Rechtsprechung
| BFH, 22.01.2004 - III R 26/02 |
Volltextveröffentlichungen (5)
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FGO § 65 Abs. 1; ; FGO § 65 Abs. 2; ; FGO § 67; ; FGO § 67 Abs. 1; ; BGB § 133; ; BGB § 157; ; AO 1977 § 26 Satz 2
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
FGO § 65 § 67
Beklagtenbezeichnung - datenbank.nwb.de
Abgrenzung von Beteiligtenwechsel und Rubrumsänderung; irrtümliche Bezeichnung eines unzuständigen FA
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Hessen, 31.08.2001 - 13 K 6238/97
- BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Papierfundstellen
- BFH/NV 2004, 792
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (10)
- BFH, 16.08.2001 - V B 51/01
Änderung eines Klagerubrums
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Die Klageschrift ist eine Prozesshandlung, für die die Auslegungsregeln der §§ 133, 157 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gelten (BFH-Beschluss vom 16. August 2001 V B 51/01, BFHE 196, 16, BStBl II 2001, 767).Eine Änderung des Rubrums einer Klageschrift ist möglich, sofern für Gericht und Gegner von Anfang an klar erkennbar ist, wer durch die (unrichtige) Parteibezeichnung als Partei angesprochen werden sollte (BFH-Beschluss in BFHE 196, 16, BStBl II 2001, 767, m.w.N.; Bundesgerichtshof --BGH--, Urteil vom 24. November 1980 VII ZR 208/79, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1981, 1453; Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15. März 2001 2 AZR 141/00, NJW 2002, 459).
- BFH, 26.02.1980 - VII R 60/78
Klageänderung - Frist - Zulässigkeit der Klageänderung - Falsche Behörde - …
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Daraus folgt, dass bei fristgebundenen Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen eine subjektive Klageänderung nur innerhalb der Klagefrist zulässig ist (z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Urteile vom 26. Februar 1980 VII R 60/78, BFHE 130, 12, BStBl II 1980, 331, …und vom 2. Oktober 1990 VIII R 118/85, BFH/NV 1991, 429).Da auch die Wohnanschrift des Klägers aufgeführt ist, sich die Klage gegen Einkommensteuerbescheide richtet und hierfür das FA S zuständig ist, ist die Klageschrift vieldeutig (anders als im Fall in BFHE 130, 12, BStBl II 1980, 331).
- BAG, 15.03.2001 - 2 AZR 141/00
Berichtigung des Rubrums - Kündigungsschutzklage
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Eine Änderung des Rubrums einer Klageschrift ist möglich, sofern für Gericht und Gegner von Anfang an klar erkennbar ist, wer durch die (unrichtige) Parteibezeichnung als Partei angesprochen werden sollte (BFH-Beschluss in BFHE 196, 16, BStBl II 2001, 767, m.w.N.; Bundesgerichtshof --BGH--, Urteil vom 24. November 1980 VII ZR 208/79, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1981, 1453; Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15. März 2001 2 AZR 141/00, NJW 2002, 459).
- BGH, 24.11.1980 - VII ZR 208/79
Klageerhebung - Bezeichnung des Klägers - Unrichtige Bezeichnung - …
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Eine Änderung des Rubrums einer Klageschrift ist möglich, sofern für Gericht und Gegner von Anfang an klar erkennbar ist, wer durch die (unrichtige) Parteibezeichnung als Partei angesprochen werden sollte (BFH-Beschluss in BFHE 196, 16, BStBl II 2001, 767, m.w.N.; Bundesgerichtshof --BGH--, Urteil vom 24. November 1980 VII ZR 208/79, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1981, 1453; Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15. März 2001 2 AZR 141/00, NJW 2002, 459). - BVerwG, 18.11.1982 - 1 C 62.81
Beklagter - Auslegung einer Klageschrift - Auslegungshilfe
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Lässt sich einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welches von zwei in Betracht kommenden FÄ sich die Klage richtet, so kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; Niedersächsisches FG, Urteil vom 17. März 1981 V 194/78, EFG 1981, 460; FG Hamburg, Urteil vom 10. April 1986 II 259/84, EFG 1986, 589; FG Bremen, Urteil vom 14. November 1989 II 134/87 K, EFG 1990, 255). - FG Hessen, 31.08.2001 - 13 K 6238/97
Zulässigkeit; Klage; Unzuständigkeit; Finanzamt; Steuernummer; …
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2002, 36 veröffentlicht. - BFH, 02.10.1990 - VIII R 118/85
Hinzutreten eines weiteren Beteiligten in der mündlichen Verhandlung als …
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Daraus folgt, dass bei fristgebundenen Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen eine subjektive Klageänderung nur innerhalb der Klagefrist zulässig ist (z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Urteile vom 26. Februar 1980 VII R 60/78, BFHE 130, 12, BStBl II 1980, 331, und vom 2. Oktober 1990 VIII R 118/85, BFH/NV 1991, 429). - FG Hamburg, 10.04.1986 - II 259/84
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Lässt sich einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welches von zwei in Betracht kommenden FÄ sich die Klage richtet, so kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; Niedersächsisches FG, Urteil vom 17. März 1981 V 194/78, EFG 1981, 460; FG Hamburg, Urteil vom 10. April 1986 II 259/84, EFG 1986, 589; FG Bremen, Urteil vom 14. November 1989 II 134/87 K, EFG 1990, 255). - FG Bremen, 14.11.1989 - II 134/87
Abgabenordnung; Erlaß von Säumniszuschlägen
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Lässt sich einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welches von zwei in Betracht kommenden FÄ sich die Klage richtet, so kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; Niedersächsisches FG, Urteil vom 17. März 1981 V 194/78, EFG 1981, 460; FG Hamburg, Urteil vom 10. April 1986 II 259/84, EFG 1986, 589; FG Bremen, Urteil vom 14. November 1989 II 134/87 K, EFG 1990, 255). - FG Niedersachsen, 17.03.1981 - V 194/78
Auszug aus BFH, 22.01.2004 - III R 26/02
Lässt sich einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welches von zwei in Betracht kommenden FÄ sich die Klage richtet, so kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; Niedersächsisches FG, Urteil vom 17. März 1981 V 194/78, EFG 1981, 460; FG Hamburg, Urteil vom 10. April 1986 II 259/84, EFG 1986, 589; FG Bremen, Urteil vom 14. November 1989 II 134/87 K, EFG 1990, 255).
- BFH, 25.02.2021 - III R 36/19
Sachliche Unzuständigkeit des sog. regionalen Inkassoservice im Bereich des …
Dabei verpflichtet der Grundsatz der rechtsschutzgewährenden Auslegung von Verfahrensvorschriften (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes --GG--) das FG, den wirklichen Willen zu erforschen und nicht am buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften (BFH-Urteil vom 18.09.2014 - VI R 80/13, BStBl II 2015, 115, Rz 19; Senatsurteil vom 22.01.2004 - III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, Rz 9, m.w.N.).Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Senatsurteil in BFH/NV 2004, 792, Rz 12, m.w.N.).
- BFH, 25.02.2021 - III R 28/20
Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 25.02.2021 - III R 36/19: …
Dabei verpflichtet der Grundsatz der rechtsschutzgewährenden Auslegung von Verfahrensvorschriften (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes --GG--) das FG, den wirklichen Willen zu erforschen und nicht am buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften (BFH-Urteil vom 18.09.2014 - VI R 80/13, BFHE 247, 111, BStBl II 2015, 115, Rz 19; Senatsurteil vom 22.01.2004 - III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, Rz 9, m.w.N.).Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Senatsurteil in BFH/NV 2004, 792, Rz 12, m.w.N.).
- BFH, 13.05.2014 - XI B 129/13
Notwendiger Inhalt einer Klageschrift; versehentlich fehlerhafte Bezeichnung des …
Wird der in der Klageschrift benannte Beklagte nach Einreichung der Klage ausgewechselt, liegt eine (subjektive) Klageänderung i.S. des § 67 FGO vor, die nur statthaft ist, wenn sowohl das ursprüngliche als auch das geänderte Klagebegehren alle Sachentscheidungsvoraussetzungen erfüllt (z.B. BFH-Urteil vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792).Rn. 15 c) Lässt sich hingegen einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welche Finanzbehörde sich die Klage richtet, ist die Klageschrift auszulegen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 130, 12, BStBl II 1980, 331; vom 15. Mai 1990 VII R 7/88, BFHE 161, 395, BStBl II 1990, 1007, juris - Rz 5 f.; vom 26. Februar 1991 IX R 95/88, BFHE 163, 562, BStBl II 1991, 572), wobei als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen kann, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; BFH-Urteil in BFH/NV 2004, 792).
- BFH, 17.10.2024 - III R 11/23
Zuständigkeit der Familienkasse Zentraler Kindergeldservice
Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (Senatsurteile vom 22.01.2004 - III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, unter II.1. - BFH, 23.03.2005 - III R 20/03
Kein gesetzlicher Beteiligtenwechsel mangels Gesamtrechtsnachfolge bei …
b) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist zudem eine Klageänderung im Wege eines gewillkürten Beteiligtenwechsels bei fristgebundenen Klagen --wie im Streitfall einer Anfechtungsklage (vgl. BFH-Urteil vom 21. März 2002 III R 30/99, BFHE 198, 134, BStBl II 2002, 547)-- ausschließlich innerhalb der dafür geltenden Klagefrist (§ 47 Abs. 1 Satz 1 FGO) zulässig (grundlegend BFH-Urteile vom 26. Februar 1980 VII R 60/78, BFHE 130, 12, BStBl II 1980, 331; vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792;… vom 2. Oktober 1990 VIII R 118/85, BFH/NV 1991, 429;… vom 15. März 1993 V R 111/89, BFH/NV 1994, 636). - BFH, 13.07.2014 - XI B 129/13 Wird der in der Klageschrift benannte Beklagte nach Einreichung der Klage ausgewechselt, liegt eine (subjektive) Klageänderung i.S. des § 67 FGO vor, die nur statthaft ist, wenn sowohl das ursprüngliche als auch das geänderte Klagebegehren alle Sachentscheidungsvoraussetzungen erfüllt (z.B. BFH-Urteil vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792 ).
c) Lässt sich hingegen einer Klageschrift nicht eindeutig entnehmen, gegen welche Finanzbehörde sich die Klage richtet, ist die Klageschrift auszulegen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 130, 12 , BStBl II 1980, 331 ; vom 15. Mai 1990 VII R 7/88, BFHE 161, 395 , BStBl II 1990, 1007 , [...] - Rz 5 f.; vom 26. Februar 1991 IX R 95/88, BFHE 163, 562, BStBl II 1991, 572 ), wobei als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen kann, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. November 1982 1 C 62/81, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1983, 172; BFH-Urteil in BFH/NV 2004, 792 ).
- FG Baden-Württemberg, 23.04.2014 - 1 K 3542/13
Unzulässige Klage bei Bezeichnung des falschen Beklagten in der Klageschrift - …
Rn. 12 Auch eine Klageschrift ist als prozessuale Willenserklärung grundsätzlich in gleicher Weise wie Willenserklärungen im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) analog § 133 BGB auszulegen (BFH-Urteile vom 11. Dezember 1992 VI R 162/88, BFHE 169, 507, BStBl II 1993, 306; vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792;… vom 19. Mai 2011 III R 74/10, BFH/NV 2011, 1705).Auch eine Steuernummer oder ein Aktenzeichen waren aus der Klageschrift nicht ersichtlich (vgl. BFH-Urteile vom 15. Mai 1990 VII R 7/88, BFHE 161, 395, BStBl II 1990, 1007; vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792; Niedersächsisches FG, Urteil vom 17. März 1981 V 194/78, EFG 1981, 460; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 7. Oktober 1992 5 K 303/91, EFG 1993, 387).
Denn Umstände, die eine Beklagtenbezeichnung als missverständlich erscheinen lassen -und jederzeit zur Klarstellung des Beklagten berechtigen-, sind nicht zu berücksichtigen, wenn sie dem Gericht erst nach Ablauf der Klagefrist bekannt werden (vgl. BFH-Entscheidungen vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, unter II.1.
- FG München, 12.12.2022 - 7 K 463/21
Rückforderung von Kindergeld, Hinterziehungszinsen und Säumniszuschlägen
Dabei verpflichtet der Grundsatz der rechtsschutzgewährenden Auslegung von Verfahrensvorschriften (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes - GG -) das Finanzgericht (FG), den wirklichen Willen zu erforschen und nicht am buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften (…BFH, Urteile vom 18. September 2014 VI R 80/13, BStBl II 2015, 115, Rn. 19; vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, Rn. 9, m.w.N.).Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (BFH, Urteil vom 22. Januar 2004 III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, Rn 12, m.w.N.).
- FG München, 23.02.2022 - 7 K 100/19
Abgrenzung der sachlichen von der örtlichen Zuständigkeit der Behörde
Dabei verpflichtet der Grundsatz der rechtsschutzgewährenden Auslegung von Verfahrensvorschriften (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes - GG -) das Gericht, den wirklichen Willen zu erforschen und nicht am buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften (BFH-Urteile vom 18. September 2014 - VI R 80/13, BStBl II 2015, 115 und vom 22. Januar 2004 - III R 26/02, BFH/NV 2004, 792, m.w.N.).Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (BFH-Urteil in BFH/NV 2004, 792, m.w.N.).
- FG Berlin-Brandenburg, 16.01.2025 - 14 K 14071/23
Kindergeld für ein Kind mit Behinderung - Schulgeld als behinderungsbedingter …
Dabei kann als Auslegungshilfe der Gesichtspunkt dienen, dass die Klage im Zweifel nicht gegen den falschen, sondern gegen den nach dem Inhalt der Klage richtigen Beklagten gerichtet sein soll (BFH, Urteil vom 22. Januar 2004, III R 26/02, BFH/NV 2004, 792; BFH, Urteil vom 25. Februar 2021, III R 36/19, BFHE 272, 19, BStBl II 2021, 712, m. w. N.). - FG Hamburg, 04.11.2010 - 3 K 65/10
Prüfungsanordnung bei vollbeendeter Schifffahrtsgellschaft: Adressierung, …
- FG Münster, 13.12.2006 - 1 K 2869/05
Klägerbezeichnung im Prozess um Kindergeld
- FG Hessen, 06.08.2009 - 1 K 2219/08
Unzulässigkeit der Klage bei falscher Beklagtenbezeichnung
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Rechtsprechung
| BFH, 15.01.2004 - XI S 18/03 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Judicialis
- rechtsportal.de
- datenbank.nwb.de
Gegenvorstellung nur in Ausnahmefällen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BFH, 01.04.2003 - XI B 40/03
- BFH, 15.01.2004 - XI S 18/03
Papierfundstellen
- BFH/NV 2004, 792
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (3)
- BFH, 21.04.1997 - V R 22/93
Zulässigkeit von Gegenvorstellungen
Auszug aus BFH, 15.01.2004 - XI S 18/03
Als außerordentlicher, nicht förmlicher Rechtsbehelf, mit dem eine Aufhebung einer materiell und/oder formell rechtskräftigen Entscheidung begehrt wird, ist die Gegenvorstellung nur in Ausnahmefällen eröffnet, insbesondere bei schwerwiegenden Grundrechtsverstößen wie der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--), des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) oder wenn die angegriffene Entscheidung jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (vgl. z.B. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 21. April 1997 V R 22, 23/93, BFH/NV 1998, 32, m.w.N., …und vom 13. April 2000 V S 3/00, BFH/NV 2000, 1132). - BFH, 13.04.2000 - V S 3/00
Gegenvorstellung
Auszug aus BFH, 15.01.2004 - XI S 18/03
Als außerordentlicher, nicht förmlicher Rechtsbehelf, mit dem eine Aufhebung einer materiell und/oder formell rechtskräftigen Entscheidung begehrt wird, ist die Gegenvorstellung nur in Ausnahmefällen eröffnet, insbesondere bei schwerwiegenden Grundrechtsverstößen wie der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--), des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) oder wenn die angegriffene Entscheidung jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (…vgl. z.B. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 21. April 1997 V R 22, 23/93, BFH/NV 1998, 32, m.w.N., und vom 13. April 2000 V S 3/00, BFH/NV 2000, 1132). - BFH, 25.04.2002 - XI S 17/02
Gegenvorstellung
Auszug aus BFH, 15.01.2004 - XI S 18/03
Einer Kostenentscheidung bedarf es nicht (vgl. BFH-Beschluss vom 25. April 2002 XI S 17/02, BFH/NV 2002, 1165).
- BFH, 29.03.2007 - VII S 2/07
Begründung einer Anhörungsrüge; schlüssige Darlegung der Verletzung des Anspruchs …
In Rechtsprechung und Literatur ist anerkannt, dass eine Gegenvorstellung in analoger Anwendung von § 321a der Zivilprozessordnung in bestimmten Ausnahmefällen zu einer Änderung formell rechtskräftiger gerichtlicher Entscheidungen führen kann, wenn z.B. die angegriffene Entscheidung unter keinem denkbaren Gesichtspunkt vertretbar erscheint und jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (…BFH-Beschlüsse vom 24. September 2003 II S 3/03, BFH/NV 2004, 210; vom 15. Januar 2004 XI S 18/03, BFH/NV 2004, 792, …und vom 29. Dezember 2004 V B 215/04, BFH/NV 2005, 1312, m.w.N.).
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Rechtsprechung
| BFH, 15.01.2004 - XI E 1/03 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
- rechtsportal.de
- datenbank.nwb.de
Erinnerung gegen Kostenansatz
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFH/NV 2004, 792
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