Rechtsprechung
| BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R |
Volltextveröffentlichungen (11)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Sozialgerichtsbarkeit.de
Unfallversicherung
- lexetius.com
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragspflicht - deutscher Unternehmer - Zwangsmitgliedschaft - Verfassungsmäßigkeit - Handlungsfreiheit - Europarechtskonformität - europäisches Wettbewerbsrecht - Monopolverbot
- openjur.de
Gesetzliche Unfallversicherung; Beitragspflicht; keine Überprüfbarkeit der Rechtmäßigkeit einer Systementscheidung in einem Beitragsstreitverfahren; deutscher Unternehmer; Zwangsmitgliedschaft; Verfassungsmäßigkeit; Handlungsfreiheit; Europarechtsko ...
- Judicialis
SGB VII § 122 Abs 1 Satz 1; ; SGB VII § 150; ; SGB VII § 152 Abs 1; ; SGB VII § 157; ; SGB VII § 176; ; SGG § 197a Abs 1 Satz 1; ; VwGO § 154 Abs 1; ; GKG § 52 Abs 1; ; GKG § 72 Nr 1
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anwendung des Prinzips der nachträglichen Bedarfsdeckung bei der Festsetzung der Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung; Außer-Kraft-Setzen eines umlagefinanzierten Versicherungssystems; Verletzung des europäischen Gemeinschaftsrechts oder des nationalen ...
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
(Volltext/Leitsatz)
Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung - Beitragsgestaltung - keine Verletzung von europäischem Gemeinschaftsrecht und nationalem Verfassungsrecht
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rechtmäßigkeit der Organisation und Beitragsgestaltung der gesetzlichen Unfallversicherung, Verletzung der Amtsermittlungsgrundsatzes im sozialgerichtlichen Verfahren
- datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- krankenkassen.de (Kurzinformation)
Unfallversicherung bleibt für Arbeitgeber Pflicht - Beiträge zur Pflichtversicherung können nicht verweigert werden
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Bundessozialgericht bestätigt Zwangsmitgliedschaft der Arbeitgeber in gesetzlicher Unfallversicherung - Gesetzliche Unfallversicherung ist ein vom Solidarprinzip geprägter Teil des deutschen Sozialsystems
- 123recht.net (Pressemeldung, 20.3.2007)
Gesetzliche Unfallversicherung // Klage aus der Baubranche abgewiesen
Verfahrensgang
- SG Freiburg, 18.02.2005 - S 10 U 3426/03
- LSG Baden-Württemberg, 27.03.2006 - L 1 U 1430/05
- BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
- BVerfG, 10.03.2011 - 1 BvR 2891/07
Wird zitiert von ... (38) Zitiert selbst (8)
- BSG, 09.05.2006 - B 2 U 34/05 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Deutschland - Zwangsmitgliedschaft - …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Der Senat hat bereits in zwei früheren Verfahren entschieden, dass die Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung und die im SGB VII geregelte Beitragsgestaltung weder europäisches Gemeinschaftsrecht noch nationales Verfassungsrecht verletzen (…Urteil vom 11. November 2003 - B 2 U 16/03 R - BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1; Urteil vom 9. Mai 2006 - B 2 U 34/05 R - UV-Recht Aktuell 2006, 456).Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung ist sowohl auf der Leistungsseite (…siehe dazu BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1, RdNr 13) als auch auf der Beitragsseite (dazu Urteil vom 9. Mai 2006, aaO; RdNr 17) durch Elemente der Solidarität geprägt.
Als weiteres besonderes wichtiges Solidaritätselement stellt sich der Lastenausgleich zwischen den gewerblichen BGen nach § 176 SGB VII dar (Senatsurteil vom 9. Mai 2006, aaO RdNr 17 unter Hinweis auf BSGE 95, 47 = SozR 4-2700 § 157 Nr. 2 RdNr 18 mwN).
Die Zwangsmitgliedschaft der Klägerin bei der Beklagten ist auch mit den gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen über den freien Dienstleistungsverkehr (Art. 49 EGVtr) vereinbar (…BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1 RdNr 17; BSG Urteil vom 9. Mai 2006 - B 2 U 34/05 R - UV-Recht Aktuell, 2006, 456, RdNr 18).
Schließlich stehen die Bestimmungen des SGB VII über die Versicherungs- und Beitragspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung sowie die konkrete Beitragspflicht der Klägerin in Einklang mit dem GG (siehe BSG Urteil vom 9. Mai 2006, aaO, RdNr 25 bis 29 mwN).
Zwar verletzt nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht und des BSG die Belastung mit öffentlichen Abgaben das Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit nach Art. 2 Abs. 1 GG, wenn diese Abgaben erdrosselnde Wirkung haben (siehe Urteil vom 9. Mai 2006, aaO, RdNr 29).
- BSG, 11.11.2003 - B 2 U 16/03 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Unternehmen - Unternehmer - …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Der Senat hat bereits in zwei früheren Verfahren entschieden, dass die Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung und die im SGB VII geregelte Beitragsgestaltung weder europäisches Gemeinschaftsrecht noch nationales Verfassungsrecht verletzen (Urteil vom 11. November 2003 - B 2 U 16/03 R - BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1; Urteil vom 9. Mai 2006 - B 2 U 34/05 R - UV-Recht Aktuell 2006, 456).Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung ist sowohl auf der Leistungsseite (siehe dazu BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1, RdNr 13) als auch auf der Beitragsseite (…dazu Urteil vom 9. Mai 2006, aaO; RdNr 17) durch Elemente der Solidarität geprägt.
Die Zwangsmitgliedschaft der Klägerin bei der Beklagten ist auch mit den gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen über den freien Dienstleistungsverkehr (Art. 49 EGVtr) vereinbar (BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1 RdNr 17; BSG Urteil vom 9. Mai 2006 - B 2 U 34/05 R - UV-Recht Aktuell, 2006, 456, RdNr 18).
- BVerfG, 17.01.2006 - 1 BvR 541/02
Rechtsschutz gegen Verordnungen
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Ein solches umlagefinanziertes Versicherungssystem könnte, auch wenn seine Ausgestaltung ganz oder teilweise übergeordneten Rechtsgrundsätzen widersprechen sollte, nicht ad hoc durch eine Gerichtsentscheidung außer Kraft gesetzt, sondern nur vom Gesetzgeber mit einer ausreichend langen Übergangsfrist unter Wahrung bereits entstandener Ansprüche in ein anderes, verfassungs- und europarechtskonformes System überführt werden (zur gebotenen Zurückhaltung der Fachgerichte mit Blick auf die Gestaltungsfreiheit des Normgebers: BVerfGE 115, 81, 93).
- BSG, 09.12.2004 - B 6 KA 44/03 R
Vertragsärztliche Versorgung - Ermächtigungsgrundlage für …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Das Bundessozialgericht (BSG) hat in anderem Zusammenhang entschieden, dass es den in ein soziales Sicherungssystem eingebundenen Personen verwehrt ist, sich in einem Beitragsstreitverfahren auf die Rechtswidrigkeit der das Versicherungs- oder Mitgliedschaftsverhältnis begründenden statusbildenden Normen zu berufen und damit die rechtlichen Grundlagen des Sicherungssystems als solchen in Frage zu stellen (BSGE 94, 50 = SozR 4-2500 § 72 Nr. 2, RdNr 99-106). - BSG, 24.06.2003 - B 2 U 21/02 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsveranlagung - Gefahrtarif 1998 - …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Insbesondere bewirkt die Zusammenfassung aller zu einem bestimmten Gewerbezweig gehörenden Unternehmen eine besondere Solidarbeziehung im Rahmen einer Gefahrengemeinschaft (BSGE 91, 128 = SozR 4-2700 § 157 Nr. 1 RdNr 25, 28;… BSGE 92, 190 = SozR 4-2700 § 152 Nr. 1 RdNr 18). - BSG, 28.09.2006 - B 3 KR 20/05 R
Öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch - Verjährungshemmung durch …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Ein dem Tatsachengericht nicht bekannter Sachverhalt, der sich nach der Einlassung eines Beteiligten auf den geltend gemachten Anspruch auswirken kann, muss von dem Beteiligten nämlich zumindest soweit geltend gemacht und spezifiziert werden, dass die rechtliche Relevanz erkennbar wird und Anlass zu Ermittlungen geben kann (BSG Urteil vom 28. September 2006 - B 3 KR 20/05 R - zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen). - BSG, 05.07.2005 - B 2 U 32/03 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsrecht - Beitragshöhe - Gefahrtarif - …
- BSG, 24.02.2004 - B 2 U 31/03 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Gefahrtarif - Beitrag - Altlasten - DDR - …
Auszug aus BSG, 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R
Insbesondere bewirkt die Zusammenfassung aller zu einem bestimmten Gewerbezweig gehörenden Unternehmen eine besondere Solidarbeziehung im Rahmen einer Gefahrengemeinschaft (…BSGE 91, 128 = SozR 4-2700 § 157 Nr. 1 RdNr 25, 28; BSGE 92, 190 = SozR 4-2700 § 152 Nr. 1 RdNr 18).
- BSG, 11.04.2013 - B 2 U 8/12 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsrecht - Veranlagung - Gefahrtarif 2005 - …
Rn. 18 Prüfungsmaßstab für die zu prüfende Rechtmäßigkeit der Gefahrtarifstelle 1 des Gefahrtarifs 2005 der Beklagten ist, ob das autonom gesetzte Recht mit dem SGB VII, insbesondere mit der Ermächtigungsgrundlage in § 157 SGB VII, sowie mit tragenden Grundsätzen des Unfallversicherungsrechts und mit sonstigem höherrangigen Recht vereinbar ist (vgl insbesondere zur Tarifstellenbildung: BSG vom 21.8.1991 - 2 RU 54/90 - NZA 1992, 335 = HV-INFO 1991, 2159; BSG vom 18.10.1994 - 2 RU 6/94 - SGb 1995, 253; BSG vom 18.4.2000 - B 2 U 2/99 R - HVBG-INFO 2000, 1816; BSG vom 11.11.2003 - B 2 U 55/02 R - HVBG-INFO 2004, 62;… BSG vom 28.11.2006 - B 2 U 33/05 R - BSGE 97, 279 = SozR 4-2700 § 136 Nr. 2; BSG vom 28.11.2006 - B 2 U 10/05 R - UV-Recht Aktuell 2007, 105; BSG vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R - UV-Recht Aktuell 2007, 316;… BSG vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R - BSGE 98, 229 = SozR 4-2700 § 153 Nr. 2; umfassend referiert die Rechtsprechung zur Tarifstellenbildung Burchardt in Becker/Burchardt/Krasney/Kruschinsky, Gesetzliche Unfallversicherung - SGB VII, Stand März 2008, § 157 RdNr 17 f; zuletzt auch Eckhoff, Anreizsysteme bei der Beitragsgestaltung in der gesetzlichen Unfallversicherung, 2010, S 54 ff; ähnlich zu den Anordnungen der Bundesanstalt für Arbeit: BSG vom 20.6.2001 - B 11 AL 10/01 R - BSGE 88, 172, 179;… BSG vom 27.6.2012 - B 6 KA 28/11 R - BSGE 111, 114 = SozR 4-2500 § 87 Nr. 26, RdNr 28; zur Festsetzung der Beitragsbemessungsgrundlagen in der gesetzlichen Krankenversicherung: BSG vom 29.2.2012 - B 12 KR 7/10 R - BSGE 110, 151;… vgl auch BVerfG vom 3.7.2007 - 1 BvR 1696/03 - SozR 4-2700 § 157 Nr. 3).Die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme - hier der gesetzlichen Unfallversicherung - ist in einem Sozialstaat (Art. 20 Abs. 3 GG) ein wichtiges Anliegen, das einen Eingriff in die wirtschaftliche Handlungsfreiheit der Unternehmer durch Erhebung von Beiträgen grundsätzlich rechtfertigt (…zum Verhältnis von Handlungsfreiheit und Beitragszwang in der Sozialversicherung grundlegend: BVerfG vom 3.4.2001 - 1 BvR 2014/95 - BVerfGE 103, 197 = SozR 3-1100 Art. 74 Nr. 4;… BVerfG vom 26.6.2007 - 1 BvR 2204/00, 1 BvR 1355/03 - SozR 4-2600 § 2 Nr. 10; vgl zu Kammerbeiträgen: BVerfG vom 29.12.2004 - 1 BvR 113/03 - BVerfGK 4, 349, 353 f mwN; vgl insbesondere zur verfassungsrechtlichen Billigung des Beitragsrechts der gesetzlichen Unfallversicherung: BVerfG vom 9.3.2011 - 1 BvR 2326/07 - Bestätigung von BSG vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R; BVerfG vom 10.3.2011 - 1 BvR 2891/07 - Bestätigung von BSG vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R; zur verfassungsgerichtlichen Akzeptanz des Unfallversicherungssystems auch Spellbrink, BPuVZ 2012, 88).
- BSG, 11.04.2013 - B 2 U 4/12 R
Von Bäckereien und Konditoreien dürfen in der gesetzlichen Unfallversicherung …
Rn. 18 Prüfungsmaßstab für die Rechtmäßigkeit der Gefahrtarifstelle 1 des Gefahrtarifs 2005 der Beklagten ist, ob das autonom gesetzte Recht mit dem SGB VII, insbesondere mit der Ermächtigungsgrundlage in § 157 SGB VII, sowie mit tragenden Grundsätzen des Unfallversicherungsrechts und mit sonstigem höherrangigen Recht vereinbar ist (vgl insbesondere zur Tarifstellenbildung: BSG vom 21.8.1991 - 2 RU 54/90 - NZA 1992, 335 = HV-Info 1991, 2159; BSG vom 18.10.1994 - 2 RU 6/94 - SGb 1995, 253; BSG vom 18.4.2000 - B 2 U 2/99 R - HVBG-INFO 2000, 1816; BSG vom 11.11.2003 - B 2 U 55/02 R - HVBG-INFO 2004, 62;… BSG vom 28.11.2006 - B 2 U 33/05 R - BSGE 97, 279 = SozR 4-2700 § 136 Nr. 2; BSG vom 28.11.2006 - B 2 U 10/05 R - UV-Recht Aktuell 2007, 105; BSG vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R - UV-Recht Aktuell 2007, 316;… BSG vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R - BSGE 98, 229 = SozR 4-2700 § 153 Nr. 2; umfassend referiert die Rechtsprechung zur Tarifstellenbildung Burchardt in Becker/Burchardt/Krasney/Kruschinsky, Gesetzliche Unfallversicherung - SGB VII, Stand März 2008, § 157 RdNr 17 f; zuletzt auch Eckhoff, Anreizsysteme bei der Beitragsgestaltung in der gesetzlichen Unfallversicherung, 2010, S 54 ff; ähnlich zu den Anordnungen der Bundesanstalt für Arbeit: BSG vom 20.6.2001 - B 11 AL 10/01 R - BSGE 88, 172, 179;… BSG vom 27.6.2012 - B 6 KA 28/11 R - BSGE 111, 114 = SozR 4-2500 § 87 Nr. 26, RdNr 28; zur Festsetzung der Beitragsbemessungsgrundlagen in der gesetzlichen Krankenversicherung: BSG vom 29.2.2012 - B 12 KR 7/10 R - BSGE 110, 151;… vgl auch BVerfG vom 3.7.2007 - 1 BvR 1696/03 - SozR 4-2700 § 157 Nr. 3).Die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme - hier der gesetzlichen Unfallversicherung - ist in einem Sozialstaat (Art. 20 Abs. 3 GG) ein wichtiges Anliegen, das einen Eingriff in die wirtschaftliche Handlungsfreiheit der Unternehmer durch Erhebung von Beiträgen grundsätzlich rechtfertigt (…zum Verhältnis von Handlungsfreiheit und Beitragszwang in der Sozialversicherung grundlegend: BVerfG vom 3.4.2001 - 1 BvR 2014/95 - BVerfGE 103, 197 = SozR 3-1100 Art. 74 Nr. 4;… BVerfG vom 26.6.2007 - 1 BvR 2204/00, 1 BvR 1355/03 - SozR 4-2600 § 2 Nr. 10; vgl zu Kammerbeiträgen: BVerfG vom 29.12.2004 - 1 BvR 113/03 - BVerfGK 4, 349, 353 f mwN; vgl insbesondere zur verfassungsrechtlichen Billigung des Beitragsrechts der gesetzlichen Unfallversicherung: BVerfG vom 9.3.2011 - 1 BvR 2326/07 - Bestätigung von BSG vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R; BVerfG vom 10.3.2011 - 1 BvR 2891/07 - Bestätigung von BSG vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R; zur verfassungsgerichtlichen Akzeptanz des Unfallversicherungssystems auch Spellbrink, BPuVZ 2012, 88).
- BSG, 23.06.2020 - B 2 U 14/18 R
Landwirtschaftliche Unfallversicherung - Rechtmäßigkeit des Beitragsbescheids - …
Rn. 25 Den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit steht darüber hinaus eine Prüfung, ob die Gebührensatzung jeweils die zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Regelung trifft, nicht zu (…BSG Urteil vom 11.4.2013 - B 2 U 8/12 R - BSGE 113, 192 = SozR 4-2700 § 157 Nr. 5, RdNr 18;… BSG Urteil vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R - BSGE 98, 229 = SozR 4-2700 § 153 Nr. 2; BSG Urteil vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R - UV-Recht Aktuell 2007, 1065; BSG Urteil vom 28.11.2006 - B 2 U 10/05 R - UV-Recht Aktuell 2007, 105;… BSG Urteil vom 28.11.2006 - B 2 U 33/05 R - BSGE 97, 279 = SozR 4-2700 § 136 Nr. 2; BSG Urteil vom 11.11.2003 - B 2 U 55/02 R - HVBG-INFO 2004, 62; BSG Urteil vom 18.10.1994 - 2 RU 6/94 - SGb 1995, 253; BSG Urteil vom 18.4.2000 - B 2 U 2/99 R - HVBG-INFO 2000, 1816; BSG Urteil vom 21.8.1991 - 2 RU 54/90 - NZA 1992, 335 = HV-INFO 1991, 2159).
- LSG Berlin-Brandenburg, 24.03.2010 - L 2 U 33/09
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsrecht - Gefahrtarif - Gefahrklasse: …
In diesem Zusammenhang ist weiter darauf hinzuweisen, dass das Bundessozialgericht im Urteil vom 20. März 2007 (Az.: B 2 U 9/06 R zitiert nach juris) entschieden hat, dass weder die Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung noch die im SGB VII geregelte Beitragsgestaltung europäischem Gemeinschaftsrechts oder nationalem Verfassungsrecht widersprächen.Trotz erheblicher Beitragsunterschiede innerhalb der Berufsgenossenschaften und aufgrund der in den Gefahrtarifen gebildeten Gefahrklassen und zwischen den verschiedenen Berufsgenossenschaften, trage auch die Beitragserhebung in vielfältiger Weise dem Solidaritätsprinzip Rechnung (BSG, Urteil vom 20. März 2007, Az.: B 2 U 9/06 R Rdnr. 12 mit zahlreichen weiteren Nachweisen).
Rn. 32 Da das Bundessozialgericht in seinem Urteil vom 20. März 2007 (a.a.O.) unter Hinweis auf seine bisherige Rechtsprechung bereits entschieden hat, dass die Regelungen des SGB VII mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar sind und den Grundsatz der Solidarität umsetzen, bleibt hier kein Raum für weitere Prüfungen, da seit dem 20. März 2007 keine wesentlichen das SGB VII umgestaltende Regelungen getroffen worden sind.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das Bundessozialgericht in der Entscheidung vom 20. März 2007 (a.a.O. Rdnr. 14) dargelegt hat, dass die Zwangsmitgliedschaft der Klägerin bei der Beklagten mit den gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen über den freien Dienstleistungsverkehr vereinbar ist.
- LSG Sachsen, 31.08.2011 - L 6 U 51/09
Europarechtskonformität der Zwangsmitgliedschaft in der gesetzlichen …
Dabei kann letztlich dahingestellt bleiben, ob man a) die Frage der Europarechtskonformität offen lässt, denn jedenfalls könnte in Anlehnung an die Entscheidung des BSG vom 20.03.2007(B 2 U 9/06 R) und die in dem Gutachten aufgeworfenen Probleme nicht ad hoc durch eine Gerichtsentscheidung das soziale Sicherungssystem außer Kraft gesetzt werden.In diese Richtung zielt auch die Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 20.03.2007 - B 2 U 9/06 R, wonach es in ein soziales Sicherungssystem eingebundenen Personen explizit verwehrt ist, sich in einem Beitragsstreitverfahren auf die Rechtswidrigkeit der das Versicherungs- oder Mitgliedschaftsverhältnis begründenden statusbildenden Norm zu berufen und damit die rechtlichen Grundlagen des Sicherungssystems als solchen infrage zu stellen.
Gründe bei der Zulassung der Revision liegen nicht vor, § 160 Abs. 2 SGG, da der Senat nicht von der Rechtsprechung des BSG (vgl. BSG, Urteil vom 20.03.2007 B 2 U 9/06 R) abweicht.
- BSG, 19.04.2012 - B 2 U 348/11 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche …
Die bisherige Rechtsprechung des BSG (Hinweis auf das Urteil vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R), nach der die Rechtmäßigkeit der Systementscheidung als solche in einem Beitragsstreit nicht überprüft werden dürfe und der das LSG gefolgt sei, sei spätestens seit der Entscheidung des EuGH im vorliegenden Fall nicht mehr haltbar.Rn. 30 Die Beschwerdeführerin trägt aber selbst vor, dass das BSG (Urteil vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R) ihre Frage bereits genauso beantwortet hat, wie es das LSG seiner Entscheidung zugrunde gelegt hat.
- BSG, 15.05.2012 - B 2 U 4/11 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Lastenausgleich für das Umlagejahr 2007 - …
Das BVerfG (s oben 2.a: 19.12.1967 - 2 BvL 4/65 - BVerfGE 23, 12; 5.3.1974 - 1 BvL 17/72 - BVerfGE 36, 383) und das BSG haben die Regelungen des Lastenausgleichs in der gesetzlichen Unfallversicherung mehrfach (insbesondere auch der §§ 176 ff SGB VII nach dem 1.1.1997) in ihrer materiellen Wirkung für die zum Ausgleich herangezogenen Unternehmen verfassungsrechtlich gebilligt (…BSG Urteil vom 8.5.2007 - B 2 U 14/06 R - BSGE 98, 229 = SozR 4-2700 § 153 Nr. 2; 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R - UV-Recht Aktuell 2007, 1065; 9.5.2006 - B 2 U 34/05 R - BG 2007, 102;… 5.7.2005 - B 2 U 32/03 R - BSGE 95, 47 = SozR 4-2700 § 157 Nr. 2;… vgl auch das mehrfach zitierte Urteil vom 13.8.2002 - B 2 U 31/01 R - SozR 3-2700 § 180 Nr. 1 S 6). - BSG, 29.05.2008 - B 11a AL 61/06 R
Insolvenzgeld-Umlage - Berechnung - Verfassungsmäßigkeit - Eigentumsgarantie - …
Hinzu kommt, dass der in Angelegenheiten der gesetzlichen Unfallversicherung zuständige 2. Senat des BSG in gefestigter Rechtsprechung entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft der Unternehmer bei den Berufsgenossenschaften mit dem Gemeinschaftsrecht in Einklang steht, insbesondere nicht dem Monopolverbot der Art. 81, 82 EGVtr vom 25. März 1957 (BGBl II S 766) idF des Vertrags von Amsterdam vom 2. Oktober 1997 (BGBl 1998 II S 387) zuwider läuft (…BSGE 91, 263 = SozR 4-2700 § 150 Nr. 1; BSG, Urteil vom 9. Mai 2006 - B 2 U 34/05 R und vom 20. März 2007 - B 2 U 9/06 R, abweichend LSG Chemnitz, Vorlageersuchen vom 24. Juli 2007 - L 6 U 2/06). - BSG, 26.03.2026 - B 1 KR 1/25 R
Ist die durch Krankenkassenverbände erfolgende Ablehnung, einen vom Krankenhaus …
Dabei ist es Sache der Beteiligten, einen dem Gericht nicht bekannten Sachverhalt geltend zu machen und so zu konkretisieren, dass für das Gericht die rechtliche Relevanz und der Anlass für Ermittlungen erkennbar wird (vgl BSG vom 20.3.2007 - B 2 U 9/06 R - juris RdNr 16). - LSG Bayern, 23.01.2018 - L 3 U 29/15
Schwere eines Arbeitsunfalls
Mit dieser Art der Mittelaufbringung müssen Rechtsansprüche auf Leistungen, die in der Vergangenheit, unter Umständen schon vor Jahrzehnten, entstanden sind, aktuell und in Zukunft erfüllt werden (BSG, Urteil vom 20. März 2007 - B 2 U 9/06 R -, juris Rn. 10). - LSG Sachsen, 24.07.2007 - L 6 U 2/06
Anspruch einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung auf Entlassung aus der …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 19.12.2007 - L 17 U 128/07
Rechtmäßigkeit der Erhebung von Zuschlägen zur gesetzlichen Unfallversicherung …
- LSG Berlin-Brandenburg, 01.12.2011 - L 3 U 7/10
Landwirtschaftliche Unfallversicherung - Datenschutz - Löschungsanspruch - …
- LSG Bayern, 28.02.2018 - L 2 U 200/15
Beitragsausgleichsverfahren - Beitragszuschlag ist rechtmäßig erhoben worden
- BVerfG, 10.03.2011 - 1 BvR 2891/07
Nichtannahmebeschluss: Teils unzulässige, teils unbegründete …
- VGH Bayern, 07.10.2008 - 5 BV 07.2162
Keine Weitergabe von Adressdaten
- LSG Baden-Württemberg, 30.06.2008 - L 1 U 3732/07
Sozialgerichtliches Verfahren - wirksame Zustellung durch Empfangsbekenntnis - …
- LSG Baden-Württemberg, 15.10.2009 - L 6 U 1859/08
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsrecht - Beitragszuschlagsverfahren gem § …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 06.02.2008 - L 17 U 195/07
Anspruch eines Unternehmens im Gerüstbauergewerbe auf Entlassung aus der …
- LSG Baden-Württemberg, 17.04.2008 - L 6 U 4264/07
- LSG Baden-Württemberg, 17.12.2013 - L 9 U 1818/09
- SG Karlsruhe, 18.12.2008 - S 1 U 3406/08
- BSG, 18.11.2021 - B 9 V 17/21 B
Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - soziales …
- SG Gießen, 12.04.2019 - S 1 U 99/15
- SG Berlin, 07.02.2011 - S 46 SB 1405/10
Schwerbehindertenrecht - Zuerkennung des Merkzeichens RF - Ausschluss von der …
- LSG Baden-Württemberg, 24.04.2007 - L 9 U 5363/05
Gesetzliche Unfallversicherung - Zwangsmitgliedschaft - deutscher Unternehmer - …
- LSG Baden-Württemberg, 18.07.2012 - L 3 AL 40/12
- BSG, 15.11.2007 - B 2 U 290/07 B
- BSG, 23.04.2008 - B 2 U 91/08 B
- LSG Baden-Württemberg, 14.05.2024 - L 1 U 3435/23
Rechtsstreit über die Lastenverteilung unter gewerblichen Berufsgenossenschaften …
- BSG, 29.09.2011 - B 2 U 196/11 B
- SG Altenburg, 04.07.2013 - S 3 U 4653/10
Landwirtschaftliche Unfallversicherung - Pflichtmitgliedschaft - …
- BSG, 17.09.2008 - B 2 U 118/08 B
- BSG, 24.04.2008 - B 2 U 2/08 B
- LSG Baden-Württemberg, 13.12.2010 - L 1 U 2876/10
- BSG, 17.09.2008 - B 2 U 155/08 B
- SG Lüneburg, 06.11.2007 - S 2 U 174/04
Versicherungspflicht und Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 20.08.2020 - L 14 U 231/17
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Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 03.02.2009 - 2 U 9/06 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
§ 649 Satz 2 BGB; § 8 Nr. 1 VOBB
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 8 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B; § 649 S. 2 BGB
Umfang des entgangenen Gewinns nach vorzeitiger Beendigung eines Werkvertrages bei Schwarzarbeit - rechtsportal.de
VOB/B § 8 Nr. 1 Abs. 2; BGB § 649 S 2
Umfang des entgangenen Gewinns nach vorzeitiger Beendigung eines Werkvertrages bei Schwarzarbeit - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verstoß gegen SchwarzArbG: Anspruch auf entgangenen Gewinn?
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Umfang des entgangenen Gewinns nach vorzeitiger Beendigung eines Werkvertrages bei Schwarzarbeit
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Keine Kündigungsvergütung bei fehlender Eintragung in Handwerksrolle! (IBR 2010, 318)
Verfahrensgang
- LG Oldenburg, 12.01.2006 - 15 O 1382/04
- OLG Oldenburg, 04.07.2006 - 2 U 9/06
- BGH, 12.07.2007 - VII ZR 154/06
- OLG Oldenburg, 03.02.2009 - 2 U 9/06
- BGH, 14.01.2010 - VII ZR 33/09
Papierfundstellen
- BauR 2010, 922
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (1)
- BGH, 12.07.2007 - VII ZR 154/06
Formularmäßige Vereinbarung der Begrenzung der Vergütung auf erbrachte Leistungen …
Auszug aus OLG Oldenburg, 03.02.2009 - 2 U 9/06
Die Kosten des Rechtsstreits, einschließlich des Revisionsverfahrens BGH VII ZR 154/06, hat die Klägerin zu tragen.
- OLG Düsseldorf, 16.12.2016 - 22 U 76/16
Wer nicht in die Handwerksrolle eingetragen ist, bekommt gar nichts!
Dementsprechend wird im Falle eines einseitigen Verstoßes gegen § 1 Abs. 2 Nr. 5 SchwArbG bei Unkenntnis des anderen Vertragsteils eine Nichtigkeit im Regelfall verneint (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1984, VII ZR 388/83, NJW 1985, 2403; BGH, Urteil vom 19. Januar 1984, VII ZR 121/83, NJW 1984, 1175; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Februar 2016, 23 U 110/15; OLG Oldenburg, Urteil vom 3. Februar 2009, 2 U 9/06; OLG Koblenz, Urteil vom 13. Dezember 2000, 9 U 968/99).
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - VI-2 U (Kart) 9/06 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Wolters Kluwer
Aktivlegitimation hinsichtlich der Rückübertragung von Forderungen betreffend Nutzungsentgelten; Verjährung von Bereicherungsansprüchen hinsichtlich wiederkehrender Schuldverhältnisse nach Zustellung der Ausfertigung eines Mahnbescheides; Festsetzung eines angemessenen ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (13)
- BGH, 23.01.2007 - XI ZR 44/06
Verjährungsfrist in Überleitungsfällen von subjektiven Voraussetzungen abhängig
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Nicht entscheidend für den Beginn der Verjährungsfrist ist mithin, dass die A...GmbH - auf deren Kenntnis als Gläubigerin im Jahre 2002 zunächst abzustellen ist (vgl. BGH, Urt. v. 23.1.2007, XI ZR 44/06, Umdruck S. 16) - die Kalkulation der Beklagten kannte, wie der Kläger meint.Entscheidend aber ist, dass der Beginn der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist der Zahlungsansprüche nach § 195 BGB n.F. im Streitfall ausnahmsweise auf den Zeitpunkt der positiven Kenntnis des Klägers als Insolvenzverwalter über das Vermögen der A...GmbH - dessen Kenntnis diese sich über § 166 Abs. 1 BGB analog zurechnen-lassen muß (vgl. BGH, Urt. v. 23.1.2007, XI ZR 44/06, Umdruck S. 16) - von der Rechtslage herausgeschoben.
- BGH, 17.10.2000 - XI ZR 312/99
Unterbrechung der Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheids
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Die zugestellte Ausfertigung des Mahnbescheids individualisierte die geltend gemachten Gesamtforderung zugrunde liegenden Einzelforderungen nicht nach § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO (vgl. BGH NJW 2001, 305, 306).Die Zustellung der Ausfertigung des Mahnbescheids nach § 693 ZPO war nicht wirksam und mithin nicht verjährungsunterbrechend (vgl. BGH NJW 2001, 305, 307).
- BGH, 03.03.2005 - III ZR 353/04
Beginn der Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Notar bei …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Ist dagegen die Rechtslage unübersichtlich oder zweifelhaft, kann der Verjährungsbeginn auch wegen Rechtsunkenntnis ausnahmsweise herausgeschoben sein (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1148, 1149 m.w.N.).
- BGH, 18.05.1995 - VII ZR 191/94
Unterbrechung der Verjährung durch Einreichung eines Mahnbescheidsantrags; …
- BGH, 07.02.2006 - KZR 24/04
"Rückforderungsvorbehalt"; Zustandekommen eines Kaufvertrages ohne Einigung über …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Erst mit den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 5. Juli 2005, X ZR 99/04, vom 18. Oktober 2005, KZR 36/04, und vom 7. Februar 2006, KZR 8/05 und KZR 24/04, ist nämlich auch für Stromnetznutzungsentgelte vom Bundesgerichtshof die Frage abschließend geklärt, dass diese der gerichtlichen Billigkeitskontrolle in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 315 Abs. 3 BGB unterliegen. - BGH, 18.10.2005 - KZR 36/04
Stromnetznutzungsentgelt
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Erst mit den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 5. Juli 2005, X ZR 99/04, vom 18. Oktober 2005, KZR 36/04, und vom 7. Februar 2006, KZR 8/05 und KZR 24/04, ist nämlich auch für Stromnetznutzungsentgelte vom Bundesgerichtshof die Frage abschließend geklärt, dass diese der gerichtlichen Billigkeitskontrolle in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 315 Abs. 3 BGB unterliegen. - BGH, 26.11.1987 - IX ZR 162/86
Verjährungsbeginn bei anderweitiger Ersatzmöglichkeit
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Es genügt, dass der Gläubiger den Hergang in seinen Grundzügen kennt und weiß, dass der Sachverhalt erhebliche Anhaltspunkte für die Entstehung eines Anspruchs bietet (vgl. BGHZ 102, 246, 248). - BGH, 24.11.1995 - V ZR 174/94
Beginn der Verjährung eines von gerichtlicher Leistungsbestimmung abhängenden …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Die Verjährungsfrist beginnt auch nicht - wie im Falle des richterlichen Gestaltungsurteils (vgl. BGH NJW 1996, 1054, 1056) - mit Verkündung des Urteils im vorliegenden Rechtsstreit, auch wenn mit ihm inzident eine Festsetzung eines angemessenen Netznutzungsentgeltes erfolgen sollte. - BGH, 26.10.2005 - VIII ZR 359/04
Verjährung von Gewährleistungsansprüchen aus vor dem 1.1.2002 geschlossenen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
n.F. Art. 229 § 6 Abs. 4 EGBGB ist auch auf Ansprüche aus vor dem 1. Januar 2002 geschlossenen Schuldverhältnissen anzuwenden, wenn die Ansprüche erst nach dem 1. Januar 2002 entstanden sind (vgl. BGH, Urt. v. 26.10.2006, VIII ZR 359/04, Umdruck S. 5 = NJW 2006, 44). - BGH, 02.11.2005 - VIII ZR 39/04
Verjährung von Ansprüchen des Leasingnehmers auf Rückzahlung periodisch …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.04.2007 - 2 U (Kart) 9/06
Nach dem bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Schuldrecht betrug die Verjährungsfrist für Bereicherungsansprüche, die sich auf wiederkehrende Schuldverhältnissen stützen, nach § 197 BGB a.F. vier Jahre (vgl. BGH NJW 2006, 364, 365). - BGH, 07.02.2006 - KZR 8/05
Stromnetznutzungsentgelt II
- BGH, 05.07.2005 - X ZR 99/04
Anspruch auf Entgelt für die Abfallentsorgung und Straßenreinigung gegenüber …
- BGH, 25.09.1991 - XII ZB 97/90
Ausgleich bei Anrecht aus Versorgungswerk der NRW-Rechtsanwälte
- OLG Düsseldorf, 20.02.2013 - 2 U (Kart) 1/12
Billigkeit der Preisbestimmung durch den Betreiber eines Stromverteilnetzes
Der Zeitraum von knapp drei Jahren seit dem Entstehen etwaiger Bereicherungsansprüche genügt in zeitlicher Hinsicht nicht, weil er nicht länger als die dreijährige Verjährungsfrist ist (Senat, Beschluss vom 25.04.2007, VI-2 U (Kart) 9/06 - juris Tz. 10;… Palandt, BGB, 66. Aufl., § 242 BGB, Rdnr. 87, 90 m.w.N.).Wie der Senat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bereits im Beschluss vom 25.04.2007, VI-2 U (Kart) 9/06, entschieden hat, kann der Verjährungsbeginn wegen Rechtsunkenntnis ausnahmsweise dann herausgeschoben sein, wenn die Rechtslage unübersichtlich oder zweifelhaft ist (OLG Düsseldorf, Beschl. v. 25.04.2007 - VI-2 U (Kart) 9/06 - juris Tz. 2 unter Bezugnahme auf BGH NJW-RR 2005, 1148, 1149).
- OVG Thüringen, 29.10.2009 - 2 KO 893/07
Besoldung und Versorgung; Verjährung von Besoldungsansprüchen; …
In diesem Fall fehlt es an der Zumutbarkeit der Klageerhebung als übergreifender Voraussetzung für den Verjährungsbeginn (vgl. nur BGH, Urteile vom 23. September 2008 - XI ZR 262/07 - MDR 2008, 1405; vom 18. Dezember 2008 - III ZR 132/08 - MDR 2009, 315 und vom 25. Februar 1999 - IX ZR 30/98 - NJW 1999, 2041 m. w. N.; BAG, Urteil vom 24. Oktober 2001 - 5 AZR 32/00 - NJW 2002, 289; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25. April 2007 - VI-2 U (Kart) 9/06 - Juris). - OLG Düsseldorf, 24.04.2013 - 2 U (Kart) 8/12
Billigkeit der Preisbestimmung durch den Betreiber eines Stromverteilnetzes
Insoweit ist auch zu berücksichtigen, dass der Rückforderungsanspruch aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 BGB gemäß §§ 195, 199 BGB der (kurzen) regelmäßigen Verjährung von drei Jahren unterliegt und daher eine weitere Abkürzung dieser Verjährungsfrist durch Verwirkung nur noch unter ganz besonderen Umständen angenommen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 20.07.2010, EnZR 23/09 - Stromnetznutzungsentgelt IV, juris Tz. 22 m.w.N; vgl. auch Senat, Beschluss vom 25.04.2007, VI-2 U (Kart) 9/06, juris Tz. 10).
- OLG Celle, 17.06.2010 - 13 U 155/09
Festsetzung des Netznutzungsentgelts bei fehlendem Sachvortrag des Netzbetreibers …
Rn. 58 Darüber hinaus hat die Beklagte auch nicht dargelegt, ihr eigenes Verhalten im Vertrauen darauf, dass die Klägerin ihre Rückforderungsansprüche nicht mehr geltend machen werde, eingerichtet und im Hinblick darauf außerordentliche Aufwendungen, insbesondere Investitionen in den Erhalt ihres Stromnetzes, getätigt zu haben, die eine Rückzahlung der Beträge unmöglich machten bzw. eine mit den Grundsätzen von Treu und Glauben unvereinbare Härte darstellten (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25. April 2007 - VI - 2 U (Kart) 9/06, zitiert nach juris Tz. 11). - OLG Frankfurt, 05.10.2010 - 11 U 31/09
Netznutzungsvertrag: Rückforderung überhöhten Nutzungsentgelts; Ermittlung des …
Vor diesem Hintergrund erscheint schon der Zeitraum von knapp drei Jahren seit Ablauf des abzurechnenden Jahres 2005, das heißt vom Anfang des Jahres 2006 bis zur Klageerhebung nicht ausreichend für die Annahme einer Verwirkung, weil er nicht länger als die für den Rückzahlungsanspruch geltende kurze dreijährige Verjährungsfrist der §§ 195, 199 Abs. 1 BGB ist (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25.4.2007, VI - 2 U (Kart) 9/06, zitiert nach Juris Rz. 10). - LG Potsdam, 30.07.2007 - 2 O 488/06
Stromnetznutzungsvertrag zwischen Stromhändler und Energieversorgungsunternehmen: …
Vorher habe der Kläger den Verjährungsbeginn auslösende Kenntnis vom Rückforderungsanspruch im Sinne von § 199 I Nr. 2 BGB nicht gehabt; ausnahmsweise sei statt der üblicherweise maßgeblichen Tatsachenkenntnis auf die Rechtskenntnis abzustellen, wenn die Rechtslage zuvor derart unübersichtlich oder zweifelhaft gewesen sei, daß sie selbst ein rechtskundiger Dritter nicht zuverlässig habe einschätzen können (Verweis auf den Beschluß des OLG Düsseldorf, VI-2 U (Kart) 9/06, vom 25.04.2007).Rn. 62 Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber die vom OLG Düsseldorf im Beschluß vom 25.04.2007 offenbarte Auffassung, aus § 242 BGB folge eine Nebenpflicht des Netzbetreibers, die ihr in Rechnung gestellten Nutzungsentgelte vor ihrer Überwälzung auf die mit ihr vertraglich verbundenen Netznutzer (wie die Gemeinschuldnerin) auf ihre Angemessenheit zu prüfen und ggf. ihre Unangemessenheit nach § 315 BGB gerichtlich geltend zu machen (Az. VI-2 U 9/06, S. 9 f.).
- OLG Stuttgart, 30.12.2010 - 2 U 94/10
Strombelieferungsvertrag: Kartellrechtliche und zivilrechtliche …
Rn. 96 Es ist ferner anerkannt, dass eine Abkürzung der kurzen Regelverjährung von 3 Jahren nach § 195 BGB n. F. durch Annahme der Verwirkung nur unter besonders gravierenden Umständen in Betracht kommt (…MüKo BGB-Roth, 5. Aufl., § 242 Rdnr. 302 i. V. m. Rdnr. 321;… Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 242 Rdnr. 97; speziell zu unbilligen Stromnetzentgelten OLG Düsseldorf, Beschl. vom 25.4.2007, VI-2 U (Kart) 9/06 - Rdnr. 10 in Juris). - OLG Naumburg, 04.03.2010 - 1 U 62/08
Rückforderung gezahlter überhöhter Stromnetznutzungsentgelte: Darlegungs- und …
Soweit sich die Berufung in diesem Zusammenhang auf die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 25.4.2007 (VI-2 U (Kart) 9/06; hier: zitiert nach juris) stützt, nach der die Verjährung von (hier streitgegenständlichen) Rückforderungsansprüchen frühestens mit der Veröffentlichung von zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofs aus dem Jahre 2005 (X ZR 99/04; KZR 36/04) beginnt, kann dem nicht gefolgt werden. - LG Köln, 27.03.2009 - 90 O 63/08
Verwirkung des Unbilligkeitseinwands gegen Netznutzungsentgelte des Betreibers …
Rn. 23 Zwar geht die Kammer mit der vom Oberlandesgericht Düsseldorf im Hinweisbeschluss vom 25.04.2007 (VI-2 U (Kart) 9/06) geäußerten Rechtsauffassung davon aus, dass der Verjährungsbeginn für Ansprüche auf Rückforderung von Netznutzungsentgelten erst mit der Entscheidung des BGH vom 18.10.2005 anzunehmen ist, folglich die in Rede stehenden Ansprüche noch nicht verjährt sind. - LG Köln, 27.03.2009 - 90 O 71/08
Verwirkung des Unbilligkeitseinwands gegen Netznutzungsentgelte des Betreibers …
Rn. 26 Zwar geht die Kammer mit der vom Oberlandesgericht Düsseldorf im Hinweisbeschluss vom 25.04.2007 (VI-2 U (Kart) 9/06) geäußerten Rechtsauffassung davon aus, dass der Verjährungsbeginn für Ansprüche auf Rückforderung von Netznutzungsentgelten erst mit der Entscheidung des BGH vom 18.10.2005 anzunehmen ist, folglich die in Rede stehenden Ansprüche noch nicht verjährt sind.
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Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 04.07.2006 - 2 U 9/06 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Verfahrensgang
- LG Oldenburg, 12.01.2006 - 15 O 1382/04
- OLG Oldenburg, 04.07.2006 - 2 U 9/06
- BGH, 12.07.2007 - VII ZR 154/06
- OLG Oldenburg, 03.02.2009 - 2 U 9/06
- BGH, 14.01.2010 - VII ZR 33/09
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- BGH, 11.05.1989 - VII ZR 150/88
Formularmäßige Einschränkung der Abtretung einer Werklohnforderung
Auszug aus OLG Oldenburg, 04.07.2006 - 2 U 9/06
Dabei ist auch unerheblich, dass auf Vertragsbedingungen Dritter verwiesen wird (vgl. BGH WM 89, 1227 f.).
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