stellten daher bei der gebotenen objektiven Betrachtung keine zur Entgeltlichkeit führende Gegenleistung für die mit der Tilgung des Darlehens verbundenen Leistungen an die Beklagte dar (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 66 f; vom 27. November 1991 - IV ZR 164/90, BGHZ 116, 167, 171;… Bork in Prütting/Bork/Jacoby, InsO, 2022, § 134 Rn. 64;… MünchKomm-InsO/Kayser/Freudenberg, 4. Aufl., § 134 Rn. 36;… Graf-Schlicker/Huber, InsO, 6. Aufl., § 134 Rn. 18;… Jaeger/Henckel, InsO, § 134 Rn. 23;… aA Uhlenbruck/Borries/Hirte, InsO, 15. Aufl., § 134 Rn. 142).

  • BGH, 27.11.1991 - IV ZR 164/90

    Unbenannte Zuwendung unter Ehegatten als erbrechtliche Schenkung

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Dies gilt sowohl für den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, bei dem ein Ausgleich nur für den Fall der Beendigung des Güterstands vorgeschrieben ist (§ 1471 BGB), als auch für die Fälle der Gütertrennung und der Gütergemeinschaft (BGH, Urteil vom 27. November 1991 - IV ZR 164/90, BGHZ 116, 167, 171).

    Mit der Haushaltsführung hat die Beklagte, die keinen finanziellen Anteil erbringen konnte, die sich aus § 1360 BGB ergebende Pflicht, zum Familienunterhalt beizutragen, erfüllt ( BVerfGE 49, 280, 285; BGH, Urteil vom 6. Mai 1980 - VI ZR 149/78, VersR 1980, 844; vom 27. November 1991 - IV ZR 164/90, BGHZ 116, 167, 171;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360 Rn. 25).

    Rn. 31 (4) Demnach waren die Haushaltsführung und die Kindererziehung als Beitrag der Beklagten zum Unterhalt - unabhängig von der Vereinbarung der Eheleute - geschuldet und stellten daher bei der gebotenen objektiven Betrachtung keine zur Entgeltlichkeit führende Gegenleistung für die mit der Tilgung des Darlehens verbundenen Leistungen an die Beklagte dar (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 66 f; vom 27. November 1991 - IV ZR 164/90, BGHZ 116, 167, 171;… Bork in Prütting/Bork/Jacoby, InsO, 2022, § 134 Rn. 64;… MünchKomm-InsO/Kayser/Freudenberg, 4. Aufl., § 134 Rn. 36;… Graf-Schlicker/Huber, InsO, 6. Aufl., § 134 Rn. 18;… Jaeger/Henckel, InsO, § 134 Rn. 23;… aA Uhlenbruck/Borries/Hirte, InsO, 15. Aufl., § 134 Rn. 142).

  • BGH, 27.06.2019 - IX ZR 167/18

    Insolvenzanfechtung von darlehnsgleichen Leistungen im Rahmen eines …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Leistungen, mit denen der Schuldner eine eigene Verbindlichkeit erfüllt, sind hingegen entgeltlich, sofern die Verbindlichkeit ihrerseits entgeltlich begründet ist (vgl. BGH, Urteil vom 27. Juni 2019 - IX ZR 167/18, BGHZ 222, 283 Rn. 84).

    Die Bestimmungen über gesetzliche Schuldverhältnisse beruhen auf der gesetzlichen Wertung, dass mit ihnen stets ein Ausgleich verfolgt wird, so dass sich ein Schuldner bei der Erfüllung solcher Verbindlichkeiten nicht auf Kosten seiner Gläubiger objektiv freigiebig zeigt (BGH…, Urteil vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, BGHZ 209, 8 Rn. 15; vom 27. Juni 2019 - IX ZR 167/18, BGHZ 222, 283 Rn. 85 mwN).

    Die Erfüllung des gesetzlichen Unterhaltsanspruchs bewirkte als Gegenleistung die Befreiung von der Schuld und damit die Entgeltlichkeit der Leistungen des Schuldners (vgl. BGH, Urteil vom 27. Juni 2019 - IX ZR 167/18, BGHZ 222, 283 Rn. 85).

  • BGH, 12.12.2012 - XII ZR 43/11

    Geltendmachung von Elternunterhalt durch einen Sozialhilfeträger: Pflicht zum …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Der Anspruch auf Familienunterhalt nach den §§ 1360, 1360a BGB ist nach seiner Ausgestaltung nicht auf die Gewährung einer frei verfügbaren laufenden Geldrente für den jeweils anderen Ehegatten, sondern vielmehr als gegenseitiger Anspruch der Ehegatten darauf gerichtet, dass jeder von ihnen seinen Beitrag zum Familienunterhalt entsprechend seiner nach dem individuellen Ehebild übernommenen Funktion leistet (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 2012 - XII ZR 43/11, BGHZ 196, 21 Rn. 33).

    Dazu gehören unter anderem Kosten für Wohnung, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung, kulturelle Bedürfnisse, Kranken- und Altersvorsorge sowie Urlaub, die in der Regel in Form des Naturalunterhalts gewährt werden (vgl. BGH, Urteil vom 21. Januar 1998 - XII ZR 140/96, FamRZ 1998, 608, 609; vom 12. Dezember 2012, aaO Rn. 26).

    Als Miteigentümer war der Schuldner zum Gebrauch der Immobilie berechtigt (§ 743 Abs. 2 BGB) und hatte an die Beklagte keine Nutzungsentschädigung zu zahlen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 1983 - IX ZR 14/82, BGHZ 87, 265, 271; vom 12. Dezember 2012 - XII ZR 43/11, BGHZ 196, 21 Rn. 22).

  • BGH, 22.06.2004 - VI ZR 112/03

    Umfang des Schadensersatzes bei Tötung eines Angehörigen; Ersatz von …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Insbesondere umfasst nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich die überwiegende Auffassung in der Literatur angeschlossen hat, die zum Familienunterhalt gehörende Sorge für einen angemessenen Wohnbedarf in der Regel nicht Aufwendungen, die zum Erwerb oder zur Errichtung eines Eigenheims und zur Tilgung der auf einem bereits erworbenen Hausgrundstück lastenden Schulden erforderlich sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 67; vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50; vom 31. Mai 1988 - VI ZR 116/87, FamRZ 1988, 921, 923; vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Kaiser in Kaiser/Schnitzler/Schilling/Sanders, BGB Familienrecht, 4. Aufl., § 1360a Rn. 3;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7; aA OLG Braunschweig, VersR 1979, 1124;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27).

    Diese stellten keine Aufwendungen zur Vermögensbildung dar, sondern dienten wirtschaftlich - jedenfalls auch - der Finanzierung des Wohnbedarfs und sind insofern der Miete vergleichbar (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02 , FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544).

    Rn. 36 2. Die Zinsleistungen überstiegen nicht die Höhe der Miete für eine angemessene Wohnung und waren daher ein gemäß §§ 1360, 1360a BGB geschuldeter Beitrag zu den gemeinsamen Wohnkosten (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27; vgl. BGH…, Urteil vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 24;… Beschluss vom 6. November 2019 - XII ZB 311/18, BGHZ 223, 374 Rn. 21, 27).

  • BGH, 04.11.2003 - VI ZR 346/02

    Bemessung des Unterhaltsschadens bei Tod des Unterhaltsverpflichteten; …

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Insbesondere umfasst nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich die überwiegende Auffassung in der Literatur angeschlossen hat, die zum Familienunterhalt gehörende Sorge für einen angemessenen Wohnbedarf in der Regel nicht Aufwendungen, die zum Erwerb oder zur Errichtung eines Eigenheims und zur Tilgung der auf einem bereits erworbenen Hausgrundstück lastenden Schulden erforderlich sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 67; vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50; vom 31. Mai 1988 - VI ZR 116/87, FamRZ 1988, 921, 923; vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Kaiser in Kaiser/Schnitzler/Schilling/Sanders, BGB Familienrecht, 4. Aufl., § 1360a Rn. 3;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7; aA OLG Braunschweig, VersR 1979, 1124;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27).

    Diese stellten keine Aufwendungen zur Vermögensbildung dar, sondern dienten wirtschaftlich - jedenfalls auch - der Finanzierung des Wohnbedarfs und sind insofern der Miete vergleichbar (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02 , FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544).

    Rn. 36 2. Die Zinsleistungen überstiegen nicht die Höhe der Miete für eine angemessene Wohnung und waren daher ein gemäß §§ 1360, 1360a BGB geschuldeter Beitrag zu den gemeinsamen Wohnkosten (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27; vgl. BGH…, Urteil vom 14. März 2018 - IV ZR 170/16, FamRZ 2018, 775 Rn. 24;… Beschluss vom 6. November 2019 - XII ZB 311/18, BGHZ 223, 374 Rn. 21, 27).

  • BGH, 03.07.1984 - VI ZR 42/83

    Berechnung der unterhaltsrechtlich geschuldeten Haushaltskosten

    Auszug aus BGH, 10.07.2025 - IX ZR 108/24
    Insbesondere umfasst nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich die überwiegende Auffassung in der Literatur angeschlossen hat, die zum Familienunterhalt gehörende Sorge für einen angemessenen Wohnbedarf in der Regel nicht Aufwendungen, die zum Erwerb oder zur Errichtung eines Eigenheims und zur Tilgung der auf einem bereits erworbenen Hausgrundstück lastenden Schulden erforderlich sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1978 - VIII ZR 241/76, BGHZ 71, 61, 67; vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50; vom 31. Mai 1988 - VI ZR 116/87, FamRZ 1988, 921, 923; vom 5. Dezember 1989 - VI ZR 276/88, FamRZ 1990, 253, 254; vom 4. November 2003 - VI ZR 346/02, FamRZ 2004, 88, 90; vom 22. Juni 2004 - VI ZR 112/03, FamRZ 2004, 1543, 1544;… MünchKomm-BGB/Weber-Monecke, 9. Aufl., § 1360a Rn. 4;… Kaiser in Kaiser/Schnitzler/Schilling/Sanders, BGB Familienrecht, 4. Aufl., § 1360a Rn. 3;… Staudinger/Voppel, BGB, 2024, § 1360a Rn. 7; aA OLG Braunschweig, VersR 1979, 1124;… Wendl/Dose/Bömelburg, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 10. Aufl., § 3 Rn. 27).

    Vielmehr fällt eine derartige Absprache der Ehegatten aus dem Rahmen dessen, was sie als Eheleute unterhaltsrechtlich schulden, heraus (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50).

    Rn. 26 dd) Auch aufgrund einer Vereinbarung, dass der Wohnbedarf der Familie durch das finanzierte Eigenheim befriedigt werde, ergibt sich kein unterhaltsrechtlicher Anspruch auf Vermögensbildung (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 1984 - VI ZR 42/83, NJW 1985, 49, 50).

  • BGH, 05.12.1989 - VI ZR 276/88

    Berücksichtigung von Aufwendungen für ein Eigenheim bei der Bemessung des …

  • BGH, 14.03.2018 - IV ZR 170/16

    Pflichtteilsergänzungsanspruch der Abkömmlinge: Behandlung von Zinszahlungen des …

  • BGH, 15.09.2016 - IX ZR 250/15

    Insolvenzanfechtung wegen einer unentgeltlichen Leistung: Kaufpreiszahlung des …

  • BGH, 17.05.1983 - IX ZR 14/82

    Neuregelung der Verwaltung und der Nutzung eines gemeinsamen Hauses nach …

  • BGH, 15.10.2003 - XII ZR 122/00

    Zur Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber ihren Eltern

  • BVerfG, 10.10.1978 - 2 BvL 3/78

    Zeugenentschädigung

  • BGH, 17.07.2008 - IX ZR 245/06

    Wahrung der Anfechtungsfrist durch Geltendmachung des Anspruchs auf Wertersatz

  • BGH, 19.09.2024 - IX ZR 217/22

    Insolvenzanfechtung: Entgeltlichkeit einer neu bestellten Sicherheit

  • BGH, 13.01.1993 - XII ZR 212/90

    Nutzungsentgelt für gemeinsames Haus nach Trennung der Ehegatten

  • BGH, 06.11.2019 - XII ZB 311/18

    Zugewinnausgleich: Behandlung einer gesamtschuldnerischen Darlehensverpflichtung …

  • BGH, 20.04.2017 - IX ZR 252/16

    Insolvenzanfechtung: Irrtümliche Leistung des Schuldners auf eine tatsächlich …

  • BGH, 07.06.2011 - XI ZR 388/10

    Klausel über die Zahlung einer monatlichen Gebühr für die Führung des …

  • BGH, 04.02.2016 - IX ZR 77/15

    Insolvenzanfechtung: Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber …

  • BGH, 18.03.2010 - IX ZR 57/09

    Insolvenzanfechtung: Nachträgliche Bestellung einer Sicherung für eine Forderung …

  • BGH, 14.01.2004 - XII ZR 69/01

    Zur Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber ihren Eltern

  • BGH, 21.01.1998 - XII ZR 140/96

    Taschengeld eines EhegattenTaschengeld eines Ehegatten

  • BGH, 13.04.2000 - IX ZR 372/98

    Haftung eines Rechtsanwalts

  • BGH, 24.06.1993 - IX ZR 96/92

    Beweiskraft öffentlicher und privater Urkunden - Anfechtbarkeit unentgeltlicher …

  • BGH, 08.12.2011 - IX ZR 33/11

    Anfechtung außerhalb des Insolvenzverfahrens: Anwendung deutschen Rechts auf die …

  • BGH, 28.02.1991 - IX ZR 74/90

    Entgeltliche Verfügung durch Verzicht auf den Pflichtteil

  • BGH, 31.05.1988 - VI ZR 116/87

    Bemessung des Unterhaltsschadens eines Kindes nach Tötung des …

  • BGH, 21.12.1977 - IV ZR 4/77

    Anspruch unterhaltspflichtiger geschiedener Eltern auf das Kindergeld

  • BGH, 26.04.2012 - V ZB 181/11

    Grundstückszwangsversteigerung: Insolvenzverwalterversteigerung bei …

  • BGH, 26.04.2012 - IX ZR 146/11

    Insolvenzanfechtung: Mittelbare Gläubigerbenachteiligung durch Aufwertung einer …

  • BGH, 19.07.2018 - IX ZR 307/16

    Rückgewährklage nach Insolvenzanfechtung: Gläubigerbenachteiligung bei …

  • BGH, 10.03.2022 - IX ZR 4/21

    Schenkungsanfechtung in der Insolvenz, Bargeschäftsprivileg

  • BGH, 12.07.2007 - IX ZR 235/03

    Gläubigerbenachteiligung bei Abtretung einer Forderung zur Tilgung einer anderen …

  • BGH, 29.10.2015 - IX ZR 123/13

    Insolvenzanfechtung: Anfechtbarkeit der Leistung eines Komplementärs auf die …

  • BGH, 23.02.1984 - IX ZR 26/83

    Rechtsstellung des Gläubigers eines von mehreren Miteigentümern an einem …

  • LG Frankenthal, 11.11.2025 - 8 O 64/25

    Anspruch auf Wertersatz für die Überlassung von Räumlichkeiten im Wege der …

    Rn. 50 Die von allen Insolvenzanfechtungstatbeständen der Insolvenzordnung vorausgesetzte Gläubigerbenachteiligung im Sinne des § 129 Abs. 1 InsO liegt vor, wenn die angefochtene Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt hat, wenn sich also mit anderen Worten die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger ohne die Handlung bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise günstiger gestaltet hätten (BGH, Urteil vom 10. Juli 2025 - IX ZR 108/24 -, Rn. 13 mwN, juris).
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Rechtsprechung
   BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,26981
BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24 (https://dejure.org/2025,26981)
BGH, Entscheidung vom 02.09.2025 - VIa ZR 87/24 (https://dejure.org/2025,26981)
BGH, Entscheidung vom 02. September 2025 - VIa ZR 87/24 (https://dejure.org/2025,26981)
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Volltextveröffentlichungen (10)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Differenzschaden für unzulässige Abschalteinrichtung? 5 % bis 15 % des Kaufpreises reichen aus

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Das Risiko einer Nutzungsbeschränkung in Dieselfällen - und die Höhe der Entschädigung

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Höhe der Entschädigung beim Erwerb eines Fahrzeugs mit unzulässiger …

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2025, 3351
  • ZIP 2025, 2454
 
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Wird zitiert von ... (58)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 26.06.2023 - VIa ZR 335/21

    "Dieselverfahren"; Tatbestandswirkung der Typgenehmigung; unionsrechtliche …

    Auszug aus BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24
    Die durch die bloße rechtliche Möglichkeit einer Nutzungsbeschränkung bewirkte Verringerung des objektiven Werts des mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs ist mit einem Betrag von 5 % bis 15 % des Kaufpreises angemessen entschädigt (Festhaltung BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 41 f., 71 ff.).

    Dies gilt auch dann, wenn dadurch der Anspruch aufgezehrt wird (Festhaltung BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 80).

    Die durch die bloße rechtliche Möglichkeit einer Nutzungsbeschränkung bewirkte Verringerung des objektiven Werts des Fahrzeugs (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 41 f.) ist mit einem Betrag von 5 % bis 15 % des Kaufpreises angemessen entschädigt (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, aaO Rn. 71 ff.).

    Rn. 4 2. Überdies sind die nationalen Gerichte nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs befugt, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der unionsrechtlich gewährleisteten Rechte nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung des Anspruchsberechtigten führt (vgl. EuGH…, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 87 ff., 94;… Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, juris Rn. 100; BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 80; Beschluss vom 15. Mai 2023 - VIa ZR 111/22, juris).

    Das unionsrechtliche Gebot, dem Käufer eines solchen Fahrzeugs eine angemessene Entschädigung seines durch den Erwerb entstandenen Schadens zu gewährleisten, ist nicht dadurch verletzt, dass das Berufungsgericht - im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, aaO Rn. 80) - Nutzungsvorteile und Restwert (lediglich) insoweit angerechnet hat, als sie den Wert des Fahrzeugs bei Abschluss des Kaufvertrags übersteigen (vgl. EuGH…, Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, aaO Rn. 101, 104, 107).

  • EuGH, 01.08.2025 - C-666/23

    Ein Automobilhersteller kann sich nicht deshalb von seiner Haftung für eine …

    Auszug aus BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24
    Danach kann es grundsätzlich nicht als unionsrechtswidrig angesehen werden, die für den Erwerb eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehenen Fahrzeugs zu leistende Entschädigung auf einen Betrag, der 15 % des Kaufpreises entspricht, zu begrenzen, sofern dies eine angemessene Wiedergutmachung für den erlittenen Schaden darstellt (vgl. EuGH, Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, juris Rn. 104, 107).

    Rn. 4 2. Überdies sind die nationalen Gerichte nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs befugt, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der unionsrechtlich gewährleisteten Rechte nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung des Anspruchsberechtigten führt (vgl. EuGH…, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 87 ff., 94; Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, juris Rn. 100; BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 80; Beschluss vom 15. Mai 2023 - VIa ZR 111/22, juris).

    Das unionsrechtliche Gebot, dem Käufer eines solchen Fahrzeugs eine angemessene Entschädigung seines durch den Erwerb entstandenen Schadens zu gewährleisten, ist nicht dadurch verletzt, dass das Berufungsgericht - im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, aaO Rn. 80) - Nutzungsvorteile und Restwert (lediglich) insoweit angerechnet hat, als sie den Wert des Fahrzeugs bei Abschluss des Kaufvertrags übersteigen (vgl. EuGH, Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, aaO Rn. 101, 104, 107).

  • EuGH, 21.03.2023 - C-100/21

    Der Käufer eines Kraftfahrzeugs mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung hat …

    Auszug aus BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24
    Rn. 4 2. Überdies sind die nationalen Gerichte nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs befugt, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der unionsrechtlich gewährleisteten Rechte nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung des Anspruchsberechtigten führt (vgl. EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 87 ff., 94;… Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, juris Rn. 100; BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 80; Beschluss vom 15. Mai 2023 - VIa ZR 111/22, juris).
  • EuGH, 08.05.2019 - C-494/17

    Rossato - Vorlage zur Vorabentscheidung - Sozialpolitik - Befristete …

    Auszug aus BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24
    Dies gilt auch dann, wenn dadurch der Anspruch aufgezehrt wird; anderes liefe dem schadensrechtlichen Bereicherungsverbot zuwider und der Sache nach auf einen Strafschadensersatz hinaus, der weder durch den Grundsatz des vollständigen Ersatzes des erlittenen Schadens noch durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit veranlasst ist (vgl. EuGH, Urteil vom 8. Mai 2019 - C-494/17, NZA 2019, 1267 Rn. 42 mwN).
  • BGH, 15.05.2023 - VIa ZR 111/22

    Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision

    Auszug aus BGH, 02.09.2025 - VIa ZR 87/24
    Rn. 4 2. Überdies sind die nationalen Gerichte nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs befugt, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der unionsrechtlich gewährleisteten Rechte nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung des Anspruchsberechtigten führt (vgl. EuGH…, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 87 ff., 94;… Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, juris Rn. 100; BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 80; Beschluss vom 15. Mai 2023 - VIa ZR 111/22, juris).
  • OLG Karlsruhe, 26.08.2026 - 6 U 50/23
    Das Unionsrecht hindert nicht an einer den Maßstäben der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs folgenden Nutzungsanrechnung (ausführlich Senat…, Urteil vom 12. November 2025 - 6 U 82/21 , juris Rn. 159 mwN; siehe EuGH…, Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23, NJW 2025, 2983 Rn. 100, 107 - Volkswagen II; BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 4; Müller, BB 2025, 2323, 2324).

    Zu alledem wird auf die Ausführungen des Senats an anderer Stelle (Senat…, Urteil vom 12. November 2025 - 6 U 82/21 , juris Rn. 205 mwN) verwiesen (siehe auch BGH…, Urteil vom 18. Februar 2025 - VIa ZR 1311/22, juris Rn. 11; Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 4).

  • OLG Karlsruhe, 10.12.2025 - 13 U 69/23
    Rn. 55 aaa. Für die Ermittlung der Höhe des Differenzschadens hat der Bundesgerichtshof (BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21 -, BGHZ 237, 245, Rn. 72 ff., m.w.N.) folgende allgemeine Grundsätze entwickelt und im Beschluss vom 2. September 2025 (VIa ZR 87/24 -, juris, Rn. 4) bestätigt, von denen sich auch der Senat bei der gegenständlichen Entscheidung leiten ließ:.

    Rn. 57 Die schadensmindernde Anrechnung der Nutzungsvorteile ist mit dem Unionsrecht vereinbar (BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24 -, juris, Rn. 4; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 12. August 2025 - 14 U 119/23 -, juris, Rn. 77 ).

    Nach der Rechtsprechung des EuGH ist das Unionsrecht nämlich dahin auszulegen, dass es zum einen nicht daran hindert, auf den Schadensersatzbetrag, der dem Erwerber eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 der Verordnung Nr. 715/2007 ausgestatteten Fahrzeugs geschuldet wird, dem durch diese Abschalteinrichtung ein Schaden entstanden ist, einen Betrag anzurechnen, der dem Vorteil der Nutzung dieses Fahrzeugs entspricht (so bereits EuGH…, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21 -, juris, Rn. 91/92), und zum anderen einer Begrenzung dieser Entschädigung auf einen Betrag, der 15 % des Kaufpreises des Fahrzeugs entspricht, nicht entgegensteht, sofern diese Entschädigung eine angemessene Wiedergutmachung für den erlittenen Schaden darstellt (EuGH…, Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23 -, juris, Rn. 107; BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24 -, juris, Rn. 4).

    Rn. 58 Der Tatrichter hat im Rahmen der Prüfung des Einzelfalls zu beachten, dass der Käufer eine angemessene Wiedergutmachung erhält, er hat aber auch dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der unionsrechtlich gewährleisteten Rechte, einschließlich des Rechts des Käufers eines Kraftfahrzeugs auf angemessene Entschädigung für die Schäden, die ihm durch den Verstoß des Herstellers dieses Fahrzeugs gegen das in Art. 5 Abs. 2 der Verordnung Nr. 715/2007 aufgestellte Verbot entstanden sind, nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung der Anspruchsberechtigten führt (vgl. EuGH…, Urteil vom 25. März 2021 - C-501/18 -, juris, Rn. 125;… Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21 -, juris, Rn. 93/94;… Urteil vom 1. August 2025 - C-666/23 -, juris, Rn. 100; BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24 -, juris, Rn. 4).

    Rn. 59 Im Ergebnis kann die Vorteilausgleichung der Gewährung eines Differenzschadensersatzes entgegenstehen, wenn der Schaden vollständig ausgeglichen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24 -, juris, Rn. 4; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 12. August 2025 - 14 U 119/23 -, juris, Rn. 77 m.w.N.).

  • BGH, 11.05.2026 - VIa ZR 412/24

    Ablehnung der Beschwerde des Fahrzeugkäufers als Kläger gegen Nichtzulassung der …

    Soweit sie sich insoweit gegen die Annahme des Berufungsgerichts wendet, der Schaden sei durch das von der Beklagten bereitgestellte Software-Update, dessen Freigabe durch das KBA beziehungsweise durch seine Inanspruchnahme durch den Kläger aufgezehrt worden, kommt es darauf im Ergebnis nicht an, weil der Schaden nach der von der Beschwerde nicht angegriffenen selbständig tragenden Begründung des Berufungsgerichts jedenfalls durch die vom Kläger in Anspruch genommenen Gebrauchsvorteile und den Restwert des Fahrzeugs ausgeglichen ist (vgl. BGH…, Urteil vom 24. Januar 2022 - VIa ZR 100/21, NJW-RR 2022, 1033 Rn. 22;… Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 44, 80;… Urteil vom 4. März 2026 - VIa ZR 473/24, WM 2026, 685 Rn. 22 mwN; vgl. auch BGH, Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 4).

    Das den Schaden begründende abstrakte Risiko einer Betriebsuntersagung oder -beschränkung (vgl. BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 41 f.; Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 3) hat sich in einem solchen Fall bis zur Entfernung der unzulässigen Abschalteinrichtung nicht realisiert und wird es auch in Zukunft nicht.

    Rn. 11 b) Ist hingegen auch nach dem Aufspielen des Software-Updates eine unzulässige Abschalteinrichtung in dem Fahrzeug vorhanden, besteht nach wie vor die rechtliche Möglichkeit einer Nutzungsbeschränkung (vgl. BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 41 f.; Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 3), so dass ein Fortbestehen der Haftung auf den Differenzschaden nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV in Betracht kommt.

    Denn der Differenzschaden und damit die Haftung aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV entfallen - wie bereits ausgeführt - erst dann vollständig, wenn die bloße rechtliche Möglichkeit einer Betriebsbeschränkung beseitigt ist (BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023, aaO, Rn. 41 f.; Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 3).

    Dieser liegt allein in der durch die bloße rechtliche Möglichkeit einer Nutzungsbeschränkung bewirkten Verringerung des objektiven Werts des Fahrzeugs (BGH…, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, BGHZ 237, 245 Rn. 41 f.; Beschluss vom 2. September 2025 - VIa ZR 87/24, ZIP 2025, 2454 Rn. 3).

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